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Dr. Czeglédy Ágota DIE SCHWIERIGKEITEN DER BEURTEILUNG DES ALLGEMEINEN GESUNDHEITSZUSTANDES. INDIKATIONEN UND KONTRAINDIKATIONEN DER ZAHNÄRZTLICHEN EINGRIFFE.

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Präsentation zum Thema: "Dr. Czeglédy Ágota DIE SCHWIERIGKEITEN DER BEURTEILUNG DES ALLGEMEINEN GESUNDHEITSZUSTANDES. INDIKATIONEN UND KONTRAINDIKATIONEN DER ZAHNÄRZTLICHEN EINGRIFFE."—  Präsentation transkript:

1 Dr. Czeglédy Ágota DIE SCHWIERIGKEITEN DER BEURTEILUNG DES ALLGEMEINEN GESUNDHEITSZUSTANDES. INDIKATIONEN UND KONTRAINDIKATIONEN DER ZAHNÄRZTLICHEN EINGRIFFE IM ZUSAMMENHANG MIT DEM ALLGEMEINEN GESUNDHEITSZUSTAND

2 MOTTO Vorbeugen ist besser als heilen

3 SCHRITTE DER BEURTEILUNG DES ALLGEMEINEN GESUNDHEITSZUSTANDES Die bekannten Gesundheitsprobleme des Patienten feststellen Medikamentanamnese, die mögliche Wechselwirkungen und Nebenwirkungen feststellen Die möglichen Komplikationen erkennen und vorbeugen Die Symptome und Beschwerden beurteilen – die noch nicht diagnostisierten Erkrankungen erkennen

4 SIND DIE VON DEN PATIENTEN BEZOGENEN INFORMATIONEN IMMER WAHRHEITSGETREU?

5 NEIN, WEIL Der Patient nicht die Wahrheit sagt wegen früheren schlechten Erfahrungen Der Patient erachtet die Erkrankungen und die Medikamente vom Zahnarzt als unwichtig Der Patient schämt sich – Alkohol, Drogen Der Patient kann seine Beschwerden nicht erklären Andere verschiedene Ursachen

6 RISIKO IM ZUSAMMENHANG MIT DEM ALLGEMEINEN GESUNDHEITSZUSTAND Der zahnärztliche Eingriff kann risikoreich sein: Für den Patienten selbst (beim Herzklappenersatz oder Hämophilien) Für das Environment – für uns auch (Infektionskrankheiten) Für beide (HIV-Patient mit Hämophilie)

7 SCHRITTE DER ALLGEMEINE ANAMNESE Vorherige Erkrankungen (Herz, Atmungssystem, Infektionen, Diabetes, Malignitäten und deren Therapie Immunisation, Impfungen Behandlungen im Krankenhaus, Operationen Allergie? Medikamente (in den letzten 6 Monaten; welche? Dosis?) Genussmitteln (Rauchen, Alkohol usw)

8 ÜBERBLICK DER ORGANSYSTEME Allgemeine Symptome Cardiovasculäres System Atmungssystem Gastrointestinales System Immunsystem Endokrines System Urogenitales System Haut

9 MEDIZINISCHE RISIKEN

10 MEDIKAMENTEN Die Medikamentenamnese gibt viele zusätzliche Hinweise auf Erkrankungen, die der Patient nicht angibt, da er dies für den Zahnarzt als unwichtig erachtet. Ganz besonderer Aufmerksamkeit bedürfen ältere Patienten – Polymorbidität, Polypharmakotherapie

11 POTENZIELLE MEDIZINISCHE PROBLEME Medikamenteninduzierte Wirkungen oder Nebenwirkungen Mögliche Wechselwirkungen mit zahnärztlichen Interventionen Nichteinnahme oder eigenmächtiges Absetzen

12 REZEPTFRAGEN Wann Wie viel Wie oft Wie lange In welcher Form

13 EMPFEHLUNG  Alle regelmassig und aktuell genommenen Medikamente gründlich ausfragen und dokumentieren  Von den Medikamenten auf die Krankheiten schliessen  Unbekannte Praparate nachschlagen, Rücksprache mit Hausarzt/Internist  Bei Applikation oder Verordnung von Arzneimitteln mögliche Interferenzen beachten und vermeiden

14 NEBENWIRKUNGEN VON MEDIKAMENTEN Xerostomie (Antiallergika, Antisympathotonika, Opioidanalgetika, Asthmatika, usw.) Blutungsneigung (ASS, NSAR – Thrombozytenaggregationshemmer) Candidiasis (Orales Steroid-Spray) Zahnfleischhyperplasie (Antiepileptika, Blutdrucksenker, Cyclosporin)

15 BISPHOSPONATTHERAPIE Bisphosphonate verlangsamen den Knochenstoffwechsel, behindern damit die Heilvorgänge im Kieferknochen → Gefahr von Osteonekrose ! Osteoporose Hyperkalzämie Myeloma Multiplex Knochenmetastasen bei Mamma-, Lungen- und Prostatakarzinom

16 ALLERGIE Allergische Reaktionen nach Verabreichen von Lokalanästhesien oder Medikamenten bis zum anaphylaktischen Schock Orale, periorale Reaktionen (Urtikaria – Latexhandschuhe, Kofferdam ) Kontaktallergien gegen Medikamenten, Zahnpflägemittel, verwendete Metalle, zahnärztliche Werkstoffe und Materialen

17 THERAPEUTISCHE EMPFEHLUNG Strikte Vermeidung bekannter Allergene Überweisung an Allergologen

18 HÄMORRHAGISCHE DIATHESEN Übermässige Blutung nach zahnärztlichen Behandlungen Hereditär: ( Vaskular, thrombozyter, plazmatisch) Morbus Osler (Vasopathie), Thrombozytopenie, Afibrinogenämie Erworben: Parainfektiös, medikamentös (Thrombozytenaggregationshemmer, Antikoagulanzien)

19 WAS IST ZU TUN? Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt (Hämatologen, Kardiologen, Internisten) Adäquate Labortests veranlassen (Quick-Wert, INR) Dosisreduktion von Antikoagulantien nur wenn es unbedingt erforderlich ist (nur unter klinischen Bedingungen führen) Lokale Massnahmen zur Blutstillung bereithalten (Oxizellulose, Gelatineschaum mit Thrombin Azetylsalyzilsäure als Schmerzmittel vermeiden Für chirurgische Massnahmen können wir den Patienten an eine Klinik überweisen.

20 HYPERTONIE, KORONARE HERZKRANKHEITEN, MYOKARDINFARKT Spezielle Anamnese – Risikofaktoren, Medikamente, ärztliche Kontrollperiode, Art und Häufigkeit der Anfälle bei Angina, Zeitpunkt des Infarkts, Antikoagulanztherapie, Schrittmacher usw. Rücksprache mit dem behandelnden Arzt - wenn nötig Prämedikation Stressfreie Behandlung (am Vormittag, kurze Sitzungen, gute Anästhesie, Angst abbauen) Überdosierung von Adrenalin vermeiden In den ersten sechs Monaten nach dem Infarkt keine elektiven Massnahmen – Notfallbehandlung: so konservativ wie möglich

21 ENDOKARDITISPROPHYLAXE Zahnextraktion, operative Zahnentfernung, Wurzelspitzeresektion Dentale Implantation und Replantation Parodontale Behandlungen (Untersuchung mit Taschensondierung, Zahn- oder Implantatreinigung mit Blutungsmöglichkeit, Wurzelglättung, Scailing, Chirurgie Endodontie bei Instrumentierung über den Apex hinaus Anlage von kieferorthopädischen Bänden Intraligamentäre Injektionen

22 KEIN ERHÖHTES ENDOKARDITISRISIKO Mitralkalppenprolaps ohne Insuffizienzgeräusche Zustand nach koronarer Bypass-Operation Zustand nach Schrittmacher- oder Defibrillator-Implantation Zustand nach Implantation ventrikulo-peritonealer oder ventrikulo-arterialer Shunts Zustand nach Verschluss eines Ductus Botalli Operierte Herzfehler ohne Restbefund (nach Ablauf des ersten postoperativen Jahres) Isolierte Aortenisthmusstenose Vorhofseptumdefekt vom Sekundum-Typ (ASDII)

23 ERHÖHTES ENDIKARDITISRISIKO Angeborene Herzfehler (ausser ASDII) Erworbene Herzklappenfehler Operierte Herzfehler mit Restbefund (ohne Restbefund nur für 1 Jahr) Mitralkalppenprolaps mit Mitralinsuffizienz ohne ausgeprägter myxomatöser Degeneration Hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie

24 BESONDERS HOHES ENDOKARDITISRISIKO Herzklappenersatz-mittels, mechanishe oder biologische Prothesen Zustand nach mikrobiell verursachter Endokarditis Angeborene (komplex) Herzfehler mit Zyanose

25 PROPHYLAXESCHEMA Ohne Penicillinallergie Bei Penicillinallergie Erwachsene 2g ( 70kg) Amoxicillin p.o., 1h vor dem Eingriff 600mg Clindamycin p.o., 1h vor dem Eingriff Kinder 50mg/kg Amoxicillin p.o., 1h vor dem Eingriff 15mg/kg Clindamycin p.o., 1h vor dem Eingriff

26 INFEKTIONSERKRANKUNGEN Es ist nicht egal, ob wir über akute (Grippe, Herpes) oder chronische Erkrankungen (HIV, HBV, Tuberkulose) sprechen. Bei akuten Erkrankungen sollen wir die Behandlung verschieben wenn es möglich ist oder eine konservative Therapie wählen. Ausnahmen: Pulpaentzündungen, akute periapikale Geschwüre, usw.

27 CHRONISCHE INFEKTIONSERKRANKUNGEN Die Verweigerung der Behandlung ist nicht akzeptierbar. Der Kontakt mit dem Blut oder Speichel des infizierten Patienten verursacht meistens keine Erkrankung

28 RISIKO DER INFIZIERUNG Nach der Exposition: Bei HIV – 0.3% Bei HBV – 6-30%, HCV - 1,8% Kontamination an intakten Hautoberflächen mit kleinen Mengen Blut und Speichel ist nicht gefährlich.

29 THERAPEUTISCHE EMPFEHLUNGEN Impfung für Zahnarzt und Personal gegen Hepatitis B Rücksprache mit dem behandelnden Arzt bei bekannt infektiösen Patienten - Laborergebnisse Termine am Ende des Tages Wirksame Massnahmen des Infektionsschutzes bei jedem Patienten Besondere Abschirmubgsmassnahmen treffen äusserste Vorsicht vor Instrumenten-, bzw. Nadelstichverletzungen

30 Wir wissen nie, ob unser Patient wirklich nicht infektiös ist!

31 IMMUNSUPPRESSION Kongenitale : Thymusaplasie (Di-George Syndrome), T- oder B-Zell Reihe, kombinierte Defekte Erworbene : HIV, CMV, EBV Malignome : Leukämien, Lympome Medizinisch-therapeutisch induziert : Kortikosteroide, zytotoxische, zytostatische Medikamente, Organtransplantation, Chemotherapie, Bestrahlung Andere Ursachen : Malnutrition, Autoimmunerkrankungen, Stress

32 POTENZIELLE MEDIZINISCHE PROBLEME Gefahr von Infektionen nach zahnärztlichen Massnahmen Wundheiligungsstörungen, Blutungsneigung (Leukopenie, Thrombozytopenie) Orale Komplikationen: Mukositis, Xerostomie, Candidiase, Gingivitiden (nekrotisierend, hypoplastisch), virale Manifestationen (Herpes, Zytomegalievirus, Papillomaviren Infektionsgefahr für Zahnarzt und Team

33 WIE KANN MAN DAS VERMEIDEN? Wirksamer Infektionschutz bei jedem Patienten Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt – Blutbild, Gerinnungsstatus, Medikamenten-Interferenzen beachten, wenn es erforderlich ist, antibiotischer Abschirmung vor dem Eingriff Potentielle Infektionsquellen vor Transplantation, Chemo- oder Strahlenterapie ausschalten (lieber einen Zahn mehr extrahieren) Engmaschige prophylaktische Betreuung anbieten

34 SCHWANGERSCHAFT, STILLZEIT Gefahren für den Fötus durch  Auswirkung von Angst und Schmerz (Stress) wahrend der Behandlung  mögliche negative Effekte von Medikamenten, Anaesthetika  Auswirkungen von Röntgenaufnahmen (Strahlen) Folgen streng fixierte Rücklage während der Behandlung im letzten Trimenon – Vena-Cava-Kompression-Syndrom Aufnahme von Medikamenten mit der Muttermilch durch den Säugling beachten

35 THERAPEUTISCHE EMPFEHLUNG Lokalanästhetika mit hoher Plasmaeiweissbildung wählen (Articain, Bupivacain) Die Verordnung von Medikamenten nur bei strenger Indikationsstellung (fruchtschädigende Medikamente und Kombinationspräparate vermeiden) Im 1. und 3. Trimenon nur Notfall-, und Schmerzbehandlung Röntgenaufnahmen nur bei strengster Indikationsstellung

36 ANDERE KONTRAINDIKATIONEN Glaukom – Art, Medikation, letzte Kontrolle – Auslösung eines Glaukomanfalls durch zahnarztliche Behandlung Hyperthyreose - Spec. Anamnese: Nervosität, Palpitation, Gewichtsverlust, Struma, Augensymptomen - bei Verdacht Überweisung, Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, Verwendung von Katecholaminen vermeiden. Hypotyreose - Unbehandelte schwere Hyporthyreose kann zu Myxoedemakoma führen, Empfindlichkeit auf Barbiturate, Narkotika.


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