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© Bernd Heidemann 1 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Abschnitt Elemente technischer Systeme Konstruktionstechnik.

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1 © Bernd Heidemann 1 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Abschnitt Elemente technischer Systeme Konstruktionstechnik WS 2011/12 Elemente technischer Systeme Teil 3 Lager Dipl. Ing (FH) Daniel Kelkel Prof. Dr.-Ing. Bernd Heidemann Büro 7217 Tel Ziele des Abschnitts ETS: Wichtige mechanische Grundelemente zum Aufbau technischer Systeme kennen lernen. Grundelemente benennen! Übersicht vermitteln. Eigene Recherchen anregen.

2 © Bernd Heidemann 2 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Raum 8025, Stunde 1 + 2, ab 07:30 Fr Elemente techn. Systeme => Lagerung Fr Klausurvorbereitung heute Übersicht 1 Wintersemester 2009/10

3 © Bernd Heidemann 3 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS 3 Die Begriffe Lager und Lagerungen aus der Technische Mechanik

4 © Bernd Heidemann 4 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS 3 Die Begriffe Lager und Lagerungen aus der Technische Mechanik Eine Lagerung ist allgemein gemäß der Technischen Mechanik ein System aus Bauelementen, das Kräfte von einem Bauteil in ein anderes Bauteil weiterleitet. Ein Bauteil im Raum mit definierten Maßen positionieren. Kräfte, die auf das Bauteil wirken, übertragen und in die Umgebung (= ein anderes Bauteil, aber auch: Fundament) ableiten. Definierte funktionsrelevante Relativbewegungen der Bauteile ermöglichen (=>Wirkelemente (z.B. Wälzkörper, Schmier-Medien) mit geringem Energieverlust (geringe Reibungsverluste)) Definierte Relativbewegungen zwischen Bauteilen sind: Translation (ein solches Lagerungssystem wird als Führung bezeichnet) Rotation (umlaufende Drehbewegung) Schwenkbewegung (oszillierende Drehbewegung in einem bestimmten Winkelbereich)

5 © Bernd Heidemann 5 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS 3 Lagerungen: Funktion und Beschreibung Funktion und Beschreibung: Der Begriff Lagerung steht in der Technik allgemein für ein System aus Maschinenelementen, das rotatorische Relativbewegungen ermöglicht und dabei - gemäß der technischen Mechanik – Kräfte von der bewegten auf die stillstehende Struktur weiterleitet. Elemente dieses Systems: Das bewegte Element z.B. Welle oder Rad Die Lager – als Bauelement müssen mindestens 2 Lager vorhanden sein Das stillstehende Element z.B. Gehäuse oder Achse !

6 © Bernd Heidemann 6 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS 3 Lagerungen: Funktion und Beschreibung Elemente dieses Systems: Das bewegte Element z.B. Welle oder Rad Die Lager – als Bauelement müssen mindestens 2 Lager vorhanden sein Das stillstehende Element z.B. Gehäuse oder Achse

7 © Bernd Heidemann 7 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS 3 Lagerungen: Lagerbock Beispiel: Lagerbock Zulieferbauteil integriert ein (Wälz-) Lager mit einem Gehäuse Lager, hier: Wälzlager Anschraubfläche

8 © Bernd Heidemann 8 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS 3 Lagerungen: Lagerbock Anwendung Anwendung: Lagerbock

9 © Bernd Heidemann 9 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS 3 Lagerungen: Lagerbock Anwendung Anwendung: Lagerbock

10 © Bernd Heidemann 10 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS 3 Lager – Das Element Wälzlager Definition: Bauteile bewegen sich relativ auf Wälzkörpern (z.B. Kugeln, Rollen, Nadeln) => geringer Rollwiderstand Überblick: können durch Vielfalt gut an konkrete Anforderungen angepasst werden richtig eingebaute Wälzlager laufen annähernd reibungsfrei (μ = 0, ,01 Wälzlager haben hohe Drehzahlgrenzen. Häufig Lebensdauerschmierung keine Einlaufzeit weltweit genormt und in hoher Qualität verfügbar Nachteile: empfindlich gegen Erschütterungen und Stöße, besonders im Stillstand und bei kleinen Drehzahlen empfindlich gegen Verschmutzung (erfordert Abdichtungsaufwand) begrenzte Lebensdauer Anwendungen: das Anlaufmoment ist nur unwesentlich größer als das geringe Betriebsmoment Einsatz daher bei Anwendungen mit häufigen Anfahrvorgängen und bei instationärem Betrieb: Motoren, Fahrzeuge, Kranhaken, Drehtürme

11 © Bernd Heidemann 11 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS 3 Lager – Das Element Wälzlager Welche Fehler können beim Einbau gemacht werden? Warum überhaupt Grenzen im Bereich der Drehzahl? Montagekraft über den falschen Ring geleitet Passung zu eng / zu weit Nicht fluchtende Lagerstellen Wellenschulter bzw. Gehäuseschulter zu groß => Kurzschluss

12 © Bernd Heidemann 12 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS 3 Lager - Wälzlager – Der Rollwiderstand bei der Rad-Schiene-Technik

13 © Bernd Heidemann 13 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS 3 Lager - Wälzlager – Die Windkraft Wohin mit der Kraft des Windes?

14 © Bernd Heidemann 14 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS 3 Lager - Wälzlager – Übersicht Wälzlagerbauformen Jede Bauform hat charakteristische Eigenschaften für bestimmte Lagerungsfälle Allgemein gültige Regeln lassen sich nicht aufstellen, aufgrund mehrere Faktoren Für kleine Wellendurchmesser => Rillenkugellager Für große Wellendurchmesser => sowohl Rillenkugellager, Zylinderrollenlager, Pendelrollenlager Bestimmung der Lagergröße => Belastung Im Allgemeinen können Rollenlager bei gleichen äußeren Abmessungen höher belastet werden als Kugellager. Warum? Quelle: INA Technisches Taschenbuch, Schaeffler KG, 2002, Seite 214

15 © Bernd Heidemann 15 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS 3 Lager - Übersicht Wälzlagerbauformen Quelle: INA Technisches Taschenbuch, Schaeffler KG, 2002, Seite 214

16 © Bernd Heidemann 16 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS 3 Lager - Übersicht Wälzlagerbauformen

17 © Bernd Heidemann 17 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS 3 Lager - Übersicht Wälzlagerbauformen RillenkugellagerZylinderrollenlager KegelrollenlagerNadellager Axial-RillenkugelagerPendelkugellager

18 © Bernd Heidemann 18 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS 3 Lager - Wälzlager – Die Standardbauform Rillenkugellager DIN 625 Rillenkugellager nach DIN Beschreibung: Einfacher Aufbau, daher das preiswerteste Wälzlager, meist verwendet Vielfältig einsetzbar als Radiallager selbsthaltend (nicht zerlegbar) Die Kugeln schmiegen sich eng an die recht tiefen Laufbahnen, dadurch können auch Axialkräfte aufgenommen werden. Hohe Drehzahlgrenze Nur geringe Winkelbeweglichkeit (<10), daher sind gut fluchtende Lagerstellen erforderlich Verwendung: universell im Maschinen- und Fahrzeugbau Z.B. Miniaturkugellager: D = 3mm d = 1mm B = 1mm Gewicht 0,05g Drehzahlgrenze min -1 Außenring Innenring Wälzkörper, hier: Kugel Käfig

19 © Bernd Heidemann 19 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS 3 Lager - Rillenkugellager – Anwendung Miniaturkugellager Micro-Elektromotoren: z.B. Bürstenloser DC-Micromotor mit elektronischer Kommutierung D aussen = 15 mm Länge = 35 mm d Welle = 2,0 mm Nennspannung V Leerlaufdrehzahl min-1 Anlaufmoment = 3,6 mNm Abgabeleistung = 2,3 W Lebensdauer h 1Deckel 2Anschlüsse 3Elektronik 4Gehäuse 5Spule 6Kugellager 7Scheibe 8Sprungfeder 9Magnet 10Eisenrückschluss 11Welle 12Deckel z.B. Schrittmotor mit aufsteckbarem Getriebe Vollschrittbetrieb mit 20 Schritten pro Umdrehung D aussen = 6 mm Länge = xx mm d Welle = xx mm Nennspannung 1,5... 4,5 V Leerlaufdrehzahl xx min-1 Haltemoment = 0,2 mNm Abgabeleistung = xx W Abbildungen aus: z.B. 6mm-Motor… Rillenkugellager

20 © Bernd Heidemann 20 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS 3 Lager - Rillenkugellager – Anwendung Miniaturkugellager Micro-Elektromotoren: z.B. Schrittmotor mit aufsteckbarem Getriebe Vollschrittbetrieb mit 20 Schritten pro Umdrehung D aussen = 6 mm Länge = xx mm d Welle = xx mm Nennspannung 1,5... 4,5 V Leerlaufdrehzahl xx min-1 Haltemoment = 0,2 mNm Abgabeleistung = xx W z.B. 6mm-Motor…

21 © Bernd Heidemann 21 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS 3 Lager - Exkurs Anwendung Micro-Elektromotoren Micro-Elektromotoren: Anwendungen in der Medizintechnik, z.B. für minimalinvasiven Diagnose- und Operationstechniken Blutpumpen für Operationen am Herzen Mikrosensorik und Lasertechnik Mikropumpen Mikrogreifer Mikroaktuatoren für Mess- und Montagetechnik Mikrostellzylinder Als Positionierantrieb für optische Geräte z.B. Bürstenloser DC-Micromotor mit elektronischer Kommutierung D aussen = 1,9 mm Länge = 5,5 mm d Welle = 0,24 mm Nennspannung 0,5 V Leerlaufdrehzahl min-1 Anhaltemoment = 0,0075 mNm Abgabeleistung = 0,06 W Abbildungen aus:

22 © Bernd Heidemann 22 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Quelle: Gestaltung der Lagerstelle Für die Konstruktion der Lagerstelle sind zwei Gestaltungsbereiche zu beachten: Die Fixierung des Einzellagers oder Lagerpaares auf der Welle/Achse und im Gehäuse Die Anordnung der Lager zueinander zur Fixierung der gesamten Welle/Achse im Gehäuse.

23 © Bernd Heidemann 23 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lagerungen mit Wälzlagern – Radiale Fixierung Quelle: Umfangslast: Ring dreht sich; Last steht relativ dazu still Gefahr des Wanderns in Umfangsrichtung besteht Empfehlung: Leichte Presspassung Punktlast: Ring und Last stehen relativ in Ruhe zueinander Gefahr des Wanderns nicht vorhanden Empfehlung: leichter Schiebesitz

24 © Bernd Heidemann 24 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lagerungen mit Wälzlagern – Radiale Fixierung Quelle: Umfangslast: Ring dreht sich; Last steht relativ dazu still Gefahr des Wanderns in Umfangsrichtung besteht Empfehlung: Leichte Presspassung Punktlast: Ring und Last stehen relativ in Ruhe zueinander Gefahr des Wanderns nicht vorhanden Empfehlung: leichter Schiebesitz

25 © Bernd Heidemann 25 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lagerungen mit Wälzlagern – Axiales Festlegen des Innenrings auf der Welle Die radiale Festlegung des Innenrings auf der Welle muss eine entsprechende Passung gewährleisten. Zur axialen Festlegung eines Lagerrings auf dem Wellensitz reicht eine stramme Passung allein nur aus, wenn keine oder nur kleine Axialkräfte zu übertragen sind. Darüber hinaus sind Maschinenelemente zum axialen Festlegen vorzusehen. Lagerringe mit strammer Passung müssen im Allgemeinen einseitig an einer Wellen- bzw. Gehäuseschulter oder einen Bund anliegen. Dabei sind die Anschlussmaße nach DIN 5418 (siehe Angaben in Lagerkatalogen) zu beachten. Gestaltungsvarianten: a) Mit Nutmutter DIN 981 u. Sicherungsblech DIN 5406 b) Mit Endscheibe c) Mit Sicherungsring Abbildung aus: Haberhauer-2001 Möglichkeiten der axialen Festlegung?

26 © Bernd Heidemann 26 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lagerungen mit Wälzlagern – Axiales Festlegen des Innenrings auf der Welle Abbildung aus: Haberhauer-2001 Quelle: wiesbaden.de/eLearning/

27 © Bernd Heidemann 27 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lagerungen mit Wälzlagern – Axiales Festlegen des Außenrings im Gehäuse Der Außenring eines Lagers wird im Gehäuse mittels geeigneter Passung gekoppelt. Der Passungssitz muss unter allen Umständen gewährleisten, dass sich der Außenring gegenüber der Gehäusebohrung nicht verdrehen kann. Die entsprechende Passung wird unter Berücksichtigung der Belastungsverhältnisse (Umfangslast bzw. Punktlast) festgelegt. Für das axiale Festlegen des Außenrings gibt es folgende Gestaltungsvarianten: a) Mit Deckel gegen Bund (Gehäuseschulter) b) Mit Deckel gegen Sicherungsring c) Mit 2 Deckeln d) Mit Sprengring und Deckel (ungeteiltes Gehäuse) e) Mit Sprengring bei geteiltem Gehäuse Abbildung aus: Haberhauer-2001

28 © Bernd Heidemann 28 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lagerungen mit Wälzlagern – Axiales Festlegen des Außenrings im Gehäuse Abbildung aus: Haberhauer-2001

29 © Bernd Heidemann 29 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lagerungen mit Wälzlagern – Lageranordnungen Es existieren drei häufig angewandte Möglichkeiten der Lageranordnung: Festlager-Loslager-Anordnung Angestellte Lagerung Schwimmende Lagerung

30 © Bernd Heidemann 30 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lagerungen mit Wälzlagern – Fest-Loslager-Anordnung Merkmale Festlager: Festlagerringe beide (Innen- und Außenring) axial fixiert Festlager nimmt Axialkräfte in beide Richtungen auf Das Festlager ist axialer Fixpunkt für die Welle im Gehäuse Merkmale Loslager: Das Loslager nimmt keine Axialkräfte auf Das Loslager ermöglicht axialen Ausgleich von Wärmeausdehnungen und Toleranzen

31 © Bernd Heidemann 31 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lagerungen mit Wälzlagern – Fest-Loslager-Anordnung Merkmale Festlager: Festlagerringe beide (Innen- und Außenring) axial fixiert Festlager nimmt Axialkräfte in beide Richtungen auf Das Festlager ist axialer Fixpunkt für die Welle im Gehäuse Merkmale Loslager: Das Loslager nimmt keine Axialkräfte auf Das Loslager ermöglicht axialen Ausgleich von Wärmeausdehnungen und Toleranzen

32 © Bernd Heidemann 32 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lagerungen mit Wälzlagern - Vorgespannte Lagerung am Beispiel E-Motor Anforderung: geräuscharmer Lauf Geräuscharmer Lauf durch spielfreien Lauf der Lager Spielfreiheit erreichbar durch Federscheibe (links), Außenringe der Lager in den Lagersitzen verschiebbar gepasst mit einer Bohrungstoleranz H5 Der Wellendurchmesser wird durch Drehmoment bestimmt => Innendurchmesser der Lager Wellensitz ist nach j5 Lagerauswahl erfolgt anhand der Geometrien und der geforderten Laufzeiten Welche Lasten wirken? Welches Lager ist höher belastet? Warum? Die Lager sind mit Fett (Lithiumseifenfett) lebensdauergeschmiert. Elektromotor für Haushaltsgerät Leistung 300 W Drehzahl 3500 min -1 Beispiel 4 aus: Gestaltung von Wälzlagerungen, FAG Publikation WL /5 DA Rillenkugellager links: d = 9 mm D = 24 mm B = 7 mm Rillenkugellager rechts: d = 6 mm D = 19 mm B = 6 mm

33 © Bernd Heidemann 33 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lagerungen mit Wälzlagern - Vorgespannte Lagerung am Beispiel E-Motor

34 © Bernd Heidemann 34 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Beispiel: Lagerung mit Rillenkugellager – Trommel einer Haushaltswaschmaschine Erläuterungen Fassungsvermögen der Trommel 4,5kg Trockenwäsche Drehzahl beim Waschen 50 min -1 Drehzahl beim Vorschleudern 800 min -1 Drehzahl beim Schleudern 1000 min -1 Fliegende Lagerung mit Rillenkugellager: Die Größe der Lager durch Wellendurchmesser, Lagerkräfte bestimmt Lebensdauer: Schleuderstunden Wegen Unwucht haben die Innenringe Punktlast (Toleranz auf Welle h5), die Außenringe Umfangslast (Toleranz in Gehäusebohrung M6). Mit der Passung auf der Welle ist eine ungehinderte Wärmedehnung möglich. Beispiel 5 aus: Gestaltung von Wälzlagerungen, FAG Publikation WL /5 DA

35 © Bernd Heidemann 35 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Beispiel: Lagerung mit Rillenkugellager – Trommel einer Haushaltswaschmaschine

36 © Bernd Heidemann 36 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Wälzlager – Einbautoleranzen für Radiallager mit zylindrischer Bohrung Abbildung aus: Roloff-2003 Tolerierung der Anschlussmaße Die Toleranzen sind international festgelegt und nach DIN 620 genormt. Die Abmessungen Bohrungsdurchmesser d, Außendurchmesser D und Breite B eines Wälzlagers haben grundsätzlich Minustoleranzen. Nach DIN 620 sind abweichend von den bekannten ISO-Toleranzenklassen für d das Toleranzfeld KB und für D das Toleranzfeld hB (B steht für Ball-Bearing) festgelegt. Die (tangentiale) Befestigung des jeweiligen Ringes auf Welle bzw. Bohrung erfolgt durch die Wahl einer geeigneten Passung, die durch das Toleranz für Welle bzw. Bohrung bestimmt wird.

37 © Bernd Heidemann 37 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lager – Gleitlager und Gleitlagerbuchsen Welle Wellenzapfen Gehäuse Gleitlagerbuchse

38 © Bernd Heidemann 38 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lager – Gleitlager und Gleitlagerbuchsen

39 © Bernd Heidemann 39 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lager – Gleitlager und Gleitlagerbuchsen

40 © Bernd Heidemann 40 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lager – Gleitlagerbuchsen – Ausführungen nach DIN ISO 4379 Gleitlagerbuchsen nach DIN ISO 4379 werden in Bohrungen eingepresst bzw. eingeklebt sind aus geeigneten Lagerwerkstoffen (Cu-Guss- bzw. Knetlegierungen) für translatorische und rotatorische Relativbewegungen Lagerspiel hat wesentlichen Einfluss auf das Laufgeräusch Je kleiner, desto geringer ist das Laufgeräusch Damit steigt jedoch Reibung und das Anlaufmoment Richtwert für das Lagerspiel: 0,05…015% vom Wellendurchmesser Abbildungen aus: Hoischen

41 © Bernd Heidemann 41 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lager – Gleitlagerbuchsen - Ausführungen nach DIN ISO 4379 Abbildungen aus: Hoischen

42 © Bernd Heidemann 42 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lager – Gleitlagerbuchsen - Ausführungen nach DIN ISO 4379

43 © Bernd Heidemann 43 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lager – Gleitlagerbuchsen nach DIN 4379 – Abmessungen (Auswahl)

44 © Bernd Heidemann 44 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lager – Gleitlagerbuchsen - Bauformen Abbildungen aus: Krause, Grundlagen der Konstruktion für Feinwerk- und Elektrotechniker

45 © Bernd Heidemann 45 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lager – Gleitlagerbuchsen - Kalottenlager Federring Kugelkalotte Gehäuse Für das Einhalten extrem enger Lagerspiele, wie für geräuscharme Lagerungen erforderlich, empfiehlt sich wegen der sonst entstehenden Fluchtungsschwierigkeiten die Verwendung von so genannten Kalottenlager. Diese können sich aufgrund ihrer balligen Außenfläche genau nach der Fluchtlinie der Welle ausrichten. Abbildungen aus: Krause, Grundlagen der Konstruktion für Feinwerk- und Elektrotechniker

46 © Bernd Heidemann 46 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lager – Gleitlagerbuchsen am Beispiel eines Platinengetriebes Abbildungen aus: Krause, Grundlagen der Konstruktion für Feinwerk- und Elektrotechniker Frage: Welche Bauweise für den Aufbau des Gesamtgetriebes ist erkennbar?

47 © Bernd Heidemann 47 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lager – Gleitlagerbuchsen am Beispiel eines Platinengetriebes Abbildungen aus: Krause, Grundlagen der Konstruktion für Feinwerk- und Elektrotechniker

48 © Bernd Heidemann 48 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Lager – Gleitlagerbuchsen am Beispiel eines Platinengetriebes

49 © Bernd Heidemann 49 HTW des Saarlandes – WS2009/10 – Konstruktionstechnik – Elemente technischer Systeme ETS Literatur Decker-98 Decker.: Maschinenelemente. 14. Auflage München, Wien: Hanser, Haberhauer-2001 Haberhauber, H., Bodenstein, F.: Maschinenelemente. 11. Auflage. Berlin, Heidelberg: Springer, Roloff-03 Roloff/Matek.: Maschinenelemente. 16. Auflage Wiesbaden: Vieweg, Leyer-66 Maschinenkonstruktionslehre Heft 3 Spezielle Gestaltungslehre 1. Teil Basel, Stuttgart: Birkhäuser 1966 Steinhilper-93 Steinhilper, W., Röper, R.: Maschinen- und Konstruktionselemente. 3. Auflage Berlin, Heidelberg: Springer, 1993.


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