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50 Jahre Pille – ein Rückblick und ein Ausblick Prof. Dr. med. Dr. h.c. Alexander T. Teichmann Klinikum Aschaffenburg.

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1 50 Jahre Pille – ein Rückblick und ein Ausblick Prof. Dr. med. Dr. h.c. Alexander T. Teichmann Klinikum Aschaffenburg

2 Nomadenvölker 4000 a.c.n. Casanova Giacomo p.c.n. Mitteleuropäischer Kulturmensch 2000 p.c.n kg1 Unze120 µ g Stein intrauterin Gold intravaginal z.B. EE / LNG oral

3 Proluton ®  Bickenbach  1933: Die Schering AG stellt Proluton ®, das erste biologische Gestagen-Präparat vor.

4 Historische Entwicklung der Weltbevölkerung Alte SteinzeitNeue SteinzeitBronze- zeit EisenzeitMittel- alter Neuzeit vor Christus nach Christus 2000 Bevölkerungszahlen in Milliarden 0 Beginn der landwirtschaftlichen Erschließung, Domestizierung von Tieren und Pflanzen

5 Bevölkerungsentwicklung in der Welt (in Millionen) Welt Entwickelte Regionen Weniger entwickelte Regionen Afrika Asien Europa Latein Amerika und Karibik Nordamerika Ozeanien Quelle: WHO 1996

6 Weltkrieg Inflation Wirtschafts- krise 2. Weltkrieg „Baby- boom“ „Pillen- knick“ Lebendgeborene auf je 1000 Einwohner Deutsche Lebenskurve (ab 1946: Bundesrepublik Deutschland) 13,9 26,8 25,9 14,7 20,4 14,9 18,3 9,4 35,7

7 Schwangerschaftsunterbrechungen Todesfälle und medizinische Komplikationen Quelle: WHO 1996 Schwangerschaftsunterbrechungen 78% in Entwicklungsländern 50 Mio. Schwerwiegende medizinische Folgen Infertilität, chronische Unterleibsentzündungen, etc. 12 Mio. Todesfälle67.000

8 Encyclica Humanae Vitae Paul VI. 1968, Art. 12 Royal College of General Practitioners, 1974 The Walnut Creek Contraceptive Drug Study, 1976 v v Säkularisierung

9 Kontrazeption Effizienz (Zuverlässigkeit) Sicherheit = Freiheit von Risiken

10 Todesraten für Männer und Frauen im Laufe des Lebens Heilmann, 2002.

11 Risikokommunikation und Kommunikationsdesaster  Nestlé Babymilchkampagne  Daimler-Benz Elchtest  Hoechst AG O-Nitroanisol  Gestoden-Affäre  HRT-Skandal

12 Verlorene Lebenserwartung durch Einzelentscheidungen Heilmann, 2002.

13 Risikokommunikation Im wirklichen Leben gibt es weder Sicherheit noch nebenwirkungsfreies Handeln!

14 Risikokommunikation Wahrscheinlichkeit, mit der sich ein Risiko verwirklicht = Quantität Bedeutung und Ausmaß des verwirklichten Risikos = Qualität Risikoformel: R = p S (p: Wahrscheinlichkeit; S: Schaden.)

15 Risiken: Kriterien für die Bedeutung von Arzneimittelrisiken  Bedeutung des Therapie- / Präventionsziels  Effizienz des Arzneimittels  Qualität des Risikos  Inzidenz des Risikos und relative Risikosteigerung  Benefizielle Nebenwirkungen

16 Erkrankungsinzidenz (Fälle / ♀ u. Jahr) und Odds-Ratios unter oralen Kontrazeptiva Erkrankung Fälle / ♀ und Jahr Odds Ratio unter OK Venöse Thrombosen/ Embolien < Myokardinfarkt Leberzelladenom1,5 - 1,8*3 Leberzellkarzinom0,11,6 - 3,9 Mammakarzinom ,07 Endometriumkarzinom23*0,5 Ovarialkarzinom16*0,5 *Altersunabhängige Inzidenz

17 Risiken der Anwendung von hormonalen Kontrazeptiva  Prävention der Schwangerschaft und ihrer sozialen, psychischen sowie somatischen Auswirkungen  Effizienz: hoch  Qualität möglicher Risiken: relevant (venöse Thromboembolien, Myokardinfarkt, Mamma-Ca)  Inzidenz der Risiken niedrig, Steigerung durch OC gering  Benefizielle NW (Ovarial-Ca, Endometrium-Ca, gutartige Mammatumoren, Ovarialzysten...)

18 Strategien zur Risikoreduktion Quantitativ: Dosisreduktion  Reduktion der Systembelastung  Beeinflussung von Stoffwechselvorgängen  Steroidmetabolismus und Elimination  Verminderung Klinischer Wirkungen unter Beibehaltung des intendierten Effektes

19 Kontrazeptive Mechanismen in Abhängigkeit von Steroiddosis am Beispiel von EE/LNG 0 / 30 Minipille Ovulationshemmung und periphere Effekte 50 / / / 100 periphere Effekte Ovulationshemmung (15 / 75) (10 / 59)

20 Ovulationshemmung besser: Desynchronisation und Modifikation der für die Fertilität notwendigen zyklischen Veränderungen an Ovar, Tube, Endometrium und Zervix

21 Merke!!! Die Sicherheit der Anwendung hormonaler Kontrazeptiva ist in allererster Linie von der Sorgfalt des verordnenden Arztes abhängig !!

22 SHBG-Anstieg (%) 35 μ g EE μ g Norgestimat Konzentrationsanstieg des sexualhormonbindenden Globulins (SHBG) als Maß für die Gesamtöstrogenität oraler Kontrazeptiva 30 μ g EE μ g Dienogest 30 μ g EE μ g Desogestrel 35 μ g EE μ g Norethisteron 30 μ g EE μ g Gestoden 30 μ g EE μ g Levonorgestrel

23 Antiöstrogenität (LNG = 100%) LevonorgestrelGestodenNorethisteronDesogestrelDienogestNorgestimat Antiöstrogenität der verschiedenen Gestagene 100

24 Strategien zur Risikoreduktion Qualitativ: Neue Substanzen  17β-Estradiol statt EE  Neue Gestagene

25 Entwicklungsphasen der Pille  1960: Effizienz  1970: Thromboembolische Risiken  1980: Fettstoffwechsel und Atherosklerose  1990: Onkologische Risiken  2000: Zusatznutzen Haut, Haare, Gewicht  2010: Kontrazeptiver Minimalismus/Purismus: mit der Natur, gegen die Natur 17β-Estradiol statt EE  2012 Claira, Zoely  2013 zurück zu Levonorgestrel

26 MERKE: Es ist kein Pharmakon! E2 hat nur Wirkungen und per Definitionem keine Nebenwirkungen! Physiologisches Hormon in physiologischer Dosierung! EE ist ein synthetisches Hormon Es hat Wirkungen und Nebenwirkungen Nota bene!: 1,5mg E2 oral führen zu physiologische Serumspiegel (90pg= frühen und der späten Phase des Zyklus)

27 Hormonale Kontrazeption der Zukunft im Zeichen des endokrinen Minimalismus  Effizienz  Sicherheit = Unschädlichkeit  Verträglichkeit  Minimal effektive Dosen  Minimaler Stoffwechselaufwand  Beschränkung auf notwendige Effekte

28 Coitus interruptus Kurze Unterbrechung Coitus arithmeticus n. Adam Riese Coitus computatus Coitus condomatus Coitus post- operativus Coitus armatus sive spiralis Der Zensur zum Opfer gefallen Nicht-hormonale Kontrazeption heute und morgen


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