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Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch1 Tarifverhandlungen in Deutschland.

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Präsentation zum Thema: "Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch1 Tarifverhandlungen in Deutschland."—  Präsentation transkript:

1 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch1 Tarifverhandlungen in Deutschland

2 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch2 Rechtliche Grundlage Grundgesetz Art. 9, Abs. 3 – Koalitionsrecht und Tarifvertragsgesetz (TVG) der Bundesrepublik Deutschland

3 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch3 Tarifautonomie bedeutet dass die Gewerkschaften die Tarifverträge selbständig und ohne Einmischung durch die Regierung mit Arbeitgeberverbänden oder einzelnen Arbeitgebern aushandeln.

4 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch4 Wer darf Tarifverhandlungen durchführen? Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände bzw. einzelne Arbeitgeber

5 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch5 Was ist ein Tarifvertrag? Schriftlicher Vertrag Abgeschlossen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeber- vereinigungen bzw. einzelnen Arbeitgebern Regelt Inhalte, Abschluß und Beendigung von Arbeitsverhältnissen

6 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch6 Geltungsbereiche der Tarifverträge Bundes- gebiet Tarifgebiete Einzelne Unternehmen räumlichfachlichpersönlich Metall- Elektro Stahl IuK / IT Textil Bekleidung Holz Kunststoff Handwerk Alle Gewerkschafts- mitglieder (Arbeiter, Angestelle, Auszubildende)

7 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch7 Allgemeinverbindlichkeit Besteht an einem Tarifvertrag öffentliches Interesse, kann er vom Bundesarbeits- ministerium als allgemeinverbindlich erklärt werden. Dann gilt der Tarifvertrag auch für alle nicht tarifgebundenen Arbeitgeber (d.h. auch Nicht- Verbandsmitglieder) und Beschäftigten des tariflichen Geltungsbereichs.

8 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch8 Kategorien von Tarifverträgen 1. Manteltarifverträge 2. Lohn- und Gehaltsrahmentarifverträge 3. Lohn-, Gehalts- und Ausbildungs- vergütungstarifverträge 4. Sondertarifverträge

9 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch9 Der Manteltarifvertrag regelt allgemeine Arbeitsbedingungen: Arbeitszeit Urlaubszeiten und Urlaubsgeld Mehrarbeit und Überstundenzuschläge Schicht-,Sonn- und Feiertagszuschläge Kündigungsfristen und hat eine Laufzeit von mehreren Jahren.

10 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch10 Der Lohn- und Gehaltsrahmentarifvertrag regelt: Die Lohn- und Gehaltsgruppeneinteilung nach Tätigkeitsmerkmalen Das Verhältnis der einzelnen Lohn- und Gehaltsgruppen zueinander Akkord- und Leistungslohnregelungen und hat eine Laufzeit von mehreren Jahren.

11 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch11 Der Lohn- und Gehaltstarifvertrag regelt: Die Steigerung der Entgelte Die Höhe der Zulagen und Zuschläge und hat meistens eine Laufzeit von einem Jahr

12 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch12 Sondertarifverträge regeln zum Beispiel: Die Zahlung von vermögenswirksamen Leistungen Die Verdienstsicherung für ältere Arbeitnehmer Die Zahlung von Weihnachtsgeld und haben eine Laufzeit von mehreren Jahren

13 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch13 München Düsseldorf Hamburg Berlin Hannover Stuttgart Frankfurt Die Tarifgebiete in der Metallindustrie

14 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch14 Welche Rolle spielt die Tarifkommission? Sie besteht aus Mitgliedern der vom Geltungs- bereich eines Tarifvertrages erfassten Betriebe und den Vertretern der Verwaltungsstellen. Sie wird auf örtlicher Ebene gewählt und von der Bezirkskonferenz bestätigt. Sie bereitet die Tarifrunde vor. Sie fasst Beschlüsse über Forderungen. Sie fasst Beschlüsse über die Annahme oder Ablehnung von Verhandlungsergebnissen.

15 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch15 Entstehung einer Forderung Die Forderung wird den Arbeitgebern übermittelt Die wirtschaftliche Lage wird diskutiertEin Gutachten wird von der IG Metall erstelltDer Vorstand legt den Rahmen für eine Forderung festIn den Betrieben wird über den Rahmen diskutiertDie Tarifkommissionen beschließen eine ForderungDer Vorstand bestätigt bzw. genehmigt die Forderung

16 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch16 Ablauf einer Tarifbewegung erste Schritte vor Beginn der Verhandlungen Der Tarifvertrag wird fristgerecht gekündigtDie Forderung wird den Arbeitgebern vier Wochen vor Ablauf des gekündigten Tarifvertrages übermittelt Die Tarifkommission bildet eine Verhandlungskommission Die Verhandlungen beginnen in der Regel zwei Wochen vor Ablauf des gekündigten Tarifvertrages Die Forderung wird aufgestellt und von der Tarifkommission beschlossen

17 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch17 Ablauf einer Tarifbewegung die Verhandlungen verlaufen erfolgreich Die Friedenspflicht endet vier Wochen nach Ablauf des gekündigten Tarifvertrages Die Verhandlungen werden fortgesetzt, Warnstreiks / Demonstrationen Verhandlungsergebnis vor Ablauf der Friedenspflicht Die Tarifkommission nimmt das Ergebnis an Verhandlungsergebnis Die Tarifkommission nimmt das Ergebnis an Beginn der Verhandlungen in der Regel zwei Wochen vor Ablauf des gekündigten Tarifvertrages

18 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch18 Ablauf einer Tarifbewegung die Verhandlungen sind nicht erfolgreich Eine oder beide Parteien erklären das Scheitern Möglich:Schlichtungsverfahren Neuer Tarifvertrag Einigung Neue Urabstimmung (25% Zustimmung nötig) Schlichtungsverfahren möglichAntrag auf Urabstimmung und Streik beim VorstandUrabstimmung: Bei 75% Zustimmung StreikWährenddessen Tarifgespräche Keine Einigung

19 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch19 Ablauf eines Schlichtungsverfahrens Eine oder beide Parteien erklären das Scheitern Neuer Tarifvertrag AnnahmeAnrufung der SchlichtungsstelleBestimmung eines unparteiischen VorsitzendenBinnen 5 Werktagen EinigungsvorschlagBinnen 6 Werktagen Erklärung der Tarifparteien Schlichtungsverfahren beendet Ablehnung

20 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch20 Ablauf einer Tarifbewegung Und was macht der Vorstand? Der Vorstand der IG Metall legt den Rahmen für die Forderungen fest, die die Tarifkommission dann beschliesst genehmigt die von der Tarifkommission beschlossenen Forderungen kündigt die Tarifverträge fristgerecht genehmigt Urabstimmungen (Streik) genehmigt die von der Tarifkommission angenommen Verhandlungsergebnisse

21 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch21 Tariferfolge Urlaub20 Arbeitstage30 Arbeitstage Urlaubsgeld-50% des Monatsbruttoentgeltes Weihnachtsgeld-in Stufen bis zu 55% des Monatsbruttoentgeltes Arbeitszeit48 Stunden pro Woche 35 Stunden/Woche Arbeits- verhinderung -bezahlte Freistellung bei Hochzeiten, Geburten, Todesfällen Übernahme nach Ausbildung -mindestens für 6 Monate Kündigungsfristen für Arbeitgeber zum Monatsende zum Quartalsende Gesetz IG Metall-Tarifvertrag

22 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch22 Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen Was ist der Unterschied? Grundlage: Grundgesetz Artikel 9 und Betriebsvertrags- gesetz Werden zwischen Arbeitgeber- organisationen / einzelnen Arbeitgebern und Gewerk- schaften verhandelt Gelten für alle Mitglieder der Arbeitgeberorganisationen und der Gewerkschaften Legen allgemeine Eckdaten über Arbeitszeit, Löhne, Urlaubstage, etc. fest Setzen Mindeststandard Grundlage: Betriebs- verfassungsgesetz von 1972 Werden zwischen einem einzelnen Betrieb und dem Betriebsrat verhandelt Gelten für alle Arbeitnehmer des jeweiligen Unternehmens Es gilt das Günstigkeitsprinzip Können nur verhandelt werden, wenn dies der Tarifvertrag erlaubt Können nur regeln, was nicht im Tarifvertrag geregelt ist TarifverträgeBetriebsvereinbarungen

23 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch23 Gegenstand von Betriebs- vereinbarungen kann nicht sein: Arbeitsentgelte und sonstige Arbeits- bedingungen, die durch Tarifverträge geregelt sind oder üblicherweise geregelt werden. Dies gilt nicht, wenn ein Tarifvertrag den Abschluß ergänzender Betriebsvereinbarungen ausdrücklich zuläßt. (§77(3) Betriebsverfassungsgesetz)

24 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch24 Betriebsvereinbarungen regeln: (soweit eine gesetzliche oder tarifliche Regelung nicht besteht, § 87(1) Betriebsverfassungsgesetz) Betriebliche Ordnung Lage und Verteilung der Arbeitszeit Auszahlung der Entgelte Urlaubsplanung Arbeitsschutz Sozialeinrichtungen Lohngestaltung

25 Internationales September 2001IG Metall – Abt. Internationales – Susanne Karch25 Tarifbindung in Deutschland von 100 Betrieben hatten 1999 Quelle: IAB 1999


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