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Unterwegs zum gemeinsamen Lernen in der Gemeinschaftsschule- Was die neue Lehrerbildung dazu leisten muss Botho Priebe

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Präsentation zum Thema: "Unterwegs zum gemeinsamen Lernen in der Gemeinschaftsschule- Was die neue Lehrerbildung dazu leisten muss Botho Priebe"—  Präsentation transkript:

1 Unterwegs zum gemeinsamen Lernen in der Gemeinschaftsschule- Was die neue Lehrerbildung dazu leisten muss Botho Priebe

2 1. Ein kurzer Rückblick auf schulstrukturelle Entwicklungen in Deutschland 2. Von Picht (1964) bis PISA (2000 ff) 3. Entwicklungen zur Zweigliedrigkeit 4. Ein ambitionierter und nüchterner Blick auf die Gemeinschaftsschule 5. Schul- und Unterrichtsentwicklung: Die „Einzelschule als pädagogische Handlungseinheit“ 6. Anforderungen an die neue Lehrerbildung (Lehreraus- und fortbildung) 7. „Der Verstand der Gänse“

3 1. Ein kurzer Rückblick auf schulstrukturelle Entwick- lungen in Deutschland Seit dem 18. Jahrhundert: „Höhere und volkstümliche Bildung“ – Gymnasium und Volksschule Seit J. A. Comenius, Humboldt u.a.: Vorschläge zu einer Schule für alle Ende des 19. Jahrhunderts: Realschulen Ideologie der „Begabungstypen“ und Schulstrukturen Beginn des 20. Jahrhunderts: Eintreten der Arbeiterbewegung (SPD und Gewerkschaften) für die Einheitsschule; die Differenzierung zwischen höheren und Volkschulen, zwischen höherer und volkstümlicher Bildung als Ausdruck von Klassenherrschaft Reichsschulkonferenz 1920: Einführung der vierjährigen Grundschule für alle

4 Nach der Nazi-Barbarei und nach dem zweiten Weltkrieg: - BRD: Gegliedertes Schulwesen der Weimarer Republik - 60er und 70er Jahre kulturkampfähnliche Auseinandersetzungen um die Schulstrukturen - Beginn der Einführung integrierter Gesamtschulen in ver- schiedenen Bundesländern als neue Schulform neben Grund-, Förder-, Haupt-, Realschulen und Gymnasien - DDR: „Politechnische Oberschule“ als Einheitsschule und „Erweiterte Oberschule“ im Anschluss (POS und EOS) - Nach1990: Das Gymnasium bleibt von allen Strukturver- änderungen ausgenommen. - Strukturreformen nur in der Sek I: Mittelschule, Realschule plus, Regelschule, Sekundarschule, Regionale Schule, Ober- schule, Stadtteilschule, Gemeinschaftsschule… - Strukturveränderungen im berufsbildenden Schulwesen

5 2. Die „Deutsche Bildungskatasthophe“ – von Picht (1964) bis PISA (2000 ff= Auflösung der Volksschule Reformen im berufsbildenden Schulwesen Reform der gymnasialen Oberstufe Curriculumreformen Lernzielorientierung- und –operationalisierung Empfehlungen des Deutschen Bildungsrates: - Entbürokratisierung und Autonomie der Schulen - Einrichtung integrierter Gesamtschulen - Gemeinsamer Unterricht - … Leitvorstellung: Zentrale Steuerbarkeit des Bildungssystems und seiner Reformen

6 M. Rutter u.a. (1979/198o): Reform der einzelnen Schulen: Das Konzept des „Schulethos“ 80er/90er Jahre: Adaption skandinavischer, niederländischer und kanadischer Konzepte der Organisationsentwicklung von Schulen Helmuth Fend: „Die Einzelschule als pädagogische Handlungseinheit“ H.G. Rolff: Die „Trias der Schulentwicklung“: OE-PE-UE Schulprogramme als Leitvorstellung und Instrument der Schulentwicklung (Ermöglichungsstrategie seit den 90er Jahren; Anforderungsstrategie in der Gegenwart) Lehrerfortbildung und Schulentwicklung mit ganzen Kollegien (SchiLF, OE), Schulleitungsqualifizierung und dann kamen TIMSS und PISA!!! und nichts war mehr so wie vorher…

7 PISA: Deutsche Ergebnisse in den Bereichen von Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen sowie in weiteren ausgewählten Bereichen knapp unter dem OECD- Durchschnitt (2000), im Durchschnitt (2003), teilweise über dem Durchschnitt (2006) und weiter überdurchschnittlich (2009) Die Koppelung zwischen sozialer Herkunft der Schülerinnen und Schüler und ihren Lernleistungen ist in fast keinem anderen Land so ausgeprägt wie in Deutschland. Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund sind besonders benachteiligt. Meta-Analysen der Schulinspektionen in den Bundesländern: Die Unterrichtsqualität weist vielfältige Mängel auf. K.J.Tillman (bei einer Landtagsanhörung in NRW): „Offenbar haben wir bei der Schulentwicklung den Unterricht vergessen.“

8 Bildungspolitische Reaktionen: Von der Input- zur Outcome-Orientierung Orientierung an der internationalen Qualitätsdebatte: Qualität der Rahmenbedingungen, der Prozesse und der Ergebnisse Orientierung an internationalen Leitvorstellungen von Bildungsreformen: - Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Schulen - Vorgabe normativer Standards - Verpflichtung zur Rechenschaftslegung (int./ext. Evaluation) - Auf- und Ausbau effektiver Unterstützungssysteme Beschluss der KMK von zentralen Handlungsfeldern: - Bildungsstandards - Verbesserung frühkindlicher und grundschulischer Bildung - Förderung bildungsbenachteiligter Kinder

9 - Professionalisierung der Lehrkräfte - Übergänge zwischen den Schullaufbahnen - Individuelle Förderung, Diagnostik, Heterogenität - Ausbau von Ganztagsangeboten etc. … „Gesamtstrategie der KMK zum Bildungsmonitoring“ „Nationale Bildungsberichterstattung“ (zweijährlich) (z.B. „Aufwärts- und Abwärtswechsel im dt. gegl. System) Reform der Lehrerbildung (Lehrerleitbild, bildungswissen- schaftliche und fachliche Standards der KMK, Umsetzung in den Ländern) Lernstandserhebungen (3. und 8. Jahrgang) KMK-Projekt nach Auflösung der BLK Einrichtung des IQB an der HU Berlin Gründung des Bildungspanel durch BMBF und KMK

10 Referenzrahmen zur Schulqualität und Evaluation der Schulen durch Schulinspektionen Zur Strukturdebatte: Die Strukturdebatten über das deutsche Bildungssystem finden keinen strukturellen Niederschlag in den KMK-Beschlüssen im PISA-Kontext. In den meisten europäischen Ländern sind (vor allem in den 60er und 70er Jahren) integrierte Schulsysteme entstanden. H. Fend u. a.: Langzeitstudie (Hessen) über den Einfluss von Schulstrukturen, Schulen und Familien auf die Bildung- und Berufsgänge der Schülerinnen und Schüler: Entscheidend sind Familien und deren soziale Situationen! Bericht des UNO-Menschenrechtsbeauftragten 2007 über Anspruch und Wirklichkeit des „Menschenrechts auf Bildung“ in Deutschland

11 3. Entwicklungen zur Zweigliedrigkeit 11 von 16 Bundesländern sind unterwegs in die Zweigliedrigkeit Saarland: Vereinbarung aller wichtigen politischen Kräfte zur Gemeinschaftsschule (diese Basis haben die Gesamtschulen nie gehabt!) Start im Schuljahr 2012/2013 mit neuen 5. Klassen an ca. 70 Standorten im Saarland Hauptursachen der Zweigliedrigkeit: - Sinkende Akzeptanz der Hauptschulen durch demo- grafische Entwicklungen - Sinkende Elternakzeptanz gegenüber den Hauptschulen („Risikogruppe“) - Unantastbarkeit und hohe Akzeptanz des Gymnasiums Eltern, Bildungspolitik und Wähler/innen

12 4. Ein ambitionierter und nüchterner Blick auf die Gemeinschaftsschule Strukturen des Bildungssystems sind im Kern Ausdruck politischer Macht- und Mehrheitsverhältnisse: Parteien, bildungspolitische Positionen und WÄHLER/INNEN!!! („Hamburger Elterninitiative“ für den Erhalt des Gymnasiums) Bildungswissenschaften und empirische Forschung „bedienen“ auch gegensätzliche Positionen in der Strukturdebatte. Die Gemeinschaftsschule im zweigliedrigen System - leistet durch vergrößerte Heterogenität und länger offene Bildungslaufbahnen einen wichtigen Beitrag zur Befreiung der Hauptschülerschaft („Risikogruppe“) aus ihrer Randlage, - bleibt eine Schule im gegliederten und damit selektiven – Schulsystem,

13 - lässt das Gymnasium unangetastet und muss die Schüler- innen und Schüler aufnehmen, die das Gymnasium „abschult“, keine inklusive „Kultur des Behaltens“ - steht (wie das Gymnasium auch) im Widerspruch zu den Ansprüchen eines inklusiven Schulsystems und ist da- mit keine ausreichende Antwort auf die Frage nach einem inklusiven Bildungssystem; die Gesamtschule/Schule für alle bleibt auf der Agenda! In der Folge dieser Entwicklungen und Kompromisse durch/von Bildungspolitik und Wähler/innen werden schulstrukturelle Anforderungen an ein inklusives Bildungssystem zu schulpädagogischen Aufgaben „verklärt“. Bildungspolitik entlastet sich dadurch zu Lasten der Lehrerinnen und Lehrer!

14 5. Schul- und Unterrichtsentwicklung: „Die Einzelschule als pädagogische Handlungseinheit“ Das saarländische Konzept der Gemeinschaftsschule hat im Bundesländervergleich singuläre Vorzüge: - Keine äußere Differenzierung von Haupt- und Realschülern - Umfassende Freiräume für eigene pädagogische Konzepte - Eigener Zugang zum Abitur - Ganztagsschulen??? Entscheidend ist, was die Kolleginnen und Kollegen, die Kollegien, die Schulleitungen gemeinsam mit Eltern und Schüler/innen aus ihren Gemeinschaftsschulen machen: Schulethos, Schulprogramm, Schulcurriculum – „gute Schule, guter Unterricht“: Lernen und Lehren

15 Schulentwicklungskonzepte: - Schulprogramme und Leitbilder - Schulcurricula - Schilf und OE - Qualitätsmanagement - „Referenzrahmen Schulqualität“ und ext./int. Evaluation - Evaluation, Zielvereinbarungen, SE und UE – Fortbildung Unterrichtsentwicklung als Schulentwicklung : - Die „alte Trias der Schulentwicklung“: OE – PE – UE - Die „neue Trias der Schulentwicklung“: UE – PE – OE - Merkmale der Unterrichtsqualität (Helmke, Meyer u. a.) - Bildungsstandards und Kompetenzen: Lernen-Lehren-Unter- richt, Schulcurricula, Kern-Lehrplände - Individualisierung, Heterorgenität, Diagnostik … - Fachkonferenzen als „schlafende Riesen der UE“ (H.G. Rolff)

16 Zusammenhang von schulstrukturellen Aspekten und der Lern- und Leistungsentwicklung von Schüler/innen z. B. John Hattie: Visible Learning, 2009: Studien und 800 Meta-Analysen zu den Einflussfaktoren auf die Lern- und Leistungsentwicklung von Schüler/innen: -Differenzierung nach „Oberflächenmerkmalen“ = Rahmenbe- dingungen von Schule und Unterricht und „Tiefenmerkmalen“ = Unterrichtsvariablen vor allem im Hinblick auf die kognitive Aktivierung der Schüler/innen - „ Versucht man die Einzelbefunde zusammenzufassen, so wird die überragende Bedeutung der Unterrichtsvariablen deutlich und zwar solcher, die in erster Linie Tiefenmerkmale des Unterrichts abbilden… Oberflächenmerkmale, die sich vor allem auf die Rahmenbedingungen von Schule und Unterricht beziehen, erweisen sich als weitgehend unwirksam. … Will man langfristig Lernerfolge der Schülerinnen und Schüler steigern, so scheint die entscheidende Stellgröße der Unterricht selbst zu sein.“ (O. Köller, Psychologie in Erziehung und Unterricht 1/2012, S. 77f)

17 „Professionelle Lerngemeinschaften“ - ggf. auch schulübergreifend - Kollegien - Schulleitungsteams - Steuergruppen - Fach- und Bildungsgangkonferenzen - Klassenteams - Jahrgangsteams - Stufenteams - Projektteams - …

18 Gelingensfaktoren „Prof. Lerngemeinschaften“ - Ziel- und datengestützte Reflexion über Schul- und Unter- entwicklung/-qualität - Schulinterne Öffentlichkeit über Lernen/Lehren/Unterricht - Fokus vom Lehren auf das Lernen verlegen - Kooperation systematisch sichern und unterstützen - Gemeinsame Leitvorstellungen und handlungsleitende Ziele - Erfolgserlebnisse sichern - Entlastungserfahrungen sichern - Regeln der Zusammenarbeit klären und festlegen - Unterstützung leisten und in Anspruch nehmen

19 6. Anforderungen an die neue Lehrerbildung Lehrerbildung in Deutschlland: - Lehrerausbildung (1. Phase) an Universitäten - Lehrerausbildung (2. Phase) in Studienseminaren und Schul- praktika - Lehrerfort- und –weiterbildung (3. Phase) in Landes- und Fortbildungsinstituten (ScheLF) und in Schulen (SchiLF!!!) - hoch heterogen, landes- und häufig einrichtungsspezifisch 2000: „Berufsleitbild für Lehrerinnen und Lehrer“ (KMK und Lehrergewerkschaften und –verbände) als: Grundlage von Kernaufgaben der Lehrkräfte und von Modulen der Lehrerbildung, die in den Ländern umgesetzt werden sollen Es liegen bildungswissenschaftliche und fachliche Module und Standards der Lehrerbildung (Aus- und Fortbildung)

20 „Berufsleitbild für Lehrerinnen und Lehrer“ (2000) Lehrerinnen und Lehrer sind: … Fachleute für das Lehren und Lernen. Ihre Kernaufgabe ist die gezielte und nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gestaltete Planung, Organisation und Reflexion von Lehr- und Lernprozessen; … sind sich bewusst, dass die Erziehungsaufgabe in der Schule eng mit dem Unterricht und mit dem Schulleben verknüpft ist; … üben ihre Beurteilungs- und Beratungsaufgabe im Unterricht und bei der Vergabe von Berechtigungen für Ausbildungs- und Berufswege kompetent, gerecht und verantwortungsbewusst aus. Dafür sind hohe pädagogisch-psychologische und diagnostische Kompetenzen von Lehrkräften erforderlich; … entwickeln ihre Kompetenzen ständig weiter und nutzen Fort- und Weiterbildungsangebote … beteiligen sich an der Schulentwicklung.

21 Referenzrahmen zur Schulqualität in den Bundesländern stellen an die SCHULEN („pädagogische Handlungseinheit“) und damit an Kollegien, Schulleitungen und Lehrkräfte einen normativen Qualitätsanspruch, dessen Einlösung extern evaluiert wird. Die Lehrerausbildung in Universitäten und Studienseminaren ist im Hinblick auf Abschlüsse, staatliche Prüfungsordnungen und Einstellungen in den Schuldienst weitgehend an den Schulstufen und Schulformen des traditionellen gegliederten Schulsystems ausgerichtet. Es gibt keine Ausbildung zur Lehrkraft an Gesamtschulen, Gemeinschaftsschulen, Sekundarschulen … (außer wenigen Ansätzen in einigen Bundesländern – Folgeprobleme: Anerkennung der Abschlüsse in anderen Bundesländern!)

22 Vorrangige Baustelle bundesweit: Die Lehrer/innenausbildung Wachsende Bedeutung der Lehrer/innenfortbildung für die Bildungsreformen „bei laufendem Betrieb“ Das traditionelle Verhältnis von Ausbildung und Fortbildung als Problem: Fortbildung kann Ausbildung im Hinblick auf die Vielzahl von Unterrichts- und Schulreformansprüchen nicht ersetzen. Fortbildung setzt Ausbildung voraus! 6 bis 7 Ausbildungsjahre (1. und 2. Phase) im Verhältnis zu ein paar Wochen Fortbildung in 35 Berufsjahren als Problem Vernachlässigung der „Einzelschule als pädagogischer Handlungseinheit“ (Referenzrahmen Schulqualität!!!) im Rahmen der Lehrer/innenausbildung; Gefahr der Fortschreibung der tradierten Rolle von Lehrer/innen als „isolierten Einzelgänger/innen“ Von großer Relevanz: „Berufseingangsphase“ als primäre berufliche Sozialisation junger Lehrerinnen und Lehrer

23 Lehrkräfte, Kollegien und Schulleitungen stehen im Hinblick auf weitgehend neue Kompetenzen unter notmativen Anfoderungen, auf die sie qua Ausbildung weitgehend nicht vorbereitet worden sind (Kompetenzorientierung, Diagnostik, Individualisierung und Heterogenität, neue Aufgabenkultur, interne und externe Evaluation etc.), deren Erfüllung aber evaluiert wird. Parallel und komplementär zur Einführung der Gemeinschaftsschule brauchen Schulen ein systematisches, professionelles und wirksames sowie nachhaltiges Unterstützungssystem für Kollegien, Steuergruppen, Fachkonferenzen, Schulleitungen etc. als Professionelle Lerngemeinschaften. Strukturreformen im Schulsystem erfordern Strukturreformen im Lehrerbildungs- und Unterstützungssystem. Wer fordert, muss auch fördern! Das gilt für alle!

24 „Der Verstand der Gänse“ Sicher haben Sie schon einmal gesehen, wie im Herbst Gänse auf ihrem Flug in Richtung Süden in einer V-Formation fliegen. Vielleicht interessiert es Sie, was die Wissenschaft herausgefunden hat, warum sie in dieser Formation fligen. Jeder Flügelschlag eines Vogels erleichtert den Flug des Vogels, der direkt hinter ihm fliegt. Durch die V-Formation erreicht der gesamte Vogelschwarm mindestens 71 Prozent mehr Reichweite, als wenn ein Vogel allein fliegen würde. Immer dann, wenn eine Gans die Formation verlässt, spürt sie plötzlich den Luftwiderstand und die Schwierigkeit, allein weiterzukommen. Sie fliegt schnell in die Formation zurück, um in den Nutzen des gesamten Schwarms zu kommen. Wenn die Leitgans erschöpft ist, ordnet sie sich nach hinten ein, und eine andere Gans übernimmt vorübergehend die Führung. Die hintern Gänse schreien, um dadurch die Leitgans anzuspornen, die Geschwindigkeit zu halten.

25 Wenn eine Gans erkrankt oder durch einen Schuss verletzt wird und ausfällt, verlassen zwei Gänse mit ihr die Formation und folgen der verletzten Gans zum Boden, um ihr zu helfen und sie zu beschützen. Sie bleiben bei ihr, bis sie wieder fliegen kann oder bis sie stirbt. Dann nehmen sie mit einer anderen Formation den Flug auf, um ihren Schwarm wieder zu erreichen. Wenn wir den Verstand der Gänse hätten, würden wir in harten und anspruchsvollen Zeiten zueinander stehen und unsere Flugaufgaben und Flugbahnen gemeinsam angehen – erst recht, wenn wir den Flug beginnen. Und wenn Sie das nächste Mal Gänse in einer V-Formation über das Saarland und Ihre Gemeinschaftsschule fliegen sehen, denken Sie daran, dass es eine große Chance, ja eigentlich eine Gelingensbedingung ist, Mitglied eines Schwarms, also eines Teams, eines Kollegiums zu sein, dass gemeinsame Flugziele und Flugbahnen hat und sich unterwegs gegenseitig wertschätzt und unterstützt. In diesem Sinne: IHNEN ALLEN EINEN GUTEN FLUG!


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