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Lernstörungen im Leselernprozess: Diagnostische Verfahren und individuelle Förderansätze 8. Thüringer Bildungssymposium8. Mai 2010 K. Penz, Akademie für.

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Präsentation zum Thema: "Lernstörungen im Leselernprozess: Diagnostische Verfahren und individuelle Förderansätze 8. Thüringer Bildungssymposium8. Mai 2010 K. Penz, Akademie für."—  Präsentation transkript:

1 Lernstörungen im Leselernprozess: Diagnostische Verfahren und individuelle Förderansätze 8. Thüringer Bildungssymposium8. Mai 2010 K. Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen an der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, Hannover

2 Stufen der Leseentwicklung 1. „Alsob“- Lesen 2. Deuten von Schriftbildern ohne Buchstabenkenntnis (logografische Stufe) 3. Einzelne Buchstaben wieder erkennen und Wörter „lesen“ (logografemische Stufe) 4. Buchstabenweises Erlesen (alphabetische Stufe, lauttreues Lesen) 5. Erfassen größerer Einheiten (Silben, Endungen) 6. Erlesen unter Berücksichtigung von Regeln (orthografische Stufe) 7. Sinnerwartendes Lesen 8. Flüssiges Lesen, Anwendung von Lesestrategien

3 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 3 Rosebrock, Cornelia/ Nix, Daniel: Grundlagen der Lesedidaktik und der systematischen schulischen Leseförderung, 2008.

4 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 4 Wichtige Faktoren für den Leseverstehensprozess Wahrnehmung von Textelementen Wort- und Satzerkennung Vorwissen Motivation/Leseziele Lesestrategien Metakognition und Mentoring Arbeitsgedächtnis und allgemeine Denkfähigkeit n. Bertschi-Kaufmann u.a. Lesen. Das Training. Stufe 2

5 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 5 Leseverständnis 1/7 Wahrnehmung von Textelementen Erkennen von Buchstaben und Wortbausteinen Grundlage des Lesens

6 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 6 Leseverständnis 2/7 Wort- und Satzerkennung Erschließen von Bedeutungen durch bekannte Wörter und Satzelemente

7 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 7 Leseverständnis 3/7 Vorwissen erleichtert das Herstellen von Sinnzusammenhängen im Text erleichtert das Einordnen in weiteren Bedeutungszusammenhang

8 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 8 Leseverständnis 4/7 Motivation Interessen, Erwartungen, Intentionen beeinflussen die Leseziele leiten den Lese-/Konstruktionsprozess

9 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 9 Leseverständnis 5/7 Lesestrategien mentale Programme steuern die Abfolge und die Gewichtung von Verarbeitungsschritten im Umgang mit Text

10 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 10 Leseverständnis 6/7 Metakognition und Mentoring Auswahl, Koordination und Überprüfung von Strategien für die Textverarbeitung

11 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 11 Leseverständnis 7/7 Arbeitsgedächtnis und allgemeine Denkfähigkeit zum Erfassen neuer Informationen und ihre Einordnung in Vorwissen

12 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 12 Pädagogische Diagnostik Optimale Passung „Frühwarnsystem“ Mittel der Krisenintervention Grundlage der Leistungsbewertung

13 Der diagnostische Viererschritt Wahrnehmen- Beobachten- Verstehen- Handeln

14 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 14 Wahrnehmen des individuellen Entwicklungsstandes als Einzelleistung als operationalisierte Feststellung der Diskrepanz bzw. Übereinstimmung zur Klassenleistung sowie zur Leistungsnorm des Lehrplans

15 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 15 Beobachten als gezielte Beobachtungen des Leistungsprozesses in der Einzelarbeit durch Mitsprechenlassen oder Gedankeninterview

16 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 16 Verstehen Leistungssituation aus den Augen des Kindes betrachten Leistungsproblematik in ihrer Auswirkung auf das Selbstkonzept des Kindes, auf Furcht von Misserfolg sowie auf die familiären Erwartungen

17 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 17 Verstehen Leistungssituation aus den Augen des Kindes betrachten Leistungsproblematik in ihrer Auswirkung auf das Selbstkonzept des Kindes, auf Furcht von Misserfolg sowie auf die familiären Erwartungen

18 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 18 Handeln Aufstellen operationalisierter Förderziele Entwicklung von Fördermaßnahmen Umsetzung einer differenzierten Förderung n. Enders/Lambert

19 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 19 Hürden im Leselernprozess Logografisches (logographemisches) Lesen Identifikation eines Wortes anhand bestimmter Merkmale (bestimmte Buchstaben, Wortumriss, grafisch besonders auffallende Buchstabengruppen) ohne Nutzung von Graphem- Phonem-Korrespondenzen Merkmal: Kind kann Wörter nicht unabhängig vom Kontext lesen

20 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 20 Hürden im Leselernprozess Direktes Worterkennen ohne Sinngestaltung Lesen als reine Technik (Laut-Buchstabe- Zuordnung und Synthese) Merkmale: -Keine Reaktion auf Verlesungen -Selbst bei Sinnstütze durch ein Bild können keine Fragen beantwortet werden

21 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 21 Hürden im Leselernprozess Kontextorientiertes Lesen Einbeziehen des Kontextes zur Sinnerfassung Merkmale: -Kontext wird ausschließlich oder zu stark genutzt - Synthese und Segmentieren gelingt noch nicht gut - bei längeren Wörtern Lesefehler -Wörter des Textes werden durch inhaltlich passende ersetzt

22 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 22 STOLLE

23 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 23 ILeA

24 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 24 ILeA

25 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 25 ILeA

26 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 26 ILeA – LA 4 Fakultative Einzelanalyse Folgende Lesestrategien werden eingesetzt O Das Kind befindet sich auf der Vorstufe. O die logographische Strategie O mit rein visuellen Elementen O mit lautlichen Elementen O die alphabetische Strategie O mit beginnendem Erlesen O mit entfaltetem Erlesen O mit vollständig entfaltetem Erlesen O mit vollständig entfaltetem und automatisiertem Erlesen O die lexikalische Strategie O mit beginnendem Wort(teil)erkennen (kleiner Sichtwortschatz) O mit entfaltetem Worterkennen (größerer Sichtwortschatz) O mit vollständig entfaltetem Worterkennen (großer Sichtwortschatz) O mit vollständig entfaltetem und automatisiertem Worterkennen (sehr großer Sichtwortschatz) Folgende Aspekte bereiten dem Kind im Bereich der basalen Lesefähigkeiten Schwierigkeiten O Graphem-Phonem-Konversionen: O Wörter mit folgenden Merkmalen: O Pseudowörter mit folgenden Merkmalen: Sonstige Bemerkungen/Beobachtungen zu den basalen Lesefähigkeiten (z. B. Fähigkeiten zur Lautanalyse und –synthese, Strukturieren von Wörtern in größere orthographische Einheiten):

27 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 27 ILeA – LA 4 Basale Lesefähigkeiten Die basalen Lesefähigkeiten auf der Wortebene werden O sehr gut beherrscht (III+) O gut beherrscht O teilweise beherrscht O in Ansätzen beherrscht Höhere Lesefähigkeiten Die höheren Lesefähigkeiten auf der Textebene werden insgesamt O sehr gut beherrscht (III+) O gut beherrscht O teilweise beherrscht O in Ansätzen beherrscht Sonstige Bemerkungen/Beobachtungen zu den höheren Lesefähigkeiten: (z. B. welche Aspekte des Textverstehens leicht/schwer fallen; welche Satzstrukturen leicht/schwer fallen; allgemeines Sprachverstehen): Weitere, allgemeine Beobachtungen zum Lesen: (z. B. zum Verhalten beim freien Lesen, zum allgemeinen Interesse am Lesen und zur Lesemotivation):

28 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 28 ELFE 1-6

29 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 29 Lesetagebücher

30 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 30 Lesetagebücher

31 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 31 Lesetagebücher

32 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 32 Lesetraining ausdifferenzierte Lesekompetenz entwickeln (Leseverstehen) Leseverständlichkeit (inkl. Lautstärke) Lesetempo Lesegenauigkeit Lesefluss Leseausdruck grundlegendes Blicktraining Wahrnehmung von (Schrift-) Zeichen Erfassen von Wortteilen und Wörtern Verknüpfung von Satzteilen, Teilsätzen und Sätzen Herstellen von Sinnzusammenhängen auf der (Teil-) Textebene Vorentlastung Textsichtung Verstehensschwierigkeiten meistern Texterarbeitung Zusammenfassung Reflexion Lesefertigkeiten trainieren: Dekodieren Lesegeläufigkeit trainieren: Automatisieren elementare Lesekompetenz aufbauen (Lesenkönnen) Lesestrategien trainieren: Sinnkonstruktion wiederholte Lautleseübung mit Partnerkontrolle (Leseroutine)

33 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 33 Fertigkeiten – Trainingsziele - Aufgabenbeispiele

34 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 34 A – Den Blick trainieren grundlegendes Aufmerksamkeitstraining genaues Schauen schnelle Fixation Sehfläche und Blickspanne erweitern schnelles und genaues „Springen“ mit den Augen Aufgabenbeispiele Zeichen suchen Buchstaben sehen ganze Wörter oder Zeilen erfassen mit den Augen hüpfen

35 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 35 B – Genau lesen Wahrnehmung von Zeichen genaues Hinschauen und schnelles Erfassen von Schriften Unvollständiges ergänzen und Fehlerhaftes erkennen sich beim Lesen nicht durch Störelemente ablenken lassen Aufgabenbeispiele ungewöhnliche und geheimnisvolle Schriften lesen abgeschnittene und ausradierte Schriften lesen versteckte Buchstaben finden Lesen mit Störzeichen

36 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 36 C – Wörter schneller lesen Erfassen von Wortbausteinen und Wörtern Buchstabengruppen und Wortteile auf einen Blick erfassen Wörter schnell erkennen und Wortbedeutungen realisieren Aufgabenbeispiele Buchstaben- und Signalgruppen erkennen gewürfelte Wörter Wörter zusammensetzen Bandwurmwörter/-sätze und Spiralen lesen Wörter suchen

37 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 37 D – Sätze als Ganzes erkennen Verknüpfen von Satzteilen und Sätzen Satzteile verbinden Satzteile einfügen Wörter im Satz platzieren Sätze ordnen Aufgabenbeispiele zusammengehörende Satzteile finden vorgegebene Satzteile einfügen vorgegebene Wörter einsetzen passende Wörter finden Redewendungen und Scherzfragen ordnen

38 Karola Penz, Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen 38 E – Texte verstehen Lesen und Verstehen von Textteilen unvollständige Texte genau lesen und passend ergänzen können Falschaussagen im Textzusammenhang bemerken und korrigieren zusammengehörige Textteile erkennen Aufgabenbeispiele verrutschte Wörter einfügen abgeschnittene Texte lesen falsche Aussagen finden und Fehlerstellen in Texten erkennen Fehler durch Vergleich von Bild und Text finden den passenden Schluss eines Textes finden vermischte Texte entwirren

39 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! K. Penz


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