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Wie verkaufe ich Europapolitik? Pressearbeit für ein/e MdEP Referent: Dipl.-Journ. Torsten Schäfer, M.E.S.

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Präsentation zum Thema: "Wie verkaufe ich Europapolitik? Pressearbeit für ein/e MdEP Referent: Dipl.-Journ. Torsten Schäfer, M.E.S."—  Präsentation transkript:

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2 Wie verkaufe ich Europapolitik? Pressearbeit für ein/e MdEP Referent: Dipl.-Journ. Torsten Schäfer, M.E.S.

3 1. Nachrichtenfaktoren und Pressearbeit 2. Wie arbeiten EU-Korrespondenten? Wann brauchen sie Sie? 3. Wie arbeiten Heimatredaktionen? Wann brauchen sie Sie? 4. Welche EP-Themen werden gedruckt? 5. Wie sollte eine Pressemitteilung aufgebaut sein? 6. Wie erreiche ich Agenturen / Presse / Radio / Fernsehen? Gliederung

4 - NF erklären die Nachrichtenauswahl von Journalisten - Gedankliche Hilfsmittel für die Pressearbeit - Eigenes Forschungsgebiet in der Medienwissenschaft - 18 Nachrichtenfaktoren nach Winfried Schulz - Studien zeigen: Zentrale Faktoren für EU-Berichterstattung - Faktoren bei der Planung der Pressearbeit berücksichtigen 1. Nachrichtenfaktoren

5 - Nationale Zentralität, Ethnozentrismus - Relevanz = Betroffenheit - Konflikt und Dramaturgie - Personalisierung und Prominenz - Dauer und Thematisierung (Zeitspanne und Etablierung) - Überraschung (Kuriosität), Struktur (Überschaubarkeit) - Erfolg und Wirtschaftskraft 1. EU und Nachrichtenfaktoren

6 - Brüssel größter Nachrichtenplatz der Welt - Deutsche Korrespondenten ca. 130, größte Gruppe - Viele Einzelkämpfer und Duos - Zu 3/4 innenpolitische Berichterstattung ! - Höherer Termindruck als an anderen Nachrichtenplätzen - Insgesamt schwieriges Terrain, auch Karrieresprungleiter 2. Wie arbeiten EU-Korrespondenten?

7 - Themenfülle und Themenvielfalt - Mehrsprachigkeit - Komplexität der EU-Themen => Generalisten - Politik der verschlossenen Türen - Beispiel Kommission, Beispiel Ministerrat - NF greifen nicht: Konflikt, Personalisierung, Struktur - Folge: Verstärkte Hinwendung zu MdEPs 2. Arbeitshindernisse in Brüssel

8 - Sehr große Kollegialität => Themenabstimmung - Starke Fokussierung auf deutsche Themen - Sehr häufig informelle Quellen Terminjournalismus, Armut an Stilformen - Wunsch nach lebendigen, persönlichen Themen - Wunsch nach konkreten, relevanten Geschichten 2. Reaktionen der EU-Korrespondenten

9 - Sie brauchen informelle Quellen, immer erreichbar - Informationen zu Dossiers, die Kommission nicht liefert - Einfache Erklärungen, gute Zitategeber - Regionale Themen mit hoher Relevanz für den Leser - Europa der Ergebnisse => Themenauswahl - Interpretationen wichtig, Trend zur Vorberichterstattung - Nachrichten, die speziell Deutschland betreffen 2. Welche Hilfe brauchen Korrespondenten?

10 - Aufbau eines festen Zirkels von vertrauten Journalisten - Pressegespräche mit MdEP und Mitarbeiter - Pressefrühstück besser, Abendessen inflationär - Botschaften, Themen, Termine von mehreren MdEPs - Gemeinsame Briefings vor wichtigen Abstimmungen - Streuanrufe, um Entwicklung eines Gesetzes vorzubereiten - Interne Papiere zirkulieren lassen, wenn möglich 2. Herangehensweisen

11 - AIM-Studie: EU = Außenpolitik, starke Wissenslücken - Oft Vorurteile, keine hohe Meinung von Europa - Agenturgläubigkeit => Essentiell, Agenturen zu überzeugen - Redaktionen in Verteiler aufnehmen - Relevanz? Lokale Auswirkungen, Bsp: - Pressearbeit im Wahlkreis essentiell, wird viel verschenkt - Pressereisen nach Brüssel, Weiterbildungen anbieten 3. Wie arbeiten Heimatredaktionen?

12 - Sehr viel EUB: Währung, Binnenmarkt, Finanzen - Viel EUB: Agrar, Verbraucher, Umwelt, Gesundheit, - Neu: Inneres und Justiz - Wenig EUB: GASP, ESVP, Soziales, Kultur, Sport, Bildung - Speziell EP: Menschenrechte, Demokratie, Werte - Wichtig: Zitate, Sprachwahl, Sätze vorbereiten => Bsp: M. Schulz/ Stoiber: Brüssel kein landespolit. Endlager 4. Welche EP-Themen verkaufen sich?

13 - Hat etwas zu sagen, verkündet Erfolge / Kontroverse - Lieber mal verzichten, weniger ist mehr - Kommt zwei Tage vor Entscheidung, nicht am selben Tag - Kommt nicht nach 14 Uhr, alles andere zu spät - Hat Links oder Anhänge mit kurzen Hintergründen - Empfehlung: Themen abstimmen, auch mit Zentrale 5. Die ideale Pressemeldung

14 - 3-5 Absätze, Titel, Unterzeile, Zwischenüberschriften - Kurze Sätze, wenig Fach-Vokabular - viele Zitate, gleich im ersten Absatz ! Kurze Zitate ! - Deutsche, regionale Auswirkungen erklären - Anschaulich, konkret, kompakt - Beispiele bringen, Zahlen und Statistiken unbedingt rein ! - bedauert, betont, kritisiert statt erklärt, meinte, sagte 5. Die ideale Pressemeldung

15 1. Hauptaussage = Leadsatz 2. Schlüsselzitat 3. Weitere Informationen: Wer, Wo, Wann, Was, Warum? 4. Erläuternde Zitate 5. Weitere Hintergründe zum Gesetz und seinen Auswirkungen Beispiele, Zahlen, Vergleiche mit anderen Ländern 6. Bekräftigendes Zitat 7. Ausblick, Zusammenfassung 5. Die ideale Pressemeldung - Struktur

16 - Öffentliche Ausschreibungen für Galileo sind der faire Weg Die für Verkehr und Haushalt zuständigen EU-Kommissare Barrot und Grybauskaitė stellten heute dem Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie des Europäschen Parlaments ihre Pläne für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo vor. Kernpunkt dabei waren Vorschläge zur Finanzierung und Auftragsvergabe des Projektes. Nachdem die Mitgliedstaaten beschlossen hatten, Galileo in eigener Regie aufzubauen, plant die Europäische Kommission nun, die Aufträge für den Bau nach EU-Vergaberegeln auszuschreiben. "Bei der Finanzierung mit Gemeinschaftsgeldern ist eine öffentliche Vergabe der Aufträge die logische Konsequenz", erklärte erklärte der SPD-Europaabgeordnete und Galileo-Experte Norbert Glante. 5. Beispiel 1

17 TGV/ICE erfordert verstärkte deutsch-französische Zugstreifen Bei einem Besuch der Bundespolizei - dem früheren Bundesgrenzschutz - im Hauptbahnhof Saarbrücken, forderte der saarländische Europaabgeordnete Jo Leinen (SPD) den Ausbau der gemeinsamen Grenzkontrollen durch die deutsche und französische Polizei. Das seit Oktober 2006 begonnene Modellprojekt gemeinsamer Kontrollen in den Zügen gebe den Bahnreisenden mehr Sicherheit und habe sich bewährt. Da mit dem Start des Schnellzugs Paris-Frankfurt im Juni 2007 erheblich mehr Reisende den Hauptbahnhof Saarbrücken passieren, sei eine Verstärkung der deutsch-französischen Zugstreifen wünschenswert und nötig. 5. Beispiel 2

18 Die Europäische Kommission stellte heute ein Paket mit Richtlinienvorschlägen für den europäischen Energiebinnenmarkt vor. Dabei schließt sie insbesondere weitergehende Maßnahmen zur Entflechtung der Energiekonzerne sowie die Schaffung einer europäischen Agentur zur Kooperation der nationalen Regulierer vor. BERNHARD RAPKAY, Vorsitzender der SPD-Abgeordneten im Europäschen Parlament, begrüßte die Vorschläge zur Regulierung: "Was wir alle wollen und brauchen, ist mehr Wettbewerb am Energiemarkt. Dies werden wir aber nicht allein durch eigentumsrechtliche Entflechtung oder das Einsetzen eines Unabhängigen Netzbetreibers erreichen! Die Netze sind ein natürliches Monopol, an dem wir nie Wettbewerb bekommen werden. Das Schlüsselwort hier heißt Regulierung: Denn nur durch mehr Regulierung an den Netzen entstehen die Voraussetzungen für mehr Wettbewerb auf den Ebenen, die den Netzen vor- bzw. nachgeschaltet sind, bei der Produktion und dem Vertrieb." 5. Beispiel 3

19 - - Radios ! Info Radio Berlin, WDR => Je früher, desto besser - Redaktionen in Verteiler aufnehmen: Bsp. DLF Umwelt - Agenturen essentiell: PM vor 12 Uhr, danach Stress - Zeitungen: Durch Hintergründe Vertrauen gewinnen - Starke Suche nach Exklusivität, informellen Informationen - TV: Bilderangebote, Gespräch vor ungewöhnlicher Kulisse - Fachmedien nicht vergessen: Ernährungsdienst, Agrar 6. Spezifika der Medien

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