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YOUR LOGO Mehrwertsteuer 2011: Änderungen - Handlungsbedarf Jürg Pfister lic. oec. HSG, dipl. Wirtschaftsprüfer.

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1 YOUR LOGO Mehrwertsteuer 2011: Änderungen - Handlungsbedarf Jürg Pfister lic. oec. HSG, dipl. Wirtschaftsprüfer

2 YOUR LOGO Page 2 Referent Jürg Pfister: Kurz-Biographie: - Jahrgang Universität St. Gallen, Abschluss 1988: lic. oec. HSG – 1992: Price Waterhouse Coopers Zürich/London - Berufsbegl. Ausbildung und 1992 Diplom als dipl. Wirtschaftsprüfer selbständige Erwerbstätigkeit Pfister Treuhand AG in Uster Partnerschaft ATN Audit and Tax Network AG, Zürich Gründung erpirion gmbh mit Christophe Galli, Wollerau

3 YOUR LOGO Page 3 Agenda Uebersicht Subjektive Steuerpflicht Ort der Dienstleistung Bezugssteuerpflicht Vorsteuerabzug Option bei ausgenommenen Umsätzen MWSt-Kontrolle/Finalisierung Steuersatzerhöhung/neue Abrechnungsformulare Aufbewahrung UID

4 YOUR LOGO Page 4 Subjektive Steuerpflicht Neuer Grundsatz: Steuerpflichtig ist, wer ein Unternehmen betreibt Steuerbefreiung: Umsatzgrenze CHF Steuerzahllast kein Kriterium mehr Beginn der Steuerpflicht bei mutmasslichem Erreichen der Umsatzgrenze Freiwillige Unterstellung jederzeit gegeben Steuerpflicht ausländischer Unternehmen bei Umsatz in der Schweiz

5 YOUR LOGO Page 5 Ort der Dienstleistung Neue Grundregel: Empfängerortsprinzip Ausnahmekatalog mit Sonderbestimmungen Prüfungsreihenfolge: Ausnahmekatalog Wenn keine Sonderregelung greift: Grundregel Neue Beweislastverteilung Harmonisierung mit EU-MWSt-Paket

6 YOUR LOGO Page 6 Bezugssteuerpflicht Der Bezugssteuer unterliegen von ausl. Unternehmen (im CH-MWSt- Register nicht eingetragen) erbrachte Dienstleistungen, die gemäss Art. 8. Abs. 1 MWSt nach dem Empfängerortprinzip beurteilt werden, z.B.: Werbedienstleistungen, Beratung, Treuhand, Anwalt, usw. Der Bezugssteuer nicht unterliegen von ausl. Unternehmen (im CH- MWSt-Register nicht eingetragen) erbrachte Dienstleistungen, die gemäss Art. 8. Abs. 2 MWSt beurteilt werden, z.B.: Gastgewerbliche Dienstleistungen Dienstleistungen im Zusammenhang mit Grundstücken Personenbeförderung etc.

7 YOUR LOGO Page 7 Bezugssteuerpflicht (Abklärungsraster)

8 YOUR LOGO Page 8 Vorsteuerabzug Neue Grundregel: Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit angefallene Vorsteuer ist grundsätzliche voll abziehbar Voraussetzungen Subjektive Steuerpflicht Wirtschaftliche Vorsteuerbelastung Verwendung für unternehmerische Tätigkeit Einschränkungen Ausschluss (für von Steuerausgenommene Leistungen, ohne Option) Korrekturen (Privatanteile) Kürzung (gemischte Verwendung)

9 YOUR LOGO Page 9 Option bei ausgenommenen Umsätzen Neuer Grundsatz: Durch offenen Steuerausweis kann grundsätzlich für jede ausgenommene Leistung optiert werden Keine Bewilligungspflicht Ausübung für jeden einzelnen Umsatz möglich Keine Mindestdauer Option ausgeschlossen bei: Versicherungs- und Finanzumsätzen Nutzung für ausschliesslich private Zwecke im Bereich der Immobilien

10 YOUR LOGO Page 10 MWSt-Kontrolle / Finalisierung Neu: Gesuch um Durchführung einer Kontrolle möglich Abschluss einer Kontrolle mittels Einschätzungsmitteilung EStV wendet 2-stufiges Verfahren an: Mitteilung prov. Kontrollergebnis vor Ort Erlass Einschätzungsmitteilung als Verfügung (30-tägige Einsprachefrist) Finalisierung: Gesetzliches Erfordernis ab Steuerperiode 2010: d.h. Uebereinstimmen der MWSt-Abrechnungen mit dem Geschäftsabschluss (Umsatz- und Vorsteuerabstimmung Frist: Abrechnungsperiode, in welcher der 180. Tag nach Abschluss des Geschäftsjahres liegt Separates Formular zur Berichtigung Keine Fehler festgestellt: kein Handlungsbedarf Unterlassung ist strafrechtlich relevant

11 YOUR LOGO Page 11 Steuersatzerhöhung 2011 / neue Abrechnungsformulare Erhöhung der Steuersätze per bis : Neue Sätze 8.0% Normalsatz (alt 7.6%) 2.5% reduzierter Satz (als 2.4%) 3.8% Sondersatz Beherbergung (alt 3.6%) Anpassung Gesetz + Verordnung MWST-Info 19 Neue Formulare Massgebend ist Zeitpunkt der Leistungserbringung

12 YOUR LOGO Page 12 Steuersatzerhöhung 2011 / neue Abrechnungsformulare

13 YOUR LOGO Page 13 Steuersatzerhöhung 2011 / neue Abrechnungsformulare Publikationen der EStV: MWSt-Infos (19 Broschüren) 26 MWSt-Branchen-Infos MWSt-Praxis-Infos Noch nicht alle Broschüren und Infos publiziert Keine Wegleitung mehr im bisherigen Sinne Rückwirkende Gültigkeit der neuen Praxis?

14 YOUR LOGO Page 14 Aufbewahrung Grundsätze in OR 961: Bilanz und Erfolgsrechnung unterzeichnet und in Papierform Die übrigen Belege (insbesondere Rechnungen, Gutschriften, Quittungen, Abrechnungen etc.) sowie Geschäftskorrespondenzen können sowohl in Papierform als auch in elektronischer Form aufbewahrt werden; in elektronischer Form aufbewahrt, entwickeln sie die gleiche Rechtskraft wie Papierbelege Bedingung: jederzeitige Lesbarkeit gegeben, Hilfsmittel für Lesbarmachung sind durch pflichtiges Unternehmen zur Verfügung zu stellen Einscannen ist zulässig: Risiko der Vernichtung der Papierbelege trägt das aufbewahrungspflichtige Unternehmen Quelle: Geschäftsbücherverordnung GebüV)

15 YOUR LOGO Page 15 Aufbewahrung E-Rechnung: Elektronisch übermittelte Daten (z.B. Rechnungen, Zollveranlagungen e-dec, NCTS) können heute bereits nur elektronisch aufbewahrt werden. Diese Daten stellen dann einen Beleg dar, wenn der Nachweis des Ursprungs und der Integrität der Daten erfüllt ist. Digitale Signatur als Voraussetzung gemäss VO des EFD über elektronische Daten und Informationen (EIDI-V). Aufbewahrungsdauer: 10 Jahre für Korrespondenzen, Bestellungen, Lieferantenrechnungen, Kopien der Ausgangsrechnungen, Kaufverträge, Zahlungsbelege, Kassenstreifen, Ein- und Ausfuhrveranlagungsverfügungen der EZV, Hilfsbücher, MWSt- Abrechnungen usw. 20 Jahre für Geschäftsunterlagen im Zusammenhang mit unbeweglichen Gegenständen (Immobilien)

16 YOUR LOGO Page 16 UID UID = Unternehmens-Identifikationsnummer Jedes Unternehmen in der Schweiz erhält einheitliche Nummer Aufbau: CHE plus Zusatz MWSt (oder Handelsregister etc.) Diese Nummer ersetzt die bisherige MWSt-Nummer Nicht zu verwechseln mit in der EU verwendeten Umsatzsteuer- Identifikationsnummer Uebergangsfrist bis

17 YOUR LOGO Page 17 Download Präsentation: Fragen?


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