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[28141] Graduierung – Komparation – Quantifikation Modul: MSW_1: Polnische/russische Sprache in Struktur, Funktion und Gebrauch, 4 LP Seminar, 2 SWS Prof.

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1 [28141] Graduierung – Komparation – Quantifikation Modul: MSW_1: Polnische/russische Sprache in Struktur, Funktion und Gebrauch, 4 LP Seminar, 2 SWS Prof. Dr. Peter Kosta Di

2 [28141] Graduierung – Komparation – Quantifikation Das Proseminar beschäftigt sich mit der Bedeutung und Ausdruck von Quantifikation in Form von generischen, existentiellen und Allquantoren in den slavischen Sprachen Russisch und Polnisch sowie ihrem Verhältnis zu artverwandten Erscheinungen (Gradation, Komparation, Definitheit, Negation und Informations- struktur).

3 [28141] Graduierung – Komparation – Quantifikation Der Bereich der Quantifikation kommt bekanntlich sowohl im nominalen als auch verbalen Bereich vor (vgl. mnogie deti igrajut vs. deti často igrajut viele Kinder spielen vs. Kinder spielen oft). Wir werden uns mit unterschiedlichen Typen der Quantifikation beschäftigen und dabei sowohl semantische als auch syntaktische Probleme der folgenden Wortarten analysieren:

4 [28141] Graduierung – Komparation – Quantifikation adjektivische Quantoren (každyj, ves', ljuboj, vsjakij, ničej); substantivische Quantoren (nikto, ničto, koe-kto, koe-čto); adverbiale Quantoren (nigde, nikogda, polnostju, vsegda, vsjudu); Verben mit quantifizierender Bedeutung, z. B. der Existentialität (byť, suščestvovať, imeťsja, vstrečaťsja, slučaťsja ) bzw. der verschiedenen Aktionsarten (poljubit, zakričat, doechat);

5 [28141] Graduierung – Komparation – Quantifikation quantifizierende Adverbien (často, redko, polnosťju, celikom, naveki, večno, každodnevno); quantifizierende Substantive (časť, polovina, bolšinstvo, menšinstvo); quantifizierende Adjektive (postojannyj, každodnevnyj, ežegodnyj, mnogie, nemnogie, nekotorye).

6 [28141] Graduierung – Komparation – Quantifikation Eingangsvoraussetzungen: Die Lehrveranstaltung versteht sich als eine Einführung in die Grundlagen der quantitativen Semantik/Logik. Als Eingangsvoraussetzung sollte daher zumindest die Einführung in die Slavische Sprachwissenschaft bzw. die Einführung in die russistische/polonistische Linguistik gelten. Es wird erwartet, dass linguistische Grundbegriffe beherrscht werden.

7 [28141] Graduierung – Komparation – Quantifikation Leistungsbewertung: Klausur und Kurzreferat Einführende Literatur: CARLSON, G. & F. PELLETIER (eds.) (1995): The Generic Book. Chicago: University Press. KIKLEVIČ, A. (1998): Jazyk i logika. Lingvističeskie problemy kvantifikacii. München : Sagner (SPS. Supplementband, 60). KRIFKA, M. (1989): Nominalreferenz und Zeitkonstitution. Zur Semantik von Massentermen, Pluraltermen und Aspektklassen. München: Fink pp. Kapitel 1: Nominalreferenz. PARTEE, BARBARA H. & V. BORSCHEV (2006): The genitive of negation in Russian: Multiple perspectives on a multifaceted problem, invited talk for the inaugural meeting of the Slavic Linguistics Society, Indiana University, Bloomington, Sept 810, Handout: [http://people.umass.edu/partee/docs/SLS06_handout.pdf]

8 [28141] Graduierung – Komparation – Quantifikation Weiterführende Literatur: BABBY, L. H. (1980): Existential Sentences and Negation in Russian. Ann Arbor: Michigan : Karoma Publishers. KENNEDY, CH. (1999): Projecting the adjective: the syntax and semantics of gradability and comparison. New York : Garland. KLEIN, H. (1998): Adverbs of degree in Dutch and related languages. Amsterdam: Benjamin. MARVAN, J. (1986): České stupňování. München : Sagner, RIJKHOEK, P. (1998): On Degree Phrases & Result Clauses. PhD Groningen. THURMAIR, M. (2001): Vergleiche und Vergleichen: eine Studie zu Form und Funktion der Vergleichsstrukturen im Deutschen. Tübingen : Niemeyer. (Linguistische Arbeiten ; 433). VARNHORN, B. (1993): Adjektive und Komparation: Studien zur Syntax, Semantik und Pragmatik adjektivischer Vergleichskonstrukte. Tübingen : Narr.

9 [28141] Graduierung – Komparation – Quantifikation Aufbau und Gliederung der LV/Referatthemen: Aufbau und Gliederung der LV/Referatthemen: : Allgemeine Einführung in die Thematik : Allgemeine Einführung in die Thematik : Quantifikation, Logik, Sprache : Quantifikation, Logik, Sprache : Maifeiertag : Maifeiertag : Nominalreferenz: Massennomina und Individualnomina : Nominalreferenz: Massennomina und Individualnomina : Distributive Eigenschaften der Quantifikation: die Referenzweise von Existentialität, Pluraltermen und Individualtermen : Distributive Eigenschaften der Quantifikation: die Referenzweise von Existentialität, Pluraltermen und Individualtermen : Die Semantik, Morphologie und Syntax von Numerativ- und Numeralkonstruktionen : Die Semantik, Morphologie und Syntax von Numerativ- und Numeralkonstruktionen

10 [28141] Graduierung – Komparation – Quantifikation : Der Aufbau der Nominalphrasen : Der Aufbau der Nominalphrasen : Definite und indefinite Nominalphrasen : Definite und indefinite Nominalphrasen : Quantifizierte Nominalphrasen : Quantifizierte Nominalphrasen : Vergleichskonstruktionen und Gradation von Nominalphrasen : Vergleichskonstruktionen und Gradation von Nominalphrasen : Zeitkonstitution, Aspekt und Aktionsart : Zeitkonstitution, Aspekt und Aktionsart : Zeitkonstitution und Ereignis-Semantik : Zeitkonstitution und Ereignis-Semantik : Aspekt und Definitheit im Slavischen : Aspekt und Definitheit im Slavischen : Klausur oder Hausarbeiten : Klausur oder Hausarbeiten

11 [28141] Graduierung – Komparation – Quantifikation : Allgemeine Einführung in die Thematik : Allgemeine Einführung in die Thematik Im logischen Sinne wird die Basis der natürlichen Sprachen durch Prädikativität und Quantifizierung im Sinne von Russel (1902) konstituiert. Quantifizierung stellt somit auch einen wesentlichen Teil der so genannten Prädikatenlogik dar: sowohl Bestimmtheit als auch Mengenbestimmungen gehen auf Quantifizierung zurück. Darüber hinaus sind von der Quantifizierung fast alle autosemantischen Wortarten erfasst. Im logischen Sinne wird die Basis der natürlichen Sprachen durch Prädikativität und Quantifizierung im Sinne von Russel (1902) konstituiert. Quantifizierung stellt somit auch einen wesentlichen Teil der so genannten Prädikatenlogik dar: sowohl Bestimmtheit als auch Mengenbestimmungen gehen auf Quantifizierung zurück. Darüber hinaus sind von der Quantifizierung fast alle autosemantischen Wortarten erfasst.

12 [28141] Graduierung – Komparation – Quantifikation Ausdrücke, die eine Aussage darüber erlauben, auf wie viele Individuen ein Prädikat zutrifft, heißen Quantoren. Ausdrücke, die eine Aussage darüber erlauben, auf wie viele Individuen ein Prädikat zutrifft, heißen Quantoren. In der Prädikatenlogik werden Quantoren als Operatoren aufgefasst (vgl. Reichenbach 1947) die in ihrem Skopus den nachfolgenden propositionalen Ausdruck haben. In der Prädikatenlogik werden Quantoren als Operatoren aufgefasst (vgl. Reichenbach 1947) die in ihrem Skopus den nachfolgenden propositionalen Ausdruck haben.

13 [28141] Graduierung – Komparation – Quantifikation Prädikatenlogik Aussagen wie Die Sonne scheint. die in der Aussagenlogik atomar sind, werden in der Prädikatenlogik in Terme (sonne) und Prädikate (scheint) aufgelöst und dann dargestellt als z.B. scheint(sonne)

14 [28141] Graduierung – Komparation – Quantifikation Terme Namen von Objekten des Diskursbereichs (z. B. Substantive des natürlichsprachlichen Satzes) Prädikate Namen von Eigenschaften, Relationen, Klassen (z. B. Verben, Adjektive des natürlichsprachlichen Satzes)

15 [28141] Graduierung – Komparation – Quantifikation Prädikatenlogik führt Variablen ein, die für (noch) nicht bekannte Objekte des Diskursbereichs stehen scheint (X) Diese Variablen ähneln den aus der Mathematik bekannten.

16 [28141] Graduierung – Komparation – Quantifikation Quantoren Quantoren erlauben Aussagen über Mengen von Objekten des Diskursbereichs, für die ein Prädikat gilt universelle Quantifizierung macht eine Aussage über alle Objekte des Diskursbereichs Alle Menschen sind sterblich. V X (mensch(X) sterblich(X))

17 [28141] Graduierung – Komparation – Quantifikation existentielle Quantifizierung macht eine Aussage über mindestens ein Objekt des Diskursbereichs Es gibt sterbliche Menschen. EX (mensch(X) ^ E sterblich(X))

18 [28141] Graduierung – Komparation – Quantifikation Skopus In den Ausdrücken VX (P) oder EX (P) heißt P der Skopus (Gültigkeitsbereich) der Variablen X. Eine Variable im Skopus eines Quantors heißt gebunden. Eine nicht gebundene Variable heißt frei. Ein Ausdruck ohne freie Variable heißt geschlossen.


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