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Eigenkapital / Mezzanine (Beteiligungskapital) Hermann Dittmers Sparkassenakademie Unternehmen begleiten: Von der Gründung über Expansion bis zur Nachfolge.

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Präsentation zum Thema: "Eigenkapital / Mezzanine (Beteiligungskapital) Hermann Dittmers Sparkassenakademie Unternehmen begleiten: Von der Gründung über Expansion bis zur Nachfolge."—  Präsentation transkript:

1 Eigenkapital / Mezzanine (Beteiligungskapital) Hermann Dittmers Sparkassenakademie Unternehmen begleiten: Von der Gründung über Expansion bis zur Nachfolge im Oktober 2012

2 Sparkassenakademie 2 1.Vorstellung und allgemeine Rahmenbedingungen 2.Rechtsgrundlagen 3.Ausgangssituation im Deutschen Mittelstand 4.Definitionen und Einordnung 5.Beteiligungskapital - allgemeine Sachverhalte 6.Arten von Beteiligungskapital/Vertriebsansätze 7.Einordnung wirtschaftliches Eigenkapital (EBIL) 8.Praxisbeispiele 9.Literatur- und Quellenverzeichnis Gliederung/ Übersicht

3 Sparkassenakademie 3 1.Vorstellung und allgemeine Rahmenbedingungen 2.Rechtsgrundlagen 3.Ausgangssituation im Deutschen Mittelstand 4.Definitionen und Einordnung 5.Beteiligungskapital - allgemeine Sachverhalte 6.Arten von Beteiligungskapital/Vertriebsansätze 7.Einordnung wirtschaftliches Eigenkapital (EBIL) 8.Praxisbeispiele 9.Literatur- und Quellenverzeichnis Gliederung/ Übersicht

4 Sparkassenakademie 4 Beteiligungsgesellschaft der Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau

5 Sparkassenakademie 5 - Beteiligungsgesellschaft 1998 –Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau Gründung (100 v. H. mit EAV) 2001 –Geschäftsanweisung für GF –Schaffung von Rechtssicherheit –Geschäftspolitik ohne UBGG 2002 –Entwicklung BERICO / InvestBase 2003 –Erarbeitung neuer Investitionsschwerpunkte –Projekt Corporate Finance –neuer Unternehmensauftritt 2004 – 2006 –S - Capital –ständige Produktverbesserung –Erweiterung der Investitionsbandbreite –Weitere interne Verbesserungen –Aktuell 54 Beteiligungen

6 Sparkassenakademie 6 1.Vorstellung und allgemeine Rahmenbedingungen 2.Rechtsgrundlagen 3.Ausgangssituation im Deutschen Mittelstand 4.Definitionen und Einordnung 5.Beteiligungskapital - allgemeine Sachverhalte 6.Arten von Beteiligungskapital/Vertriebsansätze 7.Einordnung wirtschaftliches Eigenkapital (EBIL) 8.Praxisbeispiele 9.Literatur- und Quellenverzeichnis Gliederung/ Übersicht

7 Sparkassenakademie 7 Rechtsgrundlagen I Gesetz über Unternehmensbeteiligungen (UBGG) § 1 Gegenstand und Zweck des Gesetzes Dieses Gesetz regelt die Tätigkeit und Beaufsichtigung von Unternehmensbeteiligungsgesellschaften.

8 Sparkassenakademie 8 Rechtsgrundlagen I Gesetz über Unternehmensbeteiligungen (UBGG) § 1 a UBGG Begriffsbestimmungen (3) Unternehmensbeteiligungen sind Eigenkapitalbeteiligungen an Aktiengesellschaften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung, offenen Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften, Gesellschaften bürgerlichen Rechts und Gesellschaften vergleichbarer ausländischer Rechtsformen. Als Unternehmensbeteiligungen gelten auch Beteiligungen als stiller Gesellschafter im Sinne des § 230 des Handelsgesetzbuchs und Genussrechte.

9 Sparkassenakademie 9 Rechtsgrundlagen I Gesetz über Unternehmensbeteiligungen (UBGG) § 3 (2) UBGG Zulässige Geschäfte Die Unternehmensbeteiligungsgesellschaft darf Unternehmen, an denen sie eine Unternehmensbeteiligung hält, Darlehen gewähren.

10 Sparkassenakademie 10 Rechtsgrundlagen II Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) §§ 64 ff. Insolvenzantragspflicht Aktiengesetz (AktG) §§ 292 ff. Andere Unternehmensverträge Handelsgesetzbuch (HGB) § 266 (3) Gliederung der Passivseite sowie § 275 HGB GuV-Gliederung Insolvenzverordnung (InsO) §§ 15a, 19 (2), 39 Insolvenzantragspflicht, Überschuldung und Nachrang

11 Sparkassenakademie 11 Rechtsgrundlagen III Stellungnahmen und Fachgutachten des Instituts der Wirtschaftsprüfer IDW) HFA 1/91Zur Bilanzierung von Anteilen an Personenhandels- gesellschaften im Jahresabschluss der Kapitalgesellschaft HFA 1/94Zur Behandlung von Genussrechten im Jahresabschluss von Kapitalgesellschaften (Ergänzung 1998) IDW PS 400Grundsätze für die ordnungsgemäße Erteilung von Bestätigungsvermerken bei Abschlussprüfungen (PS 450); Hilfestellung: Schreiben der Bundesteuerberaterkammer zu den Grundsätzen für die Erstellung von Jahresabschlüssen durch Steuerberater (abgedruckt in: Deutsches Steuerrecht Heft 50/ 2001Beihefter Seiten 1 - 4)

12 Sparkassenakademie 12 Rechtsgrundlagen IV- Sicherstellung und Haftung Grundsätzlicher Ansatz Keine Sicherheiten für die (verzinsliche) Beteiligung, somit werden keine Ressourcen des Unternehmens oder des Inhabers gebunden. Ausnahme Garantien der Eigentümer bei Eintritt des Sanierungs- und Krisenfalls (Hinweis: MBG 20 v.H. Garantie im Regelfall/ bei speziellen Programmen auch Haftungserklärung)

13 Sparkassenakademie 13 1.Vorstellung und allgemeine Rahmenbedingungen 2.Rechtsgrundlagen 3.Ausgangssituation im Deutschen Mittelstand 4.Definitionen und Einordnung 5.Beteiligungskapital - allgemeine Sachverhalte 6.Arten von Beteiligungskapital/Vertriebsansätze 7.Einordnung wirtschaftliches Eigenkapital (EBIL) 8.Praxisbeispiele 9.Literatur- und Quellenverzeichnis Gliederung/ Übersicht

14 Sparkassenakademie 14 Ausgangssituation im Deutschen Mittelstand I Unternehmensfinanzierung Nordamerika (Kapitalmarktorient.) = Eigenkapitalfinanzierung Deutschland (Bankenorient.) = Fremdkapitalfinanzierung 1.Mittelständische Unternehmensstruktur und daher nur eingeschränkter Zugang zum Kapitalmarkt 2.Nach dem Zweiten Weltkrieg war das deutsche Finanzsystem (wegen Verlust/Zerstörung der Betriebe) auf massive Fremdkapitalzuführung angewiesen. Im Ergebnis wurde die Fremdfinanzierung gegenüber dem Eigenkapital begünstigt.

15 Sparkassenakademie 15 Ausgangssituation im Deutschen Mittelstand II Eigenkapitalquote im Deutschen Mittelstand im Durchschnitt bei ca. 18,3 v.H. (Bilanzjahr 2010) unzureichende Eigenkapitalquote im internationalen Vergleich, um entsprechendes Wachstum zu finanzieren je kleiner das Unternehmen, desto geringer das Eigenkapital 35 v.H. der untersuchten Unternehmen haben eine Nullquote, wobei Personengesellschaften (über 80 v.H. aller deutschen Unternehmen) eine höhere Nullquote aufweisen! EigenkapitalLiquiditätFremdkapital

16 Sparkassenakademie 16 Ausgangssituation im Deutschen Mittelstand III Mit Beteiligungskapital finanzierte Unternehmen … wachsen/expandieren deutlich schneller sind trotz höherer Ausgaben für Investitionen sowie Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen ertragsstärker erzielen eine höhere Umsatzrendite stellen überdurchschnittlich viele Mitarbeiter ein

17 Sparkassenakademie 17 Maschinenfinanzierung Marge Anschaffungspreis (in EUR) Nutzungsdauer (in Jahren)5 Investitionsdarlehenszins (in v.H.)5,001,80 Stille Einlage Grundverzinsung (in v.H.)6,002,00 Gewinnverzinsung (in v.H.)3,009,003,003,20 Ausgangssituation – Exkurs I

18 Sparkassenakademie 18 LIQUIDITÄT (EUR p.a.) KREDIT STILLE EINLAGE Zins Tilgung LIQUIDITÄTSABFLUSS LIQUIDITÄTSVORTEIL Ausgangssituation – Exkurs II

19 Sparkassenakademie 19 RENTABILITÄT (EUR p.a.) KREDIT STILLE EINLAGE Umsatz Zins Abschreibung / Tilgung Gewinn vor Steuern (EBT) Steueraufwand (30 v.H.) Gewinn nach Steuern (JÜ) LIQUIDITÄTSABFLUSS LIQUIDITÄTSVORTEIL Ausgangssituation – Exkurs III

20 Sparkassenakademie 20 Ausgangssituation – Exkurs IV Guthabenzins

21 Sparkassenakademie 21 Ausgangssituation – Exkurs V ersparter Kontokorrentzins

22 Sparkassenakademie 22 1.Vorstellung und allgemeine Rahmenbedingungen 2.Rechtsgrundlagen 3.Ausgangssituation im Deutschen Mittelstand 4.Definitionen und Einordnung 5.Beteiligungskapital - allgemeine Sachverhalte 6.Arten von Beteiligungskapital/Vertriebsansätze 7.Einordnung wirtschaftliches Eigenkapital (EBIL) 8.Praxisbeispiele 9.Literatur- und Quellenverzeichnis Gliederung/ Übersicht

23 Sparkassenakademie 23 Definitionen und Einordnung I Eigenkapital: Abgrenzung zum Fremdkapital (HGB/IDW) EIGENKAPITALFREMDKAPITAL voll haftendnicht haftend gewinnabhängige Erfolgsbeteiligung gewinnunabhängige Verzinsung tilgungsfreizu tilgen unbefristetbefristet grundsätzlich frei verfügbar (Risikokapital) beschränkt verfügbar (abhängig von Bonität, Sicherheiten etc.)

24 Sparkassenakademie 24 Definitionen und Einordnung II Grundfunktionen des Eigenkapitals a.in Geldwerten ausgedrückte Anteile der Unternehmer oder Gesellschafter am Betrieb (Haftungsfunktion) b.in der Vermögensrechnung das Ergebnis aus Sachvermögen und Forderungen abzüglich der Verbindlichkeiten (Residualgröße) c.dient dem Ausgleich von Ertragsschwankungen (Risikopuffer- oder Verlustausgleichsfunktion)

25 Sparkassenakademie 25 Eigenkapital bei Kapitalgesellschaften § 266 (3) HGB (konstante Kapitalkonten) I.Gezeichnetes Kapital II.Kapitalrücklage III.Gewinnrücklagen 1. gesetzliche Rücklage 2.Rücklage für Anteile an einem herrschenden/mehrheitlich beteiligten Unternehmen 3.satzungsmäßige Rücklagen 4.andere Gewinnrücklagen IV.Gewinnvortrag/Verlustvortrag V.Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag = haftendes Eigenkapital Definitionen und Einordnung III

26 Sparkassenakademie 26 Eigenkapital bei Personengesellschaften § 264c (2) HGB (variable Kapitalkonten) I.Kapitalanteile II.Rücklagen III.Gewinnvortrag/Verlustvortrag IV.Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag = haftendes Eigenkapital Definitionen und Einordnung IV

27 Sparkassenakademie 27 Haftendes Eigenkapital +Eigenkapitalersatz (atypisch stille Einlagen u.a.) =Bilanzielles Eigenkapital + typisch stille Einlagen/Nachrangdarlehen +Gesellschafterdarlehen (§ 32a GmbHG) +Sonderposten mit Rücklageanteil (50 v.H.) =Wirtschaftliches Eigenkapital +stille Reserven =Effektives Eigenkapital Definitionen und Einordnung V

28 Sparkassenakademie 28 1.Vorstellung und allgemeine Rahmenbedingungen 2.Rechtsgrundlagen 3.Ausgangssituation im Deutschen Mittelstand 4.Definitionen und Einordnung 5.Beteiligungskapital - allgemeine Sachverhalte 6.Arten von Beteiligungskapital/Vertriebsansätze 7.Einordnung wirtschaftliches Eigenkapital (EBIL) 8.Praxisbeispiele 9.Literatur- und Quellenverzeichnis Gliederung/ Übersicht

29 Sparkassenakademie 29 EigenkapitalMezzanineFremdkapital Nachrang- Darlehen Stille Beteiligung Atypisch stille Beteiligung Kredite/Darlehenz.B. GmbH-Anteil Beteiligungskapital - allgemeine Sachverhalte Einordnung I

30 Sparkassenakademie 30 Unverzinsliches Eigenkapital Verzinsliches Eigenkapital Fremdkapital Nachrang- Darlehen Stille Beteiligung Atypisch stille Beteiligung Kredite/Darlehenz.B. GmbH-Anteil Beteiligungskapital - allgemeine Sachverhalte Einordnung II

31 Sparkassenakademie 31 direktes Eigenkapital indirektes Eigenkapital Fremdkapital Nachrang- Darlehen Stille Beteiligung Atypisch stille Beteiligung Kredite/Darlehenz.B. GmbH-Anteil Beteiligungskapital - allgemeine Sachverhalte Einordnung III

32 Sparkassenakademie 32 Beteiligungskapital - allgemeine Sachverhalte Direkte Beteiligungsfinanzierung I Zeichnung von Gesellschaftsanteilen, in Abhängigkeit von den verschiedenen Rechtsformen, in denen die Unternehmen organisiert sind (offene Beteiligung): GmbH - Gesellschaftsanteile Kommanditanteile Aktien

33 Sparkassenakademie 33 Im Ergebnis bedeutet dies: bilanzielles Eigenkapital Vermögensanspruch (Erfolg und Wachstum) Mitgliedschaftsrechte unbefristet und nicht zurückzahlbar ohne Sicherheiten zins- und tilgungsfrei Gewinn- und Verlustbeteiligung (jährlich) Ausschüttung/Dividende = keine Betriebsausgaben Beteiligungskapital - allgemeine Sachverhalte Direkte Beteiligungsfinanzierung II

34 Sparkassenakademie 34 Indirekte Beteiligungsfinanzierung (Mezzanine - Finanzierung I) Mezzanine (ital.) bedeutet Zwischengeschoss und zeigt die begriffliche Einstufung innerhalb einer Bilanz zwischen Eigenkapital und Fremdkapital: Eigenkapital (Eigentümer; (Mit-) Unternehmer) Fremdkapital (Unbesicherte Massegläubiger; Besichere Gläubiger mit Eigentumsvorbehalt) Mezzanine (Nachrangige Gläubiger)

35 Sparkassenakademie 35 Indirekte Beteiligungsfinanzierung (Mezzanine - Finanzierung II) Unterscheidung Mezzanine: 1. Eigenkapitalähnliche Mezzanine - Instrumente (Equity Mezzanine) = atypisch stille Einlage 2. Fremdkapitalähnliche Mezzanine – Instrumente (Debt Mezzanine) = Nachrangdarlehen 3. Hybride Mezzanine Instrumente = typisch stille Einlage

36 Sparkassenakademie 36 Indirekte Beteiligungsfinanzierung (Mezzanine - Finanzierung III) Vorteile: (mind.) wirtschaftliches Eigenkapital nur Mitunternehmerrisiko, keine Mitunterinitiative vertraglich vereinbarte Vergütung feste Laufzeiten (bis zu 15 Jahren) ohne Sicherheiten (i.d.R.) Nachrangabrede Liquiditätsschonung

37 Sparkassenakademie 37 Eigenkapital Mezzanine Fremdkapital Bandbreite individueller Risiko-Rendite Präferenzen Risiko Rendite Durchschnittliche Renditeerwartung des Finanziers Beteiligungskapital - allgemeine Sachverhalte Renditeerwartung Kapitalgeber

38 Sparkassenakademie 38 Eigenkapitalinvestition - A GmbH: Ausgangssituation

39 Sparkassenakademie 39 Eigenkapitalinvestition - A GmbH: nach Anteilskauf

40 Sparkassenakademie 40 Eigenkapitalinvestition - A GmbH: Kapitalerhöhung

41 Sparkassenakademie 41 1.Vorstellung und allgemeine Rahmenbedingungen 2.Rechtsgrundlagen 3.Ausgangssituation im Deutschen Mittelstand 4.Definitionen und Einordnung 5.Beteiligungskapital - allgemeine Sachverhalte 6.Arten von Beteiligungskapital/Vertriebsansätze 7.Einordnung wirtschaftliches Eigenkapital (EBIL) 8.Praxisbeispiele 9.Literatur- und Quellenverzeichnis Gliederung/ Übersicht

42 Sparkassenakademie 42 Finanzierungsformen, die bei entsprechender Ausgestaltung (mind.) dem wirtschaftlichen Eigenkapital zuzurechnen sind: typisch stille Einlage/Beteiligung atypisch stille Einlage/Beteiligung offene Beteiligungen Nachrangdarlehen Genussrechte Arten von Beteiligungskapital I

43 Sparkassenakademie 43 Stille Beteiligungen oder Einlagen (TYPISCH) Rechtsgrundlage §§ 230 ff. HGB mit Ausschluss der jährlichen Verlustbeteiligung Beachte hierzu: § 231 (2) HGB Ausgestaltungbei Insolvenz und Liquidation nachrangig BG tritt i. d. R. nicht in Erscheinung; Geschäftsführung in Unternehmerhand (BEIRAT) VergütungFestentgelt und Gewinnvergütung, jedoch keine Teilnahme an Unternehmenswertsteigerungen (ersatzweise Endvergütung = Non Equity Kicker). Arten von Beteiligungskapital II

44 Sparkassenakademie 44 Stille Beteiligungen oder Einlagen (ATYPISCH) Rechtsgrundlage §§ 230 ff. HGB mit Einschluss der jährlichen Verlustbeteiligung Beachte hierzu: § 231 (2) HGB Ausgestaltungbei Insolvenz und Liquidation nachrangig BG tritt i. d. R. nicht in Erscheinung; Geschäftsführung in Unternehmerhand (BEIRAT) VergütungFestentgelt und anteiliger Gewinnanspruch sowie Teilnahme an Unternehmenswertsteigerungen. Arten von Beteiligungskapital III

45 Sparkassenakademie 45 Offene Beteiligungen AusgestaltungÜbernahme von KG-, GmbH- und /oder AG- Anteilen RechtsstellungMitsprache- auch Kündigungsrechte mit detaillierten Regelungen im Gesellschaftsvertrag (GmbH/KG) oder in der Satzung (AG) unabhängig von prozentualer Beteiligungshöhe Vergütungjährliche Gewinn- und Verlustbeteiligung mit Beteiligung am Unternehmensmehrwert ProblemUnternehmenswertermittlung und -verfahren Arten von Beteiligungskapital IV

46 Sparkassenakademie 46 Nachrangdarlehen AusgestaltungDarlehensgewährung (ohne Sicherheiten) ohne laufende Tilgung mit Endfälligkeit Rechtsstellungnachrangig zu bedienender Darlehensgeber VergütungFestzinsvereinbarung mit Agio/ Einmalzahlung bei Vertragsende Problemohne Beteiligung (offen) nicht möglich (Kreditinstitut)! Arten von Beteiligungskapital V

47 Sparkassenakademie 47 Genussrechte GrundlagenGenussrechte beruhen auf einem schuldrechtlichen Vertrag, in dem der Genussrechtsemittent dem Genussrechtsinhaber als Gegenleistung für die Überlassung von Kapital (Kapitalzufuhr oder Forderungsverzicht § 397 BGB) oder zur Abgeltung anderer Ansprüche Vermögensrechte gewährt, wie sie sonst typischerweise nur im Verhältnis zu Gesellschaftern bestehen. Unabhängig von ihrer Ausgestaltung verlieren Genussrechte nicht ihren schuldrechtlichen Charakter. Genussrechte gewähren keine Mitgliedsrechte. ( vgl. §§ § 160 Abs. 1 Nr. 6 AktG und § 221 Abs. 4 AktG namentlich erwähnt, es existiert aber keine gesetzliche Definition) Arten von Beteiligungskapital VI/1

48 Sparkassenakademie 48 Genussrechte AusgestaltungVerbrieft (sog. Genussschein) oder nicht verbrieft; Inhaber-, Order- oder Namenspapiere. Behandlung1. Passivierung als Fremdkapital 2. Unmittelbar in das Eigenkapital einzustellen 3. Erfolgswirksam zu vereinnahmen. Arten von Beteiligungskapital VI/2

49 Sparkassenakademie 49 Genussrechte BetrachtungUnmittelbar in das Eigenkapital einzustellen, wenn eine ausreichende Haftungsqualität (aus Gläubigerschutzfunktion) gegeben ist: - Nachrangigkeit - Erfolgsabhängigkeit der Vergütung sowie Teilnahme am Verlust bis zur vollen Höhe - Längerfristigkeit der Kapitalüberlassung Arten von Beteiligungskapital VI/3

50 Sparkassenakademie 50 Genussrechte Nachrangigkeit Rückzahlungsanspruch für Genussrechts- zeichner im Insolvenz- und Liquidationsfall erst nach Befriedigung aller anderen Gläubiger, deren Kapitalüberlassung nicht den Kriterien für einen Eigenkapitalausweis genügt => Erhaltung der Haftungssubstanz. Arten von Beteiligungskapital VI/4

51 Sparkassenakademie 51 Genussrechte Erfolgsabhängigkeit Vergütung/ Teilnahme am Verlust Die gesetzlichen Kapitalerhaltungsregelungen (gegen Ausschüttungen geschützte Eigenkapitalbestandteile im AktG/ GmbHG sowie §§ 269, 274 HGB) dürfen nicht umgangen werden: -Vergütungen nur aus Gewinnen oder aus nicht geschützten Eigenkapitalbestandteilen (Nachholrecht möglich) -eingetretene Verluste müssen vorrangig mit dem Genussrecht verrechnet werden. Arten von Beteiligungskapital VI/5

52 Sparkassenakademie 52 Aktiva Anlage- vermögen Umlauf- vermögen Passiva Klassisches Eigenkapital GenussRecht -schein Langfristiges Fremdkapital Kurzfristiges Fremdkapital Arten von Beteiligungskapital VI/6

53 Sparkassenakademie 53 Arten von Beteiligungskapital - Übersicht

54 Sparkassenakademie 54 Arten von Beteiligungskapital Vertriebsansätze Unternehmensphasen FrühphasenfinanzierungSpätphasenfinanzierung 1.Seed- Phase 2.Start-up- Phase 3.First-Stage- Phase 4.Later-Stage- Phase 5.Sonder- anlässe Konzept Marktanalyse Produktent- wicklung Gründung Entwicklung bis zur Serienreife Produktion Markteinfüh- rung Wachstum Expansion MBO/MBI Nachfolge Restruktu- rierung/ Turnaround Öffentliche Mittel/ Zuschüsse etc. Offene Beteiligung Offene B./ atypisch stille Beteiligung Typisch stille B./ Genuss- rechte Alle Beteiligungs- arten unverzinsliche Beteiligungsartenverzinsliche Beteiligungsarten

55 Sparkassenakademie 55 1.Vorstellung und allgemeine Rahmenbedingungen 2.Rechtsgrundlagen 3.Ausgangssituation im Deutschen Mittelstand 4.Definitionen und Einordnung 5.Beteiligungskapital - allgemeine Sachverhalte 6.Arten von Beteiligungskapital/Vertriebsansätze 7.Einordnung wirtschaftliches Eigenkapital (EBIL) 8.Praxisbeispiele 9.Literatur- und Quellenverzeichnis Gliederung/ Übersicht

56 Sparkassenakademie 56 Einordnung als wirtschaftliches EK (EBIL) - Problem I (DSGV Kriterienkatalog) Nachrangigkeit (Nachrangabrede) Kündigungsrechte eingeschränkt Laufzeiten mindestens 5 Jahre Keine Besicherung durch das Unternehmen

57 Sparkassenakademie 57 Nachrangigkeit (Nachrangabrede) Befriedigung von Kapital und Zinsen im Insolvenzfall nach allen nicht nachrangigen Gläubigern Gleichrang mit anderen Nachranggläubigern möglich Einordnung als wirtschaftliches EK (EBIL) – Problem II (DSGV Kriterienkatalog)

58 Sparkassenakademie 58 Kündigungsrechte eingeschränkt Mindestlaufzeit und Nachrangigkeit dürfen nicht durch ordentliche oder außerordentliche Kündigungsrechte unterlaufen werden d.h. ausdrücklicher Verzicht auf ordentliche Kündigungsrechte während Grundlaufzeit von mindestens 5 Jahren und Verzicht auf Kündigung aufgrund Zahlungsverzugs als Folge verschlechterter wirtschaftlicher Verhältnisse Einordnung als wirtschaftliches EK (EBIL) – Problem III (DSGV Kriterienkatalog)

59 Sparkassenakademie 59 Laufzeiten mindestens 5 Jahre Ursprungslaufzeit von weniger als 5 Jahre Fremdkapital Restlaufzeit < 1 Jahr Fremdkapital Gilt für jede Tranche! Einordnung als wirtschaftliches EK (EBIL) – Problem IV (DSGV Kriterienkatalog)

60 Sparkassenakademie 60 Keine Besicherung durch das Unternehmen Besicherung durch Dritte (z.B. Gesellschafter) möglich Einordnung als wirtschaftliches EK (EBIL) – Problem V (DSGV Kriterienkatalog)

61 Sparkassenakademie 61 Rangrücktritt (Nachrang-) Darlehen Wichtig: aus anderem freien Vermögen*) *) Steuerliche Behandlung von Rangrücktrittserklärungen NJW-Spezial Heft 7, 2012 Einordnung als wirtschaftliches EK (EBIL) – Problem VI (Exkurs: Nachrangdarlehen)

62

63 Sparkassenakademie 63 1.Vorstellung und allgemeine Rahmenbedingungen 2.Rechtsgrundlagen 3.Ausgangssituation im Deutschen Mittelstand 4.Definitionen und Einordnung 5.Beteiligungskapital - allgemeine Sachverhalte 6.Arten von Beteiligungskapital/Vertriebsansätze 7.Einordnung wirtschaftliches Eigenkapital (EBIL) 8.Praxisbeispiele 9.Literatur- und Quellenverzeichnis Gliederung/ Übersicht

64 Sparkassenakademie 64 Praxisbeispiele Praxisfall 1: Sanierungsfinanzierung Praxisfall 2+3: Wachstums- und Nachfolgefinanzierung

65 Sparkassenakademie 65 1.Vorstellung und allgemeine Rahmenbedingungen 2.Rechtsgrundlagen 3.Ausgangssituation im Deutschen Mittelstand 4.Definitionen und Einordnung 5.Beteiligungskapital - allgemeine Sachverhalte 6.Arten von Beteiligungskapital/Vertriebsansätze 7.Einordnung wirtschaftliches Eigenkapital (EBIL) 8.Praxisbeispiele 9.Literatur- und Quellenverzeichnis Gliederung/ Übersicht

66 Sparkassenakademie 66 Literatur- und Quellenverzeichnis 1.Horst S. Werner, Eigenkapitalfinanzierung, Bank-Verlag Köln Diagnose Mittelstand 2012, Deutscher Sparkassen- und Giroverband, Berlin 3.Häger/ Elkemann-Reusch, Mezzanine Finanzierungsinstrumente, Berlin Wege zum Wachstum, Ernst&Young, Berlin/Essen Birgit Felden/ Annekatrin Klaus, Unternehmensnachfolge, Stuttgart 2003

67 Sparkassenakademie 67 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.


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