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Entwicklungsländer Globalisierung für Arme?. Allgemeine Definition eines Entwicklungslandes Ein Entwicklungsland ist nach allgemeinen Verständnis ein.

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Präsentation zum Thema: "Entwicklungsländer Globalisierung für Arme?. Allgemeine Definition eines Entwicklungslandes Ein Entwicklungsland ist nach allgemeinen Verständnis ein."—  Präsentation transkript:

1 Entwicklungsländer Globalisierung für Arme?

2 Allgemeine Definition eines Entwicklungslandes Ein Entwicklungsland ist nach allgemeinen Verständnis ein Land, welches hinsichtlich seiner wirtschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklung einen relativ niedrigen Stand aufweist.

3 Verschiedene Definitionen: NOHLEN & NUSCHELER: Die dritte Welt besteht aus den strukturell heterogenen Ländern mit ungenügender Produktivkraftentfaltung, die sich zur Durchsetzung ihrer wirtschaftlichen und politischen Ziele gegenüber dem reichen Modell und aufgrund gemeinsamer geschichtlicher Erfahrungen und Interessen politisch solidarisieren und in verschiedenen Aktionseinheiten lose organisiert haben. KLEINPENNING: Entwicklungsländer sind Länder mit schwach ausgebauter Wirtschaftsstruktur und großer Armut breiter Teile der schnell wachsenden Bevölkerung.

4 Gemeinsame Merkmale: eine schlechte Versorgung großer Gruppen der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, dadurch Unterernährung und Hungersnot ein niedriges Pro-Kopf-Einkommen, Armut keine oder nur eine mangelhafte Gesundheitsversorgung, eine große Kindersterblichkeit und eine geringe Lebenserwartung mangelhafte Bildungsmöglichkeiten, eine hohe Analphabetenquote hohe Arbeitslosigkeit, ein insgesamt niedriger Lebensstandard, eine oft extrem ungleiche Verteilung der vorhandenen Güter

5 Schwellenland kann in der Regel folgende Erfolge aufweisen: erzielen überdurchschnittliche Wachstumsraten, die auch die der OECD Länder teilweise deutlich überschreiten sie entwickeln die Breiten- und Tiefenstrukturen der verarbeitenden Industrie bis zur Herstellung von Investitionsgütern und schaffen durch gezielte Investitionen in die materielle und soziale Infrastruktur eine Voraussetzung für Entwicklungssprünge vergleichbare Arbeitsproduktivität mit den OECD Ländern bei deutlich niedrigerem Lohnniveau nutzen Nischen des Weltmarktes und setzen auf den Export von Fertigwaren

6 ausgewählte Merkmale: –HDI –BIP pro Kopf –Handelsbilanz –GINI-Koeffizient –Einwohner –Analphabeten –Ärzte/Einwohner

7 BIP pro Kopf Bruttoinlandsprodukt geteilt durch die Anzahl der Einwohner Problematik: misst nur die Summe aller in Geld beglichenen Leistungen und nicht ihren Nutzen (oder sogar Schaden), eignet sich somit nicht zur Messung des Wohlstands und Lebensqualität

8 Human Development Index misst anhand von drei Teilindikatoren den Stand der menschlichen Entwicklung TeilindexAnteil am Teilindex A-Lebens- erwartung bei der Geburt 100% B1-Alphabeten- quote der Erwachsenen 66.67% B2-Brutto- Schuleinschrei- bungsrate 33,33% C-Reale Kaufkraft je Einwohner 100%

9 Formel für Bestimmung der Teilindizes: tatsächlicher Wert - unterer Grenzwert oberer Grenzwert - unterer Grenzwert Länder mit hoher menschlichen Entwicklung: HDI>0,8 Länder mit mittlerer menschl. Entwicklung: 0,5

10 GINI- Koeffizient statistisches Maß für Verteilungsgleichheit Je näher der GINI- Koeffizient dem Wert 1 kommt, desto größer ist die Ungleichheit (z.B Einkommens- verteilung)

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13 Bolivien HDI Rank11320 Einwohner(MIL)1183 Wirtschaftswachstum3,6%0,1% BIP/Kopf ($) Gini- Index0,490,29 Handelsbilanz(MIL)+0, Ärzte/Einwohner0,00730,0362 Analphabeten0,6 Außenpolitik: Ein wichtiger Partner Boliviens sind die Vereinigten Staaten. Das große regionale Gewicht der USA wird durch ihre Rolle in IWF, Weltbank und Interamerikanischer Entwicklungsbank sowie als größter Geber von Entwicklungs- und Militärhilfe noch verstärkt. Auf der Agenda der Beziehungen mit den USA steht insbesondere auch das Drogenproblem. Beziehungen in der Region Die Beziehungen zu Peru und Argentinien sind gut. Die Beziehungen zu Chile sind historisch belastet durch den, von Bolivien bis heute nicht akzeptierten, Verlust des bolivianischen Meereszugangs an Chile infolge des Salpeterkrieges Bolivien ist Mitglied der Andengemeinschaft und mit dem MERCOSUR assoziiert. Beziehungen zur EU Das Interesse Boliviens an den EU-Staaten ist groß. Es stützt sich auf eine enge historische und kulturelle Verbundenheit, substanzielle Entwicklungszusammenarbeit und den Wunsch, die Außenbeziehungen auch außerhalb der Region zu diversifizieren. Bolivien in den Vereinten Nationen Innerhalb der Vereinten Nationen tritt Bolivien insbesondere für den Gedanken der "nachhaltigen Entwicklung" ein. Es ist ein langjähriger Befürworter einer Weltdrogenkonferenz. Durch die Teilnahme an internationalen Konferenzen stärkt Bolivien sein außenpolitisches Profil schickte es erstmals Kontingente zu einer Friedensmission der Vereinten Nationen (Blauhelme) nach Angola, gegenwärtig ist Bolivien im Kongo engagiert.

14 Bolivien HDI Rank11320 Einwohner(MIL)1183 Wirtschaftswachstum3,6%0,1% BIP/Kopf ($) Gini- Index0,490,29 Handelsbilanz(MIL)+0, Ärzte/Einwohner0,00730,0362 Analphabeten0,6 Wirtschaftsbeziehungen Nachdem bolivianische Exporte nach Deutschland seit 1995 kontinuierlich zurückgegangen waren (bis 2002 von 57,076 auf 6,915 Mio. USD), stiegen sie 2003 wieder auf 11,987 Mio. USD an, 2004 sogar auf 19,4 Mio. USD. Auch Boliviens Importe aus Deutschland haben sich stabilisiert. Hauptexportprodukte Boliviens nach Deutschland sind Kaffee, Südfrüchte, Alpacawaren und Zinn. Entwicklungszusammenarbeit Bolivien ist als Schwerpunktland derzeit größter Empfänger deutscher Entwicklungszusammenarbeit (EZ) in Südamerika. Im Aktionsprogramm 2015 der Bundesregierung zur Reduzierung der weltweiten Armut findet es besondere Erwähnung. Deutschland ist damit hinter den USA und Japan der drittgrößte bilaterale Geber. Deutschlands EZ ist auf mittel- und langfristige strukturelle Reformen angelegt und ausdrücklich armutsorientiert. Deutschland unterstützt damit die Bemühungen der bolivianischen Regierung, bis 2015 den Anteil der armen Bevölkerung signifikant zu senken. Schwerpunkte deutscher EZ sind Staatsmodernisierung (Reform der öffentlichen Verwaltung und der Justiz, einschließlich Partizipation der Zivilgesellschaft), Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie nachhaltige Landwirtschaft. Bei der EZ spielt der Schuldenerlass für das unter einem chronischen Haushaltsdefizit leidende Bolivien eine große Rolle. Die durch den Schuldenerlass frei werdenden Gelder sollen gemäß den HIPC II-Vereinbarungen den Gemeinden und dem Staatshaushalt zur Armutsbekämpfung zugute kommen. Deutschland hat Bolivien seine gesamten, bis 1. Juli 2001 entstandenen bilateralen Schulden in Höhe von rund 347 Mio. Euro erlassen und ist damit erheblich über das vereinbarte Ziel hinausgegangen.

15 Sierra Leone HDI Rank17720 Einwohner(MIL)6,883 Wirtschaftswachstu m 6,5%0,1% BIP/Kopf ($)0, Gini- Index0,640,29 Handelsbilanz(MIL)-0, Ärzte/Einwohner0,0362 Analphabeten80%0,6% Staat in Westafrika, grenzt an Guinea, Liberia und den Atlantik ehemalige britische Kolonie bis zur Unabhängigkeit am 27. April 1961 Geschichte: Bürgerkrieg wirtschaftlicher und sozialer Niedergang des Landes Wirtschaftslage: 2003, 2004 letzter Platz unter den 177 Ländern im HDI der Vereinten Nationen: Status des am wenigsten entwickelten dieser Länder ( ärmstes Land der Welt) 100 USD pro Kopf pro Jahr ( Durchschnitt) 70 % der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze von 1 USD pro Tag. ( Absolute Armut ) Verbesserte Wirtschaftslage seit 2000: Wirtschaftswachstum: 6,5 % bis 7 % ( Vergleich 2001: 5,4%) Gegenüber 2001 hoch, aber nicht ausreichend, um wirtschaftlichen Aufschwung zu erreichen. Anteil am BIP: Landwirtschaft 52% ; Industrie 32 % ; DL 16 % Außenhandel/ Handelsbilanz: Einfuhren 2003: 303 Mio. USD Ausfuhren 2003: 92 Mio. USD ( davon über 80 % Diamanten ) Handelsbilanzsaldo: -175 Mio. USD Haupthandelspartner: Belgien, Großbritannien, USA, Niederlande &Deutschland Wichtigste Exportgüter: Rutil, Bauxit, Diamanten Wichtigste Importgüter: Industriegüter, Maschinen, Fahrzeuge, Nahrungsmittel, Brennstoffe Haushaltsdefizit: 13,4 % des BIP ( Stand 2004 ) Stark defizitäre Leistungs- und Handelbilanz verfestigt die Abhängigkeit Sierra Leones von Krediten und Zuschüssen ausländischer bi- und multilateraler Geber.

16 HDI Rank17720 Einwohner(MIL)6,883 Wirtschaftswachstum6,5%0,1% BIP/Kopf ($)0, Gini- Index0,640,29 Handelsbilanz(MIL)-0, Ärzte/Einwohner0,0362 Analphabeten80%0,6% Beziehung Deutschland Sierra Leone Deutschland genießt hohes Ansehen Zusagen über finanzielle und technische Zusammenarbeit: 240 Mio. seit Unabhängigkeit Zusätzliche seit 2002: 8 Mio. zur Finanzierung des Demobilisierungs- und Entwaffnungsprogramms 6,85 Mio. Wiederaufbau ländlicher Infrastruktur 3 Mio. Ernährungssicherung und Konfliktberatung in den vom Bürgerkrieg am schwersten betroffenen Provinzen im Südosten des Landes Bedeutung der Landwirtschaft. Seit Ende des Bürgerkriegs Anfang 2002: Ca. 80 % der ländlichen Bevölkerung betreibt reine Subsistenzlandwirtschaft Kultur und Bildungspolitik 1/3 der ohnehin schwachen schulischen Infrastruktur durch Bürgerkrieg zerstört Beteiligte an Rehabilitierung des Schulsystems: Multilaterale Geberorganisationen ( Weltbank, Afrikanische Entwicklungsbank, EU, UNICEF u.a.) Einschulungsrate erhöht seit 2002: jedoch immer noch gering bei 59 % Kindersterblichkeit: 144,38 Todesfälle/ Lebendgeburten ca. 15 % Lebenserwartung: Männer ca. 37 J. ; Frauen ca. 38 J. Sierra Leone

17 Bangladesch HDI Rank13920 Einwohner(MIL)14483 Wirtschaftswachstum5,3%0,1% BIP/Kopf ($) Gini- Index0,330,29 Handelsbilanz(MIL)-2, Ärzte/Einwohner0,000170,0362 Analphabeten57%0,6% Wirtschaftliche Beziehungen 2004: Importe nach Deutschland im Wert von 1,239 Mrd. Euro ( 2003: 1,033 Mrd.) 2004: Exporte nach Bangladesch im Wert von 222 Mio. Euro ( 2003: 172 Mio.) 94 % der Importe aus Bangladesch sind Fertigkleidung Exporte nach Bangladesch sind hauptsächlich Textil- und Nähmaschinen ( 2003: 24%), sonstige Maschinen (10%) und Medikamente ( 10 %) Deutschland ist nach USA der zweitwichtigste Exportmarkt Bangladeschs deutsche Direktinvestitionen betrugen bislang Mio. Euro, was vergleichsweise eine geringe Bedeutung hat im Allgemeinen unterliegen Auslandsinvestitionen nach Bangladesch günstigen gesetzlichen Bedingungen werden aber von folgenden Faktoren erschwert: - eingeschränkte öffentliche Sicherheit - verbreitete Korruption - zahlreiche Generalstreiks Entwicklungszusammenarbeit Deutschland – Bangladesch Hauptziel der Zusammenarbeit: - Bekämpfung der Armut - Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und materiellen Infrastruktur Bei jährlichen Regierungsverhandlungen im Jahr 2000 ergaben sich folgende Schwerpunkte: - Gesundheit: Familienplanung, HIV/ AIDS- Bekämpfung - Energie: Elektrisierung, Nutzung alternativer Energiequellen - Wirtschaft: Marktentwicklung: Privatsektorförderung, Handelspolitik, Finanzsystementwicklung, berufliche Bildung, industrieller Umweltschutz Infrastruktur Bei Regierungsverhandlungen im Jahr 2003 wurden Bangladesch weitere 26 Mio. zugesagt ( finanzielle und technische Zusammenarbeit)

18 HDI Rank13920 Einwohner(MIL)14483 Wirtschaftswachstum5,3%0,1% BIP/Kopf ($) Gini- Index0,330,29 Handelsbilanz(MIL)-2, Ärzte/Einwohner0,000170,0362 Analphabeten57%0,6% Außenhandel Bangladesch exportierte im Haushaltsjahr 2003/2004 Waren im Wert von 7,6 Mrd. US Dollar Steigerung zum Haushaltsjahr 2003/2004 ( 6,5 Mrd. US Dollar) Bedeutesten Absatzmärkte sind USA, Deutschland und Großbritannien, wobei die gesamte EU noch mehr aus Bangladesch importiert Hauptexportgüter: - ca. 75% Bekleidungsartikel - tiefgefrorene Meeresfrüchte - Jute und Lederwaren traditionelle Exportgüter wie Jute und Tee sind rückläufig Importe nach Bangladesch im Haushaltsjahr 2003/2004: 11,4 Mrd. US Dollar Hauptlieferanten: Indien, Singapur und China Importgüter: Nahrungsmittel, Garne, Fasern, Stoffe, Mineralöle, Investitionsgüter dabei spielen Lieferungen im Zusammenhang mit der Entwicklungszusammenarbeit eine wichtige Rolle der Schmuggel von Indien übertrifft die offiziellen Importe nach B. um schätzungsweise 1,8 Mrd. US Dollar ( 2003/2004) Leistungsbilanzdefizit wird durch Kapital der internationalen Gewerbegemeinschaft ausgeglichen Auslandsverschuldung lag im Haushaltsjahr 2002/2003 bei 17 Mrd. US Dollar ( ca. 30% des BIP) private und ausländische Direktinvestitionen sind bis 1998 angestiegen - seit 1999 sind sie aber rückläufig Regierung hofft auf einen Wiederanstieg der ausländischen Direktinvestitionen aufgrund von einer Ankündigung der indischen Tata- Gruppe Bangladesch

19 Problematik Entscheidend für Entwicklungserfolg: Weltmarktorientierung –Privatisierung öffentlicher Unternehmen, Deregulierung –Subventionsabbau –Industriestaaten verlangen hohe Zölle Umweg: Bilaterale Beziehungen –Bürokratischer Aufwand (Herkunftsnachweis) –Dispute nicht Zuständigkeit der WHO –Bsp: Japan eigenen Markt bis zur Wettbewerbsfähigkeit schützen Kapital (-sicherheit) –Kein Geld um Investitionen zu erbringen Konzerne ins Land holen (Direktinvestitionen) Wertpapiergeschäfte Kredite Bildung –erfordert Kapital Infrastruktur –erfordert Kapital => Bodenschätze schaffen selten besseren Chancen Auswirkungen sind selbstverstärkend. Entwicklungshilfe der EU beträgt 1/7 der Subventionen für Landwirtschaft Kapitalverkehr ist rückläufig Die Globalisierung ist (noch) kein Vorteil für die Entwicklung armer Staaten!


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