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M. Neuberger 1 Digitalfotografie Dr. Karl Bauer Michael Neuberger.

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Präsentation zum Thema: "M. Neuberger 1 Digitalfotografie Dr. Karl Bauer Michael Neuberger."—  Präsentation transkript:

1 M. Neuberger 1 Digitalfotografie Dr. Karl Bauer Michael Neuberger

2 M. Neuberger 2 Ablauf Freitag BegrüßungAblauf Einweisung Kamera etc. Vorstellung (ich) Was ist Digitalfotografie und –bearbeitung (ich) Gemeinsame Exkursion, vorher eigene Themenfindung Sichtung und Auswahl der Bilder (ich) Kontaktabzüge mit ACDC, Thumbs plus Einführung Bildbearbeitung: (2 Themen auf einmal) –Farbtiefe –Tonwert- / Gammakorrektur –Bilddateien jpg, gif, tiff –Ausschnitte, dadurch Veränderung der Formate –Freistellen / Hintergründe –Bildretusche –Kanalarbeiten –Filter –Text eingeben –Auflösungen

3 M. Neuberger 3 Ablauf Samstag Weiterführung Bildbearbeitung mit praktischem Umsetzen und Üben Medien und Publizieren –ColorManagement

4 M. Neuberger 4 Philosophie Sehen ist der wichtigste Trick der modernen Photographie. Wer heute in der Photographie etwas leisten will, dem müssen vor allem die Augen aufgehen.

5 M. Neuberger 5 Korrekturreihenfolge FreistellenTonwertkorrekturFarbkorrektur Montage und Retusche Schärfen

6 M. Neuberger 6 Gammakorrektur Meist Regler zur Einstellung von SchwarzpunktWeisspunktGammawert

7 M. Neuberger 7 Tonwertkorrektur Andere Form von Gammakorrektur –Regler für die Häufigkeitsverteilung von Helligkeitswerten –Pipetten für Schwarz-, Weiß- und neutralem Punkt

8 M. Neuberger 8 Gradiationskurve LichterVierteltöneMitteltöneDreivierteltöneSchatten Von oben nach unten im Raster

9 M. Neuberger 9 Tips zur Gammawertkorrektur Dunkle Motive Kontrastarme Motive Kontrastreiche Motive

10 M. Neuberger 10 Korrektur nach Motiv Architektur, Studio LandschaftsbildSchmuckSonnenuntergangTechnikPortrait

11 M. Neuberger 11 Farbkorrektur Globale Farbkorrektur Selektive Farbkorrektur Farbbalance

12 M. Neuberger 12 Bildretusche MaskierfunktionenAuswahlwerkzeuge Arbeiten mit Farbkanälen

13 M. Neuberger 13 Farbtiefe FarbtiefeAbstufungen Farben insgesamt Typische Anwendung 1 Bit 22 Platzsparende Vorschau in Layouts 8 Bit Graustufenbilder 16 Bit Modus bei der Bildschirmdarstell ung 3 x 8 Bit ,7 Mio. Druck 3 x 12 Bit ,7 Mio. Farbtiefe für hochwertige Reproduktion 3 x 16 Bit Billionen dito

14 M. Neuberger 14 Überblick Dateiformate TIFF (Tag Image File Format).tif EPS (Encapsulated PostScript).eps JPEG (Joint Photographic Experts Group).jpg GIF (Graphics Interchange Format).gif BMP (Bitmap).bmp Photo CD (Kodak).pcd

15 M. Neuberger 15 TIFF (Tag Image File Format).tif Universellstes Bildformat Unterstützt sehr viele Bildmodi, z.B. Mehrkanalbilder Wird von nahezu jedem Programm unterstützt Das Format zum Austausch Verlustfreie LZW-Komprimierung

16 M. Neuberger 16 EPS (Encapsulated PostScript).eps In sich geschlossene PostScript-Datei Seitenbeschreibungssprache für die Druckausgabe Kann sowohl Vektor als auch Pixeldaten enthalten

17 M. Neuberger 17 JPEG (Joint Photographic Experts Group).jpg Verlustbehaftete Komprimierung Verlust einstellbar Reduktion je nach Bedarf

18 M. Neuberger 18 GIF (Graphics Interchange Format).gif Bis zu 256 Farben in einem Bild Farbtabellen selber definierbar Eine Farbe kann als transparent definiert werden Mehrere Bilder können in einer Datei zusammengefaßt werden = Animiertes GIF V.a. Internet – nicht für prof. Druck geeignet (indizierte Farben)

19 M. Neuberger 19 BMP (Bitmap).bmp Altes Format Benötigt viel Speicherplatz Keine Separation für Vierfachdruck, deshalb keine Verwendung im professionellen Bereich

20 M. Neuberger 20 Bildgröße und Auflösung Die Größe eines Pixelbildes ergibt sich aus der Anzahl der Pixel des Bildes (in Breite und Höhe) und der dazugehörigen Auflösung (in Pixeln je Zoll [dots per inch=dpi]) des Ausgabegerätes (Monitor, Drucker, Belichter). Beispiel: Ein Bild hat eine Breite von 600 Pixeln. Bei einer Auflösung von 300 dpi ist das Bild demnach 600/300=2 Zoll breit. Bei einer Auflösung von 100 dpi wäre das Bild 600/100=6 Zoll breit. Für Drucksachen sollte das Bild eine Auflösung von etwa 240 bis 300 dpi bei Graustufen- und Farbbildern aufweisen, bei Bitmaps (reine SW-Bilder) sollte die Auflöung mindestens 1200 dpi betragen, um den Treppeneffekt bei diagonalen Linien weitestgehend zu reduzieren. Fürs Internet bestimmte Bilder können mit einer Auflösung von 72 / 96 dpi abgespeichert werden - das entspricht der Auflösung des Ausgabemediums, nämlich des Computermonitors. Die Bildgröße in Byte (kB, MB) läßt sich folgendermaßen berechnen: Bildbreite in Pixel mal Bildhöhe in Pixel mal Farbtiefe in Byte/Pixel. Beispiel 1: Ein Graustufenbild (Farbtiefe 8 Bit, das entspricht 1 Byte) hat eine Breite von 600 Pixeln und eine Höhe von 200 Pixeln. Die Dateigröße wäre dann 600 x 200 x 1 Byte= Byte= 120 kB. Beispiel 2: Ein Farbbild mit 24 Bit Farbtiefe (entspricht 3 Byte) im Format 10 x 15 Zoll hat bei einer Auflösung von 300 dpi folgende Dateigröße: Berechnung 1: Bildbreite 10 Zoll mal 300 dpi = 3000 Pixel Bildbreite Berechnung 2: Bildhöhe 15 Zoll mal 300 dpi = 4500 Pixel Bildhöhe Berechnung 3: Bildgröße: 3000 x 4500 x 3 Byte= Byte = 40,5 MB

21 M. Neuberger 21 standardisierte Grafikformate und de-facto-Standards Encapsulated Postscript (*.eps), spezielle Postscript-Form für Grafiken, wird auch bei freigestellten Bildern als EPS mit Beschneidungspfad (Photoshop PC und MAC) verwendet. Graphic interchange format (*.gif), sehr hohe Komprimierung, dafür geringere Qualität und Farbtiefe (256 Farben, entspricht einer Farbtiefe von 8 Bit), u.a. für Bildschirmdarstellung oder WWW-Design verwendet. Optionen: Animated gifs (*.gif): mehrere GIF-Bilder in einer Datei, die wie ein Film oder eine Diashow ablaufen (für WWW-Design), ebenfalls kann eine beliebige Farbe als transparent definiert werden (für WWW-Design). Joint Picture Experts Group(*.jpg), internationaler ISO-Standard, v.a. für Fotos und Halbtondarstellungen gut geeignet; sehr gute Komprimieralgorithmen (für WWW-Design) TIFF/TIFTagged Image File Format (*.tif), sehr hohe Druckqualität durch (leider unterschiedlich) standardisierte Beschreibungssprache, Standartbildformat für Eingliederung in Satzdateien. TIFs immer ohne Komprimierung speichern = macht weniger Probleme beim Belichten. Word Perfect Graphics (*.wpg), eignet sich sehr gut für Ausdrucke, da eine Grafik automatisch an die Seitenbreite/-größe angepaßt wird Photoshopeigenes Format (*.psd), bei dem Layer und Pfade zur späteren Weiterbearbeitung mitgespeichert werden können.

22 M. Neuberger 22 Retusche Bild ausrichten und beschneiden Falls das Motiv nicht gerade gescannt wurde, kann über Bild / Drehen / Per Eingabe das Motiv nach numerischer Eingabe entsprechend gedreht werden. Mit dem Freistellungswerkzeug (Werkzeugleiste: 1. Spalte, 4. Werkzeug von oben) kann anschließend ein Rahmen aufgezogen werden, der mittels Eckanfassern noch variiert werden kann. Durch Klicken innerhalb des Rahmens wird das Bild auf dem gewählten Ausschnitt freigestellt. Grauwertverteilung Über Fenster / Paletten / Informationen zeigen wird ein Fenster geöffnet, in dem die Grau- bzw. Farbwerte des aktuellen Bildausschnittes angezeigt werden, je nachdem, wo sich der Cursor gerade über dem Bild befindet. Druckvorlagen müssen Graustufenbilder so eingestellt werden, daß an keiner Stelle des Bildes 100% schwarz bzw. 0% schwarz (= weiß) sind – diese Stellen würden ausreißen": Druck hat auch eine scheinbare Weißfläche immer noch ein feines Korn (ca. 5%), eine Schwarzfläche entsprechend ca. 95%, damit nicht der Vollton (100%) gedruckt wird. Zur Änderung dieser Werte muß die Gradationskurve (Verteilung der Schwarzwerte von 0 – 100%) korrigiert werden. Im Menü Bild /Einstellungen / Gradationskurven können diese Änderungen durch Anheben der Kurve im Weißbereich (links unten) auf 5% und durch Absenken der Kurve im Schwarzbereich (rechts oben) auf 95% des Ausgangswertes vorgenommen werden. Informationsfenster kann jederzeit der Erfolg der Änderung überprüft werden. Helligkeiten und Grauwertverschiebungen zur Erhöhung der Bildqualität können durch Manipulation der Gradationskurve ebenfalls eingestellt werden. Ausprobieren! Bild schärfen Über Filter / Schärfefilter / Scharfzeichnen kann ein unscharfer Scan mit einfachen Mitteln verbessert werden. Über Filter / Schärfefilter / Unscharf maskieren kann ein unscharfer Scan mittels verschiedener Parameter exakt geschärft werden – bei den Einstellungen hilft nur probieren! Bildgröße und Auflösung Über Bild / Bildgröße kann die Bildgröße und die Auflösung des Bildes verändert werden. Achtung: Kleinerrechnen geht immer – falls eine höhere Bildauflösung oder ein größeres Bild gewünscht werden, sollte der Scanvorgang mit den entsprechenden Werten wiederholt werden.

23 M. Neuberger 23 Drucker, Scanner und Monitor kalibrieren Das Problem ist bekannt: Ein Scanner ist vorhanden, ein Monitor und ein Drucker auch. So sollte perfekten Bildergebnissen nichts im Wege stehen. Doch die Praxis sieht anders aus, denn die Farben des Scanners stimmen nicht mit denen des Monitors oder Druckers überein. Teure Probedrucke sind die Folge Für den Profi gibt es keine Diskussion: Alle Geräte vom Scanner über den Monitor bis zum Proofgerät oder Farbdrucker sind aufeinander abgestimmt. "Kalibrieren", also Eichen von Geräten, heißt hier das Zauberwort. Dies hat jedoch seinen Preis. Professionelle Kalibriersysteme sind gewöhnlich für Heimanwender oder Semiprofis unerschwinglich. Also müssen für diese Anwender andere Wege gefunden werden, um eine weitestgehende Übereinstimmung von Vorlage und Ausdruck zu erzielen. Aus einer farbigen Vorlage, zum Beispiel einem vierfarbigen Foto, soll ein farbiger Ausdruck erzeugt werden. Was zunächst einfach erscheint, hat einen kleinen Haken: Zwischen diesen beiden Schritten liegt ein weiterer; das digitale Bild im Rechner. Das Problem liegt in der Bedeutung des Wortes "digital". Digitale Werte haben nur endlich viele Abstufungen. Innerhalb dieser möglichen Abstufungen muß das Endergebnis möglichst farbgetreu wiedergegeben werden. Dazu kommt das Problem der unterschiedlichen Farbmodelle. Vierfarbdrucke werden stets nach dem CMYK- (Cyan/Magenta/Yellow/Kontrast-) Farbmodell hergestellt, da diese Farben den vier Druckfarben entsprechen.

24 M. Neuberger 24 Farbmischung Bei dieser subtraktiven Farbmischung vermindert jede bedruckte Fläche des Papiers dessen Reflexionsvermögen. Werden alle Farben übereinander gedruckt, reflektieren sie also kein Licht mehr. So entsteht die Farbe Schwarz. Bei Drucken und Fotos handelt es sich um Aufsichtsvorlagen - das Licht fällt auf die Vorlage, und wird von ihr mehr oder weniger reflektiert. Im Gegensatz dazu arbeiten Monitore nach dem additiven Farbmodell RGB (Rot/Grün/Blau). Hier ist die Wirkung genau umgekehrt. Je intensiver der Lichtstrahl ist, der durch die roten, grünen und blauen Phosphorteilchen auf die Darstellungsfläche des Monitors ausgestrahlt wird, um so weißer ist. dieser Punkt. Ist der Lichtstrahl "aus", entsteht die Farbe Schwarz. Dieses Verfahren ist ein Durchlichtverfahren, da das Licht von hinten auf eine Fläche fällt. Sie kennen dieselbe Problematik auch von Dias. Ihr Dia ist brillant und zeigt im Diaprojektor (im Durchlicht) leuchtende Farben. Fertigen Sie davon einen Fotoabzug an (eine Aufsichtsvorlage), wird das Ergebnis deutlich schlechter als das Original. Da sich an diesen physikalischen Gegebenheiten nichts ändern lässt, wird sich das Bild eines Durchlichtmediums (Monitor) niemals 100prozentig an ein Aufsichtsmedium (Papier) anpassen lassen. Die Aufgabe kann also nur darin bestehen ein Ergebnis mit größtmöglicher Annäherung zu erreichen.

25 M. Neuberger 25 Farbmischung 2

26 M. Neuberger 26 Der Farbumfang Als Farbumfang wird derjenige Bereich an Farben bezeichnet, der vom jeweiligen Endgerät (Monitor oder Drucker) dargestellt werden kann. Dabei besitzt das CMYK-Farbmodell den kleinsten Farbumfang, das heißt in diesem Farbmodell können die wenigsten Farben dargestellt werden. Farben, die im CMYK-Farbmodell nicht vorkommen, können nicht gedruckt werden. Es handelt sich um "nichtdruckbare Farben". Da diese Farben aber am Bildschirm angezeigt werden können, entstehen Probleme. Viele Programme zeigen deshalb eine Warnung an, wenn Sie in einem RGB-Bild Farben benutzen, die nicht gedruckt werden können. Bei Corel Photo-Paint heißt diese Warnung zum Beispiel "Gamut-Alarm", bei Photoshop "Farbumfang-Warnung". Das Problem besteht natürlich auch vice versa. Reines Cyan oder reines Gelb lassen sich am Bildschirm nicht anzeigen, da diese Farben zwar von CMYK-Farbmodell erfaßt werden, nicht aber vom RGB- Farbmodell.

27 M. Neuberger 27 Nichtdruckbare Farben Die Kenntnis dieser Faktoren ist besonders wichtig. Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie benutzen ein Bild vom letzten Urlaub. Das Motiv ist ein Flugzeug mit einem leuchtend roten Streifen vor leuchtend blauem Himmel, wie das Eingangsbild zeigt. Nun versuchen Sie, Monitor und Drucker aufeinander abzustimmen. Sie werden nie zu einem akzeptablen Ergebnis kommen können. Das liegt daran, daß leuchtendes Blau ebenso wie leuchtendes Rot zu den nichtdruckbaren Farben gehört. Im Eingangsbild erkennen Sie am oberen Bild die eingeschaltete Farbumfangswarnung von Photoshop. Ist diese Warnung aktiviert, werden alle Farben des Bildes markiert, die zu den nicht- druckbaren Farben gehören. So können Sie vorher beurteilen, welche Farben bei der Umwandlung in das CMYK-Farbformat entfallen. Natürlich ist es für Sie nicht möglich, anhand des Beispielbildes zu beurteilen, wie das Originaldia aussieht; es enthält ja zu viele nichtdruckbare Farben. Auf der anderen Seite müssen Sie bei der Monitorkalibrierung bedenken, welche Farben vom Monitor nicht angezeigt werden können. Vergleichen Sie die Cyan- oder die Gelb-Felder mit dem Monitorbild, werden Sie feststellen, daß es keine Übereinstimmung gibt.

28 M. Neuberger 28 Geeignetes Motiv auswählen Unabdingbare Voraussetzung für ein verwertbares Ergebnis von Kalibrierungen ist also das Verwenden eines geeigneten Motivs. Vielen Bildbearbeitungsprogrammen werden Farbtafeln zur Kalibrierung des Scanners beigelegt, ebenso wie TIF-Dateien zur Kalibrierung des Monitors. Corel liefert zum Beispiel schon seit vielen Versionen solche Farbkarten mit aus. Falls Sie keine derartige Farbtafel besitzen, können Sie diese im gut sortierten Fotohandel erwerben. Die gebräuchlichste Farbkarte wurde von Kodak entwickelt Sie sehen diese in der Beispielabbildung.

29 M. Neuberger 29 Beginn der Kalibrierung Scannen Sie nun als erstes diese Farbtafel mit Ihrem Scanner ein. Verzichten Sie zunächst darauf, mit Fotovorlagen zu arbeiten. Solange die Geräte nicht aufeinander abgestimmt sind, würden Sie viel Zeit verlieren. Verwenden Sie zunächst die vom Hersteller des Scanners angegebenen Standardwerte. In vielen Fällen werden Sie damit dem besten Ergebnis relativ nah sein. Achten Sie darauf, die Auflösung des Scans so hoch zu wählen, daß Sie den späteren Ausdruck gut beurteilen können. Als Standardauflösung werden üblicherweise 300 dpi verwendet.

30 M. Neuberger 30 Scanner kalibrieren Wenn Sie die Farbkarte in digitaler Form vorliegen haben, beginnt der zweite Arbeitsschritt. Wir lassen bei den nun folgenden Arbeitsschritten den Scannertyp unberücksichtigt, um das Ergebnis für alle Scannertypen nachvollziehbar zu machen. Laden Sie Ihr bevorzugtes Bildbearbeitungsprogramm. Öffnen Sie einerseits die eingescannte Farbtafel, zum anderen die TIF-Datei, die vom Bildbearbeitungsprogramm mitgeliefert wird. Sollten Sie eine solche Datei nicht besitzen, müssen Sie sich dieses Bild selbst herstellen.

31 M. Neuberger 31 Farbtafel erstellen Stellen Sie in einem Vektorgrafik-Programm eine Datei her, die Quadrate enthält, wie Sie es im Beispielbild sehen. Greifen Sie zur Erleichterung auf Überblendungsfunktionen zurück. In den Feldern links ist jeweils die Farbe weiß enthalten. Die rechten Farbwerte entsprechen allen "Grundfarben", die es gibt. Von oben sind dies: Gelb, Rot, Magenta, Cyan, Blau, Grün und Schwarz. Die Einzelfelder zeigen von links jeweils 10prozentige Abstufungen vom Weiß bis zur entsprechenden Vollfarbe. Exportieren Sie diese Farbtafel vom CMYK- Format ins TIF-Format. Öffnen Sie diese Datei nun ebenfalls in dem Bildbearbeitungsprogramm. Zur Kontrolle sollten Sie testen, ob in den rechten Feldern jeweils die Vollfarben enthalten sind. Bedienen Sie sich dabei der Pipette, die in jedem Pixelprogramm zum Aufnehmen von Farbwerten vorhanden ist. Lesen Sie an den Farbwerten ab, ob diese den beschriebenen Vorgaben entsprechen. Ist diese Kontrolle beendet, vergleichen Sie das Bild mit dem gescannten Ergebnis. Sollte das Scanergebnis auf den ersten Blick viel zu dunkel oder viel zu hell sein, wiederholen Sie den Scanvorgang.

32 M. Neuberger 32 Einstellungen des Scanners In jedem Scanmenü werden Sie Felder finden, in denen die Helligkeit verändert werden kann. Korrigieren Sie diesen Wert. Vergleichen Sie das Ergebnis erneut mit dem Muster. Sollte es diesem annähernd entsprechen, nehmen Sie die Feinjustierung vor. Dazu nehmen Sie mit der Pipette Werte aus den Vollfarbfeldern der gescannten Vorlagen auf. Achten Sie darauf, die Pipettenoption so einzustellen, daß nicht einzelne Pixel, sondern mindestens ein Feld von ca. 4-8 Pixeln im Quadrat aufgenommen werden. So erreichen Sie, daß ein Mittelwert erzeugt wird. Auf diese Weise kommen Sie leichter ans Ziel. An den aufgenommenen Werten können Sie ablesen, wie weit Sie vom optimalen Endergebnis entfernt sind. Prüfen Sie dabei zunächst nur die Helligkeitsabstufungen. Diese können Sie in den grauen Feldern messen. Lesen Sie den Wert im weißen Feld ab. Sollten hier zum Beispiel zehn Anteile Gelb sein, müssen Sie in der Einstellungsoption Ihres Scanners zehn Anteile Gelb entfernen. Um den Scanner korrekt kalibrieren zu können, müssen unbedingt Einstellungsmöglichkeiten zur Veränderung von Farben und Helligkeiten vorhanden sein. Notieren Sie die ermittelten Farbwerte und ziehen Sie diese jeweils beim erneuten Scannen von den dortigen Werten ab. Wiederholen Sie diesen Vorgang gegebenenfalls so oft, bis die Werte, die mit der Pipette aufgenommen werden, denen entsprechen, die in den Farbfeldern im Original vorhanden sind. Dieser Vorgang mag zwar etwas mühselig sein; er lohnt sich aber. Sie müssen Ihre Geräte ja nur ein einziges Mal kalibrieren.

33 M. Neuberger 33 Drucker einstellen Haben Sie nun ein zufrieden stellendes Ergebnis erreicht, soll als nächstes der Drucker justiert werden. Dabei entspricht die Vorgehensweise weitgehend der beim Einscannen. Nur dieses Mal funktioniert es andersherum. Drucken Sie die Datei aus, die Sie im Vektorgrafikprogramm hergestellt haben. Verwenden Sie auch hier zunächst die Standardeinstellungen des Druckers. Um den Drucker kalibrieren zu können, ist auch hier ein Druckertreiber notwendig, der Korrekturen von Farb- und Helligkeitswerten zulässt. Es ist wenig sinnvoll, die Optionen zu nutzen, die das jeweilige Bildbearbeitungsprogramm zur Verfügung stellt. Haben Sie zum Beispiel die Photoshop-Einstellungen über das Druck-Menü optimal kalibriert, können Sie damit nichts anfangen, wenn Sie danach in Corel Photo-Paint arbeiten. Haben Sie aber die Einstellungen des Druckertreibers verändert, gelten die Einstellungen für alle Programme. Nur, wenn Ihr Drucker keine Korrekturmöglichkeiten zulässt, sollten Sie den Ausweg über die Programmeinstellung nutzen.

34 M. Neuberger 34 Beurteilung der Felder Bei allen Eichvorgängen ist es wichtig, zunächst die grauen Felder zu beurteilen, da diese den Kontrast- und Helligkeitspielraum des Druckers widerspiegeln. Soll beim Ausdruck der exakte Wert der einzelnen Graustufen ermittelt werden, kann man sich eines Messgerätes, des Densitometers, bedienen. Da Sie ein solches Gerät vermutlich nicht besitzen, müssen Sie sich Schritt für Schritt an das optimale Ergebnis herantasten. Ziel ist dabei, dass das weiße Feld ein reines Weiß zeigt. In diesem Feld sollte sich kein gedruckter Punkt befinden. In der schwarzen Fläche sollten dagegen keine weißen Flecken sein. Optimal ist es, wenn die Felder dazwischen gleichmäßige Abstufungen in 10prozentigen Schritten zeigen, wie es in der Vorlage der Fall ist. In der optischen Beurteilung ist der exakte Wert natürlich nicht zu bestimmen. Achten Sie aber darauf, dass sich jedes Feld vom nächsten Feld trennt Erst wenn die Helligkeit korrekt eingestellt ist, sollten Sie sich an den Farbausgleich wagen. Bei der Farbanpassung müssen Sie beachten, dass in keinem der linken Felder eine Farbe erscheint. Alle Felder müssen reines Weiß zeigen. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie die Farbe reduzieren, die in dem Farbfeld zu erkennen ist. Benutzen Sie gegebenenfalls eine Lupe, um die Farbe der Punkte zu erkennen. Da Sie hier ohne Gerät nicht messen können, sind vermutlich mehrere Versuche notwendig, um zu einem optimalen Ergebnis zu gelangen. Haben Sie dies erreicht, können Sie andere, farbige Motive wählen, die automatisch korrekt wiedergegeben werden müssen.

35 M. Neuberger 35 Den Monitor eichen Erst zuletzt soll der Monitor eingerichtet werden, da wir zur Beurteilung das Anfangs- und das Endergebnis verwenden wollen. Achten Sie auch darauf, die Treiber einzustellen, die bei Ihrer Grafikkarte mitgeliefert wurden. Nur falls Sie dort kein entsprechendes Tool zur Verfügung haben, sollten Sie innerhalb der Programme die Einstellung vornehmen. Ohne ein entsprechendes Messgerät müssen Sie die Änderungen auch hier optisch vornehmen. Beim Monitor ergibt sich zusätzlich die Schwierigkeit, dass je nach Tageszeit und Lichteinfall sehr unterschiedliche Einstellungen entstehen können. Versuchen Sie, eine typische Situation zur Einstellung zu nutzen. Es ist wenig sinnvoll, den Monitor bei hellem Tageslicht einzustellen, wenn Sie überwiegend abends in einer dunklen Umgebung arbeiten. Wegen der wechselnden Lichtverhältnisse ist die Kalibrierung des Monitors auch das schwierigste Unterfangen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich mit der Helligkeit des Lichtes auch seine Farbe ändert. Hier können Sie sich nur behelfen, indem Sie einen Mittelwert wählen und für den Monitor einen Standort wählen, an dem möglichst gleichmäßige Lichtverhältnisse herrschen. Die Farbeinstellung des Monitors erfolgt über die so genannte Farbtemperatur, die in Kelvin gemessen wird. Achten Sie darauf, dass Sie bei den Windows-95-Einstellungen den von Ihnen verwendeten Monitor angeben, sofern er in der Liste aufgeführt ist, oder dass Ihnen ein passender Treiber vorliegt.

36 M. Neuberger 36 Die Funktionsleiste

37 M. Neuberger 37 Verborgene Funktionen

38 M. Neuberger 38 Das Werkzeug "Lupe"

39 M. Neuberger 39 Der Pixel Hier links auf dem in der Ansicht vergrößerten Ausschnitt des Biberbildes kannst Du die einzelnen Pixel erkennen. Ein Pixel ist das kleinste Bildelement. Das Wort "Pixel" ist übrigens ein Zusammenschluß aus den beiden englischen Wörtern "Picture" und "Element". Erst bei einer starken Vergrößerung läßt sich der einzelne Pixel erkennen. Klicke solange in das Bild, bis Du die Pixel erkennen kannst! Du siehst, daß das Bild aus recht vielen farblich verschiedenen Pixeln gebildet wird.

40 M. Neuberger 40 Das Zoomen Mit der Lupe zu arbeiten, heißt auch "zoomen". Du zoomst in das Bild, um Details besser erkennen zu können und somit genauer arbeiten zu können. Das Wort "Zoomen" wird gerne mit "Vergrößern" (Heranzoomen) oder "Verkleinern" (Herauszoomen) übersetzt. Tatsächlich aber wird hier das Bild nicht vergrößert oder verkleinert, das Bild bleibt in Breite und Höhe genauso groß wie vorher. Das ist wichtig zu wissen! Nur die ANSICHT auf das Bild wird beim Zoomen verändert. Stelle Dir das so vor, als bewegst Du ein Stück Papier näher an Deine Augen, um die Schrift auf dem Papier besser lesen zu können. Dadurch wird die Schrift auch nicht größer, sondern sie kommt nur näher an die Augen heran! Die aktuelle Ansicht auf das Bild steht übrigens in der blauen Titelleiste direkt über dem Bild. Steht der Wert auf 100%, dann entspricht ein Pixel des Bildes einem Pixel Deines Monitors. So kannst Du Dir denken, daß 1600% die 16-fache Vergrößerung der Ansicht bedeutet und 25% würde heißen, daß die Ansicht auf das Bild auf ein Viertel verkleinert ist. Mauszeiger bei größter Ansicht Herauszoomen Sicherlich hast Du festgestellt, dass der Mauszeiger beim Zoomen zu einer Lupe mit einem Plussymbol wird. Lässt sich die Ansicht auf das Bild nicht weiter vergrößern, dann ist die Lupe als Mauszeiger leer. Mauszeiger bei größter Ansicht Herauszoomen Sicherlich hast Du festgestellt, dass der Mauszeiger beim Zoomen zu einer Lupe mit einem Plussymbol wird. Lässt sich die Ansicht auf das Bild nicht weiter vergrößern, dann ist die Lupe als Mauszeiger leer. Mauszeiger beim Herauszoomen Mauszeiger beim Herauszoomen Um die Ansicht auf das Bild jetzt wieder zu verkleinern, also Herauszuzoomen, prüfe was passiert, wenn Du bei gewähltem Lupen-Werkzeug die "Alt"-Taste drückst und mit der Maus über das Bild kommst! Der Mauszeiger verwandelt sich in eine Lupe mit Minuszeichen, was heißt, dass bei Mausklick in das Bild die Ansicht auf das Bild verkleinert werden kann. Tipp: Anstatt das Lupenwerkzeug aus der Werkzeugleiste zu benutzen, kannst Du die Ansicht auf das Bild auch mit Hilfe der Tastatur verändern: Zum Hereinzoomen drücke die "Strg."-Taste, halte sie gedrückt und drücke dann die "+"-Taste. Das Herauszoomen geht auch mit Tastatur: Anstelle der "+"-Taste wird die "-" (Minus) Taste genommen!

41 M. Neuberger 41 Airbrush, Pinsel und Buntstift Mit den Malwerkzeugen "Airbrush", "Pinsel" oder "Buntstift" kannst Du wie im "echten Leben" zeichnen. Die virtuellen Malwerkzeuge von Photoshop unterscheiden sich voneinander in der Art des "Farbauftrags", So arbeiten Airbrush und Pinsel mit einer weicheren Werkzeugspitze, als der Buntstift. aktives Werkzeug "Buntstift"

42 M. Neuberger 42 Werkzeug-Option "Deckkraft" Hier oben links kannst Du die Palette mit den Werkzeug-Optionen sehen. Zu erkennen sind hier die "Buntstift- Optionen". Diese Palette wird eingeblendet, wenn Du auf das Buntstift-Werkzeug doppelklickst. Klicke in Photoshop bitte nun auf den kleinen Pfeil rechts neben der "100", von "Deckkraft" in der Buntstift- Optionen-Palette. Es erscheint ein Schiebregler mit dem Du die Deckkraft reduzieren kannst (nach links verschieben). Der Prozentwert wird kleiner. Malst Du jetzt mit dem Werkzeug wirst Du erkennen, dass die Farbe des Werkzeugs nicht ganz deckend ist (wie sie bei 100% war), sondern der hellere Hintergrund durchschimmert (s. die grauen Malstriche hier rechts im Bild).

43 M. Neuberger 43 Werkzeugspitzen Palette Werkzeugspitzen Hier rechts kannst Du Palette für die Werkzeugspitzen sehen. Hier wird die Größe der Werkzeugspitze verändert. Diese Palette wird eingeblendet, wenn Du die Funktionstaste "F5" drückst. Drückst Du danach noch einmal "F5", dann wird sie wieder ausgeblendet. Suche Dir nun eine neue Werkzeugspitze aus und probiere aus, was passiert, wenn Du mit ihr malst. Du wirst feststellen, dass Du mit den verschiedenen Werkzeugspitzen verschieden breite (der Pixeldurchmesser steht bei einigen mit im Kästchen der Werkzeugspitze, s. hier "35", "45", "65",...) Malstriche erzeugen kannst. Außerdem gibt es Werkzeugspitzen, deren Malstrich sich an den Kanten scharf vom Hintergrund absetzt und andere, die einen weichen Übergang an den Kanten haben, die also wenig oder keine Kantenschärfe haben.

44 M. Neuberger 44 Vordergrundfarbe, Hintergrundfarbe Hier rechts siehst Du die Werkzeugleiste mit einem rot hinterlegten Feld. Darin kannst Du ein schwarzes Farbkästchen erkennen, das ein weißes, dahinterliegendes Kästchen verdeckt. Diese beiden Kästchen heißen Vordergrundfarbe (das Obenliegende) und Hintergrundfarbe (das Dahinterliegende). Beim Malen mit den Malwerkzeugen ist die eingestellte Vordergrundfarbe wichtig, denn sie ist die Farbe, mit der das Malwerkzeug malt. Bevor Du lernst wie diese Farbe geändert wird, probiere bitte einmal aus, was passiert, wenn Du auf den gebogenen Doppelpfeil rechts oben neben den Kästchen von Vorder- und Hintergrundfarbe klickst...

45 M. Neuberger 45 Vordergrundfarbe verändern Klicke nun in Photoshop einmal auf das Kästchen für die Vordergrundfarbe, dann erscheint eine Dialogbox, der "Farbwähler" (s. hier rechts). Hier kannst Du Dir eine neue Farbe aussuchen, mit der Du dann malen kannst. Dazu wählst Du zuerst aus dem schmalen Farbregler in der Mitte eine Farbe aus und danach in dem großen Feld links daneben den gewünschten Farbton, indem Du ihn anklickst. An der Stelle erscheint ein Kreis in dem Farbfeld und rechts oben - zwischen Farbregler und dem Schalter "Abbrechen" färbt sich das Kästchen in der ausgesuchten Farbe. Das Kästchen darunter zeigt übrigens die ursprüngliche Vordergrundfarbe (hier Schwarz) an. Klicke nun auf "OK" und Du hast eine neue Vordergrundfarbe festgelegt, mit der Du nun malen kannst. Hier rechts auf dem Bild kannst Du erkennen, dass sich links unterhalb der Kästchen für Vordergrund- und Hintergrundfarbe noch ein kleines schwarzes Kästchen über einem kleinen weißen Kästchen befindet.

46 M. Neuberger 46 Die Pipette Noch zwei Werkzeuge, die Dir die Arbeit beim Malen mit den Malwerkzeugen erleichtern: Auf dem Ausschnitt der Werkzeugleiste hier rechts siehst Du das aktive Pipette-Werkzeug. Mit dem Werkzeug "Pipette" kannst Du an eine Stelle in das in Photoshop geöffnete Bild klicken. Der Farbton des angeklickten Pixels wird dann automatisch als aktuelle Vordergrundfarbe übernommen. Mittels einem Doppelklick auf das Pipette-Werkzeug kannst Du Dir die Pipette- Optionen ansehen. Tipp: beim Zeichnen mit einem Malwerkzeug genügt das Drücken der "Alt"- Taste, um vorübergehend in das Pipette- Werkzeug zu wechseln: Klicke bei gedrückter "Alt"-Taste mit dieser vorübergehenden Pipette in das Bild, um die Vordergrundfarbe zu verstellen und lass danach "Alt" los.

47 M. Neuberger 47 Der Radiergummi

48 M. Neuberger 48 Verschiedene Monitor- Einstellungen Bevor wir ernsthaft mit der professionellen Bildbearbeitung weitermachen rate ich Dir, Deinen Monitor zu kalibrieren. Du solltest Deinen Monitor kalibrieren, um sicherzugehen, dass das Bild, das Du bearbeitest, unter den richtigen Bedingungen zu Stande kommt. Vielleicht hast Du nämlich Deinen Monitor dunkler gestellt, weil er Dir zu hell vorkam? Bearbeitest Du ein Bild an einem Monitor, der zu dunkel eingestellt ist, so ist es wahrscheinlich, dass Du bei der Bildbearbeitung das Bild aufhellst, weil es Dir zu dunkel erscheint. Schau Dir mit Hilfe der Bilder hier unten an, wie unterschiedliche Monitor-Einstellungen das Originalbild verändern können, ohne dass es bearbeitet wurde:

49 M. Neuberger 49 FarbsticheMonitor zu dunkel eingestellt Monitor zu hell eingestellt MonitorArbeitet mit Rotstich Monitorarbeitet mit Grünstich Monitorarbeitet mit Blaustich Monitor zu starke Farbgebung Monitor zu schwache Farbgebung das Original

50 M. Neuberger 50 Wozu kalibrieren? Nehmen wir an, Du machst Bildbearbeitung mit Photoshop, um das Bild am Ende für eine Druckvorlage belichten zu lassen. Von dieser Vorlage wird dann eine Broschüre mit 500 Exemplaren gedruckt. Du kannst Dir vorstellen, welch fatale Folgen ein falsch eingestellter Monitor haben kann. Arbeitest Du zudem mit einem Scanner als Eingabegerät, dann muss auch gewährleistet sein, dass Scanner und Monitor die gleiche Farbwahrnehmung haben. Das Abstimmen der Farben von Ein- und Ausgabegeräte heißt "kalibrieren" und ist wichtiger Bestandteil für gutes Farbmanagement.

51 M. Neuberger 51 Professionell kalibrieren Mit einem Spektralphotometer (s. Grafik) kann die Farbtemperatur des Monitors genau gemessen werden. Falls Du an einem Desktop-Publishing-Arbeitsplatz mit Photoshop arbeitest, solltest Du ganz besonders auf farbechte Wiedergabe in der Bildbearbeitung achten. Um böse (und teure) Überraschungen zu vermeiden, kläre mit Deinem Belichtungsstudio ab, welche Empfehlungen sie Dir in Bezug auf Farbmanagement geben können! Am genauesten wird die Kalibrierung, wenn mit einem Spektralphotometer am Monitor die Temperatur der Farben gemessen wird und anhand der gemessenen Werte ein Farbprofil erstellt wird. Allerdings sind Spektralphotometer recht teuer. Um wenigstens grobe Farbschwankungen zwischen Eingabe und Ausgabe in der Bildbearbeitung zu verhindern, kann der Monitor auch mit einer Software kalibriert werden:

52 M. Neuberger 52 Monitor mit "Adobe Gamma" kalibrieren Klicke zuerst auf dem Windows-Desktop das Symbol "Arbeitsplatz" doppelt an. Ein Fenster öffnet sich, in dem sich ein Eintrag "Systemsteuerung" befindet. Mache wieder einen Doppelklick auf dieses Symbol und das Fenster "Systemsteuerung" öffnet sich (s. hier rechts). Hier befindet sich die Monitor- Kalibrierungssoftware "Adobe Gamma".

53 M. Neuberger 53 Monitor mit "Adobe Gamma" kalibrieren Adobe Gamma suchen, wenn es nicht in der Systemsteuerung zu finden ist Falls Du mit Windows 2000 arbeitest oder aus anderen Gründen Adobe Gamma nicht in der Systemsteuerung auffindest, musst Du die Datei "Adobe Gamma.cpl" suchen, um die nachfolgenden Arbeitsschritte durchzuführen

54 M. Neuberger 54 Monitor mit "Adobe Gamma" kalibrieren Bevor es losgeht 1. Stelle zuerst sicher, dass Dein Monitor schon etwa eine halbe Stunde eingeschaltet ist, damit sich seine Anzeige stabilisiert hat. 2. Danach solltest Du die Lichtverhältnisse überprüfen. Das Licht der Raumbeleuchtung sollte Deinen normalen Arbeitsbedingungen entsprechen. 3. Sorge dann für einen neutralen Hintergrund auf dem Windows-Desktop: mit rechter Maustaste auf den Desktop klicken, dann auf "Eigenschaften" und dort bei "Darstellung" der Farbe von "Desktop" ein neutrales Grau zuweisen.

55 M. Neuberger 55 Helligkeit und Kontrast Im nun erscheinenden Fenster kannst Du ein so genanntes ICC- Farbprofil laden. Das macht Sinn, wenn der Hersteller zu Deinem Monitor solch ein Farbprofil bereitgestellt hat. Falls kein Profil vorhanden ist, klicke auf "Weiter". Im nächsten Fenster (s. Abbildung hier rechts) wirst Du aufgefordert, die Einstellung Deines Monitors zu verändern. Stelle zuerst den Kontrastregler am Monitor auf den höchsten Wert. Falls Du keine Werte beim Verstellen angezeigt bekommst: der Monitor ist in der höchsten Einstellung heller als in der niedrigsten. Danach kommt der Helligkeitsregler am Monitor an die Reihe. Er wird ebenso gemäß der Erklärung (s. Abbildung) verstellt. Klicke danach auf "Weiter".

56 M. Neuberger 56 Chromatizität des Monitors Im nächsten Fenster des Gamma-Assistenten wird nach den Monitor-Phosphorwerten der Farben gefragt. Falls Du weißt, wie der Monitor die Farben wiedergibt (=Chromatizität), dann wähle das Verfahren aus (z. B. NTSC oder Trinitron). Manche Hersteller geben für ihre Monitore eigene Phosphor-Farben bekannt (s. Handbuch des Monitors), deren RGB-Koordinaten Du einzeln eingeben kannst, wenn Du den Eintrag "Eigene Werte" aus der Auswahlliste aussuchst. Klicke danach wieder auf "Weiter".

57 M. Neuberger 57 Grundhelligkeit des Monitors (Gamma-Wert) An dieser Stelle von "Adobe Gamma" zum Kalibrieren des Monitors kannst Du die Gamma-Einstellung ändern. Mit dem Gammawert legst Du die Grundhelligkeit des Monitors fest. Prüfe zuerst, ob das Grau in dem Kästchen oberhalb des Schiebereglers ein neutrales Grau ist, oder ob in diesem Grauton ein Farbstich zu erkennen ist. Um einem Farbstich entgegenzuwirken, entferne das Häkchen neben "Nur einzelnes Gamma anzeigen". Das Fenster sieht nun so aus, wie hier links abgebildet und Du kannst den Farbstich in der Monitoranzeige beseitigen, indem Du den Regler der entsprechenden Farbe so verschiebst, bis das Kästchen in der Mitte für das Auge den gleichen Farbton wie die gestreifte Fläche rund um das Kästchen abbildet. Danach wird das Häkchen neben "nur einzelnes Gamma anzeigen" wieder aktiviert und der Schieberegler für den Grauton so justiert, dass das graue Kästchen scheinbar dieselbe Helligkeit wie seine Umrandung hat. Unterhalb von "...gewünschten Gamma Wert" kannst Du den Standardwert für das Zielgamma, die Grundhelligkeit des Monitors eingeben. Der sollte unter Windows "2.2" sein. Klicke danach auf "Weiter". Übrigens: Falls Dir hier aufgeführte Regulierungsmöglichkeiten zum Kalibrieren des Monitors nicht zur Verfügung stehen, so liegt es daran, dass diese entweder vom Betriebssystem oder vom Monitor nicht unterstützt werden. Die erwähnten Optionen stehen dann in "Adobe Gamma" nicht zur Verfügung!

58 M. Neuberger 58 Weißabgleich des Monitors Weiter geht es mit der Farbtemperatur des Monitor- Weiß. Die Farbtemperatur wird in Kelvin angegeben. Werte zwischen 5000 und 7000 Kelvin entsprechen der Farbtemperatur des neutralen Weiß bei Tageslicht. Du kannst - indem Du auf "Messen" klickst - versuchen den Wert selbst zu ermitteln. Wie das geht, wird im nächsten Schritt beschrieben. Klicke auf "OK" und Du bekommst einen schwarzen Monitor mit drei Kästchen (s. hier rechts). Im mittleren Kästchen sollte ein neutraler Grauton zu sehen sein, den Du erlangen kannst, indem Du auf das eine der beiden äußeren Kästchen klickst, das dem neutralen Grauton am nächsten kommt. Wiederhole das solange, bis Du mit dem Ergebnis (also einem neutralen Grauton im mittleren Kästchen) zufrieden bist. Klicke dann auf das mittlere Kästchen und "Adobe Gamma" hat die Farbtemperatur eingetragen. Klicke nun wieder auf "Weiter" und die Arbeit mit der Kalibrierungssoftware "Adobe Gamma" wird beendet. Zum Schluss werden die Einstellungen automatisch gespeichert und in Zukunft bei jedem Neustart von Windows an den Monitor übergeben. Wichtig: Die Monitor-Kalibrierung sollte etwa nach zwei Monaten neu vorgenommen werden und die Schalter und Knöpfe zum Verstellen des Monitors sollten auch nicht mehr verstellt werden

59 M. Neuberger 59 Testbild ausdrucken Nachdem Du "Adobe Gamma" erfolgreich absolviert hast, kannst Du nun noch die Farbwiedergabe des Ausgabegerätes überprüfen - falls Du die Bildbearbeitung "Just for Fun" machst und Deine Werke am Ende auf dem heimischen Tintenstrahldrucker ausdrucken willst. Drucke das Bild auf Deinem Farbdrucker (in Photoshop: "Datei", "Drucken") aus und vergleiche das Resultat mit der Vorlage am Monitor. Du wirst feststellen, dass die Farben am Monitor viel brillanter wiedergegeben werden. Das liegt daran, dass der Farbraum (d. h. die Menge der darstellbaren Farben) des Monitors größer ist als der Farbraum des Druckers.

60 M. Neuberger 60 Vergleich der Farbsättigung Erscheinen Dir die Farben am Monitor stärker oder weniger gesättigt als im Ausdruck, so lässt sich ihr Tonwertzuwachs noch nachkorrigieren. Farben zu wenig gesättigt - Farben zu stark gesättigt Eine mattere Wiedergabe hat zu wenig Tonwertzuwachs, wirken die Farben allerdings im Ausdruck zu stark, zu flächig, dann ist der voreingestellte Tonwertzuwachs zu hoch. Achtung: Denke daran, dass auf dem Ausdruck nicht alle Farben wiedergegeben werden können, so dass Dir die Farben überhaupt zu schwach vorkommen.

61 M. Neuberger 61 Farbsättigung Farben zu wenig gesättigt Farben zu stark gesättigt

62 M. Neuberger 62 Was ist Tonwertzuwachs? Tonwertzuwachs oder Tonwertverlust ist eine Größenänderung der festgelegten Rasterpunkte, die durch Auslaufen oder Verschmieren der Druckfarben verursacht wird, wenn sie vom Papier aufgesogen wird. Der für den Tonwertzuwachs eingestellte Wert greift erst, wenn Photoshop das Bild zum Drucken in den CMYK-Farbraum (mehr dazu später) umwandelt, die Bilddaten also zum Drucken umgerechnet werden. Falls Du beabsichtigst, Farbauszüge als Druckvorlage auszugeben, dann frage Dein Belichtungsstudio nach den Werten, die sie für die Einstellungen bei "Tonwertzuwachs" empfehlen. Der standardmäßige Wert für den Tonwertzuwachs stellt den zu erwartenden Tonwertzuwachs zwischen Belichtung und endgültiger Ausgabe (z. B. Offsetdruck) dar, er liegt in der Regel zwischen 2 und 5 Prozent.

63 M. Neuberger 63 Tonwertzuwachs im Ausdruck korrigieren Im Photoshop-Menü "Bearbeiten", "Farbeinstellungen" findest Du unter "Arbeitsfarbräume" das Textfeld "CMYK" und dort die Option "Eigenes CMYK". Hier lässt sich der Tonwertumfang korrigieren (vgl. Dialogbox hier rechts). Neben dem Standard-Tonwertumfang kannst Du den Prozentwert erhöhen (höherer Tonwertumfang, mehr Farbsättigung) oder verringern (niedriger Tonwertumfang, Sättigung zurücknehmen). Die hier aufgelisteten Werte beziehen sich auf die Pigmentierung (Aufbau und Anzahl der Farbstoffe) der ausgewählten Druckfarbe. Die Druckfarben entsprechen jedoch nicht der Pigmentierung der Farben des Tintenstrahldruckers für die Hobby- Bildbearbeitung. Deshalb kann es sein, dass Du den Tonwertzuwachs durch Ausprobieren selbst festlegen musst, damit das gedruckte Bild besser aussieht.

64 M. Neuberger 64 Fehlerhafte Farbgebung erkennen Ebenfalls in der Hobby- Bildbearbeitung kann es vonnöten sein, eine eigene Farbkorrektur vorzunehmen, nämlich wenn z. B. der Tintenstrahldrucker eine Farbe zu schwach oder zu stark wiedergibt, was bei preiswerten Druckern schnell der Fall sein kann.

65 M. Neuberger 65 Testbild drucken Um das zu überprüfen, drucke Dir das Testbild aus und kontrolliere die Farbgebung an der linken Kante mit der Vorlage am Monitor. Hier links auf dem Bild kannst Du erkennen, dass zu viel der Druckfarbe Magenta im Bild ist. Am besten kannst Du das im Bild an dem Graukeil sehen, in den Feldern mit den Abstufungen von Schwarz nach Weiß. Da die graue Farbe anteilig aus allen Farben der Patrone des Tintenstrahldruckers (also aus Cyan, Magenta und Gelb) gebildet werden muss Patrone im Tintenstrahldrucker mit den Kammern für die Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK)

66 M. Neuberger 66 Farbeinstellungen Gehe nun in Photoshop ins Menü "Bearbeiten", "Farbeinstellungen". Unterhalb von "Arbeitsfarbräume" findest Du "CMYK", dort wählst Du wieder "Eigenes CMYK..." aus. In der Dialogbox "Eigenes CMYK..." wählst Du bei "Druckfarben" die Option "Eigene..." aus.

67 M. Neuberger 67 Farbumwandlung beeinflussen In der Dialogbox "Druckfarben" kannst Du das Farbkästchen anklicken, das der Farbe entspricht, die zuviel oder zu schwach gedruckt wird (hier im Beispiel Magenta). Dann öffnet sich der Farbwähler und ein neuer Farbton kann ausgewählt werden. Soll z. B. ein Farbton (wie hier Magenta) etwas unterdrückt werden, dann wird im Farbwähler ein schwächerer Farbton für Magenta festgelegt. Vor dem Ausdrucken solltest Du dann das Bild noch in den CMYK-Farbraum umwandeln ("Bild", "Modus", "CMYK -Farbe"). Drucke Dein Testbild also erneut aus und überprüfe das Resultat! Denke bitte daran, dass das hier erstellte Farbprofil ausschließlich für die Arbeit mit diesem speziell fehlerhaft druckenden Tintenstrahldrucker gilt und dass die Werte, die hier festgelegt werden, erst zum Tragen kommen, wenn das Bild vorher in den CMYK-Farbraum umgewandelt wurde. Übrigens gibt es auch Drucker, die in ihren Druckoptionen erlauben, ein Farbprofil auszusuchen. In diesem Fall solltest Du das Bild vorher nicht in CMYK-Farbraum umwandeln, sondern beim Drucken das mittels "Eigene Druckfarben" erstellte Profil anwählen.

68 M. Neuberger 68 Retusche mit dem Kopierstempel Wir werden uns jetzt mit dem Retusche-Werkzeug "Kopierstempel" beschäftigen. Mit dem Stempel werden störende Bildelemente mit "guten" Bildelementen überstempelt, wie hier links zu erkennen: Die Fußspuren im Schnee wurden mit dem Kopierstempel weggestempelt. Der Stempel hat mit den Bildelementen "gemalt", die schon im Bild vorhanden waren, nämlich dem Schnee links und rechts der Fußspuren.

69 M. Neuberger 69 Stempel Stempel-Optionen: Du kannst feststellen, dass es ganz rechts eine Option "Ausgerichtet" ("Ausger.") gibt, die aktiviert (Häkchen davor) oder deaktiviert werden kann.

70 M. Neuberger 70 Stempel - Referenzpunkt Der Grund, warum der Stempel nicht so ohne weiteres funktioniert, liegt darin, dass er vor der Arbeit einen Referenzpunkt (Quellpunkt) im Bild braucht, um die dortigen Bildinformationen beim Stempeln benutzen zu können.

71 M. Neuberger 71 Referenzpunkt festlegen Fahre dafür mit der Maus bei aktivem Stempel-Werkzeug über das Schneebild und drücke die "Alt"-Taste. Dabei wirst Du erkennen, dass sich das Aussehen des Mauszeigers verändert: wenn Du "Alt" drückst, wird der Mauszeiger zu einem Fadenkreuz (vgl. Abb. hier rechts). Lasse die "Alt"-Taste wieder los und der Mauszeiger ist wieder so groß wie die Werkzeugspitze. Um einen Referenzpunkt (Quellpunkt) im Bild festzulegen, wird mit aktivem Stempelwerkzeug bei gedrückter "Alt"- Taste in das Bild geklickt.

72 M. Neuberger 72 Mit dem Kopierstempel malen Du kannst jetzt - nachdem der Referenzpunkt feststeht - anfangen mit dem Stempel zu stempeln. Für dieses Bild hatte ich vorher eine Werkzeugspitze von 100 Pixel Durchmesser und einer weichen Kante voreingestellt. Beim Arbeiten mit dem Stempel wirst Du feststellen, dass zwei Mauszeiger zu sehen sind: zum einen dort, wo gestempelt wird (normaler Mauszeiger, Größe der Werkzeugspitze), und ein zweiter Mauszeiger an der Stelle, wo die Stempel- Informationen herkommen. Dort ist der Mauszeiger ein Fadenkreuz (vgl. Abb. hier rechts). Dort, wo die Bildelemente geändert werden, befindet sich der aktuelle Mauszeiger - hier wird gestempelt. Dort, wo die Bildinformationen aufgenommen werden, ist das Fadenkreuz zu sehen. Der Stempel malt mit den Bildinformationen, die das Fadenkreuz anliefert!

73 M. Neuberger 73 Mit Stempel malen Zeichnen nach dem Festlegen des Referenzpunktes Stempel arbeitet ausgerichtet Stempel arbeitet nicht ausgerichtet

74 M. Neuberger 74 Stempel Optionen Stempel-Option "Ausgerichtet" und Stempel-Option "Nicht Ausgerichtet Nun hast Du den Referenzpunkt festgelegt und angefangen, das Schneebild mit dem Stempel so zu retuschieren, dass die Fußstapfen überstempelt werden. Wie gesagt, der Stempel stempelt mit den Informationen, die an der Stelle des Fadenkreuzes sind, also von dem festgelegten Referenzpunkt. Das gilt jedoch nur so lange, wie Du die Maustaste beim Stempeln gedrückt hältst. Lässt Du nach dem ersten Stempeln die Maustaste los und gehst mit dem Mauszeiger im Bild an eine andere Stelle (wie hier links auf den Bildern zu erkennen: die Maus wandert nach oben), dann stellt sich folgende Frage: Bewegt sich der festgelegte Referenzpunkt mit dem Mauszeiger, oder bleibt er an der Stelle, wo er festgelegt wurde, stehen? Bewegt sich der festgelegte Referenzpunkt mit dem Mauszeiger, oder bleibt er an der Stelle, wo er festgelegt wurde, stehen? Beim nächsten Stempeln nämlich, an einer anderen Stelle, wird die oben erwähnte Stempel-Option das weitere Geschehen beeinflussen: Arbeitet der Stempel "Ausgerichtet", dann wandert der Referenzpunkt mit. Das heißt, der festgelegte Abstand zwischen Referenzpunkt und der aktuellen Stelle des Mauszeigers bleibt immer gleich groß (s. mittleres Bild). Wird bei den "Stempel-Optionen" "Ausgerichtet" abgewählt, dann bleibt der Referenzpunkt, wo er ist. Es wird also immer wieder mit denselben Bildinformationen (nämlich mit den am Referenzpunkt festgelegten) aufs Neue gemalt "Ausgerichtet" an- oder abwählen

75 M. Neuberger 75 Stempel Optionen Wichtig ist, dass Du Dir merkst, dass die Option "Ausgerichtet" (oder "Nicht Ausgerichtet") erst beim zweiten Mausklick greift, denn vorher "weis" Photoshop ja noch gar nicht, welchen Abstand Referenzpunkt und Mauszeiger voneinander haben...

76 M. Neuberger 76 Störende Bildwiederholungen Bei der Arbeit mit dem Stempel kann es schnell passieren, dass immer wiederkehrende Bildelemente für das Auge als Störungen empfunden werden. Das passiert, wenn der Stempel nicht ausgerichtet arbeitet und seine Bildinformationen beim Stempeln immer wieder von derselben Stelle - nämlich dem festgelegten Referenzpunkt - bekommt. Natürlich sollten diese Störungen schon beim Stempeln vermieden werden, z. B. indem eine kleinere Werkzeugspitze gewählt wird oder ein neuer passenderer Referenzpunkt.

77 M. Neuberger 77 Wischfinger sich wiederholende Bildelemente wirken störend mit dem Wischfinger wurden die Störungen weggewischt

78 M. Neuberger 78 Was ist Bildmontage? Bildmontage bedeutet, dass aus mehreren Bildvorlagen oder auch mehreren Elementen einer einzelnen Vorlage ein ganz neues Bild entsteht. Durch die Montage - also das Ineinandersetzen der verschiedenen Bildelemente, bekommt das neue Bild einen eigenständigen Charakter. Hier kannst Du erkennen, wie aus den beiden Bildern hier oben, nämlich dem Bild mit der Frau und dem mit den Pferden ein ganz neues entstanden ist. Dafür musste die Frau auf dem Bild ausgewählt werden, d. h. von ihrem Bildhintergrund getrennt werden und dann in eine neue Umgebung (in das Pferdebild) gesetzt werden. Danach wurde noch geprüft, ob das neue Gesamtbild stimmig ist. Bei der Bildmontage sind drei Arbeitsschritte nötig:

79 M. Neuberger 79 Bildmontage Bildvorlage 1 Bildvorlage 2

80 M. Neuberger 80 Bildmontage 1. Auswählen des Objekts 2. Montage in eine neue Umgebung 3. Retusche, Anpassung an die neue Umgebung

81 M. Neuberger 81 Bildmontage

82 M. Neuberger 82 Bildmontage – Ansicht angleichen Ansichten angleichen - Bild in 100%-Ansicht (s. weiße Schrift im Balken oben) Damit Du Dir eine Vorstellung über die Größenverhältnisse der Bilder zueinander machen kannst, solltest Du jetzt beide Bilder in Photoshop in der Ansicht vereinheitlichen: Das Darstellungsverhältnis kannst Du in der blauen Titelleiste oberhalb des Bildes ablesen. Auf dem Bild hier rechts kannst Du erkennen, dass es 100% beträgt. Bei einer Darstellung von 100% wird ein Pixel im Bild von einem Pixel des Monitors wiedergegeben! Stelle nun die Ansicht auf die geöffneten Bilder so ein, dass sie beide den gleichen Wert in der Titelleiste anzeigen, also beide z. B: auf 66,7% oder auf 100% stehen. Wichtig ist auch, daß Du die Bilder noch vollständig am Monitor sehen kannst. Deine gewählte Ansicht hängt also somit in jedem Fall auch von der Größe Deines Monitors ab.

83 M. Neuberger 83 Bildgröße anpassen Nun kannst Du aber feststellen, dass das Bild mit der Telefonzelle zu groß für das Straßenbild ist. Die Telefonzelle ist im Verhältnis deutlich größer als die Landschaft, in die sie eingesetzt werden soll. Das Bild, das zu groß ist - also hier die Telefonzelle - wird aktiviert (durch einen Klick auf die blaue Titelleiste) und jetzt physikalisch verkleinert. Das geht über das Menü "Bild" und dort mittels Bildgröße". Achte in der Dialogbox zuerst darauf, dass das Kreuzchen bei "Proportionen erhalten" steht, damit das Bild nicht verzerrt wird. Die Telefonzelle ist jetzt so zu verkleinern, dass sie bei gleichem Darstellungsverhältnis (s. wiederum den Prozentwert in der Titelleiste oberhalb des Bildes) in ihrer Höhe in das Straßenbild passen würde. Wähle in diesem Fall eine Verkleinerung auf 28%, indem Du unterhalb von "Ausgabegröße" hinter "Breite" den Wert "28" eingibst und rechts daneben die Option "Prozent" anwählst. Achtung: ist das Bild durch das Verkleinern einmal zu klein geraten, dann mache lieber den letzten Arbeitsschritt rückgängig, als es wieder mittels "Bildgröße" zu vergrößern.

84 M. Neuberger 84 Bildmontage - Auswahl Da nicht das ganze Bild mit der Telefonzelle gebraucht wird, soll die Telefonzelle nun so ausgewählt werden, dass sie von ihrem Hintergrund isoliert wird. Dafür brauchen wir eine Auswahl, die nur die Telefonzelle beinhaltet (s. Abb. hier rechts). Merke: die Auswahl stellt sich als gestrichelte Fließlinie dar, die die Pixel der ausgewählten Bildbereiche umgibt (s. ebenfalls Abb. hier rechts).

85 M. Neuberger 85 Das Werkzeug "Auswahlrechteck" Probiere zuerst das Werkzeug "Auswahlrechteck" aus. Du findest es in der Photoshop-Werkzeugleiste ganz oben links. Aktiviere es und ziehe dann in dem Bild mit dem Telefon ein Rechteck (Mausziehen von links oben nach rechts unten) auf. Läßt Du die Maus los, dann erscheint eine gestrichelte Fließlinie. Du hast jetzt Deine erste Auswahl erstellt! Wenn Du mit der Auswahl nicht ganz zufrieden bist, dann klicke bei aktivem Werkzeug "Auswahlrechteck" an eine beliebige Stelle außerhalb der Fließlinie. Die Auswahl wird dadurch aufgehoben und Du kannst jetzt eine neue erstellen. aktives Werkzeug "Auswahlrechteck"

86 M. Neuberger 86 Das Werkzeug "Auswahlellipse" Jetzt kannst Du das Werkzeug "Auswahlellipse" ausprobieren: Es befindet sich als verstecktes Werkzeug hinter dem Werkzeug für die rechteckige Auswahl. Aktiviere es (s. hier rechts) und erstelle dann durch Mausziehen eine Auswahl im Bild (s. hier rechts). Ebenfalls als versteckte Werkzeuge findest Du an derselben Stelle in der Werkzeugleiste die beiden Werkzeuge "Auswahl-Einzelne- Zeile" ( ) und "Auswahl-Einzelne-Spalte" ( ).Mit diesen beiden Werkzeugen kannst Du keinen Auswahlbereich mit der Maus aufziehen. Es reicht, mit einem dieser Werkzeuge in das Bild zu klicken und an der angeklickten Stelle wählt Photoshop dann eine einzelne Pixelzeile oder eine einzelne Pixelspalte (je nach aktivem Werkzeug) aus. Probiere das selbst aus! aktives Werkzeug "Auswahlellipse"

87 M. Neuberger 87 Wissenswertes über die Auswahl Bevor wir uns die anderen Auswahlwerkzeuge ansehen, schauen wir uns so eine Auswahl einmal etwas genauer an: Hier rechts kannst Du erkennen, dass ich bei aktiver Auswahl mit dem Airbrush und blauer Farbe in das Bild mit der Telefonzelle gekritzelt habe. Du kannst auch sehen, dass der blaue Malstrich nur bis zur Kante der Auswahlbegrenzung geht. Außerhalb der Fließlinie können die Pixel nicht bearbeitet werden. Merke Dir also bitte folgendes: Ausgewählte Auswahlbereiche (die Pixel innerhalb der gestrichelten Fließlinie) lassen sich bearbeiten. Nicht ausgewählte Auswahlbereiche (die Pixel außerhalb der Fließlinie) lassen sich nicht bearbeiten. Sie sind dank der Auswahl vor Bearbeitung geschützte Bereiche. Und noch etwas: wenn Du eine Auswahl nicht mehr benötigst, dann kannst Du sie mittels dem Menübefehl "Auswahl", "Auswahl aufheben" aufheben. Merke Dir dazu bitte folgendes: Eine Auswahl wird über das Menü "Auswahl", "Auswahl aufheben" aufgehoben. Noch schneller geht's mit dem Tastaturkürzel "Strg." + "D".

88 M. Neuberger 88 Auswahloptionen Du weißt schon, dass Du mit einem Doppelklick auf ein Werkzeug in der Photoshop- Werkzeugleiste die Werkzeugoptionen einblenden kannst. Auch die Auswahlwerkzeuge haben Auswahloptionen (s. hier rechts): Hier kannst Du z. B. für die Auswahlellipse neben "Art" die Option "Seitenverhältnis" aktivieren. Danach lassen sich mit diesem Auswahlwerkzeug nur noch kreisförmige Auswahlen erstellen.

89 M. Neuberger 89 Das Lasso Kommen wir zurück zur Auswahl der Telefonzelle. Bis jetzt haben wir geometrische Auswahlwerkzeuge kennen gelernt, aber die Telefonzelle ist ja weder genau rund noch genau rechteckig... Was wir brauchen ist ein Werkzeug, mit dem sich die Form anpassen lässt, also z. B. die Rundung im Dach der Telefonzelle genauer auswählen lässt (s. hier rechts). Probieren wir das Lasso aus. Es gibt mehrere Lasso- Werkzeuge: - das normale Lasso (Freihand-Lasso) - das Polygon-Lasso - das- Magnetische Lasso

90 M. Neuberger 90 Das Freihand-Lasso Klicke an eine Stelle der Kante der Telefonzelle, halte die Maus gedrückt und fahre bei gedrückter Maustaste die Kontur der Telefonzelle ab, bis Du wieder am Ausgangspunkt angekommen bist. Lass die Maustaste erst jetzt wieder los! Wahrscheinlich wird Dich das Resultat der Freistellung nicht direkt überzeugen, denn es ist sehr schwer, eine saubere Freistellung nur durch Mausziehen um das Objekt herum hinzubekommen (s. Abb. hier rechts). aktives Werkzeug "Freihand-Lasso"

91 M. Neuberger 91 das Polygon-Lasso Wesentlich leichter ist die Arbeit hier mit dem Polygon-Lasso: Klicke bei aktivem Werkzeug "Polygon-Lasso" wieder an eine Kante der Telefonzelle. Lasse nun die Maus los. Wenn Du jetzt den Mauszeiger bewegst, dann wirst Du feststellen, dass eine Linie an dem Mauszeiger "klebt" (s. hier rechts). Das Werkzeug erwartet nun, dass Du erneut in das Bild klickst. Die beiden Stellen, an denen Du mit der Maus geklickt hattest, werden dann durch ein gerades Linienstück miteinander verbunden. So kannst Du die Telefonzelle Stück für Stück mit dem Polygon-Lasso umrunden. aktives Werkzeug "Polygon- Lasso"

92 M. Neuberger 92 Auswahl fertig stellen Du kannst jetzt mit Hilfe des Polygon-Lassos die Auswahl der Telefonzelle fertigstellen. Du hast schon festgestellt, dass eine Auswahl immer geschlossen sein muss (es gibt nämlich nur Bereiche innerhalb oder außerhalb der Auswahl). Wenn Du mit dem Polygon-Lasso einmal die Telefonzelle umkreist hast, dann achte auf den Mauszeiger: Läßt sich die Auswahl schließen, dann erscheint an der Stelle, wo sich Anfangs- und Endpunkt des Polygons wiedertreffen, ein kleiner Kreis im Mauszeiger. Klickst Du mit der Maus, wenn der kleine Kreis zu sehen ist, dann erstellt Photoshop automatisch die fertige Auswahl. Tipp: Du kannst beim Arbeiten mit dem Polygon-Lasso von jeder beliebigen Stelle den Anfangs- und Endpunkt miteinander verbinden lassen (und somit die Auswahl erstellen lassen), indem Du einen Doppelklick machst. Photoshop verbindet dann den Anfangspunkt und die Stelle, an der Du den Doppelklick gemacht hast, durch ein gerades Stück in der Auswahl.

93 M. Neuberger 93 Auswahl speichern Zum Schluss solltest Du Deine fertig gestellte Auswahl speichern. Du hast gemerkt, wie schnell eine Auswahl verloren gehen kann, wenn Du nur einmal mit einem Auswahl-Werkzeug an eine Bildstelle außerhalb der fertigen Auswahl klickst. Natürlich kannst Du das sofort wieder rückgängig machen (Menü "Bearbeiten", "Widerrufen Auswahl aufheben" oder mit Hilfe der Protokoll- Palette). Langfristig kannst Du aber auch eine Auswahl speichern, dann bleibt sie erhalten, wenn Du das Bild speicherst, danach Photoshop verlässt oder den Rechner ganz ausschaltest. Speichere die fertige Auswahl über das Menü "Auswahl", "Auswahl speichern" (s. hier rechts). Die Auswahl wird in einem neuen Kanal angelegt, neben "Name" kannst Du ihm einen Namen geben.

94 M. Neuberger 94 Das Magnetische Lasso Wenn Du diese Lektion bis hierher aufmerksam verfolgt hast, dann wirst Du sicher gemerkt haben, dass ich auf das Magnetische Lasso noch nicht eingegangen bin. Wähle zuerst in der Werkzeugleiste das Magnetische Lasso (s. hier rechts) aus. Danach klickst Du wieder an den Rand der Telefonzelle im Bild. Du kannst die Maus dann direkt wieder loslassen. Nun fährst Du vorsichtig mit dem Mauszeiger die Kontur der Telefonzelle entlang. Photoshop verfolgt bei der Arbeit mit dem Magnetischen Lasso den Mauszeiger und zieht eine Linie. Zwischendurch setzt er einige Punkte. Diese Punkte heißen Befestigungs- punkte. aktives Werkzeug "Magnetisches Lasso

95 M. Neuberger 95 Das Magnetische Lasso Tipp: Wenn Du Dich - wie hier rechts zu sehen - in einer großen Vergrößerung befindest, dann stößt Du bei der Arbeit mit dem magnetischen Lasso bald an die Kante des geöffneten Fensters. Drücke deshalb vorher die Leertaste auf der Tastatur, um kurzfristig (solange die Leertaste gedrückt bleibt) in das Hand-Werkzeug ( ) zu wechseln. Verschiebe nun - mittels der kurzfristig aktivierten Hand - durch Mausziehen den sichtbaren Bildbereich. Triffst Du bei der Arbeit mit dem Magnetischen Lasso zum Schluss wieder auf die Ausgangsposition (dort, wo Du mit dem Magnetischen Lasso begonnen hattest), dann erscheint im Mauszeiger des Magnetischen Lassos wieder das "o" zum Schließen. Du kannst jetzt einmal mit der Maus klicken. Photoshop erstellt Dir dann die Auswahl.

96 M. Neuberger 96 Optionen - Magnetisches Lasso Bei der Arbeit mit dem Polygon-Lasso hattest Du mehrere Mausklicks gemacht, um die Telefonzelle zu umrunden. Zwischen den einzelnen Mausklicks hatte Photoshop jeweils eine Verbindungslinie gezogen und zum Schluss aus den Verbindungslinien die Auswahl (gestrichelte Fließlinie) erstellt. Während der Arbeit mit dem Magnetischen Lasso brauchtest Du nicht mit der Maus zu klicken - außer am Anfang und am Ende. Während Du die Kante der Telefonzelle mit dem Magnetischen Lasso abgefahren bist, hatte Photoshop Befestigungspunkte angezeigt (s. Abb. hier oben rechts). Sobald die Arbeit mit dem Magnetischen Lasso beendet ist, wird die Auswahl erstellt. Die Verbindung zwischen den Befestigungspunkten bildet am Ende die aktive Auswahl.

97 M. Neuberger 97 Magnetisches Lasso Damit Du mit dem Lasso möglichst effizient arbeiten zu kannst, solltest Du in der Optionen Palette für das Magnetische Lasso folgende Einstellungen beachten: Lassobreite: so viel Abstand zum Mauszeiger dürfen die auszuwählenden Bildelemente bei der Arbeit mit dem Magnetischen Lasso haben (Wert zwischen 1 und 40 Pixeln) Frequenz: bestimmt, wie schnell die Befestigungspunkte gesetzt werden. Erlaubt sind Werte zwischen "0" (beim Abfahren der Kante werden nur wenig Befestigungspunkte gesetzt) und "100" (die Befestigungspunkte für die kommende Auswahlbegrenzung werden sehr häufig gesetzt) Kantenkontrast: da das Magnetische Lasso bei der Arbeit auf Kontrastunterschiede zwischen benachbarten Pixeln reagiert, kann hier eingestellt werden, wie gut der Kontrast wahrnehmbar ist. Die Werte liegen zwischen 1% (kontrastarme Kanten) und 100% (kontrastreiche Kanten)

98 M. Neuberger 98 Magnet - Lasso Fazit: Hat das auszuwählende Motiv deutliche Kontrastunterschiede zu seinem Hintergrund, dann empfiehlt sich ein großer Wert für die Lassobreite. Der Wert für den Kantenkontrast kann dann auch höher gestellt werden, dadurch lässt sich die Auswahl recht schnell erstellen. Ein Motiv mit kontrastarmem Übergang zu seinem Hintergrund sollte mit einem niedrigen Wert für Lassobreite und Kantenkontrast freigestellt werden. Leider muss dann aber auch mehr Zeit für die Erstellung der Auswahl (genaueres Abfahren der Kante mit der Maus) investiert werden. Falls sie noch nicht fertig ist, dann erstelle nun die Auswahl rund um die Telefonzelle mit Hilfe des Magnetischen Lassos.Am Ende sollte die Auswahl in etwa so wie auf der Abb. hier rechts aussehen. Du wirst feststellen, dass es einige Stellen gibt, wo die Auswahl nicht sauber an der Telefonzelle anliegt.

99 M. Neuberger 99 Probleme bei der Auswahl Die Auswahlbegrenzung ist zu groß, diese Stelle muß wieder von der fertigen Auswahl abgezogen werden Die Auswahlbegrenzung ist zu klein, die fehlende Bildstelle muß noch zur Auswahl hinzugefügt werden hier hatte das Magnetische Lasso ein Stück der Wand im Hintergrund mit ausgewählt an dieser Stelle der Telefonzelle ist ein Stück nicht mit ausgewählt und hier? Finde es selbst heraus!

100 M. Neuberger 100 Von bestehenden Auswahl abziehen Hier rechts kannst Du erkennen, dass die Auswahl etwas zu groß ist. Hier wurde ein Teil der Wand im Hintergrund mit ausgewählt. Dieses Stück soll jedoch nicht mit zur Auswahl gehören, es muss also von der bestehenden Auswahl mit der Telefonzelle wieder abgezogen werden. Wähle dafür zuerst das Polygon-Lasso aus der Werkzeugleiste aus. Drücke danach die "Alt"-Taste auf der Tastatur. Wenn der Mauszeiger nun in das Bild kommt, dann siehst Du, dass neben dem Mauszeiger für das Polygon-Lasso ein kleines Minuszeichen zu erkennen ist. Achtung: Du kannst mittels der "Alt"-Taste nur etwas von einer bestehenden Auswahl abziehen, wenn bereits eine Auswahl im Bild vorhanden ist! Achtung: Du kannst mittels der "Alt"-Taste nur etwas von einer bestehenden Auswahl abziehen, wenn bereits eine Auswahl im Bild vorhanden ist!

101 M. Neuberger 101 Von der bestehenden Auswahl abziehen Korrigiere jetzt die Kante der zu großen Auswahl mit dem Polygon- Lasso. Halte dabei die "Alt"-Taste gedrückt und klicke einmal links von der Stelle, wo die bestehende Auswahl zu groß wird. Bewege dann den Mauszeiger nach schräg rechts oben, um die Schräge der Telefonzelle richtig nachzubilden. Wie Du siehst, bleibt das Minuszeichen im Mauszeiger weiterhin sichtbar. An dieser Stelle reicht es nicht, mit dem Abziehen von der Auswahl einfach aufzuhören, denn Photoshop "weiß" ja noch nicht genau, welche Bereiche zuviel sind!

102 M. Neuberger 102 Von der bestehenden Auswahl abziehen Damit das Abziehen von der Auswahl sauber wird, muß der abzuziehenden Bereich einmal "umzingelt", also umschlossen werden. Dafür müssen dann End- und Anfangspunkt bei der Arbeit mit dem Polygon-Lasso wieder übereinander kommen. Dann ist auch wieder das kleine "o" im Mauszeiger zu sehen und der so ausgewählte Bereich kann geschlossen werden. Jetzt kannst Du hier links erkennen, dass der zu große Bereich der aktiven Auswahl (gestrichelte Fließlinie) genau innerhalb der neuen Begrenzung der soeben mit dem Polygon- Lasso erschaffenen Vorschau liegt.

103 M. Neuberger 103 Zu der bestehenden Auswahl hinzufügen 1. Hier rechts auf dem Bildausschnitt kannst Du sehen, dass die gelbe Ecke der Telefonzelle in der aktiven Auswahl nicht mitenthalten ist. Falls ein Bildbereich noch zur bestehenden Auswahl hinzugefügt werden soll, so geht das ähnlich wie eben beschrieben: Um den Auswahlbereich zu vergrößern, brauchen wir wieder das Lasso. Dieses Mal habe ich das Freihand-Lasso genommen. Wähle auch Du es aus der Werkzeugleiste aus und drücke dann die "Shift"-Taste auf Deiner Tastatur. Halte während der folgenden Arbeitsschritte die "Shift"-Taste gedrückt!

104 M. Neuberger 104 Zu der bestehenden Auswahl hinzufügen 2. Mit dem Freihand-Lasso setzt Du an der Stelle an, wo die ersten Pixel sind, die in die bestehende Auswahl aufgenommen werden sollen. Du kannst erkennen, das sich im Mauszeiger für das Freihand-Lasso ein kleines Pluszeichen befindet, es soll andeuten, dass gerade zur Auswahl hinzugefügt wird. Fahre jetzt langsam - ohne die Maustaste (und "Shift"-Taste) loszulassen - über die Außenkante des Bereichs der Telefonzelle, der noch nicht mit ausgewählt war. Tipp: Falls Du bei der Arbeit mit der Maus "ausrutschst", dann versuche lieber erst gar nicht, es wieder in demselben Arbeitsschritt auszubügeln: Lass die Maustaste einfach los (die "Shift"-Taste ebenso) und mach den letzten Schritt rückgängig ("Strg." + "Z" drücken)!

105 M. Neuberger 105 Zu der bestehenden Auswahl hinzufügen 3. Wenn Du die Stelle der bestehenden Auswahl (gestrichelte Fließlinie), an der wieder alle gewünschten Bildbereiche zur Auswahl gehören erreicht hast, dann kannst Du durch Mausziehen wieder zur Anfangsstelle zurück. Achte darauf, dass die alte Auswahl durch die neue "umzingelt", also umschlossen wird (s. Abb. hier rechts). Kommst Du wieder an die Stelle von der aus Du mit dem Freihand-Lasso begonnen hattest, so wirst Du feststellen, dass diese Mal nicht das kleine "o" im Mauszeiger auftaucht

106 M. Neuberger 106 Zu der bestehenden Auswahl hinzufügen 4. Bei der Arbeit mit dem Freihand-Lasso gibt es nämlich kein "o" am Ausgangspunkt. Du kannst die Auswahl nämlich jederzeit schließen, indem Du die Maustaste loslässt. Photoshop verbindet dann Ende und Anfang automatisch. Fertig ist jetzt der so vergrößerte Auswahlbereich.

107 M. Neuberger 107 Der Zauberstab Hier rechts kannst Du das ausgewählte Werkzeug "Zauberstab" in der Werkzeugleiste sehen. Klicke mit ihm in Photoshop in eine gelbe Bildstelle der Telefonzelle. Auch mit diesem Werkzeug erstellst Du eine Auswahl, eine gestrichelte Fließlinie also. Hier rechts auf dem Bild kannst Du sie erkennen Merke: der Zauberstab wählt farbgleiche Pixel aus. Dabei prüft er, ob die benachbarten Pixel in der gleichen Farbe vorliegen. Ist das der Fall, kommen sie mit in die Auswahl. Stößt der Zauberstab aber bei der Arbeit auf farbverschiedene Pixel, dann werden sie nicht mit ausgewählt. An diesen Stellen entsteht dadurch die Auswahlbegrenzung. aktives Werkzeug "Zauberstab"

108 M. Neuberger 108 Die Zauberstab-Toleranz Mit einem Doppelklick auf das Werkzeug "Zauberstab" kannst Du die "Zauberstab- Optionen" einblenden (s. hier rechts). In der Palette findest Du den Eintrag "Toleranz", der für die Arbeit mit dem Zauberstab sehr wichtig ist. Hebe die Auswahl in der Telefonzelle auf und erhöhe in der Optionen-Palette die Toleranz des Zauberstabs auf "200". Klicke dann wieder eine gelbe Bildstelle der Telefonzelle an. Merke Dir, was passiert ist. Hebe dann wieder die Auswahl im Bild auf. Nun reduziere die Toleranz des Zauberstabs in der Optionen-Palette auf "5". Klicke wieder eine gelbe Bildstelle an und beobachte, was passiert.

109 M. Neuberger 109 Verschieden hohe Toleranzwerte Desto höher die Toleranz für den Zauberstab eingestellt wird, um so "farbenblinder" arbeitet der Zauberstab: benachbarte Pixel mit starken Farbabweichungen werden mit ausgewählt - im Extremfall (max. Wert "255") sogar schwarze und weiße gemeinsam! Desto niedriger die Toleranz, um so penibler reagiert der Zauberstab: bei einem Minimalwert von "0" für die Toleranz würde der Zauberstab nur benachbarte Pixel mit auswählen, wenn sie absolut dieselbe Farbe hätten, wie das Pixel an der Stelle, wo mit dem Zauberstab hingeklickt wurde.

110 M. Neuberger 110 Farbbereich auswählen Nach einem ähnlichen Prinzip lassen sich auch farbgleiche Pixel im ganzen Bild auswählen. Um das auszuprobieren, hebe zuerst die Auswahl im Bild mit der Telefonzelle wieder auf. Gehe danach in das Menü "Auswahl" und dort auf den Eintrag "Farbbereich auswählen". Nun erscheint ein Fenster wie hier rechts abgebildet. Schiebe es durch Mausziehen in der blauen Titelleiste zur Seite, so dass Du das geöffnete Bild mit der Telefonzelle ebenfalls sehen kannst. Schiebst Du jetzt den Regler unterhalb von "Toleranz" (im Fenster "Farbbereich auswählen") auf "200", dann sieht die Vorschau auf die Telefonzelle im Fenster "Farbbereich auswählen" wie hier rechts aus. Wichtig: das kleine farblose Bildchen im Fenster "Farbbereich auswählen" gibt eine Vorschau auf die kommende Auswahl im geöffneten Bild: die weißen Bereiche stellen die zukünftig ausgewählten Bildbereiche dar, die schwarzen die Nicht- ausgewählten.

111 M. Neuberger 111 Farbbereich auswählen Wann macht es Sinn, eine Auswahl mittels "Farbbereich auswählen" erstellen zu lassen? Du hast sicher schon festgestellt, dass für das Freistellen des Telefonhäuschens weder eine Farbauswahl mit dem Zauberstab noch eine Farbauswahl über das Menü "Farbbereich auswählen" sinnvoll ist. Zauberstab und "Farbbereich auswählen" sind beides Freistellungswerkzeuge, die für Bilder in Frage kommen, die eine homogene (=gleichmäßige) Farbgebung an Stellen haben, die für die Bearbeitung ausgewählt werden müssen.

112 M. Neuberger 112 Zauberstab - Toleranzwerte Der Himmel auf dem Bild ganz links wurde mit dem Zauberstab und einem Toleranzwert von "25" ausgewählt. Innerhalb der Auswahl konnte der Himmel dann einfach und schnell aufgehellt werden. vorherHimmel ausgewählt Himmel bearbeitet

113 M. Neuberger 113 Zauberstab - Toleranzwerte Damit der Himmel hier am Ende blauer gemacht werden konnte, wurde eine Farbbereichs-Auswahl vorgenommen. In der Vorschau (s. Fenster "Farbbereich auswählen" hier links) ist zu erkennen, welche Bereiche mit der eingestellten Toleranz im Bild ausgewählt werden (weiße Bildstellen in der Vorschau). So war es einfach, auch die Spiegelung des Himmels im Wasser mit auszuwählen und zum Schluss blau zu färben.

114 M. Neuberger 114 Auswahl mit dem Zauberstab... Ich hätte zwar auch mit dem Zauberstab auswählen können (s. Bild hier rechts), aber dann wäre die Auswahl immer dort zu Ende, wo andersfarbige Pixel angrenzen (z. B. an den Baumästen). Zwar lässt sich auch bei der Arbeit mit dem Zauberstab zur Auswahl hinzufügen, wenn die "Shift"- Taste gedrückt wird (s. Pluszeichen im Mauszeiger des Zauberstabs hier rechts), aber eine Farbbereichs-Auswahl wäre in diesem Fall sicherlich die schnellere Lösung! Ganz zum Schluss noch ein kleiner Trick: seit Photoshop 5.5 ist es möglich den Zauberstab so arbeiten zu lassen, als wäre es eine Farbbereichs-Auswahl: nimm in den Zauberstab-Optionen das Häkchen neben "Fortlaufend" weg und der Zauberstab funktioniert genauso wie die Farbbereichs-Auswahl!

115 M. Neuberger 115 Wahl des richtigen Auswahlwerkzeugs Vor dem Auswählen mit einem Auswahlwerkzeug ist es sicher oft recht schwierig, sich für das richtige Auswahlwerkzeug zu entscheiden. Trotzdem ist die richtige Wahl des Werkzeugs ausschlaggebend für eine schnelle, saubere Arbeit. Wichtig: alle Auswahlwerkzeuge können miteinander kombiniert werden. So kann zum Beispiel mit dem einen Werkzeug eine grobe Auswahl vorgenommen und dann mit einem anderen etwas zur Auswahl hinzugefügt oder von der Auswahl abgezogen werden.

116 M. Neuberger 116 Bildmontage aktives Werk -zeug "Bewegen"

117 M. Neuberger 117 Links zu Photoshop


Herunterladen ppt "M. Neuberger 1 Digitalfotografie Dr. Karl Bauer Michael Neuberger."

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