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SoSe 2008 28.04.2008 Themenblock II: Sonderpädagogische Förderdiagnostik Zum Stellenwert sonderpädagogischer Förderdiagnostik D.1 Theorien über Entwicklungs-

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1 SoSe Themenblock II: Sonderpädagogische Förderdiagnostik Zum Stellenwert sonderpädagogischer Förderdiagnostik D.1 Theorien über Entwicklungs- und Lernprozesse und ihre Beeinträchtigungen

2 Mulitmodale und multimethodale sonderpädagogische Diagnostik Multimodale Mehrebenendiagnostik Kognitive Ebene: Entwicklungs-, Intelligenz-, Leistungstests Emotionale Ebene: Befragung und psychometrische Tests Handlungsebene: Verhaltensbeobachtung und Verhaltensanalyse Multimethodale Erfassung Expertenurteil: Checklisten und Interviewleitfäden Elternurteil: systematische Exploration und Checklisten Verhaltensbeobachtung: systematisches und standardisiertes Beobachtungssystem Psychometrische Tests Petermann & Petermann, 2006

3 Weitere Merkmale sonderpädagogischer Förderdiagnostik Erfassung subklinischer Phänomene und Probleme Erfassen von Risiko- und Schutzfaktoren seitens des Kindes, seiner Familie, seines Lebensumfeldes, um den Rahmen der verfügbaren Ressourcen abzustecken. Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs im Hinblick auf Unterricht und Erziehung, Therapie und spezifisches Training, den optimalen Förderort.

4 Förderschwerpunkte Sprache Hören und Kommunikation Kognitive Entwicklung Lernen Sehen Emotionale und soziale Entwicklung Körperliche Entwicklung Motorische Entwicklung

5 Lern- und Entwicklungsstörungen Lernbehinderung: Lern- und Leistungsausfälle sind schwerwiegender, umfänglicher und lang andauernder Art durch Rückstand der kognitiven Funktionen und/oder der sprachlichen Entwicklung oder des Sozialverhaltens verstärkt. Sprachbehinderung: der Gebrauch der Sprache ist nachhaltig gestört und mit erheblichem subjektiven Störungsbewusstsein und Beeinträchtigungen in der Kommunikation verbunden durch schulbegleitende oder zeitlich begrenzte Maßnahmen nicht behebbar ist. Erziehungsschwierigkeit: ein Schüler verschließt sich der Erziehung nachhaltig oder widersetzt sich. Es ist keine nachhaltige Förderung im Unterricht möglich. Die eigene Entwicklung oder die der Mitschüler ist erheblich gestört oder gefährdet.

6 Hinweise auf einen besonderen sonderpädagogischen Förderbedarf Schulleistungen deutliche Mängel in der Schulleistung (im Feld der unteren 10%) Leistungsmängel in mehreren wichtigen Schulfächern Sprachentwicklung deutliche Rückstände in der rezeptiven und/oder expressiven Sprache Sozial- und Arbeitsverhalten Massive Verhaltensstörungen Geringe Motivation am und geringes Interesse im Unterricht Probleme bei der Organisation von Lern- und Arbeitsprozessen Ressourcenmangel Unterdurchschnittliche kognitive Fähigkeiten, körperliche Beeinträchtigungen Massive Einschränkungen der emotionalen und sozialen Kompetenzen Risiken im sozialen Umfeld Keine/unzureichende Unterstützung durch die Familie Massive Mängel in Qualität, Passung oder Koordination bestehender Förderangebote

7 Der förderdiagnostische Prozess

8 Erstellen einer Eingangsdiagnose - Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs - Feststellung des Förderschwerpunktes und -ortes Erstellen einer Förderdiagnose - Erstellung eines differenzierten Entwicklungs- und Förderprofils - Ableitung von Feinzielen der Förderung - Festlegung eines detaillierten Förderplans - Schließen eines Förderkontraktes Prozessbegleitende Diagnostik - Feststellung des Lern- und Entwicklungsverlaufs - Bewertung der Fortschritte unter Beachtung der Kontextbedingungen Fortschreibung des Förderbedarfs - Evaluation des Förderbedarfs - ggf. Aktualisierung des Förderplans - Modifikation des Förderkontraktes

9 Begründungskonzepte aus der Entwicklungspsychopathologie Verfahren und Methoden zur Beurteilung des Lern- und Entwicklungsstandes, der Lernpotenziale, der Ressourcen eines Schülers und seines sozialen Umfeldes. Modelle normaler und abweichender Entwicklung Biopsychosoziales Erklärungsmodell der Entstehung von Störungen, Risiko- und Schutzfaktorenkonzept Konzept der Vorläuferfähigkeiten Hinweise auf die multimodalen und multimethodalen Diagnosestrategien

10 ICF – eine sonderpädagogische Klassifikationshilfe ICF = International Classification of Functioning, Disability and Health (Schuntermann, 2005) Sinnvolle Ergänzung und Erweiterung der ICD-10 und DSM-IV um Einbezug der Dimensionen Körperstruktur und –funktion (statt Schädigung), Aktivitäten und Partizipation (statt Disability und Handicap) entwicklungsfördernde und –hemmende Kontextfaktoren (Umwelteinflüsse), Mehrebenenklassifikation, gemeinsame Sprachform bezüglich Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit, Erfassung der psychosozialen Ressourcen.

11 Zum Alltag sonderpädagogischen Diagnostizierens

12 Studie von Hofmann (2002): Praxis der sonderpädagogischen Diagnostik in Hessen Befragung von N = 159 Sonderpädagogen Informelle vs. standardisierte Testung 5,2% gaben an nur informell zu testen, 38,5% gaben an nur standardisiert zu testen, 56,3% setzte zur Urteilsfindung informelle und standardisierte Verfahren ein. 90% der Befragten verwenden Intelligenz- und Schulleistungstests. Bevorzugte theoretische Sichtweise (Mehrfachnennungen möglich) 87% Entwicklungsorientierung, 54% Lernorientierung, 32% systemische Sichtweise, 29% Interaktionstheorie, 25% medizinische Sichtweise, 13% Tiefenpsychologie, 8% Sonstiges.

13 Schlussfolgerungen und Ausblick Diagnostisches Handeln besteht immer aus Klassifizieren, Bewerten und Entscheiden. Gerade Indikationsstellungen müssen auf der Basis einer wissenschaftlich abgesicherten und in der Praxis aussagefähigen Diagnostik erfolgen. Diagnosestellung und –fortschreibung erfolgt idealerweise unter Beteiligung verschiedener Fachdienste Schulärztlicher Dienst, Schulpsychologischer Dienst, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Klinischer Kinderpsychologie.

14 Vorlesungsziele Welche Fortschritte in der psychologischen Diagnostik sind für die sonderpädagogische Förderdiagnostik nutzbar? Welches Schlussfolgerungen lassen sich für das eigene Vorgehen im Beobachtungspraktikum ziehen? Wie gehe ich vor? Welches Handwerkszeug habe ich? Welches sind die Möglichkeiten und Grenzen dieses Handwerkszeugs? Was brauche ich ergänzend? Wie interpretiere ich meine Beobachtungen? Wie schreibe ich einen Förderplan/den Praktikumsbericht?


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