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01.08..2015 Fortbildung über Ebola (Dauer: 3 Tage) Effizienz durch Fortbildung – EFFO Ebola.

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1 01.08..2015 Fortbildung über Ebola (Dauer: 3 Tage) Effizienz durch Fortbildung – EFFO Ebola

2 01.08.2015 Struktur der Fortbildung Sicherheit und qualitativ hochwertige Arbeit Modul 1: Ebolafieber Unterstützung durch die Gemeinschaft Unterstützung durch die Krankenhausleitung Unterstützung durch die Bevölkerung Modul 3: Allgemeine Hygiene- maßnahmen Modul 2: Antworten auf Gemein- schafts- ebene EFFO Ebola Modul 6: Wasser, Desinfektion und Reinigung Modul 5: Persönliche Schutz- ausrüstung Modul 4: Screening & Isolierung

3 01.08..2015 Ebolafieber Modul 1 (Teil 1)

4 01.08.2015 Lernziele Modul 1 (Teil 1) Allgemeines Lernziel Allgemeine Informationen über Ebolafieber kennen und motiviert für die weiteren Übungen sein, um sicher und routiniert auf Ebola-Verdachtsfälle reagieren zu können. Spezifische Lernziele Folgende Informationen über Ebolafieber kennen: 1. Epidemiologie des aktuellen Ausbruchs 2. Ansteckungs- und Übertragungswege des Ebola-Virus 3. Inkubationszeit 4. Symptome 5. Differenzialdiagnosen

5 01.08.2015 Gliederung Modul 1 Teil 1 EINLEITUNG 1.Epidemiologische Lage 2.Information über das Ebola-Virus 3.Übertragung und Inkubationszeit 4.Symptomatik 5.Differenzialdiagnosen Teil 2 - später - 1.Diagnostik: PCR, Schnelltest 2.Pathophysiologie 3.Klinische Versorgung 4.Arbeit auf der Isolierstation und Umgang mit Stress

6 01.08.2015 Eine außergewöhnliche Situation Westafrika 2013-2015 1976 2013-2015 Mehrere schwächere Ausbrüche im Kongo, in Uganda, in der DR Kongo 602 Fälle und 431 Todesfälle im Sudan und in der DR Kongo Über 28 000 Fälle und über 11 000 Todesfälle Neue Situation: Mehrere Länder sind betroffen Fallzahlen sind sehr hoch Herkömmliche Maßnahmen, die Epidemie unter Kontrolle zu bringen, greifen nicht 2003 20001995 2007 20.05.2015

7 01.08.2015 Ebola: Die am stärksten betroffenen Regionen Ausbruch 2013 bis 2015 Guinea Liberia Sierra Leone Fälle gesamt: über 28 000 Todesfälle: über 11 000 (Quelle: WHO, August 2015) Quelle: WHO

8 01.08.2015 Ebola hat weitere Länder erreicht A m stärksten betroffen: Guinea, Sierra Leone und Liberia Ebola breitete sich aus Fälle in 7 weiteren Ländern ˗USA ˗England ˗Spanien ˗Mali ˗Nigeria ˗Senegal ˗Italien Dies waren einzelne Fälle; die Epidemie ist in diesen Ländern vorbei. Ein Problem: Ebola kann die Gesundheitsstrukturen zerstören → „normale“ Patienten werden nicht mehr versorgt

9 01.08.2015 Das medizinische Personal ist gefährdet Über 860 Personen aus dem Gesundheitsbereich haben sich infiziert -> 500 davon sind gestorben  Man kann sich schützen!  Man muss wissen wie und man muss regelmäßig üben. Das medizinische Personal hat eine Schlüsselrolle im Kampf gegen Ebola! «Ich habe Angst vor dem Patienten…?!»

10 01.08.2015 Informationen über das Ebolavirus (I) „Ebola“ ist der Name eines Flusses im Norden von Zaïre, wo das Virus 1976 entdeckt wurde. Das Ebolavirus ist ein Filovirus (Virusfamilie der Filoviridae). Die größten Ausbrüche waren: 1976: Sudan und DR Kongo 1995: DR Kongo 2000: Uganda 2003: Kongo 2007: DR Kongo Es gibt 5 verschiedene Arten: ‒Bundibugyo-Virus (BDBV) ‒Zaïre-Virus (EBOV) ‒Reston-Virus (RESTV) ‒Sudan-Virus (SUDV) ‒Taï-Forest-Virus (TAFV) Quelle: CDC/ Cynthia Goldsmith

11 01.08.2015 Informationen über das Ebolavirus (II) Das Virus besitzt eine Hülle. Die Virushülle schwächt das Virus, sie ist kein Schutz. Das Ebolavirus kann leicht zerstört werden durch: −Hitze −Sonnenstrahlen −Chlorbleiche −Reinigungsmittel -> eine Kombination mehrerer Methoden verspricht größere Sicherheit -> mehr Information dazu im Modul 6 Quelle: CDC/ Dr. Frederick A. Murphy

12 01.08.2015 Das Ebolavirus bei Mensch und Tier 1. Virusreservoir: wahrscheinlich Flughunde 2. Epizootie bei Primaten und anderen Säugetieren 3. Primär- infektion beim Menschen 4. Sekundär- übertragung durch direkten Kontakt Quelle: RKI

13 01.08.2015 Inkubationszeit von Ebolafieber Die Inkubationszeit ist der Zeitraum zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome einer Krankheit. Die Inkubationszeit variiert individuell und hängt zum Beispiel von der Menge der Infektionserreger und dem jeweiligen Immunsystem ab. Im Fall von Ebola: Keine Symptome -> kein Übertragungsrisiko Inkubationszeit: 2 bis 21 Tage, durchschnittlich 8 Tage

14 01.08.2015 Übertragung von Ebolafieber (wodurch?) Sie wird über infizierte Organe oder Körperflüssigkeiten, über verletzte Haut, die Schleimhäute und parenteral übertragen: Die Krankheit ist hoch ansteckend Erbrochenes Stuhl Blut Urin Muttermilch Speichel Tränen Schweiß Sperma

15 01.08.2015 Übertragung von Ebolafieber (wie?) Sie wird durch den direkten oder indirekten Kontakt mit infizierten Organen oder Körperflüssigkeiten übertragen: durch direkten Kontakt mit kranken oder verstorbenen Personen bei der häuslichen Pflege oder im Krankenhaus bei bestimmten Bestattungsritualen durch den Kontakt mit verschmutzten Kleidern, Bettlaken oder anderen Objekten eines Kranken das Ansteckungsrisiko korreliert mit der Schwere der Erkrankung Die Krankheit ist hoch ansteckend

16 01.08.2015 Die ersten Symptome von Ebolafieber Kopfschmerzen Hohes Fieber Durchfall Intensives Schwächegefühl Muskelschmerzen Gelenkschmerzen Hautausschläge Erbrechen Die klinischen Symptome bei Ebolafieber sind individuell verschieden. Diese Symptome sind typisch, aber nicht spezifisch.

17 01.08.2015 Die verschiedenen Stadien von Ebolafieber 1. Stadium: Tag 0 ~ Tag 5 Plötzliches hohes Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gelenk-/ Muskelschmerzen, Schluckauf, Bindehautentzündung 2. Stadium: Tag 5 ~ Tag 6 Durchfall, Erbrechen, Hautausschläge 3. Stadium: ~ Tag 6 bis Tag 8 Multiples Organversagen, Schock, interne und externe Blutungen (< 1/3 der Fälle, an Zahnfleisch, Verdauungstrakt, Punktionsstellen, Vaginal, …), Niereninsuffizienz, Enzephalopathie Tod (~ 50%) oder Heilung

18 01.08.2015 Was ist das für ein Symptom? Quelle: CDC

19 01.08.2015 Was ist das für ein Symptom? Quelle: CDC

20 01.08.2015 Was ist das für ein Symptom? Quelle: CDC

21 01.08.2015 Was ist das für ein Symptom? Quelle: CDC

22 01.08.2015 Was ist das für ein Symptom? Quelle: CDC

23 01.08.2015 Was ist das für ein Symptom? Quelle: CDC

24 01.08.2015 Was ist das für ein Symptom? Quelle: CDC

25 01.08.2015 Was ist das für ein Symptom? Quelle: CDC

26 01.08.2015 Was ist das für ein Symptom? Quelle: CDC

27 01.08.2015 Was ist das für ein Symptom? Quelle: CDC

28 01.08.2015 Was ist das für ein Symptom? Quelle: CDC

29 01.08.2015 Was ist das für ein Symptom? Quelle: CDC

30 01.08.2015 Differenzialdiagnosen Alle diese klinischen Zeichen sind auch üblich bei anderen Krankheiten Malaria Typhus Meningitis Shigellose Cholera Hepatitis Virusgrippe Pest Leptospirose Rickettsiose Rückfallfieber Andere hämorrhagische Fieber (Lassafieber)

31 01.08.2015 Wie schützt man sich vor Ansteckung? Persönliche Schutzausrüstung (PSA) verwenden Direkter oder indirekter Kontakt ohne Schutzkleidung kann sehr gefährlich sein Das Ebola-Virus wird nicht durch die Luft übertragen wie z.B. die Masern Zwei Meter Abstand genügen als Schutz Keine Symptome, keine Ansteckung Wichtige Ausnahme! Eine Ansteckung ist auch nach klinischer Heilung möglich, und zwar über Sexualkontakt (Sperma) Was man tun muss… Was man wissen muss…

32 01.08.2015 Herausforderung bei einem Ebola-Verdachtsfall Das medizinische Personal muss sich schützen. Es muss vorsichtig sein und eine Ansteckung vermeiden. Die Patienten müssen versorgt werden, ob sie Ebola- Verdachtsfälle sind oder nicht. Sie dürfen nicht vernachlässigt werden. → Patientenversorgung in persönlicher Schutzausrüstung (PSA)

33 01.08.2015 Wichtig: Die korrekte Anwendung der PSA! Man muss den Umgang mit allen Einzelteilen der Schutzausrüstung üben! Die größten Schwierigkeiten bestehen bei den meisten Personen bei der der Anwendung von: Haube Schutzbrille Maske Handschuhe (Ausziehen) RKI

34 01.08.2015 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit ! Copyright Abbildungen © leremy – Fotolia.com


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