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Modellbasierte Software- Entwicklung eingebetteter Systeme Prof. Dr. Holger Schlingloff Institut für Informatik der Humboldt Universität und Fraunhofer.

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Präsentation zum Thema: "Modellbasierte Software- Entwicklung eingebetteter Systeme Prof. Dr. Holger Schlingloff Institut für Informatik der Humboldt Universität und Fraunhofer."—  Präsentation transkript:

1 Modellbasierte Software- Entwicklung eingebetteter Systeme Prof. Dr. Holger Schlingloff Institut für Informatik der Humboldt Universität und Fraunhofer Institut für offene Kommunikationssysteme FOKUS

2 Folie 2 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme Fragen? Welche Hardwarekomponenten enthält eine Embedded Plattform? Unterschied Mikroprozessor – Mikrocontroller – System-on- Chip? Besonderheiten von embedded CPUs? Stromsparkonzepte? Besonderheiten vom Speicher für eingebettete Systeme? Welche Arten von Sensoren kennen Sie? Wie werden intelligente Sensoren mit der CPU verbunden? Was versteht man unter PWM?

3 Folie 3 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme

4 Folie 4 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme Kap. 6: Sicherheit Funktionale Sicherheit (FuSi)  der Teil der Sicherheit eines Systems, der von der korrekten Funktion der sicherheitsbezogenen (Sub-)Systeme und externer Einrichtungen zur Risikominderung abhängt  nicht erfasst: nichtfunktionale Eigenschaften, z.B. Brandschutz Diverse Normen und Richtlinien  IEC "Funktionale Sicherheit sicherheitsbezogener elektrischer/elektronischer/programmierbar elektronischer Systeme“ IEC  viele daraus abgeleitete Normen Maßnahmen zur Vermeidung, Erkennung und Beherrschung von Fehlern  Maßnahmen während der Entwicklung  Absicherung des laufenden Betriebs

5 Folie 5 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme Ursache, Wirkung und Folge Standardwerk zur Terminologie: J.C. Laprie, A. Avizienis, H. Kopetz: Dependability: Basic Concepts and Terminology. Springer-Verlag (englisch, deutsch, französisch) Irrtum (error) Ursache  Fehlzustand (fault) Wirkung  Ausfall (failure)Folge Ausfall kann Ursache für weiteren Fehler sein!

6 Folie 6 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme Fehlerursachen Fehlerursache (cause): direkter oder indirekter Vorgänger in der Wirkfolge  ein Fehler hat meist viele Ursachen Fehlerursache = Anerkannte oder angenommene Ursache für einen Fehler. Ereignis, das vermieden oder toleriert werden sollte. Auswirkung des Ausfalls eines anderen Systems, das mit dem betrachteten System zusammengewirkt hat oder zusammenwirkt, auf das betrachtete System letztlich ist jeder Fehler auf das menschliche Unvermögen zurückzuführen, die Gesamtheit aller Wirkzusammenhänge zu verstehen.  Beispiel: Materialbruch  Materialforschung  Beispiel: Ariane 5  Flugbahneinfluss Irrtum (error), Fehlhandlung (mistake)

7 Folie 7 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme Fehlzustände Fehlzustände treten auf, wenn ein System auf Grund äußerer Einflüsse oder selbsttätig in einen ungewollten Zustand übergeht Fehlzustand = Teil des Systemzustands, der dafür verantwortlich ist, dass ein Ausfall auftritt. Offenbarung einer Fehlerursache im System Möglichkeit des Fehlzustands ist immer schon im System vorhanden, der Fehlzustand wird durch den ausführenden Prozess nur aktiviert  Beispiel: Division durch 0 in Zeile 739  Beispiel: Bit kippt auf Grund von alpha-Strahlung Fehlzustand (fault), Defekt (defect)

8 Folie 8 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme Fehlerauswirkung Fehlverhalten ist die Konsequenz aus einem Fehlzustand. Wenn ein System einen Defekt enthält, führt das meist früher oder später zu einem teilweisen oder totalen Ausfall.  Beispiel: kaputtes Zahnrad  Getriebeschaden  Beispiel: ungeschützte Gleitpunktkonvertierung  … Ausfall = Abweichung der erbrachten Leistung von der in der Spezifikation geforderten Leistung. Übergang von korrekter Leistungserbringung zu fehlerhafter Leistungserbringung. Ausfall und Versagen sind weitgehend synonym (failure)  Ausfall eher für Komponenten, Versagen eher für Gesamtsysteme  Im Sinne der Hierarchie ist der Ausfall einer Komponente die Ursache für das Versagen des Systems

9 Folie 9 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme Fehlerarten oftmals unterscheidet man zwischen zufälligen Fehlern  Auftreten nur statistisch vorhersagbar, z.B. Bitflip auf Grund von Strahlung und systematischen Fehlern  in der Systematik (Art der Zusammensetzung des Systems) begründet, z.B. Bitflip auf Grund eines Programmierfehlers  Diese Unterscheidung ist grob vereinfachend bzw. unscharf!  Was ist z.B., wenn ein Bitflip eine Exception wirft, die nicht gefangen wird?

10 Folie 10 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme Klassifikation von Fehlern (1) Intention (Art)  zufälliger Fehler = zufällig auftretender oder erzeugter Fehler (z.B. Kommafehler)  absichtlicher Fehler = in böswilliger Absicht erzeugter Fehler (z.B. Backdoor) „zufällig“ bedeutet hier nicht „stochastisch auftretend“, sondern „ohne Absicht“ Idee, phänomenologischer Ursprung  physikalischer Fehler = Fehler aufgrund eines physikalischen Phänomens (z.B. Materialbruch)  logischer Fehler = auf menschlicher Unzulänglichkeit basierende Fehlerursache, Denkfehler (z.B. Feldindex)

11 Folie 11 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme Klassifikation von Fehlern (2) Raum  externer Fehler = von der Beeinflussung des Systems durch seine physikalische Umgebung oder vom Zusammenwirken mit seiner menschlichen Umgebung hervorgerufene Fehlerursache  interner Fehler = Teil des Systemzustandes, der bei Aufruf durch eine Rechenaktivität einen Fehler hervorruft Zeit, Entstehungsphase  Betriebsfehler = während der Nutzung des Systems auftretender Fehler  Entwurfsfehler, Konstruktionsfehler = während der Entwicklung oder der Modifikation oder der Erstellung der Betriebsprozeduren entstandener Fehler

12 Folie 12 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme Klassifikation von Fehlern (3) Dauer  permanente Fehler = Anwesenheit ist nicht von einer punktuellen Bedingung abhängig  Temporäre oder transiente Fehler = nur während einer bestimmten Zeit vorhanden  Unterscheidung reversibel (reparierbar) oder nicht! temporäre interne Fehler werden auch intermittierende Fehler genannt „Benutzerfehler“ oder „Bedienfehler“ ist demnach zufälliger, logischer, externer, temporärer Betriebsfehler wichtig: Ursachen- statt Schuldanalyse! jeder Fehler kann als permanenter Entwurfsfehler verstanden werden

13 Folie 13 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme Klassifikation von Ausfällen Wert- oder Zeitausfälle verfrüht oder verspätet konsistent oder inkonsistent kritisch oder unkritisch Stillstand oder Livelock Auslassungsausfälle, Totalausfälle …

14 Folie 14 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme IEC 61508: Sicherheits-Lebenszyklus 1. Analyse der Bedrohung durch das EUC 2. Ableitung von Sicherheits- anforderungen 3. Planung und Realisierung von Sicherheits- mechanismen 4. Validierung und Betrieb der Systeme

15 Folie 15 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme IEC Prozess (System)

16 Folie 16 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme IEC Prozess (Software)

17 Folie 17 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme Gefährdungs- und Risikoanalyse Gefährdung: potentielle Schadensquelle Risiko: Verbindung / Kombination der Auftretenswahrscheinlichkeit eines Schadens und des zugehörigen Schadensausmaßes Auftretenswahrscheinlichkeit: der Parameter des Risikos, der Auskunft über die Wahrscheinlichkeit gibt, mit der eine identifizierte Gefährdung bzw. ihre Ursache in der Praxis tatsächlich auftreten könnte.  Eintrittswahrscheinlichkeit  Entdeckungswahrscheinlichkeit  Möglichkeit zur Gefahrenabwendung Schadensausmaß: quantitatives Maß für die möglichen Folgen / Konsequenzen einer Gefährdung Sicherheit: Freiheit von nicht akzeptablen Risiken Risiko = Eintrittswahrscheinlichkeit * Schadensausmaß

18 Folie 18 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme Risikoanalyse Risiko = Eintrittswahrscheinlichkeit * Schadensausmaß  z.B. Aktienkursverlust Problem bei sehr kleinen und sehr großen Zahlen  sehr großer Schaden bei sehr geringer Wahrscheinlichkeit Problem der numerischen Einschätzung  Kosten bei Personenschaden?  Wahrscheinlichkeit von Katastrophen? akzeptabeles Risiko?  abhängig vom persönlichen Einfluss

19 Folie 19 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme ALARP ALARP-Prinzip: „As Low As Reasonably Possible“  Wenn ein Risiko mit vertretbarem Aufwand reduziert werden kann, sollte dies getan werden  Oft auch: Wenn das Risiko nicht reduziert werden kann, muss der Nutzen des Systems (Nutzungsdauer * Gewinn) den Schaden übersteigen “Cost per life saved”

20 Folie 20 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme Automobil- versus Luftfahrtsicherheit Katastrophen werden subjektiv höher gewichtet

21 Folie 21 H. Schlingloff, SS2014 – modellbasierte Software-Entwicklung eingebetteter Systeme Planes, Trains and Automobiles E. Schnieder: 4. Bieleschweig Workshop, : NEUE UND HERKÖMMLICHE MAßE ZUR QUANTIFIZIERUNG DES RISIKOS IM EISENBAHNVERKEHR Quelle:


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