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Seminar Konzepte der Unternehmensethik Lisa Thumm, Lisa Ruck John Rawls Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit

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Präsentation zum Thema: "Seminar Konzepte der Unternehmensethik Lisa Thumm, Lisa Ruck John Rawls Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit"—  Präsentation transkript:

1 Seminar Konzepte der Unternehmensethik Lisa Thumm, Lisa Ruck John Rawls Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit

2 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Gliederung John Rawls – Was ist Gerechtigkeit Das Konzept der sozialen Gerechtigkeit Die Basis Der Urzustand Der Schleier des Nichtwissens Die Folge Freiheitsgrundsatz Grundsatz fairer Chancengleichheit Das Differenzprinzip Die Vorrangregel Kritische Würdigung

3 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck John Rawls John Rawls – Was ist Gerechtigkeit? Zur Person John Rawls ( ): -Gerechtigkeitstheoretiker und Philosoph -Studium der Philosophie und Promotion in Princeton -Lehrtätigkeit u.a. in Oxford und Harvard -Bedeutende Werke: -Theory of Justice -Political Liberalism -The Law of Peoples

4 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck John Rawls – Was ist Gerechtigkeit? 1.Der Mensch kann nicht in einem einzelnen Lebensbereich recht tun, während er in irgend einem anderen unrecht tut. Das Leben ist ein unteilbares Ganzes. Mahatma Gandhi 2.Die Schwächsten sind der Maßstab für die Gerechtigkeit. Margot Käßmann 3.Die Gerechtigkeit ist nichts anderes als die Nächstenliebe des Waisen. Gottfied Wilhelm von Leibnitz

5 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck John Rawls – Was ist Gerechtigkeit? Doch eine Gesellschaft die den Grundsätzen der Gerechtigkeit als Fairness entspricht, kommt einem freiwilligen System noch am nächsten, denn sie entspricht den Grundsätzen, denen freie und gleiche Menschen unter fairen Bedingungen zustimmen würden. John Rawls

6 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Gliederung John Rawls – Was ist Gerechtigkeit Das Konzept der sozialen Gerechtigkeit Die Basis Der Urzustand Der Schleier des Nichtwissens Die Folge: Die Grundsätze der Gerechtigkeit 1. Grundsatz: Der Freiheitsgrundsatz 2. Grundsatz: a) Das Differenzprinzip b) Grundsatz fairer Chancengleichheit Die Vorrangregel Kritische Würdigung

7 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Der Urzustand -Gedankenspiel -Ziel: Regelung des gesellschaftlichen Zusammenlebens -Knappe Güter -Merkmale: -Unstrukturierter Zustand -Alle Menschen sind gleich -Entscheidung mit Maximin-Regel -Allgemeine Informationen bekannt -Unwissenheit über gesellschaftliche Position

8 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Der Schleier des Nichtwissens -Unwissenheit über -Status in der Gesellschaft -Intelligenz -Körperkraft -Fähigkeiten, Fertigkeiten -Ziel -Keine Bevorzugung oder Benachteiligung bei Entscheidung -Ergebnis -Faire Übereinkunft bei Verhandlungen

9 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Maximin Regel Der Urzustand – Entscheidung unter der Maximin Regel -Annahme: Rationale Entscheidungen werden getroffen -Individuelle Nutzenmaximierung aber -Entscheidungsfindung auf Basis des Vergleichs der schlechtesten Umstände -Vetorecht BettlerBauerKönig Summe Späteres Einkommen mit 1. Regelentwurf Späteres Einkommen mit 2. Regelentwurf

10 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Fazit -Urzustand ermöglicht faire Grundvereinbarungen -Rechtfertigung Der Bezeichnung Gerechtigkeit als Fairness Grundsätze der Gerechtigkeit können in fairer Ausgangssituation festgelegt werden

11 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Vergleich zu Enron - Basis -Urzustand und Schleier des Nichtwissens bei Enron nicht gegeben -Jeder kennt im Unternehmen seinen Status keine faire Ausgangssituation -Individuelle Nutzenmaximierung (persönliche Bereicherung) -Keine Entscheidung mit Maximin-Regel Faire Ausgangsbedingungen sind nicht gegeben Keine Gerechtigkeit als Fairness Fehler und moralische Fehltritte entstehen

12 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Gliederung John Rawls – Was ist Gerechtigkeit Das Konzept der sozialen Gerechtigkeit Die Basis Der Urzustand Der Schleier des Nichtwissens Die Folge: Die Grundsätze der Gerechtigkeit 1. Grundsatz: Der Freiheitsgrundsatz 2. Grundsatz: a) Das Differenzprinzip b) Grundsatz fairer Chancengleichheit Die Vorrangregel Kritische Würdigung

13 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Grundsätze der Gerechtigkeit 1. Freiheitsgrundsatz Jede Person hat das gleiche Recht auf das umfassendste System gleicher Grundfreiheiten, das mit einem ähnlichen System von Freiheiten vereinbar ist.John Rawls d.h. alle Menschen haben die gleichen Grundrechte und –pflichten - Freiheiten = immaterielle Güter - Exemplarische Grundfreiheiten: Unverletzlichkeit der Person, Gewissens- und Gedankenfreiheit, Recht auf persönliches Eigentum Rede- und Versammlungsfreiheit - Grundsätzlich: Gleichverteilung.

14 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Grundsätze der Gerechtigkeit 1. Freiheitsgrundsatz Bezug zu Enron - Freiheitsgrundsatz ermöglichte Firmengründung Enrons. - Gewissensfreiheit ermöglicht Bilanzfälschungen. - Redefreiheit missbraucht um Anleger zu täuschen. Problem: Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit nicht gefordert - Corporate culture: Einzelner verzichtet auf eigene Freiheit und befolgt ungeschriebene Unternehmensrichtlinien.

15 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Grundsätze der Gerechtigkeit 1. Freiheitsgrundsatz Freiheitsgrundsatz verstärkt Probleme Enrons eher, da Freiheiten nicht zum Vorteil aller genutzt werden Alles in allem hätte der Freiheitsgrundsatz durchaus greifen können, wenn die Forderung, dass er für alle gleichermaßen gelten muss, nicht übergangen worden wäre. Bezug zu Enron

16 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Grundsätze der Gerechtigkeit 2. Differenzprinzip / Unterschiedsprinzip Soziale und ökonomische Ungleichheiten sind zulässig, wenn (a) sie zum größten zu erwartenden Vorteil für die am wenigsten Begünstigten […] sind. John Rawls - Verteilung materieller Güter (Einkommens- & Vermögensverteilung) - Reicher darf nur noch reicher werden, wenn auch der Arme davon profitiert. d.h. Wirtschaftliche und soziale Ungleichheiten gelten dann als gerecht, wenn sich aus diesen Ungleichheiten Vorteile für jeden ergeben würden, vor allem für die schwächsten der Gesellschaft

17 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Grundsätze der Gerechtigkeit 2. Differenzprinzip / Unterschiedsprinzip In Ausgangssituation: unterschiedliche Gesellschaftsgruppen mit verschiedenen Aussichten - Bessere Aussichten motivieren dazu diese auch zu nutzen Soziale und ökonomische Ungleichheiten sind zulässig, wenn (a) sie zum größten zu erwartenden Vorteil für die am wenigsten Begünstigten […] sind. John Rawls - Positionen der Gesellschaft hängen miteinander zusammen automatische Verbesserung aller Positionen zwischen Starken und Schwächeren = Verkettung

18 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Grundsätze der Gerechtigkeit 2. Differenzprinzip / Unterschiedsprinzip Sind Änderungen der Aussichten gerecht? 1. vollkommen gerecht: Aussichten der Benachteiligten werden maximiert 2. durchweg gerecht: Aussichten der Benachteiligten werden verbessert, nicht maximiert 3. ungerecht: Aussichten der Benachteiligten würden sich verbessern, wenn Bevorzugte weniger gute Aussichten hätten. Gerechtigkeit abhängig von Maximierung der Aussichten Soziale und ökonomische Ungleichheiten sind zulässig, wenn (a) sie zum größten zu erwartenden Vorteil für die am wenigsten Begünstigten […] sind. John Rawls

19 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Grundsätze der Gerechtigkeit 2. Differenzprinzip / Unterschiedsprinzip Anwendung des Differenzprinzips: Dürfen Manager und Hilfsarbeiter ungleich entlohnt werden? - Keine egalitäre Grundordnung Soziale und ökonomische Ungleichheiten sind zulässig, wenn (a) sie zum größten zu erwartenden Vorteil für die am wenigsten Begünstigten […] sind. John Rawls - Höherer Lohn damit gerechtfertigt, dass Manager zum Vorteil des Hilfsarbeiters tätig ist: Manager wirtschaftet gut und sichert somit Arbeitsplatz des Arbeiters (Idealfall).

20 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Grundsätze der Gerechtigkeit 2. Differenzprinzip / Unterschiedsprinzip Bezug zu Enron - Keine egalitäre Grundordnung: Manager bereicherten sich auf Kosten der Mitarbeiter Differenzprinzip blieb bei Enron unbeachtet. Beachtung hätte obige Probleme verhindert/ gemildert. - Bessere Aussicht Skillings schaffte viele Arbeitsplätze - Culture of cleverness billigt, dass Unclevere noch schlechter gestellt werden 3) rank-and-yank- Sitzungen - Differenzprinzip fordert soziale Kooperation: bei Enron nicht existent: 2) win-at-all-costs- Mentalität 1) Ausnutzen des Infovorsprungs der Manager (Aktienverkauf)

21 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Grundsätze der Gerechtigkeit 3. Grundsatz fairer Chancengleichheit Ungleichheiten müssen folgendermaßen beschaffen sein: […] sie müssen mit Ämtern und Positionen verbunden sein, die allen gemäß fairer Chancengleichheit offenstehen.John Rawls D.h.Jeder kann in jedes Amt/jede Position gelangen, ganz egal welches Los er in der Ausgangssituation gezogen hat. - Verteilung von Macht und Einfluss - Keine Person/ Personengruppe darf ausgeschlossen werden - Jeder hat selbe Chance auf ein Amt verdient

22 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Grundsätze der Gerechtigkeit 3. Grundsatz fairer Chancengleichheit - Unzufriedenheit wegen mangelnder Möglichkeit zur Selbstverwirklichung Alle müssen faire Chance haben erstrebenswerte Positionen zu erreichen. Ungleichheiten müssen folgendermaßen beschaffen sein: […] sie müssen mit Ämtern und Positionen verbunden sein, die allen gemäß fairer Chancengleichheit offenstehen.John Rawls - Er könnte sich ungerecht behandelt fühlen, obwohl anderweitige Besetzung vorteilhaft für ihn ist. - Würde jemandem eine Position verwehrt werden, so hätte er nicht die selben Möglichkeiten wie andere.

23 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Grundsätze der Gerechtigkeit 3. Grundsatz fairer Chancengleichheit - Keine Chance auf gleichen Infostand: Bilanzfälschung verschleiert Unternehmenslage Bezug zu Enron - Rank-and-yank- Sitzungen: scheinbare Chancengleichheit tatsächlich aber negative Selektion der Skrupellose - Competitive culture: kaum Chancengleichheit, da fairer Mitarbeiter gegenüber dem rule-breaker benachteiligt war.

24 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Grundsätze der Gerechtigkeit 3. Grundsatz fairer Chancengleichheit Bei Anwendung dieses Grundsatzes: jedem hätte die Position offengestanden, die tatsächlich Einblick in Unternehmenssituation ermöglicht hätte. Bezug zu Enron Bilanzfälschungen nicht so möglich = positive Auswirkung des Grundsatzes fairer Chancengleichheit

25 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Gliederung John Rawls – Was ist Gerechtigkeit Das Konzept der sozialen Gerechtigkeit Die Basis Der Urzustand Der Schleier des Nichtwissens Die Folge: Die Grundsätze der Gerechtigkeit 1. Grundsatz: Der Freiheitsgrundsatz 2. Grundsatz: a) Das Differenzprinzip b) Grundsatz fairer Chancengleichheit Die Vorrangregel Kritische Würdigung

26 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Vorrangregel Vorrang der Freiheit Was wäre wenn…? Gesellschaftsmitglied bereit wäre seine Freiheitsrechte einzuschränken für einen wesentlichen wirtschaftlichen Vorteil. Bsp. Arbeiter verzichtet auf Redefreiheit gegen Geld. - Austausch zw. Grundfreiheiten und sozialen/wirtschaftlichen Vorteilen nicht vorgesehen Notwenigkeit Grundsätze in Einklang zu bringen 1.Grundfreiheiten 2.Grundsatz fairer Chancengleichheit 3.Differenzprinzip - Grundsätze stehen in lexikalischer Ordnung zueinander d.h. Grundfreiheiten uneingeschränkt, außer um der Freiheit willen.

27 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Gliederung John Rawls – Was ist Gerechtigkeit Das Konzept der sozialen Gerechtigkeit Die Basis Der Urzustand Der Schleier des Nichtwissens Die Folge: Die Grundsätze der Gerechtigkeit 1. Grundsatz: Der Freiheitsgrundsatz 2. Grundsatz: a) Das Differenzprinzip b) Grundsatz fairer Chancengleichheit Die Vorrangregel Kritische Würdigung

28 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Kritische Würdigung -Urzustand und Schleier des Nichtwissens sind Gedankenexperimente -Homo oeconomicus ??? -Entscheidung unter Maximin-Regel ??? -jede Stellung in Gesellschaft einnehmen ist nicht möglich Talent, Vorwissen… -Gerechtigkeitsgrundsätze auf fairer Grundlage aufgebaut -Sind bei Enron nicht immer beachtet worden.

29 John Rawls – Die Ethik der sozialen Gerechtigkeit Lisa Thumm, Lisa Ruck Persönliches Fazit -Urzustand und Schleier des Nichtwissens sind gedankliche Konstrukte -Keine vollständige Übertragbarkeit in die Realität -Nützliche Anhaltspunkte zur Bewertung einer Situation -Realitätsbezug bei Grundsätzen -Anregungen zur Änderung der Situation Der Fall Enron ist ein komplexer Fall, der unseres Erachtens nicht alleine mit dieser Theorie zu beurteilen und zu bewältigen ist


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