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Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Rechnungslegungs-ÄnderungsG 2010 RÄG 2010, BGBl. I Nr. 140/2009 §§ 189 und 906 (20) UGB idF RÄG 2010.

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1 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Rechnungslegungs-ÄnderungsG 2010 RÄG 2010, BGBl. I Nr. 140/2009 §§ 189 und 906 (20) UGB idF RÄG 2010 §§ 189 und 907 (16) UGB idF ÜRÄG 2008 Alois Pircher Florian Silvestri

2 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 RÄG 2010 Beweggründe - Probleme  Senkung der Verwaltungskosten für Unternehmer aus bundesgesetzlicher Informationsverpflichtung Vereinfachung und Angleichung an die steuerlichen Gewinnermittlungsvorschriften (Maßgeblichkeitsgrundsatz) Die Anhebung des für die Rechnungslegungspflicht festgelegten Schwellenwertes Umsetzung der RL 2009/49/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates in Hinblick auf bestimmte Angabepflichten mittlerer Gesellschaften, sowie die Pflicht zur Erstellung eines konsolidierten Abschlusses

3 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 RÄG 2010 Hauptgesichtspunkte des Entwurfes Zwei Kernpunkte aufbauend auf die Arbeiten des AFRAC (Austrian Financial Reporting and Auditing Committee)  Anhebung des für die Rechnungslegungspflicht festgelegten Schwellenwertes für Einzelunternehmer und Personengesellschaften Deregulierung der unternehmensrechtlichen Buchführungs- Inventur- und Bilanzierungspflichten für Kleinunternehmer  Beseitigung diverser Bewertungswahlrechte in der UGB-Bilanz  Inkrafttreten ab

4 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 RÄG 2010 Maßgeblichkeitsgrundsatz als Idealfall  Eine Gewinnermittlung (UGB + EStG)  praktikabel Praxis unterschiedliche Problemfelder  UGB: Gläubigerschutz, Vorsichtsprinzip Bilanzpoltische Spielräume Wahlrechtsproblematik  Steuerbilanz: Periodengerechter Gewinn

5 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 RÄG 2010 Situation vor RÄG 2010 (HaRÄG 2005)

6 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Situation vor RÄG 2010 Gewerbliche Unternehmen Umsatz < € Freiberufler Landwirte Umsatz < € oder EHW < € Landwirte Umsatz > € oder EHW > € Gewerbliche Unternehmen Umsatz > € Kapitalgesellschaften verdeckte Kapitalgesellschaften (GmbH & Co KG udgl.) FREIWILLIG PFLICHT Bilanzierung nach Unternehmensrecht §§ 189 UGB i.V.m. idR § 5 EStG Bilanzierung nach Unternehmensrecht §§ 189 UGB i.V.m. idR § 5 EStG Bilanzierung nach Steuerrecht § 4 (1) EStG Bilanzierung nach Steuerrecht § 4 (1) EStG Steuerliche Einnahmen- Ausgaben-Rechnung gem. § 4 (3) EStG Steuerliche Einnahmen- Ausgaben-Rechnung gem. § 4 (3) EStG Führen von Büchern Bilanzierung = Betriebsvermögensvergleich Führen von Büchern Bilanzierung = Betriebsvermögensvergleich Führen von Aufzeichnungen Überschussrechung Führen von Aufzeichnungen Überschussrechung Vorsichtsprinzip Gleichmäßigkeit der Besteuerung / Fiskalzweck

7 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Vor RÄG 2010 – Rechnungslegungspflicht!!!! Kapitalgesellschaften (GmbH, AG) Unternehmerisch (siehe ua. EStR Rz430f) tätige Personen- gesellschaften, ohne natürliche Person als unbeschränkt haftender Gesellschafter („verdeckte“ Kapitalgesellschaft, zB GmbH & Co KG) Alle anderen Unternehmen (EU, GesbR, OG/KG), wenn Umsatzerlöse/Betrieb/Jahr > Euro ,-- KEINE RL-Pflicht gem. § 189 UGB  Alle anderen Unternehmen ( EU,GesbR, OG/KG) wenn Umsatzerlöse/Betrieb/Jahr < Euro ,--  Freiberufler Freier Beruf iS Verkehrsauffassung (iVm Rz 430h EStR)  Land und Forstwirschaft mit Einkünften gem. § 21 EStG (iVm Rz 430 i EStR)  Überschussermittler (kann Unternehmereigenschaft begründen) Einkünfte nach § 2 (4) Z 2 EStG

8 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 RÄG 2010 Rechnungslegungspflicht neu § 189 (1) Z 2 UGB neu  Schwellenwert von € ,-- auf € ,-- erhöht  Qualifiziertes Überschreiten von € ,-- auf € ,-- erhöht  Neue Schwellenwerte gültig ab für Geschäftsjahre, die nach dem beginnen § 906 (20) Satz 1 UGB „Übergangsvorschrift“

9 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 RÄG 2010 Konsequenzen der Rechnungslegungspflicht neu § 189 (1) Z 2 UGB neue Schwellenwerte  Entfall der Rechnungslegungspflicht für ca Unternehmer (siehe Erläuterungen Allgemeiner Teil – Materialien) aufgrund gestiegener Umsatzgrenzen  Keine Verpflichtung der Eintragung im Firmenbuch  Umstieg auf EAR-Rechnung möglich (Kosteneinsparung) Bilanzierung, Inventur  Jedoch Verringerung der qualifizierten Umsatzgrenzensteigerung von bisher 50% auf ca %. Qualifizierte Umsatzreduktion? 50%

10 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 RÄG 2010 § 189 (1) Z 2 UGB neue Schwellenwerte  Zwei Übergangsvorschriften UGB:  § 907 (16) UGB Unternehmen vor nicht rechnungslegungspflichtig  Beobachtungszeitraum ab 2007 (2 Jahresfrist > oder Jahresfrist > ) Unternehmen vor rechnungslegungspflichtig  Beobachtungszeiträume auch 2006 und Vorjahre maßgebend (2 Jahresfrist > oder Jahresfrist > ) Beurteilung der RL-plicht „in kaufmännischer Art und Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb“ Vereinfachung § 906 (16) letzter Satz iVm EStR Rz 430n versus § 906 (20) UGB neu  Rückwirkende Anwendung der (neuen höheren) Schwellenwerte (2 Jahresfrist > oder Jahresfrist > )

11 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 UmsatzUNabhängige RLpflicht Situation § 189 (1) Zi 1 UGB – aktuell RÄG 2010 und früher! Rechnungslegungspflicht 1. Kapitalgesellschaft RL-Pflicht nach UGB § 5 EStG 2. Unternehmerisch tätige GmbH & Co KG RL-Pflicht nach UGB § 5 EStG bei Einkünften aus Gew.betr. § 4 (1) EStG Einkünfte SA (keine EA 3!) § 15 EStG „Überschusseinkünften“ (Vermögensverwaltende GmbH & Co KG) Gilt auch für freie Berufe, Land- und Forstwirte und Überschusseinkünfte sofern Rechtsform der Kapitalgesellschaft gewählt!

12 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Betriebliche Einkünfte (ohne freien Berufe, Land- und Forstwirtschaft, „Überschussermittler“) Insb. Einzelunternehmen, GesbR, Personengesellschaften Am im FB eingetragen EU, OG/KG, OEG/KEG  Bis 2006: Gewinnermittlung nach § 5 EStG (siehe Ausnahmen OEG/KEG)  2007 – 2009: Umsatzgrenzen – (§ 907 (16) 2. Satz)  Ab 2010 rückwirkend durch § 906 (20) UGB neu – Unterschreiten der Umsatzgrenzen  EAR  Freiwillige Buchführung § 4 (1) EStG  Fortführungsoption § 5 (2) EStG Überschreiten der Umsatzgrenzen  OEG/KEG Sonderregelungen für 2007  § 5 Gewinnermittlung bzw. § 4 (1) EStG (Eink. SA ungleich freie Berufe (siehe EStR Rz 430h)  Keine Aufschuboption =) da bereits Protokollierung  RL-Pflicht erst für späteren Zeitpunkt (2facher Überschreitung bzw. qualifizierter Überschreitung) UmsatzABhängige RLpflicht

13 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Betriebliche Einkünfte (ohne freien Berufe, Land- und Forstwirtschaft, „Überschussermittler“) Insb. Einzelunternehmen, GesbR, Personengesellschaften Am nicht im FB eingetragen EU, GesbR  Bis 2006: EAR Freiwillige Buchführung  2007 – 2009: Umsatzgrenzen – (§ 907 (16) 1. Satz)  Ab 2010 rückwirkend durch § 906 (20) UGB neu – Unterschreiten der Umsatzgrenzen  Weiterhin EAR  Weiterhin Freiwillige Buchführung § 4 (1) EStG Überschreiten der Umsatzgrenzen  Aufschuboption § 124b Z 134 EStG iVm EStR Rz 430p bis 2010!!!!  § 5 Gewinnermittlung bzw. § 4 (1) EStG (Eink. SA ungleich freie Berufe (siehe EStR Rz 430h)  Keine event. weitere Aufschuboption möglich  RL-Pflicht erst für späteren Zeitpunkt (bei zweifachen oder qualifizierten Überschreiten) UmsatzABhängige RLpflicht

14 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 RÄG 2010 Konstellationen der beiden Übergangsregelungen: Ausgangssituation:  Am nicht rechnungslegungspflichtig  HaRÄG ab  Umsatzgrenzen und Situation 1 :  Nichtüberschreiten der Rechnungslegungsgrenzen ab 2007 gem. § 189 UGB idF HaRÄG (x< ) Keine Rechnungslegungspflicht!

15 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 RÄG 2010 Situation 2:  Zweimaliges Überschreiten (nicht qualifiziert) (

16 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 RÄG 2010 Situation 3:  Überschreiten (qualifiziert jedoch

17 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 RÄG 2010 Situation 4:  Überschreiten (qualifiziert

18 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 RÄG 2010 Situation 5:  Überschreiten (qualifiziert x> ) der RL-Grenzen § 189 UGB idF HaRÄG  Nach § 907 (16) UGB Ab dem folgenden Geschäftsjahr Schwellenwert (wesentlich) im GJ überschritten  Buchführung grundsätzlich ab Folgejahr JEDOCH § 907 (20) UGB  Rückwirkende Anwendung höherer Schwellenwerte  Schwellenwert (wesentlich) einmal überschritten  Buchführung grundsätzlich ab Folgejahr

19 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 RÄG Entscheidungsmatrix RL-Pflicht JA/NEIN Am im FB eingetragen Am NICHT im FB eingetragen Bis 2009 und ab 2010 keine RL EAR, fw § 4 (1), § 5 (2) Fortführung kein Handlungsbedarf Weiterhin EAR weiterhin fw § 4 (1) Kein Handlungsbedarf Bis 2009 RL-Pflicht Ab 2010 Wegfall § 5 EStG (bzw. § 4 (1)) Mögl. EAR, fw § 4 (1) Handlungsbedarf Konsequenzen! § 5 (2) Fortführung § 5 EStG (bzw. § 4 (1)) Aufschuboption bis 2010 =)EAR, fw § 4 (1) Handlungsbedarf? Konsequenzen! Ohne Aufschuboption § 5 (2) Fortführung Bis 2009 RL-Pflicht Ab 2010 RL-Pflicht § 5 EStG (bzw. § 4 (1) Kein Handlungsbedarf Aufschuboption bis 2010 EAR, fw § 4 (1) Ab 2010 =) § 5 EStG Konsequenzen! Handlungsbedarf!

20 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Steuerliche Gewinnermittlung § 4 (1) EStG Rz 417 EStR Bilanzierung nach § 4 (1) EStG vor allem, wenn § 5 nicht zutrifft, aber freiwillig Bücher geführt werden § 5 liegt vor, aber Aufschuboption (siehe hinten Rz 430p EStR) liegt vor Bei LuF, wenn Buchführungsgrenzen § 125 BAO überschritten sind Bei Ekfte selbständiger Arbeit (ohne Freiberufler) nach UGB, die UGB-Schwellenwerte überschreiten oder eine unternehmerisch tätige GmbH & Co KG mit Einkünften aus selbst. Arbeit  Bilanzierung LuF (Rz 5018 EStR) Gem. § 189 (4) UGB von Rechnungslegung nach UGB ausgenommen, auch wenn im Rahmen einer OG/KG tätig, daher kommt § 124 nicht zur Anwendung Außer in Form einer Quasi-Kap.ges. - § 5 EStG

21 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Steuerliche Gewinnermittlung § 4 (1) EStG Rz 430p EStR Vorsorgliche Aufschuboption (§ 5-Ermittlung) Wer?  Alle nicht im FB eingetragenen Unternehmer, deren Betrieb vor eröffnet wurde, die 2007 oder danach rechnungslegungspflichtig werden,  können die bisherigen Gewinnermittlungsart beibehalten  nur mit Aufschuboption möglich Besonderheiten zur Antragsfrist?  Antrag, der nicht in der Steuererklärung des richtigen Jahres gestellt wurde, bis zur Rechtskraft des Bescheides dieses Jahres nachholbar  Zu früher Antrag Antrag auf Aufschuboption bei Veranlagung 2007 gilt auch für 2008/2009, wenn RL-Pflicht erst später eintritt.  PRAXISTIPP: KREUZ NICHT VERGESSEN!

22 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Wechsel der Gewinnermittlung von Einnahmen- Ausgabenrechnung zum Betriebsvermögensvergleich durch Änderung der Gewinnermittlung und vice versa Oberlaa 2008, Seite 32ff Oberlaa 2008, Seite 90ff Oberlaa 2007, Seite 146ff Alois Pircher Florian Silvestri

23 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Wechsel der Gewinnermittlung Ziel:  Totalgewinngleichheit aus der Gewinnermittlung § 4 (10) Zi 1 EStG iVm EStR Rz 689 – 730  Zu- und Abschläge aus der unterschiedlichen Erfassung von Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben Übergangsgewinnermittlung  EAR – Bilanzierung Aktiva (Zuschlag) – Passiva (Abschlag)  Bilanzierung – EAR Aktiva (Abschlag) – Passiva (Zuschlag) Steuerliche Behandlung von Übergangsgewinn/Übergangsverlust  Übergangsgewinn (§ 4 (10) EStG, EStR Rz 717ff) Erfassung beim ersten Gewinnermittlungszeitraum nach dem Wechsel  Übergangsverlust (§ 4 (10) EStG, EStR Rz 728ff) 1/7tel beginnend mit ersten Gewinnermittlungszeitraum nach dem Wechsel

24 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Wechsel der Gewinnermittlung PositionGewinnauswirkungAnmerkung Grund und BodenNein § 4 (3) und § 4 (1) § 17 EStG Ja § 5 EStG Gutachten zweckmäßig Übriges Anlagevermögen NeinLt. Anlagenverzeichnis Anzahlungen für Investitionen NeinBisher keine Gewinnauswirkungen Kassa und Bankguthaben NeinLt. Kontoauszug Noch nicht verrechenbare Leistungen Ja Anzahlungen für VorräteJa KundenforderungenJaNur vom Nettobetrag Forderungen USt- Guthaben JaNur bei Bruttoverbuchung ARAJa

25 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Wechsel der Gewinnermittlung PositionGewinnauswirkungAnmerkung BankverbindlichkeitenNein Erhaltene Anzahlungen für Bestellungen JaNur der Nettobetrag Lieferantenverbindlichkei ten JaNur der Nettobetrag Sonstige Verbindlichkeiten JaNur der Nettobetrag AbfertigungsrückstellungNeinSofern bisher in der EAR ein steuerfreier Betrag geltend gemacht wurde Sonstige RückstellungJaIn der EAR nicht aufwandswirksam PRAJaIn der EAR bereits im Erlös enthalten

26 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Grund und Boden beim Wechsel der Gewinnermittlung § 4 (10) Zi 3 lit a und lit b EStG EStR Rz 703ff Oberlaa 2008, Seite 14ff Oberlaa 2010, Seite 37ff Alois Pircher Florian Silvestri

27 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Grund und Boden bei Wechsel der Gewinnermittlung Problembereich:  Erfassung der stillen Reserven von Grund und Boden bei § 5 EStG Wechsel der Gewinnermittlung Grund und Boden Im notwendigen BVIm gewillkürten BV Von § 4 (3) EStG oder § 4 (1) EStG auf § 5 EStG Zwingende steuerneutrale Auf- und Abwertung auf den Teilwert Von § 5 EStG auf § 4 (1) EStG oder § 4 (3) EStG „Besteuerungsaufschub“ für die stillen Reserven möglich. Antrag auf Bildung einer steuerfreien RL bzw. eines steuerfreien Betrages Zwingende Versteuerung der stillen Reserven Vermeidung durch „Fortführungsoption“ § 5 (2) EStG

28 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Grund und Boden bei Wechsel der Gewinnermittlung Wechsel zur Bilanzierung gemäß § 5 EStG Steuerneutrale Aufwertung/Abwertung von Grund und Boden auf den Teilwert, auch innerhalb der Spekulationsfrist  Ausweis in einer Ergänzungsbilanz  Beachte Vorsichtsprinzip § 201 (1) Zi 4 UGB (Obergrenze hist. AK)  Steuerliche Aufwertung über AK in UGB unbeachtlich  Steuerliche Abwertung eventuell auch nach § 204 UGB (außerplanmäßige Abschreibung) Nachträgliche Veräußerung  Wertsteigerungen in § 5 Gewinnermittlung  Eventuelle Spekulationseinkünfte nach § 30 EStG

29 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Grund und Boden bei Wechsel der Gewinnermittlung Wechsel zur Bilanzierung gemäß § 5 EStG Jahr 2004Jahr 2007Jahr 2012 AK 100Wechsel auf § 5 Teilwert 140 Aufwertung (strl) 40 Veräußerung160Gewinn aus GW 20 Spekulation 40 AK 100Wechsel auf § 5 Teilwert80 Abwertung20 Veräußerung92Gewinn aus GW 12 Spekulation -20 AK 100Wechsel auf § 5 Teilwert80 Abwertung20 Veräußerung75Verlust (GW) -5 Spekulation -20 AK 100Wechsel auf § 5 Teilwert 140 Aufwertung (strl) 40 Jahr 2020 Veräußerung160 Gewinn GW20 nicht steuerb.40

30 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Grund und Boden bei Wechsel der Gewinnermittlung Wechsel von Bilanzierung gemäß § 5 EStG auf § 4 (1) oder § 4 (3) Fortführungsoption § 5 (2) EStG möglich  Aber steuerliche Konsequenzen beachten! Negativ: Steuerpflicht der Stillen Reserven bis zum „Sankt-Nimmerleins-Tag“ Positiv: Vermeidung der Besteuerung des gewillkürten Betriebsvermögen Bei Wechsel auf § 4 (1) EStG oder § 4 (3) EStG  Grundsätzlich Steuerpflicht der stillen Reserven von Grund & Boden  Auf Antrag können stille Reserven des (notwendigen) Betriebsvermögens =) nicht gewillkürtes Betriebsvermögen einer Rücklage bzw. steuerfreien Betrages zugeführt werden  Versteuerung erst bei Veräußerung (für die noch vorhandenen stillen Reserven) aus der Zeit der § 5 Gewinnermittlung

31 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Grund und Boden bei Wechsel der Gewinnermittlung Wechsel von Bilanzierung gemäß § 5 EStG auf § 4 (1) oder § 4 (3) AK 100Wechsel auf § 4(1) oder § 4(3) Teilwert 120 Rücklage 20 Veräußerung150Steuerpfl. Auflösung RL 20 Außerhalb Spekulation steuerfrei 30 AK 100Wechsel auf § 4(1) oder § 4(3) Teilwert 120 Rücklage 20 Veräußerung112Steuerpfl. Auflösung RL noch vorh. 12 Steuerneut. Auflösung 8 AK 100Wechsel auf § 4(1) oder § 4(3) Teilwert 120 Rücklage 20 Veräußerung90steuerneutrale Auflösung RL nicht vorh.20 eventuell Spekulations verlust -10

32 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Grund und Boden bei Wechsel der Gewinnermittlung Bedeutung der Bewertung im Bereich des Wechsels der Gewinnermittlung Von § 5 EStG auf § 4 (1) bzw. § 4 (3) EStG  Je kleiner die stillen Reserven beim G&B beim Wechsel, desto geringer eine allfällige spätere Steuerpflicht Von § 4 (1) bzw. § 4 (3) auf § 5 EStG  Je höher die stillen Reserven beim G&B beim Wechsel, desto geringer eine spätere Steuerpflicht Teilwertdefinition (EStR Rz 2230ff)  Fiktiver Erwerber des Gesamtunternehmens  Fiktiver Gesamtkaufpreis  Going concern  Inkl. Anschaffungsnebenkosten (zB. GrESt, GB-eintragung, Maklerprovision, Notariatskosten etc.)

33 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Grund und Boden bei Wechsel der Gewinnermittlung Bedeutung der Bewertung im Bereich des Wechsels der Gewinnermittlung Teilwertdefinition (EStR Rz 2230ff) Bewertungsobjekt: Grund und Boden  Zivilrecht § 297 ABGB  Steuerrecht nur nackter Grund und Boden (EStR Rz 577ff) Ausnahme: § 24 (6) EStG Hauptwohnsitzbefreiung auch inkl. Gebäude Nicht  Gebäude, Betriebsanlagen, Glashäuser, Brücken, Drainagen, Pumpenanlagen, Wege, Zäune, Bauschulanlagen  Mit Grundstück iZ stehende Wege-, Holzbezugs-, Fischerei-, Jagd- und Baurechte  Feldinventar, stehende Ernte und stehendes Holz Sonderfall  Bodenschätze

34 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Grund und Boden bei Wechsel der Gewinnermittlung Grund und Boden Bewertungsverfahren Liegenschaftsbewertungsgesetz (LGB)  Vergleichswertverfahren (zB. Immobilienpreisspiegel der WKÖ)  Ertragswertverfahren  Sachwertverfahren  Kombination zwischen den Verfahren  Teilwert = Wert nach LGB + AK-Nebenkosten Sachverständiger nicht zwingend notwendig …  Jedoch Absicherung des Wertansatzes zielführend  Bei Zweifel über die Richtigkeit der Höhe des Teilwertes EStR Rz 704 „Feststellungsbescheid“ gem. § 92 (1) lit b BAO Antrag des Steuerpflichtigen oder vom Amts wegen

35 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Grund und Boden – Wechsel der Gewinnermittlung nach dem StruktAnpG Beispiel Alois Pircher Florian Silvestri

36 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Kauf einer bebauten Liegenschaft 1. April 2003 =) AK (100% gewerblich betrieblich genutzt =) Afa 3%) § 4/1 Gewinnermittlung Wechsel der Gewinnermittlung 1. Jänner 2010 =) § 5 Gewinnermittlung Annahme (vereinfachend): Teilwert von Grund und Boden sei um seit Anschaffung bis zum Wechsel der Gewinnermittlung gestiegen (§ 4 Abs. 10 Z 3a EStG). Problematik Teilwertfeststellung siehe vorne! Veräußerung (Erlös ) keine weiteren Wertsteigerungen in der § 5 Gewinnermittlung a)3. April 2013 b) 30. April 2013 Sachverhalt

37 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Lösung Gebäude AK 80% ,-- G&B AK 20% ,-- AKosten ,-- 12/0312/04 12/0912/0812/07 12/06 12/0512/1012/11 12/12 12/13 Kauf 04/03 Afa AK Geb * 3% * 7 Jahre Kauf 1. April 2003 VK 1HJ 2013 Afa von Gebäude Wechsel Gewinnermittlung § 5 EStG Afa

38 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Lösung GebäudeG&B AK , ,-- - Afa 3%84.000,-- BW , ,-- Aufwertung G&B (StRe) ,-- BW , ,-- - Afa 3% (1/2)42.000,-- BW März , ,-- 12/0312/04 12/0912/0812/07 12/06 12/0512/1012/11 12/12 12/13 Kauf 04/03 VK 1HJ

39 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Lösung – Verkauf 3. April 2013 Verkauf 3. April 2013 Erlös ,-- - Buchwerte:Gebäude ,-- GuB ,-- Veräußerungsgewinn Eink. Gewerbebetrieb ,-- 12/0312/04 12/0912/0812/07 12/06 12/0512/1012/11 12/12 Kauf 04/03 VK Verkauf außerhalb Spekulationsfrist! G&B Aufwertung nicht steuerpflichtig!!!

40 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Lösung – Verkauf 30. März 2013 Verkauf 30. März 2013 Erlös ,-- - Buchwerte:Gebäude ,-- GuB ,-- Eink. Gewerbebetrieb ,-- Eink. Spekulation ,-- Gesamteinkünfte ,-- 12/0312/04 12/0912/0812/07 12/06 12/0512/1012/11 12/12 Kauf 04/03 VK Verkauf innerhalb Spekulationsfrist! (Tagesfrist) G&B Aufwertung steuerpflichtig!!!

41 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Gesamtzusammenstellung Verkauf am 3. April 2013 Einkünfte aus Gewerbebetrieb€ ,-- Gesamteinkünfte€ ,-- Verkauf am 30. März 2013 Einkünfte aus Spekulationsgeschäften€50.000,-- Einkünfte aus Gewerbebetrieb€ ,-- Gesamteinkünfte€ ,-- Beachte:Tagesfrist bei der Berechnung des Spekulationsgewinnes!

42 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 RÄG 2010 Reformüberlegungen Verstärkte Maßgeblichkeit  Anknüpfung an UGB-Bilanz Verringerungen der Wahlrechte in UGB-Bilanz Begriffe vereinheitlichen wie zB.  Vermögensgegenstand – Wirtschaftsgut  Beizulegender Wert - Teilwert  Abweichungen in zB § 6 EStG

43 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 RÄG 2010 Auswirkungen auf die steuerliche Gewinnermittlung Erhöhung der Schwellenwerte  Entfall bzw. durch Rückwirkung (siehe vorne) Nichtentstehen der Gewinnermittlung nach § 5 (1) EStG Wechsel der Gewinnermittlung  § 5 (1) auf § 4 (1) EStG  sofern § 125 (1) lit a BAO erfüllt  oder freiwillige Buchhaltung  § 5 (1) auf 4 (3) EStG  Sofern weder freiwillig  noch aufgrund der § 125 BAO Buchführung (Beachte die unterschiedlichen Umsatzgrenzen § 125 BAO - § 189 UGB neu idF ME!!!!)  Beachte jedoch § 5 (2) EStG idF StruktAnpG freiwillige § 5 Gewinnermittlung kraft Fortführungsoption  Gewillkürtes BV  Grund und Boden (jedoch § 4 (10) Zi 3a EStG)  Rückstellungsbildung

44 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 RÄG 2010 Auswirkungen auf die steuerliche Gewinnermittlung Erhöhung der Schwellenwerte Keine Anpassung der Umsatzgrenzen des § 125 BAO mit § 189 UGB  § 125 (1) BAO „…. Land- und forstwirtschaftlichen Betrieb oder wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (§ 31 BAO) ….“ zur Buchführung verpflichtet Land & Forstwirte, Gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Körperschaften mit ihrem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb § 31 BAO benachteiligt (Schwellenwert ) Gewerbetreibende Unternehmen (Schwellenwert neu )

45 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Änderungen: Gesetzliche Anpassungen  Aufwendungen für das Ingangsetzen und Erweitern eines Betriebes (§ 198 (3) UGB)  Mindestansatz bei den Herstellungskosten (§ 203 (3) UGB) (in RV entfallen)  Aktivierungspflicht für den Firmenwert (§ 203 (5) UGB)  Erweitertes Niederstwertprinzip im Umlaufvermögen (§ 207 (2) UGB)  Zuschreibungswahlrecht (§ 208 UGB) (in RV entfallen!!)  Pflicht zur Erstellung eines konsolidierten Abschlusses (§ 249 (2) UGB)  Unterschiedsbetrag aus einer Kapitalkonsolidierung (§ 261 (1) UGB) RÄG 2010

46 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen (§ 198 (3) UGB)  Bisher Aktivierungswahlrecht (Bilanzierungshilfe)  Entfall dieser Regelung durch RÄG 2010 neu Bilanzpolitischer Gestaltungsspielraum (True and Fair View?)  EStG keine vergleichbare Regelung Keine Aktivierung mehr möglich (Maßgeblichkeit) =) Aufwand  Ähnliche Status quo in Deutschland nach BilMOG Aufhebung der entsprechenden Regelung § 269 dHGB  Durch Aufhebung bedingte Folgeänderungen Abnutzung Bilanzierungshilfe (§ 210 UGB) entfallen (ND 5 Jahre) Ausschüttungssperre von Gewinnen durch Aktivierung der Bilanzierungshilfe (§ 226 (2) UGB) GuV-Gliederung (Abschreibungen auf Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen (§ 231 (2) 7 lit. a UGB)  Übergangsvorschriften (§ 906 (21) 2. Satz UGB) Altregelungen (siehe oben) gelten weiter RV RÄG 2010

47 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010  Mindestansatz bei den Herstellungskosten (§ 203 (3) UGB) (RV nicht mehr enthalten!)  Angemessene Teilen von Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten dürfen … (Bilanzierungswahlrecht)  Entfall dieser Regelung durch RÄG 2010 (Fassung MinE!!!) neu Jetzt Aktivierungspflicht von angemessenen MGK und FGK „Angemessen“ =) hL auch fixe GK Informationsfunktion, Vergleichbarkeit (True and Fair View)  EStG Aktivierungspflicht (§ 6 Z 2 lit. a EStG)  Ähnliche Status quo in Deutschland nach BilMOG Aufhebung der entsprechenden Regelung § 253 dHGB  Übergangsvorschriften (§ 906 (21) 3. Satz UGB) Altregelungen (siehe oben) gelten weiter Anhangsangabe § 236 UGB (Erläuterungen Bewertungsmethoden) RÄG 2010

48 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010  Abschreibungszeitraum für den Firmenwert (§ 203 (5) UGB)  Entgeltlich erworbener Firmenwert (Bilanzierungswahlrecht)  Entfall dieser Regelung durch RÄG 2010 neu Jetzt Aktivierungspflicht Planmäßige Abschreibung auf individuelle betriebliche ND (MWR?!) Anhangsangaben über Abschreibungsdauer und Methode (§ 236 UGB) Vergleichbarkeit (True and Fair View?) Problem: Bewertung von Einlagen § 202 (1) UGB (Betriebe oder Teilbetriebe… eingelegt) =) Regelungen § 202 (5) UGB sinngemäß  Konzerninterne Umgründungsvorgänge? Marktbewertung?  EStG Aktivierungspflicht (§ 4 (1) EStG) 15 jährige Abschreibung (§ 8 (3) EStG) Praxiswert (EStR Rz 3188), eventuell kürzerer Zeitraum  Ähnliche Status quo in Deutschland (§ 246 (1) bzw. § 253 (3) dHGB) RÄG 2010

49 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010  Erweitertes Niederstwertprinzip im Umlaufvermögen (§ 207 (2) UGB)  … in nächster Zukunft nach vernünftiger unternehmerischen Beurteilung weitere Wertminderungen erwartet werden (Abschreibungswahlrecht)  Antizipieren zukünftig eintretender Wertminderungen  Entfall dieser Regelung durch RÄG 2010 neu Widerspruch zum Stichtagsprinzip Zu weite Auslegung des Vorsichtsprinzips True and Fair View  EStG keine entsprechende Regelung Abschreibung unterhalb des Teilwertes unzulässig Beizulegender Wert (UGB) = Teilwert (EStG) Keine MWR  Ähnliche Status quo in Deutschland § 253 dHGB RÄG 2010

50 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010  Zuschreibungswahlrecht (in RV nicht mehr enthalten) (§ 208 UGB) iVm § 6 (13) EStG (Fassung MinE)  § 208 (1) UGB generelles Wertaufholungsgebot Sofern Gründe der vorangegangenen außerplanmäßigen Abschreibung wegfallen Ausnahme: § 208 (2) UGB alt de facto Maßgeblichkeit (umgekehrte Maßgeblichkeit)  wenn niedriger Wertansatz in der Steuerbilanz beibehalten werden darf …  Beachte: VwGH (2007/15/0074) versus EStR Rz 2584 Zuschreibung auch dann, wenn keine Identität der Gründe der Wertminderung und der Wertsteigerung RÄG 2010

51 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010  Zuschreibungswahlrecht (in RV nicht mehr enthalten) (§ 208 UGB) iVm § 6 (13) EStG (Fassung MinE)  Änderung des § 208 (2) UGB neu Zuschreibungen unterlassener Wertaufholungen aufgrund bisherige § 208 (2) UGB alt (de facto Maßgeblichkeit) Wann?  Erstes Geschäftsjahr, das nach dem beginnt  Aufhebung § 208 (3) UGB =) Anhangsangabe der unterlassenen Zuschreibung nicht mehr notwendig RÄG 2010

52 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010  Zuschreibungswahlrecht (in RV nicht mehr enthalten) (§ 208 UGB) iVm § 6 (13) EStG (Fassung MinE)  Steuerliche Auswirkungen (Teil 1)  § 6 Z 13 EStG neu (Fassung MinE) =) Fassung RV entfallen!!) Nachgeholte Zuschreibungen (§ 208 (2) UGB neu)  „Steuerneutral“ Unversteuerte Rücklage (Bewertungsreserve)  Steuerlicher Wertansatz wird nicht erhöht!!! Zuschreibungen von Werterholungen von nach  Jedenfalls steuerpflichtig!!!! RÄG 2010

53 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010  Zuschreibungswahlrecht (in RV nicht mehr enthalten) (§ 208 UGB) iVm § 6 (13) EStG (Fassung MinE)  Steuerliche Auswirkungen (Teil 2)  § 6 Z 13 EStG neu iVm § 6 Z 2 lit. a EStG (KRITIK!!)  Unterschiedlicher steuerliche Umgang mit Werterholungen  § 4 (1) EStG Kann Teilwert auch dann ansetzen, wenn er höher ist als der letzte Bilanzansatz  § 5 (1) EStG Muss gem. § 208 UGB iVm § 6 (13) EStG  Verweis von § 6 Z 2 lit a letzter Satz EStG geht ins Leere RÄG 2010

54 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010  Pflicht zur Erstellung eines konsolidierten Abschlusses (§ 249 (2) UGB) Umsetzung der RL 2009/49/EG betreffend Angabepflichten mittlerer Gesellschaften sowie die Pflicht zur Erstellung eines konsolidierten Abschlusses MU mit ausschließlich TU, für sich und zusammengenommen von untergeordneter Bedeutung sind =) Entfall des Konzernabschlusses und Konzernlagebericht  Verpflichtender Ansatz des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung (Aufhebung § 261 (1) zweiter Satz)  Derzeit zwei Möglichkeiten der Behandlung eines Unterschiedsbetrages iR einer Kapitalkonsolidierung Ausweis (§ 254 (3) UGB) + Abschreibung auf 5 Jahre bzw. Tilgung Ausweis Unterschiedsbetrages + Verrechnung mit Kapital- oder Gewinnrücklage (Neuregelung schafft diese Methode ab) RÄG 2010

55 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Gewinnermittlung für große Vereine § 5 EStG VereinsR Rz 329ff Alois Pircher Florian Silvestri

56 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010  § 189 (3) UGB „ …Rechnungslegungsrechtliche Sonderbestimmungen gehen der Anwendung dieses Gesetzes vor …“ VereinsG = Sonderbestimmung  § 21 VereinsG Verwendung des Begriffes „Rechnungslegung“ Verwirrung VereinsR Rz 329 bringt Klarstellung im Bereich der kleinen Vereine  RÄG 2010 Erhöhung des Schwellenwertes von / auf / Keine Änderung bei den Gewinnermittlungsarten bei Vereinen!!!! § 125 BAO wurde nach dem RÄG 2010 nicht angepasst! RL-Pflicht große Vereine

57 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 RÄG 2010 Auswirkungen auf die steuerliche Gewinnermittlung Erhöhung der Schwellenwerte Keine Anpassung der Umsatzgrenzen des § 125 BAO mit § 189 UGB  § 125 (1) BAO „…. Land- und forstwirtschaftlichen Betrieb oder wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (§ 31 BAO) ….“ zur Buchführung verpflichtet Land & Forstwirte, Gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Körperschaften mit ihrem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb § 31 BAO benachteiligt (Schwellenwert ) Gewerbetreibende Unternehmen (Schwellenwert neu )

58 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 RL-Pflicht bei Vereinen Merkmale Kleine VereineMittelgroße Vereine Große Vereine Gesetz§ 21 VereinsG§ 22 (1) VereinsG§ 22 (2) VereinsG Gewöhnliche Einnahmen oder gewöhnliche Ausgaben Unter 1 Mioüber 1 Mio und unter 3 Mio über 3 Mio Publikumsspenden Unter 1 Mio Über 1 Mio Rechnungslegung EAR „Vermögens- übersicht“ Bilanz GuV Bilanz GuV Anhang nach UGB RechnungsjahrAbweichend möglich KontrolleZwei Rechnungsprüfer Abschlussprüfer

59 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 RL-Pflicht bei Vereinen Merkmale Kleine VereineMittelgroße Vereine Große Vereine Gewinn- ermittlung § 4 (3) EStG § 4 (1) EStG  Gem. § 125 BAO  freiwillig § 5 EStG, sofern  Einkünfte aus Gewerbebetrieb gem. 23 EStG nicht § 28 BAO!!!  Aus wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gem. § 31 BAO § 4 (1) EStG, wenn  Aus LuF gem § 21 EStG  Aus NsA gem § 22 (1) EStG  Und  2-maliges Überschreiten der Umsatzgrenze ,-- (§ 125 (1) lit a BAO)

60 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Prüfungsschritte und Judikatur iZm Liebhaberei (EStG und UStG) Alois Pircher Florian Silvestri

61 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010  „Betätigung – als Voraussetzung einer Einkunftsart! Einkommen- bzw. umsatzsteuerlich relevante Aktivitäten Aktive „Tätigkeiten“ (zB. Landwirt, Freiberufler, Gewerbetreibender, Dienstnehmer) bzw. eingegangene „Rechtsverhältnisse“ (zB. Beteiligung an Kapitalgesellschaft, echter stiller Gesellschafter) oder eines Duldens (zB. entgeltliche Gebrauchsüberlassung bewegl. und unbeweglicher Wirtschaftsgüter) nach außen gerichtetes Handeln (nat. oder jur. Person) einer Einkunftsart § 2 (3) EStG bzw. § 7 (2) KStG entspricht. Entfaltung im betrieblichen Bereich § 2 (3) Zi 1-3 EStG als auch im außerbetrieblichen Bereich § 2 (3) Zi 4-7 EStG erfolgen. Prüfungsschritte und Judikatur iZm Liebhaberei

62 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010  „keine Betätigungen“ – keine einkommensteuerbaren Vorgänge Keine Einkommenserzielung  Nur Verwendung des bereits erzielten Einkommens  Bloße Halten von Vermögen Beispiele  Nichtvorliegen einer Betätigung iSd § 2 (3) EStG  Einkünfteerzielungsabsicht – Werbungskostenabzug bei leerstehenden Wohnungen  Vermietung durch eine Privatperson an das eigene Einzelunternehmen  Zurechenbarkeit der Ergebnisse an eine andere Person als diejenige, die diese geltend macht  Fremdunübliche Vertragsgestaltung zwischen Nahestehenden  Fremdunübliche Überlassung an eine Körperschaft, an welche der Überlassende beteiligt ist  Nutzung zu eigenen Wohnzwecken  Wohnraumversorgung für nahe Angehörige in Erfüllung der Unterhaltsverpflichtungen  Gebrauchsüberlassung zwischen Miteigentümern ohne vertragliche Grundlage Prüfungsschritte und Judikatur iZm Liebhaberei

63 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Prüfungsschritte aus Renner, UFSjournal, 02/2010 SchrittUntersuchungBeispiele für Untersuchungskriterien 1Steuerbarer Vorgang? (Betätigung) NEIN =) Keine Anerkennung Tatsächliche Einkunftserzielungsabsicht (zB. Vermietungsabsicht) Anzuerkennende Vereinbarung zwischen Nahestehenden 2Liebhaberei? JA =) keine Anerkennung Betätigung gem. § 1 (1) und (3) LVO „Einkünftevermutung“ Betätigungen gem. § 1 (2) LVO „Liebhabereibeurteilung“ Große oder kleine Vermietung? Unwägbarkeiten 3Einschränkungen des Verlustausgleiches bzw. –vortrages § 2 erster Teilstrich EStG § 2 (2a) zweiter Teilstrich EStG § 29 Z 3 EStG § 30 (4) EStG § 31 (5) EStG § 27 (1) Zi 2 EStG

64 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010  § 2 (5) UStG  Nicht als gewerbliche oder berufliche Tätigkeit gilt Auf Dauer gesehen keine Einnahmenüberschüsse (Liebhaberei) Konsequenz  Nicht unternehmerisch tätig (keine Unternehmereigenschaft)  Keine Umsatzsteuer  Kein Vorsteuerabzug  Bei Wechsel von Unternehmereigenschaft zur Liebhaberei keine VSt-Berichtigung gem. § 12 (10) UStG  Entnahme Eigenverbrauch! (strittig)  USt kraft Rechnungslegung, jedoch kein VSt-Abzug für Leistungsempfänger  Berichtigung der Rechnung möglich (UStR Rz 1739) Liebhaberei und UStG

65 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010  Liebhaberei und USt nur bei „Betätigungen“ gem. § 1 (2) LVO möglich (§ 6 LVO iVm 22.1ff LRl) Bewirtschaftung von Wirtschaftsgütern, … in einem besonderen Maß für die Nutzung im Rahmen der Lebensführung eignen  Wirtschaftsgüter der Sport- und Freizeitausübung  Luxuswirtschaftsgüter Tätigkeiten … in der Lebensführung begründeten Neigung zurückzuführen sind „oder“ Bewirtschaftung von Eigenheimen, Eigentumswohnungen u. Mietwohngrundstücken (kleine Vermietung) Aber nur dann, wenn durch die Art der Bewirtschaftung oder der Tätigkeit in einem absehbaren Zeitraum kein Gesamtgewinn oder Gesamtüberschuss resultiert Liebhaberei und UStG

66 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Vorsteuerabzug bei Gebäuden der Körperschaften öffentlichen Rechts EuGH C-515/07, VLNTO, vom EuGH C-184/04, Uudenkaupungin kaupunki, vom EuGH C-437/06, Securenta, vom VwGH 2007/15/0192, vom VwGH 2730/77, vom Alois Pircher Florian Silvestri

67 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010  Grundlagen für das Verständnis  Differenzierung zwischen „wirtschaftliche Tätigkeiten“ – „nicht wirtschaftliche Tätigkeiten“  Siehe Aussagen EuGH C-184/04, Uudenkaupungin kaupunki, vom  Siehe Aussagen EuGH C-437/06, Securenta, vom „wirtschaftliche Tätigkeiten“ – „unternehmensfremde (privaten) Tätigkeiten“ „Nicht wirtschaftliche Tätigkeiten“ nicht synonym „Unternehmensfremde (privaten) Tätigkeiten“ Vorsteuerabzug bei Gebäuden bei KÖR

68 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010  Grundlagen für das Verständnis  Gegenstände, Verwendung für „nichtwirtschaftlicher Tätigkeiten“ (dh. keine privaten Tätigkeiten) lt. EuGH Unternehmensvermögens (keine Widmung) Grundsätzlich Unternehmensvermögen =) VSt-abzug, ABER Aufgrund „Nichtwirtschaftlicher“ Nutzung VSt-abzug eingeschränkt VSt-Korrektur bei Änderung der nichtwirtschaftlichen Nutzung  Eigenverbrauchsbesteuerung nur bei Gemischte Nutzung in steuerpflichtige und zu privaten Zwecken  Kein Eigenverbrauch (da kein VStabzug für nichtwirtschaftlichen Bereich) bei Verwendung für steuerpflichtige und nichtwirtschaftliche Zwecke Vorsteuerausschluss bei KÖR  Im Ausmaß der hoheitlichen Nutzung (nicht wirtschaftliche) Nutzung  Anderen jur. Personen im Bereich der „nichtunternehmerischen“ Tätigkeit, außerhalb der vGA Vorsteuerabzug bei Gebäuden bei KÖR

69 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010  Sachverhalt Grundstück (Gebäude)  Teils unternehmerisch (wirtschaftlich)  Teils hoheitlichen Zwecken (nicht wirtschaftlich) Umsatzsteuer  100% Vorsteuerabzug und hoheitlicher Bereich =) Eigenverbrauch?  Aufteilung und kein VSt-abzug hoheitlichen Bereich?  Welche Kriterien für die Aufteilung?  Anwendbarkeit auch auf andere Körperschaften (zB. Vereine)?  Ab wann liegt V&V (BGA) durch KÖR mit VSt-abzug vor?  Verdeckte Gewinnausschüttungen? Vorsteuerabzug bei Gebäuden bei KÖR

70 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010  Sachverhalt KÖR Grundstück (Gebäude)  Teils unternehmerisch (wirtschaftlich)  Teils hoheitlichen Zwecken (nicht wirtschaftlich) Umsatzsteuer  Aufteilung und kein VSt-abzug hoheitlichen Bereich!!!  VwGH 2007/15/0192,  Kein Eigenverbrauch!  Welche Kriterien für die Aufteilung?  UStR Rz 1912b  VwGH 2007/15/0192, vom Gemeinde hoheitlicher und unternehmerischer Bereich (Wasserversorgung, Kanal, Müll, Kindergarten etc.) VStaufteilung nach Gebäudenutzung (Gebäudebenutzer – hoheitlich oder unternehmerisch) VStneu nach Kosten aufgeteilt VwGH verworfen, kein sachgerechter Verteilungsschlüssel  VwGH 2730/77, vom (Hallenbaderkenntnis) Hallenbad für hoheitlichen (Pflichtschulen) und unternehmerisch (Öffentlichkeit) USt-Pflicht für unternehmerischen Bereich – kein Eigenverbrauch Vorsteuerabzug bei Gebäuden bei KÖR

71 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010  Sachverhalt Anwendung auch auf andere Körperschaften? Grundstück (Gebäude)  Teils unternehmerisch (wirtschaftlich)  Teils nicht unternehmerischen Zwecken (nicht wirtschaftlich) Umsatzsteuer  Aufteilung und kein VSt-abzug für nicht unternehmerischen Bereich!!!  Welche Kriterien für die Aufteilung? Gleich wie vorher  UStR Rz 1912b  VwGH 2007/15/0192, vom Gemeinde hoheitlicher und unternehmerischer Bereich (Wasserversorgung, Kanal, Müll, Kindergarten etc.) VStaufteilung nach Gebäudenutzung (Gebäudebenutzer – hoheitlich oder unternehmerisch) VStneu nach Kosten aufgeteilt VwGH verworfen, kein sachgerechter Verteilungsschlüssel  VwGH 2730/77, vom (Hallenbaderkenntnis) Hallenbad für hoheitlichen (Pflichtschulen) und unternehmerisch (Öffentlichkeit) USt-Pflicht für unternehmerischen Bereich – kein Eigenverbrauch Vorsteuerabzug bei Gebäuden bei KÖR

72 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010  Sachverhalt Vermietung von Grundstück (Gebäude) durch KÖR  V&V durch KÖR BGA (Betrieb gewerbl. Art), Auch wenn nicht wirtschaftlich herausgehoben nicht von wirtschaftlichen Gewicht (UStR Rz 265) Jedoch nur wenn!!!!  Bestandsvertrag § 1090 ABGB  Entgeltlichkeit (nur für Beurteilung der Entgeltlichkeit!)  Deckung laufender und zeitlich anteiliger Betriebskosten (§§ 21 – 24 MRG)  1,5% Afa der AK/HK inkl.!!! GuB und aktpfl. Aufwendungen und Großreparaturen  Subventionen § 3 (1) Zi 6 EStG kürzen Afa-Bmgl. nicht Ansonsten Versagung der BGA-Eigenschaft!!! Übergangsvorschriften  Für Neuverträge ab  Umstellung Altverträge bis Vorsteuerabzug bei Gebäuden bei KÖR

73 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Beteiligungen und Kapitalgesellschaften Zuschreibungsgebot bei Beteiligungen VwGH 2007/15/0074, vom § 6 Z 13 EStG EStR Rz 2583 – 2586 § 208 UGB??? Alois Pircher Florian Silvestri

74 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Zuschreibung von Beteiligungen Wertansatz von Beteiligungen UnternehmensrechtSteuerrecht Rechtsquelle§ 203, 204 und 208 UGB § 6 Z 2a EStG Wertobergrenzeurl. AK/HKStrl. AK VergleichswertBeizulegender WertTeilwert AbwertungKann bzw. muss bei dauernder Wertminderung Kann bzw. muss – jedoch Maßgeblichkeitsprinzip Aufwertungmuss – jedoch Beibehaltung möglich Kann – jedoch Maßgeblichkeitsprinzip § 6 Z 13 EStG

75 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Zuschreibung von Beteiligungen Allgemeine Aussagen zur Wertaufholung – ohne § 228 (1) UGB!!!! § 208 (1) UGB  Korrespondiert mit früher eingetretenen ap. AvA  Entspricht Imparitätsprinzip (§ 201 (2) Zi 4 UGB) Es drohen keine Verluste mehr Beibehaltung des niedrigeren Wertes nicht erforderlich (Gläubigerschutzes) Realisationsprinzip durch Geltung der AK-Obergrenze entsprochen (§ 201 (2) 4a UGB)  Ausschüttungssperre (§ 235 Z 1 UGB) verhindert Liquiditätsabfluss  True and fair view  Problemfall: Maßgeblichkeit (siehe auch RV RÄG 2010, Wahlrechte reduzieren) Zuschreibung erfolgswirksam =) Steuerzahlung Liquiditätsabfluss Wertbehaltungswahlrecht gem. § 6 Z 2 lit a EStG für nicht abnutzbares AV und Umlaufvermögen Wertbeibehaltungswahlrecht gem. § 6 Z 2 lit a EStG durch Wertaufholungsgebot im UGB unterlaufen  Lösung de facto Maßgeblichkeit (Umgekehrte Maßgeblichkeit)  § 208 (2) UGB (Jedoch nicht für Beteiligung nach § 228 (1) UGB!!)

76 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Zuschreibung von Beteiligungen  VwGH 2007/15/0074, vom  Klärung der Zuschreibungsverpflichtung bei Beteiligungen gem. § 228 (1) UGB iSd § 6 Zi 13 letzter Satz EStG „Wegfall von genau jenen Gründen, die zur Teilwertabschreibung führten …“ (Theorie der Identität der Gründe) ODER „…. die Gründe dafür nicht mehr bestehen …“ (auch andere Gründe) VwGH lehnt Theorie der Identität der Gründe ab  Unterschiedliche Interpretation in Zuschreibungsgründe in der Literatur in Österreich und Deutschland  Begründung des VwGH mit Verweise auf steuerrechtliche Literatur  Bereits Interpretation der Bilanzrichtlinie zur Zuschreibung unklar  „.. Wenn die Gründe der Wertberichtigung nicht mehr bestehen….“

77 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Zuschreibung von Beteiligungen  VwGH 2007/15/0074, vom  Konsequenzen  Interpretation der Auslegung der Regelung des § 208 (1) UGB Unklare Bilanzrichtlinie  Vorlage an EuGH?  Probleme bei der Ermittlung der Wertsteigerungen (wie die seinerzeitige Wertminderung) Unternehmensbewertung nach wissenschaftlich anerkannten Methoden Gestaltungsüberlegungen Hirschler/Wiesner, RWZ 2009, 171  Feststellung des höheren Wertes an einem Folgebilanzstichtag (schwankungsbegründet oder substanziell) zur Klärung der Wertsteigerung sinnvoll?  „20%-Grenze“ als Untergrenze für die Zuschreibung?  Aussagen über die Zuordnung zum Anlagevermögen

78 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Beteiligungen und Kapitalgesellschaften Abzugsfähigkeit von Kursverlusten eines Fremdwährungsdarlehens für den Erwerb eines Darlehens VwGH 2008/15/0051, vom § 12 (2) KStG Alois Pircher Florian Silvestri

79 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Kursverlusten aus Fremdwährungskrediten  VwGH 2008/15/0051, vom  Sachverhalt: Erwerb von 100% an zwei Schweizer Firmen  Schachtelbeteiligung (§ 10 (2) KStG) Finanzierung mit Fremdwährungsdarlehen (chf) Berufungswerber machte geltend  Zinsen und  Kursverluste iZm Fremdwährungskredit BP verweigerte Abzug von Zinsen und Kursverlusten  direkte Verbindung mit steuerfreien Einnahmen aus int. Schachtelbeteiligung § 10 (2) KStG UFS gab Beschwerdeführerin Recht  Bezugnahme auf VwGH 1999/14/0099 Kursverluste mit ausländischen Staatsanleihen  Amtsbeschwerde vom Finanzamt VwGH gab UFS und Beschwerdeführerin Recht

80 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Kursverlusten aus Fremdwährungskrediten  VwGH 2008/15/0051, vom  Conclusio  Abzugsverbot setzt unmittelbaren Zusammenhang zwischen nicht steuerpflichtigen und nicht abziehbaren Ausgaben voraus  Kursschwankungen betreffen Vermögensstamm und stehen nicht im direkten Zusammenhang mit steuerfreien Beteiligungserträgen Sind Ergebnis einer Marktentwicklung (kein unmittelbarer Bezug zu den steuerfreien Beteiligungserträgen) Kursverlust wird nicht aufgrund vertraglicher Regelungen feststehen  Kursgewinne aus Fremdwährungskrediten unterliegen Steuerpflicht

81 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Wohnsitzbefreiung bei Betriebsaufgabe § 24 (6) EStG VwGH 2009/15/0168, vom VwGH 2005/14/0038, vom EStR Rz 5699 EStR Rz 5714 EStR Rz 5717a Alois Pircher Florian Silvestri

82 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 VwGH , 2005/14/0038 Betreffende Norm: § 24 (6) EStG Einfamilienhaus mit Ordinationsgebäude (6m entfernt) durch Gang verbunden Gebäude als bautechnische Einheit (samt GuB)  Einzelnes Wirtschaftsgut  Bautechnische Kriterien festgelegt Im Ordinationsgebäude befinden sich - Sauna - Ruheraum - vorgelagerter Wintergarten - gemeinsame Ölheizung für Einfamilienhaus und Ordination Hauptwohnsitzbegünstigung für Einfamilienhaus nicht für Ordination (nicht „reprivatisierbar“) Wohnsitzbefreiung bei Betriebsaufgabe

83 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Wohnsitzbefreiung bei Betriebsaufgabe Einfamilienhaus Ordinationsgebäude Wintergarten Ruheraum Sauna gem. Ölheizung Verbindungsgang

84 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 VwGH 2009/15/0168, vom  Sachverhalt: OG mit zwei Gesellschaftern (Ehegatten) =) § 5 EStG Haus  Erdgeschoss für Gewerbebetrieb (anteiliges SonderBV der Gesellschafter)  1. Stock – Hauptwohnsitz Betriebsaufgabe  Wohnsitzbefreiung beantragt § 24 (6) EStG Erfassung der Stillen Reserven des GuB des Erdgeschosses Berufung – Stattgabe durch UFS – Amtsbeschwerde VwGH – Bestätigung Berufungsentscheidung UFS  Hauptwohnsitzbefreiung § 24 (6) EStG erfasst bei Gewinnermittlung nach § 5 EStG Grundwert (Größe des begünstigten Grundstücks?, VwGH 98/15/0019) Gebäudewert Wohnsitzbefreiung bei Betriebsaufgabe

85 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Weitere Neuerungen iZm Wohnsitzbefreiung!! Nachversteuerung EStR Rz 5714  Nachversteuerung beim Steuerpflichtigen oder dessen Erben als Gesamtrechtsnachfolger des Geschenkgebers Bemessungsgrundlage Gemeiner Wert zum Zeitpunkt der Aufgabe - Buchwert Stille Reserven (Steuerhängig)  Wertänderungen zwischen Betriebsaufgabe und Veräußerung ändern Bmgl. nicht! (Kein § 295a BAO)  Eventuell Spek. Einkünfte nach § 30 EStG Bemessungsgrundlage Veräußerungserlös - Gemeiner Wert zum Zeitpunkt der Aufgabe Spekulationseinkünfte Wohnsitzbefreiung bei Betriebsaufgabe

86 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Wohnsitzbefreiung bei Betriebsaufgabe Weitere Neuerungen iZm Wohnsitzbefreiung!! Nachversteuerung EStR Rz 5714 Anschaffung im Jahr 1Fall 1Fall 2Fall 3 Jahr 6 Betriebsaufgabe Buchwert (Geb inkl. GuB) 100 Gemeiner Wert Zeitpunkt Betriebsaufgabe 180 Jahr 9 Veräußerung 5-Jahresfrist für § 24 (6) EStG 10-Jahresfrist für § 30 EStG Nachversteuerung § 295a BAO Stille Reserven Betriebsaufgabe § 24 (6) EStG 80 Einkünfte § 30 EStG Spekulation

87 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Wohnsitzbefreiung bei Betriebsaufgabe Weitere Neuerungen iZm Wohnsitzbefreiung!! Nachversteuerung EStR Rz 5714  Begünstigung für Nachversteuerung § 37 (5) EStG (1/2 DSS)  Tod, Erwerbsunfähigkeit (Erwerbsunfähigkeit berufsspezifisch und medizinisch), 60. Lebensjahr vollendet, Erwerbstätigkeit eingestellt, Antragstellung, Ablauf 7-Jahresfrist  Nur wenn VS zum Zeitpunkt der Betriebsaufgabe gegeben § 37 (2) EStG 1/3tel und § 37 (5) EStG ½ DSS  auch für restlichen (bisherigen) Aufgabegewinn erneut wählbar  Beachte VwGH 2007/15/0114, vom Unentgeltliche Betriebsübergabe ist keine Betriebsaufgabe Keine Begünstigung für entnommenes Betriebsgebäude nach § 24 (6) EStG

88 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Wohnsitzbefreiung bei Betriebsaufgabe – Auswirkung V&V Nachversteuerung– Auswirkungen auf eventuelle V&V (EStR Rz 5717a) Verwendung des begünstigten Gebäudes nach der Betriebsaufgabe zur Einkünfteerzielung  Bemessungsgrundlage für die Afa: Teilwert bei Einlage in den Betrieb ( EStR Rz 5717b) ODER Gemeiner Wert zum Zeitpunkt der Betriebsaufgabe (Nutzung durch den Steuerpflichtigen selbst - EStR Rz 6433e) ODER Fiktive Anschaffungskosten im Zeitpunkt der Vermietung (Nutzung des Rechtsnachfolgers – EStR Rz 6433f) - unversteuert gebliebene stille Reserven Afa Bemessungsgrundlage

89 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Wohnsitzbefreiung bei Betriebsaufgabe – Auswirkung V&V Nachversteuerung– Auswirkungen auf eventuelle V&V (EStR Rz 5717a) Nachversteuerung ist rückwirkendes Ereignis § 295a BAO  Berichtigung des zu geringen Wertansatzes für die Afa  Afa wird erhöht Keine Nachversteuerung  Geringere Afa-Bmgl. für zukünftige Afa bzw. eventuelle Einlage maßgeblich

90 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Nachträgliche Änderung des Veräußerungserlöses – Einkünfte nach § 32 EStG oder rückwirkendes Ereignis nach § 295a BAO VwGH 2006/15/0182, vom VwGH 2006/15/0151, vom Alois Pircher Florian Silvestri

91 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 § 32 EStG - § 295a BAO § 32 EStG  Einkünfte iSd § 2 (3) EStG  Einer ehemaligen betrieblichen Tätigkeit (§ 2 (3) Zi 1-3 EStG) (zB. Gewinne aus dem Eingang abgeschriebener Forderungen oder Verluste aus dem Ausfall von Forderungen)  Einer ehemaligen nichtselbständigen Tätigkeit  Einem früheren Rechtsverhältnis  Und zwar auch beim Rechtsnachfolger § 295a BAO  Bescheid  Antrag einer Partei  Oder von Amts wegen abgeändert werden  Als ein Ereignis eintritt, das  Das abgabenrechtliche Wirkung für die Vergangenheit auf Umfang und Bestand eines Abgabenanspruches hat.

92 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 § 32 EStG - § 295a BAO  Ausgangsfall 1:  Beide zit. VwGH Urteile – Betriebsaufgabe bzw. Betriebsveräußerung eines EAR-Rechners – Wechsel der Gewinnermittlungsart § 4 (1) EStG  Fall 1: VwGH 2006/15/0182 Provisionszahlungen eines Versicherungsmaklers Aufgabezeitpunkt strittig Fixe Provisionen für Einstellung =) Betriebsaufgabe zuzurechnen =) § 37 EStG Variable Provisionen =) laufende Tätigkeit =) eigentlich im Übergangsgewinn beinhaltet  Ansatz der Höhe nach strittig =) Keine Berücksichtigung iRd Bewertung zum Bilanzstichtag (Betriebsaufgabe) Nachträglich behauptete Uneinbringlichkeit  =) keine Rückwirkung nach § 295a BAO

93 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 § 32 EStG - § 295a BAO Ausgangsfall 2:  Beide zit. VwGH Urteile – Betriebsaufgabe bzw. Betriebsveräußerung eines EAR-Rechners – Wechsel der Gewinnermittlungsart § 4 (1) EStG  Fall 2: VwGH 2006/15/0151 Planender Baumeister veräußert wesentliche Betriebsgrundlagen an GmbH Streitpunkt ist der Wert der Forderungen des Bf gegenüber den Auftraggebern  Nennwert (belangte Behörde) oder  niedriger Teilwert (Bf) Nachträgliche Uneinbringlichkeit der Forderung  Keine Rückwirkung nach § 295a BAO  Bewertung der Forderung (materielles Recht) zum Bilanzstichtag

94 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 § 32 EStG - § 295a BAO Konsequenz der Beurteilung  Normaler ESt-Satz des betreffenden Jahres – keine Begünstigung Bei § 32 EStG  Korrektur eines allfälligen begünstigten Veräußerungsgewinnes Bei § 295a BAO  Rechtslage EStR Rz 5661 bis  Änderung des Veräußerungserlöses im nachhinein  Rückwirkendes Ereignis § 295a BAO =) Begünstigt Rechtslage VwGH 2006/15/0151, vom UND Rechtslage EStR Rz 5661 ab  Einkünfte aus ehemaliger betrieblichen Tätigkeit gem. § 32 Z 2 EStG  Materielles Recht geht Verfahrensrecht vor  Für § 295a BAO bleibt kein Raum  Bewertung der Forderungen (materielles Recht) nach dem am Bilanzstichtag geltenden Recht

95 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 § 32 EStG - § 295a BAO Ungelöst – Nachträgliche Änderung des Unternehmensverkaufspreises  Normaler ESt-Satz des betreffenden Jahres – keine Begünstigung Bei § 32 EStG  Korrektur eines allfälligen begünstigten Veräußerungsgewinnes Bei § 295a BAO  Auffassung Kanduth-Kristen, in Jakom EStG § 32 Rz 27 und Rz 30  Änderung des Unternehmensverkaufspreises im nachhinein  Rückwirkendes Ereignis § 295a BAO =) Begünstigt  Auffassung des BMF  Kein Grund für eine Differenzierung  Ob Forderung laufendes Geschäft oder  Unternehmensverkauf  Materielles Recht geht Verfahrensrecht vor  Für § 295a BAO bleibt kein Raum  Bewertung der Forderungen (materielles Recht) nach dem am Bilanzstichtag geltenden Recht

96 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Steuerfreiheit für pauschale Fahrt- und Reiseaufwandsentschädigungen von Sportlern ab § 3 (1) Z 16c EStG § 49 (3) Zi 28 ASVG Alois Pircher Florian Silvestri

97 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Sportlerpauschalierung Steuerfreie, pauschale Fahrt- und Reiseaufwandsentschädigungen  60 Euro (2009: 30 Euro) pro Einsatztag steuerfrei  Bis zu 540 Euro pro Monat steuerfrei  Bis zu Euro pro Jahr steuerfrei  Sozialversicherungsfrei Auszahlung durch  Gemeinnützige Vereine (§§ 34 ff BAO)  Förderung des Körpersportes Begünstigter Empfänger  Sportler/innen  Schiedsrichter/innen  Sportmasseure bzw. –masseurinnen Nicht begünstigt  Funktionär/innen  Begleitpersonen  Eltern

98 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Sportlerpauschalierung Weitere Voraussetzungen  Keine weiteren Reisevergütungen, Tages- und Nächtigungsgelder gem. § 26 Z 4 EStG  Keine Reiseaufwandsentschädigungen gem. § 3 (1) Zi 16b EStG  Aufzeichnung der Einsatztage pro Arbeitnehmer  Auszahlung unabhängig von einer Reise iSd § 26 Z 4 EStG  Keine regelmäßige Auszahlung notwendig  Bei mehreren Dienstverhältnissen =) zunächst mehrfache Berücksichtigung Arbeitnehmerveranlagung  Kein Lohnkonto  Tatsächlich höhere Reisekosten können iRd Veranlagung abgezogen werden  KommSt-frei und DB-frei  Rückwirkend ab

99 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Sportlerpauschalierung Beurteilung im ASVG (§ 49 (3) Z 28 ASVG) Steuerfreie, pauschale Fahrt- und Reiseaufwandsentschädigungen  60 Euro (2009: 30 Euro) pro Einsatztag steuerfrei  Bis zu 540 Euro pro Monat steuerfrei  Sozialversicherungsfrei Auszahlung durch  Sportvereine (Sportverbände) Begünstigter Empfänger  Sportler/innen  Schiedsrichter/innen  Sport  Sportbetreuer (Trainer/innen, Sportmasseure bzw. –masseurinnen) Weitere Voraussetzungen  Nebenberufliche Tätigkeit  Steuerfreiheit nach § 3 (1)Zi 16c 2. Satz EStG muss zustehen Keine weiteren Reisevergütungen Inkraftreten  !  Bisherige pauschalierte Aufwandsentschädigung (Euro 537,78 monatlich) wird mit aufgehoben

100 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 DB, DZ, KommStG Pflicht – Freie Dienstnehmer § 41 (2) und (3) FLAG § 2 lit a und § 5 KommStG Alois Pircher Florian Silvestri

101 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 Lohnnebenkosten – freier DN Echter Dienstvertrag – BMGl.  Bezüge gem. § 25 (1) Z 1 lit a und lit b EStG  Keine Auslagenersätze, Reisekostenersätze gem. § 26 (4)  Nicht Bezüge nach § 3 (1) Z 10, 11, 13 – 21 EStG Freier Dienstnehmer – BMGl.  Gehälter und sonstige Vergütungen jeder Art Gilt für Vollversicherte als auch für Geringfügig beschäftigte freie DN  Auch Auslagenersätze, Reisekostenersätze  Ausnahmekatalog nach § 26 EStG kommt nicht zur Anwendung  Für den Dienstnehmer einbehaltene Sozialversicherungsbeiträge dürfen die Bmgl. nicht mindern  Trägt der Auftraggeber diese (dem freien DN obliegenden) Beiträge freiwillig, erhöhen diese die Bmgl.  Umsatzsteuer gehört nicht dazu!!!  Für alle ab erbrachten Leistungen!!!

102 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 DB, DZ, KommStG – Kostenersätze und Spesenvergütungen an wesentlich beteiligte GmbH-Geschäftsführer VwGH 2008/15/0260, vom Alois Pircher Florian Silvestri

103 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 DB-, DZ- und KommSt-Pflicht für Kostenersätze VwGH 2008/15/0260, vom DB-, DZ- und KommSt-Pflicht  Kostenersätze für berufsrechtlich vorgesehene Versicherungen  Telefonkostenersätze  Abgeltung für Anschaffungen  Reisespesenersätze  „Bezüge, welche eine GmbH ihrem Gesellschafter-Geschäftsführer als Vergütung bei ihm angefallenen Betriebsausgaben gewährt“ Prüffeld:  § 22 Zi 2 EStG Einkünfte aus sonstiger selbständiger Arbeit Nicht nur Gehälter, sondern alle sonstige Vergütungen pflichtig!  oder § 25 (1) Zi 1 lit a und b EStG (nicht wesentlich beteiligt) Keine Änderungen

104 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 DB, DZ, KommStG – Ausschüttung statt Geschäftsführervergütung wesentlich beteiligte GmbH- Geschäftsführer UFS-Graz RV/0942-G/07, vom Alois Pircher Florian Silvestri

105 Bilanzen und Steuererklärungen 2009, Steuertipps 2010 DB-, DZ- und KommSt-Pflicht Ausschüttung statt GF-Bezug UFS RV/0942-G/07, vom Geschäftsführer  Geschäftsführervertrag  Verzicht auf einen Geschäftsführerbezug  „Gewinnausschüttung“  Laufend Reiseaufwandsentschädigungen geltend gemacht FA und UFS:  Schätzung eines durchschnittlichen GF-Bezuges Gesellschafter haben ihre GF-Tätigkeit auch weiterhin im vollen Umfang erfüllt FA setzte „angemesses und fremdüblichen“ GF-Bezug fest Bmgl. für DB-, DZ- und KommSt Teil der Ausschüttung hat Wurzel nicht in der Gesellschafterstellung, sondern Vergütung für GF-Tätigkeit  Unterscheidung zwischen Stellung des Geschäftsführers und Gesellschafterstellung


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