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1 Strukturelle und gesetzliche Massnahmen der Alkoholprävention: Ein Überblick Jürgen Rehm 4. Tagung Kantonale Aktionspläne zur Verhältnisprävention.

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1 1 Strukturelle und gesetzliche Massnahmen der Alkoholprävention: Ein Überblick Jürgen Rehm 4. Tagung Kantonale Aktionspläne zur Verhältnisprävention

2 2 Pro-Kopf Konsum (l) reiner Alkohol bei Erwachsenen im Jahr 2000 Quelle: CRA Neueste Zahlen (GAD): keine gravierenden Änderungen!

3 3 Trinkmuster im Jahr 2000 (Quelle: CRA) Neueste Zahlen (GAD): keine gravierenden Änderungen!

4 4 Alkoholbedingte Krankheitsbelastung Alcohol-related DALYs Neueste Zahlen (CRA zu 2005)): Anstieg der alkoholbedingten Belastungen!

5 Alkoholbedingte Todesfälle (2000) bei 15-29jährigen in verschiedenen Regionen (in 1000)

6 6 Drastischer Problemdruck bei zurückhaltender Problembehandlung Unter allen WHO-Regionen leidet Europa am stärksten an Alkohol-bezogener Krankheitslast (gemessen in % der gesamten Krankheitslast)Unter allen WHO-Regionen leidet Europa am stärksten an Alkohol-bezogener Krankheitslast (gemessen in % der gesamten Krankheitslast) –Soziale Probleme wg. Alkoholkonsum noch nicht mitgezählt –Problemlast im sozialen Umfeld der Alkoholtrinkenden nicht mitgezählt Aber die gesundheitspolitischen Antworten auf diese Problemlast sind sehr zurückhaltendAber die gesundheitspolitischen Antworten auf diese Problemlast sind sehr zurückhaltend

7 7 Gründe für die gesundheits- politische Zurückhaltung (1) Alkohol ist ”unsere” vertraute Alltagsdroge –fix in sozialen Rhytmen verankert –positives Image: soziales Schmiermittel, Nahrungsmittel, signalisiert Freizeit –gesellschaftliche Schlüsselpositionen (Politik, öffentl. Dienst, Medien, etc.) trinken Alkohol Kardioprotektive Effekte kompensieren Risiko? –Fehlwahrnehmung! Netto-Effekt auch auf individueller Basis negativ –In 14 westeuropäischen Ländern: kein Nachweis eines protektiven Effekts auf Bevölkerungsebene Alkohol = ökonomischer Faktor in vielen europäischen Ländern –Exportgewinne –Steuereinnahmen der öffentl. Hand –Landwirtschaft, Gastronomie, Vertrieb, industrielle Produktion

8 8 Politischer Einfluss der Alkoholindustrie –Zahlreiche weltweit operierende Braueren und Destillerien haben ihre Zentrale in Europa –Winzer sichern auf dem Ticket der Landwirtschaftspolitik ihre Sonderstellung –EU anfangs als Freihandelszone konzipiert: Industrie als Verhandlungspartner wohl gelitten zögerliche Verantwortungsübernahme für Public Health Fragen Symbolik von Alkohol, Trunkenheit, Abstinenz: –Widersprüchliche Bedeutungskontexte: Trunkenheit als ”Erwachsen-Sein”, Rebellion, Autonomie Alkoholabstinenz als Symbol für Selbstkontrolle –Skandinavien, UK: Tradition des ”temperance movement” –Russland: Nachwehen der Kampagne Gründe für die gesundheits- politische Zurückhaltung (2)

9 9 Vielstimmiger Chor aktueller Antworten der Gesundheitspolitik Konsumgewohnheiten heterogen nach Menge, Muster => heterogene Antworten der Gesundheitspolitik ”Policy score” rangiert von (theor. 0-16): –Altersbeschränkungen für Verkauf, Konsum –Zeitliche und räumliche Verkaufseinschränkungen Öffnungszeiten, Verkaufsorte, Standortdichte –Staatliches Monopol / Lizensierung / Freiverkauf –Preisbeeinflussung: Bier/Cola; Schnaps vs. Wohlstand –Werbebeschränkungen –Verkehrsteilnahme: BAK-Limit, verdachtsunab- hängige Kontrollen

10 10

11 11 Alcohol, No Ordinary Commodity: Babor et al.: Alcohol, No Ordinary Commodity: Research and Public Policy Oxford: Oxford University Press, 2003 Deutsche Ausgabe: Mit Kapitel zu Schweiz

12 12 Was ist „Alkoholpolitik“ ?  Verbindliche staatliche Regelungen: Gesetze, Verordnungen, Ausführungs- bestimmungen  Alkoholpolitik bezieht sich auf:  Einzelpersonen  Personengruppen (z.B. Minderjährige, Schwangere)  Organisationen / Versorgungssystem

13 13 Welche Strategien wurden in Babor et al. überprüft ?  Besteuerung / Preisregulierung  Einschränkungen in der Verfügbarkeit  Verbesserung von Trinksituationen  Verhinderung von Alkoholfahrten  Gesundheitsaufklärung, -erziehung  Werbebeschränkungen  Frühinterventionen / Therapie

14 14 Allgemein: In der Alkoholprävention geht es nicht nur darum, dass Kids nicht ausflippen und „ihren Kopf“ verlieren...….


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