Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Fundraising, Spenden und Sponsoring Anja Gimmler Anja Schifferdecker BMD - 6.Semester - HdM Stuttgart - 2005.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Fundraising, Spenden und Sponsoring Anja Gimmler Anja Schifferdecker BMD - 6.Semester - HdM Stuttgart - 2005."—  Präsentation transkript:

1 Fundraising, Spenden und Sponsoring Anja Gimmler Anja Schifferdecker BMD - 6.Semester - HdM Stuttgart

2 Begriffsdefinitionen Was ist Fundraising Fundraising sind die Gesamtheit der Aktivitäten zur (zusätzlichen) Mitteleinwerbung für Non-Profit Organisationen. Im Gegensatz dazu: Fundraising ist die Beschaffung von Mitteln zur Verwirklichung von am Gemeinwohl orientierten Zwecken, die durch den Geber ohne eine entsprechende Gegenleistung des Empfängers bereitgestellt werden, = Diese Definition schließt Sponsoring und Einwerbung von Fördergeldern aus

3 Begriffsdefinitionen Was sind Spenden? Spenden sind Zuwendungen, die freiwillig, uneigennützig und unentgeltlich geleistet werden. Es kann sich dabei sowohl um Geld-, Sachzuwendungen oder Zeitspenden (Ehrenamt) handeln. Freiwillig = wenn sie ohne rechtliche Verpflichtung geleistet werden Unentgeltlich= wenn kein Zusammenhang mit einer ursächlich Gegenleistung besteht Mäzene, Mäzenatentum Private Großspender

4 Begriffsdefinitionen Was ist Sponsoring? Geschäft auf Gegenseitigkeit Geld- Sachmittel oder Dienstleistungen werden für eine konkrete und angemessene Gegenleistung bereitgestellt. Gemeinnützigkeit des Empfängers ist nicht erforderlich Abzug bei Betriebsausgaben ist unbegrenzt möglich

5 Entwicklung der Professionalisierung beim Fundraising USA 1935 American Association of Fund Raising Councel (AAFRC) 1960 Berufsverband Association of Fundraising Professionals (AFP) 2005: Über Mitglieder 1974 Gründung von The Fund Raising School (TFRS) Deutschland 1993 Bundesarbeitsgemeinschaft Soztialmarkteting (BSM) – Deutscher Fundraising Verband e.V. 2003: 850 Mitglieder 1999 Fundraising Akademie gGmbH

6 Wer gibt? Marktvolumen in Deutschland Geplante Sponsorings von Unternehmen Gesamtvolumen: 2005: 3,6 Mrd. 2005: 4,3 Mrd. 2006: 3,9 Mrd davon:für Medien900 Millionen für Kultur:300 Millionen für Public: 300 Millionen Anteil an Unternehmenskommunikation : 17 % Spenden von Privatpersonen Gesamtvolumen: Jährlich zwischen Mrd. Der durchschn. jährliche Betrag von Kleinspendern: 75 und 100 Stiftungsfördermittel – Stiftungen fördern gemeinnützige Projekte mit 1,5 Mrd. im Jahr. Quellen: - SPONSOR VISIONS 2005 – pilot group - - Fundraising für Bürgerstiftungen – Aktive Bürgerschaft -

7 Im Vergleich – Marktvolumen USA Bericht GIVING USA 2004: 240 Mrd. $ für Wohltätige Zwecke Aber genauere Analyse bei öffentlichen Bibliotheken ergibt (z.T.) anderes Bild Gesamt USA sonstige Einnahmen: 8,7 % Einzelne Staaten: Arizona 2,3 % Michigan 7,6 % Nevada29,0 % New York15,6 % Washington 5,4 % Quellen: - Präsentation von Alexander, Haas, Martin and Parterners: GIVING USA 2004 : The Annual Report on Philanthropy for the Year NCES – National Center for Education Statistics - Fiscal Year 2002, veröffentl. März 2005

8 Organisation und Vorgehensweise für erfolgreiches Fundraising

9 Rahmenbedingungen Rahmenbedingungen von außen –Zustimmung des Trägers einholen und grundsätzliche Absprache treffen (möglichst schriftlich): Bibliothek sollte –frei über zusätzlich erwirtschaftete Mittel verfügen können (siehe Haushaltsrecht) –frei über Art und Form der Zusammenarbeit mit dem Sponsor entscheiden dürfen

10 Rahmenbedingungen Wichtige Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren bibliotheksintern: –Einplanen: Einführung von Fundraising und Sponsoring verursacht zusätzlichen Arbeitsaufwand und damit Kosten lange Anlaufphase Eine Person aus der Bibliothek sollte die Aufgabe zentral und hauptverantwortlich übernehmen (Evtl. Aneignung zusätzlicher Kenntnisse nötig Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen einplanen) –USA: Stelle meist nicht durch Absolventen eines bibliothekarischen oder informationswissenschaftlichen Studiengangs besetzt, sondern durch betriebswirtschaftlich vorgebildetes Personal

11 Qualifikationsprofil eines professionellen Fundraisers Bundesarbeitsgemeinschaft Sozialmarketing BSM- Deutscher Fundraising-Verband e.V., Richtlinie für Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen (1993): Anforderungen an Fundraiser 1. Kommunikative Fähigkeiten Mündliche Kommunikationskompetenz: –Fähigkeit zum aktiven Zuhören –Begeisterung für ein zu förderndes Projekt sprachlich vermitteln können –ausgeprägtes Verhandlungsgeschick Schriftliche Kommunikationskompetenz: –Aufstellen eines Leitbilds sowie des Zielplans der Einrichtung, –Abfassen einer Projektbeschreibung oder eines Spendenbriefes, –bei der Erarbeitung von Richtlinien usw.

12 Qualifikationsprofil eines professionellen Fundraisers 2. Soziale Fähigkeiten Zielstrebigkeit und hohe Frustrationstoleranz Organisations- und Planungskompetenz Einfühlungsvermögen in andere Lebenswelten Teamfähigkeit diplomatisches Geschick Kreativität Flexibilität 3. Fachkenntnisse Struktur, Zielsetzung und Aufgaben der Einrichtung Kenntnisse der ethischen Grundsätze im Spenden- und Sponsoringwesen Kenntnisse über Fundraising-Quellen und mögliche Unterstützungsformen

13 Qualifikationsprofil eines professionellen Fundraisers 3. Fachkenntnisse Methoden des Fundraising: –Spenderverwaltung –Direktmarketing –Sponsoring –Veranstaltungen –Jahreskampagnen –große Spendenkampagnen –öffentliche Mittel –Testamentsverfügungen Grundlagen des Marketing: –Marktforschung, –Zielgruppenanalyse, –Test- und Teilmärkte Grundlagen des Direktmarketing: –Adressenauswahl, -beschaffung und –pflege –Formulierung von Anschreiben, Ergebniskontrolle

14 Qualifikationsprofil eines professionellen Fundraisers 3. Fachkenntnisse Kommunikationstechniken: –Telefon-und Datenkommunikation, –elektronische Kommunikationssysteme Media- und Werbetechniken: –Kenntnis der Medien –Erarbeitung von Mediaplänen –Mediamix –Gestaltung von Werbebriefen, Anzeigen –Desktop Publishing Computergestützte Adressverwaltung Rechtskenntnisse: –Datenschutzbestimmungen, –Werberecht, Bilanz- und Steuerrecht Buchhaltungskenntnisse Aufbau und Leitung von Fundraising-Abteilungen, -Gremien, - Ausschüssen

15 Stellung des Fundraisers in der Einrichtung –Erfahrung aus den USA: Fundraiser sollten innerhalb der Organisation in leitender Position tätig sein nach innen: Akzeptanz von Kollegenseite größer nach außen: kann besser als Repräsentant der Institution auftreten und für deren Belange eintreten vor allem bei Unternehmen und Großspendern können nur Mitarbeiter der Leitungsebene Türöffner sein zeigt Wertschätzung und Bedeutung, die dem Fundraisinggeschäft in der Einrichtung zugemessen wird

16 Bibliotheksintern: Fundraising als Teamprojekt Gesamtes Bibliotheksteam sollte hinter den Fundraisingaktivitäten stehen und sich einbringen –Image der Bibliothek in der Öffentlichkeit, Kontakte der Mitarbeiter nutzen u. ä.

17 Professionelles Fundraising-Management Strategisches Management Situationsanalyse Operatives Management Umfeldanalyse Konkrete Durchführung Nachbereitung Kontaktpflege Planungsphase

18 Professionelles Fundraising-Management Strategisches Management Situationsanalyse Operatives Management Umfeldanalyse Konkrete Durchführung Nachbereitung Kontaktpflege Auswahl der FundraisingquellenFinanzierung- und Unterstützungsbedarf Planungsphase ProjektauswahlProjektbeschreibung

19 Professionelles Fundraising-Management Strategisches Management Situationsanalyse Operatives Management Umfeldanalyse Konkrete Durchführung Nachbereitung Kontaktpflege Planungsphase

20 Systematische Zusammenstellung aller Fakten u. a. –Träger und finanzielle Ausstattung der Bibliothek, Anzahl Mitarbeiter, Anzahl Medien, Ausleihzahlen –Entwicklung der aktiven Nutzerschaft und der Besucherzahlen, Anzahl der Kunden –Zusammensetzung bzw. Typisierung der Kunden, z. B. nach Alter oder anderen soziodemographischen Gesichtspunkten –Produkte und Dienstleistungen der Bibliothek beschreiben, ihre Details und Besonderheiten herausarbeiten, deren Nutzung dokumentieren herausstellen, was die Bibliothek einmalig macht –Bekanntheitsgrad / Einzugsbereich -z. B. durch Umfragen oder qualitative Gespräche zu ermitteln –Corporate Identity, Image Situationsanalyse Umfeldanalyse Planungsphase Durchführung Nachbereitung KontaktpflegeSituationsanalyse

21 Leitfragen u. a. –Gewerbestruktur in der Region, welche Branchen sind ansässig (Industrie oder Handwerk, Kleinbetriebe, Mittelstands- oder Großunternehmen)? –Welche anderen lokalen Einrichtungen, die im kulturellen Bereich tätig sind, gibt es? –Welche davon betreiben bereits mit Erfolg Sponsoring- und Fundraisingaktivitäten? –Werden Konkurrenzsituationen bei der Mittelanwerbung auftreten? –Wodurch kann sich Bibliothek von ihren Mitbewerbern abgrenzen? –Im Hochschulbereich: muss man mit Konkurrenten aus der eigenen Einrichtung rechnen (andere Institute/Lehrstühle? Überschneidungen sollten vermieden werden) Situationsanalyse Umfeldanalyse Planungsphase Durchführung Nachbereitung KontaktpflegeUmfeldanalyse

22 Ziel Erstellung eines individuellen Bibliotheksprofils, Dokumentation von Stärken und Schwächen, Vision der Einrichtung greifbar machen eigenes Potential erkennen bzw. Argumentationshilfen für Gespräche mit potentiellen Sponsoren herausfiltern Rahmenbedingungen überprüfen ob Sponsoring überhaupt in Frage kommen kann Situationsanalyse Umfeldanalyse Planungsphase Durchführung Nachbereitung KontaktpflegeSituationsanalyse u. Umfeldanalyse

23 Überlegungen Planungsphase –Projektauswahl, Projektbeschreibung, Finanzierungs- und Unterstützungsbedarf, Auswahl der Fundraisingquellen [Privatpersonen, Stiftungen, Verbände, Institutionen, Unternehmen] Planung von Sponsoring: Leitfragen –Was soll gesponsert werden –Wie soll die Unterstützung aussehen –Wer kommt als potentieller Sponsor in Frage –Welche Gegenleistungen kann die Bibliothek bieten Situationsanalyse Umfeldanalyse Planungsphase Durchführung Nachbereitung KontaktpflegePlanungsphase

24 Warum sponsern Unternehmen Unternehmen arbeiten gewinnorientiert Ziel Imagesteigerung Gesponserte Institution wird in die Kommunikations- und Marketingstrategie des Unternehmens integriert gesellschaftliches Engagement durch Sponsoring meist nur kleiner Teilbereich im Marketingmix (neben Produkt-, Preis, Vertriebs- und Kommunikationspolitik) oder der Kommunikationsstrategie (neben Werbung, Verkaufsförderung und Öffentlichkeitsarbeit) Zielgruppen des Unternehmens werden bei aktiver Freizeitgestaltung erreicht Ansprache auf emotionalem Weg wird erinnert Gewünschte Zielgruppe sollte möglichst ohne Streuverluste direkt angesprochen werden können Situationsanalyse Umfeldanalyse Planungsphase Durchführung Nachbereitung KontaktpflegePlanungsphase

25 Die Bibliothek als attraktiver Sponsoringpartner Erfolgsfaktoren: Image und Professionalität Offensive, kontinuierliche, professionelle Öffentlichkeitsarbeit Positives Image der Bibliothek und ihrer Leistungen Hoher Bekanntheitsgrad der Einrichtung Gute persönliche Kontakte: Auf öffentlichem Parkett präsent sein und Kontakte aufnehmen u. pflegen Positive Einstellung der Mitarbeiter zu Sponsor und Sponsoring Gemeinsame Basis mit dem Unternehmen, z. B. durch gemeinsame Zielgruppen oder Themenbereiche Attraktive Projektidee und neugierig machender Titel (Sponsoring sollte große öffentliche Resonanz erwarten lassen) professionelle Präsentation des Projekts Klares Konzept zur erfolgreichen Durchführung des Projekts Situationsanalyse Umfeldanalyse Planungsphase Durchführung Nachbereitung KontaktpflegePlanungsphase

26 Vorteile auf beiden Seiten Win-win-Situation erreichen Voraussetzung für weitere gute Zusammenarbeit Bibliothek: –Möglichkeit der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Angeboten und Projekten –Sponsoring nicht nur Gelderwerb, sondern Teil der Öffentlichkeitsarbeit Häufige positive Präsenz in den lokalen Medien Entscheidungsträger und Nichtnutzer werden auf die Bibliothek aufmerksam –Wechselseitiger Imagetransfer zwischen Sponsor und Gesponsertem: Image eines Unternehmens kann sich positiv auf das Bild der Bibliothek in der Öffentlichkeit auswirken und umgekehrt Sponsoringpartner sollte sorgfältig ausgewählt werden Situationsanalyse Umfeldanalyse Planungsphase Durchführung Nachbereitung KontaktpflegePlanungsphase

27 Auswahl des Sponsors Einen Sponsor oder mehrere Sponsoren? (Branchenexklusivität wahren) Hat Unternehmen lokalen Bezug oder ist es eher regional, national, international tätig? Welche Unternehmen sponsern andere Einrichtungen der Stadt? Gibt es Unternehmen mit denen man nicht zusammenarbeiten möchte? Über potentielle Sponsoren genau informieren: Bekanntheit, Image, Finanzkraft, Dienstleistungen/Produkte, Zielgruppen, Marketing- und Werbeformen, bisheriges Sponsoringengagement Laut Untersuchung Unternehmen der Dienstleistungsbrache besonders engagementbereit Möglicher Nutzen für den Sponsor durch Projekt? Situationsanalyse Umfeldanalyse Planungsphase Durchführung Nachbereitung KontaktpflegePlanungsphase

28 Auswahl des Projekts sämtliche Aufgabenbereiche der Bibliothek sind für Sponsoringaktivitäten geeignet: Einzelprojekte, Veranstaltungen bzw. Veranstaltungsreihen oder Teile des laufenden Betriebs, z. B.: –Bestand (Literatur / Medien; Zeitschriftenabonnements) –EDV ( z. B. PC-Arbeitsplätze, Internetanschluss, Software, elektronische Geräte, Internetauftritt) –alte und wertvolle Drucke sowie ihre Restaurierung, teure Faksimiles –Veranstaltungen /Ausstellungen, Bewirtung bei Veranstaltung –Raumausstattung: Möbel: neue Regale, Tische etc. Bepflanzung für die Bibliothek Einrichtung und/oder Betrieb eines Lesecafés –Benutzerausweise, Bibliothekslogo, Broschüren Situationsanalyse Umfeldanalyse Planungsphase Durchführung Nachbereitung KontaktpflegePlanungsphase

29 Mögliche Gegenleistungen der Bibliothek Sollten sich durch normale Bibliotheksleistungen ergeben Je nach Sponsor (Kommunikationszielen des Unternehmens) unterschiedlich –z. B. Organisation von Pressekonferenzen, Überlassen von Räumlichkeiten, Eintrittskartenkontingent für Veranstaltungen, motivierende, immaterielle Gegenleistungen, die man sich nicht kaufen kann (z. B. Meet and Greet mit bekannten Autoren, exklusive Empfänge USA: wird auch zur Spenderumwerbung genutzt), Nennen des Sponsors in Publikationen der Bibliothek (unbedingt rechtliche Seite zu urheberrechtlichen Ansprüchen abklären), Bieten von Werbeflächen innerhalb der Bibliothek, Kombination des Bibliothekslogos mit dem Firmenlogo etc. Situationsanalyse Umfeldanalyse Planungsphase Durchführung Nachbereitung KontaktpflegePlanungsphase

30 Kontaktaufnahme zum Sponsor Persönliche Kontakte und Beziehungen nutzen Ansonsten: Telefonische Kontaktaufnahme, Ankündigung einer schriftlichen Anfrage Ziel: Vereinbarung eines Termins zur Präsentation des Projekts Unpersönliche Anschreiben vermeiden (kein Versand von Serienbriefen) fester Ansprechpartner für den Sponsor in der Bibliothek Bibliothek muss sich als gleichwertiger Partner präsentieren und nicht als Bittsteller, Vorteile für Unternehmen deutlich machen Aushändigung der Projektplanung bzw. des Konzepts in schriftlicher Form Situationsanalyse Umfeldanalyse Planungsphase Durchführung Nachbereitung KontaktpflegeDurchführung

31 Klares Konzept Folgende Punkte sollte das Konzept enthalten: 1. Vorstellung der Bibliothek 2. Projektbeschreibung –Projektidee und -titel –Zeit und Ort, einmaliges Engagement oder langfristige Zusammenarbeit? –Projektträger/Veranstalter –Stellenwert des Projekts/der Veranstaltung im lokalen Zusammenhang 3. Öffentliche Resonanz –Erwartete Teilnehmer-/Besucherzahl –Welche Zielgruppen werden erreicht (z. B. Altersstruktur, Berufsgruppen) –Reichweite –Mögliches Medieninteresse –Evtl. Teilnahme von VIPs Situationsanalyse Umfeldanalyse Planungsphase Durchführung Nachbereitung KontaktpflegeDurchfühurng

32 Klares Konzept 4. Mehrwerte für den Sponsor – Nutzen für den Sponsor – Geplante PR-/Werbemaßnahmen – Wo und wie kann Sponsor in Erscheinung treten – Weitere Sponsoren 5. Finanzrahmen und angestrebte Sponsorenleistung – Gesamtkosten – Mögliche Einnahmen – Angestrebter Sponsoringanteil – Form der Unterstützung: Geld-, Sachmittel oder Dienstleistungen Praxiserfahrungen Stadtbibliotheken Dresden u. Stadtbücherei Würzburg – Entscheidungstermin 6. Materialien und Zusatzinformationen – Frühere Projekte / Veranstaltungen – Kataloge, Prospekte etc. – Bisherige Resonanz in den Medien (Zeitungsartikel etc.) Situationsanalyse Umfeldanalyse Planungsphase Durchführung Nachbereitung KontaktpflegeDurchfühurng

33 Zusammenarbeit Schriftlicher Vertrag sinnvoll gegenseitige Erwartungen werden deutlich formuliert Ständigen Kontakt während Vorbereitung u. Durchführung des gemeinsamen Projekts halten: Möglichkeit der Intensivierung des Kontakts Situationsanalyse Umfeldanalyse Planungsphase Durchführung Nachbereitung KontaktpflegeDurchfühurng

34 Evaluation Auswertung der Erfahrungen und Ergebnisse um Ablaufprozesse zu optimieren –Erfahrungsaustausch mit dem Sponsor –Erfolgskontrolle (Übereinstimmung von Erwartungen u. Ergebnissen?) oft schwierig messbar (z. B. Auswirkungen der Maßnahme aufs Image) Möglichkeit: konsequente Auswertung der Berichterstattung –Projektergebnisse und Presseresonanz dem Sponsoringpartner zusenden Situationsanalyse Umfeldanalyse Planungsphase Durchführung Nachbereitung KontaktpflegeNachbereitung

35 Beziehungspflege wichtig Vertrauensverhältnis schaffen Kontakt nicht abreißen lassen, evtl. weitere, längerfristige Zusammenarbeit möglich –den Sponsor auch nach dem Projekt in regelmäßigen Abständen mit Informationen versorgen und wichtige Neuerungen mitteilen (z. B. neue Partner und Sponsoren, Zusendung des Jahresberichts, Einladung zu Veranstaltungen) Situationsanalyse Umfeldanalyse Planungsphase Durchführung Nachbereitung KontaktpflegeKontaktpflege

36 Rechtliche und finanztechnische Bedingungen

37 Spenden an Bibliotheken fallen unter die Definitionen: 1. Förderung mildtätiger, kirchlicher, religiöser, wissenschaftlicher und der als besonders förderungswürdig anerkannten gemeinnützigen Zwecke (§§51 bis 68 AO, §§48 bis EStDV, Anlage 1 zu §48 Abs.2 EStDV) 2. Empfänger ist eine inländische juristische Person des öffentlichen Rechts, oder eine inländische Dienststelle oder eine sonstige begünstigte Körperschaft, Personenvereinigung oder Vermögensmasse. ( §49 EStDV, §5 Abs. 1 Nr. 9 KStG) => Spenden an (nicht privatwirtschaftliche) Bibliotheken sind steuerlich abzugsfähig Spenden - Auswirkungen für Gebenden

38 Spenden können bei der Einkommensteuer als Sonderausgabe abgesetzt werden. (§10b Abs. 1 ESt) Spenden können als abziehbare Aufwendung bei der Körperschaftssteuer und abgesetzt werden. (§9 Abs.1 Nr.2 KStG) Spenden können als Kürzung des Gewinns und den Hinzurechnungen abgesetzt werden. (§9 Nr.5 GewStG) Spenden – Auswirkungen für Gebenden II Entweder: Max. 10 % vom Gesamtbetrag der Einkünfte/ Einkommens Oder:Max. 0,2 % von der Summe der gesamten Umsätze und der im Kalenderjahr/Wirtschaftsjahr aufgewendeten Löhne und Gehälter

39 Regeln für Spendenbescheinigung Die Einnahme der Zuwendung ist ordnungsgemäß aufzuzeichnen (Datum, Anschrift, Betrag etc.). Zusätzlich ist der Verwendungszweck zu vermerken. Sie darf eine DIN A 4-Seite nicht überschreiten. Für Geldzuwendungen und Sachzuwendungen sind unterschiedliche Formulare zu verwenden. Sachzuwendung wird nach aktuellem Zeitwert bewertet Sie muss grundsätzlich von mindestens einer durch Satzung oder Auftrag zur Entgegennahme von Zahlungen berechtigten Person unterschrieben sein. (§50 EStDV, R111, sowie Anlage a zu R111)

40 Sponsoring – steuerliche Auswirkungen für die Unternehmen Sponsoring wird als Betriebsausgaben in voller Höhe anerkannt, und ist unbegrenzt vom Gewinn absetzbar. Gemeinnützigkeit des Empfängers ist nicht erforderlich Abzug bei Betriebsausgaben ist unbegrenzt möglich (§8 Abs.1 Nr.1 KSt, §4 Abs. 4 EStG)

41 Sponsoring – steuerliche Auswirkungen für die Bibliothek Problematik: Unternehmen möchte hohe Öffentlichkeitswirkung, die oft nur mit aktiven werbenden Maßnahmen des Empfängers möglich sind. Aktive Werbemaßnahmen bedeuten aber, dass die Einnahmen (fast) nicht mehr dem ideellen steuerfreien Geschäftsbetrieb zugeordnet werden können. Auch muss man darauf achten, dass die Anrechnung nicht steuerschädlich angesehen wird und die allgemeine Steuervergünstigung damit verloren geht. 4 mögliche Varianten - Trotzdem eine Zuordnung zum ideellen Geschäftsbetrieb - Es wird als Vermögensverwaltung veranschlagt - Führung eines Zweckbetriebes - Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb (§14 AO, §52 Abs. 1, § 58, §§64 bis 68 AO)

42 Vertragsfreiheit nach BGB, Willensübereinstimmungen über Leistungsvereinbarungen Schriftlicher Mustervertrag von ZLB Berlin Kein unlauterer Wettbewerb gestattet (Etwa Sittenwidrigkeit, Irreführung und Gesetzesverstöße) Keine Verdrängung von Wettbewerbern mit Sponsoring erlaubt (Trennungsgrundsatz) Urheberrecht muss vertraglich geregelt werden, damit Namen, geschützte Marken und geschaffene Werke zu Werbezwecke gegenseitig benutzt werden dürfen ( Hier bereits Kollision mit mit gewünschter steuerlichen Veranlagung möglich!) (UWG, GWB, 15 § UrhG, §12 BGB) Sponsoring – Weitere Rechtsfragen

43 Weitere Rechtsfragen - Haushaltsrecht Grundregel: Sämtliche Einnahmen sind nach altem Haushaltsrecht abzuführen Zeckgebundene Spenden an Bibliotheken müssen nicht rückgeführt werden Sachleistungen (Spende u. Sponsoring) müssen (i.d.R) nicht umgerechnet und damit abgeführt werden. Sponsoringeinnahmen benötigen geeignete Haushaltsvermerke, wie sie bei der budgetierten Haushalten angewendet werden können, um der Bibliothek zu Gute kommen zu können

44 Fazit Nützliches Instrument zur Ergänzung der staatlichen Grundfinanzierung Professionelles Vorgehen für Erfolg unbedingt erforderlich Erfolgsversprechendes Fundraising-Konzept muss langfristig angelegt sein, lange Vorlaufzeiten müssen eingeplant werden Gesamtes Bibliotheksteam muss dahinter stehen Fundraising und Sponsoring nicht nur als Gelderwerb zu sehen, über aktive Öffentlichkeitsarbeit verhelfen die Maßnahmen darüber hinaus zu deutlichem Imagegewinn bei Entscheidungsträgern und Öffentlichkeit

45 Quellen Bildungssponsoring gewinnt an Bedeutung, – Abgabenordnung : einschließlich {Steuerstrafrecht} ; [Kommentar] / bearb. von Hans Bernhard Brockmeyer... Begr. von Franz Klein völlig neubearb. Aufl.. - München : Beck, XL, 2008 S.; (dt.) AO-Handbuch 2004: Abgabenordnung ; Finanzgerichtsordnung ; Handbuch des steuerlichen Verwaltungs- und Verfahrensrechts / Deutsches Wissenschaftliches Steuerinstitut der Steuerberater. - München : Beck; Bonn : Verl. d. Wiss. Inst. d.Steuerberater (Schriften des Deutschen Wissenschaftlichen Steuerinstituts der Steuerberater) Handbuch zur Gewerbesteuerveranlagung 2003 / Deutsches Wissenschaftliches Steuerinstitut der Steuerberater e.V.. - Berlin : Verl. des Wiss. Inst. d. Steuerberater (Schriften des Deutschen Wissenschaftlichen Steuerinstituts der Steuerberater) Handbuch zur Körperschaftsteuerveranlagung 2004: KSt / Deutsches Wissenschaftliches Steuerinstitut der Steuerberater e.V.. - Bonn : Verl. d. Wiss. Inst. d. Steuerberater; München : Beck (Schriften des Deutschen Wissenschaftlichen Steuerinstituts der Steuerberater) Handbuch zur Einkommensteuerveranlagung / Deutsches Wissenschaftliches Steuerinstitut der Steuerberater e.V. - Bonn : Verl. des Wiss. Inst. der Steuerberater; München : Beck (Schriften des Deutschen Wissenschaftlichen Steuerinstituts der Steuerberater)

46 Quellen Chute, A., Kroe, E., OShea, P., Craig, T: Public Libraries in the United States: Fiscal Year 2002 (NCES 2005–356) / U.S. Department of Education. Washington, DC: National Center for Education Statistics. Jank, Dagmar: Bibliotheksfundraising als neue Managementaufgabe in wissenschaftlichen Bibliotheken, Mehmeti, Sandra: Sponsoring für öffentliche Bibliotheken, Landesbüchereistelle Rheinland- Pfalz, 2003, Leinberger, Verena: Sponsoring in Bibliotheken, Kölner Arbeitspapiere zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft Bd. 10, Georgy, Ursula: Sponsoring als Marketinginstrument in Bibliotheken Vollmer, Renate: Fundraising an wissenschaftlichen Bibliotheken

47 Quellen Bibliotheksfilialen im Blick : Ein Leitfaden für Angebot und Organisation 1. Auflage 2004, 246 Seiten ISBN Sponsoring auf einen Blick / Mekonet Vortrag von Dr. Hannelore Vogt, Leiterin der Stadtbücherei Würzburg, am an der Hochschule der Medien, Stuttgart Behner-Szwiercynski, Christine: Youve been flamingod! Fundraising in der Ann Arbor District Library, Michigan (USA) In BuB 54 (2002) 4, S Kompendium Kulturmanagement : Handbuch für Studium und Praxis / Armin Klein. - München : Vahlen, VI, 472 S. : graph. Darst.; (dt.) ISBN SPONSOR VISIONS 2005 / Pilot Group Alle Internetquellen zuletzt aufgerufen am


Herunterladen ppt "Fundraising, Spenden und Sponsoring Anja Gimmler Anja Schifferdecker BMD - 6.Semester - HdM Stuttgart - 2005."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen