Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Mobbing Impulsreferat Präventionstag Schüler- und Jugendzentrum Eggesin 20.06.2009 20.06.2009 Referentin Amire Kahler.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Mobbing Impulsreferat Präventionstag Schüler- und Jugendzentrum Eggesin 20.06.2009 20.06.2009 Referentin Amire Kahler."—  Präsentation transkript:

1 Mobbing Impulsreferat Präventionstag Schüler- und Jugendzentrum Eggesin Referentin Amire Kahler

2 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler2 Was ist Mobbing? Englisch to mob - anpöbeln, herfallen über Englisch to mob - anpöbeln, herfallen über am Arbeitsplatz unter Kollegen, zwischen Vorgesetzten und Untergebenen am Arbeitsplatz unter Kollegen, zwischen Vorgesetzten und Untergebenen systematische, regelmäßige, direkte und indirekte Angriffe über einen längeren Zeitraum hinweg systematische, regelmäßige, direkte und indirekte Angriffe über einen längeren Zeitraum hinweg die angegriffene Person ist unterlegen die angegriffene Person ist unterlegen angegriffen wird von einer oder mehreren Personen angegriffen wird von einer oder mehreren Personen Ziel ist die Ausgrenzung Ziel ist die Ausgrenzung dahinter stecken negative Absichten und / oder es wird so empfunden dahinter stecken negative Absichten und / oder es wird so empfunden

3 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler3 Bullying und Cybermobbing Bullying: Englisch to bully – tyrannisieren, schikanieren, drangsalieren Englisch to bully – tyrannisieren, schikanieren, drangsalieren unter Kindern und Jugendlichen in der Schule unter Kindern und Jugendlichen in der Schule gemeint sind die gleichen Vorgänge wie bei Mobbing gemeint sind die gleichen Vorgänge wie bei Mobbing Cybermobbing / -bullying: umfasst Mobbinghandlungen anhand von Internet und Handy umfasst Mobbinghandlungen anhand von Internet und Handy verwendet werden auch Fotos und Videos verwendet werden auch Fotos und Videos

4 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler4 Mobbing – was passiert da? Angriffe auf: die Möglichkeit sich mitzuteilen die Möglichkeit sich mitzuteilen soz. Beziehungen und soz. Ansehen soz. Beziehungen und soz. Ansehen die Qualität der Berufssituation die Qualität der Berufssituation die körperliche und seelische Gesundheit die körperliche und seelische Gesundheit Zum Beispiel durch: soziale Isolierung, Kontaktver- weigerung, ausgrenzen soziale Isolierung, Kontaktver- weigerung, ausgrenzen lächerlich machen, Gerüchte verbreiten lächerlich machen, Gerüchte verbreiten sinnlose Aufgaben, Entzug von Aufgaben sinnlose Aufgaben, Entzug von Aufgaben gesundheitsschädigende Aufgaben, verbale Drohungen und Aggressionen (z.B. anschreien, demütigen), Androhen oder Ausüben körperlicher Gewalt gesundheitsschädigende Aufgaben, verbale Drohungen und Aggressionen (z.B. anschreien, demütigen), Androhen oder Ausüben körperlicher Gewalt

5 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler5 Mobbing – wie läuft das ab? Auslösephase Auslösephase Mobbingphase Mobbingphase Phase der Rechts- und Macht- Phase der Rechts- und Macht-übergriffe Ausschlussphase Ausschlussphase Phase der ärztlich- Phase der ärztlich-psychiatrischenStigmatisierung einzelne Angriffe, (ungelöster) Konflikt vorhanden einzelne Angriffe, (ungelöster) Konflikt vorhanden Verdichtung der Angriffe, Zunahme der Mobbinghandlungen, Personifizierung der Konfliktpositionen Verdichtung der Angriffe, Zunahme der Mobbinghandlungen, Personifizierung der Konfliktpositionen Öffentlichkeit der Situation, Unbeteiligte werden einbezogen, Sanktionen und Ausgrenzung, Stigmatisierung, Fehlzeiten und psychosomatische Beschwerden beim Betroffenen Öffentlichkeit der Situation, Unbeteiligte werden einbezogen, Sanktionen und Ausgrenzung, Stigmatisierung, Fehlzeiten und psychosomatische Beschwerden beim Betroffenen Ausschluss aus der Arbeitswelt, langfristige Krankschreibung, Kündigung, eventuell Frühverrentung, Ausschluss aus der Arbeitswelt, langfristige Krankschreibung, Kündigung, eventuell Frühverrentung, auch Suizid Individualisierung des Krankheitsbildes durch Nichtbeachten der Mobbing-Vorgeschichte Individualisierung des Krankheitsbildes durch Nichtbeachten der Mobbing-Vorgeschichte

6 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler6 Wie kommt es zu Mobbing? in der Organisation in der Organisation (z.B. Firma) und in der Gruppe (z.B. Schulklasse): bei den Angreifern: bei den Angreifern: bei den Betroffenen: bei den Betroffenen: schlechtes Arbeitsklima, Zeitdruck, belastende Arbeitsbedingungen, fehlende Gesprächsbereitschaft der Vorgesetzten, fehlende Transparenz von Entscheidungen, unzureichendes Führungsverhalten, unklare Regelungen, Personalabbau persönliche Gründe (z.B. Selbstschutz), Konkurrenz (inoffizielle Personalarbeit) eventuell geringes Selbstwertgefühl, zu wenig soziale Kompetenzen, Unsicherheit oder auch übertriebene Demonstration von hohem Selbstbewusstsein und moralischer Überlegenheit

7 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler7 Folgen von Mobbing Für die Für dieBetroffenen: Für die Gruppe: Für die Gruppe: Für das Für dasUnternehmen: 44 % erkranken, davon die Hälfte mehr als 6 Wochen 44 % erkranken, davon die Hälfte mehr als 6 Wochen seelische und körperliche Erkrankungen (Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Depressionen, Angststörungen) bis hin zum Selbstmord seelische und körperliche Erkrankungen (Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Depressionen, Angststörungen) bis hin zum Selbstmord 99 % erleben Störungen des Arbeits- und Leistungsverhaltens (Nervosität, Verunsicherung, sozialer Rückzug, Demotivation, Misstrauen) 99 % erleben Störungen des Arbeits- und Leistungsverhaltens (Nervosität, Verunsicherung, sozialer Rückzug, Demotivation, Misstrauen) Ausgrenzung aus dem Betrieb Ausgrenzung aus dem Betrieb vermehrte Konflikte, Zusammenarbeit ist beeinträchtigt vermehrte Konflikte, Zusammenarbeit ist beeinträchtigt mangelnde Qualität der Arbeit, Abwesenheit, Fluktuation mangelnde Qualität der Arbeit, Abwesenheit, Fluktuation

8 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler8 Mobbing – wer, wo und wie oft? ca. 2-3 % der Beschäftigten in Deutschland sind von Mobbing betroffen (mehr als eine Million) ca. 2-3 % der Beschäftigten in Deutschland sind von Mobbing betroffen (mehr als eine Million) jeder 4. ist irgendwann im Laufe seines Arbeitslebens einmal von Mobbing betroffen jeder 4. ist irgendwann im Laufe seines Arbeitslebens einmal von Mobbing betroffen überdurchschnittlich häufig tritt Mobbing in folgenden Branchen auf: Gesundheitsbereich, Erziehungsbereich, öffentliche Verwaltung, Kreditgewerbe überdurchschnittlich häufig tritt Mobbing in folgenden Branchen auf: Gesundheitsbereich, Erziehungsbereich, öffentliche Verwaltung, Kreditgewerbe Risikofaktoren: vermehrt betroffen sind junge Menschen bis 25 Jahre, Frauen, Angehörige von Minderheiten, Personen mit Behinderungen, Beschäftigte in untergeordneten Positionen Risikofaktoren: vermehrt betroffen sind junge Menschen bis 25 Jahre, Frauen, Angehörige von Minderheiten, Personen mit Behinderungen, Beschäftigte in untergeordneten Positionen

9 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler9 Bin ich betroffen? Fragebogen von Leymann (LIPT, 1993) listet 45 Handlungen auf; wenn mindestens eine Handlung, einmal pro Woche über sechs Monate auftritt, spricht man von Mobbing Fragebogen von Leymann (LIPT, 1993) listet 45 Handlungen auf; wenn mindestens eine Handlung, einmal pro Woche über sechs Monate auftritt, spricht man von MobbingBeispiele: man wird ständig unterbrochen (Angriff auf Mitteilungsmöglichkeit) man wird ständig unterbrochen (Angriff auf Mitteilungsmöglichkeit) man spricht nicht mehr mit dem/der Betroffenen (Angriff auf soziale Beziehung) man spricht nicht mehr mit dem/der Betroffenen (Angriff auf soziale Beziehung) man verbreitet Gerüchte, macht jemanden lächerlich (Angriff auf soziales Ansehen) man verbreitet Gerüchte, macht jemanden lächerlich (Angriff auf soziales Ansehen) man nimmt ihm jede Beschäftigung am Arbeitsplatz, so dass er sich nicht einmal selbst Aufgaben ausdenken kann (Angriff auf Qualität der Berufs- und Arbeitssituation) man nimmt ihm jede Beschäftigung am Arbeitsplatz, so dass er sich nicht einmal selbst Aufgaben ausdenken kann (Angriff auf Qualität der Berufs- und Arbeitssituation) Zwang zu gesundheitsschädlichen Arbeiten, Anwendung leichter Gewalt, zum Beispiel um jemandem einen Denkzettel zu verpassen (Angriff auf körperliche und seelische Gesundheit) Zwang zu gesundheitsschädlichen Arbeiten, Anwendung leichter Gewalt, zum Beispiel um jemandem einen Denkzettel zu verpassen (Angriff auf körperliche und seelische Gesundheit)

10 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler10 Was kann ich tun? Aktiv werden: Aktiv werden: über die Probleme am Arbeitsplatz mit vertrauten Menschen sprechen Nicht zurückziehen: Nicht zurückziehen: gemeines Verhalten öffentlich machen (fehlender Protest wird oft als Zustimmung missverstanden) Verbündete suchen Verbündete suchen, innerhalb und außerhalb der Firma Informieren Informieren über Mobbing und wie man darauf reagieren kann (Internet, Bücher) Führen eines Mobbing-Tagebuchs Führen eines Mobbing-Tagebuchs zur Dokumentation der Vorfälle (Beweismittel) Sichern von Beweisen Sichern von Beweisen (z.B. Sms, s, Dokumente) Professionelle Ansprechpartner suchen Professionelle Ansprechpartner suchen (Mobbingbeauftragte, Betriebsrat, Gewerkschaft, Beratungsstelle, Selbsthilfegruppe, Arzt, Psychotherapeut, in der Schule: Klassenlehrerin, Vertrauens- lehrkraft, Schulleitung, Schulsozialarbeiterin, Schulpsychologin) Freizeit planen: Freizeit planen: aktive Freizeitgestaltung (z.B. Sport) hilft, sich abzulenken und Energie aufzutanken

11 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler11 Ein paar Anregungen… Unternehmen: organisatorische und strukturelle Maßnahmen, wie z.B.: organisatorische und strukturelle Maßnahmen, wie z.B.: Ernennung eines Mobbingbeauftragten Ernennung eines Mobbingbeauftragten Betriebsvereinbarung / Klausel im Arbeitsvertrag zur Gewaltprävention Betriebsvereinbarung / Klausel im Arbeitsvertrag zur Gewaltprävention Einrichten von AGs zum Thema, erstellen von Material Einrichten von AGs zum Thema, erstellen von Material erhöhte Wachsamkeit von Führungskräften erhöhte Wachsamkeit von Führungskräften Arbeitsplatzgestaltung Arbeitsplatzgestaltung kooperatives Arbeiten kooperatives Arbeiten wenn nötig, betriebsinterne Versetzungen wenn nötig, betriebsinterne VersetzungenSchulen: Pädagogischer Tag zum Thema Pädagogischer Tag zum Thema Maßnahmen zur Gewaltprävention ins Schulprogramm aufnehmen Maßnahmen zur Gewaltprävention ins Schulprogramm aufnehmen bessere Aufsicht, Wachsamkeit bessere Aufsicht, Wachsamkeit Gestaltung von Schule, z.B. schönerer Schulhof unter Beteiligung der Schüler Gestaltung von Schule, z.B. schönerer Schulhof unter Beteiligung der Schüler Fortbildung der Lehrkräfte Fortbildung der Lehrkräfte Einrichtung von AGs zum Thema Einrichtung von AGs zum Thema Ernennung eines Mobbingbeauftragten Ernennung eines Mobbingbeauftragten verbesserte Kooperation von Eltern und Lehrkräften verbesserte Kooperation von Eltern und Lehrkräften Diskussionsgruppen für Eltern Diskussionsgruppen für Eltern Klassenebene: Regeln gegen Gewalt, regelmäßige Klassengespräche, kooperatives Lernen Klassenebene: Regeln gegen Gewalt, regelmäßige Klassengespräche, kooperatives Lernen wenn nötig, Klassen- oder Schulwechsel wenn nötig, Klassen- oder Schulwechsel Bsp.: No Blame Approach - Ansatz Bsp.: No Blame Approach - Ansatz

12 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler12 Internetseiten zum Thema (unter Jugendmedienschutz Medienerziehung - Infos zu Cyberbullying, Handy- bullying, Chatten etc.) (viele Infos für Schüler, Eltern, Lehrer, Links zum Thema) (viele Downloads) (unter Vorbeugung Jugendkriminalität) (englischsprachige Seite)

13 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler13 ENDE Fragen? Fragen? Zeit für Gedanken, Meinungen, Diskussionen… Zeit für Gedanken, Meinungen, Diskussionen… Download der Präsentation unter Download der Präsentation unter Vielen Dank für eure / Ihre Aufmerksamkeit!

14 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler14 Literaturangaben Mitschriften der Vorlesung Arbeits- und Organisationspsychologie, Universität Leipzig, Prof. Mohr, Wintersemester 2001 Mitschriften der Vorlesung Arbeits- und Organisationspsychologie, Universität Leipzig, Prof. Mohr, Wintersemester 2001 Hoyos, C.G. & Frey, D. (Hrsg.) (1999). Arbeits- und Organisationspsychologie: Ein Lehrbuch. Weinheim: Beltz Psychologie Verlags Union, 188 – 199. Hoyos, C.G. & Frey, D. (Hrsg.) (1999). Arbeits- und Organisationspsychologie: Ein Lehrbuch. Weinheim: Beltz Psychologie Verlags Union, 188 – 199. Kasper, H. (1998): Mobbing in der Schule. 2. Aufl., AOL + BELTZ Kasper, H. (1998): Mobbing in der Schule. 2. Aufl., AOL + BELTZ Schuster, B.: Rejection, Exclusion, and Harrassment at Work and in Schools: An Integration of Results from Research on Mobbing, Bullying, and Peer Rejection. European Psychologist, Vol. 1 (4), , 1996 Schuster, B.: Rejection, Exclusion, and Harrassment at Work and in Schools: An Integration of Results from Research on Mobbing, Bullying, and Peer Rejection. European Psychologist, Vol. 1 (4), , 1996 Schwickerath, J.: Mobbing am Arbeitsplatz: Grundlagen und stationäre Verhaltenstherapie psychosomatischer Erkrankungen bei Mobbing. Verhaltenstherapie & psychosoziale Praxis, 40.Jg. (4), , 2008 Schwickerath, J.: Mobbing am Arbeitsplatz: Grundlagen und stationäre Verhaltenstherapie psychosomatischer Erkrankungen bei Mobbing. Verhaltenstherapie & psychosoziale Praxis, 40.Jg. (4), , 2008 siehe auch Internetseiten zum Thema" siehe auch Internetseiten zum Thema"

15 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler15 Liste von Mobbinghandlungen (1) nach Leymann: Leymann Inventory of Psychological Terrorization, 1993 nach Leymann: Leymann Inventory of Psychological Terrorization, Angriffe auf die Möglichkeit sich mitzuteilen: Der Vorgesetzte schränkt die Möglichkeiten ein, sich zu äußern Man wird ständig unterbrochen Kollegen schränken die Möglichkeiten ein, sich zu äußern Anschreien oder lautes Schimpfen Ständige Kritik an der Arbeit Ständige Kritik am Privatleben Telefonterror Mündliche Drohungen Schriftliche Drohungen Kontaktverweigerung durch abwertende Blicke und Gesten Kontaktverweigerung durch Andeutungen, ohne dass man etwas direkt ausspricht

16 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler16 Liste von Mobbinghandlungen (2) 2. Angriffe auf die sozialen Beziehungen: Man spricht nicht mehr mit dem/der Betroffenen Man läßt sich nicht ansprechen Versetzung in einen Raum weitab von den Kollegen Den Arbeitskollegen wird verboten, den Betroffenen anzusprechen Man wird wie Luft behandelt

17 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler17 Liste von Mobbinghandlungen (3) 3. Angriffe auf das soziale Ansehen: Hinter dem Rücken des Betroffenen wird schlecht über ihn gesprochen Man verbreitet Gerüchte Man macht jemanden lächerlich Man verdächtigt jemanden, psychisch krank zu sein Man will jemanden zu einer psychiatrischen Untersuchung zwingen Man macht sich über eine Behinderung lustig Man imitiert den Gang, die Stimme oder Gesten, um jemanden lächerlich zu machen Man greift die politische oder religiöse Einstellung an Man macht sich über das Privatleben lustig Man macht sich über die Nationalität lustig Man zwingt jemanden, Arbeiten auszuführen, die sein Selbstbewusstsein verletzen Man beurteilt den Arbeitsplatz in falscher oder kränkender Weise Man stellt die Entscheidungen des Betroffenen in Frage Man ruft ihm obszöne Schimpfworte oder andere entwürdigende Ausdrücke nach Sexuelle Annäherungen oder verbale sexuelle Angebote

18 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler18 Liste von Mobbinghandlungen (4) 4. Angriffe auf die Qualität der Berufs- und Lebenssituation: Man weist den Betroffenen keine Arbeitsaufgaben zu Man nimmt ihm jede Beschäftigung am Arbeitsplatz, so dass er sich nicht einmal selbst Aufgaben ausdenken kann Man gibt ihm sinnlose Arbeitsaufgaben Man gibt ihm Aufgaben unter seinem eigentlichen Können Man gibt ihm ständig neue Arbeitsaufgaben Man gibt ihm kränkende Arbeitsaufgaben Man gibt ihm Arbeitsaufgaben, die seine Qualifikation übersteigen, um ihn zu diskreditieren

19 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler19 Liste von Mobbinghandlungen (5) 5. Angriffe auf die Gesundheit: Zwang zu gesundheitsschädlichen Arbeiten Androhung körperlicher Gewalt Anwendung leichter Gewalt, zum Beispiel um jemandem einen Denkzettel zu verpassen Körperliche Misshandlung Man verursacht Kosten für den Betroffenen, um ihm zu schaden Man richtet physischen Schaden im Heim oder am Arbeitsplatz des Betroffenen an Sexuelle Handgreiflichkeiten

20 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler20 Führen eines Mobbingtagebuches Dokumentation der Mobbinghandlungen ist zur Beweisführung wichtig, falls es später zu arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen kommt oder wenn es zu einer Kündigung kommt dokumentiert werden sollten: Datum und Uhrzeit Handlung: Wer hat was genau getan? Zeugen: wer war anwesend und hat es mitbekommen? Wann gab es welche psychischen und körperlichen Reaktionen (Gefühle – z.B. Angst, Verzweiflung, Unsicherheit, Hilflosigkeit und körperliche Störungen – z.B. Bluthochdruck, Stress, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Schlafstörungen)? Wann, warum nicht bei der Arbeit gewesen Wann sind Mobber nicht in Firma gewesen? Wann ist nichts passiert?

21 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler21 Anregungen für Schulen (1) Mythen zum Thema Mobbing: 1. An unserer Schule gibt es kein Mobbing 1. An unserer Schule gibt es kein Mobbing Fälle von Mobbing, die bekannt werden, sind keine Einzelfälle, und die Überzeugung, dass Mobbing unter SchülernInnen nicht vorkommt ist falsch. Untersuchungen in verschiedenen Ländern zeigen, dass ein beträchtlicher Anteil der Schülerinnen Mobbing direkt erlebt oder Mobbing-Vorfälle beobachtet 2. Mag sein, dass Mobbing an unserer Schule vorkommt, aber es ist harmlos 2. Mag sein, dass Mobbing an unserer Schule vorkommt, aber es ist harmlos Mobbing ist nicht harmlos. Ständig werden Schulutensilien versteckt und zerstört, Bedrohungen ausgesprochen, Mobbing-Opfer erleben körperliche und/oder seelische Verletzungen und soziale Isolation. Kinder in Mobbing-Situationen brauchen Unterstützung von außen. Mobbing-Opfer können sich meist nicht mehr selbst wehren 3. Als LehrerIn kann ich nichts unternehmen gegen Mobbing 3. Als LehrerIn kann ich nichts unternehmen gegen Mobbing Schulen brauchen präventive Anti-Mobbing-Strategien und wirkungsvolle Lösungen im Umgang mit konkreten Mobbing-Vorfällen. Das gemeinsame Handeln in der ganzen Schule ist von größerer Wirkung als die Einzelaktion in den verschiedenen Klassen.

22 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler22 Anregungen für Schulen (2) Hinschauen und Handeln! Hinschauen und Handeln! Aber nicht nur reagieren, sondern auch wirksam vorbeugen Mobbing ist ein Problem, das im Verantwortungsbereich der Schule liegt Mobbing ist ein Problem, das im Verantwortungsbereich der Schule liegt Anti-Mobbing-Leitlinien aufstellen. An der Schule eine "Erzählkultur" und eine Kultur der Unterstützung aufbauen. Schüler müssen wissen, dass Ihnen geholfen wird, egal wen sie ansprechen. Nehmen Sie Mobbing in Ihren Schulklassen zur Kenntnis! Nehmen Sie Mobbing in Ihren Schulklassen zur Kenntnis! Seien Sie achtsam - ein Kind oder Jugendlicher kann über Handy- und Internettechnologie mobben, wie es auch das Opfer eines solchen Mobbings sein kann. Akute Maßnahmen Akute Maßnahmen Mobbingopfer brauchen sofort Unterstützung, Einschaltung der / des Mobbing- Beauftragten Quelle: rziehung/internet-handy,did= html rziehung/internet-handy,did= html

23 Eggesin, Präventionstag - Dipl.-Psych. A.Kahler23 Anregungen für Schulen (3) No Blame Approach – Ansatz: klar strukturierte ressourcen- und lösungs- orientierte Methode mit folgenden Schritten: klar strukturierte ressourcen- und lösungs- orientierte Methode mit folgenden Schritten: 1. Gespräch mit Mobbing-Betroffenen 1. Gespräch mit Mobbing-Betroffenen 2. Gespräch mit Unterstützungsgruppe 2. Gespräch mit Unterstützungsgruppe 3. Nachgespräch mit Betroffenem und jedem der Unterstützungsgruppe jeweils einzeln 3. Nachgespräch mit Betroffenem und jedem der Unterstützungsgruppe jeweils einzeln genaue Anleitung und Fallbeispiele unter genaue Anleitung und Fallbeispiele unter


Herunterladen ppt "Mobbing Impulsreferat Präventionstag Schüler- und Jugendzentrum Eggesin 20.06.2009 20.06.2009 Referentin Amire Kahler."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen