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Umgebungslärm und Lärmaktionsplan Öffentlichkeitsbeteiligung26.03.2009.

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Präsentation zum Thema: "Umgebungslärm und Lärmaktionsplan Öffentlichkeitsbeteiligung26.03.2009."—  Präsentation transkript:

1 Umgebungslärm und Lärmaktionsplan Öffentlichkeitsbeteiligung

2 Gliederung Was ist Lärm? Anlass Die Umgebungslärmrichtlinie und ihre gesetzlichen Grundlagen Zielsetzung und Inhalt der Lärmkartierung Zeitliche Rahmenbedingungen Lärmkartierung in Herford Wie geht es weiter?

3 1. Was ist Lärm? Lärm ist ein Schallereignis! Wenn Stimmbänder, Gitarrenseiten etc. in Schwingungen versetzt werden, entstehen Schallwellen, die sich in der Luft ausbreiten. Je mehr Schwingungen bzw. Schallwellen entstehen, desto höher ist der Ton. Die Höhe des Tons wird in Herz (Hz) gemessen. Wie wird Lärm gemessen? – gar nicht! Lärm kann nicht gemessen werden, denn er ist eine individuelle Empfindung. Es kann aber die Stärke des Schalls gemessen werden. Die Messgröße heißt Schalldruck, der angezeigte Messwert ist der Schalldruckpegel. Lärm ist also nicht messbar, wohl aber der Schall! Die Maßeinheit ist Dezibel dB(A)

4 1. 1 Lärmquellen im Alltag

5 1. 2. Lärm kann gesundheitsschädlich sein Wer über einen längeren Zeitraum tagsüber Lärm von mehr als 65 dB(A) und nachts von mehr als 55 dB(A) ausgesetzt ist, der hat ein erhöhtes Risiko, Bluthochdruck und infolgedessen eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln. Gehörschäden stellen sich ab einer Dauerbeschallung von über 85 dB(A) ein. Nicht die objektive Lautst ä rke ist wichtig f ü r die Gesundheitsfolgen sondern - mehr noch - wie der L ä rm subjektiv wahrgenommen wird!

6 2. Anlass Der Stra ß enverkehr ist das dominierende L ä rmproblem: Der Stra ß enverkehrsl ä rm ist f ü r rd. 60% der deutschen Bev ö lkerung besonders st ö rend.

7 2. Anlass L ä rm beeintr ä chtigt die Lebensqualit ä t L ä rm gef ä hrdet die Gesundheit 2002 Die Europ ä ische Union verpflichtet die Mitgliedsstaaten f ü r bestimmte Gebiete Aktionspl ä ne zu erarbeiten 2005 Die EG-Richtlinie wird in deutsches Recht umgesetzt: die Gemeinden (dazu z ä hlt auch Herford) werden verpflichtet L ä rmkartierungen und daraus resultierende L ä rmaktionspl ä ne zu erarbeiten.

8 3. Gesetzliche Grundlage EG-Richtlinie: Bewertung und Bek ä mpfung von Umgebungsl ä rm (RL 2002/49 EG) Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG): Gesetz zur Umsetzung der EG-Richtlinie ü ber die Bewertung und Bek ä mpfung von Umgebungsl ä rm (06/2005) Bundesimmissionschutzverordnungen: Verordnung ü ber die L ä rmkartierung (34. BImSchV, 03/2006) Ausf ü hrendes Unterregelwerk: u.a. Vorl ä ufige Berechnungsmethoden f ü r den Umgebungsl ä rm (05/ /2007)

9 4. Zielsetzung und Inhalt der Lärmkartierung Ermittlung der erheblichen Umgebungslärmeinwirkung (Lärmkartierung) = Erfassung des Ist-Zustandes Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten zur Minderung der Probleme (Lärmaktionsplan) = Handlungsrahmen um den Ist-Zustand zu verändern Schutz der leisen Stadtgebiete Umgebungslärm ist definiert als von Menschen verursachte, belästigende oder gesundheitsschädliche Geräusche im Freien. Erfasst sind dabei im wesentlichen Straßen-, Schienen und Fluglärm. Nicht dazu gehört Nachbarschaftslärm, Lärm innerhalb von Wohnungen, Lärm am Arbeitsplatz oder in Verkehrsmitteln. !!! Die Umgebungslärmrichtlinie befasst sich ausschließlich mit Verkehrslärm !!!

10 4.1 Inhalt der Lärmkartierung Zeichnerische Darstellung der Ü berschreitung eines Wertes, bei dem L ä rmschutzma ß nahmen in Erw ä gung gezogen werden m ü ssen Tabellarische Angaben ü ber die gesch ä tzte Zahl von Menschen, die in den jeweiligen Isophonenb ä ndern leben Tabellarische Angaben ü ber l ä rmbelastete Fl ä chen und ü ber die gesch ä tzte Zahl der betroffenen Wohnungen, Schulen und Krankenh ä user L ä rmquellen - Stra ß enverkehr - Schienenverkehr (Eisenbahn, Stadtbahn) - Flugverkehr

11 4.2 Inhalt des Lärmaktionsplans Der Lärmaktionsplan beschreibt die Verkehrslärmsituation in einer Gemeinde. Er stellt die verkehrslärmbelasteten Gebiete in der Gemeinde dar. Im Rahmen des Lärmaktionsplans werden potentielle Lösungen für die verkehrslärmbelasteten Gebiete entwickelt. Die Mitwirkung der Öffentlichkeit ist ein entscheidender Punkt und Bestandteil des Lärmaktionsplans!

12 5. Zeitliche Rahmenbedingungen Die Umsetzung des Gesetzes erfolgt in mehreren Stufen: Stufe 1 bis zum 30. Juni 2007 Lärmkartierung für alle Straßen in Ballungsräumen (= Städte mit mehr als Einwohner) z.B. Bielefeld oder Hauptverkehrsstraßen (= Bundes- u. Landesstraßen) mit mehr als 6 Mill. Fahrzeugen / Jahr z.B. Herford Zuständigkeit für die Erhebungen liegt bei den Ballungsräumen bzw. bei dem Land NRW und Lärmkartierung von Eisenbahnstrecken mit mehr als Züge / Jahr Zuständigkeit liegt beim Eisenbahnbundesamt

13 5. Zeitliche Rahmenbedingungen bis zum 18. Juli 2008 (geändert !) Erstellung der Lärmaktionspläne Zuständigkeit liegt bei der jeweiligen Kommune Stufe 2 bis zum 30. Juni 2012 Erstellung von Lärmkarten für Ballungsräume mit mehr als Einwohner und/oder Hauptverkehrsstraßen (= Bundes- u. Landesstraßen) mit mehr als 3 Mill. Fahrzeugen/Jahr Zuständigkeit liegt beim Land NRW Und Kartierung von Haupteisenbahnstrecken mit mehr als Zügen/Jahr Zuständigkeit liegt beim Eisenbahnbundesamt bis zum 18. Juli 2013 Aufstellung von Lärmaktionsplänen für sämtliche Ballungsräume, Hauptverkehrsstraßen und Eisenbahnstrecken Zuständigkeit für die Verkehrswege liegt bei der jeweiligen Kommune!

14 6. Lärmkartierung Hauptverkehrsstraßen Das Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz hat für die Stadt Herford die Lärmkartierung für die Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 6 Mill. Fahrzeugen pro Jahr abgeschlossen. Karteneinsicht: Auslösewerte für einen dringenden Handlungsbedarf sind durchschnittliche Verkehrslärmwerte von 70 dB(A) tags und 60 dB(A) nacht. = Gelb umrandete lilafarbige Lärmkorridore in den Karten

15 6. Lärmkartierung Hauptverkehrsstraßen

16 Nach unterschiedlichen Lärmquellen getrennt dargestellt (Straßenverkehr – Schiene – Fluglärm) Unterscheidung von 3 Lärmindizes: L day L evening L night wobei zunächst mal ein 24 Stunden-Pegel berechnet wird: L DEN und getrennt davon den L night Die Darstellung erfolgt in 5 dB(A) Stufen, die in den Karten in unterschiedlichen Farben dargestellt sind

17 6. Lärmkartierung Herford

18 6. Lärmkartierung Herford (1. Stufe – Straßen) Gesamtfläche der lärmbelasteten Gebiete Geschätzte Gesamtzahl N der lärmbelasteten Wohnungen, Schulen und Krankenhäuser L DEN /dB(A)>55>65>75 Größe / km L DEN /dB(A)>55>65>75 N Wohnungen N Schulgebäude500 N Krankenhausgebäude000 Geschätzte Gesamtzahl N der Menschen, die in Gebäuden wohnen mit Schallpegeln an der Fassade von: L DEN /dB(A)>55...<60>60...<65>65...<70>70...<75>75 N L night /dB(A)>50...<55>55...<60>60...<65>65...<70>70 N

19 6. Lärmkartierung Schiene

20 Geschätzte Zahl der von Umgebungslärm in ihren Wohnungen belasteten Menschen (gemäß VBEB) – Schienenlärm des Bundes L DEN L night Pegelbereich dBBelastete EinwohnerPegelbereichBelastete Einwohner --45< < < < < < < < <75220>7080 > L DEN Pegelbereich dB Belastete Fläche km 2 Belastete Wohnungen Belastete Schulen Belastete Krankenhäuser L DEN > 5512, L DEN > 652, L DEN > 750,74600 Von Umgebungslärm belastete Fläche u. geschätzte Zahl Wohnungen, Schul- u. Krankenhausgebäude

21 7. Wie geht es weiter? Lärmprobleme erkennen Wie? Durch Lage des Gebäudes im Lärmkorridor Wo? An der Gebäudefassade Wann? Bei einem Lärmpegel > 70 dB(A)tags und / oder > 60 dB(A)nachts Welche Größenordnung (bei Einwohnern, Stand ) 0,62 % Bürger tags = 413 1,2 % Bürger nachts = 800 8,9 % der Fläche = 7,05 km 2

22 7. Wie geht es weiter? Beteiligung der Bürger Informieren Vorschläge zur Lärmminderung entwickeln und einreichen! Wie? Telefonisch Persönlich Per mail Per Brief Über das Internetforum der Stadt Wann? Ab jetzt bis zum 20. April!

23 7. Wie geht es weiter? 1.Vermeiden: Stadt der kurzen Wege öfter mal zu Fuß gehen Radwege 2. Vermindern am Entstehungsort: Bessere Fahrbahnbeläge Verkehrsleitung z.B. Ampelschaltung 3. Vermindern am Ziel: Baulicher Schallschutz z.B. Schallschutzwände und -fenster Bauleitplanung z.B. geschlossene Bauweise, Festsetzung von Flächen für den Schallschutz Beispiele Potentieller Handlungsräume

24 7. Wie geht es weiter? Maßnahmen müssen Sich auf Verkehrslärm beziehen Durchführbar sein Eine deutliche Senkung des Lärmpegels erzeugen Finanzierbar sein Möglichst vielen betroffenen Bürgern nützen = effektiv sein Beispiele Potentieller Handlungsräume

25 7. Wie geht es weiter? Entwurf eines Lärmaktionsplans Was?Wann? Auswertung der Lärmkartierung durch die GemeindeIst erfolgt Unterrichtung und Beteiligung der Öffentlichkeit über die Lärmkartierung In den Medien und heute Sammlung der VorschlägeHeute und bis zum 20. April 2009 Auswertung der Vorschläge auf ihre Effektivität und Durchführbarkeit hin, und Festlegung von Prioritäten durch die Gemeinde (in der Regel hohe Lärmpegel bei hoher Bewohnerdichte, Schutzwürdigkeit, Mehrfachbelastung). bis 15. Mai 2009 Erstellung des Lärmaktionsplanes; Beschluss durch den Rat der Stadt und Veröffentlichung Sommerferien 2009 Bericht an das Land NRW und Weiterleitung and die EUEnde 2009

26 7. Wie geht es weiter Entwurf eines Lärmaktionsplans Wer ? Die Kommune Inhalt des Lärmaktionsplans Bewertung der Lärmsituation Darstellung Kurz-, mittel- und langfristiger Lärmminderungsmaßnahmen Maßnahmenkatalog Handlungsbereiche: Fahrzeug, Raumplanung, Verkehrsplanung Kosten-Nutzen-Analyse Dokumentation der Öffentlichkeit

27 7. Wie geht es weiter? Was können wir tun ? Jede und Jeder kann einen Beitrag zur Lärmminderung leisten Wärme- und Schalldämmung schafft Wohnruhe und Lärmarme Reifen reduzieren Rollgeräusche Leiser Reifen mit dem Gütesiegel Blauer Rngel und Lärmarme Fahrweise mindert Geräusche und

28 Kontaktadressen Stadtverwaltung Herford Auf der Freiheit Herford Abt. 4.3 StadtplanungAbt. 4.2 Verkehr Christiane MantheyGerd Nichtenberg

29 Internetseiten

30 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit


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