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ODL:Inclusive eLearning in der Lehrerbildung Eine Einführung in die Inklusive Pädagogik 2000 87748-CP-1-2000-1-AT-MINERVA-ODL

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Präsentation zum Thema: "ODL:Inclusive eLearning in der Lehrerbildung Eine Einführung in die Inklusive Pädagogik 2000 87748-CP-1-2000-1-AT-MINERVA-ODL"—  Präsentation transkript:

1 ODL:Inclusive eLearning in der Lehrerbildung Eine Einführung in die Inklusive Pädagogik CP AT-MINERVA-ODL

2 Partner A: Pädagogische Akademie der Diözese Graz-Seckau H: Eötvos Loránd Tudományegyetem D: Universität BremenA: Pädagogische Akademie des Bundes in Linz A: Pädagogisches Institut des Bundes in Steiermark CZ: Univerzita Karlova v Praze D: Universität Koblenz-LandauNL: Hogeschool Edith Stein / Onderwijscentrum Twente NL: PABO-Arnhem Hogeschool van Arnhem en Nijmegen

3 Projektziele Das Projekt ODL:Inclusive –entwickelt einen Einführungskurs in die Inklusive Pädagogik –in dem ein humanwissenschaftliches Verständnis von Integration vermittelt wird. Dieser Einführungskurs –wird auf der eLearning Plattform eLS (Hyperwave) realisiert, evaluiert und –Lehreraus- und -fortbildungsinstitutionen zur Aufnahme in ihr Programm angeboten.

4 Kursinhalte im Überblick

5 Zielsetzung des Kurses ODL:Inclusive ermöglicht Ihnen eine struktur- und niveaubezogene Annäherung an ein humanwissenschaftliches Verständnis von Integration/Inclusion in Feldern des Erwerbs pädagogischer Basisqualifikationen.Die Struktur bezeichnet die aufeinander abfolgenden Ebenen einer entsprechend grundlegenden Befassung mit diesem Komplex, der in Form eines international vernetzten Lernens und in hoch individualisierter Weise angeeignet werden kann. Der Online-Kurs soll Sie zu einer fachwissenschaftlich qualifizierten Bestimmung von Integration befähigen, Ihnen ermöglichen, Fertigkeiten auszubilden, fachbezogene Sachverhalte adäquat beschreiben, beobachten, kategorisieren, darstellen, analysieren und auswerten zu können, Erkenntnisse in bezug auf die sozialen und individuellen Hintergründe und Wirkmechanismen beeinträchtigter Entwicklung ermöglichen und Sie befähigen, selbstreflexiv und diskursiv mit Fragen des Zusammenhanges von Welt-, Menschen und Behinderungsbild umzugehen.

6 Ebene 0 befasst sich mit dem aktuellen Handlungsfeld Integration. Seine gesellschafts-historische Verankerung in einer langen Geschichte der Ausgrenzung von Menschen mit bestimmten individuellen Merkmalen erfordert, den beobachtbaren Ist-Zustand der Integration als einen dynamischen, im Fluss befindlichen und somit prinzipiell veränderbaren wie vorläufigen Prozess zu begreifen. Diese Momente bedingen das Spannungsfeld Wirklichkeit, in dem sich der jeweilige Ist-Zustand der Integration herausbildet und darstellt. Das Handlungsfeld Integration und das Spannungsfeld Wirklichkeit soll von Ihnen und von Experten anhand ausgewählter Beispiele beschrieben, analysiert, diskutiert und bewertet werden. Das erfordert, sich mit entsprechenden erkenntnistheoretischen und forschungsmethodologischen Instrumenten zu befassen, mit Hilfe derer es gelingen kann, diese "Wirklichkeit" objektivierter zu betrachten und relativ willkürliche, subjektive Bewertungen zu überwinden Ebene 0

7 Ebene 1 Die Ebene 1 wird Ihnen, ausgehend von Einblicken in die Praxis der Integration, eine analytisch-reflexive, kritische und diskursive Befassung mit dem sehr unterschiedlichen aktuellen Stand der Entwicklung der Integration ermöglichen. Nähern wir uns einem Phänomen an, das wir uns erschließen wollen, so gehen wir in der Regel in drei Schritten vor: 1.Wir betrachten das Phänomen von allen Seiten. 2.Wir analysieren es, indem wir –den "Gegenstand" genau beschreiben –nach Regelhaftem suchen, die Beschreibung systematisieren und begrifflich klassifizieren. 3.Wir formulieren schließlich eine Annahme (Hypothese), die im weiteren Prozess auf ihre Richtigkeit hin überprüft (validiert) werden muss. Diese Ebene führt sie in praxistaugliche Verfahren quantitativer und qualitativer Sozial- und erziehungswissenschaftlicher Forschung ein, die Ihnen ermöglichen, vom Beschreiben zum Erkennen zu kommen.

8 Ebene 2 Die Ebene 2 befasst sich mit Aspekten der gesellschaftlichen Prinzipien und Funktionsweisen, die, orientiert an einer bestimmten Vorstellung von "Normalität" zu Selektions- und Segregierungsprozessen führen und in gleicher Weise in das Erziehungs-, Bildungs- und Unterrichtswesen hineinwirken, dort produziert und reproduziert werden. Eine Selektion von Menschen vor allem nach Leistungskriterien, ist ein gesellschaftliches Prinzip, in dessen Folge vor allem Menschen, die als behindert gelten, in allen Lebensbereichen mehr oder weniger hochgradig isoliert werden - sozial und von der Teilhabe und Aneignung der gesellschaftlichen Güter. Pädagogisch verdeutlicht sich das z.B. in reduktionistischen Bildungsangeboten, Maßnahmen der äußeren Differenzierung und in der Bildung homogener Lerngruppen. Diese Zusammenhänge werden unter Heranziehung aktueller Lebens-, Lern- und Arbeitsbereiche nichtbehinderter und als behindert geltender Menschen aber auch mit Blick auf die historischen Dimensionen der Entwicklung des Behindertenbetreuungswesens bearbeitet.

9 Ebene 3 Die Ebene 3 vertieft die Arbeit an den Zusammenhängen von Normalität" und Ausgrenzung" anhand der Analyse psychiatrischer Einrichtungen und Anstalten für Behinderte. Der Einfluss sozial-darwinistischer Strömungen, der Eugenik und des Rassismus im Kontext lebensphilosophischer Orientierungen führen zu einer Wahrnehmung und Bewertung der Existenz Behinderter als defekt-defizitäre Mängelwesen und schließlich als lebensunwert". Es wird aufgezeigt, wie historische Kontinuitäten der Aussonderung" bis hin zur Tötung und Vernichtung sog. lebensunwerten Lebens reichen und wie die Persönlichkeitsentwicklung durch oft Jahrzehnte andauernde Hospitalisierung schwerst gestört und beeinträchtigt wird. Aspekte der Erforschung des psychischen Hospitalismus", die Analyse totaler Institutionen" und der Macht- und Gewaltverhältnisse in der Behindertenfürsorge werden an Beispielen verdeutlicht und Behinderung" als soziale Kategorie wie Folge von Isolation dechiffriert.

10 Ebene 4 Als Gegenkraft zur Zerstörung der Vernunft" im Allgemeinen und der Ausgrenzung und Isolation mit ihren schweren Folgen für die betroffenen Menschen befasst sich die Ebene 4 mit den Grundlagen eines Welt- und Menschenbildes, das den behinderten Menschen unabhängig von Art und Schweregrad seiner Behinderung als gleichwertigen und gleichberechtigten Mitmenschen und unter den für ihn gegebenen Bedingungen als kompetenten Menschen zu erkennen ermöglicht. Die systematische Befassung mit erklärungstüchtigen Modellen, wie z.B. mit der Selbstorganisationstheorie und dem Konstruktivismus, ermöglichen, Behinderung als ein entwicklungslogisches Produkt der Integration (interner und externer) System-Störungen in das System mit den Mitteln des Systems zu begreifen, die zwar von einem Menschen hervorgebracht wird, aber nicht aus ihm heraus entsteht. Die Minimierung und letztlich Überwindung von Isolation durch den Dialog in kooperativen Austauschprozessen verdeutlichen die Integration für die Entwicklung aller Menschen als eine conditio sine qua non.

11 Ebene 5 Beispiele in der Arbeit auf der Ebene 4 haben verdeutlicht, dass es keinen Menschen gibt, der nicht dialogfähig und mithin nicht integrierbar wäre. Die Arbeit auf der Ebene 5 entfaltet ein in seinen Fundamenten reformpädagogisches Verständnis der Integration als Realisierung einer Allgemeinen Pädagogik" und entwicklungslogischen Didaktik" im Zusammenhang der Kooperation an einem gemeinsamen Gegenstand" und einer Inneren Differenzierung durch entwicklungsniveaubezogene Individualisierung". Dieses didaktische Fundamentum der Integration in Kombination mit den Prinzipien der Regionalisierung, Dezentralisierung, des Kompetenztransfers und der integrierten Therapie verdeutlicht die Integration/Inclusion als kooperative Tätigkeit im Kollektiv aller Lernenden und Lehrenden. Das rückt Fragen der Erziehung und Bildung in neuer Weise in den Mittelpunkt pädagogischen Handelns. Eine solche pädagogische Tätigkeit und entsprechendes unterrichtliches Handeln erfordert eine umfassende professionelle Qualifikation - in Theorie und Praxis.

12 Ebene 6 Die Befassung mit der Ebene 6 wirft die Frage nach der eigenen Lebens- und Berufsplanung als eine fachliche, persönliche und politische Entscheidung auf. Handlungsfelder und Kompetenzbereiche wie Basisqualifikationen für eine integrative pädagogische und unterrichtliche Arbeit werden behandelt und zu einer sich global abzeichnenden, paradigmatischen Veränderung, die bis in die Diagnostik-Systeme hineinreicht, in Beziehung gesetzt. Integration, die aus der institutionalisierten Segregierung heraus entwickelt werden muss und ein immenses gesellschaftliches Spannungsfeld darstellt, wird selbst von diesen Widersprüchen gezeichnet sein. Es gilt, diese zu erkennen und sie im Verlauf der Entwicklung von der Ausgrenzung über Integration zu einer inclusiven Gesellschaft auf einer höheren Ebene aufzulösen, ohne selbst an diesen Widersprüchen zu scheitern. ODL: Inclusive orientiert auf diese Wirklichkeit, zeigt aber auch die in gleicher Weise für Lehrende und Lernende bestehende Chance auf, mit Integration Schritte in Richtung einer inclusiven Gesellschaft zu gehen und die neue Schule, derer sie bedarf, zu schaffen.

13 Verfügbarkeit Kontakt: © 2002 ODL:Inclusive (Feuser/Wohlhart)


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