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Wissenschaftliches Arbeiten

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Präsentation zum Thema: "Wissenschaftliches Arbeiten"—  Präsentation transkript:

1 Wissenschaftliches Arbeiten
Prof. Dr. Felicitas Maunz

2 Wissenschaftliches Arbeiten
Themen: Wissenschaftliches Arbeiten? Recherche Zitieren – richtig gemacht Vorsicht Plagiat! Formalia Letzte Tipps

3 Wissenschaftliches Arbeiten
Was bedeutet das für Sie?

4 Wissenschaftliches Arbeiten
Wissenschaftlich Arbeiten? Seminararbeit Projektarbeit Bachelorarbeit Masterarbeit?

5 Recherche Wie gehen Sie vor?

6 Recherche Unterscheiden Sie zwischen Recherche-Quellen und Quellen, aus denen Sie später zitieren wollen. Eine google-Recherche ist der richtige Anfang, um eine Idee vom Thema zu bekommen. Auch wikipedia kann hier ggf. weiterhelfen – für die Recherche „Von der Laienliteratur zur Fachliteratur!“

7 Recherche Recherchequellen für juristische Arbeiten

8 Recherche Mögliche spezif. juristische Informationsquellen:
Gesetzestexte Kommentare zu Gesetzestexten Wissenschaftliche Artikel Urteile (ggf. mit Anmerkungen) Urteile des LG (=Landgericht) Urteile des OLG (= Oberlandesgericht) Urteile des BGH (=Bundesgerichtshof, höchste deutsche Instanz) Urteil des EuGH (= prüft, ob ein nationaler Sachverhalt mit Europäischem Recht vereinbar ist) Lehrbücher

9 Recherche Gesetzestexte: Landesgesetze (z.B. Bayerisches PresseG)
Bundesgesetze (z.B. UrhG, MarkenG, –UWG, TDG, GG, etc.) internet.de Europäische Richtlinien (z.B. Datenschutzrichtlinie Richtlinie 95/46/EG )

10 Recherche Kommentare zu Gesetzestexten:
Erläutern jeden einzelnen Paragraphen/Artikel eines Gesetzes. Gibt den aktuellen wissenschaftlichen Interpretationsstand zu einer Norm, die sich aus Urteilen, wissenschaftlichen Artikeln oder Gesetzesbegründungen ergibt. Hilfe für Sie, einen Gesetzestext, seine Hintergründe und Lesarten zu verstehen! Außerdem finden Sie dort Hinweise auf weitere wissenschaftliche Literatur.

11 Recherche Wissenschaftliche Artikel:
Fassen ein juristisches Problem aus Sicht der Wissenschaft zusammen. Gibt Ihnen einen guten Überblick zu einem Thema und sensibilisiert für Problempunkte eines Themas.

12 Recherche Urteile: Entscheiden über einen konkreten Streit zwischen A und B. Suchen Sie die höchste Instanz in dem betreffenden Streit und achten Sie darauf, ob ein Urteil „rechtskräftig“ ist, d.h. ob „das letzte Wort schon gesprochen ist“ oder ob der Streit noch vor dem nächsthöheren Gericht noch einmal (ggf. auch anders) entschieden werden kann. „Mit Anmerkung“: wird das Urteil nicht vom Gericht, sondern in einer Zeitschrift veröffentlicht, finden Sie dort oft „Anmerkungen“ von Wissenschaftlern, Anwälten, etc. Diese helfen Ihnen, das Urteil zu verstehen und zu werten.

13 Recherche Lehrbücher: Rundumschlag zu einem Themengebiet.
Dient dem groben Verständnis des „Rahmens“, in dem sich das Thema bewegt. Auch hier finden Sie weitere Literaturhinweise. Vorteil: idR. laienverständlich!

14 Recherche Wo finden Sie was? Bibliothek der Hochschule
Universitätsbibliothek Zugang nur über das Campusnetz! Dort finden Sie aber die wichtigsten Quellen für Ihre Arbeit. Ein MUSS!

15 Zitieren – richtig gemacht
Zitat= dient der Unterstützung und dem Beleg des eigenen Textes! Ich bin ein Zitat, ich stütze nur Eigene Gedanken, Thesen, Inhalte

16 Zitieren – richtig gemacht
Das bedeutet für Ihre Arbeit: Sie machen sich durch Ihre Recherche zum „Experten“ zu Ihrem Thema. Die Arbeit gibt Ihren Wissens- und Meinungsstand wieder! Sie soll nicht das Wissen anderer durch „copy/paste“ zusammenfassen!

17 Zitieren – richtig gemacht
Zitierwürdigkeit Welche Quellen kann ich überhaupt zitieren?

18 Zitieren – richtig gemacht
Anzuwendender Kriterienkatalog Autor Experte Laie Aktualität Hoch gering Dokumentation (Fußnoten, Literaturverzeichnis, etc.) umfangreich fehlend Verlag (Rennomée) hoch gering Sachlichkeit Sachlich unsachlich Rechtschreibung, Grammatik, Ausdruck Richtig falsch zitierwürdig Nicht zitierwürdig

19 Zitieren – richtig gemacht
Besonderheiten bei der Bewertung von Internetquellen Welchen Eindruck macht die Webseite als Ganzes? (Zielgruppe, Werbung, kommerzielle Ausrichtung, letzte Aktualisierung, Domain?) Aktualität? Wo finde ich Angaben zu Herausgeber/ Verfasser? Wer ist der Herausgeber/Verfasser? Ist das Dokument wissenschaftlich? Im Internet kann jeder alles behaupten, man kann weitgehend anonym Informationen verbreiten und sich als „Fachmann“ ausgeben, ohne dass eine qualitative Überprüfung stattfindet. Populärwissenschaftlichkeit <-> Wissenschaftlichkeit Welchen Eindruck macht die Webseite als Ganzes? (Nicht nur einzelne Seite betrachten, sondern gesamten Webauftritt, Startseite) Welche Interessen verfolgt die Webseite? Wer ist die Zielgruppe? Wie ist die Seite finanziert? Werbung? Kommerzielle Ausrichtung? Vertrauenswürdige Links auf andere Webseiten? Angabe, wann die Seite zuletzt aktualisiert wurde? Domain? .gov (US-amerikanische Behörden) .edu (Hochschulen USA, England) Informationen über Domaininhaber (Whois-Domainabfrage): (für .de-Domains) Wo finde ich Angaben zu Herausgeber/Verfasser? „Über uns“ Impressum (oft ganz unten in der Fußzeile der Webseiten zu finden) Copyright-Hinweise Hilfeseiten/FAQ Googeln Wer ist der Herausgeber? Wer ist der Verfasser? Schüler, Wissenschaftler, Privatmensch? Ggf. weiterführende Recherche nach dem Verfassernamen durchführen (Beruf(e), Lebenslauf, weitere Veröffentlichungen,…) Fachkompetenz, Vertrauenswürdigkeit, Objektivität? Qualität der Quelle: (Korrekte) Zitate und Literaturangaben vorhanden? Primär- oder Sekundärquelle? Sekundärquelle richtig wiedergegeben? Aktualität? Wann wurde die Information verfasst, wann wurde sie zuletzt aktualisiert? -> Ggf. HTML/PDF/DOC-Metadaten ansehen (Erstelldatum, Bearbeitungsdatum, …) Wenn kein Datum angegeben: Rückschlüsse aus Erscheinungsdaten der zitierten Quellen ziehen Wer verlinkt auf diese Quelle? (Backlinks): z.B. bei Google mit < link:hs-augsburg.de> nach Webseiten suchen, die auf verweisen ((Idee: Übungsaufgabe: finde den Autor der Webseite XY))

20 Zitieren – richtig gemacht
Direkte vs. Indirekte Zitate Wörtliches/direktes Zitat: wortwörtlich Gekennzeichnet durch Anführungszeichen nicht zu lang (wenn länger als 2-3 Zeilen: einrücken) eher nur besonders prägnante/originelle Textstellen, bei denen es auf den Wortlaut ankommt (z.B. Definitionen) direkt zitieren, alles andere lieber indirekt zitieren Das wörtliche Zitat muss exakt übernommen werden, inklusive alter Rechtschreibung, Tippfehlern und Besonderheiten. Fehler des Originals können mit [sic!] gekennzeichnet werden. Auslassungen müssen angezeigt werden: [...] = Satzteil ausgelassen, [..] = ein Wort ausgelassen, [.] = ein Buchstabe ausgelassen. Grammatikalische Anpassungen werden durch Auslassungsklammern oder durch Ergänzungen in [eckigen Klammern] vorgenommen Sinngemäßes/indirektes Zitat: zusammenfassend/paraphrasierend: Aussage in eigenen Worten wiedergeben Sinngemäßes Zitieren ist sinnvoll, wenn ein Argument verwendet werden soll, bei dem es weniger auf die Wortwahl und Formulierung und stärker auf die Einbindung in die eigene Argumentation ankommt. Es muss ersichtlich sein, wo ein indirektes Zitat anfängt und aufhört. -> Einleitende Wendung (Müllers These besagt,...), eigener Absatz... Kurzbeleg meist eingeleitet mit (vgl. ….) Auch hier ist es sinnvoll, nach Möglichkeit immer eine Seitenangabe zu machen, die präzise auf die zitierte Stelle im Buch verweist. Nur wenn man eine ganz zentrale These eines Werkes widergibt, kann auf die Angabe der Seitenzahl verzichtet werden. Beispiel: Darwins These besagt, dass der Mensch einen evolutionären Vorläufer habe (vgl. Darwin 1982). Um zu verdeutlichen, dass man eine fremde Idee vorträgt, kann man den Konjunktiv I benutzen. Diesen Konjunktiv I (er habe, er sei) kann man daran erkennen, dass er - im Gegensatz zu Konjunktiv II (er hätte,er wäre) – so ähnlich klingt wie der Infinitiv (haben, sein). Zitate dürfen nicht aus dem Zusammenhang gerissen missverständlich verwendet/verkürzt werden!

21 Zitieren – richtig gemacht
Unterschied direktes – indirektes Zitat? Mit einem direkten Zitat geben Sie nur Inhalte wieder, bei denen die konkrete Formulierung gerade den Wert des Zitats ausmacht! Mit einem indirekten Zitat geben Sie zu verstehen, dass Ihre Aussage auf dem Gedankengut Dritter basiert. Hier können auch mehrere Quellen in der Fußnote stehen!

22 Zitieren – richtig gemacht
Welche Informationen gehören in die Fußnote? Die Quelle muss für den Dozenten identifizierbar sein! Also nicht: Sachs, Grundgesetz, 7. Auflage, 2014, sondern… Mann in: Sachs, Grundgesetz, Art. 12 Rn Aber: Hier gibt es viele zulässige Varianten – im Zweifel den Dozenten ansprechen! Arbeiten Sie mit citavi, können Sie formal so gut wie gar nichts mehr falsch machen!

23 Zitieren – richtig gemacht
Wie zitiere ich? Zitat (dir./indir.) Vollbeleg/ Kurzbeleg Eintrag im Literatur-verzeichnis

24 Zitieren – richtig gemacht
Wie zitiere ich? Bei erstmaliger Erwähnung im Text Vollbeleg! Bei jeder weiteren Erwähnung im Text Kurzbeleg!

25 Zitieren – richtig gemacht
Wie zitiere ich? Vollbeleg Ziel: ich muss das Zitat anhand der Angaben auffinden können!

26 Zitieren – richtig gemacht
Wie zitiere ich? Kurzbeleg Hintergrund: Literatur ist bereits eingeführt und kann durch den ersten Vollbeleg aufgefunden werden.

27 Zitieren – richtig gemacht
Sonderfall Internetzitate: Erforderlich ist der Link, der zur Fundstelle führt. Weil sich das Internet verändert – Datum der Abfrage einfügen! (abgerufen am )

28 Zitieren – richtig gemacht
Sonderfall Internetzitate Achtung: beck-online u.a. Recherche-Datenbanken sind nichts anderes als eine virtuelle Bibliothek! Beispiel: Fezer, Markenrecht, 4. Auflage 2009, Rdn.38 https://beck-online.beck.de/?vpath=bibdata/komm/FeKoMarkenR_4/MarkenG/cont/FeKoMarkenR.MarkenG.p8.glE.glI.gl2.gla.htm

29 Vorsicht Plagiat!

30 Vorsicht Plagiat! Plagiatarten:
Totalplagiat: Satz(teil) wird 1 zu 1 ohne Kennzeichnung als Zitat übernommen Übersetzungsplagiat – 1 zu 1 übersetzt ohne Kennzeichnung als Zitat. Als sinngemäß getarntes wörtliches Zitat: Beim sinngemäßen Zitieren muss paraphrasiert werden, d. h. die Wortwahl darf (trotz Kennzeichnung als Zitat) nicht 1 zu 1 übernommen werden. Kaschiertes Plagiat – mit leichten Umstellungen (Satzbau) und Veränderungen („gut“ statt „großartig“) übernommen ohne Kennzeichnung als Zitat Ideenplagiat – Gedanke übernommen ohne Quellenangabe. (diskussionswürdig: wo liegt die Grenze zwischen legitimer Inspiration durch fremde Ideen und einem Ideenplagiat)

31 Vorsicht Plagiat! Übung: Plagiat – ja oder nein? Originaltext:
Die Geschichte des Wunderglaubens und der theologischen Haarspaltereien darüber bietet ein großartiges Beispiel für den Aufstieg und Niedergang von Ideologien. (Hubert Schleichert: Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren. Eine Anleitung zum subversiven Denken, 4. Auflage. C. H. Beck Verlag: München 2004, S. 154). Handout Plagiatsübungsblatt

32 Formalia Reihenfolge?? Schluss Einleitung Abbildungsverzeichnis
Rechtsverbindliche Erklärung Hauptteil Abstract Inhaltsverzeichnis Literaturverzeichnis Sperrvermerk Vorwort Anhang Abkürzungsverzeichnis Deckblatt Tabellenverzeichnis Reihenfolge??

33 Formalia Titelblatt / Deckblatt Ggf. Abstract Sperrvermerk
Inhaltsverzeichnis (ggf. plus sonstige Verzeichnisse) Textteil (Einleitung, Hauptteil, Schluss) Literaturverzeichnis Rechtsverbindliche Erklärung Ggf. Anhang

34 Letzte Tipps Wie starte ich denn jetzt eigentlich…??
Knüpft das Thema an einem Urteil an, sollte das die erste Lektüre sein. Hangeln Sie sich von dort aus weiter! Bei allgemeinen Themen fangen Sie ruhig mit Wikipedia an – dann haben Sie eine erste Idee. Erstellen Sie sich eine Gliederung und überlegen Sie sich immer, was Sie zu Ihrem Thema sagen wollen bzw. was man zu diesem Thema wissen muss. Behalten Sie den Überblick über Ihre Literatur – citavi!! Denken Sie bei der Bearbeitung Ihres Themas an das Bild von einem Puzzle!

35 Letzte Tipps Stellen Sie sich Ihr Thema bildlich als Puzzle. Liefern Sie dem Leser nur die Puzzleteile, die er für das Themenpuzzle braucht. Alle anderen Bausteine sind überflüssig für Ihr Thema!

36 Der erste Eindruck zählt.
Letzte Tipps Ausdrucksweise, Zeichensetzung, Rechtschreibung usw. Ein negativer Eindruck kann entstehen durch… … schlechte Zeichensetzung und/oder Rechtschreibung. … einen schlechten sprachlichen Ausdruck. … viel zu lange Sätze. … ein unleserliches Schriftbild. Der erste Eindruck zählt. Deutsches Sprichwort

37 Letzte Tipps Verbesserungsansätze:
Lesen Sie gute Studienliteratur, dann kommen Sie automatisch in einen gehobenen Wortschatz. Zitieren Sie alles, was Sie gelesen haben! Lassen Sie längere Arbeiten (Seminararbeiten, etc.) von einer unbefangenen Person korrekturlesen. Benutzen Sie Autokorrekturprogramme am PC.

38 Letzte Tipps Zentrale (und unglaublich hilfsbereite) Anlaufstelle:

39 Letzte Tipps Außerdem: Die zentrale Studienberatung /Career Service

40 Letzte Tipps


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