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Gute Schule. Neue Mittelschule.. KOMPETENZ & BILDUNG „Niemand könnte gehen lernen, wenn er, um zu gehen, sich alle Bestandteile auch nur des geringsten.

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1 Gute Schule. Neue Mittelschule.

2 KOMPETENZ & BILDUNG „Niemand könnte gehen lernen, wenn er, um zu gehen, sich alle Bestandteile auch nur des geringsten Schrittes in Form von klaren Ideen vorstellen und über sie verfügen müsste.“ - Paul Valéry

3 Eine Vignette aus der Innsbrucker Lernforschung In der Mathematikstunde erklärt die Lehrerin ausführlich die Aufgabenstellung. Dominik wendet ihr sein Gesicht zu. Nach kurzer Zeit dreht er sich zu Daniel, seinem Nachbarn, um und flüstert ihm etwas zu. Beide lachen leise. Sie öffnen ihre Bücher, legen eines in die Mitte des Tisches und beginnen in ihren Heften zu arbeiten. “Dass ihr mir ja nicht die Überschrift vergesst oder das Datum. Achtet darauf, dass die Nummer der Aufgabe im Heft steht!” Während die Lehrerin weiter erklärt, wie die Aufgabe ins Heft zu übertragen ist, arbeiten Dominik und Daniel bereits. Es wird viel gelacht. Dann, plötzlich, ein Stocken, etwas stimmt nicht mit dem Rechenvorgang. Dominik und Daniel beraten sich. Kurzes Kopfschütteln. Dominik zeigt auf. Während die Lehrerin einem anderen Schüler noch einmal erklärt, wie man gut arbeitet, hält Dominik seine Hand weiterhin in die Luft gestreckt und bespricht sich aber gleichzeitig mit seinem Nachbarn. So könnte es gehen! Beide rechnen in Dominiks Heft weiter, er nimmt seine Hand herunter. Kurz darauf sind sie sich einig: So muss es stimmen! Sie nicken beide, geben sich ein High-Five. Daniel überträgt die Rechnung in sein eigenes Heft. (Vignette 42)

4 Jede/r ist kompetent!

5 Vordenken  Was fällt mir ein, wenn ich Kompetenz höre?  Was meine ich, wenn ich sage, „Er/Sie ist kompetent“?  Was bedeutet es, etwas kompetent zu machen?  Was bedeutet es, kompetent zu sein?  Welche Verben kommen mit kompetent häufig vor? (kompetent lesen? kompetent wissen? kompetent…?)

6 Kompetenz wird erst in Handlung sichtbar.

7 Kompetenz und Scheitern Ist eine Handlung, die misslingt, Beweis dafür, dass die handelnde Person nicht kompetent ist?

8 Nur in Handlung wird Kompetenz sichtbar „Stets meinen wir mehr, als wir sagen können. Unweigerlich können wir mehr, als wir ahnen. Erst die Herausforderung durch den anderen oder das andere, die an diesem Überfluss ansetzt, verwirklicht ein Wissen und Können, das zuvor nur möglich war. Im Lernen als Umlernen werden wir von etwas getroffen, auf das wir dann als etwas antworten. Dieses Etwas kommt immer nur in Deutungen und Strebungen vor.“ - Käte Meyer-Drawe (2010). Zur Erfahrung des Lernens.

9 Der Orgelspieler Ein Orgelspieler hat in zwei Tagen ein Konzert in einer Kirche, wo er noch nie gespielt hat. Er kennt die Musik am Programm „in und auswendig“. Er kommt in der Stadt an, wo das Konzert stattfinden wird, und geht in die Kirche, um zu proben. Was wird er zunächst machen? Was wird ihm wichtig sein, damit er für das Konzert bereit ist? Was wird er dabei erleben?

10 Kennen & Können (Waldenfels, 2000) Das Kennen verweist auf eine Geschichte des Kennenlernens, das Können auf eine Geschichte der Eingewöhnung durch Bestätigung. Der Erwerb von beiden ist ein Prozess der Verallgemeinerung, damit sie uns über die Situation hinaus zur Verfügung stehen Der Erwerb kann passiv oder aktiv sein Kennen = etwas als etwas wiedererkennen Können = eine Gewohnheit Kenntnisse können vergessen werden, Können verlernt

11 Lernen = Kompetenz entwickeln „Ein Erwerb genereller Fähigkeiten bedeutet, dass wir in der Lage versetzt werden, auf typische Situationen, die nicht materialiter identisch sind, mit variablen Mitteln zu antworten.“ -Bernhard Waldenfels (2000), Das leibliche Selbst, S. 167 Lernen ist nicht nur Trial und Error sondern „… bedeutet stets eine Ausbildung allgemeiner Strukturen. Lernen besagt immer auch eine Neuschöpfung.“ (ebenda)

12 Kompetenz ist eine Leistung, die Verständnis demonstriert. (Wiggins 1998)

13 Ziel = auf lange Sicht eigenständig handeln (Transfer bzw. Kompetenz) Grad des Transfers Leistungsaufgaben für Transfer 4Far transfer = Aufgabe nicht vertraut, ohne Anleitung und Hinweise auf Lösungsansatz 3Near transfer = Aufgabe nicht vertraut, mit Hinweise auf Lösungsansatz 2Minimal transfer = vertraute Aufgabe, explizite Hinweise auf bzw. Anleitung nach Lösungsansätze aus dem Unterricht 1No transfer = vertraute Aufgabe mit expliziten Hinweise und Anleitung, verlangt einfache Wiedergabe

14 Kompetenz als situationsbezogenes „im Stande sein“ Wir sind immer mehr oder weniger fähig zu handeln. Wir verfügen immer über Kompetenz(en). Wir sind immer in der Lage, in einer Situation mehr oder weniger kompetent zu handeln. Die Frage ist: Inwieweit bin ich im Stande, in dieser Situation in diesem Moment zu handeln?

15 Im Zeitalter der Kompetenzorientierung „Das Zeitalter der Kompetenzorientierung bringt mit sich bestimmte Sichtweisen, Annahmen und Artikulationen, die im aktuellen Bildungsdiskurs derart zum Selbstverständnis geworden sind, dass sie Kritik kaum zulassen. Kompetenzorientierung manifestiert sich praktisch und faktisch in Form von Kompetenzmodellen, Standards, externen Testungen, einer neuen Fachsprache sowie in einer Reihe von weitgehend unerforschten aber dennoch erstaunlich schnell verbreiteten Praktiken im Unterricht. Der Umgang mit von oben kommenden Vorgaben bzw. von außen kommenden Theorien und Ansätzen in der Praxis ist eine zentrale Frage für die System- und Schulentwicklung. Wie wirkt sich das Zeitalter der Kompetenzorientierung auf Schulen und ihre Entwicklungsprozesse sowie auf Lehr- und Lernprozesse aus? Wo führt uns die Kompetenzorientierung hin? Welchen Weg wollen wir einschlagen? Diese Fragen helfen, auf die Spuren von Zukunftsmöglichkeiten zu kommen, um Handlungsbedarf in der gegenwärtigen Schulentwicklung aufzuzeigen.“ (Westfall-Greiter & Schratz 2014)

16 ChancenGefahren  Lernen als Handlung, Prozess und Erfahrung zu beleben  Weg von Stofforientierung hin zur Handlungsorientierung  Unterricht erneuern  Lernseitigkeit stärken  Bildungsziele beleben  „Bildung“ auf Training mit messbaren Outcomes reduzieren  Begriffsneutralität von „Kompetenz“ blendet Bildungsziele aus Chancen & Gefahren

17 Auf den Spuren des Kompetenzbegriffs „Der ‚Kompetenzbegriff’ ist keineswegs ‚vogelfrei’, d. h. beliebig verfüg- und definierbar, er entstammt vielmehr unterschiedlichsten Theorietraditionen, die zunächst einmal rekonstruiert und kritisch auf ihre Kompatibilität mit der aktuellen weiterbildungspolitischen Begriffsverwendung analysiert werden müssen.“ (Arnold 2002, S. 28)

18 fähigkeits- und tätigkeitsbezogen zuständigkeits- und berechtigungsbezogen  Aus psychologischer Theoriebildung (Handlungs- kompetenz und Persönlich- keitsmerkmale):  Situationen bewältigen  competence motivation aus den 60er und 70er: das Ziel, das eigene Umfeld und das Selbst zu beherrschen  Aus soziologischer, anthropologischer, philo- sophischer Theoriebildung (gesellschaftskritisch):  Situationen erzeugen  Situiertheit, Lebenswelt, Biographie, Bildungstheorie, gesellschaftliche Verhältnisse… Auf den Spuren des Kompetenzbegriffs

19 Kompetenz und Bildung: Klafkis Beitrag Grundfähigkeiten durch Bildung:  Selbstbestimmung: persönliche Lebensbeziehungen und Sinndeutungen im zwischenmenschlichen, beruflichen, ethischen und religiösen Bereich  Mitbestimmung: in der Lage sein, an gesellschaftlich-politischen Verhältnissen zu partizipieren und verantwortlich damit umzugehen  Solidarität: für die Rechte jener einzutreten (nur dann ist Selbstbestimmung und Mitbestimmung zu rechtfertigen) Dazu gehören folgende Kompetenzen  Kritikbereitschaft und –fähigkeit, Selbstkritik  Argumentationsbereitschaft und –fähigkeit  Empathie / auf andere eingehen können (einfühlsam, Mitgefühl, Responsivität)  vernetzendes Denken Ganz nebenbei: Klafki befürwortet sogenannte „epochaltypischen Schlüsselprobleme“ wie Friedensfrage, Umweltfrage als zentral für Bildungsprozesse – s. Kernideen!

20 Kompetenz aus heutiger Sicht: Weinerts Einfluss auf Bildungspolitik Kompetenzen sind „die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können.“ (2001)

21 Kompetenz ist das Zusammenspiel von… Wissen Kenntnisse Können Fertigkeiten Disposition (fachliche) Einstellung …die uns zur Verfügung sind, damit wir in neuen Situationen eigenständig handeln können. NICHT: Wissen + Können als Duale, sondern kontextgebunden!

22 Perspektive wechseln Mathematik Wozu Mathe? Was hat dieses Fach mit Bildung zu tun?

23 Perspektive wechseln Die Mathematikerin Was haben diese Themen bzw. Bereiche mit Mathe zu tun?  Investitionsstrategien  Antilopen  DNS  Computeranimation  Klimaerwärmung

24 Eine Geschichte „Wer konnte ahnen, dass mit meinem ersten Schultag ein erbitterter Kampf begann, um ich irgendwie durch ein System zu pressen, in welches ich, wie auch immer gedreht, nicht hineinpassen wollte. Es dauerte keine drei Schulwochen, bis klar wurde, dass an mir etwas nicht stimmte. Ich hatte einen Defekt. Aus dem Nichts kam eine Krankheit, die bis zu meinem siebten Lebensjahr völlig unerkannt geblieben war. […] Als ich acht war, begann man mich zu untersuchen. Und das Faszinierende war: Je genauer man mich untersuchte, desto weniger an mir stimmte. Ich wurde immer falscher.“ (Louise Jacobs, Fräulein Jacobs funktioniert nicht: ‚Als ich aufhörte, gut zu sein, 2013, S )

25 Aus Andreas Gelhards Kritik der Kompetenz Kompetenzselbsteinschätzung des 21. Jahrhunderts (360-Grad Rückmeldung): 1. Ich engagiere mich auch in Arbeitsfeldern, in denen ich den Erfolg einer Arbeit nicht abschätzen kann. 2. In Verhandlungen berücksichtige ich die Interessen meiner Gesprächspartner. 3. Wenn es Widerstände gibt, gebe ich nicht auf, sondern unternehme weitere Anläufe. 4. Kunden erhalten von mir auch ohne Aufforderung gewinnbringende Informationen. 5. Ich biete von mir aus meinen Mitarbeitern Hilfestellungen an. 6. Ich teile mein fachliches Know-how mit Kollegen und Mitarbeitern. 7. Körpersprache ist ein wichtiger Faktor, um andere zu beeinflussen. 8. Ich arbeite immer mit voller Kraft. 9. Mit der Vertriebsstruktur meines Unternehmens bin ich vertraut. 10. Es gelingt mir, Gehör bei Vorgesetzten zu finden.

26 Aus Andreas Gelhards Kritik der Kompetenz Gewissensüberprüfung des 17. Jahrhunderts: 1. Bist du eiferig in deinem Gebet zu Gott? 2. Bemerckst du alle deine Fehler/und mühest dich/dieselbigen zu verhüten? 3. Hast du Gott stetig vor Augen? 4. Hast nichts böses verhindern/und deinen Nechsten Gutes thun können? 5. Hastu deine Zeit recht angewendet? 6. Kanst du dein thun/und lassen für Gott verantworten? 7. Hast du in deinem Beruf nicht fleissiger seyn können? 8. Hast du keine wissentliche Todsünde begangen? 9. Bist du von keinem Fehler übereilt worden? 10. Hast du dein Unrecht erkennet und herzlich bereuet?

27 Nach Käte Meyer-Drawe „Permanente Kontrollen gelten nicht dem, was man ist, sondern dem, was man sein sollte, d.h. sie erzeugen die flexibel angepasste Persönlichkeit, die nicht mehr im Sinne eines Rades im Getriebe funktioniert, sondern als Knotenpunkt in einem Netz.“ (Diskurse des Lernens, 2008, S. 208)

28 Kompetenz und Bildung

29 „Kompetenz“ ist wie „Lernen“: wertneutral

30 Lernzuwachs vs. Richtung

31 Geschichten erzählen  Welches Wesen sind Sie geworden?  Wie oft haben Sie dabei gegen das, was in Ihnen „angelegt“ ist, kämpfen müssen?  Wie oft haben Sie dabei gegen das, was anderen von ihnen dachten/wollten/erwarteten/vermut eten, kämpfen müssen?  Wer / was hat Ihnen dabei geholfen?

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36 Wozu Schule? „Wer Bildung will, muss Beziehung schaffen.“ – Günter Funke

37 Lernseitigkeit und die pädagogische Beziehung „Unterricht im Modus des Lernens positioniert Lehrende und Lernende in einem bestimmten Bezug zu einer bestimmten Sache in einer bestimmten pädagogischen Beziehung zu einander.“ (Schratz,Schwarz & Westfall-Greiter, Lernen als bildende Erfahrung, 2012, S. 29)

38 Lernseits des Geschehens „Mit dem Begriff ‚lernseits‘ (Schratz, 2009) setzen wir ein Zeichen, wenn wir den pädagogischen Umgang mit den gelebten Erfahrungen von Lernen zum Ausgangsunkt unseres Anliegens und Überlegungen machen, das den Kern allen unterrichtlichen Bemühens darstellt: Wie erleben die SchülerInnen ihre Schule in unterschiedlichen didaktischen Settings aus persönlicher Sicht? Welche Phänomene schulischen Lernens zeigen sich im Schulalltag? Was bedeutet dies für personale Bildungsprozesse? Diese Fragen charakterisieren lernseitige Blicke auf den Unterricht.“

39 Lernseitige Orientierung Kernideen der lernseitigen Orientierung  Lehren vollzieht sich im Lernen anderer.  Lernen ist eine Erfahrung, die etwas mit der Person macht: Verhältnis zur Welt, Antizipation, Blick, Handlungsoptionen ändern sich.

40 Lernseitige Orientierung Kriterien im School Walkthrough  Erfahrungsorientierung  Resonanz  Responsivität

41 Eine Vignette: Wie zeigt sich Lernen? Sebastian nimmt das Heft aus seiner Schultasche und schüttelt die Papierblättchen zum Verhalten des Hundes aus dem Kuvert auf den Tisch. Noch während die Lehrperson am Overhead erläutert, worum es geht und was zu tun ist, beginnt er die Blättchen in eine Reihenfolge zu bringen. „Hallo, noch nicht kleben, aufpassen noch!“ sagt die Lehrperson. Sebastian unterbricht seine Tätigkeit, wartet, gähnt, schaut zu, als sie ein Modell des Endprodukts auf die Tafel malt. Dann zerstört er die schon erreichte Ordnung der Blättchen. So soll das Endprodukt nicht ausschauen. Er öffnet das Heft, schiebt alle Blättchen in die rechte Ecke des Tisches und holt sein Federpennal aus der Schultasche. Die Lehrperson kommt an seinen Tisch, greift in sein Heft und dreht es um, mit den Worten, „Mach das so!“ Sebastian geht an seine Arbeit. Er schafft sich Ordnung und prüft jedes Blättchen sorgfältig, liest sie wortlos mit, legt manche weg, holt andere vom Stapel, liest sie durch, schaut an die Tafel und ordnet jene an, die er für passend befindet. Bald schon steht die erste Reihe fest. Die Lehrperson kommt an seinen Tisch, schiebt die Teile seiner Reihe auf die obere Seite der Doppelseite des Heftes und meint, „Jetzt schau ma mal!“ Sebastian beginnt von neuem.

42 Entfaltung des Lernbegriffs

43 Vignettenarbeit Lernen als… Fragen stellen Wiederholen Hinhören Üben Arbeitsblatt ausfüllen Reden Beteiligt sein … 1.Lesen Sie die Vignette und lassen sie auf Sie einwirken. Was passiert hier? Was für eine Erfahrung zeigt sich in dieser Vignette? Wie fühlt sie sich an? Ist das nach meinen Begriffen Lernen? 2. Analyse „Lernen als…“ Bleibt beim Kind: Wie zeigt sich Lernen in dieser Erfahrung? Macht ein Brainstorming und ergänzt „Lernen als…“ mit so viel Verben wie möglich.

44 Bildet Lehren? Der ökonomische Imperativ verkehrt die Bildungsinstitutionen in berufspragmatisch ausgerichtete Lernanstalten. Der Lehrer wird zum apparativ-instrumentellen Faktor – als »Coach«, »Moderator« oder »Lernarrangeur«. Jedoch: Lehren und Lernen sind nicht auf den apparativ geregelten Austausch von Daten reduzierbar. Bildung ist auf Beziehungen zwischen Subjekten, auf Affekte, Wünsche und Erfahrungen angewiesen.

45 Bildet Lehren? Was Schule auszeichnet: Schülerinnen und Schüler lernen etwas (Curriculum) von jemanden (Erwachsenen mit besonderen Qualifikationen). Gert Biesta

46 Wozu Schule? Maehr und Midgley (1996) positionieren Schule als prosoziale Institution, in der Menschen in Gemeinschaft Lernen. Das hervortretende Merkmal von Schule sehen in der Förderung von intellektuellem Wachstum und Erkenntnisgewinn und der Entwicklung eines Habitus, der dazu bewegt, Zeit und Energie in das eigene Lernen zu investieren. Ihre Betonung des Selbst in Beziehung zu anderen geht von einer Verstrickung von Sozialität und Individualität in Lern- und Lehrprozessen aus. Dabei ist vordergründig der intrinsische Wert von Bildung, den es durch Lehr- und Lernprozessen zu vermitteln gilt, sowohl im Interesse des lebenslang sich-bildenden Individuums als auch der Gesellschaft, die von den Individuen konstruiert wird. (S )

47 Aus der Innsbrucker Lernforschung Vignette 50 Othmar steht beim Fenster und kontrolliert am Fensterbrett das Arbeitsblatt mit Eigenschaftswörtern zur Personenbeschreibung. Er kontrolliert Wort für Wort, löscht Falsches und notiert das auf dem Lösungsblatt angegebene Wort. „Der braucht aber lang!“, meint Oskar, der zu Othmars Linken sitzt. Othmar blickt kurz von seiner Arbeit auf, wendet sich, eine Grimasse schneidend, an Oskar und fügt erklärend hinzu: „Ich habe diese Aufgabe mit Lukas von der anderen Klasse gemacht- es ist eine lange Aufgabe.“

48 Bildung als Aushandeln von Welt- und Selbstbeziehung (Hartmut Rosa, ) Lehrer/in InhaltSchüler/innen Lehrer/in Erreicht die Schüler/innen, vermittelt Begeisterung Gefesselt, fühlt sich angenommen und aufgenommen, ist offen Erscheint als Feld von bedeutungsvollen Möglichkeiten & Herausforderungen

49 Gute Schule. Neue Mittelschule.


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