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Wer früher stirbt, ist länger tot Prävention durch gesunde Lebensweise oder Gesundheitswahn ohne Nutzen? Dr. med. Friederike Bischof, MPH.

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Präsentation zum Thema: "Wer früher stirbt, ist länger tot Prävention durch gesunde Lebensweise oder Gesundheitswahn ohne Nutzen? Dr. med. Friederike Bischof, MPH."—  Präsentation transkript:

1 Wer früher stirbt, ist länger tot Prävention durch gesunde Lebensweise oder Gesundheitswahn ohne Nutzen? Dr. med. Friederike Bischof, MPH

2 Gesunde Ernährung – was ist das? Angemessene Kalorienzufuhr (wenig essen!) Viele Kohlenhydrate und Ballaststoffe wenig Zucker und Süßigkeiten Viel Obst und Gemüse, alles möglichst roh Wenig Fett Wenn schon Fett, dann möglichst pflanzliches Einfach ungesättigte Fettsäuren Viele Vitamine Alkohol – aber nur ein bisschen! Viel trinken (8 Gläser Wasser pro Tag)

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4 Kohlenhydrate: (ballaststoffreich) Getreideprodukte Vollkorn Kartoffeln Fett: pflanzliche Öle Margarine, Butter verborgenes Fett Zucker: Süßigkeiten, Kuchen Schokolade, Bonbons Marmelade Gummibärchen Alkohol: Bier Wein Schnaps, Likör Getränke: Mineralwasser Früchtetee, Kräutertee Wasser Eiweiß: Fisch, Geflügel, Fleisch Milch- und Milchprodukte fettarme Fleischwaren Obst und Gemüse Salat, Gemüse Hülsenfrüchte Früchte

5 Cholesterin ist ungesund, denn –Cholesterin führt zu Fettstoffwechsel- störungen –Cholesterin führt zu Arteriosklerose –Cholesterin führt zu Herzinfarkt und Schlaganfall Irrtümer und Wahrheiten

6 aber –Cholesterin ist ein wichtiger Baustoff für Zellwände und Hormone –das Cholesterin aus der Nahrung beeinflusst die Lipidwerte im Blut nur minimal –mit extrem cholesterinarmer und fett-modi- fizierter Kost sinkt der Cholesterinwert nur um ca. 1-2 % –das HDL-LDL-Verhältnis wird kaum beein- flusst, denn das ist genetisch festgelegt

7 Fett ist ungesund, denn –Fett macht fett, denn es hat viele Kalorien –Übergewichtige essen mehr Fett als Schlanke –Fettkonsum führt zu Fettstoffwechsel- störungen und Arteriosklerose –Schlaganfall und Herzinfarkt sind die Folge Irrtümer und Wahrheiten

8 aber –Fett macht satt (und damit glücklich) und ist ein Geschmacksträger –16 Studien zeigen, dass mit fettarmer Kost kaum Gewichtsabnahme möglich ist (max. 2,5 kg/Jahr) –11 Interventionsstudien zeigen, dass weder die Gesamtsterblichkeit noch die Sterblich- keit an Herzinfarkt oder Schlaganfall sinkt

9 Irrtümer und Wahrheiten aber –In der Nurses Health Study bestand keinerlei Zusammenhang zwischen Sterblichkeit und Fettverzehr, aber die Gruppe mit kohlen- hydratreicher Kost hatte eine doppelt so hohe Infarktrate –In Amerika ist der Fettverzehr von 40 auf 34% gesunken. Gleichzeitig nahm der Anteil der Übergewichtigen, Diabetiker und Herz- infarktpatienten deutlich zu

10 Pflanzliche Fette sind besser als tierische Fette, denn –sie enthalten kein Cholesterin –sie sind reicher an ungesättigten Fettsäuren –sie enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren –Sie enthalten Phytosterine, die den Cholesterin- spiegel senken –sie enthalten Vitamin E Irrtümer und Wahrheiten

11 aber –sie sind nicht unbedingt ärmer an gesättigten Fett- säuren (z.B. hat Kokosfett mehr ugF als Gänse- schmalz) –sie enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren, aber deren Aufnahme ist auf <10% zu beschränken –Im Tierversuch zeigen mit Phytosterinen gefütterte Ratten eine höhere Sterblichkeit als normal gefütterte –dieses Vitamin E steht dem Körper nicht zur Verfü- gung; es ist nur der Schutz gegen das Ranzig-werden –gehärtete Pflanzenfette (z.B. billiges Frittierfett und Margarine) enthalten Transfettsäuren

12 Margarine ist besser als Butter, denn Butter enthält –tierische Fette –gesättigte Fettsäuren –Cholesterin –und fördert damit Fettstoffwechselstörungen und Arteriosklerose Irrtümer und Wahrheiten

13 aber –Margarine enthält genau so viele Kalorien wie Butter (auch DIÄT-Margarine !!!) –Margarine enthält Transfettsäuren, die im Verdacht stehen, Arteriosklerose zu fördern und Herzinfarkte auszulösen –Margarine sind Phytosterine und Vitamine zugesetzt, aber auch Konservierungsstoffe –Margarine ist ein künstliches Produkt aus einer Zeit als Nahrung knapp war. Dahinter stehen Konzerne! Irrtümer und Wahrheiten

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15 Der Irrtum mit dem Fettgehalt JoghurtGeschmackFett %Kalorien* LandliebeErdbeere3,8108 DanoneErdbeere3,8100 BauerErdbeere3,588 A+PErdbeere1,893 Ja!Erdbeere1,883 JogamicErdbeere0,191 BissonErdbeere0,191 JogoleKnusper-Apfel0,1111 * pro 100 g

16 Wie das Fett ungesund wurde Gary Taubes: The Soft Science of Dietary Fat Science 291: (2001)

17 Vollkornprodukte sind gesund, denn –sie enthalten Ballaststoffe –sie enthalten mehr Vitamine –sie fördern die Verdauung –sie beugen Krebserkrankungen vor –sie verzögern die Resorption von Fett und Kohlenhydraten Irrtümer und Wahrheiten

18 aber –Der Körper kann Ballaststoffe gar nicht verwerten. Warum sollte er sie haben wollen? –die Randschichten des Korns enthalten giftige Abwehrstoffe gegen Fressfeinde Lektine Phytin Enzym-Inhibitoren –sie führen zu Blähungen und Verdauungsstörungen –und sind nur bei bestimmten Zubereitungsarten (Sauerteig) bekömmlich

19 Süßstoff ist besser als Zucker, denn –Zucker macht dick –Zucker schadet den Zähnen –Süßstoff hat keine Kalorien –Süßstoff schadet den Zähnen nicht Irrtümer und Wahrheiten

20 aber –Süßstoffe (v.a. Saccharin) werden bei der Schweinemast eingesetzt, damit das Schlachtgewicht eher erreicht wird! ( Futtermittelverordnung ) –Rattenversuche zeigen, dass mit Süßstoff gefütterte Ratten mehr Gewicht zunahmen ( Swithers SE.; Davidson TL: A role for sweet taste: Calorie predictive relations in energy regulation by rats. Behavioral Neuroscience, 122 (2008) ) –Studien zeigen, dass Menschen, die Süßstoff verwenden, zu einer stärkeren Gewichtszunahme tendieren ( BOOTH DA.: Satiety and appetite are conditioned reactions. Psychosomat. Med. 39 (1977) 76 – 81.)

21 Empfehlungen der DGE Höchstens 30% der Kalorien soll aus Fett stammen, dabei sollen –die gesättigten Fettsäuren höchstens 10% betragen und –der Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren 10% nicht überschreiten Mindestens 50% der Energie soll aus Kohlenhydraten stammen, –dabei sollen komplexe Kohlenhydrate bevorzugt werden (Stärke statt Zucker)

22 Prof. Dr. Volker Pudel, , Diplompsychologe Leiter von Slimnet Bekannter Ernährungswissenschaftler Er hat zahlreiche Bücher, Broschüren und Fachartikel verfasst. Die Pfundskur So macht Essen Spass Endlich frei von Diäten Ernährungspsychologie

23 Prof. Pudel Kalorie ist nicht gleich Kalorie. Von Nudeln, Kartoffeln oder Reis nehmen wir nicht zu. Übergewicht ist keine Folge zu vieler Kalorien, sondern Resultat von zu vielen Fettkalorien. Darum sind z.B Kalorien-Diäten falsch. Alle Lebensmittel sind freigegeben, die wenig Fett, aber viele Kohlenhydrate enthalten. Also: Fett mit Augenmaß – nicht Kalorien sondern Fettaugen zählen!

24 Dr. oec. troph. Nicolai Worm, Jahrgang 1951, ist ein im gesamten deutschen Sprachraum bekannter Ernährungswissenschaftler Nicolai Worm hat zahlreiche Bücher, Broschüren und Fachartikel verfasst. Täglich Wein Nie wieder Diät Diätlos glücklich Gesund mit Fleisch

25 Nicolai Worm Die etablierten Regeln zur »gesunden Ernährung« basieren nicht auf gesichertem Wissen, sondern auf »politisch korrekten« Meinungen, Spekulationen und geschickten Marketing-Strategien Der Mensch muss artgerecht ernährt werden: täglich Fleisch, wenig Kohlenhydrate, viel Fett Ernährung wie in der Steinzeit Mittelmeerkost ist am gesündesten

26 Mittelmeerkost ist gesund, denn –sie enthält viel Gemüse (Kohlenhydrate und Ballaststoffe) –sie ist fischreich –sie kocht mit Olivenöl –sie hat viele Nüsse, Kerne und Samen Irrtümer und Wahrheiten

27 Aber: Mittelmeerkost wiederspricht sämtlichen Ernährungsregeln der DGE: –Kleines, süßes Frühstück mit Weißbrot –Hauptmahlzeit abends –wenig Salat, der aber fett angemacht –Gemüse schwimmend in Öl –sehr fleischreich (fettes Fleisch) und fischarm –Nudeln mit Soße, Kartoffeln in Öl gebacken

28 Irrtümer und Wahrheiten aber –das beruht auf dem französichen Paradoxon, das auch andere Erklärungen zulässt –Skandinavier leben genau so lange - trotz gegenteiliger Kost –Eskimos kennen keinen Herzinfarkt

29 Viel Fisch essen, denn –Fisch enthält Omega-3-Fettsäuren –Fisch enthält hochwertiges Eiweiß –Fisch ist ein leichtes und gesundes Essen Irrtümer und Wahrheiten

30 Sind enthalten in Seefisch z.B. Hering, Makrele, Thunfisch, Lachs, Kabeljau, Rotbarsch, Seelachs, Seehecht, Scholle... Ölen z.B. Leinsamenöl, Sonnenblumenöl Medikamenten Omega 3 Fettsäuren

31 Irrtümer und Wahrheiten aber –Nur Seefisch enthält viele Omega-3-Fettsäuren – Süßwasserfisch hat auch nicht mehr als z.B. Wild oder Rind aus Weidehaltung –Omega-3-Fettsäuren schützten Risikopatienten nicht besser vor ersten Infarkten und Insulten als Olivenöl –Überfischung ist ein großes ökologisches Problem –Fischfarmen belasten die Umwelt –Fisch enthält viele Schwermetalle und Umweltgifte –Fischeiweiß kann Allergien auslösen

32 Essentielle Nährstoffe Essentielle Aminosäuren zuführen ! Essentielle Fettsäuren zuführen ! KEINE essentiellen Zucker unnötig ! Warum soll ich von dem viel essen, was mein Körper selber herstellen kann, und wenig von dem, worauf mein Körper ange- wiesen ist? Die Ernährung mit Kohlenhydraten ist keine artgerechte Menschen-Ernährung!

33 Was also ist gesichert? Die höchste Lebenserwartung haben Moppel Abnehmen ist äußerst ungesund und führt zu den Problemen, die es vorgibt zu lösen Fett ist schädlich ist ein Mythos, erfunden zum Marketing der amerikanischen Lebensmittel- industrie Kohlenhydrate und Ballaststoffe sind lange nicht so gesund wie behauptet Es geht um viel Geld in diesem Markt Wer nichts isst, der vehungert und ist tot!

34 Prof. Dr. med. Hans Konrad Biesalski Institut für Biologische Chemie und Ernährungswissenschaft der Universität Hohenheim 350 Publikationen in wissen- schaftlichen Zeitschriften und 7 Lehrbücher Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Gesell- schaft für Ernährungsmedizin (DGEM) * 1949

35 Gesunde Ernährung (nach F. Bischof) 1.Iss niemals etwas, das nicht schmeckt. Dein Körper weiß, was er braucht. Was ihm nicht schmeckt, will er nicht haben! 2.Iss niemals etwas, dessen Zutaten Du nicht auf Anhieb fehlerfrei aussprechen kannst. Denn dann ist es entweder exotisch oder chemisch. Auf Exotisches ist Dein Bauch nicht eingerichtet, und Chemie hat im Essen nichts zu suchen!

36 Gesunde Ernährung (nach F. Bischof) 3.Iss niemals etwas, nur weil es behauptet gesund zu sein. Denn das ist gelogen! Es schmeckt nämlich nicht. Würde es schmecken, würde es gegessen werden und bräuchte das Argument gesund zu sein nicht. Also will Dein Körper es nicht haben (siehe Regel Nr. 1). 4.Dein Bauch ist schlauer als tausend Experten. Und er will nicht an Dein Geld. Also vertraue ihm. Jedes Tier weiß das!

37 MENS SANA IN CORPORE SANO In einem gesunden Körper wohnt auch ein gesunder Geist! Decimus Iunius Iuvenalis (Satiren 10, 356) kurz: Juvenal - römischer Dichter ca n.Chr.

38 Obtandum est, ut sit mens sana in corpore sano. Beten sollte man darum, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist sei. Decimus Iunius Iuvenalis (Satiren 10, 356) kurz: Juvenal - römischer Dichter ca n.Chr.

39 W. Churchill : 90 J J. Fixx : 52 J NO SPORTS !!! JOGGING

40 Alumni Harvard Studie Herzinfarkte Kalorienverbrauch pro Woche durch Bewegung

41 Alumni Harvard Studie Kalorienverbrauch pro Woche durch Bewegung Herzinfarkte

42 Alumni Harvard Studie Kalorienverbrauch pro Woche durch Bewegung Todesfälle

43 Lee IM, Hsieh CC, Paffenbarger RS. Exercise intesity and longevity in men. The Harvard Alumni Health Study. JAMA 1995; 273: 1179–84. Harvard Alumni Studie 1962/

44 Lee IM, Hsieh CC, Paffenbarger RS. Exercise intesity and longevity in men. The Harvard Alumni Health Study. JAMA 1995; 273: 1179–84. Harvard Alumni Studie 1962/

45 Tägliche Bewegung Langsames Gehen: 5 km/Std (75 kg): 250 kcal/Std. 250 kcal = 5 km 1000 Kcal = ca. 20 km (Woche) 1 km = Schritte 20 km = Schritte (Woche) 20 km / Woche = Schritte / Tag 1 Std. Spazierengehen tgl. 35 km / Woche 1750 kcal 1 Std. Nordic walking tgl. 60 km / Woche 3000 kcal 1 Std. Joggen tgl. 85 km / Woche 4100 kcal / Woche

46 Sport ist gesund, denn –Sport verbraucht Kalorien und verhindert Übergewicht –Sport trainiert den Kreislauf und das Herz –Sport baut Muskeln auf –Sport optimiert den Stoffwechsel –Unsere Vorfahren haben sich viel mehr bewegt Irrtümer und Wahrheiten

47 Auf der Jagd: ca km alle 2-4 Tage = 30 km / Woche = kcal / Woche = Schritte / Tag

48 Sammeln und Haushalt: ca. 4-5 km / Tag 30 km / Woche 1500 kcal / Woche

49 Irrtümer und Wahrheiten aber –Sport macht nicht schlank: er baut zwar Muskeln auf, aber kein Fett ab! –Die meisten Sportarten sind völlig unphysiologisch und einseitig –Sport verschleißt die Gelenke und die Bänder –Sport überfordert den Kreislauf - Ehrgeiz macht krank –Unsere Vorfahren haben sich keineswegs mehr bewegt! –Sport ist äußerst ungesund!

50 Bewegung … … tut gut!

51 Positive Wirkungen Muskeln werden aufgebaut Knochen werden gestärkt Immunabwehr wird gestärkt Herz-Kreislaufsystem wird trainiert Stoffwechsel wird angeregt Gewicht sinkt (???) Schlaf wird besser Gedächtnis wird besser psychisches Befinden wird besser

52 Akute Effekte Blutdruck steigt Puls steigt Durchblutung steigt Kreislauf wird belastet Sauerstoffbedarf und Atmung steigt Blutzucker steigt - Bereitstellungseffekt Adrenalin und Stresshormone steigen Muskeln werden belastet Stoffwechsel wird angeregt - Kalorienverbrauch Fettstoffwechsel wird angeregt Gehirn schüttet Endorphine aus - Vermeiden von Schmerz

53 Trainingseffekte Blutdruck sinkt Puls sinkt Durchblutung wird trainiert, Umgehungskreisläufe gebildet Kreislauf wird trainiert, belastbarer Sauerstoffbedarf und Atmung werden ökonomischer Blutzucker wird durch Muskelarbeit verbraucht Adrenalin / Stresshormone werden schneller abgebaut Muskeln werden trainiert und aufgebaut Stoffwechsel wird angeregt - Kalorienverbrauch Fettstoffwechsel wird verbessert: HDL und LDL Gehirn schüttet Endorphine aus - Glücksgefühl

54 Beipackzettel Was kann passieren? Tod Herzinfarkt - Schlaganfall - Durchblutungsstörung hypertensive Krise - Blutzuckerentgleisung Herzrhythmusstörungen Synkope - Sturz - Knochenbruch Ermüdungsbruch - Gelenkschaden Muskelfaserriss - Muskelriss - Sehnenabriss Bänderzerrung - Bänderriss Hautverletzung - Infektion Exsikkose – Nierenschaden - Nierenversagen Thrombose Suchtgefahr

55 Prof. Dr. med. Johannes Martin Halle Ärztlicher Direktor Zentrum für Prävention und Sportmedizin Technische Universität München Connollystraße München Fon Fax Web

56 Ratschläge von Prof. Halle "Die vielfach zitierte Faustregel, wonach man drei- bis viermal pro Woche mindestens 30 Minuten Ausdauersport betreiben sollte, gilt nicht für alle. Wenn man eine gute Grundkonstitution besitzt, ist das optimal, aber die meisten Menschen sind damit überfordert." Also: weniger reicht auch aus!

57 Ratschläge von Prof. Halle Untrainierte und Übergewichtige sollen nichts übertreiben! Beginn mit 5 Minuten Gehen (1. Woche) Jede Woche um 1-2 Minuten steigern nach 3 Monaten ist man bei Minuten Schrittzähler zur Motivation dann erst zum Walken übergehen Walking ist für ein Drittel der Bundesbürger bereits eine Überforderung (zu hohe Kreislaufbelastung!) erst nach 3 Monaten Walken mit entsprechender Kondition darf mit dem Joggen begonnen werden! Joggen dürfen nur Menschen, die eine gute körperliche Konstitution besitzen und völlig gesund sind.

58 Falsch gemacht über 80 % geben Bewegung und Sport innerhalb von 6 Monaten wieder auf für ein Drittel der Bevölkerung ist bereits Walken eine Überanstrengung 50 % aller Freizeitsportler überlasten sich 36 % aller Freizeitsportler haben keinerlei Gesundheitseffekt, dafür aber deutliche Nebenwirkungen 55 % aller Jogger kommen mindestens 1x im Jahr zum Arzt wegen einer Laufverletzung

59 Der Sport ist dazu da, dass man gesünder stirbt, und nicht dazu, dass man länger lebt. Prof. Dr.med. Dr.phil. Dr.rer.nat. Dr.rer.soc.oec. Ludwig Prokop (*1920), österreichischer Sportmediziner und Dopingjäger 800 Publikationen, 30 Bücher

60 Bewegungshomöopathie (wenig, aber oft) Keine Bewegung ohne Genuss! Sport muss spaßpflichtig sein! Vergessen Sie alle sportlichen Ideale und vor allem Ihren Ehrgeiz! Es kommt allein auf Ihr subjektives Wohl- befinden an! Gert von Kunhardt, Gesundheitstrainer und ehemaliger Leistungssportler Die Tricks

61 Wozu also ist Sport gut? Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine, kürzt die öde Zeit, und er schützt uns durch Vereine vor der Einsamkeit. (Joachim Ringelnatz)

62 Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz Nervenarzt und Theologe, Chefarzt eines psychia- trischen Krankenhauses in Köln und auch als Experte in Hörfunk und Fernsehen bekannt "Lebenslust - Wider die Diät-Sadisten, den Gesundheits-Wahn und den Fitness-Kult"

63 Manfred Lütz Gesundheit ist eine Religion geworden. Überall gibt es neue Priester, Apostel, selbst ernannte Päpste und Gläubige. Gesundheit gilt wie alles in unserer Gesellschaft als herstellbares Produkt. Man muss was tun für die Gesundheit. Von nichts kommt nichts. Wer stirbt, ist selber schuld. Nichts ist so krank, wie unser Streben nach Gesundheit. Es gibt Menschen, die leben nicht mehr wirklich, sondern vorbeugend - um dann gesund zu sterben. Doch auch, wer gesund stirbt, ist definitiv tot.

64 Vorsicht beim Lesen von Gesundheits- büchern: Du könntest an einem Druckfehler sterben! Mark Twain

65 Burrhus Frederic Skinner ( ) Bereits 1948 hatte der amerikanische Psychologe Burrhus F. Skinner die Ergebnisse eines erstaunlichen Experiments an Tauben veröffentlicht, das den Titel Superstition in the pigeon – Aberglaube bei Tauben trug. Der Forscher hatte jeweils einen Vogel in eine speziell konstruierte Kiste gesetzt, bei der alle 15 Sekunden völlig automatisch etwas Leckeres in eine Futteröffnung rieselte. Zu Skinners Überraschung verharrten die hungri- gen Tauben nicht etwa ruhig, bis die nächste Futterladung kam, sondern sie entwickelten seltsame Rituale, mit denen sie die Zwischenzeit überbrückten: Die einen stolzierten herum und machten zwischendurch Umdrehungen, die anderen hielten ihren Kopf in eine der oberen Ecke des Kastens, dritte nickten mit dem Kopf, als wollten sie einen Ball treffen und wegschleudern. Skinners Interpretation: Jene Bewegung, die die Vögel gerade ausführten, wenn das Futter zufällig in der Öffnung erschien, verbanden sie automatisch mit der Beloh- nung und führten sie daher häufiger aus. Damit war die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Tauben auch bei der nächsten Futtergabe wieder diese typische Bewegung machten und nun erst recht glaubten, ihr Verhalten habe das Futter auftauchen lassen. Konditionieren nennen die Verhaltensforscher diesen unbewussten Lernvorgang.

66 Wer früher stirbt, ist länger tot Prävention durch gesunde Lebensweise oder Gesundheitswahn ohne Nutzen?


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