Unterweisung Bildschirmarbeitsplätze

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Unterweisung Bildschirmarbeitsplätze Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft

Gesetzliche Grundlagen / Verantwortung Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Gesetzliche Grundlagen / Verantwortung Die Bildschirmarbeitsverordnung ist außer Kraft getreten und in die Arbeitsstättenverordnung integriert worden DGUV-Information 215-410 Bildschirm- und Büroarbeitsplätze, Leitfaden für die Gestaltung Auszug: Jeder Bildschirmarbeitsplatz muss – unabhängig von der Dauer und Intensität der Nutzung – die sicherheitstechnischen und ergonomischen Anforderungen des Anhangs der Arbeitsstättenverordnung erfüllen. Diese Anforderungen treffen sinngemäß auch für Büroarbeitsplätze zu. Aufgaben und Verantwortung Vorgesetzter: Organisation und Durchführung des Arbeitsschutzes im Zuständigkeitsbereich, wie z.B. - Gefährdungsbeurteilungen erstellen - Einweisung und Unterweisung von Mitarbeitern - Regelungen für Jugendliche, gebärfähige Frauen, werdende und stillende Mütter beachten und umsetzen - Regelungen zum Umgang mit Gefahrstoffen beachten und umsetzten - Dokumentation der Durchführung Kontrolle der Durchführung Aufgaben und Verantwortung der Mitarbeiter: - Für sich selbst und dritte Personen Sorge tragen, um Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu gewährleisten - Betriebliche Regelungen und Unterweisungsinhalte befolgen - Betriebsanweisungen beachten - Bestimmungsgemäße Benutzung von Arbeitsmitteln, Persönlicher Schutzausrüstung, Schutzvorrichtungen, Arbeitgeber unterstützen - Gefahren und Mängel melden - Beinaheunfälle mitteilen - Ideen und Vorschläge zum Arbeitsschutz unterbreiten - Maßnahmen des Arbeitsschutzes unterstützen Leitende Mitarbeiter UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Gesetzliche Grundlagen Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Gesetzliche Grundlagen Das Arbeitsschutzgesetz ist ein deutsches Gesetz zur Umsetzung von EU-Richtlinien zum Arbeitsschutz. Seine vollständige Bezeichnung lautet: Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit. Ziel des Gesetzes ist es, die Gesundheit aller Beschäftigten – einschließlich der des öffentlichen Dienstes – durch Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu sichern und zu verbessern. Gesetze und Verordnungen: Arbeitssicherheitsgesetz (ArbSichG), Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), Biostoffverordnung (BioStoffV) UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Arbeitsstättenverordnung Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Arbeitsstättenverordnung § 1 Ziel, Anwendungsbereich (1) Diese Verordnung dient der Sicherheit und dem Schutz der Gesundheit der Beschäftigten beim Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten. § 2 Begriffsbestimmungen (5) Bildschirmarbeitsplätze sind Arbeitsplätze, die sich in Arbeits­räumen befinden und die mit Bildschirmgeräten und sonstigen Arbeitsmitteln ausgestattet sind. (6) Bildschirmgeräte sind Funktionseinheiten, zu denen insbesondere Bildschirme zur Darstellung von visuellen Informationen, Einrichtungen zur Datenein- ­ und -­ausgabe, sonstige Steuerungs- ­ und Kommunikationseinheiten (Rechner) sowie eine Software zur Steuerung und Umsetzung der Arbeitsaufgabe gehören. § 1 Anwendungsbereich: Der Anwendungsbereich der Bildschirmarbeitsverordnung ist umfassend und schließt grundsätzlich alle Arten von Tätigkeiten mit Bildschirmgeräten ein. Diese Verordnung gilt nicht für: 1. Bedienerplätzen von Maschinen oder an Fahrerplätzen von Fahrzeugen mit Bildschirmgeräten, 2. Bildschirmgeräten an Bord von Verkehrsmitteln, 3. Datenverarbeitungsanlagen, die hauptsächlich zur Benutzung durch die Öffentlichkeit bestimmt sind (z.B. Geldautomaten, 4. Bildschirmgeräten für den ortsveränderlichen Gebrauch, sofern sie nicht regelmäßig an einem Arbeitsplatz eingesetzt werden (Notebooks), 5. Rechenmaschinen, Registrierkassen oder anderen Arbeitsmitteln mit einer kleinen Daten- oder Messwertanzeigevorrichtung, die zur unmittelbaren Benutzung des Arbeitsmittel erforderlich ist, sowie 6. Schreibmaschinen klassischer Bauart mit einem Display (maximal eine Anzeigenzeile). § 2 Begriffsbestimmungen: Bildschirmgeräte sind Funktionseinheiten, die grundsätzlich aus Bildschirm, Tastatur oder sonstigen Eingabemitteln sowie einer Steuereinheit (Rechner) bestehen. Sie sind mit einer Software ausgerüstet, die das Zusammenwirken von Mensch und Arbeitsmittel beeinflusst. Einrichtungen zur Datenerfassung können Maus, Rollkugel,Touch Screen (Berührungsbildschirm) Lichtstift und Scanner sein. Zusatzgeräte können Drucker, Plotter, externe Speichereinheiten und Datenübertragungseinrichtungen sein. Sonstige Arbeitsmittel können Arbeitstisch, Arbeitsfläche, Arbeitsstuhl, Vorlagenhalter und Fußstütze sein. UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Arbeitsstättenverordnung Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Arbeitsstättenverordnung § 3 Gefährdungsbeurteilung (1) Bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen nach § 5 des Arbeits-schutzgesetzes hat der Arbeitgeber zunächst festzustellen, ob die Beschäftigten Gefährdungen beim Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten ausgesetzt sind oder ausgesetzt sein können. § 4 Besondere Anforderungen an das Betreiben von Arbeitsstätten Der Arbeitgeber hat geeignete Maßnahmen zu treffen, damit die Bildschirmarbeits-plätze den Anforderungen des Anhangs und sonstiger Rechtsvorschriften entsprechen: unverzügliche Mängelbeseitigung, Freihalten von Fluchtwegen und Notausgängen, Materialien zur Ersten Hilfe vorhalten § 6 Unterweisung der Beschäftigten Mitarbeiter müssen entsprechend der Tätigkeiten dokumentiert unterwiesen werden (bei Aufnahme der Tätigkeit, ansonsten einmal jährlich) UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Säulen des Arbeitsschutzes Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Säulen des Arbeitsschutzes Gefährdungsbeurteilung Durchführung durch Verantwortliche Erkennen von potentiellen Gefährdungen am Arbeitsplatz, „bevor etwas passiert“ Handlungsbedarf erkennen Betriebsanweisungen Sind Anweisungen und Angaben des Betreibers bzw. Verwenders von Geräten, Stoffen, Arbeitsverfahren usw. an seine Mitarbeiter mit dem Ziel Unfälle und Gesundheitsrisiken zu vermeiden Weisen auf Gefahren hin und zeigen entsprechende Schutzmaßnahmen auf Unterweisung Erstunterweisung bei neuen Beschäftigten In regelmäßigen Abständen wiederholen Bei neuen Arbeitstechniken und Gefährdungen spezifische Unterweisungen durchführen Unterweisungsnachweis führen: Dokumentation! Unterweisungshilfen und Vorlagen für Gefährdungsbeurteilungen sowie Betriebsanweisungen Homepage der Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz http://www.ruhr-uni-bochum.de/arbeits-und-umweltschutz/ UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Säulen des Arbeitsschutzes - Gefährdungsbeurteilung Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Säulen des Arbeitsschutzes - Gefährdungsbeurteilung Grundlage: §§ 5, 6 Arbeitsschutzgesetz (Umsetzung europäischer Rahmenrichtlinien zum Arbeitsschutz) UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Säulen des Arbeitsschutzes Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Säulen des Arbeitsschutzes Betriebsanweisung Unterweisung - Nachweis UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Augenbeschwerden Die Beschwerden bei der Bildschirmarbeit äußern sich meistens unspezifisch durch beispielsweise Kopfschmerzen, brennende und tränende Augen, Augenflimmern usw. Augen sind hohen Anforderungen bei der Büro- und Bildschirmarbeit ausgesetzt UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Ursachen Augenbeschwerden Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Ursachen Augenbeschwerden Ungünstige Lichtverhältnisse und Blendung Vermeiden Sie Direkt- und Reflexblendung Reflexionen und Spiegelungen im Monitor UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Ursachen Augenbeschwerden Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Ursachen Augenbeschwerden Maßnahmen: Richtige Aufstellung des Bildschirms Bildschirm nicht direkt vor dem Fenster aufstellen, die Hauptblickrichtung hat parallel zum Fenster zu verlaufen Licht soll von der Seite einfallen Bildschirm zwischen Lichtreihen an der Decke mit paralleler Blickrichtung zur Lichtreihe anordnen Installation von verstellbaren Lichtschutzeinrichtungen, zur Vermeidung von Blendung und Reflexion durch das Tageslicht UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Betriebsärztliche Untersuchung Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Betriebsärztliche Untersuchung Allen Beschäftigten an Bildschirmarbeitsplätzen steht eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung (Angebotsuntersuchung) gemäß G37 zu Hauptbestandteil: Sehtest Es wird empfohlen nach der Erstuntersuchung alle drei Jahre an einer Nachuntersuchung teilzunehmen (bei Beschwerden jedoch jederzeit möglich) „Computerbrillen“ können Sehfehler an Bildschirmarbeitsplätzen korrigieren Ansprechpartnerin: Betriebsärztin Frau Dr. med. Wiegand Telefon: +49 (0)234 32 -24400 UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Beleuchtung Um eine ausreichende Beleuchtung zu gewährleisten ist eine Mindestbeleuchtungsstärke von 500 Lux erforderlich Beleuchtungsstärke muss nicht im gesamten Raum, sondern kann auch nur in Bereichen des Arbeitsplatzes ausgeführt sein Übriger Raumbereich: 300 Lux notwendig UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Bildschirm und Tastatur Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Bildschirm und Tastatur Blickrichtung: Bildschirm und Tastatur stehen gerade vor dem Nutzer Aufstellhöhe: Die oberste Informationszeile darf nicht über Augenhöhe liegen. Günstiger ist es, wenn der Bildschirm etwas unterhalb angeordnet ist. Sehabstand: 50 bis 75 cm. Als Merkregel gilt, dass der richtige Sehabstand dann gewährleistet ist, wenn die flache Hand aus einer aufrechten Sitzposition mit ausgestrecktem Arm auf den Bildschirm aufgelegt werden kann. UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Bildschirm Zeichendarstellung Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Bildschirm Zeichendarstellung Gute Lesbarkeit der Schrift Flimmerfreies, verzerrungsfreies, gleichmäßiges und stabiles Bild Gute Bildschirmhelligkeit und hoher Kontrast Hohe Zeichenqualität mit scharfen, deutlichen und ausreichend großen Zeichen Entspiegelte und matte Oberflächen zur Blendvermeidung Positive Darstellung ist zu bevorzugen Dies wird für die Darstellung von Zeichen oder Grafiken erfüllt, wenn zur Verringerung visueller Belastungen die Anforderungen an Zeichenschärfe, Leuchtdichten und Kontrast (Leuchtdichtekontrast) Zeichengröße, -gestalt und Abstände Bildgeometrie und –stabilität, Flimmerfreiheit Farbdarstellung und Konvergenz sowie für LCD-Bildschirme zusätzlich Bildaufbauzeit, Pixelfehler eingehalten werden. UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Anforderungen Eingabegeräte – Tastatur Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Anforderungen Eingabegeräte – Tastatur Tastatur und Bildschirm müssen getrennte Einrichtungen voneinander sein Sie muss neigbar sein, jedoch so flach wie möglich eingestellt werden Keine glänzende Oberfläche Die Tastatur muss neigbar und eine vom Bildschirmgerät getrennte Einheit sein, damit der Benutzer eine bequeme Haltung einnehmen kann, die Arme und Hände nicht ermüdet. Die Fläche vor der Tastatur muss ausreichend sein, um dem Benutzer ein Auflegen von Händen und Armen zu ermöglichen. Die Stellfläche für die Füße muss mindestens 450 mm breit und 350 mm tief sein, damit die Möglichkeit gegeben ist, die Beinhaltung zu ändern. Die Neigung der Stellfläche für dir Füße muss mindestens zwischen 5° und 15° verstellbar sein. An Arbeitsplätzen mit Büromaschinen und –geräten, die eine Steuerung über Fußschalter erfordern, z. B. Phonogeräte und Konzepthalter, müssen Fußstützen eingesetzt werden, die für die Aufnahme der Fußschalter geeignet sind. Empfehlung: Handballenablage Leichte Erreichbarkeit und frontale Aufstellung der Tastatur vor dem Benutzer UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum Februar 2017

Arbeitstisch Standsichere und biegefeste Tischplatte Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Arbeitstisch Standsichere und biegefeste Tischplatte Tischplattenmaterial: Seidenmatte bis matte Oberfläche, reflexionsarm, abgerundete Kanten Fläche: mindestens 80 x 160 cm, Gesamtarbeitsfläche einer Schreibtischkombination mindestens 1,28 m² Tischbreite mindestens 120 cm Mindesttiefe beträgt 80 cm Höhe: starre Tischhöhe 74 cm, flexible Tischhöhe 65 – 85 cm Abstand zwischen benutzerzugewandten Tischkante und sonstigen Ausstattungs- und Einrichtungsgegenständen mind. 1m Ausreichend groß ist eine Arbeitsfläche, wenn ihre Maße mindestens 1600 mm x 800 mm (Breite x Tiefe) betragen. Siehe auch Arbeitstisch/Arbeitsfläche. Zur Aufstellung der Arbeitsmittel und Ausstattungsgegenstände sind entsprechende Stellflächen erforderlich, unabhängig davon, ob die Arbeitsmittel und Ausstattungsgegenstände aufgestellt oder aufgehängt sind. An jedem Arbeitsplatz muss die freie unverstellte Bewegungsfläche mindestens 1,50 m2 betragen. Sie soll an keiner Stelle weniger als 1,00 m tief sein. Die Breite der Verkehrswege innerhalb der Büroräume ist abhängig von der Zahl der Benutzer und darf die nachstehenden Maße nicht unterschreiten: bis 5 Benutzer 0,80 m ; bis 20 Benutzer 0,93 m; .... Bei der Ermittlung der Zahl der Benutzer sind Besucher, Kunden usw. einzubeziehen. Unterhalb der Arbeitsfläche muss für den Benutzer genügend Beinraumfreiheit zur Verfügung gestellt werden. 11. Der Büroarbeitsstuhl soll die natürliche Haltung des Menschen im Sitzen unterstützen und im angemessenen Verhältnis zur Arbeitsaufgabe Bewegungen fördern. Das aus Sitz und Rückenlehne bestehende Oberteil ist drehbar und höhenverstellbar. Das Untergestell ist mit Rollen ausgestattet. Büroarbeitsstühle sollen konstruktiv mindestens auf ein Körpergewicht von 110 kg und eine tägliche Nutzung von acht Stunden ausgelegt sein. Stühle, die von schwereren Personen und/oder länger als acht Stunden/Tag benutzt werden, müssen hierfür geeignet sein. Standsicherheit beim Benutzen ist gegeben, wenn der Stuhl bei Belastung der Sitzflächenvorderkante an der ungünstigsten Stelle, beim Hinauslehnen über die Armlehnen, beim Zurücklehnen und beim Sitzen auf der Vorderkante nicht kippt. Dieses Bedingt im Allgemeinen ein Untergestell mit fünf Abstützpunkten. UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Ergonomie am Arbeitsplatz Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Ergonomie am Arbeitsplatz Beschwerden des Haltungsapparates durch ergonomisch ungünstige Körperhaltung: Rückenschmerzen, Schulterverspannungen, abgeknickte Handgelenke etc. UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Ergonomie am Arbeitsplatz Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Ergonomie am Arbeitsplatz Auf ergonomische Arbeitsplatzgestaltung achten Auswahl von geeigneter und individuell einstellbare Büroeinrichtungen (Büroarbeitstische und Bürorollendrehstühle) Sitzfläche ganz ausnutzen Bürostuhlhöhe: Rechter Winkel (90°) von Unterarmen beim Aufliegen auf der Tischkante zu den Oberarmen und der Knie, wenn die Füße flach auf dem Boden stehen UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Ergonomie am Arbeitsplatz (Arbeitsposition) Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Ergonomie am Arbeitsplatz (Arbeitsposition) „Nicht nur Sitzen“ – möglichst abwechslungsreiche Tätigkeiten dynamisches / bewegliches Sitzen: häufig wechselnde Körperhaltung durch bewegliche Rückenlehne – Vorbeugung von Verspannungen Sitzposition wechseln – mal aufrecht, mal zurückgelehnt, mal nach vorne gebeugt Fußraum freihalten – Füße sollten problemlos bewegt werden können Hinweis: Ein ergonomisch gestalteter Drehstuhl nützt nur dann etwas, wenn er richtig eingestellt ist. UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Ausgleichsübungen Schulter und Nacken Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Ausgleichsübungen Schulter und Nacken Mit aufrechtem Oberkörper die Arme locker hängen lassen Nun die Schultern mehrmals zu den Ohren hoch ziehen und sie wieder fallen lassen Augen Abwechselnd in die Nähe und Ferne schauen Blick schweifen lassen und Gegenstände in unterschiedlicher Entfernung betrachten Rücken Während der Arbeit immer wieder mal aufstehen Im Stehen weiter Arbeiten UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Kurzpausen Bildschirmarbeit liegt vor bei Tätigkeiten am Bildschirm von: Mindestens 3 Stunden über den Tag verteilt Ununterbrochen mindestens 2 Stunden pro Tag Tätigkeitswechsel: Nach jeweils 50 Minuten ununterbrochener Bildschirmtätigkeit haben Sie Anspruch auf einen 5-10 minütigen Tätigkeitswechsel Kurzpausen sichern effektives Arbeiten, weil sie vorzeitiger Ermüdung entgegen wirken. Mehrere kurze Pausen haben deshalb einen deutlich besseren Erholungseffekt als wenige lange Pausen UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Leitern und Tritte Bürostühle nicht als Tritte verwenden Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Leitern und Tritte Bürostühle nicht als Tritte verwenden Ausschließlich Tritte und Leitern benutzen Sichtkontrolle vor jeder Benutzung auf Mängel Jährliche dokumentierte Prüfung durch eine befähigte Person UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Laserdrucker und Toner Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Laserdrucker und Toner Drucker und Kopiergeräte zur Minimierung der Staubexposition am besten in gut belüfteten, separaten Räumen aufstellen. Falls die Geräte im Büro stehen, sollten die Abluftöffnungen der Geräte nicht direkt auf Mitarbeiter gerichtet sein. Die Verwendung geeigneter Filter kann die Staubexposition reduzieren. Es ist ratsam, für jedes Gerät eine gerätekundige Person auszuwählen, die mit der sachgerechten Benutzung, der Durchführung von Nachfüll- und Wartungsarbeiten (z.B. Wechseln der Tonerkartuschen, Reinigung der Druckerwalzen) sowie der Beseitigung kleinerer Betriebsstörungen (z.B. Papierstau) vertraut ist. Wartung und Reinigung der Geräten sollte regelmäßig von Fachpersonal durchgeführt werden. Bei unbeabsichtigter Freisetzung von Tonerstaub diesen nicht aufwirbeln sondern mit einem feuchten Tuch aufnehmen UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Gefahren und Verletzungen im Büroalltag Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Gefahren und Verletzungen im Büroalltag Papier-Schneidemaschine muss zur Verhinderung von Verletzungen mit Schneidschutz ausgestattet sein Stolpergefahr und sonstige Gefährdung durch Hindernisse wie offen stehende Schubladen Schubladen immer schließen UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Gefahren und Verletzungen im Büroalltag Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Gefahren und Verletzungen im Büroalltag Gefährdungsbeurteilung gemäß Arbeitsschutzgesetz und Betriebssicherheitsverordnung Stolperstellen und Sturzgefahr durch ungünstige Kabelverlegung und abgestellte Gegenstände Kabel außerhalb der Verkehrswege und in Kabelkanälen verlegen. Ist dies nicht möglich, so müssen am Boden verlegte Kabel mit einer Kabelbrücke abgedeckt werden. UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Gefährdung durch Elektrik und Brände Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Gefährdung durch Elektrik und Brände Wiederkehrende Prüfung der elektrischen Geräte gemäß DGUV V3 (in Büros alle 2 Jahre) Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen nicht hintereinander schalten Nur fehlerfreie elektrische Geräte benutzen, bei Mängelfeststellung diese außer Betrieb nehmen Kaffeemaschinen und Wasserkocher nur auf nicht brennbaren Unterlagen abstellen Nach Arbeitsende die elektrischen Geräte abschalten, am besten mit Hilfe einer abschaltbaren Steckerleiste UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Vorgehen bei einem Arbeitsunfall Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Vorgehen bei einem Arbeitsunfall Bei Notfällen Ruhe bewahren! Erste Hilfe leisten! Jede auch noch so kleine Verletzung (z.B. Schnitt an Papier) muss in einem Verbandbuch eingetragen werden Bei einem Wege- oder Arbeitsunfall muss ein Durchgangsarzt aufgesucht werden Zentrale Notrufnummer: 0234/32 – 23333 Achtung: Nummer kann bei Außenliegenschaften abweichen, informieren Sie sich über die in Ihrem Bereich gültige Notrufnummer! Ziehen Sie zu jeder Ersten Hilfe Leistung einen ausgebildeten Ersthelfer heran Beachten Sie die Erste Hilfe Aushänge Informieren Sie umgehend Ihren Vorgesetzten UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017

Bestehen noch Fragen? Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin I Sicherheitsfachkraft Bestehen noch Fragen? Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz Christian Marzin Tel.: 25787 christian.marzin@uv.ruhr-uni-bochum.de Oder besuchen Sie unsere Homepage: http://www.ruhr-uni-bochum.de/arbeits-und-umweltschutz/ UNTERWEISUNG Bildschirmarbeitsplätze | Bochum | Februar 2017