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1 Was brauchen Mädchen und junge Frauen für Gesundheit und Wohlbefinden? Dr. Hanna Permien Deutsches Jugendinstitut München Torgau 25.10.2010 www.dji.de.

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1 1 Was brauchen Mädchen und junge Frauen für Gesundheit und Wohlbefinden? Dr. Hanna Permien Deutsches Jugendinstitut München Torgau /

2 2 Aufbau 1. Der 13. Kinder- und Jugendbericht 2. Grundkonzepte des 13. KJB 3. Erschwerte gesellschaftliche Bedingungen des Aufwachsens und Gesundheit 4. Wie gesund sind die Mädchen in Deutschland? 5. Empfehlungen des 13. Kinder- und Jugendberichts 6. Herausforderungen für die Mädchenarbeit

3 1. Der 13. Kinder- und Jugendbericht Mehr Chancen für gesundes Aufwachsen Gesundheitsbezogene Prävention und Gesundheitsförderung in der Kinder- und Jugendhilfe BT-Drucksache 16/12860

4 4 / 1. Warum dieses Thema für einen Kinder- und Jugendbericht? l Sind unsere Kinder und Jugendlichen so krank?? l Und was hat die Kinder- und Jugendhilfe mit Gesundheit zu tun?? Dazu zunächst die Gegenfrage im 13. KJB: Was ist überhaupt Gesundheit? Und was genau bedeutet Gesundheitsförderung? Und was bedeutet Prävention? (s. dazu Teil A des 13. Kinder- und Jugendberichts)

5 5 / 2. Grundkonzepte: Gesundheit (WHO-Definition) Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit! Sie umfasst körperliches, psychisches und soziales Wohlbefinden: Die WHO stellt dem bio-medizinischen Modell ein bio- psycho-soziales Modell von Gesundheit gegenüber, das allerdings bis heute von der Medizin zu wenig anerkannt wird! Quelle:

6 6 / 2. Grundkonzepte: Gesundheit (WHO-Definition) Gesundheit ist objektiv und subjektiv zu verstehen: Nicht nur ÄrztInnen wissen, ob ich gesund bin, sondern es kommt auch darauf an, wie ich mich fühle! Wenn es mir im psycho- sozialen Bereich gut geht, kann ich mit Krankheit oder Behinderung leichter umgehen!!

7 7 / 2. Gesundheit (WHO-Definition): Gesundheit ist kein stabiler Zustand, sondern ein Prozess: Menschen gestalten ihr ganzes Leben lang in ihrem Alltag die Balance zwischen gesunder- haltenden und krankmachenden Faktoren: (Schutz- und Risikofaktoren) – und sind/bleiben umso gesünder, je mehr Schutzfaktoren sie haben: Nicht (nur) ÄrztInnen machen mich gesund – ich kann und muss auch selbst was tun!!

8 8 / 2. Gesundheitsförderung (WHO 1986) Förderung von Ressourcen und Selbstbestimmung! Gesundheitsförderung soll allen Menschen mehr Selbstbestimmung über ihre Gesundheit ermöglichen und sie selbst zu einem ihrer Gesundheit förderlichem Verhalten befähigen. Im Sinne der Salutogenese (Entstehung von Gesundheit) gilt es, ihre Gesundheits-Ressourcen zu stärken und gesundheitsförderliche Lebensverhältnisse zu schaffen !

9 9 / 2. WHO: Gesundheitsförderung Nötig ist also Einflussnahme auf individuelles Verhalten und auf soziale und gesellschaftliche Verhältnisse!! l WHO: Die Gesellschaft muss Bedingungen herstellen, die allen ihren BürgerInnen Gesundheit ermöglichen! l Die Verantwortung für Gesundheitsförderung liegt deshalb nicht nur beim Gesundheitssektor, sondern bei allen Politikbereichen – auch bei der KJH! Quelle:

10 10 / 2. Gesundheitsbezogene Prävention Vermeidung von Risiken in der Zukunft! Definition: Alle Formen von Praxishandeln mit dem Ziel der Vermeidung bzw. frühzeitigen Linderung von gesundheitlichen Belastungen bzw. Krankheiten. Prävention ist orientiert an l der Pathogenese (Entstehung von Krankheiten) l von Experten bestimmten Normen und Methoden l ist oft nur auf Verhalten der Einzelnen gerichtet In Präventionsprogrammen fehlt oft Subjekt- und Ressourcen- orientierung sowie Bezug zu Lebensverhältnissen

11 11 / Gesundheitsressourcen fördern Gesundheitsförderung Salutogenese Gesundheitsrisiken senken Prävention Pathogenese Gesundheit Aktivitäten zur Verbesserung der Gesundheit

12 12 / 3. Gesellschaftliche Verhältnisse: (Erschwerte) Bedingungen des Aufwachsens * l Die Ansprüche an eine gelingende Sozialisation (bei ungewisser Zukunft) steigen. Familien, Schule, Kinder- und Jugendhilfe sind immer mehr gefordert – und nicht selten überfordert. l Die gesellschaftlichen Ressourcen und die Risiken für eine erfolgreiche Lebensgestaltung sind zunehmend sozial ungleich verteilt. l Verschiebung der Balance von Fördern zu Fordern! *s. dazu Teil A des 13. Kinder- und Jugendberichts

13 13 / 3. (Erschwerte) Bedingungen des Aufwachsens l Verschiebung der Verantwortung von der Gesellschaft immer mehr auf die Einzelne! vom Wohlfahrts- zum aktivierenden Sozialstaat l bei gleichzeitiger Abnahme von sozialem Zusammenhalt in Familie, Kommune, Arbeitswelt. l Gefahr zunehmender Exklusion /Ausschluss von sozial Benachteiligten Lebensverhältnisse können krank machen! Die Gesellschaft tut zu wenig für gesundheitsförder- liche Lebensverhältnisse von sozial Benachteiligten!!

14 14 / 4. Wie gesund sind die Kinder und Jugendlichen in Deutschland? * Zunächst die gute Nachricht: 80% - 90% der Kinder und Jugendlichen sind und fühlen sich gesund ! * s. dazu Teil B des 13. Kinder- und Jugendberichts

15 15 4. Zentrale Aspekte von Jugendgesundheit im 13. KJB / Der 13. KJB beleuchtet Gesundheit, Krankheit und Behinderungen von Jugendlichen in Deutschland unter den Aspekten: l Neue Morbiditäten l Lebensverlaufsperspektive l Gesundheitsrelevante Entwicklungsthemen l Gesundheitliche Ungleichheit

16 16 / 4. Neue Morbiditäten (Zivilisationskrankheiten) Schon bei Kindern und Jugendlichen: Veränderung des Krankheitsspektrums (a) von akuten zu chronischen Erkrankungen (b) von somatischen zu psychosomatischen und psychischen Störungen und Verhaltensauffälligkeiten: >> (Neue Morbiditäten): z.B. Allergien, Chronische Atemwegserkrankungen, Schmerzen mit unklarer Ursache, Übergewicht, Essstörungen, Bewegungsmangel und Folgestörungen, Angststörungen, Depression, ADHS, psychosoziale Auffälligkeiten …

17 17 / 4. Neue Morbiditäten (Zivilisationskrankheiten) Neue Morbiditäten: bedingt durch eine Vielzahl von vernetzten Ursachen, auch stark durch das Verhalten (Lebensstil) und die Lebensverhältnisse ! >> Der Gesundheitsbegriff darf also nicht nur das körperliche, sondern muss auch das psycho-soziale Wohlbefinden umfassen ! >> Die neuen Gesundheitsprobleme kann die Medizin alleine nicht lösen, >>Gefahr der Medikalisierung und Psychiatrisierung psychosozialer und gesellschaftlicher Probleme >>auch deshalb ist die ganze Gesellschaft und auch die Jugendhilfe gefragt!

18 18 / 4. Lebensverlaufsperspektive l Wichtig: Der gute Start ins Leben!! l Ungünstige Bedingungen in der Schwangerschaft (Stress, Rauchen, Drogen) und in der Kindheit (z.B. Fehlernährung) können nicht nur zu aktuellen Problemen ( z.B. Nervosität, Zahnverfall, Übergewicht) führen, sondern auch spätere Krankheiten begünstigen (z.B. Diabetes, Herz-Kreislaufprobleme) l Jeder Mensch beginnt also schon in der Kindheit, Zinsen bzw. Hypotheken in Bezug auf seine Gesundheit zu sammeln. l Die Lebensverlaufsperspektive betont die Notwendigkeit derFörderung altersspezifischer Entwicklungsressourcen.

19 19 / 4. Gesundheitsrelevante Entwicklungsthemen im Licht von neuen Morbiditäten und Lebensverlaufsperspektive (0 – < 3 J.) Bindung und Autonomie Bindungsstörungen, Regulationsstörungen (3 – < 6 J.) Bewegen, Sprechen, soziale Achtsamkeit Entwicklungsstörungen der Sprache, Motorik und des Verhaltens (6 – < 12 J.) Sich bewähren, Welt aneignen, Beziehungen eingehen ADHS, Angststörungen, Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten, Übergewicht

20 20 / 4. Gesundheitsrelevante Entwicklungsthemen (12 – < 18 J.) Körper spüren, Grenzen suchen, Identität finden Depressive Störungen, selbstverletzendes Verhalten, Essstörungen (Anorexie, Bulimie), Suchtmittelkonsum, Delinquenz und Gewalt (18 – < 27 J.) Sich entscheiden, Intimität leben, Verantwortung übernehmen l Persönlichkeitsstörungen (z.B. Borderline-Störung); Suchtmittelmissbrauch/Abhängigkeit; Internet-, Kauf- u.a. Süchte l Psychische/psychosomatische Belastungen am Ausbildungs- und Arbeitsplatz bzw. durch fehlende Perspektiven

21 21 / 4. Gesundheitliche Ungleichheit Sozial benachteiligte Heranwachsende (mit Migrations- hintergrund) sind auch gesundheitlich benachteiligt: l Sie erleiden mehr Unfälle und tun weniger für ihre Zahngesundheit l Sie bewegen sich weniger sind motorisch weniger leistungsfähig, l Sie ernähren sich ungesünder und sind häufiger übergewichtig l Ihr Medienkonsum ist höher l Sie haben häufiger mehrere Gesundheitsprobleme und geringeres Wohlbefinden, l Sie zeigen häufiger Verhaltensauffälligkeiten (v.a. Jungen – Probleme von Mädchen sind weniger auffällig!), l Sie haben häufiger psychische Probleme und Essstörungen ( Quelle: KiGGS-Daten; n ach Angaben der Eltern und der Jugendlichen )

22 22 / Ungleicher Zugang

23 23 / 4. Fazit : Wer ärmer ist, ist öfter krank! l ungünstigeres Gesundheitsverhalten l gesundheitlich schlechter versorgt l ungünstigeres Familienklima mit weniger Zusammenhalt l höhere Gewaltbelastung und erhöhte Gewaltbereitschaft. l Kinder aus unvollständigen Familien: gehäuft psychische Auffälligkeiten, (v.a. bei Arbeitslosigkeit der Mütter), l insgesamt geringere personale, soziale und familiäre Ressourcen, (v.a. Mädchen und Jungen mit psychischen und Verhaltensproblemen) und fühlen sich weniger wohl. l Sie können deshalb Belastungen besonders schlecht ausgleichen!! (Quelle: KiGGS-Daten; nach Angaben der Eltern und der Jugendlichen)

24 24 / 4. Psychische Auffälligkeiten bei 3- bis 17-Jährigen (Elternangaben); KiGGS-Sonderauswertung des RKI im Rahmen des 13. KJB

25 25 4.Psychische und Verhaltensauffälligkeiten (11 bis 17 J. /Elternangaben ) 11 bis 13 Jahre14 bis 17 Jahre insgesamt17%12% GeschlechtMädchen: 12 % Jungen: 21 % Mädchen: 10% Jungen: 14% Migrations­ hintergrund mit MiH: 25% ohne MiH: 15% mit MiH: 15% ohne MiH: 12% sozialer Statushoch: 8% mittel: 16% niedrig: 23% hoch: 7% mittel: 12% niedrig: 18% Quelle: Hölling u.a /

26 26 4. Schmerzen in den letzten 3 Monaten - v.a. Kopf-, Bauch- u. Rückenschmerzen nehmen mit dem Alter zu, - bei Mädchen kommen häufig Regelschmerzen dazu! - Schmerzen - Chronische Krankheiten und häufige Schmerzen geringere Lebensqualität! MädchenJungen Jahre72%63% Jahre92%77% /

27 27 / 4. Übergewicht und Adipositas bei 14- bis 17-Jährigen Übergewicht insgesamt: 17% davon Adipositas: 9 % Migrationshintergrund (nur Adipositas) Mit MiH: 10% Ohne MiH: 6% Sozialer Status (nur Adipositas) Niedrig: 14% Mittel: 7% Hoch: 5%

28 28 4. Symptome von Essstörungen (11 bis 17 J.) (Selbstauskunft der Befragten ) 11 bis 13 Jahre14 bis 17 Jahre insgesamt21%23% GeschlechtMädchen: 25 % Jungen: 18 % Mädchen: 32% Jungen: 14% Migrations­ hintergrund mit MiH: 30% ohne MiH: 19% mit MiH: 30% ohne MiH: 21% sozialer Statushoch: 13% mittel: 19% niedrig: 28% hoch: 17% mittel: 23% niedrig: 27% Quelle: Hölling/Schlack /

29 29 / 4. Suchtmittel-Konsum BereichMädchen/ FrauenJungen/ MännerBemerkung Tabak (mind. 1x pro Woche) 42% (17 Jahre) 43% (20-25 Jahre) 43% (17 Jahre) 44% (20-25 Jahre ) Rückgang seit 1973 Alkohol (mind. 1x pro Woche) 31-39% (17 Jahre) 54-67% (17 Jahre) Rückgang Binge Drinking Komasaufen 37% - 54% (15-17 J) 63% -64% (15-17 J) 5 u. mehr Gläser hintereinander: Starke Zunahme Illegale Drogen, v.a. Cannabis (im letzten Jahr) 15% (17 Jahre)25% (17 Jahre) ?? Glücksspiel – % MännerSchätzung Internet3-7% süchtig 7-10% gefährdet Etwas mehr Männer Schätzung

30 30 4. Vorsicht vor Normierung und Stigmatisierung: l Ergebnisse von Studien: zwar notwendig und nützlich – aber auch normierend, etikettierend, stigmatisierend! l Nur ein schmaler Grat: - zwischen gut gemeinter Unterstützung für die Sozial Schwachen und der Unterstellung, dass sie doch selbst schuld seien. - zwischen gut gemeinten Empfehlungen für eine gesunde Lebensführung und einer Normierung von Gesundheit, die Abweichler ächtet. l Ächtung: oft schlimmer als das Ursprungsproblem ! /

31 31 / 5. Empfehlungen des 13. KJB Nicht nur punktuelle Prävention und Projektitits! Der Körper: Wahrnehmung nur als segmentierter Risikofaktor, dem man mit punktueller, isolierter Prävention beikommen muss??? Stattdessen: Mehr auf die ganze Person und ihr Umfeld gerichtete kontinuierliche Förderung im Alltag l Förderung eines positiven, achtsamen Bezugs auf den eigenen Körper als Ganzes sowie auf fremde Körper l Förderung eines kommunikativen Weltbezugs (reden wir drüber!)

32 32 / 5. Empfehlungen des 13. KJB Befähigungs- und Bildungsgerechtigkeit und Inklusion Befähigung – Empowerment von sozial und gesundheitlich Benachteiligten durch genügend geeignete (Bildungs-) Angebote, l um Ressourcen für eine gesunde Entwicklung, l eine selbstbestimmte Lebenspraxis, l sowie Chancen für gesellschaft- liche Teilhabe (Inklusion) für alle Mädchen und Jungen zu erhöhen.

33 33 / 5. Gesundheitsförderung ist/braucht Bildung! Handeln Moti- vation Wissen Verhält- nisse

34 34 5. Empfehlungen des 13. KJB Gesundheit und Förderung auch für die Fachkräfte Ausreichende Förderung der Gesundheit der Fachkräfte? Gutes Betriebsklima – für Fachkräfte wie für Mädchen und Jungen ? Gute, ausreichende Fortbildungen zu Gesundheit ? (z.B. zu ADHS oder Traumapädagogik, zu Gender- und Kultursensibilität) Genug Zeit für Fortbildung und Umsetzung des Gelernten Genug Zeit für Kooperation? Gute und ausreichende Supervision?

35 35 5. Empfehlungen des 13. KJB Interprofessionelle Vernetzung und Wechsel von der Anbieter- zur AdressatInnen- Perspektive Bessere Vernetzung von KJH, Gesundheitssystem und Behindertenhilfe auf kommunaler Ebene Gemeinsame Entwicklung bedarfsgerechter, passgenauer Förderkonzepte Perspektivenwechsel: Von der Orientierung am Anbieter zur Orientierung an den Bedürfnissen der AdressatInnen Verbindliche Partizipation

36 36 / 5. Empfehlungen des 13. KJB Armutsbekämpfung Isolierte, segmentierte Prävention reicht nicht! Nötig: Kommunale Strategien der Armutsbekämpfung z.B. Ausbau von l gesundheitsförderlichen Betreuungs-, Bildungs- und Freizeitangeboten sowie l zielgruppenbezogenen Versorgungsangeboten im Gesundheitsbereich. l Strategien, die den Zugang sichern: nicht zu speziell, aber attraktiv und erreichbar für die Zielgruppe!

37 37 / 5. Empfehlungen des 13. KJB Mehr Gesundheit für alle! Verringerung ungleicher Gesundheitschancen als vorrangiges nationales Gesundheitsziel – schon deshalb, weil es sonst für alle Beteiligten sehr, sehr teuer wird!

38 38 / 6. Herausforderungen für die Arbeit mit Mädchen Mädchen (11-17 J.) fühlen sich weniger wohl als Jungen l Unzufriedener /unglücklicher in Bezug auf : - v.a. Körper, Selbstwert, - aber auch in Bezug auf: Psyche, Familie, FreundInnen, Schule l Mädchen haben offiziell weniger passive Gewalterfahrungen und werden auch seltener gewalttätig als Jungen – aber was ist mit sexueller Gewalt??? l Mädchenarbeit muss damit rechnen, dass einige Mädchen Traumata erlitten haben oder in sehr problematischen Verhältnissen leben

39 39 / 6. Herausforderungen Bedeutung von Partizipation Gerade weil Gesundheit keine Norm ist: FRAGEN nach: Dem eigenen Verhältnis von Mädchen zu ihrem Körper, vielleicht geprägt l von (falschen) Schönheitsidealen, l von Funktionalisierungen und Zurichtungen auf der Suche nach sozialer ( jugendkultureller ) Zugehörigkeit l von Gewalterfahrungen, Vernachlässigung, Mobbing l oder von Bewegungsmangel, falscher oder Mangel- Ernährung

40 40 5. Herausforderungen Umgang mit problematischen Strategien: Deshalb vielleicht: (partielle) Ablehnung oder Vernachlässigung des eigenen Körpers, gar kein Gefühl für den eigenen Körper, Verhässlichung, Überfütterung, Auszehrung Gewalt gegen den eigenen oder fremde Körper Essstörungen, Selbstverletzung, Schmerz- und Suchtphänomene Beharren auf problematischen Balancen zwischen körperlichem, seelischen und sozialem Wohlbefinden >> Was können/wollen die Mädchen tun, um ihr Verhältnis zu ihrem Körper und damit zu sich selbst zu verbessern?

41 41 / 6. Herausforderungen Bedeutung von Partizipation Gerade weil Gesundheit keine Norm ist: FRAGEN nach: Was heißt Gesundheit für die Mädchen selbst? Welchen Wert hat Gesundheit für sie überhaupt? Welche Balance zwischen körperlichem, seelischen und sozialem Wohlbefinden haben sie gefunden, Welche erscheint ihnen erstrebenswert? Angebote sollten Ressourcen-orientiert und ganzheitlich sein Spaß machen und Neugier wecken Ihre wichtigsten Zielgruppen erreichen

42 42 / 5. Herausforderungen Kooperation und Sozialraumbezug l Angebote im Alltag, im Setting, an für die Mädchen sozial bedeutsamen Lebensorten, l Mit Sozialraumbezug und Kooperation mit: den Eltern den Schulen, ÄrztInnen und TherapeutInnen vor Ort, dem Öffentlichen Gesundheitsdienst Suchthilfe, Sexualberatung, Familienplanung Freizeit- und Sportangeboten….

43 43 / Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und Geduld! – hoffentlich haben Sie jetzt viele neue FRAGEN??? – aber auch genug ANREGUNGEN!

44 44 / Zu den Grundlagen Nico Dragano / Thomas Lampert / Johannes Siegrist: Wie baut sich soziale und gesundheitliche Ungleichheit im Lebenslauf auf? Petra Kolip: Zentrale gender-relevante Kriterien für Gesundheits- förderung und Prävention Bernd Röhrle: Evaluationsprogramme zu Strategien der Gesund- heitsförderung und Prävention – was können sie leisten? Manfred Hintermair: Salutogenetische und Empowerment-Konzepte in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen Expertisen (I) abrufbar über:

45 45 / Expertisen (II) Kinderbetreuung und Förderung von Heranwachsenden mit Behinderungen Tina Friederich: Die Bedeutung von Gesundheitsförderung und Prävention in Kindertageseinrichtungen Renate Höfer, Luise Behringer: Interdisziplinäre Frühförderung - Angebot und Leistungen Elisabeth Wacker: Delphi-Studie zu Gesundheitsförderung und Gesundheitschancen von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen

46 46 / Expertisen (III) Kinder- und Jugendarbeit und Jugendberufshilfe Andreas Hanses/Kirsten Sander: Gesundheitsförderung in der außerschulischen Jugendarbeit Knut Lambertin: Gesundheitsförderung in der Jugendverbandsarbeit Elke Opper/Petra Wagner: Gesundheitsförderung und Prävention im Kinder- und Jugendsport Peter Paulus: Gesundheitsförderung in Kooperation von Schule, Jugendhilfe und anderen Partnern Florian Straus: Gesundheitsförderung und Prävention in berufsbildenden Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe

47 47 / Expertisen (IV) Gesundheitsförderung und Prävention in Erziehungshilfen und für Kinder und Jugendliche in Risikolagen Albert Lenz: Riskante Lebensbedingungen von Kindern psychisch und suchtkranker Eltern – Stärkung ihrer Ressourcen durch Angebote der Jugendhilfe Michael Kölch: Hilfen für Kinder aus Sicht ihrer psychisch kranken Eltern Stephan Sting: Suchtprävention im Kindes- und Jugendalter Ulrich Gerth /Klaus Menne: Der Beitrag der Erziehungsberatung zur Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen Margret Dörr: Gesundheitsförderung in stationären Angeboten der Jugendhilfe: Heime als Orte für Salutogenese Jörg M. Fegert/Tanja Besier: Psychisch belastete Kinder und Jugendliche an der Schnittstelle zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Gesundheitssystem


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