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1Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Natur- und Landschaftsschutz Geschichte Instrumente Umsetzung Referate.

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1 1Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Natur- und Landschaftsschutz Geschichte Instrumente Umsetzung Referate

2 2Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Geschichte Vorgeschichte: 1800: Landesverschönerungsbewegung Degradierung der Allmende (1/3 der Flächen); Vorherr, von Hazzi, Fürst, Voit, von Nagel, Verschönerungsvereine : Deutsche Romantik Gegensatz zu Klassik: Gefühl, Traum, Wandern, Einsamkeit, Friede, Vögel, Wald, Wasser, Feld, Ruine; Mittelalterideal in der Architektur, Caspar David Friedrich Abtei im Eichenwald, 1810, Berlin, Alte Nationalgalerie

3 3Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Geschichte 1836: Sicherung Drachenfelsen/ Siebengebirge als Naturdenkmal (Verhinderung weiterer Steinbrüche) 1864 erster Nationalpark: Yosemite, Kalifornien 1880: Ernst Rudorff prägt Begriffe Naturschutz und Heimatschutz geb. 1840, von Romantik beeinflusst: Klage über Eisenbahnbau und Wald von Fabrikschornsteinen: Duft der Poesie hinweggeräuchert Wikipedia

4 4Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Geschichte 1888 Reichsgesetz für Vogelschutz 1898 Naturschützer fordern Königsseegebiet als Nationalpark (wie USA), später Bayerischen Wald 1899 Gründung Bund für Vogelschutz, ab 1990 NABU (vor dem 1. Weltkrieg: Mitglieder, Vogelschutz in höchste Kreise hip: Heute Pelze, damals Vogelfeder an Damenhüten (Paradiesvögel) 1901 Wandervogel-Bewegung (bürgerliche Jugendbewegung: Zurück-zur Natur: Wandern, Zelten, Lagerfeuer, Klampfe) 1907 Pfadfinderbewegung (Robert Baden-Powell) 1909 erste Jugendherberge in Altena 1904 Gründung Bund Heimatschutz, ab 1998 Bund Heimat und Umwelt in Deutschland BHU Gründer Rudorff: sich gegen Eingriffe in Natur- und Kulturlandschaft wehren, erster Konflikt: Überbauung Rheinstromschnellen in Laufenburg für Wasserkraftwerk. Urteil Historiker: katastrophale Niederlage, demoralisierendes Trauma Alte Bewegung: Natur-/Heimatschutz mit lokaler bis nationaler Perspektive

5 5Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Rhein bei Laufenburg Hans Thoma : Rhein bei Laufenburg Quelle Bildernachweis

6 6Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Geschichte Politik reagiert: 1906 "Staatliche Stelle für Naturdenkmalpflege" in Danzig markiert Lüneburger Heide erstes deutsches Naturschutzgebiet 1922 Preußisches Gesetz zum Erhalt des Baumbestandes und Freigabe der Uferwege 1935 Reichsnaturschutzgesetz Reichsautobahnbau: landschaftliche Eingliederung, Landschaftsanwälte um Alwin Seifert

7 7Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Geschichte 1969 Bayerischer Wald Nationalpark (1978 Königsseegebiet Berchtesgaden Nationalpark) 1969 Umweltschutz Regierungserklärung Willy Brandt 1976 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG)

8 8Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Geschichte nach Mondlandung: 70er: Bruch Fortschrittsglauben in Industrieländern 1972 Meadows "Grenzen des Wachstums"; Club of Rome 1972 Gründung des BBU 1973 Ölkrise, OPEC-Kartell, Atomprogramm gegen Ölimportabhängigkeit 1975 Gründung des BUND 1979 Partei Die Grünen, 1982 im Bundestag 1980 Zeitschrift Natur (Horst Stern) Öko-Bewegung mit globaler Perspektive: think global, act local; Zurück-zur-Natur/Aussteiger

9 9Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Geschichte Alte und Neue Bewegung, A rbeitsteilung nach Tierarten

10 10Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Instrumente 1. Gesetzlich geschützte Teile v. Natur u. Landschaft 2. Schutzgebiete 3. Landschaftsplanung 4. Eingriff-Ausgleichsregelung 5. FFH-Verträglichkeitsprüfung

11 11Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe Gesetzl. geschützte Teile v. Natur u. Landschaft Alleen Biotope (u.a. naturnahe Gewässerabschnitte, Kleingewässer (Sölle, Teiche, Tümpel) Moor, Sumpf, Salzstelle, Düne, Heide, Trocken- Magerrasen, Feuchtwiesen, Steinhaufen, Streuobst, Bruch-, Au-, Hangwald) Horststandorte Nist-, Brut- und Lebensstätten ( )

12 12Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe Schutzgebiete (BNatSchG, LNatSchG) Biotopverbund (10 % der Fläche, länderübergreifend) Natura 2000 (Gebiete gemeinschaftl. Bedeutung, Europ. Vogelschutzgebiete) Naturschutzgebiete (RVO; (1999); vor dem Menschen schützen) Landschaftsschutzgebiete (RVO; für den Menschen schützen; 2003: LSG mit 10,6 Mio. ha = 29,7 % des Bundesgebietes) Großschutzgebiete Nationalpark (Gesetz; überwiegend NSG, nicht oder wenig beeinflusst; 15 NP, ha, ohne Nord- und Ostseeflächen ha (ca. 0,54 % des Bundesgebietes) Biosphärenreservat (Bekanntmachung; NSG oder LSG) Naturpark (Bekanntmachung; überwiegend LSG oder NSG; ) Naturdenkmale (RVO, Einzelschöpfungen: Findling, Höhle) geschützte Landschafts- bestandteile (RVO; Park, Kies- gruben, Bäume, Hecken, Rieselfelder)

13 13Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 FFH-Gebiete (Vorschlag)

14 14Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 EU-Vogelschutzgebiete

15 15Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Nationalparke

16 16Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Nationalparke

17 17Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Unesco-Biosphärenreservate

18 18Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Naturparke 87 Naturparke 8 Mio. ha 22,4 % des Bundesgebietes Flächenanteil Schutzgebiete in Naturparken: 60,8 %, davon 4,3 % NSG

19 19Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Länderübersicht n.de/03/0304_ ueberblick.htm

20 20Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Naturschutzgebiete Stand 2006: ha km² (Schleswig-Holstein: km²) Quelle: Bundesamt für NaturschutzBundesamt für Naturschutz

21 21Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Landschaftsschutzgebiete Stand 2006: ha km² (30 % des Bundesgebietes) Quelle: Bundesamt für NaturschutzBundesamt für Naturschutz

22 22Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe Landschaftsplanung Aufgabe: Ziele, Erfordernisse und Maßnahmen zu Naturschutz und Landschaftspflege flächendeckend darstellen Primärintegration: Gesamtpläne (Landesentwicklungsplan, Regionalplan, Bauleitplan) übernehmen Funktion der Landschaftsplanung Sekundärintegration: eigenständige Landschaftsplanung, Integration in Gesamtpläne nachträglich Land: Landschaftsprogramm 1: Kein Lapro: R-P Primärintegration: unselbständiger Teil des LEPro oder LEP: Bayern, Sachsen, Thüringen Kreis/Region: Landschaftsrahmenplan 1: Kein LRP: Hessen Primärintegration: unselbständiger Teil des Regionalplans: Bayern, Sachsen, NRW (GEP) Gemeinde: Landschaftsplan 1: Parallelplanung: Selbständig und verbindlich (RVO, Satzung) neben FNP: Stadtstaaten, NRW (in NRW als Satzung der Kreise und kreisfreien Städte) Primärintegration: unselbständiger Teil des FNP: Bay, R-P Gemeinde: Grünordnungsplan 1:500 bis 1:1.000 Verbindlich durch Übernahme in B-Plan, VEP oder als selbständige Satzung (Brandenburg) Keine GOP: NRW, Sachsen-Anhalt, Stadtstaaten

23 23Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe Eingriff-Ausgleichsregelung § BNatSchG Rangfolge (u.a. BNatSchG, Rechtsprechung BVerwG) 1. Vermeidung Unterlassung vermeidbarer Beeinträchtigungen 2. Verminderung 3. Ausgleich unvermeidbarer Beeinträchtigung (Wiederherstellung, Neugestaltung, Wertigkeit der Flächen 4. Ersatz Ersatzmaßnahme: gleichwertiger Ersatz, Neugestaltung Landschaftsbild Ersatzzahlung: bei zuzulassenden Eingriffen Ersatz in Geld Eingriffsverbot wenn nicht erfolgte bzw. Abwägungsvorrang Natur- und Landschaft Ausnahme: zwingendes öffentliches Interesse an Vorhaben

24 24Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe FFH-Verträglichkeitsprüfung Welche Gebiete? Gebiete gemeinschaftl. Bedeutung - FFH Europäische Vogelschutzgebiete Wann? Projekte Pläne (Bauleit-, Regional- u. Landespläne) Linienbestimmungen (Vorbereitung für Planfeststellungen bei Straße u. Wasserweg) §§ 34,35 BNatSchG; § 1a BauGB; § 7 Abs. 7 ROG; Artikel 7 Abs. 4 LPlV Bln-Bbg

25 25Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe FFH-Verträglichkeitsprüfung Natura 2000-Gebiete betroffen? Ja! erhebliche Beeinträchtigungen = unzulässig Ausnahme: zwingende Gründe öffentl. Interesses, (auch sozialer oder wirtschaftlicher Art), zumutbare Alternativen nicht gegeben Prioritäre Biotope/Arten betroffen? Seegraswiesen, Lagunen (Strandseen), Salzwiesen im Binnenland, Salzsteppen, Gipssteppen, Graudünen mit krautiger Vegetation, Braundünen, Dünenwälder, Dickichte des Küstenbereichs mit Wacholder, Heidegebiete, naturnahe Hochmoore, kalkreiche Niedermoore, Moorwälder, Schlucht- und Hangmischwälder, kalkreiche Schutthalden Ausnahme: zwingende Gründe d. überwiegenden öffentlichen Interesses dann nur noch: Gesundheit, öffentliche Sicherheit, Verteidigung und Zivil-Schutz, günstige Umweltwirkungen, sonstige Ausnahmegründe (s.o.) nur nach Stellungnahme der Kommission über BMU.

26 26Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Umsetzung Rechtsverbindlichkeit Aus eigener Kraft Teilw. Rechtsverbindlichkeit von Landschafts- und Grünordnungsplänen (NRW, Stadtstaaten; BB (GO-Plan) Gesetzliche geschützte Teile, per RVO geschützte Teile Schutzgebiete Integration in Gesamtplanung Integration in Fachplanung (Straße, Schiene, Bergbau, Gewässer, Energie usw.) und Genehmigungsverfahren für Einzelvorhaben Grunderwerb und vertragliche Vereinbarung Ankauf, Pacht von schutzwürdigen Flächen Pflege- und Bewirtschaftungsverträge Initiativen von Privatpersonen und Institutionen (Eigentümer, Nutzer: Haus- und Kleingärten, Fassaden- und Dachbegrünung, Schulhöfe Quelle: Landschaftsplanung, Inhalte und Verfahrensweisen, BMUNR 1992, S. 29


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