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Möglichkeiten und Grenzen der agrarischen Nutzung in den Tropen (Beispiel: Nomadismus und Halbnomadismus)

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Präsentation zum Thema: "Möglichkeiten und Grenzen der agrarischen Nutzung in den Tropen (Beispiel: Nomadismus und Halbnomadismus)"—  Präsentation transkript:

1 Möglichkeiten und Grenzen der agrarischen Nutzung in den Tropen (Beispiel: Nomadismus und Halbnomadismus)

2 Was ist Nomadismus? Vollnomadismus: Vollnomadismus: Gänzlich ohne längere Niederlassung, alle Mitglieder der Gruppe sind beteiligt Halbnomadismus: Halbnomadismus: Nur ein Teil der Gesamtgruppe zieht umher; Alte, Frauen und Kinder bleiben in Siedlungen Der Rhythmus von Wanderungen ist unterschiedlich. Er kann nur wenige Wochen, aber auch mehrere Jahre betragen.

3 Was sind Nomaden? Früher: Händler und Transportunternehmer Zusammensetzung der Herde: Früher: Kamele und Pferde Heute: Schafe, Ziegen und Rinder Weltweit zählen ca. 10 Mio. Menschen zu den Nomaden (Vor allem in den Trocken- und Dornsavannen Afrikas und in den Hochländern von Iran und Afghanistan)

4 Landnutzung in der Problemzone Sahel Klima: Keine durchgehenden Regenzeiten (werden von Trockenphasen unterbrochen) Die Evapotranspiration (Evaporation = Wasserdampfabgabe von der Oberfläche; Transpiration = Wasserdampfabgabe durch Pflanzen) erreicht in Sahel Werte bis zu 1800 mm/Jahr Dadurch verhärtet die Oberfläche der Böden. Spätere Niederschläge fließen rasch ab ohne den Boden tiefgründig zu durchfeuchten.

5 Traditioneller Nomadismus im Sahel Hirse wurde in südlicheren Gebieten mit längerer Feuchtigkeitsperiode angebaut. Haupterwerbszweig war die Viehzucht (mit Beginn der Niederschläge zogen die Männer in nach Norden in die Savannengebiete, die ausreichend Weidefläche boten; Nach der beginnenden Austrocknung des Bodens wieder nach Süden, wo die abgeernteten Felder als Stoppelweide dienten) Halbnomaden: Vollnomaden: -In den nördlichen Gebieten des Sahel -Wanderten mit dem Sommerregen weiter nach Norden -Kehrten nach dem Ende der Niederschläge wieder in südl. Weidegebiete zurück Diese Art des Nomadismus fügte dem Naturraum keine Schäden zu, solange die Herden entsprechend klein blieben.

6 Zusammenbruch des Nomadensystems -Starkes Bevölkerungswachstum > Flächenbedarf steigt - Nahrungsbedarf konnte durch Nomadismus nicht befriedigt werden > Hirseanbaufläche stieg um 300% (Nomaden wurden beschuldigt, aus Prestigesucht zu große Herden zu halten > ökologische Belastung des Sahel-Gebietes Wichtig ist für die Nomaden das Überleben ihrer Herde) -Es werden 30% zu viele Tiere gehalten > Desertifikation

7 Verschlechterung des Naturraums: - Anstieg des Hirseanbaus auf wenig geeigneten Flächen >Austrocknung und Abtragung der Böden -Starkes Bevölkerungswachstum > tiefere Brunnen > Grundwasserspiegel sinkt -Baumbestand durch höheren Holzbedarf gefährdet -Restliche Vegetation durch Ziegenvermehrung zerstört Problem Bodenerosion: Übermäßiger Weidegang > keine Samenreife > tiefwurzelige Pflanzen gehen verloren > Abfluss auf den geschaffenen Sandböden steigt (wird durch Viehtritt gesteigert) > pro km² t Boden abgetragen > Unfruchtbarkeit des Bodens und Artenverminderung

8 Lösungsalternativen: -Steigerung des Imports -Bevölkerungsminderung -Angepasste Landnutzungsformen Da die Bevölkerung wächst und die Handelsdefizite steigen, bleibt nur eine Anpassung der Landnutzung (Begünstigung des ländlichen Raumes) Mögliche Lösung des Problems: Anpflanzung der Acacia albida: - hat einen umgekehrten Vegetationszyklus - verliert in der Regenzeit die Blätter > Düngung des Ackerlandes - transportiert Mineralstoffe an die Oberfläche (zu den Kulturpflanzen) - in der Trockenzeit beschattet der Baum den Boden - liefert ab März Fruchtschoten (Futter fürs Vieh)

9 Landnutzungssystem der Bobo-Bwaba: -Besitzen Häusergärten mit Mais, Sorghum und Tabak -Um die Häusergärten – Felder von Acacia albidas (werden dauernd genutzt) -Wenn Kuhdünger nicht ausreicht – Hügelbeete mit eingegrabenen Pflanzenresten -Bauen je nach Bodentiefe u. –qualität Verschiedenes an System kann nicht im gesamten Tropenbereich angewandt werden. > viele Länder fördern den Kunstdüngereinsatz


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