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G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 1 21. Datenmodellierung und ER-Modelle Ablaufdiagramme.

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Präsentation zum Thema: "G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 1 21. Datenmodellierung und ER-Modelle Ablaufdiagramme."—  Präsentation transkript:

1 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung Datenmodellierung und ER-Modelle Ablaufdiagramme

2 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 2 Entity-Relationship-Modell Das Entity-Relationship-Modell (kurz: ER-Modell) wurde 1976 von P. Chen zur Datenmodellierung entwickelt. Im Deutschen wird manchmal auch die Bezeichnung Gegenstands-Beziehungs-Modell oder auch der Begriff Information Modeling verwendet. Ziel des ER-Modell ist es, die permanent gespeicherten Daten und ihre Beziehungen untereinander zu beschreiben. Die Analyse der Information erfolgt aus fachlogischer Sicht. Es entsteht ein konzeptionelles Modell, das gegen Veränderungen der Funktionalität weitgehend stabil ist.

3 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 3 Entitätsmengen und Assoziationen Ausgangspunkt des ER-Modelles ist der Begriff der Entität. Eine Entität (entity) ist ein individuelles und identifizierbares Exemplar von Dingen, Personen oder Begriffen der realen oder der Vorstellungswelt und wird durch Eigenschaften beschrieben. Für Entität wird synonym oft der Begriff Objekt verwendet. Eine Entitätsmenge (entity set), auch Entitätstyp oder Objekttyp genannt, ist eine Zusammenfassung von Entitäten mit gleichen Eigenschaften unter einem eindeutigen gemeinsamen Oberbegriff. Grafisch wird eine Entitätsmenge durch ein Rechteck dargestellt, das den Namen der Entitätsmenge enthält. Entitätsmenge

4 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 4 Ein Attribut (attribut, property) beschreibt eine fachliche Eigenschaft, die allen Entitäten einer Entitätsmenge gemeinsam ist. Es wird durch seinen Namen, der seiner fachlichen Bedeutung entsprechen soll, und seinen Wertebereich definiert. Der Wertebereich (manchmal Domäne genannt) gibt die Menge aller möglichen bzw. zugelassenen Werte für ein Attribut an. Attribute werden in ER-Diagrammen oft als Ovale dargestellt und durch ungerichtete Kanten mit der jeweiligen Entitätsmenge verbunden. Man unterscheidet beschreibende Attribute, um die anwendungsrelevanten Eigenschaften der Entitäten festzuhalten, und identifizierende Attribute, die Schlüssel zur eindeutigen Identifikation einer konstanten Entität innerhalb ihrer Entitätsmenge bilden.

5 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 5 Ein Schlüssel kann aus einem oder mehreren identifizierenden Attributen zusammengesetzt sein. Für eine Entitätsmenge läßt sich oft auch mehr als ein Schlüssel angeben, z. B. Entitätsmenge:Stadt Attribute: PLZ, Staat, Einwohnerzahl, Vorwahl Schlüssel: PLZ und Staat oder Vorwahl In einem solchen Fall wird stets ein Schlüssel als Primärschlüssel ausgezeichnet. Von einem Schlüssel wird Minimalität verlangt. Ein Schlüssel K ist stets eine minimale, identifizierende Attributskombination, jede echte Obermenge von K ist ein Schlüssel-Kandidat. Schlüssel werden unterstrichen dargestellt.

6 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 6 Beispiel: Entitätsmenge Kunden Alle Kunden der Firma Teachware bilden die Entitätsmenge Kunde. Diese Entitätsmenge hat die Attribute Personal-Nr., Anrede, Titel, Vorname, Nachname, Straße, PLZ, Ort,... Die Personal-Nr. hat als Wertebereich die Menge aller ganzen Zahlen zwischen 0 und Die Anrede kennt nur die zwei Werte Herr und Frau. Die Personal-Nr. ist der Schlüssel. Kunde Personal-Nr. Anrede Titel Vorname Nachname...

7 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 7 Assoziationen Wechselwirkungen und Abhängigkeiten zwischen Entitäten werden durch Beziehungen (Relationen) dargestellt. Die Zusammenfassung gleichartiger Beziehungen zwischen Entitäten erfolgt durch Beziehungsmengen, Assoziationen genannt. In der Notation von Chen wird eine Assoziation grafisch durch eine Raute dargestellt. Kardinalitäten Die Kardinalität (auch Komplexitätsgrad genannt) gibt an, mit wie vielen anderen Entitäten eine Entität einer bestimmten Entitätsmenge in einer konkreten Beziehung stehen muß bzw. stehen kann. Die Angabe der Kardinalität erfolgt durch eine Zahl bzw. einen Buchstaben an den Linien, die die Raute mit den Entitätsmengen verbindet.

8 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 8 Es gibt drei prinzipiell mögliche Mengenverhältnisse zwischen zwei Entitäten: 1:1 -Assoziationen Zwei Entitätsmengen A und B stehen zueinander in einer 1:1-Assoziation, wenn jede Entität aus A mit genau einer Entität aus B verbunden ist und umgekehrt. Ehemann Ist verheiratet mit Ehefrau 1 1 Im westlichen Kulturkreis besteht zwischen Ehepaaren eine 1:1-Beziehung. Als Name für eine Entitätsmenge sollte ein Substantiv im Singular gewählt werden, z.B. Ehemann, Kunde,... Als Name für eine Assoziation sollte ein Verb im Singular gewählt werden, z.B. ist verheiratet mit,...

9 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 9 1:M -Assoziation Zwei Entitätsmengen A und B stehen zueinander in einer 1:M -Assoziation, wenn es zu jeder Entität aus A eine oder mehrere Entitäten in B gibt, zu jeder Entität aus B aber genau eine Entität in A existiert. Die Buchstaben M oder N werden synonym für die Angabe einer beliebigen Obergrenze verwendet. M:N -Assoziation Gibt es zu einer Entität A eine oder mehrere Entitäten in B und umgekehrt, dann stehen A und B in einer M:N -Assoziation. Die Buchstaben M und N werden synonym für unbekannte Obergrenzen verwendet. Eine N:N-Assoziation bedeutet nicht, daß auf beiden Seiten jeweils die gleiche Anzahl von Entitäten miteinander in Beziehung stehen. Umgekehrt bedeutet M:N nicht, daß die Obergrenzen unterschiedlich sein müssen.

10 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 10 1:C -Assoziation In den bisherigen Beispielen muß jeweils eine Beziehung zwischen zwei Entitäten bestehen. Oftmals muß aber keine Beziehung bestehen, sondern es kann eine Beziehung bestehen. Um für solche Situationen eine eindeutige Beschreibungsmöglichkeit zu haben, führt man konditionelle Beziehungen ein. Folgende Arten können unterschieden werden: Zwei Entitätsmengen stehen in einer 1:C-Assoziation, wenn es zu jeder Entität aus A eine oder keine Entität in B gibt. Zu jeder Entität aus B muß es jedoch genau eine in A geben. 1:MC-Assoziation Zwei Entitätsmengen stehen in einer 1:MC-Beziehung, wenn es zu jeder Entität aus A keine, eine oder mehrere Entitäten in B gibt. Zu jeder Entität aus B muß es jedoch genau eine in A geben.

11 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 11 N:MC -Assoziation Zwei Entitätsmengen stehen in einer N:MC-Assoziation, wenn es zu jeder Entität aus A keine, eine oder mehrere Entitäten in B gibt. Zu jeder Entität aus B muß es jedoch N-Entitäten, d. h. mindestens eine, in A geben. Zwischen zwei Entitätsmengen sind 16 verschiedene Kardinalitäten möglich: mußkann 1N1N A B muß kann 1:1 1:N M:1M 1 NC C M:N C MC:NMC:1 C:NC:1 MC 1:C MC:NCMC:C C:NCC:C M:CN 1:NC M:C

12 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 12 Bei der Numerischen Notation Neben der bisher verwendeten Notation für die Kardinalität gibt es in der Praxis noch weitere Notationen. Bei der MC-Notation kann man das C als choice und M als mutiple interpretieren. erfolgt die Kardinalitätsangabe in einer (min, max) -Notation. Sie besagt, in wie vielen konkret vorhandenen Beziehungen eine Entität einer Entitätsmenge mindestens (min) und höchstens (max) vorkommt, (Angabe evtl. ohne Klammern). Ist min=max, dann wird nur ein Wert angegeben. MC-NotationNumerische Notation C(0,1) 1(1,1) MC(0,n) M(1,n) Alternative Darstellungsmöglichkeiten von Kardinalitäts-Angaben

13 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 13 Rekursive Assoziationen und Rollen Eine Entitätsmenge kann auch mit sich selbst in Beziehung stehen. Eine solche Beziehung heißt rekursive Assoziation. Person ist Vater von Kind MC C Vater Sind in einer Firma von einer Familie sowohl der Vater als auch seine Kinder beschäftigt, dann gibt es eine rekursive Assoziation ist Vater von. Zu einem Vater können M Kinder-Beziehungen bestehen. Ein Kind kann in einer Vater-Beziehung stehen (nicht zu jedem Mitarbeiter ist auch der Vater in der Firma beschäftigt).

14 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 14 Eine Rolle beschreibt, welche Funktion eine Entität in einer Assoziation innehat. Kommt eine Entitätsmenge in einer Assoziation mehrfach vor (rekursive Assoziation), werden die Rollen, die die Entitätsmenge in der Assoziation übernimmt, zusätzlich durch Rollennamen konkretisiert Der Rollenname wird jeweils an ein Ende der Assoziation geschrieben, und zwar bei der Entitätsmenge, deren Bedeutung in der Assoziation sie näher beschreibt. Im Beispiel sind die Rollen Vater und Kind. Die Verwendung von Rollennamen ist optional. Die geschickte Wahl von Rollennamen kann die Verständlichkeit jedoch verbessern. Bei rekursiven Assoziationen müssen die Rollen angegeben werden, um die Verständlichkeit sicherzustellen. Beispiel für Rollen: Mitarbeiter fährt PKW Fahrer C Dienst- wagen C

15 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 15 Semantische Datenmodellierung Das ER-Modell nach Chen wurde von verschiedenen Autoren zur semantischen Datenmodellierung erweitert. Wichtige zusätzliche Konzepte sind die Aggregation und die Generalisierungshierarchie. Bei einer Aggregation handelt es sich um einen häufig benötigten Spezialfall einer Assoziation. Während eine Assoziation eine gleichrangige Beziehung zwischen Entitäten beschreibt, besteht bei einer Aggregation eine Über-Unterordnungs-Beziehung zwischen den Entitäten. (is-part-of-Beziehung, ist-Teil-von-Beziehung) Bei einer Aggregation werden die Kardinalitäten wie bei Assoziationen eingetragen. Aggregationen werden durch die Namen part-of oder eine geeignete Bezeichnerwahl ausgedrückt.

16 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 16 Beispiel für eine Aggregation (numerische Notation) Ein Auto läßt sich als eine Aggregation, bestehend aus einem Motor, 4 Rädern und einer Karosserie, beschreiben. Ein Motor kann für sich allein stehen (noch nicht eingebaut) oder Teil eines Autos sein, daher die Kardinalität 0,1 (numerische Notation). Auto part-of KarosserieRadMotor 0, Eine Aggregation beschreibt einen semantisch engeren Zusammenhang zwischen Entitätsmengen als eine Assoziation.

17 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 17 Das Konzept der Generalisierungshierarchie ermöglicht es, gemeinsame Attribute von Entitätsmengen einer neuen übergeordneten Entitätsmenge zuzuordnen. In einer Fallstudie werden sowohl Kunden als auch Dozenten modelliert. Die jeweiligen Attribute lauten: Kunde:Dozent: Personal-NrNameAdresseGeburtsdatum FunktionBiographie UmsatzHonorar pro Tag Es liegt nahe, die den beiden Entitätsmengen gemeinsamen Attribute einer übergeordneten Entitätsmenge Person zuzuordnen (Generalilierungstyp). Die Entitätsmengen Kunde und Dozent stehen in einer besonderen Beziehung zu Person, oft als IS-A-Beziehung (Ist-Ein) bezeichnet.

18 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 18 Beispiel einer Generalisierungshierarchie Person IS-A KundeDozent Name Geburtsdatum Adresse Personal-Nr Funktion Biographie Umsatz Honorar / Tag Generalisierungstyp Spezialisierungstypen Im Gegensatz zu einer Assoziation und einer Aggregation, bei der eine Beziehung zwischen Entitäten besteht, verknüpft eine Generalisierungs- hierarchie die Entitätsmenge und nicht die Entitäten.

19 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 19 Eine übergeordnete Entitätsmenge bezeichnet man als Generalisierungstyp (supertype), die in einer IS-A-Verknüpfung damit verbundenen Entitätsmengen als Spezialisierungstyp (subtypes). Jeder Spezialisierungstyp erbt vom Generalisierungstyp automatisch alle Attribute. Die identifizierenden Attribute in einer IS-A-Beziehung müssen gleich sein (hier: Personal-Nr) Durch das Vererbungs-Konzept entsteht eine Generalisierungshierarchie. Damit werden semantisch ähnliche Entitätsmengen zu einer übergeordneten Entitätsmenge zusammengefaßt. Die übergeordnete Entitätsmenge beschreibt die gemeinsamen Eigenschaften der untergeordneten Entitätsmengen. Jede untergeordnete Entitätsmenge kann eigene Attribute besitzen.

20 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 20 Abbildung auf Dateien Mit dem ER-Modell werden die permanent gespeicherten Daten und ihre Beziehungen modelliert. Es muß sich also ein Zusammenhang zu den Speichern eines Datenflußdiagramms (DFD) herstellen lassen. Es gelten folgende Regeln: 1. Für jede Entitätsmenge wird ein Speicher bzw. eine Datei benötigt. Jede Entität der entsprechenden Entitätsmenge stellt einen Eintrag in diese Datei dar. 2. Sind zwei Entitätsmengen A und B durch eine 1:1- oder M:1- Assoziation verbunden, dann wird der Schlüssel von B als sogenannter Fremdschlüssel in A eingetragen, d. h. als zusätzliches Attribut. 3. Sind zwei Entitätsmengen A und B durch eine M:N-Assoziation verbunden, dann wird für die Assoziation eine eigene Datei angelegt. Als Attribute werden die Schlüssel der Entitätsmengen verwendet, die die Assoziation verbindet.

21 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 21 Assoziationsmatrix. Die in den Funktionsbäumen beschriebenen Funktionen benutzen die in ER-Diagrammen modellierten Datenstrukturen, um ihre Aufgabe zu erfüllen. Eine Möglichkeit den Zusammenhang zwischen beiden Sichten herzustellen, ist die Erstellung einer Ein semantisches Datenmodell soll für das zu entwickelnde Software- System die relevanten Entitätsmengen und die Assoziationen zwischen den Entitätsmengen mit ihrer fachlichen Bedeutung dargestellen. Folgende Überprüfungen sind durchzuführen: ã Besitzt jede Entitätsmenge mindestens ein Attribut? Ist dies nicht der Fall, dann liegt keine Entitätsmenge vor. ã Sind die Entitätsmengen durch Substantive, die Assoziationen durch Verben beschrieben? Ist dies nicht der Fall, dann sind die Beziehungen zu überprüfen.

22 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 22 ã Erben in einer IS-A-Beziehung alle Spezialisierungstypen alle Attribute des Generalisierungstyps? Macht dies keinen Sinn, dann ist die IS-A-Beziehung zu überprüfen. ã Sind zwei Entitätsmengen identisch? Identität kann vorliegen, wenn eine oder mehrere der folgenden Bedingungen erfüllt sind: W Die Entitätsmengen stehen in einer 1:1-Assoziation. W Sie sind durch dieselben Assoziationen mit der Umgebung verbunden W Sie besitzen dieselben Schlüsselattribute. W Sie besitzen dieselben Attribute. ã Jede Assoziation ist zu überprüfen auf W ihre Notwendigkeit, d. h. bringt sie neue Informationen in das Modell, W korrekte Darstellung des Sachverhalts.

23 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 23 ã Liegt eine Entitätsmenge oder ein Attribut vor? Eine Entität muß eindeutig identifizierbar sein und durch Attribute beschrieben werden. Ein Attribut liegt vor, wenn es selbst keine weiteren Attribute besitzt. In der Systemanalyse kann man auf einem angemessenen Abstraktionsniveau aufhören z. B. bei Adresse und ein solches Attribut als elementar ansehen. Abhängig vom Blickwinkel können Attribute zu Entitätsmengen werden und umgekehrt. Im kaufmännischen Anwendungsbereich ist eine semantische Datenmodellierung ein absolutes Muß. Sie ist die Voraussetzung für einen relationalen Datenbankentwurf. Semantische Datenmodelle können sehr umfangreich werden und sind dann schwer zu überblicken. Es fehlt ein Verfeinerungsmechanismus, um mehrere Abstraktionsebenen bilden zu können.

24 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 24 Unternehmens-Datenmodelle und Weltmodelle Bei größeren Unternehmen gibt es eine Vielzahl von Anwendungssystemen, die Teilbereiche verwalten. Betrachtet man jeweils nur den Bereich eines Unternehmens, der durch ein entsprechendes Anwendungssystem bearbeitet wird, dann führt dies zu folgenden Problemen: ã Mehrfachverwaltung der gleichen Datenbestände ã Brüche bei der Abwicklung von übergreifenden Geschäftsvorgängen ã Inkompatible Informationflüsse Um dieses zu vermeiden, ist es das Ziel, ein umfassendes Unternehmens-Datenmodell aufzustellen. Ein Unternehmens- Datenmodell soll die Informationsstrukturen und Vorgangsketten aller Bereiche eines Unternehmens unter Berücksichtigung der Schnittstellen zueinander in einheitlicher und ganzheitlicher Form darstellen. Zur Beschreibung von Unternehmensdaten-Modellen werden heute ER-Modelle verwendet.

25 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 25 Ein strategisches Datenmodell enthält nur die wichtigsten Entitätsmengen, Assoziationen, Aggregationen und Generalisierungen. Strategische Datenmodelle enthalten nur grundsätzliche Branchenunterschiede, keine detaillierten Unterschiede. Ein solches Datenmodell umfaßt in der Regel rund 20 bis 30 Entitätsmengen, Assoziationen, Aggregationen und Generalisierungen. Die nächste Abstraktionsstufe zeigt bereits unterschiedliche Strukturen innerhalb einer Branche. Ein solches Modell umfaßt ca. 200 bis 500 Entitätsmengen und Verknüpfungen. Ein Referenzmodell von A. W. Scheer enthält 300 Entitäten und benötigt ein Blatt der Größe DIN A1. Bei der Modellierung von Unternehmens-Datenmodellen wird intensiv die Generalisierungshierarchie verwendet.

26 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 26 Die Sichten bei der Robotermodellierung Betrachtet man eine Robotermodellierung, dann zeigt das angegebene ER-Modell nur einen Teilaspekt, wenn es um die Steuerung eines Roboters in einer Fertigungsumgebung geht. Folgende Sichten müssen modelliert werden: ã die Umweltsicht (oberste Beschreibung der Roboterzelle) ã die Robotersicht (Modellierung des Betriebsmittels Roboter) ã die Montagesicht (Beschreibung von Montagefolge und Bewegungssegment) ã die Sicht der Handlungsobjekte (Beschreibung von Produkten) ã die Konstruktionssicht (Konstruktionsmodell physikalischer Objekte) Die Zusammenfassung dieser verschiedenen Einzelsichten ergibt ein Weltmodell der Fertigungsumgebung, der Betriebsmittel und Werkstücke sowie der Produktionsdaten (ca. 100 Entitätsmengen).

27 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 27 Bei der Zusammenfassung von Teilmodellen zu einem Gesamtmodell muß folgendes beachtet werden: ã Erkennung und Auflösung von Synonymen (verschiedenen Benennungen für den gleichen Sachverhalt) ã Erkennung und Auflösung von Homonymen (Gleichbenennung unterschiedlicher Sachverhalte) Diese beiden Punkte beziehen sich sowohl auf Entitätsmengen und Assoziationen als auch auf Attribute. ã Ermittlung nicht erfaßter Verknüpfungen zwischen den Einzelsichten ã Zusammenfassen unterschiedlicher Entitätsmengen für identische Informationseinheiten.

28 G.Heyer Digitale Informationsverarbeitung 28 top down-Methode. Bei der Entwicklung eines Unternehmens-Datenmodells oder eines Weltmodells kann man bei den generellen Begriffen beginnen und durch eine zunehmende Spezialisierung die Begriffe in feinere Begriffe aufspalten Bei der Generalisierung werden zunächst die auf einer detaillierten Ebene eingeführten Begriffe verallgemeinert bottom up-Methode In der Praxis wird oft eine Mischung beider Methoden verwendet.


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