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1 Heike Saßmann & Karin Lange Dieses Projekt wird gefördert von:

2 Heike Saßmann & Karin Lange Sitzung 2: Wie Eltern und Kinder ticken

3 Heike Saßmann & Karin Lange Sitzung 1: Das Fundament einer vertrauensvollen Beziehung Sitzung 2: Wie Eltern und Kinder ticken Sitzung 3: Kindern sagen, was sie tun oder lassen sollen Sitzung 4: Typische Herausforderungen des Diabetes Sitzung 5: Gewappnet sein Sitzung 6: Individueller Telefonkontakt

4 Heike Saßmann & Karin Lange

5 Einführung Sitzung 2 Welche Erfahrungen haben Sie mit den Hausaufgaben in der letzten Woche gemacht? Es gibt keinen „Elternführerschein“! Wir alle lernen durch Erfahrung. Häufig wirken sich diese Erfahrungen ungewollt auf unser Verhalten aus.

6 Heike Saßmann & Karin Lange Aus Erfahrung lernen – warum Konsequenz wichtig ist Individuelle Besonderheiten oder das Temperament der Kinder können das Familienleben belasten. Je älter ein Kind wird, um so größer wird der Einfluss von anderen Menschen und Medien auf dessen Verhalten. Der elterliche Umgang mit den Kindern prägt deren Verhalten. Wie lernen Kinder? Modelllernen Lernen durch Einsicht Lernen durch Konsequenzen

7 Heike Saßmann & Karin Lange Aus Erfahrung lernen – warum Konsequenz wichtig ist Zwangsprozesse/Schreifallen Hilflosigkeit unzureichende Beziehung ungünstige Gedanken Überforderung/Stress ungünstige Kommunikationsstrategien Was verbirgt sich dahinter? Und wie können Eltern diese (Erziehungs-) Fallen umgehen?

8 Heike Saßmann & Karin Lange Warum Konsequenz so wichtig ist Kinder lernen in jeder (Erziehungs-) Situation. Eltern lernen in jeder (Erziehungs-) Situation. Es gibt nur zwei mögliche Ausgänge. Unregelmäßige Belohnungen für ein bestimmtes Verhalten sind auf Dauer besonders effektiv. Bei Stress setzen wir bevorzugt bekannte Verhaltensweisen ein.

9 Heike Saßmann & Karin Lange Zwangsprozesse/Schreifallen Was tue ich, wenn mein Kind nicht schlafen/seine Medikamente nicht einnehmen oder etwas anderes durchsetzen…will? Wie reagiert mein Kind?

10 Heike Saßmann & Karin Lange Zwangsprozesse Forderung Weigerung Druck Weigerung erhöhter Druck Weigerung/Fügung Resignation, Aufgabe/erhöhte Aggressionsbereitschaft  Was lerne ich dabei?  Was lernt mein Kind?  Was sind die langfristigen Folgen?  Was lerne ich dabei?  Was lernt mein Kind?  Was sind die langfristigen Folgen?

11 Heike Saßmann & Karin Lange Übung: Aus Erfahrung lernen Wann werden Sie besonders schnell zu laut? In welcher Situation kommt es zwischen Ihnen und Ihrem Kind immer wieder zu Konflikten? Arbeitsblatt 4 Bitte füllen Sie dazu das Arbeitsblatt Nr. 4 aus.

12 Heike Saßmann & Karin Lange Das A-B-C Schema Die eigene Bewertung kann eine schlimme Situation noch schlimmer machen und umgekehrt. „Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Gedanken, die sie mit den Dingen verbinden.“ (Epiktet 50 – 138 n. Chr.) A = Ausgangssituation B = Bewertung C = Konsequenz (Ellis 2008) A = Ausgangssituation B = Bewertung C = Konsequenz (Ellis 2008)

13 Heike Saßmann & Karin Lange A Ausgangssituation B Bewertung C Konsequenz: Gefühl C Konsequenz: Verhalten Ihr Chef grüßt Sie nicht. „Ich habe in dem Bericht etwas vergessen. Bestimmt geht es mir jetzt an den Kragen.“ AngstBlickkontakt meiden, unsicheres Verhalten bei der nächsten Begegnung Ihr Chef grüßt Sie nicht.

14 Heike Saßmann & Karin Lange A Ausgangssituation B Bewertung C Konsequenz: Gefühl C Konsequenz: Verhalten Ihr Chef grüßt Sie nicht. „Ich habe in dem Bericht etwas vergessen. Bestimmt geht es mir jetzt an den Kragen.“ AngstBlickkontakt meiden, unsicheres Verhalten bei der nächsten Begegnung Ihr Chef grüßt Sie nicht. „Der ist immer so unfreundlich. Ich lass mich doch nicht wie Dreck behandeln. So ein Rüpel!“ Ärgeraggressives, provo- kantes Verhalten bei der nächsten Begeg- nung (z. B. ebenfalls nicht grüßen) Ihr Chef grüßt Sie nicht.

15 Heike Saßmann & Karin Lange A Ausgangssituation B Bewertung C Konsequenz: Gefühl C Konsequenz: Verhalten Ihr Chef grüßt Sie nicht. „Ich habe in dem Bericht etwas vergessen. Bestimmt geht es mir jetzt an den Kragen.“ AngstBlickkontakt meiden, unsicheres Verhalten bei der nächsten Begegnung Ihr Chef grüßt Sie nicht. „Der ist immer so unfreundlich. Ich lass mich doch nicht wie Dreck behandeln. So ein Rüpel!“ Ärgeraggressives, provo- kantes Verhalten bei der nächsten Begeg- nung (z. B. ebenfalls nicht grüßen) Ihr Chef grüßt Sie nicht. „Vielleicht hat er mich nicht gesehen oder er hatte heute schon Ärger mit seiner Frau.“ Mitgefühl, neutral neutrales, selbstsicheres Verhalten, gleich bleibend freundlich

16 Heike Saßmann & Karin Lange A Ausgangssituation B Bewertung C Konsequenz: Gefühl C Konsequenz: Verhalten Ihr Kind will den Katheter nicht wechseln. „Bestimmt hat er jedes Mal Schmerzen. Das ist auch furchtbar, dass ich ihm als Mutter ständig Schmerzen zufügen muss. Darunter wird unsere Beziehung leiden. Das ist entsetzlich!“ AngstUnschlüssigkeit, zögern, trösten, Belohnung in Aussicht stellen

17 Heike Saßmann & Karin Lange A Ausgangssituation B Bewertung C Konsequenz: Gefühl C Konsequenz: Verhalten Ihr Kind will den Katheter nicht wechseln. „Bestimmt hat er jedes Mal Schmerzen. Das ist auch furchtbar, dass ich ihm als Mutter ständig Schmerzen zufügen muss. Darunter wird unsere Beziehung leiden. Das ist entsetzlich!“ AngstUnschlüssigkeit, zögern, trösten, Belohnung in Aussicht stellen Ihr Kind will den Katheter nicht wechseln. „Jetzt geht das schon wieder los. Wie soll das bloß weitergehen? Wahrscheinlich macht er das nie alleine. Die Werte werden immer schlechter werden. Er sollte wirklich nicht so ein Theater machen!“ Ärgerlaute Stimme, Drohungen

18 Heike Saßmann & Karin Lange A Ausgangssituation B Bewertung C Konsequenz: Gefühl C Konsequenz: Verhalten Ihr Kind will den Katheter nicht wechseln. „Bestimmt hat er jedes Mal Schmerzen. Das ist auch furchtbar, dass ich ihm als Mutter ständig Schmerzen zufügen muss. Darunter wird unsere Beziehung leiden. Das ist entsetzlich!“ AngstUnschlüssigkeit, zögern, trösten, Belohnung in Aussicht stellen. Ihr Kind will den Katheter nicht wechseln. „Jetzt geht das schon wieder los. Wie soll das bloß weitergehen? Wahrscheinlich macht er das nie alleine. Die Werte werden immer schlechter werden. Er sollte wirklich nicht so ein Theater machen!“ Ärgerlaute Stimme, Drohungen Ihr Kind will den Katheter nicht wechseln. „Natürlich würde er/sie jetzt lieber weiter spielen, aber jetzt wird der Katheter gewechselt. Er hat das Recht sich zu ärgern, weiß aber auch, dass ich ihn nicht unnötig piesacken würde.“ Zuversichtentschlossenes, konsequentes Vorgehen

19 Heike Saßmann & Karin Lange Das A-B-C Schema Bitte beschreiben Sie eine Situation, in der Sie sich häufiger über Ihr Kind ärgern. Finden Sie heraus, welche negativen (hinderlichen) Dinge Sie über die Situation zu sich selbst sagen bzw. denken. Schwächen Sie diese ungünstigen Gedanken, indem Sie hilfreiche Gedanken dagegen setzen.

20 Heike Saßmann & Karin Lange Übung: Das A-B-C Schema der Gefühle Aufgabe: Denken Sie an eine (Erziehungs-)Situation, in der Sie selber starke negative Gefühle erlebt haben oder immer wieder erleben. Beschreiben Sie die Situation kurz auf dem Arbeitsblatt zum A-B-C Schema. Welche Gefühle erleben Sie in dieser Situation? Was tun Sie? Identifizieren Sie Ihre automatischen Gedanken oder Bewertungen. Überprüfen Sie Ihre Gedanken auf ihren Wahrheitsgehalt. Finden Sie einen hilfreichen/förderlichen Gedanken, den sie dagegen einsetzen können. Arbeitsblatt 5

21 Heike Saßmann & Karin Lange Diabetestherapie erlernen – was können Kinder können?

22 Heike Saßmann & Karin Lange Modelllernen Lassen Sie Ihr Kind bei allen Tätigkeiten, die es lernen soll, in Ruhe zuschauen. Erklären Sie, was Sie tun und dabei denken, und lassen Sie Ihr Kind diese Tätigkeit nachmachen. Halten Sie sich selbst an die Regeln, die Sie für Ihr Kind aufgestellt haben. „Kinder hören nicht auf das, was Sie sagen, sie machen vielmehr alles nach, was Sie ihnen vorleben“ Überlegen Sie, wie ein gutes Modell für ein typisches Problem (z. B. der Blutzuckerwert ist zu hoch) aussehen könnte. Antworten Sie nicht automatisch auf jede Frage Ihres Kindes, sondern helfen Sie ihm, die Antwort selbst zu finden, z. B. die Insulindosis zu bestimmen.

23 Heike Saßmann & Karin Lange Die Schritt für Schritt Methode Eltern können Schritt für Schritt vorgehen: …die Handlung in kleine Schritte unterteilen …bei jedem Schritt das Kind zuerst fragen, was getan werden muss, vorsagen, wenn das Kind die Antwort nicht weiß …dann das Kind den jeweiligen Schritt ausführen lassen und dabei so wenig wie möglich und so viel wie nötig unterstützen Ist gut geeignet, um… …komplexe Fertigkeiten und schwierige Handlungsabläufe zu erlernen z. B. Blutzucker messen, Katheter legen; diese Methode kennen die Kinder aus der Diabetesschulung

24 Heike Saßmann & Karin Lange Übung: Die Schritt für Schritt Methode Aufgabe: Bitte denken Sie an eine komplexe Fertigkeit, die Ihr Kind erlernen soll (Katheter wechseln, Diabetessachen einpacken, Schulsachen alleine packen), und beschreiben Sie auf dem Arbeitsblatt konkret die einzelnen Schritte, die dafür notwendig sind. Arbeitsblatt 6

25 Heike Saßmann & Karin Lange Sternchenkarten oder Verstärkerpläne sind Belohnungssysteme … zur besonderen Motivation die nur als kurzfristige Strategien geeignet sind die Sie gut vorbereiten müssen die Sie gemeinsam mit Ihrem Kind erarbeiten müssen für die Sie ein Verhalten positiv und konkret beschreiben sollten für die Sie Regeln und Belohnung festlegen für die Sie Konsequenzen festlegen die Sie gemeinsam basteln oder als Vorlage in Online-Shops bestellen können (mit Aufklebern, Magneten o.ä.)

26 Heike Saßmann & Karin Lange Sternchenkarten oder Verstärkerpläne Ermutigen Sie Ihr Kind, wenn es ein einzelnes Etappenziel erreicht hat (z. B. morgens an die BZ-Messung gedacht hat). Kritisieren Sie es nicht, wenn es nicht geklappt hat (keine „Schimpftiraden“), und nehmen Sie die Murmeln oder Sternchen nicht wieder weg. Die geplante Belohnung muss sicher erfolgen, sobald das Ziel erreicht ist. Machen Sie es danach zügig schwieriger, ein Etappenziel zu erreichen, und nutzen Sie den Verstärkerplan nur für kurze Zeit. Auf lange Frist sollten Sie auch ohne den Verstärkerplan konsequent sein und Ihr Kind ermutigen.

27 Heike Saßmann & Karin Lange Eigene Anliegen oder Vorstellungen klären Es hilft Ihnen und Ihrem Kind, wenn Sie Ihre Erwartungen… positiv konkret und realistisch formulieren und Ihrem Kind mitteilen. Häufig haben Eltern nicht klar mit ihrem Kind besprochen, was es genau tun soll. Es stehen nur globale Vorstellungen im Raum: z. B. Das Kind soll „weniger Ärger machen“ oder sich „besser um den Diabetes kümmern“.

28 Heike Saßmann & Karin Lange Übung: Eigene Anliegen oder Vorstellungen klären Aufgabe: Bitte formulieren Sie Ihre Wünsche/Anliegen an Ihr Kind konkret und positiv. Beschreiben Sie, was genau Ihr Kind in einer bestimmten Situation tun soll und nicht nur, was es lassen soll. Überlegen Sie, ob Ihre Vorstellungen realistisch und für Sie wirklich wichtig sind. Arbeitsblatt 7

29 Heike Saßmann & Karin Lange Hausaufgaben zur Sitzung 2 Bitte bearbeiten Sie die Arbeitsblätter der Sitzung 2, die heute noch nicht besprochen worden sind. Formulieren Sie Ihr persönliches Anliegen schriftlich. Versuchen Sie, in einer bestimmten Situation, die Ihnen am Herzen liegt, ein gutes Vorbild bzw. Modell für Ihr Kind zu sein. Bei Interesse: Probieren Sie das A-B-C Schema in einer Alltagssituation aus. Arbeitsblatt 5


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