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Psychologie des Internet Einführung für Erstsemester Joachim Funke Psychologisches Institut, Uni Heidelberg Version: 22.10.2003.

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Präsentation zum Thema: "Psychologie des Internet Einführung für Erstsemester Joachim Funke Psychologisches Institut, Uni Heidelberg Version: 22.10.2003."—  Präsentation transkript:

1 Psychologie des Internet Einführung für Erstsemester Joachim Funke Psychologisches Institut, Uni Heidelberg Version:

2 - 2 - Psychologie des Internet (Funke) Überblick Bereich 1: Beratung & Therapie im Netz Bereich 2: Umfragen, Feldforschung und Experimente Bereich 3: Online-Learning Web-based Training Bereich 4: Unterhaltung und Emotionen im Netz

3 - 3 - Psychologie des Internet (Funke) Janssen, L. (Ed.). (1998). Auf der virtuellen Couch. Selbsthilfe, Beratung und Therapie im Internet. Bonn: Psychiatrie-Verlag. Bereich 1: Beratung & Therapie im Netz aInformationen zu Klinischer Psychologie im Netz ufür Therapeuten ufür Klienten uOnline-Selbsthilfe aProfessionelle Hilfeangebote im Netz uSeelsorge uPsychotherapeuten online asinnvolle Medienpräsenz von Psychotherapeuten aVor- und Nachteile verschiedener Internet-Dienste und mögliche Implikationen für die Therapie u , IRC/Chat, MUDs

4 - 4 - Psychologie des Internet (Funke) Informationen zu Klinischer Psychologie im Netz Informationen für Therapeuten: aWWW-Seiten: großes Themenspektrum im Bereich klinische Psychologie/Psychotherapie! Beispiele: uInfos zum PsychThG (bdp)Infos zum PsychThG (bdp) uClinical Psychology Resources (Uni Bonn)Clinical Psychology Resources (Uni Bonn) uPsychoanalytische Ressourcen im WWW (Parfen Laszig)Psychoanalytische Ressourcen im WWW (Parfen Laszig) uSeiten von Wolfgang DorrmannSeiten von Wolfgang Dorrmann uPsychologie.dePsychologie.de afachlicher Austausch auf kollegialer Ebene (Mailinglisten)Mailinglisten aMöglichkeiten für Online-Supervision bzw. Intervision (z.B. moderierter Chat; noch Zukunftsmusik!) adiagnostische Hilfestellungen (Bsp: Projekt ICD 10)Projekt ICD 10

5 - 5 - Psychologie des Internet (Funke) Informationen 2 Informationen für Klienten: aWie finde ich einen guten Psychotherapeuten? uBsp.: Österreichische Psychotherapie-SeiteÖsterreichische Psychotherapie-Seite aFinanzierungsmöglichkeiten von Therapie uBsp.: PsychothekPsychothek aAlkohol: Kann man kontrolliert trinken? uInfo-Seite von Joachim KörkelInfo-Seite aWas kann Psychotherapie leisten, was nicht? uInsgesamt: es können unverbindlich Informationen eingeholt und Erwartungen geklärt werden uHemmschwelle sinkt uKontaktaufnahme meist möglich!

6 - 6 - Psychologie des Internet (Funke) Informationen 3 Selbsthilfe: aSelbsthilfematerialien (meist erstellt von professionellen Therapeuten), z.B.: uCrisis, Grief and Healing von Tom GoldenCrisis, Grief and Healing uSuicide-Helpline von John GroholSuicide-Helpline aWWW-Seiten von Betroffenen für Betroffene: uBsp.: Die schwarze RoseDie schwarze Rose aSelbsthilfegruppen uNewsgroups, Ratgeber Angst oder Chat-ChannelsNewsgroupsRatgeber AngstChat-Channels ugroße thematische Bandbreite uAnonymität möglich oft Vorteil (niedrigere Hemmschwelle), manchmal Nachteil (unentdeckte Verletzungen/Enttäuschungen)

7 - 7 - Psychologie des Internet (Funke) Professionelle Hilfeangebote im Netz uSeelsorge-Einrichtungen über oder Chat zu erreichen (Bsp. Leitseite der Telefonseelsorge) Leitseite der Telefonseelsorge niedrigschwelliges Angebot Vorteil für sprachgestörte oder schwerhörige/taube Menschen neue Zielgruppe erreichbar uAngebote von professionellen Therapeuten aethische Probleme (Döring, 2000, S. 531): uProfessionalität Gütesiegel bzw. offizielle Prüfung wünschenswert uVertraulichkeit medial erhöhtes Risiko von Datenschutz-Verletzungen uVerbindlichkeit -Adresse allein nicht ausreichend!

8 - 8 - Psychologie des Internet (Funke) sinnvolle Medienpräsenz von Psychotherapeuten 1 Professionalität: wie grenze ich mich von unseriösen, selbsternannten Therapeuten ab? aArt der Information aVerantwortungsbewußtsein bezüglich der medienspezifischen Vor- und Nachteile (keine illusorischen Versprechungen) aIdee eines National RegisterNational Register Intention klarmachen: aBiete ich Online-Beratung an oder schaffe ich nur Möglichkeit zur Kontaktaufnahme für eine reale Therapie? Eigenwerbung ist berufsrechtlich verboten/ wirkt unseriös! aMusterprozeß Zahnarzt Dr Vorbeck, TrierZahnarzt Dr Vorbeck, Trier aproblematisch: Online-Praxis Brigitte Schmitt, Praxis Volker DrewesBrigitte SchmittVolker Drewes

9 - 9 - Psychologie des Internet (Funke) sinnvolle Medienpräsenz 2 Stattdessen: Selbstdarstellung nach fachlichen Gesichtspunkten: aangewendete Verfahren und damit behandelbare Störungen apersönliche Qualifikationen, z.B bei TherapyOnline.caTherapyOnline.ca aOrganisatorisches bezüglich Kontaktaufnahme und weiterem Verlauf aFinanzierungsmöglichkeiten aEvtl. weiteres Info-Material bereitstellen (s. Bsp. Sondermann; Flugangst: Vorteile: aHypertext-Struktur im Vergleich zum herkömmlichen Faltblatt azusätzliche Erreichbarkeit/Vergrößerung des Kreises potentieller Klienten a -Möglichkeit zur Kontaktaufnahme

10 Psychologie des Internet (Funke) Vor- und Nachteile verschiedener Internet-Dienste aEinige grundsätzlich erschwerende Umstände: uDatenschutz (beidseitig!) uKlient kann sich jederzeit ausklinken, Überreaktionen können evtl. nicht aufgefangen werden uerhöhte Gefahr von Mißverständnissen durch geringere Kontrollierbarkeit der Situation (Fehlen der nonverbalen cues; außerdem können z.B. technische Probleme als Kontaktabbruch mißinterpretiert werden) uStorm A. King über Pro und Contra der Online-TherapiePro und Contra der Online-Therapie anachfolgend einige (z.T. spekulative) Überlegungen bezüglich der einzelnen Internet-Kanäle u uChats uMUDs

11 Psychologie des Internet (Funke) Vor- und Nachteile 1: aAsynchrone Kommunikation: uKlient ist ohne unmittelbare Begleitung den Interventionen des Therapeuten ausgesetzt (setzt ein Mindestmaß an psychischer Stabilität voraus) uIntervention evtl. gar nicht mehr angemessen, wenn sie den Klienten erreicht (Gefühlslagen und Befindlichkeiten können sich schnell ändern) ukrisenhafte Entwicklungen bleiben vielleicht zu lange unentdeckt ageringere Kontaktschwelle aschriftliches Ausformulieren der Probleme (in aller Ruhe) setzt andere Art der Reflexion in Gang ues entstehen dokumentierbare Werke, Prozeß gut nachvollziehbar! uaber auch: Nachweis von Therapiefehlern, Fälschbarkeit, etc. aJohn Grohol: Definition von e-therapyDefinition von e-therapy

12 Psychologie des Internet (Funke) Vor- und Nachteile 2: ChatChat Eher small-talk-Ebene abietet sich eher zur Ablenkung von als zur Auseinandersetzung mit Problemen an (nicht als einzige Ebene geeignet) anützlich z.B. bei chronischen (somatisch bedingten) Schmerzen virtuelle Aktionen möglich, Experimentierfeld! aAusagieren von Phantasien aAufbrechen von starren Verhaltensmustern parallele Kommunikation privat und öffentlich möglich! aFaszinierende Möglichkeit bei sozialen Störungen: Agieren und simultane Aufarbeitung privat mit der Therapeutin aMöglichkeit z.B.: abwechselnd Chat- und reales Treffen (RL)

13 Psychologie des Internet (Funke) Bsp. Chat mit Minister Frankenberg , 13:30 ff

14 Psychologie des Internet (Funke) Vor- und Nachteile 3: MUDsMUDs Charakteristika: aRollenspiele in Phantasiewelten aErschaffen einer eigenen virtuellen Identität (Comic-Figur, Tier, Phantasy-Held, prominente Persönlichkeit,...) agleichzeitig viele TeilnehmerInnen, soziale Interaktion! aEntstehung von Freundschaften, siehe Utz (2000)Utz (2000) Selbsterfahrungscharakter anoch verstärktes Ausagieren von Phantasien (Selbstexploration) ades öfteren werden Vergleiche zum Psychodrama gezogen Möglichkeit, auf verschiedene Patientengruppen zugeschnittene Realitäten zu programmieren avereinzelte Modellversuche, aber prinzipiell noch Zukunftsmusik

15 Psychologie des Internet (Funke) Avatare als decision supporter Sundin, C., & Friman, H. (Eds.) (2000). ROLF The way ahead and the first step. Stockholm: Swedish National Defence College.

16 Psychologie des Internet (Funke) Bereich 2: Umfragen, Feldforschung und Experimente aDatenerhebung im Internet (nach Batinic & Bosnjak, 2000, S. 288): Reaktive Verfahren Nicht-reaktive Verfahren Fragebogenuntersuchungen Online-Interviews Experimente im WWW Server-Log-Analyse Beobachtungen WWW: HTML-Formulare ASCII-Fragebögen IRC-Interviews Interviews in virtuellen Welten IRC Virtuelle Welten

17 Psychologie des Internet (Funke) Nicht-reaktive Verfahren Nicht-reaktive Datenerhebungen: aAnfallende, öffentlich zugängliche Daten (z.B. Newsgroup-Postings, Logfiles von Chats) werden ausgewertet (= Internet als Forschungsgegenstand) Fragestellungen für nicht-reaktive Datenerhebung im Internet: aKommunikationsstrukturen aEmotionsvermittlung/ Emotionsausdruck aFragestellungen der Sprachpsychologie aSuchverhalten (Bsp. SearchSpy-Optionen der Suchmaschinen)SearchSpy a...

18 Psychologie des Internet (Funke) Umfragen per /Newsgroups Nur Fragebogen-Untersuchungen möglich: Mail: Serienbrief-Funktion möglich aDatenschutz bedenken! aHohe Rücklaufquoten awoher bekommt man Adressen? Newsgroups: aNachteil: Untersuchung spricht sich rum aVerweigererquote unklar, weil Stichprobe unklar (externe Validität!) aübertriebenes crossposting verstößt gegen Netiquette aspeziell für Untersuchungen eingerichtete Newsgroups: de.alt.umfragen; alt.usenet.survey

19 Psychologie des Internet (Funke) Experimente Auch Experimente möglich (interaktive Elemente etc.) Server zeichnet jeden Mausklick der Vpn, Zeiten etc. auf Voraussetzungen: aHTML-Seite anlegen aCGI-Skript (um Daten der Vpn empfangen und bearbeiten zu können) wichtig zu beachten: abesonders genaue Instruktionen, da Rückfragemöglichkeiten fehlen aKontaktmöglichkeit zur Verfügung stellen, damit Vpn Kritik, Fragen etc. äußern können aevtl. der Vp Rückmeldung über Ergebnis/erreichte Leistung geben (manchmal aus ethischen Gründen kritisch...) aethische Grundsätze! (siehe weiter unten)

20 Psychologie des Internet (Funke) Besonderheiten 1: Repräsentativität typischer Internet-Nutzer Normalbevölkerung (z.B.: geringer Frauenanteil; viele Studenten und Akademiker; geringes Durchschnittsalter) aber: mit dem Internet-Boom der letzten Jahre ist zunehmende Angleichung zu erwarten! Außerdem: konventionelle psychologische Experimente rekrutieren fast ausschließlich Psychologie-Studierende als Vpn (noch geringere Repräsentativität!) Kontrollmöglichkeit: Replikationen konventioneller Experimente im Netz bzw. Vergleich Internet - lokale Teilstichproben

21 Psychologie des Internet (Funke) Besonderheiten 2: Stichprobe Stichprobe kann sehr groß werden, dh. hohe statistische Power! Vorteil: hohe Durchführungsobjektivität; kaum Versuchsleiter- Effekte Probleme, die (teilweise) kontrolliert werden können: Mehrfachteilnahme ( Vpn um persönliche Angaben bitten) Pausen ( können registriert werden) unerlaubte Kooperation mehrerer Vpn ( auf Wichtigkeit der seriösen Teilnahme hinweisen) technische Störvariablen ( unkontrollierbar, können aber als randomisiert aufgefaßt werden) dynamische Grundgesamtheit (zugrundeliegende Population ändert sich schnell) mehrstufige Selbstselektion der Vpn ( auch Vorteile: wer dabei bleibt, ist wirklich motiviert; selektive Drop-outs decken Konfundierungen auf)

22 Psychologie des Internet (Funke) Besonderheiten 3: Ethik Hinter dem Problem der Selbstselektion steckt ethisch hoher Standard: Vp hat wirklich zu jedem Zeitpunkt die freie Entscheidung, ob sie Untersuchung fortsetzen oder abbrechen will Vertraulichkeit der Daten! Ethische Leitlinie: Der Vp darf kein Schaden entstehen, u.U. aufpassen bei Rückmeldung der Ergebnisse! Vp darf nicht getäuscht werden; Aufklärung nötig! Ethische Regeln und Standards international uneinheitlich! DGPs und BDP: gemeinsame Richtliniengemeinsame Richtlinien

23 Psychologie des Internet (Funke) pragmatische Vorteile aKosten/Aufwand der Erhebung stark reduziert! aAutomatisierbarkeit von Durchführung und Auswertung aExperiment kommt zur Vp: zwar geringere Kontrollierbarkeit, aber größere ökologische Validität, da sich Vp nicht in einer künstlichen Situation befindet ahohe Flexibilität: Vp ist nicht an bestimmte Zeiten gebunden; keine langwierigen Terminabsprachen! aGelegenheitsstichprobe der Internet-Nutzer ist immer noch heterogener als die der Psychologie-Studierenden!

24 Psychologie des Internet (Funke) neue Möglichkeiten aBessere Realisierbarkeit von Studien im interkulturellen Bereich aVpn aus sehr spezifischen Zielpopulationen werden erreichbar ahohe Transparenz der aktuellen Forschungsprojekte durch Öffentlichkeit der Experimente awissenschaftlicher Austausch schon vor/während der Erhebungsphase möglich! aZukunftsvision von Online-Publikationen: Man kann per link das Experiment live nacherleben aFlexibilität (dynamisches/adaptives Testen wird möglich)

25 Psychologie des Internet (Funke) Bewertung und Beispiele aFazit: uWWW-Experimente eignen sich für all die Forschungsbereiche, in denen es nicht auf eine exakt kontrollierte Laborsituation ankommt uAnsonsten bieten Online-Datenerhebungen der psychologischen Forschung neue und interessante Möglichkeiten ugenauere Validierung dieser neuen Forschungsmethodik steht noch aus! aBeispiele: uWeb-Labor von Ulf ReipsWeb-Labor von Ulf Reips uTrierer kognitionspsychologisches Experimental-LaborTrierer kognitionspsychologisches Experimental

26 Psychologie des Internet (Funke) Bereich 3: Online-Learning Web-based Training Generelle Bedeutung von Lernen Konzept der Zielbezogenen Szenarien (Schank) Beispiele Evaluation Döring, N. (2000). Lernen und Lehren im Internet. In B. Batinic (Ed.), Internet für Psychologen. Zweite, überarbeitete und erweiterte Auflage (pp ). Göttingen: Hogrefe.

27 Psychologie des Internet (Funke) Bedeutung von Lernprozessen für Unternehmen aTransfer von Lernresultaten uProblem vieler PE-Maßnahmen: Fehlender Transfer in die Praxis uBsp. Simulationen: nette Auflockerung eines AC, aber kein Transfer auf eigene Arbeitstätigkeit udaher z.B. Einsatz von Modellbildung sinnvoll aNeue Medien zum Lernen uverstärkt Übergang zu multimedialen Lernformen stärker individualisierbar schneller modifizierbar uProbleme von hypermedialen Informationen behauptete Überlegenheit von Hypermedien gegenüber traditionellem Text fraglich, vermutlich vorwissensabhängig! experimentelle Untersuchungen von Gerdes (1997) zum Vergleich der Wissensstrukturen bei Hypermedien bzw. linearem Text zeigen Überlegenheit klassischer Darbietungsform für Novizen Gerdes, H. (1997). Lernen mit Text und Hypertext. Lengerich: Pabst.

28 Psychologie des Internet (Funke) Aber... Es gibt mehrere Vorbehalte in Unternehmen gegenüber neuen (learning-by-doing) Lern-Techniken aDauert zu lange und kostet zuviel ualte Lernverfahren sind berechenbar (z.B. kostet ein Training von 100 Angestellten mit Manual X eine Woche und $10.000) - learning- by-doing ist weniger gut berechenbar aIst nicht effektiv uTrainingsabteilungen meist nicht sehr respektiert, Langzeit- Wissenszuwächse weniger interessant als kurzfristige Profite aKeine standardisierte Testverfahren uManager wünschen standardisierte Tests, um Fortschritt und Erfolg zu messen - aber: wie kann man messen, ob eine Dienstleistung mit mehr Emphase erbracht wird oder ein Manager gelernt hat, richtige Prioritäten zu setzen?

29 Psychologie des Internet (Funke) Zielbezogene Szenarien (Schank, 1994, 1997) aAusgangspunkt unatürliche Lernziele werden in der Schule durch künstliche ersetzt ugenerelle Prinzipien (z.B. der Satz des Pythagoras) nicht für sich wertvoll, sondern müssen in Fällen verankert werden, um behalten zu werden uLernen für eine Wirtschaftsunternehmen findet on the job statt aGlobal-based scenarios (GBS) uLernender soll ein wohl definiertes Ziel erreichen und dabei sowohl Fertigkeiten üben als auch Erfahrungen sammeln unatürliche Szenarien z.B. Lernen einen Gabelstapler zu fahren ukünstliche Szenarien frei erfundene Zielsetzungen werden mit einem Satz von Fertigkeiten kombiniert Bsp. BWL bzw. Physik Schank, R. (1997). Virtual learning. A revolutionary approach to building a highly skilled workforce. New York: McGraw-Hill.

30 Psychologie des Internet (Funke) Matrix von Lernorten nach Schank (1997, p. 56)

31 Psychologie des Internet (Funke) Unterrichtsmodelle nach Döring (2000, p. 445) Vermittlungs-ParadigmaProblemlösungs-Paradigma SelbstlernenExplizites Selbstlernen als schrittweises Bearbeiten von Lehrmaterialien Steuerung durch Lehrkraft Implizites Selbstlernen durch Operieren mit offenen, interaktiven Lernmaterialien Steuerung durch Lernenden Präsenz- Unterricht Dozentenzentrierter (frontaler) Unterricht mit Vorträgen, Referaten Steuerung durch Lehrkraft Gruppenzentrierter Unterricht durch Diskurs und gemeinsame Arbeit an Aufgaben Steuerung durch Gruppe Fern- Unterricht Fernkurs als schrittweises Bearbeiten von Lehrmaterial unter Kontrolle eines Lehrers Steuerung durch Medien/Lehrkraft Kooperatives Fernlernen durch Diskurs und gemeinsame Arbeit an realitätsnahen Aufgaben Steuerung durch Gruppe Döring, N. (2000). Lernen und Lehren im Internet. In B. Batinic (Ed.), Internet für Psychologen. Zweite, überarbeitete und erweiterte Auflage (pp ). Göttingen: Hogrefe.

32 Psychologie des Internet (Funke) Unterrichtsmodelle und Internet-Aktivitäten Nach Döring (2000, p. 445) lassen sich die Unterrichtsmodelle durch vier zentrale Internet-Aktivitäten unterstützen: aInformationen abrufen uAbruf von Skripten etc. aInformationen anbieten uRealisierung eigener Publikationen, Initiierung einer Diskussion aKommunizieren uWissensbildungsgemeinschaft, Kontakt zw. Novizen & Experten aKooperieren uWechselseitiges Fragen und Erklären, diskursiver Austausch über Unterrichtsthema

33 Psychologie des Internet (Funke) Arthur Andersen Virtual Learning Network aWhat is online learning? uOnline learning is the ability to provide training to groups of people based on the use of the World Wide Web. As long as the student has Internet connectivity they can access any course, at any time aHow much time does it take to complete a course? uCourse completion is dependent on the user. Online learning is self-paced study; therefore, some students can quickly go through a course and the associated assessment while others might take longer. aIs WBT (Web-based training) going to replace ILT (Instructor-led training)? uInstructor-led training is predicted to comprise % of teaching delivery. Many students prefer the human interaction and real-time class participation that ILT offers. However, WBT provides a simpler way to transfer learning, especially to a global work force. WBT provides a quick and efficient way for training transference. Product and strategy information can be relayed to a sales force, including new hires while minimizing the amount of time a salesperson invests - no travel time and costs, flexibility in delivery training whenever someone wants it.

34 Psychologie des Internet (Funke) Online-Learning: Interessante Links ahttp://www.engines4ed.org/hyperbook/http://www.engines4ed.org/hyperbook/ uWeb version of Engines for Education von Roger Schank

35 Psychologie des Internet (Funke) WebCT.com Serversoftware zum Kurs-Management aWesentlich leistungsstärker als der nicht-kommerzielle (kostenlose) Server NiceNet uwww.nicenet.org Nicenetwww.nicenet.org aSpezielle Anwendung eines WebCT E-Learning Servers: uHEICUMED: Heidelberger Klinisches CurriculumHEICUMED

36 Psychologie des Internet (Funke) University of Phoenix: Bildung als Produkt aArtikel in ZEIT 4/2001Bildung als Produkt: Die größte private Universität der USA lehrt traditionelle Hochschulen das Fürchten uURL zur University of PhoenixUniversity of Phoenix aMit Studierenden inzwischen größte Uni Amerikas uRein kommerzielle Ausrichtung: Lehre, keine Forschung uPhoenix online bietet ein 24-7-Studium uNur beschränktes Fächerangebot (Wirtschaft, Technik, Informatik; Kurse für Lehrer, Krankenschwestern und Justizangestellte; nicht im Angebot: Philosophie, Kulturwissenschaften, Sprachen, Mathematik) uWenig Theorie, viel Praxis: (nicht-promovierte) Instrukteure als Dozierende uAufheben des Semester-Prinzips

37 Psychologie des Internet (Funke) Evaluation von E-Learning aEmpirische Studien uMeta-Analyses on Computer LearningMeta-Analyses aPolitische Statements uUSA Kongressbericht: The Power of the Internet for Learning: Final...the Internet for Learning: Final... aDeutsche Angebote uwww.fernuni-hagen.de Home Page FernUniversität Hagenwww.fernuni-hagen.de uwww.viror.de VIROR - Virtuelle Hochschule Oberrheinwww.viror.de uwww.incops.de: Kognitive Psychologiewww.incops.de

38 Psychologie des Internet (Funke) Bereich 4: Unterhaltung und Emotionen im Netz astarkes Bedürfnis nach Unterhaltung im Netz (in Klammern: Anzahl der Hits bei google.com 10/2003): uSex ( ), Erotik ( ) & Pornographie (porn: ; Bsp. für Männer: für Frauen: uVideos ( ; Bsp. uHumor ( ; Bsp. uMusic ( ; Bsp. Napster)Napster uSpiele ( ; games: ; Konsolen, PC-Software etc; ) uPolitik ( ; Bsp. Parteien)Parteien uUrlaub ( ) & Reisen ( ; Bsp. reisen.de)reisen.de uFussball ( ; fussball.ticker.de - Rund um den Fußball)fussball.ticker.de - Rund um den Fußball uSaufen ( ; Bsp. Saufen.de - Die Funsite No.1 im Internet)Saufen.de - Die Funsite No.1 im Internet

39 Psychologie des Internet (Funke) Emotionen aEmotionen (in Klammern: Anzahl der Hits bei google.com 10/2002): uLiebe ( ) uLeistung ( ) uFreude ( uLachen ( ; Bsp. lachen.de - der grüne Wahnsinn !!!)lachen.de - der grüne Wahnsinn !!! uZorn ( ) uÄrger ( ; Bsp. S T R E I T P U N K T T R E I T P U N K T uWut ( ; Bsp. trend onlinezeitung für die alltägliche wut I...)trend onlinezeitung für die alltägliche wut I... uRache ( ; Bsp. uSelbsthilfe: Emotions AnonymousSelbsthilfe: Emotions Anonymous

40 Psychologie des Internet (Funke) Quelle: Unterhaltungsindustrie (UI): Zahlen Aus dem Deal Survey 2000 von Arthur Andersen: aWesteuropäische UI 1999: 35 Mrd Umsatz (+5%) uDavon Fernsehen 20 Mrd Umsatz (+8%), Musik 10 Mrd Umsatz (+/-0%), Radio 3.3 Mrd Umsatz (+6%), Film 1.7 Mrd Umsatz (+3%) aNordamerikanische UI 1999: 109 Mrd Umsatz (+5%) aZum Vergleich: Umsatz der Tabakindustrie ist in den letzten 15 Jahren von 60 auf 45 Milliarden Dollar gesunken Wichtige Wachstumsfaktoren: aTechnologischer Fortschritt (Internet, Digitalisierung) aFreizeit- und Mediennutzverhalten der Konsumenten aRegulative Entscheidungen

41 Psychologie des Internet (Funke) Freizeit Rückgang der Arbeitszeit (plus Urlaub) erhöht Freizeit Jährliche Ausgaben für Freizeit (BRD): a320 Mrd DM, davon 55 Mrd für Urlaub aMode, Sport, Technik aFernsehen, Kino, Internet

42 Psychologie des Internet (Funke) Bereich x: e-Commerce aBsp. Aktive Kundenansprache via Spams

43 Psychologie des Internet (Funke) Spams: Call now to receive your diploma


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