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Frauenbilder – Über Medien, Macht und Politik: Neujahrsempfang für Frauen: Dornbirn, 16.1.2008.

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Präsentation zum Thema: "Frauenbilder – Über Medien, Macht und Politik: Neujahrsempfang für Frauen: Dornbirn, 16.1.2008."—  Präsentation transkript:

1 Frauenbilder – Über Medien, Macht und Politik: Neujahrsempfang für Frauen: Dornbirn,

2 Küssen Männer anders? Eine Frau muss aussehen wie ein Mädchen, sich benehmen wie eine Dame, denken wie ein Mann und schuften wie ein Pferd Der Mann sieht, die Frau wird gesehen: Klischées, Medienhypes, Schlagzeilen machen die Runde, Expertentauglichkeit wird durch Live- Präsenz beurteilt Wer die Bilder beherrscht, beherrscht die Köpfe Zwei Klischées sind lächerlich, 100 ergreifend

3 Einstimmung

4 DiE EINFLUSSREICHSTE PHILOSOPHIN DES 20. Jahrhunderts - MEDIENSICHT

5 Frauen haben achmal grössere Chance Mit Bild als mit Bezeichnung zu erscheinen ARD: Geschichte „Was ausländische Fans über uns Deutsche denken“ Männer spielen, Frauen jubeln zu Frauen fragen, Männer antworten

6 „Entscheidet die Frisur?“ (BZ, ), „Sicher nicht wegen der Frisur gewählt“ (Neue Luzerner Zeitung, ), „Man diskutiert nie die Frisuren der Männer“ (Annabelle, ), „Nur ihre Strähnen können Calmy-Rey noch die Wahl kosten“ (SonntagsZeitung, ), „Aber Calmy-Rey hat eine Frisur“ (NZZamSonntag, ) Weitere übliche Medienbetitelungen: Miss Schweiz, Die schönsten Regierungschefinnen der Welt, Grossmutter Calmy-Rey, Offizierstocher Royal

7 Braucht Angela Merkel blonde Strähnen? Sueddeutsche, : Geschmacksfrage. Udo Walz gibt auf Paris Hilton Entwarnung

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9 Farah Facett statt Fräulein Rottenmeier Stern: 18. April 2007

10 Latex-Fotos in Park Avenue: Gabriele Pauli

11 Dieter Hildebrandt: in der Sueddeutschen: „Merkel ein bisschen zu thatcherig“ Zoten über die kurzen Röcke von Ursula von der Leyen Evelyn Roll: Das Mädchen und die Macht

12 Kanzlerin der Unschärfe Spiegel (TV-Doku Merkels Macht) Heiligendamm: „Miss World“ „Die Marionette“ Frauen, Vorarlberg, Politik, Macht 53 Hits, ein Büsi und Susanne Leutenegger- Oberholzer

13 Benita Ferrero-Waldner

14 Ferrero-Küsschen: Freitag, “Sie hat nie einen Zweifel gelassen, wie sie zu arbeiten gedenkt: Es gilt eine unbedingte Loyalität gegenüber dem Regierungschef. Es beflügelt ein beachtlicher Ehrgeiz, den sie als Außenamts-Staatssekretärin (von 1995 bis 2000) schon dann und wann erkennen ließ. Letztlich dürfte sie auch dieser Ehrgeiz getrieben haben, trotz ihrer mehrfach artikulierten Ablehnung der FPÖ, dennoch in einer schwarz-blaue Regierung einen Posten anzunehmen. Es helfen ein enormer Fleiß sowie absolute Professionalität, im Ausland eine Reputation zu verteidigen, der sich auch der politische Gegner nicht verschließen kann. In diesem Zusammenhang blitzt auch manchmal ihr größtes Manko auf - sie kann äußerst ungehalten sein, wenn etwas nicht so klappt wie geplant. War Ferrero-Waldner zu Beginn ihrer Karriere im rotweißroten Außenamt von den Medien wegen eitler Attitüden verrissen und von Kollegen als zu steif verlacht worden, gewann sie zunehmend an Statur und Ansehen. Tatsächlich war sie anfangs als "Sekretärin, die sich hochgedient hat" abqualifiziert worden. Ihr einnehmender Charme brachte der in zweiter Ehe mit einem Spanier verheirateten Spitzendiplomatin aber bald den Spitznamen "Ferrero-Küsschen" ein. Als die Politikerin 1995 in die Regierung berufen wurde, war sie gerade zehn Jahre im diplomatischen Dienst, hatte aber schon zahlreiche Stationen durchlaufen. Nach Einsätzen in Madrid, Dakar und Paris rückte sie zur UN-Protokollchefin in New York auf.“

15 „Kein Ferrero-Küsschen“ – Medienmitteilung gegen Österreich-Besuch 2000 in die Schweiz – von allen TagesZeitungen übernommen

16 „Auffällig ist an der ansonsten eher medienscheuen Außenministerin ist ihre überdurchschnittliche Körpergröße von 192 Zentimeter. Damit überragt sie die meisten ihrer Kabinettskollegen bei weitem.“ Wikipedia-Eintrag

17 Spiegel, „Das Obama- Girl“ – Pulitzerpreisträgerin, Harvardprofessorin „Sie wirkt wie ein verliebtes Mädchen, das von ihrem Schwarm berichtet: Obama (sie ist seine aussenpolitische Beraterin) „Jeanne d‘Arc der amerikanischen Aussenpolitik“

18 Anteil Frauen in den Nachrichten von 12 Prozent im Jahr 2000 auf 22 Prozent im Jahr 2005 in Deutschland gestiegen (Opferberichterstattung, da eine im Irak entführte Journalistin Thema der Hauptnachrichten wurde) Österreich nimmt 2005 zum erstenmal teil: 11 Prozent der Hauptnews (Nummergirls ja, Powerfrauen nein) Standard-Chefredakteurin Alexandra Föderl- Schmid – wieviele Chefredaktorinnen kennen Sie in Deutschland und in der Schweiz? „Angela Merkel und dann lange nichts“: Medientenor-Bilanz über Frauen in den Medien

19 Was meinen Sie als Feministin?, Was meinen Sie als Mutter?, Was macht eigentlich Ihr Mann beruflich?, Was sagt Ihr Mann dazu?, Wo sind Ihre Kinder? Problem wie bei allen vernunftverletzenden Medienfragen: Reagiert frau, gibt man den vernunftverletzenden Themen Raum, reagiert frau nicht, bleiben die Klischées unwidersprochen Wie wehrt frau sich gegen Etikettierungen, die, falls älter als 25, kaum die Frau als Subjekt, sondern eher als Imagination wiedergeben? Thematisiert eine Frau Frauenprobleme, gilt sie als Feministin, wehrt sie sich für die Familie, gilt sie schnell hausbacken, sagt sie, sie habe Freude an Macht, dann ist sie karrieregeil, reklamiert sie als Philosophin Grundsatzfragen, gilt sie als kompliziert: Nochmals Nummergirls ja, Frauen als eigenständige Subjekte eher hä?

20 Klassische Machtmechanismen „Ach, noch niemand da?“ „Es hat immerhin 3 Referentinnen“ (unter 15 Männern, und auch die nur auf dem Podium) „Bist Du beleidigt, weil Du nicht eingeladen?“ „Sie sind enorm dominant“ (mit einem Drittel der Redezeit der beteiligten Männer) Thema von Frau vorgeschlagen, alle finden: Prima! Thema wird kollektiv, Frau wird vergessen. Wehrt sich die Frau, dann gilt sie als „überempfindlich, leicht hysterisch“ Kennst Du eine junge Politologin, die wir porträtieren könnten?

21 Frauen dürfen zu Frauenthemen reden – diese machen jedoch weniger als 8 Prozent aller Berichterstattung aus Männer reden zu allem und zu 100% Frauen, die sich in ausgesprochenen Männerthemen bewegen (Politik, Wirtschaft, Philosophie und Kunst) sind weltweit weniger als 10 Prozent in den Medien präsent – in der Schweiz kommen die Frauen nicht einmal gemäss Kandidatinnenanteil zu Wort

22 Frauenkarrieren werden nach wie vor als Musterfälle, Zufälle, Unfälle oder (bestenfalls) Glücksfälle, aber nie als „Normalität“ gedeutet.

23 Prominenz statt Kompetenz hindert Frauen Männer auch, aber weniger

24 Die wahre Miss Schweiz Macht des richtigen Friseurs So sexy sind unsere Politiker und Politikerinnen Parteipräsidenten auf Elefantenrücken Attraktivste Regierungschefinnen Hilfe, meine Frisur fliegt weg

25 In media, ergo sum- Berühmt für....nichts

26 Prominenz statt Kompetenz Das blonde Nummerngirl der deutschen Tagesschau Eva Hermann (Eva-Prinzip) verkauft mehr Bücher als die (10 Jahre jüngere) Zeit-Redakteurin Susanne Gaschke (Emanzipationsfalle) Bücher mit demselben Thema, eines antiquitiert und schlecht, das andere brilliant – Bestseller ist der Schrott Eva Hermann wird aus einer Sendung geschmissen, Johannes B. Kerner entschuldigt sich, Eva vergibt, alle vergessen den Schrott (nationalsozialistische Familienpolitik gut? Tötungs-und Abtreibungs- Industrie)

27 Kein Wunder gibt es gegenüber solch menschlichen Widersinn oft Neid und schliesslich Hass. Denn in einem Wettbewerb, der sich zwischen dummen, schönen, jungen und unanständigen „People“ und „Leuten mit Gesichtern, die nichts einbringen“ abspielt, geht die breite Masse leer aus und kann sich an „Nichts“ orientieren. Das kreiiert Frustrationen, Neid, Vandalismus und eine Gier- und Neidkultur, der die Politik nur wenig entgegenzusetzen hat. Aber genau hier ist die Politik gefordert. Wer sagt denn, dass öffentlich-rechtliche Gelder Schrott produzieren müssen?

28 Gier- und Neidkultur Berühmtheiten für Nichts verdienen Millionen, Miss Schweiz ist bekannter als die eigene Regierungsrätin, halbbelichtete Moderatoren raffen mit öffentlich-rechtlichen Steuergeldern mehrere hunderttausende Franken während sich das Lehrpersonal, welches sich die Seele aufreisst, um wenigstens einen Hauch der Bildungsfreude zu vermitteln, ständig mit fehlenden Ressourcen kämpft. Pervers daran ist, dass derselbe Moderator, dieselbe Berühmtheit für Nichts und die Missen zu Rollenmodellen der heutigen Gesellschaft mutieren. Ettiketten: Nach der Präsentation einer 800seitigen Dissertation: „Ist es notwendig, Anderen zu beweisen, wie gescheit Sie sind?“ Beim Shoppen mit der Freundin: „Die Hose ist super – sie kachiert perfekt fette Hintern“ Warum schreien wir zwischendurch nicht einfach laut: AUA

29 Bilder Macht Menschen Wann sehen wir hin?

30 Es beginnt alles harmlos Moderne Gesundheitskampagnen: Menschen sind Maschinen siehe Schweizerische Gesundheitsförderung

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32 Sex sells In der Werbung – Klar!

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34 Sex sells Auch Staaten, EU-Präsidentschaften?

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37 Sex sells Auch nationale Eigenschaften?

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39 Sex sells Politik?

40 Identität - Repräsentativität

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42 Auf der Suche nach Antworten, weshalb sich die mediale Wirklichkeit in der Sicht von Menschen mit gesundem Menschenverstand nicht mehr erklären lässt, bin ich auf folgende Antworten gestossen:

43 Gleichzeitigkeit von Bildern statt Worten, von Materie statt Werten, von Genen statt Sprache, von Menschen als Datenreihen ( oder , 3200kg 53 cm oder ) von Geld statt Geist, Von Biologie statt Kultur (immer fehlt das Wörtchen „und“)

44 Bei der Biologie hört das Denken auf

45 Liebe ist Oxytocin

46 

47 Corpus Delicti Frau: In der Biologie immer Mangelwesen

48 Liebe ist nicht Sprache, sondern Sex – „Boogie Woogie der Hormone“ – Bayrischer Rundfunk – Logische Folge: Mitgefühl, Kommunikation, Verständnis, Imagination – Fehlschaltungen der Hormone?

49 TagesAnzeiger: Fotoserie 30. Oktober 2007: „Blutauffrischung im Parlament“

50 Was tun? Kompetenzen, „Aua“ rufen und sich einmischen

51 Es geht auch anders

52 Frauenfussball ohne Blatter-Slip

53 Wiens Schilder wechseln das Geschlecht

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58 Ganz zum Schluss noch ein Hinweis an alle Medienschaffenden, die sich dieses Buches annehmen: „Dieses Buch kann kluge Gedanken enthalten. Bei allfälligen Nebenwirkungen wie unbändige Lust auf kritische Recherche, lobende Rezensionen, demokratisches Handeln, Einstehen für andere Menschen, Entlarvung unglaublicher Klischees, intelligenter Diskussionsbeiträge wenden Sie sich umgehend an Ihre nächste Buchhandlung oder Bibliothek, um Ihre gewonnenen Kompetenzen weiterzupflegen.“

59 „ Lesen Sie nie ein Buch, sondern beschränken Ihren Weiterbildungskonsum auf TV- Formate à la ‚Deal or No Deal’ oder die ‚Miss Schweiz Wahlen’. So bleiben Sie in Ihrer Philosophie, dass der Sinn des Lebens in Nichts ausser vielleicht in einem Geldgewinn besteht, ungestört.“ Der zweite: „Repetieren Sie so oft wie möglich den Satz: ‚Das Volk hat immer recht’. Ignorieren Sie jeden historischen und staatsphilosophischen Verweis, der Sie an die ‚Tyrannei der Mehrheit’ erinnert. Der dritte: „ Vereinfachen Sie jeden politischen Zusammenhang. Nur eine Kampfrhetorik bringt Sie in die Medien.“ Der vierte: „Nennen Sie alle Ideen Ihrer politischer Gegner „unrealistisch “ und verkaufen Sie Ihr eigenes Fantasieprogramm als ‚realistisch’.“ Der fünfte: „Verschieben Sie das Verhältnis von Intelligenz und Dummheit. Dumm sind fortan all diejenigen, die es wagen auf Geschichte, Demokratie, Bildung oder gar selbstverfasste Bücher hinzuweisen“ - (hier ein Insidergruss an mehrere Schweizer Medienschaffende). Der sechste: „Verunglimpfen Sie jede Frau, die sich für die Menschwerdung von Frauen einsetzt, sofort als vertrocknete, alte und frustrierte Emanze.“ Der siebte : „Werfen Sie sich in die Position des Querdenkers und etikettieren Sie jede Ihnen überlegene Gesprächspartnerin mit „links und nett“, „Kulturpessimistin“, „Alt-68er“, „populistische Feministin“, „Birkenstockträgerin“ u.ä. Dabei spielt es absolut keine Rolle, ob Ihr Gegenüber Jahrgang 68 hat, wie ein Topmodell aussieht und über den IQ eines Einsteins verfügt. Solange Sie die Lügen, die Sie verbreiten, selber glauben, gibt ihnen das Publikum immer recht.“


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