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Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005.

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Präsentation zum Thema: "Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005."—  Präsentation transkript:

1 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005

2 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Vorstellung Mag. Dr. Peter Adler geb verheiratet, 2 Töchter, 2 Söhne Unternehmer, Unternehmens- berater, eingetr. Mediator Telefon:

3 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Motivation des Gesetzgebers Bundesverfassungsgesetz Art. 7 Abs 1: Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Die Republik (Bund, Länder und Gemeinden) bekennt sich dazu, die Gleichstellung von behinderten und nichtbehinderten Menschen in allen Bereichen des Lebens zu gewährleisten. z+ Nichtdiskriminierungs-RL der EU

4 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Geltung zDas Gesetz tritt am in Kraft. zFür bauliche Investitionen (Datum der Baubewilligung!) ist eine Übergangsfrist bis 2015 vorgesehen, aber wenn: - < EUR 1.000,- bis < EUR 3.000,- bis < EUR 5.000,- bis 2013 innerhalb einer funktionellen Einheit

5 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Geltung zbei Generalsanierung sofort zbei Inanspruchnahme öffentlicher Mittel bis 2008 zBeseitigung der Barriere zumutbar ? - organisatorische Anpassungen - Fördermittel möglich (Land+Bund)

6 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Diskriminierung - Personenkreis zBehinderte selbst und deren Verwandte in gerader Linie, Geschwister und Ehe- bzw. LebenspartnerInnen zpflegende Elternteile zbetreuende Angehörige

7 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Rechtsfolgen bei Verletzung zAnspruch auf Ersatz des Vermögensschadens: <> Beseitigung der Barriere <> Einstellung, Aufstieg im Betrieb, Schulung zErlittene persönliche Beeinträchtigung: >= EUR 400,-

8 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Ziel des Gesetzes zGleichstellung von Menschen mit Behinderungen: z1. bei der Einstellung, Be(förderung) und Kündigung z2. beim Zugang im öffentlichen Raum - Barrierefreiheit

9 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Gleichstellung von Menschen bei der Einstellung, Be(förderung) und Kündigung zEinstellung: z- Formalvorschrift Nichtberücksichtigung der Bewerbung (§ 7c) -> EUR 500,- ACHTUNG: Keine Pseudoverfahren einführen!

10 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Gleichstellung von Menschen bei der Einstellung, Be(förderung) und Kündigung zSchulungen zKündigung: - begünstigt Behinderte: wie bisher - neu: Anfechtung einer Kündigung, die durch Behinderung motiviert ist

11 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Gleichstellung von Menschen beim Zugang im öffentlichen Raum (Barrierefreiheit) zZugang zu: Geschäften, Kanzleien, Ordinationen,... zZumutbarkeit: §6 unverhältnismäßige Belastungen (wirtschaftlich, Zeitfaktor, Förderung,...) zauch: INTERNETSEITEN !! (keine Übergangsfristen)

12 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Verfahren zAnspruch: Schadenersatz (außer Kündigung) zZivilrechtlicher Anspruch zvor Klage: Schlichtungsverfahren mit Mediation zzuständig: Bundessozialamt

13 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Verfahren - Mediation Was ist Mediation ? Mediation ist ein strukturiertes Verfahren, bei dem eine neutrale dritte Person zwei oder mehrere Parteien mit dem Ziel unterstützt, ihren Konflikt aus freiem Willen durch Verhandlung beizulegen.

14 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Verfahren - Mediation Die Phasen in der Mediation A uftragsklärung L iste der Themen P ositionen und Interessen H eureka A b schlussvereinbarung

15 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Verfahren - Mediation Auftragsklärung In dieser Phase wird geklärt, was überhaupt geklärt werden soll, z.B. Warum sind sie heute zu mir gekommen und was wollen sie hier erreichen? Das wichtigste im Rahmen der Auftragsklärung ist es, herauszufinden was die Parteien tatsächlich wollen und was nicht. Diese Phase endet mit einer gemeinsamen Zielverein-barung für die Mediation und der Aufklärung der Parteien über die Rahmenbedingungen und Pflichten des Mediators.

16 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Verfahren - Mediation Liste der Themen Die Parteien einigen sich darüber, an welcher Stelle und wo genau Uneinigkeit besteht - we agree to disagree In dieser Phase wird die Sachlage erörtert, die Themen und Regelungspunkte erarbeitet und im Detail abgeklärt, was besprochen werden muss.

17 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Verfahren - Mediation Positionen und Interessen z In dieser Phase besteht die Aufgabe darin, die hinter den vertretenen Positionen zu den einzelnen Themenpunkten verborgenen Interessen zum Vorschein zu bringen. z Es geht darum, Antworten auf die Fragen: - Was sind meine eigentlichen Interessen? - Wozu ist mir das wichtig? zu finden.

18 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Verfahren - Mediation Heureka z Heureka bedeutet: Ein Fühlen, ein Erleben, ein Ich habe es gefunden. - In dieser Phase geht es darum, den Parteien die notwendige Unterstützung zu geben selbst kreative und angemessene Lösungen im Sinne aller Beteiligten zu finden. z Antworten auf die Frage Was könnten wir denn tun, um all das unter einen Hut zu bringen, was uns in den Phasen Auftragsklärung, Liste der Themen, Positionen und Interessen wichtig war.

19 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Verfahren - Mediation Abschlussvereinbarung z A bedeutet Action und es kommt zur Unterfertigung der Abschlussvereinbarung. z Diese Vereinbarung kann dann als Ergebnis für die gemeinsam gefundene Lösung gesehen werden. z Die rechtliche Verbindlichkeit (z.B. Exekutions- klausel) kann herbeigeführt werden.

20 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Warum Mediation und nicht gleich Gerichtsverfahren? zInternationale Erfahrungen: zUSA: ADA: Im Gegensatz zu sonstigen Materien (Konsumenten- schutz) wird in diesem Bereich kaum geklagt, sondern es entstehen neue Lösungen. zCH: ist im Gesetz vorgesehen und bewährt sich

21 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Warum Mediation und nicht gleich Gerichtsverfahren? Martin Ladstätter / BIZEPS:Ein Gesetz, das nur Urteile zur Folge hat, erzeugt verbrannte Erde Nachsatz: "... und wird dann durch Novellen sukzessive entschärft.

22 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Fallbeispiel Schulung zEin gehbehinderter Mitarbeiter kann an einer Schulung nicht teilnehmen, weil das Seminarhotel nicht behindertengerecht ist. zFür eine Schulung sind nur schrift- liche Unterlagen vorhanden, obwohl es sehbehinderte MitarbeiterInnen gibt. (und umgekehrt!)

23 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Fallbeispiel Zugang zZugang zum Arzt ist zwar für Menschen mit Gehbehinderungen barrierefrei, für Menschen mit Sehbehinderungen gibt es aber keinerlei Beschriftungen. zDie Rechtsanwaltskanzlei ist im 2.Stock, der Lift beginnt im Hochparterre.

24 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Fallbeispiel Dienstleistungsverweigerung zEin Besucher mit Hörbehinderung will Karten für ein Fußballmatch kaufen, der Kartenverkäufer weigert sich. zIns Friseurlokal sind Stufen, die ein Kunde mit Gehbehinderung nicht überwinden kann.

25 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Positive Lösungen zKampagne in Großbritannien: ARE YOU OPEN FOR ALL? zDer Friseur kopiert die Preisliste auf DIN A3-Format. zDer Gemüsehändler hat Block & Bleistift für gehörlose Kunden bereitliegen.

26 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Nächste Schritte zVerein Mediation ohne Barrieren zSicherung der Qualifikation der MediatorInnen österreichweit, z.B.: - Verfahrenswissen - Sicherung eines einfachen und transparenten Verfahrensablaufs - soziale Kompetenzen, Umgang - Vernetzung in die unterstützenden Organisationen - Sicherung des Erfahrungsaustauschs

27 Mediation ohne Barrieren ADLER MEDIATION Mag.Dr.Peter ADLER - Behindertengleichstellungsgesetz 2005 Danke fürs Zuhören!


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