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2. Projektworkshop Analyse der Ausbildungspotentiale für Erneuerbare Energien in Mecklenburg- Vorpommern Waren (Müritz), 24.02.2011 Dr. Karl-Heinz Krampitz.

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1 2. Projektworkshop Analyse der Ausbildungspotentiale für Erneuerbare Energien in Mecklenburg- Vorpommern Waren (Müritz), Dr. Karl-Heinz Krampitz

2 Schulabgängerzahlen in MV: Die Zahl der Schulabgänger in MV reduziert sich von knapp (2006) auf aktuell (einige Quellen nennen ) und wird sich langfristig wieder bei etwa einpendeln.. Quelle: Statistisches Landesamt MV Zur Zeit gehen aber monatlich Beschäftigte in den Ruhestand. Das sind jetzt schon mehr als Tendenz steigend.

3 Trends am Ausbildungsmarkt: Bewerber und Ausbildungsverträge MV - Vergleich 2009/2010: Daten der Bundesagentur für Arbeit Stand Diff. in % Registrierte Bewerber ,9 % Anteil Altbewerber in %53,6 %54,3 % Neu abgeschl. A.-Verträge ,4 % Nicht versorgte Bewerber ,9 % Anteil der nicht Versorgten2,3 %2,3 % aller Bewerber Gemeldete Ausbild.stellen % Unbesetzte Stellen % 5,2 %8 %der gemeldeten Stellen Abbrecherquoten:MV: 2008 / 32,4 %, 2009 / 40 % (4.470) Bundesdurchschnitt: 22,9 % Rechnen wir die Abbrecherquote auch für 2010 auf 40%, bleiben effektiv knapp neue Facharbeiter jährlich für MV.

4 Was wollen davon die Erneuerbaren Energien? Erneuerbare Energien stellen überdurchschnittliche Qualifikationsanforderungen -82,1% mit abgeschlossener Berufsausbildung -32,1% mit Hochschulabschluss und nur -4,1% ohne abgeschlossene Berufsausbildung Davon sind im Bereich der Herstellung von Anlagen ca. 61% und im Bereich von Service und Wartung ca. 18% tätig. (Studie des BMU 9/2010) Die Erneuerbaren Energien müssen sich also aus den bedienen, die den Abschluss tatsächlich schaffen und zwar vorrangig in technischen Berufen. Was bedeutet das quantitativ? Erhebung der Grünen in MV (Quelle: Johann Georg Jäger) BrancheJahr 2010 Jahr 2020 Bioenergie Wind offshore Wind onshore Solar Gesamt Das bedeutet ca neue qualifizierte Arbeitsplätze bzw. ca. 25% derer, die tatsächlich den Facharbeiterabschluss geschafft haben, davon ( 23% ) allein für die Bioenergie. Ist das überhaupt machbar? Wenn, dann nur mit neuen Ansätzen!

5 Welche Berufe werden gebraucht? Basisberufe für spätere Weiterbildung zu Erneuerbaren Energien: -Mechatroniker/in -Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik -Verfahrensmechaniker/-in -Maschinen- und Anlagenführer/-in, -Elektroniker/in für Geräte und Systeme -Elektroniker/in für Betriebstechnik -Elektroniker/in für Gebäude- und Infrastruktursysteme -Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik (Handwerk) -Landmaschinenmechaniker/in -Fachkraft Agrarservice -Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft -Dachdecker/in (für Solartechnik) -Brunnenbauer/in (für Geothermie) -Kaufmännische Berufe D.h., es werden Berufe mit hohen Anforderungen an die schulischen Leistungen nachgefragt. Zum Bewerbermangel kommt also ein hoher Anspruch an die Leistungen. Es werden geeignete (die besten) Bewerber gesucht.

6 Zur Situation im Referenzgebiet Seenplatte: 2009 verließen Jugendliche die allgemein bildenden Schulen, davon 439 (ca. 12%) ohne Abschluss. Es verbleibt theoretisch eine Zahl von potenziellen Ausbildungsanfängern, davon mit allgemeiner Hochschulreife und 111 mit Fachhochschulreife. (Quelle: Statistisches Amt MV, Allgemein bildende Schulen 2009/2010 v ) Den Absolventenzahlen standen 2009 im Kammerbezirk der IHK zu Neubrandenburg neu abgeschlossene Ausbildungsverträge Gegenüber (langfristig optimistisch geschätzt ca ). (Quelle: IHK zu Neubrandenburg) Davon 23% für gewerbliche (Metalltechnik 10% und Elektrotechnik 3,6%) und 77% für kaufmännische Berufe. In Relation zu den angenommenen neuen Ausbildungsverträgen jährlich, kommen wir auf eine Zahl von 272 (200 Metall, 72 Elektro) potenziellen Bewerbern, um die sich alle gewerblichen Unternehmen der Region bemühen werden. Wenn wir davon ausgehen, dass die Referenzregion ca. 10% (50) der künftigen (500) Bioenergiedörfer stellen kann, so muss es gelingen, jedes Jahr ca. 5 bis 6% aller Bewerber exklusiv für die Bioenergiedörfer zu gewinnen. Bei hoher Abbrecherquote entsprechend mehr.

7 Schlussfolgerung für die Ausbildung 1. In den bisherigen Strukturen wird die Zahl der Ausbildungsbewerber nicht ausreichen, die zusätzlichen Bedarfe der Bioenergiedörfer zu decken. 2. Wir müssen als erstes überhaupt potentielle Bewerber im stärker werdenden Wettbewerb um die Köpfe für die Bioenergiedörfer gewinnen (Information, Motivation, Anreizsysteme) und dann die Interessenten passgenau für ihre Aufgaben aus- und weiterbilden. 3. Wir müssen die Ausbildungs- und Abwanderungsverluste minimieren (d.h. Chancen aufzeigen, zielgerichtet auf relevante Berufe orientieren, neue Wege in der Ausbildung beschreiten, Verbundmodelle und Hilfen für schwache Schüler organisieren) 4. Nicht alle Unternehmen, die Mechatroniker oder Elektroniker brauchen, sind auch in der Lage diese selbst auszubilden. Die Plattform Durchstarten in MV verzeichnet z.B. 46 Unternehmen in MV, die Mechatroniker ausbilden (10 in der Müritz Region) Diese Unternehmen müssen motiviert werden, über die eigenen Bedarfe hinaus ausbilden oder andere Unternehmen bei der Ausbildung unterstützen. 5. Unternehmen werden gezwungen sein, AZUBIS anzunehmen, die sie früher aufgrund von Leistungsschwächen nicht genommen hätten. Sie brauen daher besondere Unterstützung bei der Ausbildung.

8 Bildung für EE – Ist-Stand und Perspektiven: 1. Berufsorientierung: - Das bestehende Modell des Praxistags stärker auf Erneuerbare Energien ausrichten (Unternehmen einbinden, Präsenz auf Messen, Lehrstellenbörsen, Tag der offenen Tür...) - Unternehmen bei Lehrlingsakquise beraten und unterstützen 2. Duale Berufsausbildung: - Es gibt keinen speziellen Ausbildungsberuf mit Ausnahme der Assistentenausbildung in Berlin und Giffhorn (Vollzeit schulisch) Idee: Integration von Modulen zur Bioenergietechnik in die Rahmenpläne der Mechatroniker, Elektroniker oder Landmaschinentechniker - Unternehmen bei der Ausbildung leistungsschwacher Lehrlinge unterstützen, 56% der Ostdeutschen Unternehmen sehen Ausbildungshemmnisse, davon 74% in der Ausbildungsreife Mathe, Deutsch, 48% Leistungsbereitschaft, 46% Disziplin, 44% Belastbarkeit (Quelle: Befragung IHK, Ausbildungsmonitor 2010) 3. Akademische Ausbildung Die Internetplattform Studium Erneuerbare Energien verzeichnet 135 Bachelor-Studiengänge mit Bezug zu Ern.Energien bundesweit. In MV: FH Stralsund, FH Wismar, HS Neubrandenburg. Akademie für EE in Lüchow – Master Studiengang EE 4. Fort- und Weiterbildung Hier sind die meisten Angebote verfügbar. Haben ca. 380 Angebote (ohne Hochschulen) bundesweit zusammengetragen, davon 42 im Bereich Bioenergienutzung.

9 Weiterbildung im Bereich Bioenergie Bundesweit gibt es 5 Zentren die komplette Seminarprogramme für Bioenergie vorhalten. Schwerpunkt ist fast überall Biogas. 1. Akademie für Erneuerbare Energien Lüchow-Dannenberg (versch. Seminare: Biogas (4 Tage), thermische Biomassenutzung, Biokraftstoffe, umweltbe- wusstes Bauen) 2. Institut für Wirtschaft und Umwelt (IWU) Magdeburg (rechtliche und wirtschaftliche Aspekte von EE-Anlagen) 3. Haus der Technik Essen, Außenstelle der RWTH Aachen (vorrangig Seminare zu Solarenergie und Energiemanagement, aber auch zur Biomassenutzung) 4. Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen (LEB) Nienburg - Qualifizierung für Biogasanlagenbetreiber (4 Tage) - Qualifizierung für Beschäftigte an Biogasanlagen (3 Tage) - Betrieb der Biogasanlage - Verwaltung und Dokumentation (3 Tage) - Qualifizierungsseminar für Banken und Versicherungen (2 Tage) - Biogas-Workshop: Rechtssicherheit rund um die Biogasanlage (1 Tag) - Aktuelle Probleme aus genehmigungsrechtlicher und vergütungsrechtlicher Sicht. - Biogas-Workshop: Optimierung der Gärbiologie in Nawaro-Biogasanlagen (1 Tag) - Biogas-Workshop: Gasaufbereitung und Gaseinspeisung (1 Tag) - Biogas-Workshop: Anlagenplanung (1 Tag) - Intensivseminar für Neueinsteiger Grundkurs Biogas (8 Tage) nach Prüfung vor der Landwirtschaftskammer das Zertifikat Energiewirt – Schwerpunkt Biogas (nach bundesweitem Konzept des Fachverbands Biogas)

10 Weiterbildung im Bereich Bioenergie 5. Die Bayerischen Landmaschinenschulen Landshut-Schönbrunn, Landsberg, Triesdorf und Bayreuth (8 + 1,5 Tage mit Zertifikat des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums – Biogas Kompetenz Bayern) - M0: Einführung (1,5 Tage) - M1: Substratproduktion und –bereitstellung (2 Tage, Prüfung) - M2: Prozessbiologie und Analytik (2 Tage, Prüfung) - M3: Bau- und Verfahrenstechnik (2 Tage, Prüfung) - M4: Betriebswirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit (2 Tage, Prüfung) Außerdem gibt es eine Reihe von Anbietern mit einzelnen Weiterbildungen. In MV: - das BCAW Bildungscenter Rostock mit Grundlagen Biogasschulung nach Konzept des Fachverbands Biogas (4 Tage, Zertifikat des Fachverbands) - Fachschule für Agrarwirtschaft Bockhorst mit Geprüfter Fachagrar- wirt/in Erneuerbare Energien – Biomasse (ab Nov – 400 Std.) 4 Handlungsfelder der beruflichen Bildung für Bioenergie: 1. Modelle der Berufsorientierung für Erneuerbare Energien/Bioenergie 2. Duale Ausbildung mit Zusatzqualifikation Bioenergietechnik 3. Biogaszertifikat (8 Tage) nach Vorbild von Bayern und Niedersachsen (mit BCAW) 4. Weiterbildung zum Servicetechniker Bioenergietechnik

11 Danke für die Aufmerksamkeit !


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