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Die Vorlesung hat folgendes Programm: 21. 2. 21. 2.Kurze Einführung mit allgemeinen Hinweisen zum Programm und zur Organisation 28. 2. 28. 2. Merkmale.

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Präsentation zum Thema: "Die Vorlesung hat folgendes Programm: 21. 2. 21. 2.Kurze Einführung mit allgemeinen Hinweisen zum Programm und zur Organisation 28. 2. 28. 2. Merkmale."—  Präsentation transkript:

1 Die Vorlesung hat folgendes Programm: Kurze Einführung mit allgemeinen Hinweisen zum Programm und zur Organisation Merkmale analytischen Erzählens und Bauformen der Kriminalerzählung – – Petra Ivanov, Kalte Schüsse – – Susy Schmid, Das Wüste lebt – [1. 5.] – [8. 5.] – Peter Zeindler, Der Mauersegler Soft-skill-Prüfungen

2 Vorlesung 8 Vorlesung 7 Susy Schmids Roman Das Wüste lebt: - Der allmähliche Aufbau des Raumes: 2 Arten der Raumdarstellung und der Fall Beatrice Gebhardt: Zu erwarten wäre, dass Evi so etwas wie eine Alternativdetektion zur polizeilichen unternimmt! - Der Angriff gegen Evi: ein blindes Motiv?! - Die überraschende Wende (Identität der Toten) - Der Aufbruch und die Lösung des Falls in Essaouira - Der Zufall und die Vorgeschichte (der Schmals) zum Fall - Beurteilung des Schlussteils Vorlesung 8 Peter Zeindlers Romane und ihr Grundthema Der Anfang des Romans Felix Mangold und seine Vorgeschichte Agentenroman versus Kriminalroman Frageprojektionen nach dem Erzähleinsatz Personenkonfigurationen (bis Kap. 13) Vorgeschichten

3 Allgemeines zu Peter Zeindler in Zürich geboren, aufgewachsen in Schaffhausen, Studium der Germanistik und der Kunstgeschichte; Promotion bei Emil Staiger; Arbeit als Gymnasiallehrer, dann als Dozent, Mitarbeit beim Radio, seit 1974 freier Schriftsteller; Mitarbeit an Tatort-Krimis. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimipreis und 1996 mit dem Ehrenglauser für das Gesamtwerk (mehrheitlich im Arche Verlag erschienen). Agenten- und Kriminalromane –1982Tarock –1984Die Ringe des Saturns –1985 Der Zirkel –1987 Widerspiel –1989 Schattenagent. Agentenroman –1991 Feuerprobe. Agentenroman –1992 Das Sargbukett oder Sophies erster Fall. Kriminalroman –1993 Der Schläfer. Agentenroman –1994 Mord im Zug. Böse Geschichten –1995 Ausgetrieben. Roman –1996 Salon mit Seerosen. Kriminalroman –1998 Aus Privatbesitz. Roman –2000 Abschied in Casablanca. Sembritzki auf Mission in Marokko. Agentenroman –2002 Das Lächeln des andern. Roman –2004Toter Strand. Roman –2006 Der Schreibtisch am Fenster. Roman –2007Der Mauersegler. Roman

4 Merkmale von Zeindlers Schreiben Der Autor möchte nicht auf den Krimi behaftet werden. Seine Vorliebe gilt dem Verfassen von Agentenromanen. Er beherrscht aber beide Genre. Von Kindheit an an der Figur des Agenten interessiert, an Maske, Verstellung, Mehrfachidentitäten, an der Maske als Versteck. Seine Figuren sind schillernd, sind Doppelwesen, die Welt in der sie spielen ist inszeniert. So auch in Der Mauersegler! Wichtige Themen: Kalter Krieg, Umwelt, die Wende, die Agenten vor und nach der Wende, die Auseinandersetzung mit biografischen Hypotheken, mit der Vergangenheit. Viele europäische Schauplätze in seinen Agentenromanen. Ziel des Schreibens: auf den Schluss hin. Hamburg spielt schon in Toter Strand ein Rolle. Hauptfiguren: Ursprüngliche und gegenwärtige berufliche Rolle, beide zuweilen im Widerstreit mit einander.

5 Der Mauersegler 25 Kapitel, durchschnittlich 10 Seiten je Kapitel. Der Titel wird erklärt: –S. 48: Erfindung Mangolds im Nachruf für Leo Kilchenmann, als Übername für dessen Tätigkeit als Schleuser; –S. 107: Im Zusammenhang mit seinem Auftrag, zu dem er geweckt worden ist (Motiv des Schläfers), Sara Pechstein auszuhorchen, wird ihm von Forster der Deckname Mauersegler angetragen; –Mangold schlägt beim Verfassen des Nachrufs im Lexikon nach: Mauersegler, lat. Apus apus. Läßt sich wegen seiner kurzen Füße kaum je auf dem Boden nieder, sondern hängt mit seinen scharfen Krallen an senkrechten Flächen. Er holt im Flug seine Nahrung, kann auch im Flug schlafen und paart sich sogar gelegentlich in der Luft. Auf dem Land gilt der Mauersegler wegen seines penetranten Schreis, den er ausstößt, wenn er über die Häuser segelt, als Teufelsvogel.

6 Der Anfang des Romans Der Anfang des Romans ist durch interne Fokalisierung bestimmt. Beherrschend ist die Perspektive Felix Mangolds. Die ersten Seiten dienen dazu, ihm ein Profil zu geben. Erste Zeile, eine ebenso einsilbige wie lapidare Nachricht per Telefon: «Kilchenmann is dead.» Kap. 5, S. 58: «Leo Kilchenmann aber war auferstanden und drängte sich rücksichtslos in Mangolds Leben zurück.» Dramatischer Einsatz: «Kilchenmann is dead.» Es wird ein «Fall» angedeutet, der aber Mangold nicht zur Lösung übertragen wird, sondern der Fragen suggeriert. Es wird ein uns bekannter authentischer Raum «in der Nähe» aufgebaut: Zürich, Mangolds Wohnort. Der Raum ist im Ganzen authentisch, die fiktiven Figuren werden in ihm positioniert. Mangold als Zentralfigur wird – dies ist für den Agentenroman typisch – als passiv eingeführt. Er interessiert sich nicht für eine «Ermittlung», vielmehr scheint er im Zentrum des Interesses von anderen zu stehen. Analytisches Erzählen: Mangolds Schritte und Verhalten werden nicht vorher erklärt, sondern erst nachträglich motiviert und damit klar.

7 Felix Mangold, der Aufbau der Zentralfigur Felix Mangold Faszination für Spiel und Masken kärglich eingerichtete Wohnung in Zürich früher in der Schweizer Botschaft in Ostberlin beschäftigt Neuer Beruf: Medientrainer Mangold kannte Peter Fisher, der verhaftet wurde Früher mit Lena verheiratet, die ihn verlassen hat. Bekanntschaft mit Zora Eissler undefinierbaren Alters, S. 104 über fünfzig Studium Germanistik und Kunstgeschichte

8 Ansätze des Agentenromans Beim Anlesen: Ansätze des Agentenromans Personen treten mit Masken auf: Wiederkehrendes Motiv der Verdoppelung im Roman, der Verhüllung, der Maske bzw. der Nacktheit. Die Macht im Hintergrund (vgl. Forster) gibt sich nicht zu erkennen, ist aber allgegenwärtig und voll über alles informiert, was Mangold betrifft. Recherchen und Frageprojektionen (Mangolds) zielen auf –die eigentliche Identität von Personen, –Die Rolle von Beziehungen zwischen Personen. Dagegen: Frühe Aufklärung über die Vorgeschichte einer Person, z. B. diejenige Kilchenmanns. Bewusstsein Mangolds, die Personen, die mit ihm Kontakt aufnehmen, seien über ihn bereits informiert, er jedoch nicht über sie: z. B. der erste Klient beim Medien-Coaching, Zora, die Freundin, die ihm mit ihrer Neugier plötzlich fremd erscheint, Hausmann, der Mangold informiert, aber ihn zugleich im Dunkeln lässt (z. B. betreffend Kilchenmanns Neffen) Das Bewusstsein, von anderen heimlich beobachtet oder fotografiert zu werden. Motiv der Nacktheit!

9 Agentenroman versus Kriminalerzählung Ausgangspunkt: Kein offizieller Auftrag an den Agenten zur Wiederherstellung der Ordnung, sondern eher Recherchen, um hinter eine verborgene Wirklichkeit zu kommen. Der Agent ist nicht an Spielregeln eines ordentlichen Verfahrens gebunden. Verbotenes ist erlaubt, Verschweigen ist oft wichtiger als Aufdecken! Grösserer Aktionsradius und grösserer Aktionsraum: Der Agent überschreitet Grenzen, z. B. von Zürich nach Hamburg. Der Agent ist zunächst passiv, er gerät in Fälle hinein. Der Agent ist Bedrohungen ausgesetzt und immer gefährdet. Er ist in der Regel in der Defensiven. Er ist ihm selbst überlegenen Instanzen und Personen ausgeliefert. Vorgeschichten sind nicht Ziel der Recherche, sondern sind früh bekannt.

10 Aufbau des Romans (Kap. 1 – 13) Kap. 1: Der Anruf; Recherche Mangolds im Zurich American Center nach Peter Fisher, einem ehemaligen CIA-Agenten. Kap. 2: Der Klient Forster; Auftrag Hausmanns, einen Nachruf zu verfassen. Kap. 3: Zora nach der Kleist-Probe, sie kennt Forster; Stasi-Akte (Pfeffer). Kap. 4: Rückkehr nach ZH; die VG Kilchenmanns (Hausmann kennt sie!) Kap. 5: Verfassen des Nachrufs (Fiktion und Fakten der VG); Zora kommt; Kap. 6: Hausmann liest den Text; Umschreiben in die Perspektive Neffe; Kap. 7: Abflug; Zusammentreffen mit Forster ( = Kilchenmanns Neffe); Kap. 8: Die Beerdigung; Forsters Nachruf; Anke; die junge blonde Frau. Kap. 9: Das Essen mit Sara im Cuneo, möchte bei ihm lernen; ihre VG; Kap. 10: Forster erwartet Mangold in dessen Hotelzimmer: Verhör! Er kennt Sara Pechstein, ebenfalls Silke Weinreich (verschollen) und Peter Fisher (Irgendwo in den USA), Kilchenmann = Mann der Stasi! Kap. 11: Treffen mit Anke; die Stasi-Akte mit den Code.Namen; Honorierung; im Generalkonsulat; Rückkehr nach ZH, Anruf von Zora und Sara. Kap. 12: Saras Ankunft; Kontrollanruf von Förster. Kap. 13: Ankes Anruf; Saras Besuch und die Offenbarung: Sie ist Mangolds Tochter, ihre Mutter Silke sei kurz nach der Geburt gestorben.

11 Der Auftrag, sie auszuhorchen! Konfiguration Jetzt (Kap. 7, 10) Felix Mangold Zora Eissler, Theaterfrau junge blonde Frau = Sara Pechstein Forster, Förster, Kilchenmanns Neffe Hausmann

12 Konfiguration VG (Kap. 4, S. 44ff.) Kilchenmann, der spätere Schleuser CIA-Agent Peter Fisher die Freundin des Kochs der Koch in der Botschaft Anke, die Frau Kilchenmanns

13 Mangolds Vorgeschichte (Kap. 10, S. 101ff.) Forster oder Förster (S. 101) weiss, dass –Mangold mit Silke Weinreich, Physikerin im Osten, liiert war, –sie in den Westen holen wollte, um sie zu heiraten. –Kilchenmann wollte die Rolle des Fluchthelfers spielen. –Fahrer war Peter Fisher, CIA-Agent. –Scheitern der Flucht und –Verhaftung der Frau und des Agenten. –Seitdem seien beide verschollen, –Peter Fisher, nach dem sich Mangold erkundigt hatte, Irgendwo in den USA, –Silke Weinreichs Schicksal nach der Verhaftung unbekannt. –Förster zeigt Mangold ein Foto Silke Weinreichs, Mangold identifiziert sie. –Fisher habe sie über Mangold informiert. –Kilchenmann sei Mitglied der Stasi gewesen. –Der Auftrag, Sara Pechstein zu überwachen und auszuhorchen!


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