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1 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach 1 Janusz Leidgens Arbeitsalltag eines CIO Dr. Wolfram Horstmann CIO.

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1 1 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach 1 Janusz Leidgens Arbeitsalltag eines CIO Dr. Wolfram Horstmann CIO Wissenschaftliche Information an der Universität Bielefeld Gastvortrag an der FH Hannover

2 2 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Übersicht 1.CHIEF INFORMATION OFFICER 2.DIE UNIVERSITÄT BIELEFELD 3.ARBEITSALLTAG: ECKPUNKTE 4.Z.B. PUBLIKATIONSDIENSTE 5.SCHLUSS

3 3 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach CHIEF INFORMATION OFFICER Verschiedene Spielarten des 1. 2.DIE UNIVERSITÄT BIELEFELD 3.ARBEITSALLTAG: ECKPUNKTE 4.Z.B. PUBLIKATIONSDIENSTE 5.SCHLUSS

4 4 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach CIO = ? Chief Information Officer –Leitungsposition Berichtet der Geschäftsleitung Verantwortet Informationsmanagement und dessen strategische Entwicklung –Informationstechnisch, informatisch, informatorisch? –V.a. in informations-lastigen Organisationen Üblich eher in Industrie und NGOs als in GOs

5 5 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach CIO = CIO ? Konventioneller CIO –Standardprodukte für IT –Anforderungsanalyse für Querschnittsaufgaben Office, Dokumentation, Konnektivität, Kommunikation –Anforderungsanalyse für Kerngeschäft Je nach Organisation sehr verschieden –Z.B. Autositze > Ingenieurs-Workflows / Produktion –Z.B. Software > Release-Management / Projekte –Z.B. Universität > Wissensmanagement / Forschung & Lehre

6 6 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach „IT doesn‘t matter“ Nicholas G. Carr, Harvard Business Review, May 2003 Nicholas G. Carr, Harvard Business Review, May 2003 Unterschiede zwischen Kerngeschäften –erfordern verschiedene CIO-Auslegungen –zeigen, dass IT nicht alles ist Wettbewerbsvorteile durch IT gehen schnell verloren CIO vielmehr als zentrale Figur in der Wertschöpfungskette von Organisationen –Von der Stabsstelle zur eigenen Abteilung –Vom IT-Manager zum Assett-Manager

7 7 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Der C[X]O Unterschiedliche CIO-Ausprägungen können auch andere Formen annehmen –CKO (Knowledge): eher Inhaltsbezogen –CTO (Technology): eher Entwicklung –CSO (Science): noch mehr Entwicklung In allen möglichen hierarchischen und funktionalen Aufteilungen

8 8 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach CIOs an Universitäten Kernprozesse: Forschung und Studium CIO eher selten: akademische Domäne arbeitet eher autonom organisiert > keine „Chiefs“ Auch als CIO-Gremien / Sonderfall Bielefeld Aber zunehmende Aufmerksamkeit, alle Prozesse für Information, Kommunikation und Medien (IKM) strategisch zu steuern –Rechenzentren, Bibliotheken, Medienzentren, Fakultätspersonal, Verwaltung

9 9 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach DIE UNIVERSITÄT BIELEFELD Als (besonderes) Beispiel für CIO-Arbeitsalltag nehmen wir 1.CHIEF INFORMATION OFFICER 2. 3.ARBEITSALLTAG: ECKPUNKTE 4.Z.B. PUBLIKATIONSDIENSTE 5.SCHLUSS

10 10 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Universität Bielefeld, ein Kurzportrait 1969 Gründung der Universität –Forschungs- bzw. Reformuniversität –Geplant für Studierende Von Anfang an dabei –Niklas Luhmann –Jura, Mathematik, Soziologie „Alles unter einem Dach“ –1973 – 1975 Bau des Universitätshauptgebäudes –Funktionalität vor Schönheit –Zentrale Halle als Kommunikationsraum Leitbilder –Interdisziplinarität –Internationalität

11 11 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Zahlen und Fakten, nicht klein, aber fein 13 Fakultäten 80 Studiengänge Studierende Absolventen pro Jahr 250 Promotionen pro Jahr 300 Professoren 450 wissenschaftliche Mitarbeiter 850 nicht-wissenschaftliche Mitarbeiter 150Mio. Euro Haushaltsmittel pro Jahr, zuzüglich 50Mio. Euro Drittmittel pro Jahr (Zahlen gerundet, Stand 2009/2010)

12 12 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Exzellenz-Initiative und Rankings, in der Spitze dabei Exzellenz-Initiative –Cluster „Cognitive Interaction Technology“ –„Graduate School in History and Sociology“ –Antrag für 3. Förderlinie gestellt 4 Sonderforschungsbereiche 5 Graduierten Kollegs 8 Leibnizpreise Spitzenfächer –Soziologie, Pädagogik, Geschichte.Mathemathik, Informatik, Bio- & Nanotechnologie Spitzenpositionen in Rankings von ZEIT, Focus, Centrum für Hochschulentwicklung

13 13 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Universität Bielefeld, alles unter einem Dach mit einem Bibliothekskontinuum

14 14 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Sonderfall Bielefeld: Der ‚doppelte‘ CIO CIO Informations- technologie –Technische Ausrichtung –Office, Kommunikation, Konnektivität, Verwaltung –Angedockt an Verwaltung –Leitung Dezernat Orga/IT –Standardprodukte –Kauft Angebote Dritter –Nah am Rechenzentrum CIO Wissenschaftliche Information –Inhaltliche Ausrichtung –eLearning, eResearch, Informationsversorgung –Angedockt an Bibliothek –Innovationsmanager der Bibl. –Spezialprodukte –Viel Forschung & Entwickl. –Nah am Nutzer Beide Teil der Hochschulleitung / Ansatz reflektiert Universitätsstruktur

15 15 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach CIO IT SCM Die Bielefelder CIO-Strukturformel HRZDez. IT/Orga CIO WI UB IKM-Leiterversammlung Interest Groups: IT-Beauftragte, Wissenschaftliches Publizieren,... IKM-Strategiegruppe Prorektor Kanzler

16 16 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach z.B. die Fachbibliothek Literaturwissenschaft... bei Tag... und bei Nacht

17 17 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Einschichtiges Bibliothekssystem Mehr als zwei Millionen Bücher in systematischer, fakultätsnaher Freihandaufstellung Bände Neuzugang pro Jahr Öffnungszeiten bis 1 Uhr nachts bzw. 22 Uhr Benutzerarbeitsplätze mit WLAN Besucher, Surfer täglich Im CHE-Ranking und im Wettbewerb „Bibliothek 2010“ die zweitbeste Uni-Bibliothek Kompetenz für digitale Informationsservices Erfolgreiche DFG- und EU-Drittmittelprojekte International Bielefeld Conference Internationale Kooperationen Die Universitätsbibliothek Bielefeld, noch ein Kurzportrait

18 18 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Universitätsbibliothek Bielefeld, Markenzeichen und Leitlinien INFORMATION.plus! –Innovation aus Tradition IT-basierte Arbeit von Anfang an Eigenentwicklungen und „Best of Breed“ Praxisorientierte Drittmittelprojekte –Dienstleistung aus Überzeugung Mehrwertdienste „Services dort, wo der Benutzer ist“ Lern- und Arbeitsraum –Reales Bibliothekskontinuum –Schwerpunkt: digitale Services Integration von Services Portal, „One-Stop-Shop“

19 19 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach ARBEITSALLTAG: ECKPUNKTE CIO für wissenschaftliche Information an der Universität Bielefeld 1.CHIEF INFORMATION OFFICER 2.DIE UNIVERSITÄT BIELEFELD 3. 4.Z.B. PUBLIKATIONSDIENSTE 5.SCHLUSS

20 20 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Aufgabengebiet Strategische Entwicklung der „Wissensdienste“ an der Universität Bielefeld –Wissensdienste: Informationsversorgung, Kataloge, Fachdatenbanken, Suchmaschinen, eLearning-Plattform, Publikationsdienste, Forschungsdaten-Services –Nach Produktionsreife Übergabe in Dauerbetrieb –Möglichst alles integriert in Uni-Portal

21 21 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Eine forschungszentrierte Ansicht Research Life Cycle Support in the Institutional Infrastructure Students Researchers  eLearning­- Systems (SCM/UB)  Organizing­ Studying (BIS)  etc.  eLearning­- Systems (SCM/UB)  Organizing­ Studying (BIS)  etc. Mgmt.  Accounting  Person/Org.-Services  etc. (BIS)  Accounting  Person/Org.-Services  etc. (BIS) Desk Research Read Publish Cite Review Visualisize Measure Analyze Information Services  Digital Content  Access Licences  Search Technology  Catalogues  etc. Information Services  Digital Content  Access Licences  Search Technology  Catalogues  etc. Publication­ Services Publication­ Services Data Services  „Informium“ (New !)  etc. Data Services  „Informium“ (New !)  etc.  Publication­ Server  Journal­ platforms  Bibliography Management  Publication­ funds  etc.  Publication­ Server  Journal­ platforms  Bibliography Management  Publication­ funds  etc. Write Portal Personalized for Researchers, Students & Faculty Portal Personalized for Researchers, Students & Faculty

22 22 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Modalitäten Doppelte Zugehörigkeit –Bibliothek: Innovationsmanager Alltag: Büro, Finanzen, Team –Rektorat: CIO wissenschaftliche Information Rektoratssitzungen, Berichte, Projekte, Gremien Fachverantwortung für Projekte, i.d.R. keine Personalverantwortung –Ausnahme: Personal finanziert durch Drittmittel (ca. 10) und Hauspersonal für Projekte (ca. 30)

23 23 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Teilbereich 1: Policy-Entwicklung Beispiel „Forschungsdaten“ –Generelles Problem: Komplexität und Masse an Forschungsdaten bei 10 Jähriger Aufbewahrungspflicht (DFG-Richtlinien) –„Awareness Raising“ in Hochschulleitung –Entwicklung von Konzepten und Services –Vorbereitung von von Haus-Policies –„Awareness Raising“ bei Nutzenden

24 24 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Teilbereich 2: IKM-Integration im Hause Gemeinsam mit CIO-IT, manchmal als Teilaspekt der Projektarbeit –Betrifft Querschnittsthemen z.B. Server-Hosting, Authentifizierung, Policies –Betrifft Gremien und Gruppen IKM-Strategiegruppe, IKM-Leiter, EDV-Beauftragte –Betrifft Personalgespräche / Arbeitszuschnitt Veränderungen erzeugen zunächst Reaktanz

25 25 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Teilbereich 3: Projekte, Projekte, Proj… Zentrales Instrument zur Umsetzung – i.d.R. delegiert Pläne/Anträge schreiben –Konzeptentwicklung, Kooperationspartner Arbeitspläne machen –Deliverables, Milestones, PERT, GANTT Personal- und Ressourcenplanung –Bewerbungsgespräche, Mittelbewirtschaftung Monitoring, Berichte, Publikationen, Vorträge

26 26 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Wie sieht ein Projektantrag aus? Verschiedene Formate –DFG Antrag: 25 Seiten, 2 Personenjahre im Hause –EU-Antrag: 150 Seiten, 25 Personenjahre international verteilt –Hausprojekt: 10 Seiten, Stammpersonal Derzeit 4 DFG-Projekte, 2 EU-Projekte, 2 Hausprojekte > ca. 1Mio € > 10 Personen

27 27 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Beispiel: Gantt-Chart

28 28 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Beispiel: PERT-Diagram

29 29 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Vielfalt des Projektgeschäfts

30 30 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Vernetzung im Projektgeschäft

31 31 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Teilbereich 4: Schulung & Austausch Marktanalyse / Konferenz-/Messebesuche Teilnahme an Seminaren / Fortbildungen Informieren von Partnern und Mitarbeitern Weiterbildung für Personal organisieren Eigene Schulungsveranstaltungen Lehrveranstaltungen (nur Akademia) –z.B. Kolloquium WissensinfrastrukturKolloquium Wissensinfrastruktur

32 32 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Schluß: Eine Arbeitswoche in Zahlen 500 s –300 gründlich Lesen, 150 beantworten 15 Termine, 30 Telefonate –Teilweise leiten, immer aktive Teilnahme 1 Dienstreise –1 bis 2 Tage, national / international 1 Vortrag, 1 Dokument, 10 Bearbeitungen –Word / Powerpoint / Excel / Project

33 33 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Z.B. PUBLIKATIONSDIENSTE CIO Arbeit in der Praxis – hier: Aufbau einer Service-Familie 1.CHIEF INFORMATION OFFICER 2.DIE UNIVERSITÄT BIELEFELD 3.ARBEITSALLTAG: ECKPUNKTE 4. 5.SCHLUSS

34 34 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Herausforderungen I: Zeitschriftenkrise, ARL Medienerwerb Explodierende Zeitschriften-Kosten bei stagnierenden Erwerbungsetats –Notwendige Einsparungen –bei ZS-Abos und Monographien Ökonomische Reaktionen –Allgemeines Kostenbewusstsein –Neues Geschäftsodell: Konsortialer Erwerb Cross/Additional Access Sinkende Kosten pro Abonnement Aber weiterhin steigende Gesamtkosten Paradigmenwechsel: Open Access –Freizugängliche Artikel im Internet: Beispiel arXiv (1991) –Budapest (2001); Bethesda, Berlin (2003) –DFG, Wissenschaftsallianz, EU

35 35 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Herausforderungen II: „eScholarship“, neue Formen des wissenschaftl. Arbeitens... des wissenschaftlichen Publizierens

36 36 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Herausforderungen III: neue Aufgaben für die Universitätsbibliothek Universitäten brauchen Strategien für die Unterstützung neuer Formen der Wissenschaftskommunikation UB Bielefeld gesetzter Service-Partner für alle Aspekte von wissenschaftlicher Information und Informationsdiensten –Beiträge zur Bibliothek der Zukunft mit einem breiten Portfolio an digitalen Wissensdiensten, die weit über die konventionelle Bibliothek hinausgehen –Bündelung der Aufgaben in einer Dienstleistungsfamilie „Publikationsdienste“ –Aufgaben sind nur in Kooperation zu erbringen Mit Wissenschaftlern Mit IKM-Einrichtungen Mit (inter-) nationalen Partnern

37 37 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Aspekt „Open Access“ Open Access meint, dass wissenschaftliche Literatur kostenfrei und öffentlich im Internet zugänglich sein sollte, … –... so dass Interessierte die Volltexte lesen, herunterladen, kopieren, verteilen, drucken, in ihnen suchen, auf sie verweisen und sie auch sonst auf jede denkbare legale Weise benutzen können, ohne finanzielle, gesetzliche oder technische Barrieren jenseits von denen, die mit dem Internet-Zugang selbst verbunden sind. (Budapester Open Access Initiative)Budapester Open Access Initiative

38 38 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Open Access, in a nutshell Zwei Vorteile –Ungehinderter Zugang zur Information für die Leser –Verbesserte Sichtbarkeit, erhöhte Zitierhäufigkeit für Autoren Zwei Wege –Green RoadSelf-Archiving –Golden RoadSelf-Publishing Zwei ökonomische Ansichten –Monetäres Nullsummenspiel –„Open Access spart nicht, aber er zahlt sich aus!“

39 39 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach OA Resolution der Uni Bielefeld, Das Rektorat der Universität Bielefeld fordert die wissenschaftlichen Autoren der Universität nachdrücklich auf, alle veröffentlichten, wissenschaftlich referierten Artikel als Kopie auf dem wissenschaftlichen Publikationenserver der Universität abzulegen, … 2.Das Rektorat ermutigt und unterstützt die Wissenschaftler der Universität Bielefeld zur Publikation in Open Access - Zeitschriften. BiPrints Redaktionelle Hilfe, Publikationsfond

40 40 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Die OA – Resolution, nur Ideologie? Vielfältige Dienste für die Wissenschaft Förderung des OA-Publizierens und Archivierens –Information, Beratung, Marketing –Verschiedene Repositorien u.a. BiPrints –DINI-Zertifizierung und OAI-Registrierung –Publikationsfond für „Author Fees“ –Verknüpfung mit der Forschungsdatenbank –Primärdaten der Forschung (in Vorbereitung) Veröffentlichung von lokalen Dokumenten –Erfassung der „Vor 1995-Veröffentlichungen“ u.a. Dokumenten –Erfassung von standardisierten Metadaten (DC, OAI) –Vergabe von Persistent Identifier (ISBN, ISSN, DOI, URN) Weltweites Retrieval von Dokumenten –Bielefeld Academic Search Engine (BASE)

41 41 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Bielefeld Academic Search Engine (BASE) mit 26 Mio. Dokumenten von OAI-Servern zum Vergleich Dokumente/ Quellen DOAR / OAIster / Stand 06/2010 Ausschließlich qualifizierte OAI-Quellen Harvesting mittels OAI-PMH Erschließung der Dokumenten –Indexierung von Metadaten und Volltexten –Drill-Down der Suchergebnisse mittels der Metadaten –Linguistische Unterstützung der Suche –Integrierter multi-lingualer Thesaurus –DDC-Browsing, sofern geeignete Metadaten verfügbar (in Vorbereitung) –Automatisches Generieren von Metadaten mittels Textmining (in Vorbereitung)

42 42 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach WP-Webseiten der Universität

43 43 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach WP+EL-Einstiegsseite der UB

44 44 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach WP-Webseiten der UB

45 45 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Bielefelder Repositorien Qualitätsgeprüfte wissenschaftliche Publikationen –Zweitveröffentlichungen –Volltexte plus bibliographische Angaben Ca Dokumente, Tendenz steigend Persönliche URL des Autors Eingabemöglichkeit von Schlagwörtern und Abstracts Integration mit der Forschungsdatenbank FoDa (in Vorbereitung) Restrukturierung der Repositories erforderlich Collection Policy Corporate Design

46 46 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach DOAJ-Journale in Bielefeld

47 47 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Neueste Beispiele für Bielefelder OA-Journals (noch mit Embargo) In Kooperation mit Verlag (Lucius & Lucius) * / mehrere 1000 Artikel Zeitschrift der Graduiertenschule in der Exzellenzinitiative

48 48 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Herausgabe eigener OA-Journals Verantwortung bleibt bei den Herausgebern UB leistet grundlegende technische und organisatorische Unterstützung –Früher: Redaktionstandems –Publikationssoftware Open Journal Systems Selektive Auswahl von Projekten mit hohem Stellenwert

49 49 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Publikationsfond Die Vorgeschichte: BioMed Central Institutionelle Mitgliedschaft seit 2004 –d.h. Publikationen wurden über die Bibliothek bezahlt –Beitrag abhängig von Publikationszahlen –Finanzierung aus Literaturerwerbsmitteln –Akzeptanz schwindet Wenige Fakultäten Budget erschöpft –Künftig Einzelfallabrechnung Publikationsfond

50 50 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Publikationsfond Ablauf der Pilotphase Start einer 1-jährigen Pilotphase in 10/2008 –Ergründung des Potentials –Bestimmung der Regeln –Startkapital Euro Pragmatisches Herangehen –Formloses Antragsverfahren Ende/Auswertung nach einem Jahr –Oder nach Erschöpfung der Mittel

51 51 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Publikationsfond Bedingungen Erklärung über das Fehlen eigener Mittel (Nachwuchs!) OA Publikation zwingend –„echte“ OA-Zeitschrift o.k. –„hybride“ OA-Zeitschrift nur wenn Refunding durch Ermäßigung der Abo-Kosten erfolgt –OA Buchpublikationen möglich andere Formate, sofern fachlich erforderlich <<

52 52 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Publikationsfond Verfahren Kostenfrage bei Publikations- vorbereitung Erstkontakt / Beratung Anfrage („Antrag“, z.B. ) Prüfung der Anfrage / evtl.Rückfragen Bescheid Entscheidung Reguläre Publikations- vorbereitung Publikations- verarbeitung Rechnungs- erhalt Rechnungs- stellung Bezahlung AutorIn Bibliothek Verlag Publikations- bedingungen Zusatzaufwand für den Autor: ca. ein Telefonat und zwei s.

53 53 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Publikationsfond Gründe einer Ablehnung Keine überzeugende Begründung des Fehlens eigener Mittel Unklare Affiliation zur Universität Unklarer „Open Access“ Status der Publikation Hybride Journals –z.B. Springer Open Choice: Anrechnung nicht transparent (s.u.) –z.B. Oxford University Press: Vorab-Discount für Abonnenten Unklarer wissenschaftlicher Status des Mediums (Erschöpfung der Mittel)

54 54 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Publikationsfond Praxis und Erfahrungen Start mit Ankündigung durch Prorektor für Forschung im Okt –Aufgrund kleiner Pilotsumme keine zusätzliche offensive Bewerbung Ca. 70 Anfragen / 50 Anträge –Vor allem Gesundheitswissenschaften, Biologie und Technische Fakultät, aber auch z.B. Philosophie –Vor allem „echte“ OA-Zeitschriften, aber nun auch Springer Open Choice –Auch Anfragen aus der Wissenschaft (BGHS, ZfS), die sich auf andere Publikationsformate beziehen –Bisher keine Anfragen für OA-Buchpublikationen Steigerung der Nachfrage sehr wahrscheinlich –Erste Fälle wirken sich schon in stärkerer Nachfrage aus (Dominoeffekt) –Wird mehr wenn Umstellung von BMC auf Einzelfallrechnung greift –Wird mehr wenn offensiver beworben wird Mittel durch BioMed Central bereits nahezu erschöpft

55 55 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Publikationsfond Erfahrungen in den Humanities Bisher kaum erfolgte Zahlungen für Humanities Aber einige Anfragen konnten anders beantwortet werden –Aufsetzen von Zeitschriftenplattformen –Hilfen bei „Elektrifizierung“ von Angeboten –Digitalisierung von Monographien Gegebenenfalls zukünftig stärkere Betonung der innovativen OA-Vorhaben in den Humanities –OA-Monographien, Sammelbände, Overlay-Journals –Texte als Primärdaten

56 56 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Publikationsfond Weiteres Vorgehen Publikationsfond wird fortgeschrieben –Universitätsinterne Anhebung des Fonds –DFG-Antrag „Open Access Publizieren“ Noch zu tun –Kommunikationsaufwand weiter minimieren –Regeln / Verfahren überarbeiten –Kosten weiter klären Beziehung zwischen Drittmittel-Overheads & Bibliotheksmitteln sollte geklärt werden

57 57 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach DFG-Projekt „PubLister“ Hochschulweiter, internetbasierter „Bibliographie-Service“ als Modellversuch –Internet-Publikationslisten möglichst vieler Forschender der Uni Bielefeld auswerten –Umwandlung in ein einheitliches Format –Angebot neuer Services an Forschende –Testphase mit ca. 20 Professoren, dann uniweit –Integration mit Forschungsdatenbank BiPrints Web-CMS Förderung 2 Jahre, 2 Stellen (davon 1 aus UB)

58 58 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Warum gerade Publikationslisten? Hochschulbibliographie UND Dienste für Einzelne Schlüsselposition für die Darstellung aller Forschungsergebnisse einer Universität –Maßgeblich für die Sichtbarkeit Der Universität Der einzelnen Wissenschaftler –Kompakte Zusammenfassung des Forschungsprofils und der Reputation –Relevant für Rankings, Berufungen, Budgetierung (LOM) Starkes Interesse an –Verläßlicher Darstellung –Multifunktionaler Verwendung –Zitationsanalyse, Wissensnetze, Trends,... –Geringem (eigenem) Aufwand Potential für integriertes Informations-/Wissensmanagement –Einheitliches Datenmodell für Publikationen, Personen, Einrichtungen, Projekte, Fördermittel, Preise,...

59 59 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach PubLister, eine Einrichtungsübergreifende Aufgabe Forschungsdezernat/Verwaltungs-IT –FODA erfasst bibliographische Daten Kommunikationsreferat mit Web-CMS –Auszüge aus FODA und –Eigene Publikationslisten Universitätsbibliothek –BiPrints mit bibliographischen Angaben Doppeleingaben sind ein „No Go“ Schlüsselrolle der Publikationslisten erfordert einrichtungsübergreifendes Denken und Handeln

60 60 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach PubLister, Ausgangslage und Ziele ca Publikationsnachweise aus der Universität Bielefeld –Datenquellen: Web of Science, FODA, BiPrints, Persönliche Homepages –Automatische Aktualisierung von Publikationslisten aus dem Web of Science Import/Export gängiger Literaturverwaltungsformate –BibTeX, Endnote,... Flexible Darstellung gängiger Zitationsstile je nach Kontext Unterstützung von Internetdiensten –RSS, Social Bookmarking, Facebook,... Funktionen zum selbständigen Einbetten in Webseiten –HTML-Snippets, Java-Scripts, SRU,... Berücksichtigung der „Mehrfachzugehörigkeit“ von Autoren –Fakultät, ZWE, SFB, Forschergruppe,... Serviceteam für Multiplikatoren und allgemeiner Support

61 61 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach PubLister, (inter-) nationaler Kontext Deutschland –PUMA (Kassel), PubMan (MPG/MPDL),... DFG-Perspektive „Knowledge Exchange“ –DEFF, DFG, JISC, SURF Im Rahmen der internationalen OA-Diskussion –Kontakte zu DTU Lyngby, Lund University, Trinity College, University of Minho,...

62 62 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach PubLister, erste Ergebnisse und Ausblick Zwei nutzerzentrierte Pilotanwendungen –Preprint-Management für Bielefelder SFB 673 sfb673.ub.uni-bielefeld.de –Publikationsmanagement für Bielefelder Philosophie phillister.ub.uni-bielefeld.de Analyse des Bielefelder Publikationsverhaltens Schnittstellen zu BiPrints, FODA, WebCMS KE-CRIS/OAR in Vorbereitung –auch für OpenAIRE Grenzüberschreitungen erforderlich –Wissenschaft und Verwaltung haben andere Blickwinkel –Handarbeit trotz Automatisierung –Probleme bei Datenaggregation und -normalisierung Weitere Interessenten sind vorhanden

63 63 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach PubLister, Interne Sichten

64 64 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach SFB 673: Verknüpfung mit BiPrints PubLister, Dienste für SFB und Philosophie PhilLister: 700 Publikationen der PhilosophievPhilLister: Reprints und „Request a Copy“

65 65 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Weitere/Künftige Publikationsdienste Registrierung von Publikationen –ISBN, ISSN –DOI, URN Erfassen und Generieren von Metadaten (Rechtliche) Beratung –UB, Fachreferenten u.a. –Informationsplattform „Open-Access“ –Sherpa-Romeo-Liste –Justitiariat Universitätsverlag –Infrastruktur wäre vorhanden –Regelmäßige Nachfragen, –Aber bisher keine Initiativen aus der Wissenschaft

66 66 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Publikationsdienste, ein Ausblick Konzept weitgehend abgeschlossen Ziel: Integriertes Informationsmanagement –Integration in den Desktop der Wissenschaftler –Transparente Dienste aller IKM-Einrichtungen Portallösung, Single-Sign-On Vermeidung von Doppelarbeit Prozessoptimierung Teilkomponenten bereits realisiert Organisatorische Verbesserungen erforderlich –Dezernatsübergreifende Matrixorganisation der UB? –Einrichtungsübergreifende IKM-Kooperation Bereits am Horizont: Management von Primärdaten

67 67 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Publikationsdienste, ein Fazit Eine zeitgemäße Universität braucht Publikationsdienste, –Keine OA-Ideologie –Keinen Zwang Publikationsdienste sind der Nukleus zur Forschungsdokumentation –Die UB ist dafür der natürliche Partner, wer sonst? Die UB Bielefeld –Nimmt die Herausforderung an –Baut damit die Bibliothek von morgen

68 68 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach SCHLUSS 1.CHIEF INFORMATION OFFICER 2.DIE UNIVERSITÄT BIELEFELD 3.ARBEITSALLTAG: ECKPUNKTE 4.Z.B. PUBLIKATIONSDIENSTE 5.

69 69 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Der CIO und Du… Möchten Sie CIO werden? –Leitungsposition –Das volle IKM-Programm –Viel Arbeit Wenn Sie einem CIO begegnen… –Halten Sie Augen und Ohren offen –Seien Sie nachsichtig ;)

70 70 Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Kontakt


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