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Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Familien als intime Beziehungssysteme Intime Beziehungssysteme.

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Präsentation zum Thema: "Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Familien als intime Beziehungssysteme Intime Beziehungssysteme."—  Präsentation transkript:

1 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Familien als intime Beziehungssysteme Intime Beziehungssysteme beruhen auf starken, häufigen und sich in unterschiedlichen Aktivitäten äußernden Interdependenzen von beträchtlicher Dauer (zitiert nach Schneewind, 1999) Merkmale: 1.Abgrenzung 2.Privatheit 3.Dauerhaftigkeit 4.Nähe

2 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Psychologischer Familienbegriff Definition Familie Eine Gruppe von Menschen, die durch nahe und dauerhafte Beziehungen miteinander verbunden sind, die sich auf eine nachfolgende Generation hin orientiert und die einen erzieherischen und sozialisatorischen Kontext für die Entwicklung der Mitglieder bereitstellt (Hofer, 2002, S. 6)

3 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Die Mehrgenerationen-Familie Mehrgenerationen-Familie: mindestens drei durch Abstammung oder Adoption vertikal verbundene Kernfamilien, wobei die mittlere Generation Mitglied von zwei Kernfamilien gleichzeitig ist, nämlich der family of orientation und der family of procreation (Nave-Herz, 2001)

4 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Die Funktionen der Familie Reproduktionsfunktion Existenzsicherungs- und Produktionsfunktion Regenerationsfunktion Sozialisations- und Erziehungsfunktion Plazierungsfunktion

5 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Scheidungsraten

6 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003

7 Wandel der Ehe- und Familienformen Sinkende Heiratsneigung Zunahme nicht-ehelicher Lebensgemeinschaften Zunahme von Single-Haushalten Sinkende Geburtenrate Steigende Scheidungsquote Zunahme alleinerziehender Elternteile Zunahme von Stieffamilien Der veränderte Status von Frauen Die stille Revolution der Erziehung

8 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Gegenüberstellung traditioneller Kennzeichen der Familie und ihrer nicht-traditionellen Alternativen (nach Macklin, 1980, S. 176) Traditionelle PerspektiveNicht-traditionelle Perspektive legal verheiratetSingles; nicht-eheliche Lebensgemeinschaft mit Kindernbewusste Kinderlosigkeit zwei ElternteileEin-Elternteil-Familie (ledig/ früher verheiratet) Permanenz der EheScheidung, Wiederverheiratung (binukleare Familien, mit oder ohne gemeinsames Sorgerecht, Stieffamilien) Mann als primärer VerdienerAndrogyne Ehe (einschl. offene Ehe, Zwei-Karrieren- Ehen) Sexuelle ExklusivitätAußereheliche Beziehungen (z.B. sexuell offene Ehe, Partnertausch) Heterosexualitätgleichgeschlechtliche intime Beziehungen Zwei-Erwachsenen-HaushaltMulti-Erwachsenen-Haushalt (z.B. erweiterte Familien, Kommunen, Wohngemeinschaften)

9 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Die Familie in einer multikulturellen Gesellschaft ost- und westdeutsche Familien nach der Wende Migrantenfamilien Familien aus osteuropäischen Ländern Binationale Familien

10 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Kollektivistische und individualistische Kulturen Sozialisationsziele: Konformität vs. Selbständigkeit; soziales vs. Individuelles Selbst; Interdependenz vs. Unabhängigkeit Entwicklungstheorien: Kind ist unreif, von Natur aus gut vs. Kind ist egoistisch, selbstverantwortlich, kleiner Erwachsener Erziehungsverhalten: Modell – und Imitationslernen vs. Sanktionen Mutter-Kind-Beziehung: Harmonie, Kooperation, Nachgeben, Symbiose vs. Partnerschaft, Aushandeln von Interessen, Durchsetzen

11 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Belskys Modell der wechselseitigen Beeinflussung Elternverhalten EheKind

12 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Erziehungsstile Autoritärer Erziehungsstil: einseitiges Durchsetzen elterlicher Vorstellungen unter Einsatz von Machtmitteln Autoritativer Erziehungsstil: Eltern zeigen Verständnis und Respekt, setzen klare Regeln und fördern die kindliche Autonomie Permissiver Erziehungsstil: Eltern haben tolerante Haltung, wenden kaumBestrafung an und üben wenig Kontrolle aus Indifferenter Erziehungsstil: Kraft und Zeit werden minimiert

13 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Elternbeziehung und kindliche Entwicklung spill-over Hypothese (Engfer, 1988): partnerschaftliche Konflikte belasten die Eltern und wirken sich ungünstig auf die Erziehung aus Die Beobachtung von (nicht lösbaren) Partnerschaftskonflikten beeinträchtigt die kindliche Entwicklung (Aggression, Depression)

14 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Scheidung in den Medien

15 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Negative Folgen für Kinder - Schulische und berufliche Schwierigkeiten - Geringeres Anpassungsniveau -Geringeres Selbstvertrauen -Höhere Neigung zum Substanzmissbrauch und zum Übertreten von Normen -Vorübergehende Verhaltensauffälligkeiten -Ablösungsprobleme

16 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Positive Folgen für die Kinder + bessere soziale Kompetenzen + frühere Selbständigkeit + flexiblere Rollenauffassungen + Erwerb von Bewältigungsfähigkeiten

17 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Bewältigungstypen ( Schmidt-Denter & Beelmann, 1995) –Hochbelastete: weisen kontinuierlich deutliche Verhaltensauffälligkeiten auf –Belastungsbewältiger: überwinden anfängliche Probleme, passen sich an –Geringbelastete: zeigen gute Anpassung, emotionale Bindungen an die Familie vorhanden

18 Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 PAS (Parental Alienation Syndrome) Das Elterliche Feindbildsyndrom (PAS) ist eine Persönlichkeitsstörung welche hauptsächlich im Zusammenhang mit Sorgerechtsstreitigkeiten auftritt. Seine hauptsächliche Manifestation ist die Kampagne der Verunglimpfung eines Elternteils durch das Kind, eine Kampagne die keine Berechtigung hat. Sie resultiert aus einer Kombination von programmierender (gehirnwäscheartiger) elterlicher Indoktrination und der eigenen Beiträge des Kindes zur Verteufelung des Zielelternteils (Gardner, 1984).


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