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Einführung in die Psychologie für Pflegewissenschaften WS2005/06.

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Präsentation zum Thema: "Einführung in die Psychologie für Pflegewissenschaften WS2005/06."—  Präsentation transkript:

1 Einführung in die Psychologie für Pflegewissenschaften WS2005/06

2 Einheit 4: 11. November, 2005 Intelligenz Intelligenzdiagnostik 1

3 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik Einsatz festgelegter Verfahren zur Evaluation der Fähigkeiten, der Verhaltensweisen und der persönlichen Eigenschaften von Personen Es ist eine Messung interindividueller Unterschiede Psychologische Diagnostik 2

4 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik 3 Die Geschichte der Diagnostik : Entwicklung formaler Tests & Verfahren zur Diagnostik: - relativ neues Unterfangen in der westlichen Psychologie - weite Verbreitung erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts Vor über 4000 Jahren in China: - hoch entwickeltes Programm zur Testung & Auswahl von Beamten - Selektionsverfahren wurden Anfang des 19. Jahrhunderts von britischen Diplomaten und Missionaren beobachtet und beschrieben - Modifizierte Versionen des chinesischen Systems zur Auswahl wurden von Briten und später von Amerikanern übernommen

5 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: Geschichte Sir Francis Galton ( ) Schlüsselfigur in der Entwicklung westlicher Intelligenztestung 4 - Er interessierte sich dafür wie und warum sich Menschen in ihren Fähigkeiten unterscheiden: - Warum sind einige begabt und erfolgreich und andere nicht?

6 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik 5 Galton stellte 4 wichtige Postulate der Intelligenzdiagnostik auf: 1. Intelligenzunterschiede sind quantifizierbar als unterschiedliche Grade von Intelligenz: = Intelligenzstufen verschiedener Personen können Zahlen zugewiesen werden um sie miteinander vergleichen zu können 2. Die Unterschiede zwischen Personen folgen einer Normalverteilung, einer glockenförmigen Kurve, in der sich die Werte der meisten Personen in der Mitte und wenige den beiden Extremen von Genialität und Minderbegabung gruppieren

7 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik 6 3. Intelligenz und mentale Fähigkeit können durch objektive Testverfahren gemessen werden, bei denen es nur eine richtige Antwort auf eine Frage gibt 4. Das exakte Ausmaß in dem zwei Testergebnisse zueinander in Beziehung stehen kann durch ein statistisches Verfahren bestimmt werden: der Korrelation

8 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik Galton - umstrittene Person - War der Überzeugung dass - Genialität erblich sei - Intelligenz in Beziehung zu Darwins «fitness» oder Überlebensstärke der Arten und auch zu moralischen Werten einer Person stünde - Versuchte politische Entscheidungen auf das Konzept genetisch überlegender und unterlegender Menschen zu gründen - Vater der Eugenik-Bewegung: Verbesserung der menschlichen Rasse durch die Anwendung der Evolutionstheorie: Paarung biologisch überlegener Menschen solle gefördert werden, biologisch minderwertige Menschen sollen davon abgebracht werden, Kinder zu haben 7

9 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik 8 Um für die Selektion von Menschen mit bestimmten Eigenschaften brauchbar zu sein, muss ein diagnostisches Verfahren 3 Anforderungen erfüllen 1. es muss reliabel sein Die Reliabilität ist das Ausmaß in dem man sich darauf verlassen kann, dass ein diagnostisches Verfahren konsistente Ergebnisse liefert 2. es muss valide sein Die Validität ist das Ausmaß indem der Test misst, was ein Diagnostiker zu messen beabsichtigt Validität spiegelt die Fähigkeit eines Test wieder, konkrete und genaue Vorhersagen über Verhaltensweisen und Leistungen zu treffen, die in Beziehung zum Testzweck stehen

10 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik 9 3. es muss normiert und standardisiert sein Man braucht Normen um einen Bezugsrahmen für die Interpretation der unterschiedlichen Testergebnisse zu haben Damit Normen sinnvoll sind, muss jeder den gleichen Test unter standardisierten Bedingungen machen = ein Testinstrument muss bei allen Personen in gleicher Weise und unter denselben Bedingungen angewendet werden

11 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: Intelligenzdiagnostik Intelligenz Intelligenz ist eine globale Fähigkeit von Erfahrungen zu profitieren und über die in der Umwelt vorliegenden Informationen hinauszugehen. 10

12 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: Intelligenzdiagnostik Alfred Binet ( ) Versuchte objektive Tests zu entwickeln um normale Kinder von Kindern mit einer Entwicklungsstörung zu trennen. 11

13 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik Binet entwickelte altersgerechte Aufgaben (Testitems), anhand derer er die Antworten von Kindern miteinander vergleichen konnte Die Aufgaben waren so gewählt, dass 1. die Lösungen objektiv als richtig oder falsch klassifiziert werden konnten (2+2=4) 2. der Inhalt variiert werden konnte 3. die Aufgaben nicht zu sehr von den unterschiedlichen Lebensumwelten der Kinder beeinflusst wurden 4. sie Urteilsfähigkeiten untersuchten 5. sie schlussfolgerndes Denken beinhalteten und NICHT auswendig gelerntes Wissen abfragten 12

14 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik 13 Binets Ansatz weist 4 bedeutende Merkmale auf: 1. er interpretierte die Testergebnisse als gegenwärtige Leistung und nicht als angeborene Intelligenz 2. die Testergebnisse sollten nicht zu Stigmatisierung dienen sondern um Kinder zu identifizieren die besondere Hilfe benötigten 3. er betonte dass Übung und Entwicklungsmöglichkeiten die Intelligenz beeinflussen können 4. er konstruierte seinen Test empirisch = sammelte Daten um seine Validität zu überprüfen, anstatt ihn an eine bestimmte (theoretische) Intelligenztheorie zu knüpfen

15 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: Intelligenzdiagnostik = das Alter, dem das intellektuelle Leistungsvermögen eines Kindes entspricht - Es wird ausgedrückt durch das Durchschnittsalter, in dem normale Kinder einen bestimmten Punktewert erreichen Beispiel: Ein Kind erhält ein Intelligenzalter von 5 Jahren wenn das Testergebnis des Kindes dem Durchschnittswert der Gruppe der 5jährigen entspricht, unabhängig von den Lebensjahren Intelligenzalter: 14

16 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: Intelligenzdiagnostik IQ-Tests 1. Stanford-Binet-Test 2. Wechsler-Skalen 15

17 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: Intelligenzdiagnostik 16 Stanford-Binet-Test - Lewis Terman von der Stanford Universität passte Binets Testfragen für amerikanische Schüler an - gab den Test tausenden von Schülern vor konnte so die Stanford-Binet-Intelligenzskala vorgelegt werden - Terman legte mit seiner Arbeit die Grundlage für das Konzept des Intelligenzquotienten

18 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: Intelligenzdiagnostik - William Stern (1912) Begriff erstmals geprägt - Das Verhältnis des Intelligenzalters zum Lebensalter definiert und multipliziert um Nachkommastellen zu vermeiden - IQ = Intelligenzalter / Lebensalter * Der Wert von 100 gilt als durchschnittlicher IQ Beispiel: Ein Kind von 8 Jahren, dessen Testergebnisse ein Intelligenzalter von 10 Jahren ergab, besaß demnach einen IQ von 125 (10 / 8 * 100) Intelligenzquotient (IQ) 17

19 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: Normalverteilung 18

20 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: Intelligenzdiagnostik 19 Wechsler-Intelligenzskalen - David Wechsler wollte die Abhängigkeit von verbalen Items bei der Intelligenzdiagnostik von Erwachsenen verringern - Veröffentlichte 1939 eine Testbatterie die verbale mit nicht- verbalen, handlungsorientierten Untertests kombinierte - Testbatterie = Ansammlung verschiedener Untertests, die aus einzelnen Testitems (Testfragen) bestehen - Der HAWIE-R besteht aus: 11 Untertests und erhalten am Ende drei Werte: 1. Verbal-IQ, 2. Handlungs-IQ und 3. Gesamt-IQ.

21 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: Intelligenzdiagnostik 20

22 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: Intelligenzdiagnostik 21

23 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: Theorien 1. Psychometrische Intelligenztheorien (Spearman, Cattell) 2 Guilfords Intelligenz-Struktur-Modell 3. Gardners Intelligenzen 4. Emotionale Intelligenz Intelligenztheorien 22

24 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: Psychometrie Psychometrie - Das Gebiet in der Psychologie, das sich mit dem Testen mentaler Fähigkeiten befasst. - Psychometrische Theorien untersuchen statistische Beziehungen zwischen den verschiedenen Maßen geistiger Fähigkeiten - Ziel: Schlussfolgerungen über die Beschaffenheit der menschlichen Intelligenz erlangen 23

25 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: Psychometrie Charles Spearman ( ) Ein Faktor für die allgemeine Intelligenz, den g-Faktor, den Generalfaktor der Intelligenz = eine allgemeine Fähigkeit die allen Intelligenzleistungen zugrunde liegt. Die s-Faktoren, die speziellen Faktoren, die für bereichsspezifische Fähigkeiten stehen. 24

26 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: Psychometrie Raymond Cattell ( ) Allgemeine Intelligenz besteht aus 2 relativ unabhängigen Komponenten: 1. die fluide Intelligenz Ist der Intelligenzaspekt der die Fähigkeit betrifft, komplexe Beziehungen zu erkennen und Probleme zu lösen 2. die kristalline Intelligenz Umfasst das Wissen das eine Person erworben hat, sowie die Fähigkeit auf dieses Wissen zurückzugreifen. Sie befähigt den Menschen gut mit den wiederkehrenden und konkreten Situationen des Lebens fertig zu werden 25

27 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: 26 J.P. Guilford (1897 – 1987) Er entwickelte ein komplexes Intelligenzstrukturmodell, das drei Eigenschaften von Intelligenzaufgaben definierte

28 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: den Inhalt oder die Art der Information 5 unterschiedliche Inhalte: visuell, auditorisch, symbolisch, semantisch und behavioral 2. das Produkt oder die Form, in der die Information repräsentiert wird 6 unterschiedliche Formen: Einheiten, Klassen, Beziehungen, Systeme, Transformationen und Implikationen 3. die Operation oder Art der ausgeführten geistigen Aktivität 5 verschiedene Arten geistiger Aktivität: Evaluation, konvergente Produktion, divergente Produktion (Aspekt der Kreativität ungewöhnliche Lösungen zu finden), Gedächtnis und Kognition

29 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: 14

30 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: Gardners Intelligenzen Howard Gardner (1943) Geht über den engen Begriff des IQ hinaus Identifizierte 8 Intelligenzen, die den ganzen Bereich menschlicher Erfahrung abdecken Wertigkeit und Wichtigkeit der einzelnen Fähigkeiten variiert zwischen verschiedenen Kulturen sehr stark, je nachdem was gebraucht wird und nützlich ist 29

31 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik 30

32 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: EQ 4 Hauptkomponenten: 1. Fähigkeit Emotionen genau und angemessen wahrzunehmen, einzuschätzen und auszudrücken 2. Fähigkeit, Emotionen zur Unterstützung von Denkvorgängen einzusetzen 3. Fähigkeit, Emotionen zu verstehen und zu analysieren und emotionales Wissen effektiv einzusetzen 4. Fähigkeit, die eigenen Emotionen zu regulieren, um emotionales sowie intellektuelles Wachstum zu fördern Emotionale Intelligenz (EQ) 31

33 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: 32

34 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: 33

35 Intelligenz & Intelligenzdiagnostik: 34 Groß : klein = viel : ? Manchmal : oft = etwas : ? Blindheit : Auge = Taubheit : ? Jeder : niemand = alles : ? Töne : Musik = Wörter : ? wenig viel Ohr nichts Sprache


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