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Jena, 14. - 15. Mai 2009 Gerd Fuchs, Leiter Kompetenzteam EU-Projekte Seite 1 Thüringer Kongress zur Kinderarmutsprävention Integration von armutsbetroffenen.

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1 Jena, Mai 2009 Gerd Fuchs, Leiter Kompetenzteam EU-Projekte Seite 1 Thüringer Kongress zur Kinderarmutsprävention Integration von armutsbetroffenen Kindern und ihren Eltern

2 Jena, Mai 2009 Gerd Fuchs, Leiter Kompetenzteam EU-Projekte Seite 2 Thüringer Kongress zur Kinderarmutsprävention Die Thüringer Sicht: Regierungserklärung Ministerin Lieberknecht vom 12. September 2008: Solidarische Grundsicherung sollte dort ansetzen, wo das Wertvollste, das wir besitzen – unsere Kinder -, zum Armutsrisiko wird Arbeitsgruppe mit Vertretern sozialer Akteure Thüringens: Wenn Eltern ihren Kindern ein Leben außerhalb von Armut nicht ermöglichen können, muss die Gemeinschaft einstehen. Ziel politischen Handelns: Kinder frei von Armut aufwachsen lassen.

3 Jena, Mai 2009 Gerd Fuchs, Leiter Kompetenzteam EU-Projekte Seite 3 Thüringer Kongress zur Kinderarmutsprävention Thesen: Kinderarmut ist Armut von Familien (Prof. Dr. Opielka) Es herrscht eine Kultur der Armut, die zu einem dauerhaften Ausschluss aus der Gesellschaft führen kann (Prof. Dr. Lutz) Armut ist Bildungs-, Bindungs-, Beziehungs- und Integrationsarmut sowie gesundheitliche und materielle Armut (Arbeitsgruppe) Betroffenheit: Relative Einkommensarmut berechnet am Median des Äquivalenzeinkommens 2006 im Osten bei Einpersonenhaushalt 794 Euro Paar mit einem Kind unter 14 Jahre Euro Paar mit zwei Kindern unter 14 Jahre Euro (Empirica-Gutachten vom 10. Oktober 2008) In Thüringen sind demnach ca Kinder = 25 % von Armut betroffen

4 Jena, Mai 2009 Gerd Fuchs, Leiter Kompetenzteam EU-Projekte Seite 4

5 Jena, Mai 2009 Gerd Fuchs, Leiter Kompetenzteam EU-Projekte Seite 5 Thüringer Kongress zur Kinderarmutsprävention Gemeinsames Soziales Wort Erfurt 1. Oktober 2008 Kinderarmut ist ein Skandal. Wir nehmen nicht länger hin, dass Kinder in einem der reichsten Länder dieser Erde erfahren müssen, dass sie durch Armut ausgegrenzt, in ihren Lebenschancen eingegrenzt, in ihrer gesundheitlichen Entwicklung und in der gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe beeinträchtigt sowie um ihre Bildungschancen beraubt werden.

6 Jena, Mai 2009 Gerd Fuchs, Leiter Kompetenzteam EU-Projekte Seite 6 Thüringer Kongress zur Kinderarmutsprävention Risiken Bildungs- chancen Berufs- und Lebens- chancen Soziale Ausgrenzung Gesundheits- gefährdung Verletzung der Kinderrechte

7 Jena, Mai 2009 Gerd Fuchs, Leiter Kompetenzteam EU-Projekte Seite 7 Thüringer Kongress zur Kinderarmutsprävention Erfordernisse Chancen- gerechtigkeit Bildung Zugang zu Qualifizierung und Arbeitsmarkt Soziale Integration Gesundheits- förderung Familien- und Alltagskompetenz/ Kinderschutz

8 Jena, Mai 2009 Gerd Fuchs, Leiter Kompetenzteam EU-Projekte Seite 8 Thüringer Kongress zur Kinderarmutsprävention Arbeit ist noch immer das ausschlaggebende Mittel zur Bekämpfung von Armut (Arbeitsgruppe soziale Akteure) Es ist ständige Aufgabe des Freistaats, jedem die Möglichkeit zu schaffen, seinen Lebensunterhalt durch frei gewählte und dauerhafte Arbeit zu verdienen. (Art. 36 Thüringer Verfassung) Multiple Vermittlungshemmnisse wie Schulden, Sucht, Gesundheits- probleme, Qualifizierungsdefizite, aber auch fehlende Kinderbetreuung entfernen die Eltern vom Arbeitsmarkt und verschließen den Zugang zur Beschäftigung.

9 Jena, Mai 2009 Gerd Fuchs, Leiter Kompetenzteam EU-Projekte Seite 9 Thüringer Kongress zur Kinderarmutsprävention Folgen sozial (Isolation und Ausgrenzung) persönlich (Gesundheit, Lebenslage) familiär (Konflikte, Streit, Trennung) materiell (Schulden, Bedürfnisse)

10 Jena, Mai 2009 Gerd Fuchs, Leiter Kompetenzteam EU-Projekte Seite 10 Thüringer Kongress zur Kinderarmutsprävention Ansatzmöglichkeiten zur Integration armutsbetroffener Eltern: Nutzung aller Möglichkeiten zur nachhaltigen Steigerung der Integrationsfähigkeit und ganzheitlicher Ansatz mit Hilfe zur Selbsthilfe -Sozial-integrative Leistungen des § 16 a SGB II (Beratung und Betreuung) -Individuelle Lösungsansätze und Mitwirkung aller Familienmitglieder (Familienkompetenz) -Überwindung von Aussichtslosigkeit und Lethargie (Motivationsbereitschaft) -Wiederherstellung / Verbesserung der Bildungs- und Beschäftigungsfähigkeit (Mobilität, Flexibilität) -Zugang zu Bildungs- und Beschäftigungschancen (Aktive Arbeitsmarktpolitik) -Vereinbarkeit Familie und Beruf (Betreuungsangebote) -Stabile berufliche und soziale Eingliederung mit Begleitung (Integrations- coaching) -Hilfebedürftigkeit reduzieren und beenden (existenzsicherndes Einkommen)

11 Jena, Mai 2009 Gerd Fuchs, Leiter Kompetenzteam EU-Projekte Seite 11 Thüringer Kongress zur Kinderarmutsprävention Ansatzmöglichkeiten für armutsbetroffene Kinder: Förderung der kindlichen Entwicklung in allen Lebensbereichen - Besuch von Kindertagesstätten (Angebot/Kostenfreiheit) - Kooperation Kindertagesstätten und Grundschulen (abgestimmte Förder- strategie) - Übergänge im Bildungsweg ohne soziale Selektion unterstützende Bildungsangebote) -Ausstattung pädagogischer Einrichtungen über den Standard hinaus (materiell, sächlich, personell) -Bekämpfung von Armutsfolgen (Kultur- und Freizeitangebote) -Weiterentwicklung des Kinderschutzes -Stärkung der Kompetenzen an der Schwelle zum Beruf (Projektarbeit/ Begleitsysteme)

12 Jena, Mai 2009 Gerd Fuchs, Leiter Kompetenzteam EU-Projekte Seite 12 Thüringer Kongress zur Kinderarmutsprävention Beispiel I: Thüringer Initiative zur Integration und Armutsbekämpfung – Nachhaltigkeit (TIZIAN) - Flächendeckendes abgestimmtes Vorgehen zur Integration für Bedarfsgemeinschaften SGB II mit Kindern -Unterstützung bei persönlichen Problemlagen, Beratung, Betreuung, Qualifizierung, Heranführung an den Arbeitsmarkt mit Nachbetreuung -Regionale Integrationszentren gehen konzertiert zur Eingliederung vor und bieten: -Sozial- und familienpolitische Kompetenz, Profiling, Coaching, ganzheitlichen Bildungsansatz, Zugang zur Beschäftigung nachhaltig an -Finanzierung erfolgt über ESF-Förderung (bis zu 75 %), kommunale Eingliederungsleistungen und sonstige Kofinanzierung (z.B. SGB II).

13 Jena, Mai 2009 Gerd Fuchs, Leiter Kompetenzteam EU-Projekte Seite 13 Thüringer Kongress zur Kinderarmutsprävention Beispiel II: Treffpunkte zur Information, Beratung und Integration (TIBI) –In Zusammenarbeit mit Wohnungsunternehmen eingerichtete Treffpunkte in Quartieren. –Unterstützung der Familien in persönlichen Problemlagen und zur Alltags- Bewältigung –Hilfe bei Arbeitssuche und Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten –Finanzierung über ESF-Förderung mit Kofinanzierung (SGB II, private Mittel) Prof. Dr. Lutz: Armutsrisiken kumulieren in benachteiligten Stadtgebieten (Segregationspro- zesse). Sozialräumlich organisierte, frühe und direkte Hilfe als aufsuchendes, strukturelles und vernetztes Angebot mit gemeinwesenorientiertem Ansatz wird benötigt.

14 Jena, Mai 2009 Gerd Fuchs, Leiter Kompetenzteam EU-Projekte Seite 14 Thüringer Kongress zur Kinderarmutsprävention Vorhaben der Landesregierung (auszugsweise): -Sozialfonds in Kitas und allgemeinbildenden Schulen -Landesweites Bildungsangebot in den Ferien für Kinder im Grundschulalter -Einführung der Thüringer Kinderkarte -Bildung von Sozialraumkonferenzen -Medienkampagne im Rahmen des Europäischen Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung -Modulare Weiterbildungsangebote zum Thema Case Management (Familientrainer / Familienhelfer) -Frühe und aufnehmende Hilfen für Frauen und Familien in belasteten Lebenslagen (z.B. Familienhebammen)

15 Jena, Mai 2009 Gerd Fuchs, Leiter Kompetenzteam EU-Projekte Seite 15 Thüringer Kongress zur Kinderarmutsprävention –Sozialpädagogische und –therapeutische Einzel- und Gruppenangebote für Kinder aus von Sucht / psychischer Krankheit betroffenen Familien –Flexibilisierung der Kinderbetreuungsangebote –Begleitsysteme für Jugendliche mit Problemen im Lernen und sozioökonomischer Benachteiligung –Einwirkung auf Bundesebene (kinderspezifischer Bedarf SGB II und XII, Anrechnungsfreiheit von Kindergelderhöhungen und familienfördernde Leistungen, ermäßigte Umsatzsteuer auf Kinderartikel u. dgl.) –Ausschöpfung von Finanzierungsmöglichkeiten auf EU-Ebene (ESF – Bund, Land; EU-Programme)

16 Jena, Mai 2009 Gerd Fuchs, Leiter Kompetenzteam EU-Projekte Seite 16 Thüringer Kongress zur Kinderarmutsprävention Fragen: 1. Wie gelingt es uns eine Balance für das Kindeswohl herzustellen? persönliche Entfaltung (Alltagskompetenz, Bildung, Gesundheit, Perspektiven) materielle Sicherheit (Ausbildung, Arbeit, Existenz u. Entlastung) soziale Integration (Teilhabe Gesellschaft, Sport, Kultur, Wohnumfeld) familiäre Situation (Bindung, Beziehung, Familienentwicklung)

17 Jena, Mai 2009 Gerd Fuchs, Leiter Kompetenzteam EU-Projekte Seite 17 Thüringer Kongress zur Kinderarmutsprävention 2.Was kann die Gemeinschaft leisten, um die Kultur der Armut zu überwinden? 3.Welche Perspektiven bieten uns Deutschland und Europa?


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