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Peter Richter 1 Universität Bremen Die Natur der Zeit Zur Eröffnung der Installation Völlig losgelöst Auf der Suche nach dem Ende der Zeit von Jörn Schipper.

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Präsentation zum Thema: "Peter Richter 1 Universität Bremen Die Natur der Zeit Zur Eröffnung der Installation Völlig losgelöst Auf der Suche nach dem Ende der Zeit von Jörn Schipper."—  Präsentation transkript:

1 Peter Richter 1 Universität Bremen Die Natur der Zeit Zur Eröffnung der Installation Völlig losgelöst Auf der Suche nach dem Ende der Zeit von Jörn Schipper Kulturkirche St. Stephani Bremen, 7. Dezember 2011 Peter Richter aus physikalischer Sicht

2 Peter Richter 2 Universität Bremen Peter Richter

3 3 Universität Bremen Peter Richter

4 4 Universität Bremen Die eindimensionale Zeit im Westen denken wir die Zeit als Linie mit oder ohne Anfang und Ende 60 im Osten denkt man zyklisch mit oder ohne Hierarchie

5 Peter Richter 5 Universität Bremen 20 Jahre in vier Minuten

6 Peter Richter 6 Universität Bremen Kalender und Uhren Grundlage: periodische Vorgänge Tag, Monat, Jahr synodischer Monat = … Tage, tropisches Jahr = … Tage = … Monate Problem: Verzahnung von Sonnen- und Mondlauf Östliche Kalender benutzen die astronomischen Vorgaben Westliche Kalender rationalisieren sie: jüdisch und julianisch: 19 Jahre = 235 Monate gregorianisch: ·19 Jahre = · Monate Problem: weder Sonne noch Mond laufen gleichmäßig Zeit ist, was gleichmäßig laufende Uhren messen Fragen: läuft die Zeit stetig oder ist sie körnig? Ist Zeit universell oder hat jeder von uns seine eigene?

7 Peter Richter 7 Universität Bremen Fließt oder tickt die Zeit? Wie kann man die Gleichmäßigkeit der Sternzeit testen? Annahme: Federn, Pendel, Unruhen besitzen konstante Perioden. Quarzuhren 10 4 Hz, Cäsiumuhren Hz, Strontiumuhren Hz. Aber: gilt das auch auf Reisen? Uhren mögen immer rascher ticken, aber sie ticken: diskrete Zeit Schneller als die Planck-Zeit 5.4·10 –44 s tickt wohl nichts mehr. Dennoch bleibt eine fließende Zeit vorstellbar (Newton, Kant).

8 Peter Richter 8 Universität Bremen Zeit und Raum Newton: Universelle Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aller Punkte des Raums Einstein: Jeder Punkt hat seine eigene Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft (Lichtkegel) Zeit (1D) und Raum (3D) scheinen voneinander unabhängig zu sein, werden aber häufig zusammen oder analog gedacht: Tief ist der Brunnen der Vergangenheit … – tief? Unterschied: ein Körper kann an einem Ort verharren, an einem Zeitpunkt nicht: Zeit ist die Dimension, die fließen oder ticken muss.

9 Peter Richter 9 Universität Bremen Reisende Drillinge Alle tragen die gleiche Präzisionsuhr Einer ruht (rot) Einer fährt auf einer Parabelbahn mit Lichtgeschwindigkeit los (blau) Einer fährt mit halber Lichtgeschwindigkeit los (magenta). Wenn man sich wieder trifft, zeige die rote Uhr 90 Jahre an. Die magentafarbene steht dann bei 86 Jahren und die blaue bei knapp 71. Es gibt keine universelle Zeit, jeder hat seine eigene! Auf einer Lichtwelle vergeht überhaupt keine Zeit (Einsteins Traum)

10 Peter Richter 10 Universität Bremen Im Gravitationsfeld … Verglichen mit Uhren am Boden gehen Uhren auf GPS-Satelliten in km Höhe 46 s pro Tag schneller (ART) 7 s pro Tag langsamer (SRT) … ticken Uhren noch langsamer Vom Satelliten aus gesehen gehen Uhren am Boden 46 s pro Tag langsamer (ART) 7 s pro Tag langsamer (SRT)

11 Peter Richter 11 Universität Bremen Schwarze Löcher ein Reisender spürt den Schwarzschild-Radius nicht, aber sehr rasch stürzt er ins Loch (7 s Sonne, 30 s galaktisches Zentrum) entstehen aus massereichen Sternen, wenn kein Binnendruck (Elektronen, Neutronen) der Gravitation standhält Schwarzschild-Radien: Erde 9 mm, Sonne 3 km, galaktisches Zentrum 13 Millionen km am Schwarzschild-Radius ticken Uhren, von außen gesehen, unendlich langsam Dort herrscht vermutlich die Planck-Dichte 5 · kg/m 3, die Sonne wäre nur 7 · 10 –23 m groß

12 Peter Richter 12 Universität Bremen Das Ende der Zeiten in schwarzen Löchern Zeit und radiale Koordinate tauschen ihre Rollen In jedem schwarzen Loch verschwindet eine Zeit – aber wie sieht es drinnen aus? Wenn alle Materie in schwarzen Löchern versinkt, dann gibt es noch den Raum, aber keine Uhren mehr und also keine Zeit – aber wird das jemals geschehen?

13 Peter Richter 13 Universität Bremen Emil Heinrich Du Bois-Reymond (1872): Ignoramus et ignorabimus David Hilbert (1930): Wir müssen wissen. Wir werden wissen 2011: Wir wissen immer mehr und verstehen immer weniger


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