Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

1 Rhetorik Die Kunst der guten Rede Mannheim, 19. und 21. Februar 2003 Trainerin: Dr. Bettina Franzke Ehrenstraße 13, 50672 Köln Tel.: 0221-250 9454, Mobil:

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "1 Rhetorik Die Kunst der guten Rede Mannheim, 19. und 21. Februar 2003 Trainerin: Dr. Bettina Franzke Ehrenstraße 13, 50672 Köln Tel.: 0221-250 9454, Mobil:"—  Präsentation transkript:

1 1 Rhetorik Die Kunst der guten Rede Mannheim, 19. und 21. Februar 2003 Trainerin: Dr. Bettina Franzke Ehrenstraße 13, Köln Tel.: , Mobil:

2 2 1. Grundlagen der Information und Kommunikation06 Information und Kommunikation07 Das Vier-Ohren-Modell der Kommunikation08 Gesprächstechniken 10 Rhetorik, Dialektik und Präsentation11 2. Erfolgsfaktoren der Verkaufspräsentation14 Eindrucksbildung15 Mein Image17 Der beste Redner / Die beste Rednerin18 Erfolgsfaktoren der Verkaufspräsentation19 - Gezielter Einsatz der Körpersprache20 - Atemtechnik24 - Umgang mit Aufregung und Lampenfieber26 3. Selbstsicherheit und Überzeugungskraft29 Meine Teufelchen30 Meine Engelchen31 Zeichen für Selbstsicherheit32 - Signale für Selbstsicherheit in der Körpersprache33 - Zeichen für Selbstsicherheit in der verbalen Sprache35 - Übung zu selbstsicherem Handeln37 Inhaltsverzeichnis

3 3 4. Aufbau einer Präsentation 38 - Ziel40 - Zeit42 - Zielgruppe43 Stoffsammlung44 Gliederung45 Dramaturgie einer Präsentation52 5. Sprachstil einer Präsentation53 Sprachliche Ausarbeitung54 Redefiguren56 - Redefiguren zur Veranschaulichung von Inhalten57 - Redefiguren zur Verstärkung von Inhalten60 - Redefiguren für Abwechslung und Aufmerksamkeit61 - Übungen zu Beispielen und Analogien62 5-Satz64 Manuskriptgestaltung65 Inhaltsverzeichnis

4 4 6. Einsatz der Stimme66 Was Ihre Stimme verrät67 Mit der Stimme Stimmung schaffen68 Persönliche Ansprache69 Aussprache70 Sprechgewohnheiten71 7. Rahmenbedingungen - Medieneinsatz 72 Ort, Technik und Rahmenbedingungen73 Medieneinsatz 75 Präsentationsmedien79 Overhead-Projektor80 Tipps zur Gestaltung von Charts84 Flip-Chart87 Teilnehmerunterlagen90 8. Umgang mit dem Publikum91 Präsentation und Diskussion92 Chancen des Austausches95 Umgang mit dem Publikum96 Der Blick in die Diskussionsrunde97 Inhaltsverzeichnis

5 5 8. Umgang mit dem Publikum91 - Spezielle Techniken100 Initiieren einer Diskussion101 Umgang mit hartnäckigen Fragern102 Umgang mit Killerphrasen106 Einwandbehandlung Störungen114 Lösungen bei externen Störungen115 Lösungen bei internen Störungen Auftritt und Ausstrahlung 120 Farbtypen121 Kleidungsstile122 Imageträger / Statussymbole Trainingstransfer124 Feedback und nächste Schritte125 Inhaltsverzeichnis

6 6 Grundlagen der Information und Kommunikation

7 7 Information und Kommunikation Interaktion (zwischenmenschliches Verhalten) Empfänger (Sender) Interpretation (Deutung) Sender (Empfänger)

8 8 Das Vier-Ohren-Modell der Kommunikation Nachricht INHALT SELBSTOFFENBARUNGAPPELL BEZIEHUNG Schulz von Thun, 1987 Worüber ich informiere. Was ich von mir selbst kundgebe. Wozu ich dich veranlassen möchte. Was ich von dir halte und wie wir zueinander stehen

9 9 Beispiel für die 4 Seiten einer Nachricht Die Ampel ist rot. Inhalt Die Ampel zeigt rotes Licht. Selbstoffenbarung Ich bin ein aufmerksamer Beifahrer. Appell Bleiben Sie stehen! Passen Sie auf! Beziehung Sie fahren unkonzentriert. Ich fühle mich unsicher, wenn Sie Auto fahren.

10 10 Nachricht Sachinhalt 1.Sachlich bleiben 2.Verständlich reden 3.Analytisch zuhören Selbstoffenbarung 1.Ich- Botschaften 2.Meinung sagen 3.Ziele klären Appell 1. Fragen stellen 2. Überzeugend argumentieren 3.Fair lenken Beziehung 1.Aktiv zuhören 2.Gefühle direkt ansprechen 3.Feedback geben und nehmen Gesprächstechniken Rhetorik

11 11 Rhetorik, Dialektik und Präsentation Rhetorik ist die Kunst der freien Rede. Dialektik ist die Kunst, durch Fragen und Argumente Gesprächsziele zu erreichen. Dialektik ist Bestandteil einer Rede, wenn der Redner beabsichtigt, sein Publikum zu beeinflussen. Präsentieren ist ein Spezialfall der Rhetorik. Präsentieren ist Kommunizieren mit dem Ziel, Menschen zu beeindrucken, zu beeinflussen und zu überzeugen.

12 12 Rhetorik, Dialektik und Präsentation Eine Präsentation wirbt für eine Idee, eine Sache oder ein Produkt und will zum Kauf animieren. Oft beginnt die Verkaufspräsentation mit Information und endet mit einem bewegenden Appell. Es werden Inhalte, Ideen, Konzepte, Pläne, Produkte, Ergebnisse und Argumente für bestimmte Zielgruppen dargestellt. Eine Präsentation ist stark zielgerichtet und adressatenorientiert. Dazu gehört ein ausführlicher Austausch mit den Adressaten (Fragen und Diskussion). Zeitansatz: Max. 30 Min. Präsentation, plus 15 Min. Diskussion oder mehr.

13 13 Rhetorik, Dialektik und Präsentation Weitere Formen der Rhetorik sind: Sachvortrag mit dem Ziel, Wissen zu vermitteln, max. 45 Min. Gelegenheitsrede mit dem Ziel, in eine Tagung, Veranstaltung oder in ein Familienfest einzuführen, max. 10 Min. - Wie war es? - Wie ist es? - Wie wird es sein?

14 14 Erfolgsfaktoren der Präsentation

15 15 Eindrucksbildung Für den 1. Eindruck gibt es keine 2. Chance. Wodurch bildet sich der 1. Eindruck? 50 Prozent: Körpersprache, äußeres Erscheinungsbild 40 Prozent: Stimme 7 Prozent: Gesagtes Wie lange dauert dies? 5 Sekunden...5 Minuten

16 16 Wir alle wirken auf andere, erzeugen ein Bild - Image von uns - ob wir wollen oder nicht. Anstatt die Imageentwicklung anderen zu überlassen, sollten Sie aktiv an Ihrem Image arbeiten und dieses anderen Personen geschickt vermitteln. Ein positives Selbstbild fördert den Aufbau eines positiven Image: Es führt zu größerer Selbstachtung, das Ihnen mehr Selbstbewusstsein verleiht, was Sie zu größerer Leistung anspornt, so dass Sie mehr Anerkennung gewinnen, die wiederum Ihre Selbstachtung stärkt. Image

17 17 Mein Image Welchen Eindruck bzw. welches Image wollen Sie bei einer Präsentation über Ihre Person vermitteln? Nennen Sie Adjektive: Ich möchte... wirken

18 18 Der beste Redner / Die beste Rednerin... den / die ich kenne: Was sind seine / ihre zwei hervorstehendsten Merkmale bei einem Vortrag?

19 19 Erfolgsfaktoren der Präsentation 1) Engagement / Begeisterung 2) Einfühlungsvermögen 3) Sicherheit 4) Spontaneität 5) Flexibilität 6) Kreativität / Improvisationsgeschick 7) Natürlichkeit

20 20 Gezielter Einsatz der Körpersprache Halten Sie permanenten Blickkontakt zu Ihrem Publikum. Suchen Sie sich 3 Personen, die Ihnen sympathisch sind, als Anker, von denen aus Sie in die Runde schauen. Beziehen Sie jeden in den Blickkontakt ein. Halten Sie 1 bis 2 Sekunden den Blickkontakt. Schwere Fehler sind: - aus dem Fenster gucken - an die Decke gucken - auf den Fußboden gucken Achten Sie darauf, dass Gesagtes und körpersprachlich Ausge- drücktes übereinstimmen. Unstimmigkeiten lösen Unbehagen und ein Gefühl der Unglaubwürdigkeit aus.

21 21 Gezielter Einsatz der Körpersprache Sichern Sie ebenso ab, dass Gesagtes und Visualisiertes stets übereinstimmen. Drücken Sie neue Ideen durch eine lebendige Gestik aus. Präsentieren Sie im Stehen: Stellen Sie Ihre Füße parallel mit der gesamten Fußfläche auf den Boden (Vorsicht: Keine Schuhe mit zu hohem Absatz tragen!). Öffnen Sie Ihre Beine schulterbreit und winkeln Sie die Arme an in Hüfthöhe. Kehren Sie dem Publikum nicht den Rücken zu. Stehen Sie nie im Bild und sprechen Sie nie zur Leinwand. Machen Sie ruhige Bewegungen. Machen Sie ein paar Schritte, um ab und zu Ihre Position zu wechseln.

22 22 Gezielter Einsatz der Körpersprache Wählen Sie eine Position, die einerseits Ihrem Publikum zugewandt ist, andererseits die Visualisierung nicht verdeckt. Meiden Sie ein Pult. Es verdeckt Ihre Körpersprache und blendet damit einen entscheidenden Kommunikationskanal aus. Tragen Sie dem Publikum angepasste Kleidung und Status- symbole. Kleidung oder Parfüm dürfen nicht ablenken.

23 23 Negative Körpersignale Fußstellung, die wegzeigt. Wenig Blickkontakt Ohren bedecken oder reiben. Zappeln, mit einem Stift klopfen. Faust ballen, geschlossene Hände. In die Luft schauen. Angespannte Körperhaltung. Schnelles Kopfschütteln. Den Hals reiben oder kratzen. Die Nase bedecken. Mit den Füßen tippen. Abgewandte Körperhaltung. Den Mund zuhalten. Den Atem schnell ausstoßen.

24 24 Atemtechnik Bauchatmung über Nase und Zwerchfell entspannte Atmung mit langen Zügen es kommt viel Sauerstoff in den Körper Körper wirkt ruhig und Stimme ist kräftig Brustatmung über Mund und Brust hektische Atmung mit kurzen Zügen es kommen nur kleine Mengen Sauerstoff in den Körper Kehle trocknet aus, der Redner bekommt trockenen Mund

25 25 Atemtechnik Bei flacher Atmung verbleibt ein hoher Restbestand von verbrauchter Luft in den Lungen. Nur wenn Sie optimal ausatmen, atmen Sie alle Restbestände aus. So entsteht Platz für neue, sauerstoffreiche Luft. Testen Sie, wie häufig Sie in entspanntem Zustand ein- und aus- atmen. Flachatmer: Atemzüge nutzt nur einen kleinen Teil seiner Lungenkapazität Tief/Vollatmer: Atemzüge Werden Sie zu einem Volltatmer! Überprüfen Sie, ob Sie nach dem Ausatmen nicht doch noch Luft in den Lungen haben. Atmen Sie vor dem Vortrag bewusst aus.

26 26 Dinge, die Menschen Angst machen 1) Öffentlich reden 41 % 8) Fliegen 18 % 2) Große Höhen 32 % 9) Einsamkeit 14 % 3) Ungeziefer, Insekten 22 % 10) Hunde 11% 4) Geldsorgen 22 % 11) Auto steuern, mitfahren 9 % 5) Tiefes Wasser 22 % 12) Dunkelheit 8 % 6) Krankheit, Gebrechen 19 % 13) Fahrstühle 8 % 7) Tod 19 % 14) Rolltreppen 5 % Quelle: William Morrows. The Book of Lists. New York

27 27 Aufregung und Lampenfieber...sind normal und gehören zu einer ernst gemeinten Präsentation dazu. Ein bisschen Aufregung steigert die Leistung und Konzentration. Leistung Angst, Anspannung

28 28 A und O ist eine gute Vorbereitung. Üben Sie die Präsentation vor Freunden oder vor dem Spiegel. Konzentrieren Sie sich, unmittelbar bevor Sie mit der Präsentation beginnen. Achten Sie auf eine angemessene Atemtechnik. Denken Sie daran: Zur Not belebt Stocken das Publikum! Stellen Sich sich Ihre Teilnehmer in Unterhosen vor. Denken Sie mehr an Ihr Präsentationsziel als an Ihre Blockade. So wirken Sie Lampenfieber entgegen

29 29 Selbstsicherheit und Überzeugungskraft

30 30 Meine Teufelchen Was hindert mich, bei Vorträgen selbstbewusst und selbstsicher aufzutreten? Welche Denkmuster und Teufelchen stehen mir entgegen? Du musst immer kompetent wirken. Sei perfekt, zeige ja keinen Fehler

31 31 Meine Engelchen Welche Denkmuster und Einstellungen - Engelchen - fördern selbstbewusstes und selbstsicheres Auftreten bei Vorträgen? Ich beherrsche die Thematik. Ich habe mich bestmöglich vorbereitet. Gesichtsrötungen sind ein Zeichen für Sensibilität. Die Zuhörer haben nichts gegen mich. Wenn es Einwände gibt, ist dies eine tolle Chance, auf diese einzugehen

32 32 Selbstsicherheit und Überzeugungskraft Selbstsicherheit, das heißt selbstsicheres Handeln in einer Situation, fängt im Kopf an: Um selbstsicher auftreten zu können, bedarf es Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Selbstbewusste Menschen sind sich gewiss, eine Aufgabe erfolgreich erfüllen zu können. die nötigen Kompetenzen hierzu zu besitzen. sind überzeugt, selbstgesteuert handeln zu können und nicht das Opfer fremder Geschicke zu sein. Und wenn etwas anders kommt wie geplant, stellen sich selbstbewusste Menschen schnell auf die neuen Anforderungen ein.

33 33 Signale für Selbstsicherheit in der Körpersprache Sicher offener Blickkontakt entspannte Köperhaltung selbstsichere Körperhaltung: aufrechter Stand, Füße auf dem Boden, Fußspitzen nach vorne oder leicht nach außen gerichtet, Ellenbogen frei für Gestik zum Inhalt stimmige Gestik Unsicher mangelnder Blickkontakt angespannte Köperhaltung unsichere Körperhaltung: gesenkte / geduckte Körper- haltung, Füße kippelnd oder überkreuzt,Fußspitzen nach innen, Ellenbogen eng am Oberkörper anliegend verkrampfte, unstimmige Gestik

34 34 Signale für Selbstsicherheit in der Körpersprache Sicher direkter Ausdruck von Gefühlen, zum Inhalt stimmiger Gesichtsausdruck (In Dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.) Hände frei für Gestik angemessene Distanz zu Zuhörern bzw. Gesprächspartnern Lachen, wenn es sein muss, auch mal über sich selbst Unsicher angespannte, verkrampfte Mimik Hände an Oberschenkeln anliegend, vor Oberkörper ver- schränkt o. Ggstand klammernd zu große Distanz zu Zuhörern bzw. Gesprächspartnern ernste Mimik

35 35 Zeichen für Selbstsicherheit in der verbalen Sprache Sicher laute klare Stimme Benutzung von ich direkte Aussage zu Meinungen und Gefühlen lässt Persönlichkeit erkennen Unsicher leise Stimme, am Satzende abfallend Verstecken hinter Wir- oder Man-Aussagen indirekter Ausdruck von Gefühlen

36 36 Zeichen für Selbstsicherheit in der verbalen Sprache Sicher klare Formulierungen eindeutige Stellungnahme Unsicher unklare, relativierende Formulierungen (ja, aber..., vielleicht, wahrscheinlich, möglicherweise), abgebrochene Sätze, Benutzung von Weichmachern schnell umschwenkend (Fähnchen im Winde)

37 37 Übung zu selbstsicherem Handeln Persönliche Vorstellung bei einem Vortrag Arbeiten Sie in einer Kleingruppe heraus, wie Sie sich bei einem Vortrag persönlich vorstellen würden, um gleich zu Anfang bei Ihrem Publikum den bestmöglichen Eindruck von Ihrer Person zu erzeugen. 1. Was sagen Sie über sich? Was sollten die Zuhörer über Sie wissen? Was wollen die Zuhörer über Sie wissen, damit sie Sie für glaubwürdig und überzeugend halten? 2. Wie sagen Sie es? Mimik, Gestik, Stimme Was sollte vor der persönlichen Vorstellung geschehen? 4. Was schließt sich an die persönliche Vorstellung an? Bereiten Sie sich darauf vor, Ihre persönliche Vorstellung und die Antworten auf Fragen 3 und 4 der gesamten Gruppe vorzutragen.

38 38 Aufbau einer Präsentation

39 39 Aufbau einer Präsentation Der Aufbau einer Präsentation orientiert sich an den drei Eckpunkten: Ziel Zeit Zielgruppe Konzept

40 40 Ziel Legen Sie das Ziel Ihrer Präsentation vorher genau fest. Was wollen Sie konkret erreichen? Was ist das Minimale und das Maximale, das Sie erwarten können? Zeichnen Sie sich vor Ihrem inneren Auge ein Bild des Zielzustandes.

41 41 Zielvisualisierung Denken Sie an das für Sie erstrebenswerte Ziel. 1. Die Sicht auf eine erfolgreiche Person Lassen Sie auf einer Leinwand eine Person erscheinen, die dieses Ziel erreicht hat. Schauen Sie der Person zu, wie Sie die Aufgabe gerade erfolgreich löst und das Ziel erreicht. 2. Die Sicht auf sich selbst aus der Distanz Stellen Sie sich eine Leinwand vor, auf der Sie der Hauptdarsteller sind. Sie lösen gerade die Aufgabe erfolgreich und erreichen das Ziel. 3. Die Sicht auf sich selbst, voll identifiziert Steigen Sie in die Handlung hinein und erleben Sie selbst, wie sie gerade erfolgreich die Aufgabe lösen und Ihr Ziel erreichen.

42 42 Zeit Grundsätzlich gilt: Setzen Sie Schwerpunkte. Haben Sie Mut zur Lücke. Kein Thema lässt sich erschöpfend behandeln. Je weniger Redezeit zur Verfügung steht, desto länger brauchen Sie für die Vorbereitung. Eine Präsentation sollte nie länger als 30 Minuten dauern. An eine Verkaufspräsentation schließt sich die Diskussion an, in der Sie erfahren, was die Zuhörer über die von Ihnen dargestellten Inhalte und Konzepte halten. Nutzen Sie die Gelegenheit, auf Einwände zu reagieren und nötigenfalls Ihr Konzept an die Erwartungen der Zuhörer anzupassen.

43 43 Zielgruppe Analysieren Sie in der Vorbereitung die Zielgruppe: Wer wird kommen? Kennen Sie die Personen oder nicht? Welches Wissen über Ihre Vortragsthema und welche Erwartungen bringen die Zuhörenden mit? Wie viel Aufmerksam werden sie zeigen? Welche Meinungen zu den Inhalten und Zielen Ihrer Präsentation haben sie? Welche Reaktionen werden sie zeigen?

44 44 Stoffsammlung Fragen an das Thema stellen: Wer, was, wo, wann, wie, warum? Sammeln von Ideen (Brainstorming): Jede Idee aufschreiben, später systematisieren und bewerten. Mind Map: Solange nach Ideen suchen, bis Mind Map komplett ist. Ordnung herstellen (z.B. Numerierung nach Wichtigkeit) Mut zur Lücke! Kein Thema lässt sich erschöpfend behandeln! Je weniger Redezeit zur Verfügung steht, desto länger brauchen Sie für die Vorbereitung.

45 45 Gliederung Grundsätzlich gibt es zwei Arten, eine Vortrag zu gliedern: 1) Deduktive Methode: Vom Allgemeinen zum Speziellen den meisten Menschen sehr vertraut kontrollierbarer 2) Induktive Methode: Vom Speziellen zum Allgemeinen spannender, wie ein Krimi erfordert mehr Improvisationsgeschick zum Schluss muss logische Struktur stimmen

46 46 Gliederung Hier ein Vorschlag zur Gliederung Ihrer Präsentation: 1) Titel gibt Denkrichtung vor macht neugierig (Schlagwort) unterstreicht die Bedeutung des Themas/ des Produktes grenzt Themen/ Produkte von anderen Themen/ Produkten ab Finden Sie einen aussagekräftigen Titel. Im Untertitel können Sie die Zielrichtung bzw. den Nutzen für die Zuhörer aufzeigen.

47 47 Gliederung 2) Einstieg Zuhörende begrüßen sich selbst vorstellen Thema und Ziel nennen interessanten, lustigen oder verblüffenden Einstieg wählen: - Denkanreiz: verschiedene Behauptungen oder Fragen in den Raum stellen -verblüffendes Problem, Auflösung erst am Schluss -aktueller oder lokaler Bezug -mitgebrachter Gegenstand -Grafik - Zitat (veraltet)

48 48 Gliederung an Gewohntes, Vertrautes, Bewährtes anknüpfend holen Sie die Zuhörenden dort ab, wo sie sind Zuhörende sollten "Aha"-Erlebnis haben Ja, das kenne ich, das ist mir vertraut, da haben Sie recht. Bieten Sie einen Überblick zur Orientierung (nicht mehr als 7 Unterpunkte)

49 49 Gliederung 3) Hauptteil: Information und Argumentation ist ausführlichster Abschnitt besteht aus maximal 7 Schwerpunkten vermittelt Informationen und Argumente (siehe Argumentationstechnik)

50 50 Gliederung 4) Abschluss Schluss ankündigen enthält keine neuen Informationen (also nicht: Was ich eigentlich sagen wollte...) stellt Rückbezug zum Anfang dar fasst Ergebnisse zusammen enthält abschließendes Beispiel oder Anekdote gibt Ausblick endet mit Appell: Aufforderung zur Meinungsäußerung oder zum Handeln, 2 Alternativen aufzeigen (gezielten Schlusssatz, unbedingt vorher festlegen) Handout anbieten

51 51 Gliederung 5) Einstieg in die Diskussion direkt über Fragen, Anmerkungen und Reaktionen aus dem Publikum vorbereitete, offene Fragen lancieren 6) Nachgeschichte Telefon, Text...

52 52 Dramaturgie einer Präsentation Behaltensgrad beim Hören, Sehen und Sprechen 70 % Behaltensgrad beim Hören, Sehen, Sprechen und Tun 90 % Anders Als Andere Zeit Zuhörer- aktivität

53 53 Sprachstil

54 54 Sprachliche Ausarbeitung Verständlichkeit erreichen Sie, indem Sie Ihre Wortwahl am Publikum ausrichten die Zuhörenden direkt ansprechen anschaulich und konkret sprechen (kein Schriftdeutsch!) in Hauptsätzen, Hauptsätzen und nochmals Hauptsätzen reden, mit durchschnittlich 8 bis 12 Wörtern (max. 15) bevorzugt Verben einsetzen, kein Nominalstil das Verb an den Satzanfang stellen, besonders bei langen Sätzen Satzverbindungen abwechseln zwischen den einzelnen Sätzen Pausen machen Redefiguren einsetzen (z. B. Metaphern)

55 55 Sprachliche Ausarbeitung Vermeiden Sie: Hilfsverben (besser: Vollverben) Fremdwörter, Fachausdrücke und Abkürzungen Füllwörter Floskeln (Ich freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind...) Ankündigungen

56 56 Redefiguren Redefiguren sind sprachliche Formulierungen, die die Wirkung einer Präsentation unterstützen. Sie veranschaulichen Inhalte (schaffen in der Sprache Bilder) verstärken Inhalte (stellen Sachverhalte nachdrücklich dar) bewirken Abwechslung und Aufmerksamkeit Wählen Sie die Redefiguren nach Thema/ Produkt und persönlichem Belieben aus. Setzen Sie diese wohl dosiert ein.

57 57 Redefiguren zur Veranschaulichung von Inhalten Beispiel: - unterstreicht Gesagtes durch bestimmten Fall oder bestimmtes Ereignis - wählen Sie Beispiele konkret, praxisnah und zielgruppenspezifisch aus Wenn Sie ein technisches Studium aufnehmen wollen, sollten Sie sich vorher gut über mögliche Hochschulen informieren, zum Beispiel über das Internet oder den Tag der offenen Tür. Anekdote: kurze Erzählung in der Ich-Form Metapher: Bild, Umschreibung Der Kunde springt im Dreieck.

58 58 Redefiguren zur Veranschaulichung von Inhalten Analogie: - vergleicht eine Situation mit einer anderen, wodurch sich das Verständnis einer Sache erhöht - es gibt eine logische Verbindung zwischen den Teilen einer Analogie - stellt eine komplexe Information in Relation zu einer leicht verstehbaren, vertrauten Situation Die erste Beurteilung auf der Arbeit ist wie der erste Besuch beim Zahnarzt. Du weißt, dass es nur zu Deinem Besten ist, aber trotzdem hast Du Angst davor, dass es weh tut. Hyperbel: Der Kunde beschwert sich zum hundertsten Mal über die unzähligen Werbebriefe.

59 59 Redefiguren zur Veranschaulichung von Inhalten Personifikation: Vermenschlichung von Dingen Der Brief verkündet gute Nachrichten. Zuhörerorientierte Randbemerkung: Das werden Sie sicher kennen...

60 60 Redefiguren zur Verstärkung von Inhalten Anapher: Wiederaufnahme gleicher oder ähnlicher Satzanfänge Es ist wichtig... Und es ist auch wichtig... Correctio: Verbesserung bzw. Wahl eines zu schwachen Begriffs, der korrigiert wird, um dem Sachverhalt Nachdruck zu verleihen. Wir möchten Ihnen nahe legen, ja nachdrücklich nahe legen... Rhetorische Frage: Frage, auf die keine Antwort erwartet wird Wollen Sie das dem Zufall überlassen? Parenthese: Einschub nebenbei bemerkt, unter uns gesagt Wiederholung: Alle, aber auch wirklich alle...

61 61 Redefiguren für Abwechslung und Aufmerksamkeit Antithese: Gegenüberstellung zwei extremer Begriffe oder Thesen Der Vorteil - der Nachteil positiv - negativ früher - heute Klimax: Steigerung Das Produkt ist nicht nur gut, sondern sehr gut, um nicht zu sagen hervorragend. Inversion: Umstellung von Satzteilen, so dass wichtiger Satzteil am Anfang steht Hervorheben möchte ich... Interessanterweise...

62 62 Übung zu Beispielen und Analogien Unsere Hochschule ist spitze. Sie unterstützt uns dabei... An unserer Hochschule zu studieren ist so wie... Ein technisches Studium eröffnet viele Chancen, zum Beispiel... Aus seinem Studium das beste zu machen ist so wie... Ich bin ein guter Student. Das macht sich daran bemerkbar, dass...

63 63 Übungen zu Beispielen und Analogien Als ich zum ersten Mal auf einen Vortrag hielt, war das so, als wenn... Mannheim und Ludwigshafen haben einige Gemeinsamkeiten, aber auch viele Unterschiede, z. B.... Die Zusammenarbeit zwischen Professoren und Studierenden ist so wie... Die Mensa hat viele gute essbare Dinge, z.B.... Eine fremde Sprache zu lernen ist so wie...

64 64 5-Satz 1) Standpunkt Das X-Mobiltelefon ist spitze. 2) Argument Sie haben Telefon und Internet in einem. 3) Beispiel Sie können Ihre s und Anrufe gleichermaßen bearbeiten. 4) Fazit/ Konsequenz Daraus resultiert eine hohe Flexibilität und Unabhängigkeit. 5) Appell Holen Sie sich auch das X-Mobiltelefon.

65 65 Manuskriptgestaltung Erstellen Sie ein computergeschriebenes Stichwortmanuskript mit Schlagworten und halben Sätzen. Halten Sie nur den ersten und letzten Satz vollständig fest. Ihr Manuskript sollte das DIN-A5-Format nicht überschreiten, da die Blätter/ Karten sonst zuviel von Ihrer Körpersprache verdecken. Überlegen Sie sich bereits vorher, was Sie bei Zwischenfragen und Zeitdruck weglassen werden.

66 66 Einsatz der Stimme

67 67 Was Ihre Stimme verrät Ihre Stimme verrät: wo Sie aufgewachsen sind. woher Ihre Eltern stammen. welche Schulen Sie besucht haben. mit welchen Kindern Sie als Kind gespielt haben. wie viel Sie gereist sind. wie an Ihrem Arbeitsplatz besprochen wird. welche Programme Sie im Fernsehen sehen. welche Stimme Ihr Partner / Ihre Partnerin hat.

68 68 Mit der Stimme Stimmung schaffen Sprechen Sie frei. Die natürliche Satzmelodie entsteht erst beim freien Sprechen. Heben Sie Pausen, Betonungen und Absätze deutlich hervor. Legen Sie in der Vorbereitung fest, was sie wie hervorheben wollen. Modulieren Sie Ihre Stimme (z.B. bei Punkt: Stimme runter). Wechseln Sie zwischen hoher und tiefer Stimmen. Reden Sie entspannt, bei Aufregung reden Sie zu hoch und zu schnell. Reden Sie vor der Präsentation ein paar Worte oder summen Sie.

69 69 Persönliche Ansprache Sprechen Sie das Publikum mit Sie an, nicht mit man. Zeigen Sie den Nutzen auf: das bedeutet für Sie... das bringt Ihnen... Sie haben folgende Vorteile... Loben Sie die Zuhörer. Sie als Kenner der Branche... Sie als Praktiker... Sie als interessierte Zuhörer... Wie Sie wissen...

70 70 Die Aussprache Sprechen Sie deutlich. Trainieren Sie Ihre Stimme, indem Sie regelmäßig die Daumen- bzw. Korkenübung durchführen. Wählen Sie ein Tempo, in dem Sie 80 bis 100 Wörter pro Minute aussprechen. Richten Sie Dialekt/ Hochdeutsch am Publikum aus. Vermeiden Sie Schmatzgeräusche. Halten Sie den Abstand vom Mikrophon konstant. Nehmen Sie regelmäßig Ihre eigenen Stimme auf Tonband/ Video auf.

71 71 Sprechgewohnheiten

72 72 Rahmenbedingungen - Medieneinsatz

73 73 Ort, Technik und Rahmenbedingungen Finden Sie sich 30 bis 60 Minuten vor dem Vortrag an dem Ort ein. Prüfen Sie möglichst schon am Vortag die Verfügbarkeit der Medien und klären Sie die Organisation (Raumanordnung usw.) Mischen Sie sich vor Beginn der Veranstaltung unter die Leute, um Small Talk zu pflegen. Prüfen Sie die technischen Hilfsmittel. Wie laut ist eigentlich Ihr Beamer? Beachten Sie die Lichtverhältnisse und richten Sie Ihren physischen Standpunkt danach aus. Halten Sie ein Glas Wasser bereit. Stellen Sie Vortragsmaterial wirkungsvoll im Raum auf.

74 74 Ort, Technik und Rahmenbedingungen Ordnen Sie den Raum in einer Weise an, die dem von Ihnen ange- strebten Interaktionsgrad entspricht. Je mehr sie die Zuhörer unter- einander in Kontakt bringen wollen, desto mehr Blickkontakt sollte zwischen den Zuhörern möglich sein. Beispiel: P P Interaktion wird angeregt wenig Interaktion möglich

75 75 Medieneinsatz Allgemein: Setzen Sie Medien geplant ein. Nicht zu viel, die Worte überwiegen. Eine Multimedia-Show ist zwar unterhaltsam, lenkt aber von den wesentlichen Inhalten ab. Stimmen Sie die Medien auf das ab, was Sie darstellen möchten, z.B. OH-Projektor oder Beamer bei Zahlenmaterial, Video bei Demonstra- tionen, die Bewegung wiedergeben sollen Setzen Sie zwei Medien parallel ein (mehr sind in der Regel nicht nötig): bevorzugt ein Medium für vorgefertigtes Material (z.B. OH-Projektor, Beamer oder Video) sowie ein flexibles (z.B. Flip-Chart oder Whiteboard) für das Festhalten von Teilnehmerbeiträgen. Erkundigen Sie sich vor dem Training nach den Medien und machen Sie sich mit diesen vertraut. Probieren Sie alle technischen Hilfsmittel vorher aus.

76 76 Medieneinsatz Besonders effizient und beliebt sind Medien, die der Visualisierung dienen. Für die Visualisierung geeignet sind insbesondere: das Thema oder die Fragestellung des Vortrages Kerninformationen und Schlüsselpunkte Teilnehmerbeiträge Aufgabenstellungen Zusammenhänge Zahlen und Ergebnisse Trends und Probleme das Fazit und die Zusammenfassung

77 77 Anregung - Stimulanz AIDA - Modell Ordnung - Gliederung Die Aufmerksamkeit, die für die Struktur benötigt wird, fehlt für den Inhalt Einfachheit Kürze - Prägnanz Man kann über alles reden, nur nicht über 30 Minuten Kurt Tucholski Die 4 Verständlichmacher

78 78 Der Mensch behält: durch Hören durch Sehen durch Hören und Sehen worüber er spricht von dem, was er selbst ausführt in % Visualisierung

79 79 Präsentationsmedien Medien für vorgefertigtes Material: Overhead-Projektor Beamer Videos Dias Flexible Medien: Flipchart Pinnwand Tafel Teilnehmerunterlagen

80 80 Anwendungsgebiete: Standard-Hilfsmittel bei Präsentationen für vorbereitete Folien zusätzliche Einsatzmöglichkeiten durch Endlos-Leerfolie am Gerät für ­ Erläuterungen und Ergänzungen ­ Visualisierung von Diskussions- punkten Overhead-Projektor

81 81 Anwendungstipps: Üben Sie vorher Handhabung des Gerätes. Gewährleisten Sie, das jeder gute Sicht hat. ­Stellen Sie das Bild scharf. ­Positionieren Sie das Gerät nicht vor den Leuten auf dem Tisch. - Denken Sie an das Gebläse. Reservebirne! Zeigen Sie 5 bis 8 Folien pro 45 Minuten (Ausnahme: Beispiele, die nur der Demonstration dienen). Überladen Sie Folien nicht. Zeigen Sie Wesentliches. Beginnen Sie niemals mit dem Sprechen, bevor die erste Folie auf dem Projektor liegt. Sprechen Sie beim Folienwechsel möglichst nicht. Overhead-Projektor

82 82 Anwendungstipps: Zeigen Sie die Folie nur solange, wie Sie über ihren Inhalt sprechen: Text und Bild müssen übereinstimmen Wenn Sie den Projektor nicht brauchen, schalten Sie ihn aus. Wenn Sie etwas auf der Folie zeigen möchten, tun Sie das mit einem Stift, nicht mit dem Finger (Zittereffekt). Overhead-Projektor

83 83 Vorteile: Folien leicht herstellbar Folien leicht veränderbar Folien kopierfähig Informationen ständig verfügbar auch bei Tageslicht einsetzbar transportabel Redner spricht in Richtung Publikum Nachteile: u.U. schlecht lesbar abstrakt/ nicht selbsterklärend Overhead-Projektor

84 84 Tipps zur Gestaltung von Charts z.B. Folien, Flip-Chart-Blätter, Powerpoint-Präsentationen Weniger ist mehr ­ sieben Schlüsselinformationen pro Seite, sieben Schlüsselwörter pro Satz ­ 50% der Leser gehen Ihnen verloren, wenn ein Satz mehr als 14 Wörter zählt, 80% bei mehr als 20 Wörtern Farben sparsam einsetzen Wenn Ihr Schaubild in schwarz-weiß nichts sagt, wird Farbe daran auch wenig ändern. (Gene Zelany) Rot bedeutet Achtung (sparsam verwenden), Grün wirkt positiv und beruhigend, Blau sachlich

85 85 Verwirrung / Langeweile Anzahl Schaubilder Tipps zur Gestaltung von Charts z.B. Folien, Flip-Chart-Blätter, Powerpoint-Präsentationen Einfacher ist besser

86 86 Tipps zur Gestaltung von Charts z.B. Folien, Flip-Chart-Blätter, Powerpoint-Präsentationen Das Chart soll lesbar, übersichtlich, verständlich und ansprechend sein Kennzeichnen Sie in Tabellen die Variablen direkt. Verwenden Sie keine Legenden, die die Teilnehmer entschlüsseln müssen. Setzen Sie maximal 3 Schriftgrößen und Schrifttypen ein. Jedes Chart bekommt eine Überschrift. Es sollte so weit wie möglich selbsterklärend sein.

87 87 Flip-Chart Anwendungsgebiete: als ergänzendes Hilfsmittel bei Vorträgen und Präsentationen für ­grundlegende Aussagen ­Zwischenfragen und Kommen- tare aus dem Publikum ­zusätzliche Erläuterungen und Diskussion als Hilfsmittel bei Gruppendiskus- sionen

88 88 Flip-Chart Anwendungstipps: nur Wichtiges fixieren deutlich und groß schreiben maximal drei Farben verwenden vorher mit Stiften (Schreibkanten, Schriftgröße, Farben) experimentieren klar strukturieren vorher prüfen, ob Stifte schreiben und genug Papier da ist

89 89 Vorteile: Darstellung von Sachverhalten während des Vortrages Möglichkeit zum raschen Fest- halten von Ideen und Diskussions- beiträgen Blätter können abgerissen und im Raum aufgehangen werden (mit Crep-Band, dass sich von Wand mit Tapete leicht lösen lässt) Ergänzungen und Rückblenden während des Vortrages mobil schnell und unkompliziert zu er- stellen Nachteile: keine komplexe Graphikdarstellung möglich es braucht Zeit, bis etwas leserlich angeschrieben ist Schriftprobleme nicht kopierfähig Blickkontakt wird beim Schreiben unterbrochen korrekturaufwendig nur für kleine Gruppe geeignet, da Charts nur bis etwa 6 Meter lesbar sind Flip-Chart

90 90 Teilnehmerunterlagen fassen die Kerngedanken und Folien zusammen. Eventuell können Sie die rechte Blatthälfte für Ergänzungen der Teilnehmer freilassen. Handouts sind einzelne Blätter, die Sie den Teilnehmenden während des Trainings austeilen. Auf ihnen befinden sich z. B. die Übungen oder Lösungen zu den Fallbeispielen. Teilen Sie diese den Teilnehmenden an den entsprechenden Stellen aus. Sorgen Sie dafür, dass die Teilnehmenden nicht gleich zu Anfang die Teilnehmerunterlagen so intensiv durchblättern, dass Sie Ihnen gar nicht mehr zuhören. Räumen Sie entsprechend Zeit ein oder geben Sie die Unterlagen sukzessive aus. Teilnehmerunterlagen

91 91 Umgang mit dem Publikum

92 92 Präsentation und Diskussion Gesagt ist noch nicht gehört. Gehört ist noch nicht verstanden. Verstanden ist noch nicht einverstanden. Einverstanden ist noch nicht angewendet. Angewendet ist noch nicht beibehalten.

93 93 Präsentation und Diskussion Der Vortrag stellt nur einen kleinen Teil der Gesamtpräsentation dar. Auf den Vortrag folgt die Diskussion mit dem Publikum, um zu überprüfen, wie das Gesagte gehört, verstanden und angekommen ist. Sie haben Gelegenheit, Einwände aus dem Weg zu räumen oder Ihre Botschaft zusammen mit dem Publikum in eine realisierbare Form zu bringen. Es geht darum, den sogenannten Eisberg ein Stück weit aus dem Wasser zu heben. Fordern Sie mit geschickten Fragen Ihr Publikum zur Meinungs- äußerung auf.

94 94 Das Eisbergmodell Vordergründiger Bedarf, Produktinhalte Diskussion Unbewusste Motive, Einwände, Barrieren

95 95 Die Chancen eines Austausches Sie sehen, was wie verstanden wurde. Sie checken ab, ob Sie das Publikum überzeugt haben. Sie können auf die Bedürfnisse der Zuhörenden eingehen.

96 96 Umgang mit dem Publikum Seien Sie mit den Inhalten so vertraut, dass Sie möglichst Ihre ganze Aufmerksamkeit auf das Publikum richten können. Beobachten Sie die Körpersprache Ihrer Zuhörer: Wie kommt das Gesagte an? Schauen die Zuhörenden interessiert, gelang- weilt oder fragend? Gehen Sie auf die Reaktionen des Pub- likums ein. Nehmen Sie jede Frage oder Anregung ernst. Dies sind keine Störungen, sondern gute Chancen, Ihr Konzept in die richtige Richtung zu korrigieren. Geben Sie jedem Frager sofort eine Antwort oder richten Sie einen Fragespeicher ein.

97 97 Der Blick in die Diskussionsrunde

98 98 Der Blick in die Diskussionsrunde Diskussionstyp der Streitsüchtige der Positive der Alleswisser der Redselige der Schüchterne Was ist zu tun? Sachlich und ruhig bleiben, seine Punkte als Frage an die Gruppe weiterleiten ihn als Diskussionsstütze beteiligen (z.B. zur Zusammenfassung o. ä.) Gruppe zu seinen Behauptungen Stellung nehmen lassen, evtl. seine Wortbeiträge durch Anerkennung seiner Erfahrungen zurückstellen taktvoll unterbrechen, evtl. allge- meine Redezeitbegrenzung durch Lob und Anerkennung verstärken

99 99 Der Blick in die Diskussionsrunde Diskussionstyp der Ablehnende der Dickfellige der Erhabene, das hohe Tier der Ausfrager Was ist zu tun? seinen Ehrgeiz wecken (z. B. mit sinnvoller Aufgabe) aufwecken durch Ansprechen seiner Interessensbereiche brauchbare Vorschläge weiter diskutieren, unbrauchbare konstruktiv kritisieren nicht aufs Glatteis führen lassen, seine Fragen zur Stellungnahme an die Gruppe weitergeben

100 100 Initiieren einer Diskussion Überlegen Sie sich, in welcher Weise Sie eine Diskussion nach Ihrer Präsentation in Gang bringen können. Zum Beispiel mit offenen Fragen Was würde passieren, wenn...? Welchen Unterschied macht es,...? Gegenüberstellung von zwei Thesen direkte persönliche Ansprache

101 101 Technik der guten Fragestellung Einzelne Teilnehmer fragen, Antworten geben lassen Das Gesagte zusammenfassen, evtl. beurteilen Frage an alle Teilnehmer gleichzeitig stellen Mit Frageworten beginnen ( wie..., warum,...) Zeit lassen zum Überlegen Antwort nicht gleich beurteilen, Alternativen einholen

102 102 Hartnäckige Frager Was muss jemand tun, damit er Sie nervt? Beispiel: Was muss jemand tun, um Sie zu provozieren? Beispiel:

103 103 Hartnäckige Frager Versuchen Sie, die unerfüllten Wünsche und Bedürfnisse des nervenden Fragers oder Provokateurs zu identifizieren. Was bewegt ihn zu störendem Verhalten? Braucht er: Aufmerksamkeit? Anerkennung (seines Fachwissens, seiner Position...)? Eigenständigkeit?...

104 104 Hartnäckige Frager Erkennen Sie die unbewussten Motive und richten Sie Ihre Reaktionen darauf ab, indem Sie den Frager, Provokateur usw. loben ihm für seine Frage danken seine Fachkompetenz hervorheben ihm seine Entscheidungen lassen

105 105 Hartnäckige Frager Wägen Sie ab, ob eine paradoxe Intervention sinnvoll ist: Tun sie genau das, was der Frager, Provokateur usw. am wenigsten von Ihnen erwartet hätte. Lenken Sie ihn auf eine Entscheidung mit einem Angebot hin: Ich habe da eine Idee, die würde ich Ihnen gerne vorstellen. Geben Sie dem Frager, Provokateur das Gefühl, eigenständig handeln zu können - bevormunden Sie ihn nicht.

106 106 Killerphrasen Killerphrasen sind Sätze, die jedes Gespräch abtöten. Typische Killerphrasen sind: Da könnte ja jeder kommen. Das passt nicht in unser Konzept. Das haben wir schon immer so gemacht. So geht das nicht, das ist unmöglich. Klingt theoretisch ja ganz gut, aber in der Praxis...

107 107 Zum Umgang mit Killerphrasen: Wenn Ihr Gesprächspartner Killerphrasen einsetzt, ist er einer sachlichen Argumentation noch nicht aufgeschlossen. Begegnen Sie Killerphrasen nicht, indem Sie Gleiches mit Gleichem vergelten. Diese Methode führt zur Eskalation und damit zu einer härteren Auseinandersetzung. Ihr Ziel ist es, den Ball wieder zurückzuspielen und den anderen mit offenen, deeskalierenden Fragen zum Nachdenken anzuregen. Killerphrasen

108 108 Bleiben Sie so locker wie möglich. Entlarven Sie hinter der Killerphrase liegende Denkblockade. Nutzen Sie folgende Techniken: 1. Nach dem Grund fragen: Warum...? 2. Konkretisieren: Welches, Wann, Wo...? 3. Weiterdenken: Was müsste passieren, dass...? Killerphrasen

109 109 Technik des Isolierens: Beispiel: Herr..., Sie sprechen den Umstand an, dass Ihnen die Zeit zur Realisierung des Projektes zu lang ist. Wenn wir diesen Punkt einmal ausklammern, würden die anderen Aspekte des Ange- botes Ihren Vorstellungen entsprechen? Äußert der Verhandlungspartner dann weitere Bedenken, signalisiert dies, dass er die Bedenken als Vorwand genutzt hat. Einwände haben Signalwirkung: Es ist zweckmäßig, nach Störungen in anderen Bereichen zu fragen. Einwandbehandlung Einwand oder Vorwand

110 110 Einwände zeigen, dass... der Gesprächspartner sich mit Ihrer Information auseinander setzt; der Gesprächspartner noch Fragen hat; der Gesprächspartner andere Vorstellungen hat; der Gesprächspartner sich noch nicht entscheiden kann; der Gesprächspartner noch nicht überzeugt ist; der Gesprächspartner (noch) nicht kaufen will. Der Gesprächspartner den Preis reduzieren will. Einwandbehandlung Signalwirkung von Einwänden

111 111 Allgemeines zur Einwandbehandlung: Lassen Sie den Zuhörer ausreden und hören Sie aufmerksam zu. Bewahren Sie Ruhe, provozieren Sie und streiten Sie nicht. Verwandeln Sie den Einwand in eine Frage. Analysieren Sie die Hintergründe des Einwandes. Versachlichen Sie übertriebene Einwände. Nehmen Sie den Einwand vorweg. Einwandbehandlung

112 112 Formen der Einwandbehandlung: Vorwegnahme = den Einwand aussprechen, bevor es der Zuhörer tut Zurückstellen = den Einwand nicht sofort beantworten Zusammenfassen = Rückversicherung, ob richtig verstanden Fragen stellen = mit Hilfe von Fragen Informationen erkunden oder Fragesteller selbst die Antwort geben lassen Einwandbehandlung

113 113 Plus-Minus = Mängel zugeben, aber mit Nutzen und anderen Vorteilen kompensieren Nutzenargumentation 5-Satz-Argumentation Einwandbehandlung

114 114 Störungen

115 115 Lösungen bei externen Störungen Externe Störung Baulärm /-arbeiten Zu-Spät-Kommer Zwischenfälle: z. B. optische Ab- lenkungen: ein toller Mann... Handyklingeln Was ist zu tun? rausgehen u. nachfragen, wie lange es noch dauert; vorher erkundigen bei Einzelgänger ignorieren, bei mehreren kurze Pause machen oder ihnen sagen, dass sie Platz nehmen können darauf hinweisen nicht darauf eingehen, evtl. Plakat vorbereiten Handy - bitte nicht!

116 116 Lösungen bei externen Störungen Externe Störung Essen und Trinken Schwatzen und Unruhe im Publikum Was ist zu tun? nicht zulassen, wenn z.B. Getränke aufge- nommen werden wollen (Schön dass Sie an uns denken. In 10 min. machen wir eine Pause, dann können Sie die Getränke aufnehmen.) leiser reden und hinschauen; wenn das nicht hilft, ganz aufhören zu sprechen, nachfragen, was unklar ist

117 117 Lösungen bei externen Störungen Externe Störung Zwischenrufe Zwischenfragen Beamterausfall Was ist zu tun? wenn positiv - nicken o. bedanken wenn negativ - sagen, dass man nach dem Vortrag bereit ist, zu diskutieren Sofortige Antwort oder : Ich kann mir vor- stellen, dass Fragen entstehen. Bitte notie- ren Sie diese, damit sie nicht verloren gehen. Ersatzfolien

118 118 Lösungen bei internen Störungen Was ist zu tun? Konzentration auf das Thema nicht entschuldigen, nach der Ein- führung den Grund nennen kurz bewegen überspielen, wird in der Regel nicht registriert mental entgegenwirken Ich kann das Interne Störung Einschränkungen im Wohlbefinden: Krankheit, Erkältung, schl. geschl. eigene Unpünktlichkeit Unsicherheit, Angst, Nervosität: Stottern, falsche Atmung, Zittern Blackout Leistungsdruck, Erwartungsdruck

119 119 Lösungen bei internen Störungen Was ist zu tun? Gutes Selbstmgt oder Absage Darf nicht sein! Bei einer Frage an- bieten, dass man die Informationen zukommen lässt Nach der Einführung darauf hin- weisen. Nie entschuldigen! Man begibt sich gedanklich in eine Ver- teidigungssituation Interne Störung persönliche Probleme: Todesfall, Frau verlassen unzulängliches Fachwissen, mangelnde Vorbereitung unsortiertes Manuskript Kleidungsmängel: bekleckert

120 120 Auftritt und Ausstrahlung

121 121 Farbtypen hell dunkel Sommer silber Pastelltöne rosa... Frühjahr gold beige, ocker, orange Winter silber weiß, schwarz, rot, grün, blau Herbst gold, braun, oliv, weinrot kaltwarm

122 122 Kleidungsstile Grundsätzlich gilt: Schaffen Sie immer Gegensätze! ­ Runde Körper-/ Gesichtsformen längliche Formen ­ Schmale Körper-/ Gesichtsformen breite Formen Finden Sie die zu Ihnen passenden Formen hinsichtlich ­ Brille ­ Frisur ­ Ohrringe ­ Uhr ­ Schuhe ­ Schminke ­ Ausschnitt, Kragen ­ Jackenlänge ­ Taillenbetonung/ -nichtbetonung ­ Armlänge ­ Hosenschnitt ­ Rocklänge

123 123 Imageträger/ Statussymbole Achten Sie auf passende Imageträger: Auto Stift Koffer Aktentasche Mappen

124 124 Trainingstransfer

125 125 n Welche Denkanstöße haben Sie durch das Training erhalten? n Was hat Sie gefühlsmäßig besonders angesprochen? Feedback und nächste Schritte

126 126 n Was sind Ihre nächsten Schritte? Feedback und nächste Schritte


Herunterladen ppt "1 Rhetorik Die Kunst der guten Rede Mannheim, 19. und 21. Februar 2003 Trainerin: Dr. Bettina Franzke Ehrenstraße 13, 50672 Köln Tel.: 0221-250 9454, Mobil:"

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen