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Politikfeldanalyse I Sandra Graf Lukas Radwan Anna-Lena Wagner.

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Präsentation zum Thema: "Politikfeldanalyse I Sandra Graf Lukas Radwan Anna-Lena Wagner."—  Präsentation transkript:

1 Politikfeldanalyse I Sandra Graf Lukas Radwan Anna-Lena Wagner

2 Gliederung I. Grundlagen der Politikfeldanalyse Programmatik, Akteure, Entwicklung II. Hinführung auf Policy Cycle III. Phasen des Policy Cycle IV. Gruppenarbeit

3 Grundlagen In den 1980er Jahren in Amerika entwickelt, weil Politikwissenschaften bis dahin den Praxisbezug vernachlässigt hatten Einführende Definition nach Schubert/Bandelow: P. befasst sich mit den konkreten Inhalten, Determinanten und Wirkungen politischen Handelns Nach Thomas S. Dye: Policy Analysis is what governments do, why they do it and what difference it makes

4 Programmatik Orientierung am Inhalt Multidisziplinärität Problemlösungsorientierung Normativität

5 Akteure Es kann je nach Analyse unterschiedliche Akteure geben Für ein Politikfeld verschiedene Akteure – Minister, Bundeskanzler, Mitglieder der Länderebene Evtl. EU-Organe Vertreter von Legislative, Verwaltung, Interessenverbänden Wichtig: Kommunikation und Kooperation/Konflikt

6 Phasen der Entwicklung Vor Etablierung in Deutschland, verschiedene Entwicklungsphasen Frage: Does Politics matter (1960er) 1980er Fokus auf Auswirkungen der parteipolitischen Ausrichtung einer Regierung Später Frage danach, inwiefern Polity und Politics die Policies bestimmen

7 Grundlagen PolityForm konkrete politische Ordnung PolicyInhalt Materieller Teil, z.B. Gesetze PoliticsProzess Politikgestaltung, Art der Zielerreichung Policy, Polity und Politics müssen zusammen gedacht werden, da in der Realität nebeneinander ablaufend Erklärung konkreter politischer Ergebnisse Leicht Abgewandelt nach Schubert/Bandelow, S. 4f.

8 Klassifizierungsmethoden Distributive Politik: staatliche Zuweisung von Leistungen oder Gütern, die ausreichend oder gar im Überfluss vorhanden sind, an einzelne Gruppen (z.b. Subventionen), ohne dass dies direkt zu Lasten einer anderen Gruppe geht

9 Redistributive Politik: Begünstigung einzelner Gruppen, für deren Kosten andere Gruppen aufkommen müssen Regulative Politik: setzt Ge- und Verbote und trägt zu einem Ordnungsrahmen für die Verteilung von Gütern bei Nach: Magnus Jung: Kommunale Sozialpolitik zwischen Resignation und Reform, Diss. FU Berlin 2004 Online:

10 Variablen Abhängige VariableUnabhängige Variable Klassische Fragestellung PolityPolitics, Policy Politische Fragestellung PoliticsPolity, Policy Politikfeldanalyse PolicyPolitiy. Politcs Nach Schubert/Bandeow, S. 6

11 Hinführung / Policy Cycle Politik als Policy making Versuch der Bearbeitung von gesellschaftlichen Problemfeldern Politik ist eine Abfolge von verschiedenen Schritten Es wurde anfangs kritisiert, dass man sich zu sehr auf Inputs konzentrierte Es wurde herausgearbeitet, dass Verwaltung eine große Rolle spielt

12 Der Policy-Prozess nach Lasswell Erarbeitete in den 50er Jahren sieben Phasen des Policy- Making Zwar wird diese Reihenfolge teilweise kritisiert, ist aber Grundlage aller weiteren Phasenmodelle 1: intelligence 2: promotion 3: prescription 4: invocation 5: application 6: termination 7: appraisal

13 Grundsätzliche Phasenmodelle Analyse von Problemen und Zielen Informationsbeschaffung Alternativen für Zielerreichung? Kosten, Nutzen und Effektivitätsanalysen Selektion der besten Alternative Umsetzung Kontrolle und ggf. Gegensteuerung Idealbild rationaler Entscheidungen

14 Eastons Systemtheorie

15 Einführung des Policy-Outputs Konkret: Was ist der Output der einzelnen Phasen des Policy-Makings?

16 Phasen des Policy-Making- Prozesses Politikformulierung Programme (Policies) Durchführung und Implementation Output Reaktion der Adressaten Impact Reaktion des Systems Outcome

17 Idealtypischer Policy-Cycle Quelle: Jann/Wegrich 2003: 82

18 Problemwahrnehmung und Agenda Setting Definitionsvorschlag: Auswahl und Festlegung derjenigen sozialen Phänomene, die vom politischen System als zu Bearbeitende Probleme" betrachtet werden(auch: issues) (Jann/Wegrich 2003:95)

19 Problemwahrnehmung und Agenda Setting Prämissen: 1) Wahrnehmung und Definition und eines sozialen Problems mit Abgrenzung und Einschränkung des Problemkomplexes 2) Vorliegen problembezogener Informationen 3) Wahrnehmung der Notwendigkeit eines steuernden Eingriffs 4)Problem muss auf die Agenda gesetzt werden

20 Mechanismen des Agenda Setting und der Problemwahrnehmung

21 Wann wird ein Thema wahrgenommen bzw. kann es sich durchsetzen? Systemtheoretische Ansätze (Zapf 1969) Stichwort: Modernisierung Situative Ansätze (Kingsdon 1984/1995) Sichwort: garbage-can-Modell/window of oppurtiunity

22 Wann wird ein Thema wahrgenommen bzw. kann es sich durchsetzen? Einflussfaktoren: - Problemstruktur - Wahrnehmung beteiligter Akteure - Nähe/Ferne der Akteure zu Medien/politischen Institutionen - Wirkungskriterien (tiefe breite intensität geschwindigkeit) - Kostenkriterien

23 Wie kommt es wann auf die Agenda der Regierung? outside initiation model inside initiation model Initiative: a)staatliche Politikinnovation b)staatliche Politikübernahme c)gesellschaftliche Politikinnovation d)gesellschaftliche Politikübernahme

24 Wie kommt es wann auf die Agenda der Regierung? Zyklen und Wellen: kurzfristige medienbezogene Aufmerksamkeitszyklen mittelfristige Themenkarrieren generationenlange Reformwellen

25 Warum kommen manche Probleme gar nicht auf die politische Agenda? - Akteurskonstellation - fehlende Handlungskapazitäten Bsp: Katastrophenparadox (Prittwitz 1993)

26 Politikformulierung und Entscheidung Definitionsvorschlag: Prozess, in dem politische Ziele formuliert & alternative Handlungs- möglichkeiten entwickelt und als verbindliche Festlegung gewählt werden (Jann/Wegrich 2003:95)

27 Politikformulierung und Entscheidung Es geht um… …artikulierte Problemen/Problemdefinition …Vorschläge …Forderungen …Handlungsalternativen Prämissen: 1)Problemwahrnehmung und Agenda Setting 2)Funktionale Differenzierung moderner Gesellschaften

28 Programmformulierung Ziele Zuständigkeiten Instrumente Strategien Finanzmittel etc. Interessenkonflikte, Handlungsalternativen

29 Prozesse der Politikformulierung

30 Welche Akteure/Netzwerke sind daran beteiligt? - policy-Netzwerke - öffentliche & korporative private Akteure - von unten/von oben - Systemziele vs. Akteursziele (?) (…) mehrere Fahrer mit unterschiedlichen Zielen (Jänicke 1994: 59) Kompromisscharakter der Ziele

31 Wovon hängt die Durchsetzbarkeit im Entscheidungsprozess ab? Materielle Rahmenbedingungen Formale Zuständigkeits- und Kompetenzverteilung Machtverteilung zwischen Akteuren hidden agendas Interessenkonstellation und Verteilungskonflikte

32 Welchen Einfluss hat wissenschaftliche Unterstützung und Beratung? eigene Argumentationslogik objektive Expertenbrille(?) je nach Problemstruktur unverzichtbar

33 Implementation Definition: Durchführung einer Policy, in der Regel mit Hilfe des politisch-administrativen Apparates; Anwendung von Gesetzen etc. ( Jann/Wegrich 2003:95 )

34 Implementation Grundüberlegung: Verabschiedung eines Programms garantiert kein praktisches Handeln der Durchführenden Instanzen

35 Implementation Bedeutung der Phase: politisches und administratives Handeln ist nicht endgültig steuerbar

36 Implementation Bedeutung der Phase: politisches und administratives Handeln ist nicht endgültig steuerbar politische Programme können in dieser Phase verzögert, verändert oder vereitelt werden

37 Implementation Elemente der Phase: Programmkonkretisierung Ressourcenbereitstellung Einzelfallentscheidung

38 Entwicklung der Implementations- forschung bis in die 1970er Jahre: Implementation als Verwaltungsakt Handlung erfolgt unmittelbar Policies bedürfen keiner Modifikation Uneinigkeit der Formulierungsphase verschwindet Verwaltungsapparate sind gewillt, Policies umzusetzen

39 Entwicklung der Implementations- forschung Studie von Pressman/Wildavsky 1973 Durchführungsphase ist mit der wichtigste Teil eines politischen Programms im Anschluss entwickelt sich die Implementationsphase zum zentralen Forschungsfeld der Policy-Analyse Anfang 1970er Jahre: Bedeutung wird erkannt

40 Implementations-forschung der 1970er Der top-down Ansatz: Analyse der Umsetzung der auf oberster Ebene getroffenen Entscheidungen Analyse der Gründe für Abweichungen von diesen Zielen Analyse der Interaktion zwischen den Formulierenden und den Adressaten hierarchisches Verständnis pol. Steuerung

41 Implementations-forschung der 1980er Perspektivenwechsel: empirische Studien von Wollmann 1980, Mayntz 1980 & 1983 betrachten Implementationsprozess als gemeinsamen Lernprozess Bedeutung der Vollzugsbehörden auf unteren Ebenen wurde erkannt

42 Implementations-forschung der 80er/90er weitere Erkenntnisse: Verbindung zwischen den Akteuren innerhalb eines Politikfeldes Policy-Making als umfassender Verhandlungsprozess innerhalb netzwerkartiger Beziehungen Abrücken von der Annahme der hierarchischen Politiksteuerung

43 Implementations-forschung der 80er/90er weitere Erkenntnisse: Implementationsphase wird geprägt durch die zur Anwendung kommenden Instrumente

44 Implementations-forschung der 80er/90er Implementationsintrumente: regulative Instrumente (z. B. Ge- & Verbote) Anreizprogramme (z.B. Subventionen) Leistungsprogramme verschiedene Instrumente werfen spezifische Implementationsprobleme auf

45 Implementations-forschung heute Entwicklung der Policy-Forschung: hierarchische staatliche Steuerung wurde stark infrage gestellt von einer staatsfixierten Perspektive hin zu einer gesellschaftlichen Steuerungstheorie Charakteristika der Steuerungsobjekte (Adressaten der Policies, der gesellschaftlichen Teilsysteme) stehen im Mittelpunkt

46 Implementations-forschung heute Forschungsinteressen: Politiknetzwerke Binnenstrukturen gesellschaftlicher Subsysteme

47 Evaluierung und Terminierung Definition: Überprüfung der direkten Wirkungen (impact) und indirekten Auswirkungen (outcome) staatlicher/ öffentlcher Aktivitäten ( Jann/Wegrich 2003:95 )

48 Evaluierung und Terminierung Grundüberlegungen: Policies sollen gesellschaftliche Probleme verarbeiten oder lösen normative Begründung als Ausgangspunkt

49 Evaluierung und Terminierung zwei Bedeutungen der Evaluierung: Phase, in der die Ergebnisse des Implementationsprozesses bewertet werden Evaluationsforschung als Teilbereich der Policy-Forschung, die ihren Ausgangspunkt in der Frage nach den (intendierten oder nicht- intendierten) Wirkungen einer Policy hat

50 Evaluierung und Terminierung verschiedene Formen der Evaluierung: wissenschaftlich (Evaluationsforschung) administrativ (Gerichte, Rechnungshöfe) politisch (politische Akteure, Opposition, Öffentlichkeit, Medien)

51 Evaluierung und Terminierung Probleme der Evaluierung pol. Programme: interessengefärbte Interpretation politischer Programme unklare Zieldefinitionen

52 Evaluierung und Terminierung Ergebnisse des Evaluierungsprozesses: unterschiedliche Formen des politischen Lernens erfolgreiche Handlungsprogramme werden verstärkt (Modellversuch) Terminierung eines politischen Programms

53 Evaluierung und Terminierung Terminierung eines politischen Programms: Policy-Problem ist gelöst, Fortsetzung daher unnötig finanzielle Engpässe politisch-ideologische Motive

54 Evaluierung und Terminierung Terminierung hängt ab von: Kräfteverhältnissen im betreffenden Netzwerk häufig wird Terminierung nur teilweise vollzogen; es kommt zu einem policy-Wandel und damit zu einer neuen Schleife im policy- Cycle

55 Gruppenarbeit 1) Fasst kurz euren Text zusammen 2) Diskutiert euren Text im Hinblick auf das Agenda-Setting (s. Handout) (window of opportunity, Bürokratie, Medien, Politisches System, Öffentlicher Druck)


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