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Vitalfunktionen2005. Vitalfunktionen Vitalfunktionen erster Ordnung Vitalfunktionen erster Ordnung lebenswichtige Funktionen, bei deren Ausfall der Patient.

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Präsentation zum Thema: "Vitalfunktionen2005. Vitalfunktionen Vitalfunktionen erster Ordnung Vitalfunktionen erster Ordnung lebenswichtige Funktionen, bei deren Ausfall der Patient."—  Präsentation transkript:

1 Vitalfunktionen2005

2 Vitalfunktionen Vitalfunktionen erster Ordnung Vitalfunktionen erster Ordnung lebenswichtige Funktionen, bei deren Ausfall der Patient in akute Lebensgefahr gerät 1.Bewusstsein, Hirnfunktion 2. Atmung 3. Herz-Kreislauf-Funktion 3. Herz-Kreislauf-Funktion

3 Vitalfunktionen Vitalfunktionen zweiter Ordnung Vitalfunktionen zweiter Ordnung 1.Wasser-Elektrolythaushalt 2.Säure-Base-Haushalt 3.Hormonsystem 4.Stoffwechsel 5.Immunsystem Regelmechanismen, die direkten Einfluss auf die Vitalfunktionen erster Ordnung haben

4 Störungen des Bewusstseins Bewusstsein ist die Gesamtheit der als gegenwärtig empfundenen seelischen Vorgänge. Es ist die Fähigkeit der persönlichen, räumlichen und zeitlichen Orientierung und die Fähigkeit der sinnlichen Wahrnehmung. Es ist ebenso die Fähigkeit, auf äußere Reize zu reagieren und eine freie Willensentscheidung aufgrund der gewonnenen Informationen zu treffen Störungen des Bewusstseins deuten auf eine Schädigung des zentralen Nervensystems hin und signalisieren somit eine vitale Gefährdung. Sie erfordern daher besondere Aufmerksamkeit durch uns !!!!

5 Primäre Hirnschäden Verletzung Blutung Minderdurchblutung Entzündung Tumor Thrombose hypertone Krise Sekundäre Hirnschäden Atem-, Kreislauf-, Stoffwechselstörung Giftstoffe Alkohol Medikamente Drogen Reizgase Lösungsmittel Blausäure Bewusstseinsstörung Ursachen

6 Primäre Ursachen einer Bewusstseinsstörung Verletzungen Verletzungen –SH-Trauma – Hirnkontusion, Epiduralhämatom, Subduralhämatom Bewusstseinstörung bis hin zum Koma durch erhöhten Hirndruck Bewusstseinstörung bis hin zum Koma durch erhöhten Hirndruck Kopfschmerz, Übelkeit Kopfschmerz, Übelkeit Diffuser Hirndruck führt zu Verlangsamung und Bewusstseinsminderung Diffuser Hirndruck führt zu Verlangsamung und Bewusstseinsminderung Lokaler Druck führt zu neurologischer Symptomatik Lokaler Druck führt zu neurologischer Symptomatik Ein – oder beidseitig weite lichtstarre Pupillen sprechen für erhöhten Hirndruck Ein – oder beidseitig weite lichtstarre Pupillen sprechen für erhöhten Hirndruck Häufig Bradykardie bei hohem RR Häufig Bradykardie bei hohem RR

7 Primäre Ursachen einer Bewusstseinsstörung Blutungen Blutungen –Hypertone Massenblutung, Aneurysmablutung, traumatisch Symptome erhöhten Hirndrucks Symptome erhöhten Hirndrucks Entzündliche Prozesse Entzündliche Prozesse –Bakterielle Meningitis Reduzierter AZ + Fieber Reduzierter AZ + Fieber Schwere Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit Schwere Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit Übelkeit + Erbrechen Übelkeit + Erbrechen Menigismus: Brudzinski-Zeichen = Anziehen und Beugen der zuvor gestreckten Beine beim Anheben des Kopfes Menigismus: Brudzinski-Zeichen = Anziehen und Beugen der zuvor gestreckten Beine beim Anheben des Kopfes Kernig-Zeichen = Schmerzen bei Versuch das im Knie und Hüfte gebeugte Bein passiv zu strecken Tumore Tumore –Verdrängung von Hirngewebe durch die Raumforderung

8 Primäre Ursachen einer Bewusstseinsstörung Schlaganfall Schlaganfall –Ischämie, Blutung TIA = Transitorisch Ischämische Attacke TIA = Transitorisch Ischämische Attacke –Neurologische Störung < 24 h –z.B. Taubheitsgefühl der Hände, Paresen der Beine, Hängender Mundwinkel, Amaurosis Fugax PRIND =Prolongiertes reversibles Ischämisches neurologisches Defizit PRIND =Prolongiertes reversibles Ischämisches neurologisches Defizit –Neurologische Störung > 24h – 3 Wochen –z.B. Taubheitsgefühl der Hände, Paresen der Beine, Hängender Mundwinkel, Amaurosis Fugax Stroke / Infarkt = Symptome bleiben dauerhaft Stroke / Infarkt = Symptome bleiben dauerhaft

9 Atemstörungen Atemstörungen Absinken des Sauerstoffgehaltes im Blut = Hypoxämie, dann auch im Gewebe = Hypoxie. Absinken des Sauerstoffgehaltes im Blut = Hypoxämie, dann auch im Gewebe = Hypoxie. Gehirn aufgrund fehlender Sauerstoffreserven besonders empfindlich. Ischämiezeit = 5 – 10 min Sekundäre Ursachen einer Bewusstseinsstörung Herz-Kreislauf-Störungen Herz-Kreislauf-Störungen Blutdruck-Eigenregulation des Gehirns ist in der Regel ausreichend. Blutdruck-Eigenregulation des Gehirns ist in der Regel ausreichend. bei massiven Kreislaufeinschränkungen kommt es jedoch schnell zur Bewusstseinstrübung bis Bewusstlosigkeit bei massiven Kreislaufeinschränkungen kommt es jedoch schnell zur Bewusstseinstrübung bis Bewusstlosigkeit

10 Sekundäre Ursachen einer Bewusstseinsstörung Störungen des Stoffwechsels Störungen des Stoffwechsels –Hyperglykämie > Hyperosmolarität > intrazelluläre Dehydratation > Bewusstseinsstörung Ausgelöst oft durch Akuterkrankungen, ungenügende Flüssigkeitszufuhr, Medikamente Ausgelöst oft durch Akuterkrankungen, ungenügende Flüssigkeitszufuhr, Medikamente Zwei Formen: Zwei Formen: 1.Ketoazidose = BZ > 300 mg/dl, pH….Typ I Diabetiker 2.Hyperosmolares Koma = BZ > 600 mg/dl, pH…Typ II Diabetiker Polyurie, Polydipsie, Erbrechen, Adynamie, Exsikkose, Azetongeruch der Atemluft…. Polyurie, Polydipsie, Erbrechen, Adynamie, Exsikkose, Azetongeruch der Atemluft….

11 Sekundäre Ursachen einer Bewusstseinsstörung Störungen des Stoffwechsels Störungen des Stoffwechsels –Hypoglykämie Neuroglykopenie Häufig durch Medikamente, Falsche Insulineinstellung, Diät Häufig durch Medikamente, Falsche Insulineinstellung, Diät Heißhunger, Übelkeit, Erbrechen, Tachykardie, Konzentrationsschwäche, Somnolenz Heißhunger, Übelkeit, Erbrechen, Tachykardie, Konzentrationsschwäche, Somnolenz Meist nach i.v. Gabe von Glukoselösung schnelle Verbesserung der Symptomatik Meist nach i.v. Gabe von Glukoselösung schnelle Verbesserung der Symptomatik –Thyreotoxische Krise –Hypophysäres Coma = Hypophysenvorderlappeninsuffizienz –etc.

12 Toxische Ursachen einer Bewusstseinsstörung Intoxikationen Intoxikationen –Alkohol –Drogen 80% Arzneimittel, 20% Pflanzenschutzmittel + Reizgase + chem. Gifte 80% Arzneimittel, 20% Pflanzenschutzmittel + Reizgase + chem. Gifte –Meist suizidale Absicht –Giftidentifikation sollte wenn möglich am Notfallort geschehen –Eigensicherung!

13 Gefahren einer Bewusstseinsstörung Zurückfallen der Zunge Zurückfallen der Zunge durch das Erschlaffen der Muskulatur kann die Zunge zurückfallen und die Atemwege verlegen durch das Erschlaffen der Muskulatur kann die Zunge zurückfallen und die Atemwege verlegen Regurgitation Regurgitation durch das Erschlaffen der Speiseröhrenmuskulatur kann Mageninhalt in den Rachen zurückfließen und in die Luftröhre gelangen durch das Erschlaffen der Speiseröhrenmuskulatur kann Mageninhalt in den Rachen zurückfließen und in die Luftröhre gelangen Aspiration Aspiration durch den Ausfall der Schutzreflexe können Fremdkörper oder Flüssigkeit in die Lunge gelangen durch den Ausfall der Schutzreflexe können Fremdkörper oder Flüssigkeit in die Lunge gelangen Verletzung, Unterkühlung Verletzung, Unterkühlung

14 Symptome einer Bewusstseinsstörung SomnolenzSoporKoma abnorme Schläfrigkeit, Benommenheit abnorme Schläfrigkeit, Benommenheit Augenöffnen auf Ansprache Augenöffnen auf Ansprache Erweckbar durch äußere Reize Erweckbar durch äußere Reize Teilnahmslosigkeit Teilnahmslosigkeit Erinnerungslücke Erinnerungslücke tiefe Schläfrigkeit tiefe Schläfrigkeit Augenöffnen auf Schmerzreiz Augenöffnen auf Schmerzreiz Erweckbarkeit durch Schmerzreiz Erweckbarkeit durch Schmerzreiz geordnete Abwehrbewegung auf Schmerzreiz möglich geordnete Abwehrbewegung auf Schmerzreiz möglich Bewusstlosigkeit Bewusstlosigkeit kein Augenöffnen auch auf Schmerzreiz kein Augenöffnen auch auf Schmerzreiz fehlende Erweckbarkeit fehlende Erweckbarkeit evt. reflektorische Abwehrbewegungen möglich evt. reflektorische Abwehrbewegungen möglich

15 Glasgow-Coma-Scale GCS - Einstufung immer vor dem Einsetzen der Therapie, Insbesondere vor der Gabe von Medikamenten. GSC ist das Standardinstrument zur Klassifizierung von Patienten mit Schädel-Hirn-Träume = SHT oder auch nicht Verletzungsbedingten Erkrankungen des Großhirns. Schweregrad SHT schweres SHT < 8 Punkte mittelschweres SHT = 9-12 Punkte leichtes SHT > 12 Punkte

16 Glasgow-Coma-Scale Augen öffnen AntwortenMotorik spontan 4 orientiert 5 auf Aufforderung 6 auf Aufforderung 3 verwirrt 4 gezielt auf Schmerz 5 auf Schmerz 2 inadäquat 3 ungezielt 4 keine Reaktion 1 unverständlich 2 Beugereaktion 3 keine 1 Streckreaktion 2 keine 1

17 Weiterführende Maßnahmen 1.Sauerstoffgabe -Spontan atmender Patient 4-6 l/min -Hypoxie, Zyanose 10 l/min 2.Venöser Zugang 3.Psychische Betreuung 4. Überwachung der Vitalparameter und Dokumentation

18 Spezielle Maßnahmen 1.Bei Bewusstseinsminderung ist immer an Intubation zu denken 2.Bei V.a. Massenblutung RR > 180 mmHg vermeiden 4.RR-Abfall vermeiden, da intrakranieller Druck notwendig zur Aufrechterhaltung der Hirndurchblutung ist 5.Neurologischen Status so gut wie möglich dokumentieren 6.Symptomatische Therapie von Übelkeit und RR 3.Bei V.a. Ischämie (z.B. bekannte Carotisstenose) Zeitpunkt und 6h-Grenze beachten

19 FRAGEN ???

20 Maßnahmen beim Auffinden einer leblosen Person 1.Ansprechen der Person 2.Schmerzreiz durch Kneifen der Brustmuskulatur oder des Handrücken 3.Atmung kontrollieren 4.Puls kontrollieren 5.Beginn der lebensrettenden Maßnahmen

21 Störungen der Atmung Als Atmung bezeichnet man die Vorgänge im menschlichen Körper, die zur Aufnahme von Sauerstoff und zur Abgabe von Kohlendioxid dienen. Entsteht durch Einschränkungen der Atmung eine Hypoxie, spricht man von einer Ateminsuffizienz. Kommt es zum völligen Aussetzen der Atmung, spricht man von Atemstillstand = Apnoe. Ursachen einer Atemstörung können sein: 1.Störungen des Sauerstoffangebotes 2.Störungen der neuromuskulären Atemregulation 3.Störungen der Atemmechanik 4.Störungen der Sauerstoffdiffusion

22 Störungen der Atmung Steigerung der Ventilation durch Steigerung der Ventilation durch –Azidose –Hyperkapnie = zuviel CO2 –Hypoxie –Schmerz, inetnsive Wärme/Kältereize –Adrenalin, Noradrenalin Hemmung der Ventilation Hemmung der Ventilation –Alkalose –Hypokapnie –Zentrale Hypoxie –Tiefe Hypothermie –Hypertonie –Schlaf –Verschiedene Hormone + Transmitter

23 Ursachen für Störungen des Sauerstoffangebotes Verminderte Sauerstoffkonzentration der Inspirationsluft (z.B. CO 2 in Klärgruben, Futtersilos…) Verminderte Sauerstoffkonzentration der Inspirationsluft (z.B. CO 2 in Klärgruben, Futtersilos…) Reduzierter Sauerstoffpartialdruck (Gebirge) Reduzierter Sauerstoffpartialdruck (Gebirge) Erhöhte Konzentration von Fremdgasen (Hausbrände…) Erhöhte Konzentration von Fremdgasen (Hausbrände…) Ertrinken Ertrinken Verschütten Verschütten

24 Ursachen für Störungen der neuromuskulären Regulation ZNS SH-Trauma SH-Trauma Vergiftung / Intoxikation Vergiftung / Intoxikation Durchblutungsstörung im Gehirn (Apoplex) Durchblutungsstörung im Gehirn (Apoplex) Entzündliche Störungen (z.B. Menigitis) Entzündliche Störungen (z.B. Menigitis) Tumor Tumor Stoffwechselstörung (z.B. diabetisches Koma) Stoffwechselstörung (z.B. diabetisches Koma)

25 Ursachen für Störungen der neuromuskulären Regulation Rückenmark und Nerven Rückenmarksverletzung (hoher Querschnitt) Rückenmarksverletzung (hoher Querschnitt) Entzündliche Störung (Nervenentzündung) Entzündliche Störung (Nervenentzündung) Periphere Nervenstörung (Verletzung des Zwerchfellnerv) Periphere Nervenstörung (Verletzung des Zwerchfellnerv) Muskuläre Störung Vergiftung (z.B. Alkylphosphate) Vergiftung (z.B. Alkylphosphate) Muskelerkrankung (z.B. Myasthenie) Muskelerkrankung (z.B. Myasthenie)

26 Verlegung der oberen Atemwege z.B. durch Zunge Zunge Sekret/Blut/Erbrochenes Sekret/Blut/Erbrochenes Laryngospasmus Laryngospasmus Glottisödem Glottisödem Bolus Bolus Verlegung der unteren Atemwege Entzündliche Störung (z.B. Bronchitis) Entzündliche Störung (z.B. Bronchitis) Allergische Störung (z.B. Asthma) Allergische Störung (z.B. Asthma) Mechanische Störung (z.B. Lungenödem) Mechanische Störung (z.B. Lungenödem) Ursachen für Störungen der Atemmechanik

27 Verlegung der Atemwege Lungenödem = massiver Austritt von Flüssigkeit aus den Lungekapillaren in das Interstitium und den Alveolarraum Ursachen: Kardiales Lungenödem Durch Linksherzinsuffizienz Druckanstieg im Lungenkreislauf, mögliche Ursachen sind Herzinfarkt, Myokarditis, hypertone Krise HRST Nichtkardiales Lungenödem Erniedrigter Alveolardruck bei zu schnellem Ablassen eines Pleuraergusses Höhenlungenödem – niedriger Alveolardruck + O2 niedrig führt zu pulmonaler Vasokonstriktion Permeabilitätssteigerung der Lungenkapillaren Allergisch toxisch

28 4 Stadien 4 Stadien Interstitielles Lungenödem – Ödem des Lungengewebes Interstitielles Lungenödem – Ödem des Lungengewebes Alveoläres Lungenödem - Exsudation und Transsudation von seröser Flüssigkeit in Alveolen und Bronchiolen Alveoläres Lungenödem - Exsudation und Transsudation von seröser Flüssigkeit in Alveolen und Bronchiolen Schaumbildung mit Ausbildung der Flüssigkeitsmenge Schaumbildung mit Ausbildung der Flüssigkeitsmenge Asphyxie Asphyxie Verlegung der Atemwege Lungenödem erst das alveoläre LÖ imponiert durch feuchte RG´s, die im ausgeprägten Stadium auch ohne Stethoskop hörbar sind

29 Therapie: Sitzende Lagerung mit herabhängenden Beinen – Senkung des hydrostatischen Druckes in den Lungengefäßen Sitzende Lagerung mit herabhängenden Beinen – Senkung des hydrostatischen Druckes in den Lungengefäßen Sedierung – Morphium oder Diazepam Sedierung – Morphium oder Diazepam O2 + Sekretabsaugung O2 + Sekretabsaugung Vorlastsenkung bei kardialem LÖ Vorlastsenkung bei kardialem LÖ – Nitroglyzerin s.l. oder Spray – Furosemid = Lasix initial min mg Verlegung der Atemwege Lungenödem bei toxischem LÖ Corticoide bei Beatmung hoher PEEP

30 Asthma Bronchiale = chron. entzündliche Erkrankung der Atemwege. Bei prädisponierten Patienten führt dieses zu anfallsweiser Atemnot infolge Atemwegsverengung = Bronchialobstruktion. Die Entzündung verursacht eine Zunahme der Empfindlichkeit = bronchiale Hyperreaktivität. Allergisches Asthma = extrinsic Durch allergisierende Stoffe in der Umwelt Nicht-Allergisches Asthma = intrinsic Nach Infekten Analgetikaasthma Chemisch/toxisch Anstrengungsasthma (bei Kindern)

31 Asthma Bronchiale Bronchiale Entzündung Bronchiale Entzündung Entzündungsreaktion der Bronchialschleimhaut durch Allergene oder Infekte Entzündungsreaktion der Bronchialschleimhaut durch Allergene oder Infekte Bronchiale Hyperreaktivität -Unspezifische Hyperreaktivität Obstruktion durch Bronchospasmus vermittelt durch Mediatorstoffe (z.B. IgE-sofort, IgG-spät) Schleimhautödem Hypersekretion eines zähen Schleims Pathogenese:

32 Asthma Bronchiale Klinik: 1.Anfallsweise auftretende Atemnot unter dem Bild eines expiratorischen Stridor 2.Quälender Hustenreiz 3.Angst 4.Tachykardy 5.Giemen, Brummen, Expiration verlängert 6.Hypersonorer Klopfschall, tiefstehendes Zwerchfell

33 Asthma Bronchiale Corticoide z.B. Solu-Decortin 250 mg Corticoide z.B. Solu-Decortin 250 mg Cortikoide stellen die Empfindlichkeit der Betarezeptoren Cortikoide stellen die Empfindlichkeit der Betarezeptoren Theophyllin 2-5 mg/kg KG i.v. Bronchospasmolyse, zentrale Atemstimulation inhalative ß2-Sympathikomimetika wenn Patient noch nicht selbst gesprüht hat Bronchospasmin 1 Ampulle Bronchospasmolyse Cave tachykarde HRST Ketanest auch für Narkose bronchodilatatorische Wirkung

34 Verminderung der Dehnbarkeit der Thoraxwand / Lungenparenchym durch Brustkorbverletzung (Rippenfraktur) Brustkorbverletzung (Rippenfraktur) Pneumothorax/Spannungspneu Pneumothorax/Spannungspneu Lungenkontusion Lungenkontusion Zwerchfellriss Zwerchfellriss Pleuraerguss Pleuraerguss Emphysem Emphysem Ursachen für Störungen der Atemmechanik

35 Pneumothorax = Luft gelangt in den Pleuraspalt und es kommt zu einem Druckausgleich mit dem Umgebungsluftdruck, so dass die Lunge zusammenfällt Beim Lungengesunden stellt der geschlossene Pneu i.d.R. keine lebensbedrohliche Situation dar, bei alten Menschen mit vorgeschädigten Lungen kann jedoch oftmals keine Kompensation erfolgen Beim Lungengesunden stellt der geschlossene Pneu i.d.R. keine lebensbedrohliche Situation dar, bei alten Menschen mit vorgeschädigten Lungen kann jedoch oftmals keine Kompensation erfolgen Der Spannungspneu ist ein lebensbedrohlicher Zustand und erfordert sofortige Therapie Der Spannungspneu ist ein lebensbedrohlicher Zustand und erfordert sofortige Therapie

36 Pneumothorax Therapie: 1.Thoraxdrainage nach Monaldi 2./3. ICR der Medioklavicularlinie2./3. ICR der Medioklavicularlinie Schnelle Druckentlastung, wenig GewebeSchnelle Druckentlastung, wenig Gewebe 2.Thoraxdrainage nach Bülau 4./5. ICR mittlere Axillarlinie4./5. ICR mittlere Axillarlinie Indiziert bei Hämatothorax, SerothoraxIndiziert bei Hämatothorax, Serothorax CAVE niemals unter Mamille, da dort Gefahr der Verletzung von Lunge, Leber, Herz, ZwerchfellCAVE niemals unter Mamille, da dort Gefahr der Verletzung von Lunge, Leber, Herz, Zwerchfell

37 Störungen der Sauerstoffdiffusion Die Verteilung von Sauerstoff wird im Normalfall durch Diffusion bei hoher O 2 Konzentration in der Alveole und geringer O 2 - Konzentration im Blut geregelt. Dabei ist die Diffusionsgeschwindig keit abhängig von der Strecke, die die O 2 Teilchen zurücklegen müssen. Diese kann durch folgende Ursachen verändert sein: Lungenödem Lungenentzündung Atelektase Lungenembolie

38 Symptome 1.Atemfrequenz 2.Atemrhythmus 3.Atembewegung 4.Atemgeräusche 5.Hautkolorit 6.Pulsoxymetrie Die Symptome einer Atemstörung äußern sich durch Veränderungen von:

39 Atemfrequenz Atemzugvolumen = AZV = ml/kg Körpergewicht Bradypnoe = verlangsamte Atmung meist Zeichen einer Störung des Zentralen Nervensystems meist Zeichen einer Störung des Zentralen Nervensystems Tachypnoe = beschleunigte Atmung Versuch des Körpers den O 2 – Mangel zu kompensieren Versuch des Körpers den O 2 – Mangel zu kompensieren

40 Atemfrequenz und Atemzugvolumen Atemfrequenzf/minAtemzugvolumen Neugeborene ml Säuglinge ml Kleinkinder ml Schulkinder ml Jugendliche ml Erwachsene ml

41 Atemrhythmus normale Ruheatmung normale Ruheatmung Atemzüge von gleicher Länge und Tiefe mit gleichmäßigen Atempausen Atemzüge von gleicher Länge und Tiefe mit gleichmäßigen Atempausen Cheyne-Stokes Cheyne-Stokes Atemzüge unterschiedlicher Tiefe, erhöhte Frequenz Atemzüge unterschiedlicher Tiefe, erhöhte Frequenz Beginn flache Einatmung, dann Erhöhung bis Maximum, dann wieder Abflachung und längere Pause Beginn flache Einatmung, dann Erhöhung bis Maximum, dann wieder Abflachung und längere Pause Ausdruck eines Hirnschadens Ausdruck eines Hirnschadens

42 Atemrhythmus Biot-Atmung Biot-Atmung Erhöhte Atemfrequenz und vermehrte Atemtiefe Erhöhte Atemfrequenz und vermehrte Atemtiefe Lange Pausen zwischen Atemzügen Lange Pausen zwischen Atemzügen Meist Ausdruck einer Schädigung des Atemzentrums Meist Ausdruck einer Schädigung des Atemzentrums Kussmaul-Atmung Kussmaul-Atmung Vertiefende Atmung, regelmäßig und monoton Vertiefende Atmung, regelmäßig und monoton Ausdruck einer Übersäuerung des Blutes z.B. diabetisches Koma Ausdruck einer Übersäuerung des Blutes z.B. diabetisches Koma

43 Atembewegungen normale Atmung normale Atmung Brustkorb senkt sich bei Ausatmung Brustkorb senkt sich bei Ausatmung Brustkorb hebt sich bei Einatmung Brustkorb hebt sich bei Einatmung paradoxe Atmung paradoxe Atmung durch Thoraxinstabilität z.B. Rippenserienfraktur durch Thoraxinstabilität z.B. Rippenserienfraktur bei Einatmung heben sich Rippen nicht mit dem Thorax mit, was klinisch wie eine Senkung aussieht bei Einatmung heben sich Rippen nicht mit dem Thorax mit, was klinisch wie eine Senkung aussieht bei Ausatmung wölbt sich die verletzte Seite durch den fehlenden Widerstand nach außen bei Ausatmung wölbt sich die verletzte Seite durch den fehlenden Widerstand nach außen CO 2 reiche Luft verbleibt in der Lunge und gelangt durch die Umverteilung in die andere Lungenhälfte CO 2 reiche Luft verbleibt in der Lunge und gelangt durch die Umverteilung in die andere Lungenhälfte massive Einschränkung der Atemfunktion massive Einschränkung der Atemfunktion

44 Schnappatmung Schnappatmung kurze, flache Atemzüge, die keine effektive Lungenfüllung bewirken kurze, flache Atemzüge, die keine effektive Lungenfüllung bewirken letzte Impulse des Atemzentrums vor dem Atemstillstand letzte Impulse des Atemzentrums vor dem Atemstillstand zügiger Übergang in Atemstillstand zügiger Übergang in AtemstillstandAtembewegungen inverse Atmung inverse Atmung entsteht durch totale Verlegung der oberen Luftwege oder Trachea entsteht durch totale Verlegung der oberen Luftwege oder Trachea der Brustkorb zieht sich beim Einatmen zusammen, da die Brustmuskulatur sich zusammen zieht, aber keine Luft in den Brustkorb gelangt, um die Lunge auszudehnen der Brustkorb zieht sich beim Einatmen zusammen, da die Brustmuskulatur sich zusammen zieht, aber keine Luft in den Brustkorb gelangt, um die Lunge auszudehnen bei der Ausatmung hebt sich der Brustkorb durch das Heben des Zwerchfells bei der Ausatmung hebt sich der Brustkorb durch das Heben des Zwerchfells inverse Atmung = massive Atemstörung = umgehende Maßnahmen inverse Atmung = massive Atemstörung = umgehende Maßnahmen

45 Atemgeräusche normale Atmung normale Atmung Leises Ein- und Ausatemgeräusch ohne Nebengeräusche Leises Ein- und Ausatemgeräusch ohne Nebengeräusche Spastik Spastik typisch bei Asthma bronchiale typisch bei Asthma bronchiale Pfeifen und Giemen bei Ein- und Ausatmung Pfeifen und Giemen bei Ein- und Ausatmung Ausatemphase länger als Ausdruck der Einengung der Alveolen Ausatemphase länger als Ausdruck der Einengung der Alveolen Rasselgeräusche = RGs Rasselgeräusche = RGs typisch bei Lungenödem oder anderen Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge typisch bei Lungenödem oder anderen Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge

46 Stridor Stridor pfeifendes ziehendes Atemgeräusch als Ausdruck einer Einengung der Atemwege pfeifendes ziehendes Atemgeräusch als Ausdruck einer Einengung der Atemwege inspiratorisch = Verlegung der oberen Atemwege inspiratorisch = Verlegung der oberen Atemwege expiratorisch = Verlegung der unteren Atemwege expiratorisch = Verlegung der unteren Atemwege Atemgeräusche kein Atemgeräusch kein Atemgeräusch typisch bei Pneumothorax typisch bei Pneumothorax möglich bei hochgradiger Spastik bei einem Asthmaanfall = silent chest möglich bei hochgradiger Spastik bei einem Asthmaanfall = silent chest

47 Hautkolorit Störung der Atmung bedeuten, dass die Erythrozyten nicht in vollem Umfang mit Sauerstoff beladen sind. Ein Ery ohne Sauerstoff schimmert bläulich. Zu dieser Farbe tendieren in diesem Fall auch die Schleimhäute. Meist zunächst die Ohrläppchen und Finger, dann auch der Kopf. Diesen Zustand nennt man ZYANOSE = Hauptsymptom für einen massiven Sauerstoffmangel. Bei starken Blutverlusten können trotz der Atemstörung die Anzeichen einer Zyanose fehlen. Auch wenn es zu einer Bindung von Kohlenmonoxid an die Erys kommt, bleibt die Haut trotz Sauerstoffmangel rosig. Die Messung des Sauerstoffgehaltes des Blutes wird als Pulsoxymetrie bezeichnet und wird per Photorezeptor und Infrarotlicht gemessen.

48 Auffinden einer leblosen Person Bewusstsein überprüfen Atmung überprüfen 2x beatmen Puls tasten 10 sec kein Puls CPR 2:15 assistierte Beatmung jede Beatmung im Rettungsdienst mit hohem O 2 Fluss (10l/min) und Reservoirbeutel stabile Seitenlage weiter überwachen AtemstillstandAtmung ausreichendAtmung nicht ausreichendAtemstillstandAtmung ausreichend Algorithmus

49 Atemwege sichern Kopfreklination Kopfreklination –= Überstrecken des Kopfes in den Nacken –mit einer Hand Umgreifen der Stirnpartie, mit der anderen Umfassen des Kinns und leichtes Beugen in den Nacken –In dieser Weise hebt sich der Zungengrund und kann die Atemwege nicht mehr verlegen –Zweite Möglichkeit = Esmarch-Handgriff Position am Kopfende des Patienten, Umgreifen des Unterkiefers mit beiden Händen und öffnen des Mundes durch leichten Druck auf die Kinnpartie Position am Kopfende des Patienten, Umgreifen des Unterkiefers mit beiden Händen und öffnen des Mundes durch leichten Druck auf die Kinnpartie

50 Manuelles Ausräumen Manuelles Ausräumen –Kopf zur Seite drehen, öffnen des Mundes durch festen Druck mit dem Daumen zwischen die Zahnreihen –der Daumen verbleibt zwischen den Zähnen und der Mund wird mit einem Finger ausgeräumt –bei tiefer liegenden Fremdkörpern evt. Magill - Zange, Absaugpumpe Atemwege sichern

51 Absaugen Absaugen –Absaugen von Flüssigkeiten und Schleim aus den oberen und unteren (nach Intubation) Atemwegen möglich –Absaugpumpe besteht aus: Absauggefäß Absauggefäß Schlauchansatz am Gefäß Schlauchansatz am Gefäß dünner Absaugschlauch dünner Absaugschlauch Konnektor für verschiedene Absaugkatheter, die es steril verpackt in verschiedenen Größen gibt (farblich gekennzeichnet) Konnektor für verschiedene Absaugkatheter, die es steril verpackt in verschiedenen Größen gibt (farblich gekennzeichnet) Katheterlänge, die eingeführt werden kann wird durch Messen der Distanz zwischen Ohrläppchen und Nasenspitze bestimmt Katheterlänge, die eingeführt werden kann wird durch Messen der Distanz zwischen Ohrläppchen und Nasenspitze bestimmt Atemwege sichern

52 Nasale Absaugung Nasale Absaugung –tiefe Rachenraum kann besser erreicht werden –Schleimhautirritation schonender –keine dicken Absaugkatheter über die Nase !!! Atemwege sichern Katheter immer ausreichend groß wählen Katheter immer ausreichend groß wählen –Insbesondere bei Erbrechen oder großen Sekretmengen –bei sehr großen Mengen Flüssigkeit Suction Booster = Absaugverstärker benutzen – CAVE großer Sog! –Mit leicht drehenden Bewegungen vorgehen

53 Fragen ???? 1.Welche Ursachen gibt es für eine Bewusstseinsstörung? 2.Welche Gefahren birgt eine Bewusstseinsstörung? 3.Was wird in der Glasgow Koma Scale beurteilt? 4.Welche Maßnahmen werden beim Auffinden einer leblosen Person getroffen? 5.Welche Atemgeräusche kennen Sie? 6.Welche Maßnahmen zur Sicherung der Atemwege kennen sie? 7.Wie entsteht das Lungenödem? 8.Was wissen Sie über Asthma?

54 Schulterblatt-Stimulation und Heimlich- Handgriff Schulterblatt-Stimulation und Heimlich- Handgriff –bei Verlegung der Atemwege durch Fremdkörper kommt es zur inversen Atmung mit anschließendem Atemstillstand –durch Druckerhöhung im Brustkorb muss versucht werden den Fremdkörper zu entfernen 1.Schlag zwischen die Schulterblätter 2.Heimlich-Handgriff am liegenden oder sitzenden Patienten mit beiden Händen Druck auf den Bauch ausüben am liegenden oder sitzenden Patienten mit beiden Händen Druck auf den Bauch ausüben Atemwege sichern

55 Freihalten der Atemwege stabile Seitenlage

56 Oropharyngealtuben = Guedel-Tubus Oropharyngealtuben = Guedel-Tubus –Einführen in den Mund mit Biegung nach unten, dann 180° Drehung, so dass Spitze schließlich vor Kehlkopf liegt –ideal auch als Beißschutz nach erfolgter Intubation –Größe = Distanz zwischen Mundwinkel und Ohrläppchen –zu groß = Kehldeckel wird nach unten gedrückt –zu klein = drücken Zungengrund in Atemwege hinein Freihalten der Atemwege

57 Nasopharyngealtuben = Wendl-Tubus Nasopharyngealtuben = Wendl-Tubus –weicher Gummischlauch, der über die Nase eingeführt wird –vor Einführen anfeuchten –Größe = Distanz zwischen Nasenspitze und Ohrläppchen –nicht einsetzen bei Verdacht auf Verletzungen des Schädel-Hirn-Bereichs

58 Intubation Intubation –einzig sichere Maßnahme zur Sicherung der Atemwege –Endotrachealtubus besteht aus einem Schlauch mit Skalierungen, einem Konnektor für den Ambu-Beutel oder das Beatmungsgerät und einem Kontrollballon = Cuff, der mit Luft gefüllt wird und damit die Trachea abdichtet –Innendurchmesser der Tuben = mm –Außendurchmesser = Charriére Erwachsene Frau = 30 – 34 Ch Erwachsener Mann = Ch Frühgeborenes = 10 – 12 Ch Neugeborenes = 12 – 14 Ch Säugling = 14 – 16 Ch Freihalten der Atemwege

59 Intubation Intubation Tubusgröße im Kindesalter Alter Kind + 4 = Innendurchmesser in mm 4 –Materialien Ambu-Beutel Ambu-Beutel Laryngoskop Laryngoskop Führungsstab Führungsstab Gleitmittel Gleitmittel Blockerspritze Blockerspritze Stethoskop Stethoskop Absaugpumpe Absaugpumpe Beißschutz z.B. Guedel-Tubus Beißschutz z.B. Guedel-Tubus Magill-Zange Magill-Zange ggf. Blockerklemme ggf. Blockerklemme

60 Verbesserung der Bedingungen Verbesserung der Bedingungen –Jackson-Position = Lagerung des Kopfes auf Kissen und nach hinten überstreckt –optimale Lichtverhältnisse schaffen –Abschirmung gegen Gaffer –bei Fehlversuch bebeuteln und dann in Ruhe erneut probieren –Gff. Längeren Spatel wählen Freihalten der Atemwege Häufigste Komplikationen Häufigste Komplikationen –Weichteilverletzung im Mund/ Rachen oder Ausbruch von Zähnen –Schwellung des Kehldeckels, Kehlkopfes oder Stimmbänder –Fehlintubation in die Speiseröhre –Verletzung der Luftröhre –Reizung von Nerven des vegetativen Nervensystems und Herzrhythmusstörungen

61 Sauerstoffgabe bei erhaltener Spontanatmung kann Sauerstoff über die Nasensonde oder Sauerstoffbrillen verabreicht werden bei erhaltener Spontanatmung kann Sauerstoff über die Nasensonde oder Sauerstoffbrillen verabreicht werden bei Bewusstseinsgetrübten Menschen unbedingt auf die Sicherung der Atemwege achten ggf. Intubation bei Bewusstseinsgetrübten Menschen unbedingt auf die Sicherung der Atemwege achten ggf. IntubationSauerstoffgabe: –klar + keine Zyanose = 4l –Bewusstseingetrübt / keine Zyanose = 4-6 l –Zyanose: möglichst 8 – 10 l

62 Manuelle Beatmung Manuelle Beatmung Hinter Kopf des Patienten knien - Kopf zwischen die Beine Hinter Kopf des Patienten knien - Kopf zwischen die Beine Kopf überstrecken, Unterkiefer anheben, ggf. Guedel- oder Wendl-Tubus einlegen Kopf überstrecken, Unterkiefer anheben, ggf. Guedel- oder Wendl-Tubus einlegen mit Daumen und Zeigefinger Beatmungsmaske fest auf Gesicht aufsetzen = C-Griff 2 mit Daumen und Zeigefinger Beatmungsmaske fest auf Gesicht aufsetzen = C-Griff 2

63 mit anderer Hand beatmen, dabei sollte Beatmungsbeutel an einen O 2 Flow von l angeschlossen sein mit anderer Hand beatmen, dabei sollte Beatmungsbeutel an einen O 2 Flow von l angeschlossen sein bei zu hohem Druck Gefahr des Erbrechens und Aspiration – deshalb Maskenhaltung kontrollieren bei zu hohem Druck Gefahr des Erbrechens und Aspiration – deshalb Maskenhaltung kontrollieren Manuelle Beatmung Manuelle Beatmung

64 Kontrollierte Beatmung Kontrollierte Beatmung –Atemfrequenz und Atemzugvolumen werden festgelegt, da ein Atemstillstand vorliegt Manuelle Beatmung Manuelle Beatmung Assistierte Beatmung Assistierte Beatmung –Der Patient hat noch eine eigene aber unzureichende Atmung –Dies wird durch Kompression des Beatmungsbeutels in der Einatemphase unterstützt – CAVE bei Kompression in Ausatemphase gelangt Luft in den Magen – Aspiration!

65 Beatmung mit Notfallrespirator vor Einsetzen eines jeden Gerätes muss eine Einführung stattfinden vor Einsetzen eines jeden Gerätes muss eine Einführung stattfinden folgende Einstellungen sind möglich: folgende Einstellungen sind möglich: –Atemfrequenz –Atemzugvolumen –Atemminutenvolumen –Inspiratorische Sauerstoffkonzentration –Verhältnis Inspiration/Expiration –maximaler Beatmungsdruck

66 PEEP-Beatmung PEEP = Positive Endexpiratory Pressure PEEP = Positive Endexpiratory Pressure Verhinderung des Zusammenfallens der Alveolen Verhinderung des Zusammenfallens der Alveolen Durch ein PEEP-Ventil am Ausatemschenkel fällt der Druck der Lunge nicht vollständig ab, sondern verbleibt auf dem eingestellten Niveau Durch ein PEEP-Ventil am Ausatemschenkel fällt der Druck der Lunge nicht vollständig ab, sondern verbleibt auf dem eingestellten Niveau Im Rettungsdienst kein PEEP > 5 cm Wassersäule, da sich der erhöhte Druck negativ auf das Herz- und Kreislaufsystem auswirken kann Im Rettungsdienst kein PEEP > 5 cm Wassersäule, da sich der erhöhte Druck negativ auf das Herz- und Kreislaufsystem auswirken kann Indikation: Indikation: –Gestörter O 2 -Transport –Lungenödem –Thoraxtrauma –Ertrinken –Aspiration –CO-Vergiftung –Reizgas-Inhalation Kontraindikation: Kontraindikation: –Asthma bronchiale –SHT –Lungenemphysem

67 Störungen des Herz-Kreislauf- Systems Als Kreislaufstillstand bezeichnet man den gleichzeitigen Ausfall von Bewusstsein, Atmung und Herz-Kreislauf-System. Es liegt ein vollständiges Pumpversagen des Herzens vor. Hierbei muss das Herz nicht unbedingt stillstehen- auch die hochfrequente und unkoordinierte Aktivität führt dazu, dass die Pumpleistung ausfällt. Alle Maßnehmen, die zur Wiederherstellung der Kreislauffunktion dienen, werden als REANIMATION bezeichnet.

68 Störungen des Herz-Kreislauf- Systems DEFINITIONEN: plötzlicher Herztod: natürlicher und unerwarteter Tod aus kardialer Ursache innerhalb von 1 (-2) Stunden nach Symptombeginn, meist ventrikuläre Arrhythmien Wiederbelebungszeit: Zeitraum des reversiblen klinischen Todes = Zeitraum von Beginn des Herzkreislaufstillstandes bis zum Beginn irreversibler Organschäden Gehirn 6- 8 min, Herz min außer bei Hypothermie! (bis zu 45 min ohne relevante neurologische Defizite möglich) BLS (Basic Life Support): alle Reanimationsmaßnahmen, die ohne Hilfsmittel durchgeführt werden können ALS (Advanced Life Support): erweiterte Reanimationsmaßnahmen (Tubus, Defi, Medikamente, etc.) Häufigste Ursachen für Reanimationspflichtigkeit: Erwachsene : primärer Kreislaufstillstand (Flimmern, Asystolie) Säuglinge/ Kleinkind: primäres Atemversagen Ältere Kinder/ Jugendliche: sekundärer Kreislaufstillstand nach Trauma

69 Ursachen eines Herz- Kreislaufzustandes kardiale Ursachen kardiale Ursachen –Ischämie = Minderversorgung des Herzens mit Sauerstoff durch Angina Pectoris Anfälle, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz –durch den Mangel an O 2 kommt es zu Störungen in der Erregungsbildung und -rückbildung respiratorische Ursachen respiratorische Ursachen –Verlegung der Atemwege durch Fremdkörper, Aspiration –Asthma –Zentrale Regulationsstörungen (z.B. Schlaganfall) –traumatische Störung der Atemmechanik (Thoraxtrauma)

70 Sonstige Ursachen Sonstige Ursachen –Trauma –Volumenmangel –Elektrolytentgleisung –thermischer Schaden –Schockformen Ursachen eines Herz- Kreislaufzustandes

71 Pathophysiologie Stop der Kreislauffunktion Pulslosigkeit nach sec O 2 -Mangel Bewusstlosigkeit nach weiteren 10 sec Atemstillstand nach 3-5 min ist mit einem irreversiblen Hirnschaden zu rechnen

72 Pathophysiologie Die Widerbelebungszeit, in der noch eine Wiederherstellung der Vitalfunktionen gelingen kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab und ist NICHT VORHERSAGBAR. Bei Kälte, Wasserunfall und Kindern kann sie z.B. verlängert sein und damit nicht abschätzbar sein. Somit gilt: Mit der Feststellung des Herz-Kreislaufstillstandes ist grundsätzlich erstmal die Indikation zur Reanimation gegeben!!! Neben der Qualität der Reanimation spielt Zeit die entscheidenden Rolle!!!

73 Hyperdynamer Kreislaufstillstand Kammerflimmern Kammerflimmern = unkontrolliertes, unkoordiniertes Fibrillieren einzelner Muskelfasern des Herzens in sehr hoher Frequenz, wobei keine Auswurfleistung zustande kommt –Kammerflimmern ist ein Prozess mit hohem Energieverbrauch, so dass viel O 2 verbraucht wird und es zur anaeroben Energiegewinnung kommt. –dieses führt letztendlich zur Übersäuerung des Herzmuskels und zur Null-Linie = Asystolie.

74 Hyperdynamer Kreislaufstillstand Ventrikuläre Tachykardie Ventrikuläre Tachykardie = beschleunigter Herzschlag mit Erregungsursprung in den Ventrikeln –geht oft einem Flimmern voraus –Bei f>180 pulslos Torsades de Points

75 Hypodynamer Kreislaufstillstand Asystolie Asystolie = mechanischer und elektrischer Stillstand des Herzens –meist Folge eines nicht therapierbaren Kammerflimmerns –schlechte Prognose

76 Hypodynamer Kreislaufstillstand elektromechanische Dissoziation elektromechanische Dissoziation = mechanischer obwohl elektrische Impulse im EKG zu sehen sind –meist bradykarde oder normofrequente Impulse, die aber nicht zu einer Kontraktion der Myokardzelle führen –häufig bedingt durch: Herzbeuteltamponade Herzbeuteltamponade Lungenembolie Lungenembolie Vergiftung Vergiftung Spannungspneu Spannungspneu

77 Reanimation Reanimation = cardiopulmonary resusciation = CPR 1.Basic Life Support Alle Maßnahmen, die überall ohne weitere Hilfsmittel ergriffen werden können. 2. Advanced Life Support EKG, Defibrillation, Intubation, Medikamente, venöser Zugang, …. AAtemwege freimachen BBeatmen CCompression= ABC-Regel (erweitert) DDrugs E EKG

78 Basic Life Support 1.Bewusstsein prüfen -ansprechen, schütteln 2. Atmung prüfen -Thoraxexkursion prüfen, Atemgeräusch prüfen -Kopf anheben, Esmarch Handgriff, Mundhöhle reinigen -bei fehlender Atmung zweimal beatmen

79 3. Kreislauf -Fühlen des Karotispuls für max. 10 sec -immer auch die Gegenseite prüfen Bei Atemstillstand und Pulslosigkeit ist unverzüglich die Reanimation zu beginnen. Basic Life Support

80 4. Mund-zu-Mund-Beatmung -Kopf überstrecken -eigene Expirationsluft wird über 2 sec. in Mund/Nase des Pat. geblasen, wobei die andere Öffnung zugehalten wird -In Expirationsluft des Helfers noch 16-17% O2, was vorübergehend ausreichend ist -eine suffiziente Beatmung führt zur Thoraxexkursion -keine Beatmung bei Kontakt mit Giften -im Abstand von 1 min. Kontrolle Karotispuls Basic Life Support

81 6. Herzdruckmassage -2 Querfinger oberhalb des Rippenbogens Handballen platzieren, andere Hand mit abgestreckten Finger darüber legen -mit ausgestreckten Ellenbogen Druck ausüben, so dass eine Kompression von 4-5 cm entsteht entsteht -Ein- und Ausatemphase müssen gleich lang sein

82 8. Zwei-Helfer-Methode -stehen mehrere Helfer zur Verfügung können die Rettungsmaßnahmen optimiert werden -ein Helfer übernimmt die Beatmung, der andere die Thoraxkompression -die Beatmung erfolgt hier mit der Maske -das Ganze erfolgt bis der Defibrillator und Monitor da sind Basic Life Support 7. Ein-Helfer-Methode -2 Beatmungen : 15 Thoraxkompressionen

83 Advanced Cardiac Life Support EKG EKG –Form des Kreislaufstillstandes kann nur durch EKG diagnostiziert werden, deshalb schnellstmögliche Ableitung –Ableitung über Elektroden oder Paddles –Cave- viele Artefakte möglich! –Bei Beobachtung von Übergang normaler Rhythmus in Kammerflimmern ist präkordialer Faustschlag innerhalb von 30 sec möglich

84 Defibrillation – = Abgabe eines kontrollierten elektrischen Gleichstroms mit dem Ziel, alle Zellen des Myokards gleichzeitig zu depolarisieren –dadurch beginnt bei allen Zellen zeitgleich die Phase der Nicht- Erregbarkeit und der Sinusknoten müsste als erstes die Funktion des Schrittmacherzentrums übernehmen –Frühest mögliche Defibrillation ist entscheidend –pro Minute Kammerflimmern sinkt die Überlebenschance um ca. 10 % –Im Zweifelsfall bei unklarem Rhythmus defibrillieren –Die Prognose des Kammerflimmerns ist besser als die der Asystolie Advanced Cardiac Life Support

85 Defibrillation Defibrillation –Defibrillation erfolgreich wenn Kammerflimmern oder pulslose VT unterbrochen wird und in anderen Rhythmus übergeht – Übergang in Asystolie möglich

86 Manuelle Defibrillation –Anwender muss bei diesen Geräten selbstständig den Rhythmus analysieren und die korrekte Energiestufe wählen –Stromstoss muss ebenfalls selbstständig abgegeben werden –die manuelle Defibrillation darf nur durch den Notarzt durchgeführt werden –vor Defibrillation Medikamentenpflaster entfernen, da z.B. Glycero-Nitrat-Pflaster zu explosionsartigen Reaktionen führen können

87 Manuelle Defibrillation –Gel auftragen oder Elektroden anfeuchten –korrekte Position der Elektroden = eine rechts neben dem Brustbein unter Schlüsselbein, eine an der Herzspitze –Bei Herzschrittmacher Paddles min. 10 cm entfernt von Elektrode erster Schock = 200 Joule erster Schock = 200 Joule zweiter Schock = 200 Joule zweiter Schock = 200 Joule alle weiteren = 360 Joule alle weiteren = 360 Joule Vor jedem Schock ALLE WEG !!!!!

88 Manuelle Defibrillation –max. 3 Defibrillationen in Folge –nach jedem Auslösen muss eine EKG und Pulskontrolle erfolgen –während der Kontrollphase wird der Defi bereits wieder geladen

89 Automatisierte Externe Defibrillation/Halbautomatische Defibrillation – = der defibrillationspflichtige Rhythmus wird durch das Gerät erkannt –100 % Sensivität für Kammerflimmern –Elektroden werden aufgeklebt (manchmal auch Paddles) –das Gerät lädt selbstständig auf 200 Joule und gibt dann ein Signalton ab –Schock wird durch Anwender ausgelöst –nach Defibrillation analysiert das Gerät selbstständig den Rhythmus

90 Automatisierte Externe Defibrillation/Halbautomatische Defibrillation –nach Defibrillation analysiert das Gerät den Rhythmus –gff. wird erneut zur nächsten Defibrillation geladen –die dritte Defibrillation wird automatisch auf 360 Joule erhöht erhöht

91 Automatisierte Externe Defibrillation/Halbautomatische Defibrillation –nach 3 Defibrillationen Pulskontrolle –bei Pulslosigkeit eine Minute Reanimation –danach wieder Analyse

92 Kardioversion –= Defibrillation mit reduzierter Joulezahl, bei der die Energie synchron zum Herzrhythmus abgegeben wird –dient der Therapie instabiler ventrikulärer oder supraventrikulärer Tachykardien –Bestimmte Bedingungen müssen erfüllt sein –präklinisch eher selten –die Energie wird zwischen zwei Ventrikeldepolarisationen gesetzt

93 Externe Herzschrittmacher Externe Herzschrittmacher –Bei Bradykardien sinnvoll, bei denen eine medikamentöse Therapie erfolglos war –Häufiger nach Asystolie zur Unterstützung der Herzfunktion

94 Intubation –sichert die Atemwege –schafft bestmögliche Oxygenierung –schafft ersten Zugang für Medikamenten- Applikation –erleichtert Absaugen der tieferen Atemwege –schnellstmögliche Intubation in den ersten 30 sec

95 Intubation –bei Fehlversuch zunächst Wiederaufnahme der Basismaßnahmen –Intubation darf weder die Basismaßnahmen noch die Defibrillation verzögern –nach Tubuslegen Kontrolle durch Auskultation der beiden Lungenflügel –Tubus muss geblockt sein –Tubus sicher fixieren

96 Beatmung –sollte mit 100 % O 2 erfolgen –AZV von ml bei Frequenz von 12/min –geringer PEEP von 5-10 mmHg verbessert die alveoläre Ventilation

97 Venöser Zugang –sicherste Zufuhrweg für Notfallmedikamente –durch Nachinjektion eines Flüssigkeitsbolus oder durch eine zügig mitlaufende Infusion wird der Wirkungseintritt beschleunigt, da unter Reanimationsbedingungen das HZV vermindert ist und damit auch der Wirkungseintritt verzögert –möglichst großen Zugang in Ellenbeuge oder Unterarm aussuchen

98 Medikamentöse Therapie Grundlagen der Erregungsbildung im Herz Grundlagen der Erregungsbildung im Herz –Herz besteht aus Zellen, die Erregungsimpulse bilden und Zellen, die diese Impulse mit einer Kontraktion beantworten –in Vorhof und Ventrikel sind alle Zellen durch gap junczions miteinander verbunden, so dass jede Erregung zur vollständigen Kontraktion der Vorhöfe bzw. Ventrikel führt = Alles oder-Nichts-Kontraktion

99 Grundlagen der Erregungsbildung im Herz Grundlagen der Erregungsbildung im Herz –Schrittmacher ist normalerweise Sinusknoten f= / min –von dort läuft die Erregung über beide Vorhöfe zum AV-Knoten, dann über His-Bündel zu den Ventrikeln die Erregungsbildung erfolgt nach dem Prinzip von Ionenströmen und elektrischen Potentialen

100 Grundlagen der Erregungsbildung im Herz Grundlagen der Erregungsbildung im Herz –ist die Erregung über Sinusknoten gestört springt der AV-Knoten ein f = / min oder der ventrikuläre Schrittmacher f = / min –eine Anpassung der Herztätigkeit an den wechselnden Bedarf erfolgt durch den Sympathikus und den Parasympathikus –folgende Qualitäten werden verändert Frequenz = chronotrop Frequenz = chronotrop Geschwindigkeit der Erregungsleitung= dromotrop Geschwindigkeit der Erregungsleitung= dromotrop Kontraktilität = Inotropie Kontraktilität = Inotropie Erregbarkeit = Bathmotropie Erregbarkeit = Bathmotropie

101 Grundlagen der Erregungsbildung im Herz Grundlagen der Erregungsbildung im Herz –diese Qualitäten werden über verschiedene Fasern vermittelt –diese Fasern werden bei der medikamentösen Therapie beeinflusst

102 Medikamente bei der Reanimation 1.Adrenalin 2.Atropin 3.Lidocain 4.Cordarex 5.Natrium-Bikarbonat

103 Adrenalin –ß-mimetische und in hoher Dosierung ά- mimetische Effekte –Über ß-Rezeptor positiv inotrop, dromotrop, chronotrop und bathmotrop chronotrop und bathmotrop –Über ά-Rezeptor Vasokonstriktion mit Erhöhung des koronaren und zerebralen Perfusionsdruckes –Mydriasis (während Reanimation nicht als Zeichen der zerebralen Hypoxie ansehen)

104 Adrenalin –Dosierung: 1 mg i.v. 1 mg i.v. 3 mg endobronchial - auf 10 ml aufgezogen durch den Tubus und min. 5 x beatmen, damit das Adrenalin gleichmäßig verteilt wird 3 mg endobronchial - auf 10 ml aufgezogen durch den Tubus und min. 5 x beatmen, damit das Adrenalin gleichmäßig verteilt wird währenddessen keine Thoraxkompression währenddessen keine Thoraxkompression alle 3-5 min wiederholen alle 3-5 min wiederholen Adrenalin kann auch beim Asthma Anfall bei Kindern ohne Viggo über den Zerstäuber gegeben werden Adrenalin kann auch beim Asthma Anfall bei Kindern ohne Viggo über den Zerstäuber gegeben werden

105 Atropin –= Parasympathikolytikum –führt zu einer Steigerung der Sinusknotenfrequenz und einer Verbesserung der AV-Überleitung –unter der Vorstellung, dass der Vagotonus unterbrochen werden soll, kann einmalig Atropin verabreicht werden –Dosierung: 3 mg i.v. 3 mg i.v.

106 Lidocain –Antiarrhytmikum –Ventrikuläre Extrasystolen und ventrikuläre Tachykardien –durch Blockade der Natrium-Kanäle wird die Widererregbarkeit des Myokards gehemmt, was zur Eindämmung von Automatien führt –nach 3 erfolglosen Zyklen einsetzbar –Dosierung: 1 mg/kg KG 1 mg/kg KG bei Erfolg ggf. nach 10 min nachinjizieren bei Erfolg ggf. nach 10 min nachinjizieren

107 Natriumbikarbonat –bei Kreislaufstillstand entsteht metabolische Azidose, durch die der Reanimationserfolg verringert werden kann –die Azidose verringert die Kontraktionsfähigkeit des Myokards und die Wirksamkeit der Katecholamine –Gefahr entsteht da das in der Reaktion mit Wasserstoff-Ionen entstehende Kohlendioxid nixht abgeatmet werden kann und so nach intrazellulär gelangt und so zu Schäden führen kann

108 Natriumbikarbonat –Ausgleich durch 0,7 mmol / kg KG = 50 mmol bei 75 kg –zur Blindpufferung frühestens nach 3 Zyklen oder 10 min. –2. Zugang nötig, da Nabi nicht mit Katecholaminen laufen soll –nie endobronchial - zerstört Lungengewebe

109 Schock = Schock ist eine akute, kritische Verminderung der peripheren Gewebedurchblutung mit permanentem Sauerstoffmangel lebenswichtiger Organe, die zur Störung des Zellstoffwechsels bis hin zum Zelltod führt Ursachen 1.Verminderung des venösen Rückstroms durch absoluten Volumenmangel 2.Verminderung des venösen Rückstroms durch relativen Volumenmangel 3.Primäre Behinderung des Herzpumpfunktion

110 SchockformUrsacheAuslöser Hypovolämer Schock Intravasaler Volumenmangel Verlust von Wasser, Elektrolyten, Plasma und Blut nach innen oder außen Kardiogener Schock Myokardiales Pumpversagen Infarkt, HRST, Herzinsiffizienz, LE, Pneu, Herzbeuteltamponade… … Anaphylaktischer Schock Störung der Vasomotorik mit erhöhter Kapillar- und Zellpermeabilität Eindringen von Antigenen in den Organismus Septisch-ToxischerSchock Störung der Mikrozirkulation Meist Endotoxine Neurogener Schock Störung bzw. Ausfall der Vasomotorik aufgrund von Störungen des sympathischen NS Traumatische oder pharmakologische Blockade des NS

111 Schock 1.Verminderung des venösen Rückstroms durch absoluten Volumenmangel = Hypovolämie durch Blutungen = hämorrhagischer Schock Blutungen = hämorrhagischer Schock Verbrennungen Verbrennungen –2. oder 3. Grades > 20 % Körperoberfläche, bei Kinder ab 10 % andere Flüssigkeitsverluste andere Flüssigkeitsverluste

112 Schock Pathogenese Pathogenese –durch RR-Abfall Ausschüttung von Katecholaminen mit HF-Anstieg + Engerstellen der Arteriolen und venösen Gefäße –durch diese Mechanismen zunächst normaler Druck –Zentralisation durch die Verteilung der verschiedenen Rezeptoren

113 Schock Pathogenese Pathogenese –kompensatorischer Einstrom von interstitieller Flüssigkeit in die Gefäßstrombahn führt zur Säuerung des Gewebes –durch unterschiedliche Empfindlichkeit der kapillaren kommt es letztendlich zum Sludge- Phänomen d.h. die Erythrozyten klumpen zusammen und es kommt zu Mikroembolien

114 Schock Blutverlust (ml) < > 2000 Blutverlust % < >40 Herzfrequenznormal Blutdrucknormalnormal/ Atemfrequenznormal UrinproduktionnormalOligurieAnurie ZNSErregung+ Erregung ++ Verwirrth eit Lethargi e

115 Schock 2. Verminderung des venösen Rückstroms durch relativen Volumenmangel –ein relativer Volumenmangel besteht beim anaphylaktischen, neurogenen und septischen Schock anaphylaktisch: Unverträglich durch eine Antigen-Antikörper- Reaktion als Immunreaktion des Körpers anaphylaktisch: Unverträglich durch eine Antigen-Antikörper- Reaktion als Immunreaktion des Körpers das Aufeinandertreffen von körpereigenem Antikörper und körperfremden Antigenen führt zur Freisetzung von Histamin… das Aufeinandertreffen von körpereigenem Antikörper und körperfremden Antigenen führt zur Freisetzung von Histamin… diese Stoffe wirken gefäßerweiternd und konstringierend (=die Bronchien ziehen sich zusammen) diese Stoffe wirken gefäßerweiternd und konstringierend (=die Bronchien ziehen sich zusammen) dadurch versackt das Blut in den erweiterten Gefäßen dadurch versackt das Blut in den erweiterten Gefäßen evt. zusätzlich Asthma Anfall evt. zusätzlich Asthma Anfall

116 Schock StadiumSymptomeBemerkung I Exanthem, Juckreiz, Nesselsucht, Übelkeit, Erbrechen, Temperaturanstieg keine vitale Gefährdung II Krampf der Bronchialmuskeln, beschleunigte HF, RR- Abfall, messbare, aber nicht unmittelbare bedrohliche Atem- und Kreislaufreaktion III Krampf der Bronchialmuskeln, RR- Abfall, EKG- Änderung, Kehlkopfödem, Schock unmittelbar lebensbedrohliche Atem- und Kreislaufreaktion IV III + Atem- und Kreislaufstillstand akute Lebensgefahr

117 Schock Neurogener Schock Neurogener Schock –durch Schädigungen des Hirnstamms oder des Rückenmarks nach Traumen wird die Regulation des Kreislaufs zerstört –dadurch ausgeprägte Weitstellung der arteriellen und venösen Gefäße –Gfs. Urin- und Stuhlabgang bzw. Gefühlsstörungen als Zusatzsymptome –ansonsten schwer abgrenzbar vom hypovolämischen Schock

118 Schock Septischer Schock Septischer Schock –durch Infektion Ausschwemmung von Krankheitserregern mit Versagen aller Organe –Eher selten im Rettungsdienst –Hyperdyname und hypodyname Form möglich

119 Schock 3. Primäre Behinderung der Pumpfunktion Kardiogener Schock Kardiogener Schock –Folge eines Linksherzversagens durch Herzinsuffizienz, Infarkt, Myokardtamponade –RR systolisch < mmHg –feuchte RGs über der Lunge –Tachykardie –Atemnot –gestaute Halsvenen –Angst und Unruhe

120 Symptome Frühphase Voll entwickeltes Schocksyndrom Spätphase Haut blass, kühle Extremitäten kalt, feucht, livide Extremitäten kalt, klebrig, zyanotisch Blutdruck systolisch normal bis gering erniedrigt, diastolisch erhöht Blutdruck niedrig Blutdruck erniedrigt Herzfreque nz häufig erhöht meist erhöht HRST, Bradykardie, Asystolie

121 Symptome Frühphas e Voll entwickeltes Schocksyndrom Spätphase Stoffwech sel Azidose metabolis ch Azidose metabolisch und respiratorisch Ausgeprägte Azidose Atmung AF erhöht Tachypnoe, Dyspnoe Respiratorisc he Insuffizienz Bewusstse in Evt. leicht getrübt Bewusstseinsstö rung stuporös, komatös

122 Schock Maßnahmen Maßnahmen –Freimachen + Freihalten der Atemwege –Lagerung –Beatmung / Intubation –Zugang legen und Vollelektrolytlösung geben –Bei kardiogenen Schock Lagerung mit leicht erhöhtem Oberkörper –Wärmeerhaltung –Notarzt frühzeitig informieren

123 Schock Spezielle Maßnahmen Spezielle Maßnahmen –Hypovolämischer Schock Blutstillung + Lagerung Blutstillung + Lagerung Mehrere Zugänge zur bedarfsgerechten Volumentherapie (kolloid + kristalloid) Mehrere Zugänge zur bedarfsgerechten Volumentherapie (kolloid + kristalloid) Suffiziente Schmerztherapie Suffiziente Schmerztherapie Großzügige Indikation zur Intubation Großzügige Indikation zur Intubation

124 Schock Spezielle Maßnahmen Spezielle Maßnahmen –anaphylaktischer Schock Zugänge + max ml Vollelektrolytlösung geben Zugänge + max ml Vollelektrolytlösung geben Durch Notarzt evt. Adrenalin, Glucocorticoide oder Antihistaminika Durch Notarzt evt. Adrenalin, Glucocorticoide oder Antihistaminika

125 Schock Spezielle Maßnahmen Spezielle Maßnahmen –kardiogener Schock auf gar keinen Fall Beine Hochlagern, da sonst Erhöhung der Vorlast und weitere Belastung für das Herz auf gar keinen Fall Beine Hochlagern, da sonst Erhöhung der Vorlast und weitere Belastung für das Herz 30 ° Oberkörper erhöht 30 ° Oberkörper erhöht Zugang und Infusion anlegen, keine Volumentherapie Zugang und Infusion anlegen, keine Volumentherapie durch Notarzt evt. Katecholamine und Diuretika durch Notarzt evt. Katecholamine und Diuretika

126 Schock Spezielle Maßnahmen Spezielle Maßnahmen –neurogener Schock Flachlagerung und Immobilisation Flachlagerung und Immobilisation Volumentherapie (kolloid + kristalloid) Volumentherapie (kolloid + kristalloid) Suffiziente Schmerztherapie Suffiziente Schmerztherapie Großzügige Indikation zur Intubation Großzügige Indikation zur Intubation Schonender Transport Schonender Transport

127 Vasovagale Synkope keine klassische Schockform aber ähnliche Symptome keine klassische Schockform aber ähnliche Symptome Kurzzeitige Weitstellung der Gefäße Kurzzeitige Weitstellung der Gefäße Versacken des Blutes in der Peripherie Versacken des Blutes in der Peripherie Kurzfristige Bewusstlosigkeit Kurzfristige Bewusstlosigkeit Schocklage + psychische Betreuung Schocklage + psychische Betreuung Kaltschweißig, blass, Schwindel Kaltschweißig, blass, Schwindel Patient an ruhige Ort mit frischer Luft bringen Patient an ruhige Ort mit frischer Luft bringen Transport ins Krankenhaus Transport ins Krankenhaus


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