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Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Vorlesung Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS2007 Teil.

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1 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Vorlesung Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS2007 Teil G. Grote Prof. Dr. Gudela Grote Departement Management, Technology, and Economics, ETH Zürich Kreuzplatz 5, 8032 Zürich Tel /7078,

2 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Übersichtsplan – Vorlesungsblock von Gudela Grote Prozess- versus Arbeitssicherheit; Personenbezogene Massnahmen der Sicherheitsförderung Sichere Gestaltung von Organisation: Strategien des Management von Unsicherheit; Teamkoordination Technik und Sicherheit: Das Beispiel Pervasive computing Beurteilung von Sicherheitsmanagement und Sicherheitskultur; Gastvortrag: Ulrich Straub, Risk Engineering Services, Swiss Re Fallstudie: Koordination in Hochrisiko-Teams

3 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Organisatorisches zur Fallstudie Ausgabe der Arbeit am In Kleingruppen von 2-4 Personen zu bearbeiten Abgabe der Fallstudie per an bis

4 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Handeln in risikoreichen Arbeitssystemen - Arbeits- und Prozesssicherheit

5 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Beispiel 1: Alitalia-Unfall am Stadlerberg, Nov. 1990

6 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Beispiel 2: Bauunfall

7 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Anforderungen an menschliches Handeln aus Perspektive … … Arbeitssicherheit Ziel ist der Schutz des Menschen vor Gefahren am Arbeitsplatz Sicherheit ist Sekundäraufgabe für den Arbeitenden mit Anforderungen an –Risikowahrnehmung (z.B. Beachten von Hinweistafeln) –Risikobezogenes Entscheiden (z.B. Beurteilung von Sicherheitsvorrichtungen) –Vorbeugendes Handeln (z.B. Tragen von Schutzkleidung) Sicherheitsförderung durch Massnahmen hinsichtlich –Mensch: Wissen über Gesundheitsge- fährdungen und deren Vermeidung –Technik: Absicherung durch Schutzvor- richtungen etc. –Organisation: Reglementierung von Sicherheitsvorkehrungen … Prozesssicherheit Ziel sind sichere Produktionsprozesse Sicherheit ist Teil der primären Arbeitsaufgabe mit Anforderungen an –Risikowahrnehmung (z.B. Erkennen von Prozessabweichungen) –Risikobezogenes Entscheiden (z.B. Abbruch einer Operation) –Vorbeugendes Handeln (z.B. Voran- kündigung einer Betriebsstörung) Sicherheitsförderung durch Massnahmen hinsichtlich –Mensch: Fach- und Methodenkompetenz –Technik: Absicherung durch Redundanzen und Automation –Organisation: Reglementierung von Arbeitsprozessen

8 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Risikowahrnehmung Erkennen möglicher Schäden –Beachten, Gewichten und Deuten von Hinweisen auf kritische Bedingungen –Beeinflussung durch Vorerfahrung, Erwartungen, Bedürfnisse etc. –Beschränkung durch begrenzte Aufnahmekapazität Wahrscheinlichkeitsbeurteilung –Überbewertung von Basiswahrscheinlichkeiten –Kognitive Heuristiken (z.B. Verfügbarkeit) –Abhängig von Kontrollerwartungen (z.B. unrealistischer Optimismus) –Abhängig von Nutzenbeurteilung (z.B. Risiko selbst als Nutzen) Experten vs. Laien –Unterschiedliche Gewichtung von quantitativer / qualitativer und von objektiver / subjektbezogener Information

9 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007

10 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007

11 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007

12 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Risikobezogenes Entscheiden und Handeln: Kognitive Fehler (Reason 1990)

13 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Risikobezogenes Entscheiden und Handeln: Kognitive Fehler (Dörner, 1996) Handeln nach dem Reparaturdienstprinzip Thematisches Vagabundieren Horizontale und vertikale Flucht Analogia Praecox Ballistisches Denken Immunisierung gegen Misserfolg

14 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Teams: Vor- und Nachteile + Ideen entwickeln + Individuelle Fehler erkennen und ausgleichen + Systemsicht fördern + Gegenseitige Unterstützung bieten – Reibungsverluste – Konformitätsdruck – Nivellierung individueller Leistung – Verantwortungsdiffusion

15 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Risikobezogenes Entscheiden und Handeln: Gruppendenken (Janis, 1972)

16 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Risikobezogenes Entscheiden und Handeln: "Escalating commitment" (Simonson & Staw, 1992) Beibehalten und Intensivieren einer bisher nicht erfolgreichen Handlungsweise Ursachen: unsichere und ambivalente Information, Selbstrechtfertigung, Fehlerverdeckung Gegenmassnahmen: Minimalziele setzen für Beibehalten/Ändern, Verantwortung für Entschei- dungsprozess (statt für Ergebnis), Angst vor Fehlern und Verantwortungsübernahme reduzieren

17 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 (Mangelnde) Motivation für vorbeugendes Handeln Beispiel: Gründe für das Nichttragen von Hörschutz (Pasig, 1994) Mit der Frage habe ich mich noch nicht beschäftigt. Eine sprachliche Verständigung ist nicht möglich. Die Laufgeräusche der Maschine sind nicht zu hören. Der Gehörschutz ist mir lästig. Ich bin im Rentenalter. Der Lärm kann mir nichts anhaben. Die anderen tragen auch keinen Gehörschutz. Die Führungskräfte haben das Gehörschutztragen nicht angewiesen. Für das Gehörschutztragen gibt es keinen Erschwerniszuschlag.

18 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Modell der Motivation für vorbeugendes Handeln - Bsp. Gehörschutz

19 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Vermeidung von Fehlern Abhängig von der Art der kognitiven Fehler (z.B. Routine vermeiden bei skill-basierten Fehlern, Ausbildung verbessern bei knowledge-basierten Fehlern) Unter Berücksichtigung der vorhandenen Motivation (z.B. bei sehr eintönigen Tätigkeiten ist genügend Aufmerksamkeit besonder schwer sicherzustellen) Unter Berücksichtigung sozialer und organisationaler Faktoren (z.B. Wertschätzung von sorgfältigem Arbeiten, Zeitdruck) Aber: Grundsätzlich sind Fehler nicht gänzlich vermeidbar. Die Häufigkeit von Fehlern kann reduziert und ihre Auswirkung abgefedert werden. DieVermeidung von Fehlern ist nicht unter allen Bedingungen wünschbar, da Fehler Lern- und Veränderungchancen bieten.

20 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Sicherheitsfaktor? Risikofaktor? Die menschliche Rolle in risikoreichen Systemen: Ein Balanceakt Personbezogene, technische und organisatorische Massnahmen als Spiegel und Bestätigung von Menschenbildern

21 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Personbezogene Sicherheitsmassnahmen in Unternehmen

22 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Personbezogene Massnahmen der Sicherheitsförderung Können:Personalauswahl, Ausbildung Wollen:Motivationsförderung Sollen / Dürfen: Vorbilder, Normen/Kultur

23 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Gefahrenerkennung Ausbildung zur Förderung sicheren Handelns Wissen entsteht wesentlich auch durch die Arbeitstätigkeit selbst ! Ergänzung von Ausbildung mit Rückmeldung über Verhaltensänderungen und Anreizen für Verhaltensänderungen Passung von Ausbildungsziel und Anwendbarkeit des Gelernten z.B. handlungsorientiertes Unterweisen: zugeschnitten auf konkrete Arbeitstätigkeit mit gemeinsamer Problemanalyse, Lösungssuche und Zieldefinition sowie Rückmeldung über Erfolge Grundsätzlich wichtig: Kommunikations-/Kooperationsfähigkeit Entscheidungsfähigkeit Massnahmenwissen

24 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Motivation

25 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Fehlende Motivation nicht als Mangel der Mitarbeitenden, sondern der Arbeitssituation Je weniger intrinsische Motivation … Je weniger extrinsische Motivation … … desto mehr intrinsische Motivierung nötig … desto mehr extrinsische Motivierung nötig Förderung durch menschengerechte Arbeitsgestaltung

26 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007

27 Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich VL Risikoverhalten in Arbeitswelt und Alltag SS 2007 Instruktion für Fallstudie Ausgabe der Arbeit am In Kleingruppen von 2-4 Personen zu bearbeiten Schritt 1: Schauen Sie die auf unter Lehre / VL Risiko- verhalten abrufbare Videoaufnahme eines Simulatorflugs an (mög- lichst vor dem 24.4.) und notieren Sie alles, was Ihnen positives und negatives an der Art, wie Captain und Copilot zusammenarbeiten, auffällt.www.oat.ethz.ch Schritt 2: Schauen Sie das Video nochmals nach dem an, ergän- zen und systematisieren Sie Ihre Beobachtungen und Bewertungen der Zusammenarbeit anhand der am in der Vorlesung diskutieren Mechanismen adaptiver Koordination. Formulieren Sie eine Rückmeldung und Empfehlungen an die Piloten zu ihrer Zusammenarbeit. Geben Sie die schriftliche Dokumentation Ihrer Arbeit in Schritt 1 und 2 bis zum per an


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