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16.11.2005 Software-Engineering II Eingebettete Systeme, Softwarequalität, Projektmanagement Prof. Dr. Holger Schlingloff Institut für Informatik der Humboldt.

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1 Software-Engineering II Eingebettete Systeme, Softwarequalität, Projektmanagement Prof. Dr. Holger Schlingloff Institut für Informatik der Humboldt Universität und Fraunhofer Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik

2 Folie 2 H. Schlingloff, Software-Engineering II Ein Brief von Microsoft Research: Bitte denken Sie auch daran Ihre Studenten auf den Imagine Cup 2006 (http://www.imaginecup.info) hinzuweisen. Sowohl der Imagine Cup als auch unser Förderprogramm für Studenten tragen dazu bei, dass der akademische Nachwuchs sich durch Projektarbeit und Netzwerkbildung auf seine Karriere vorbereiten kann. Aktuelle Informationen finden Sie unter Nachwuchsförderung oder Ideensuche zum Spottpreis?

3 Folie 3 H. Schlingloff, Software-Engineering II Übersicht 0. Einleitungsbeispiel (Mars Polar Lander) 1. Eingebettete Systeme 1.1. Definitionen (eingebettetes System, Realzeit, Prozess, Steuerung, …) 1.2. Anforderungsanalyse - allgemeine Vorgehensweise - Beispiel Türsteuergerät - systematische Ansätze; Def. Modus, Kondition, Historie - Anwendungsfallbeschreibungen 1.3. Modellierung - Timed Automata

4 Folie 4 H. Schlingloff, Software-Engineering II Def. Zeitautomat Ein zeitbeschrifteter Automat ist ein Tupel bestehend aus endlicher Menge L von Orten oder Plätzen (locations) Teilmenge L 0 von Anfangsorten endliches Alphabet von Ereignissen endliche Menge von Uhren (-variablen) Invariante Inv(s) für jeden Ort (zeitabhängige Bedingung) endliche Menge E von Transitionen bestehend aus - Quelle, Zielort - Ereignis aus dem Alphabet - zeitabhängige Bedingung - Menge von Uhren die zurückgesetzt werden offlowbright klick x:=0 x>3 x 3 y 300 y>300 y:=0

5 Folie 5 H. Schlingloff, Software-Engineering II Semantik Jedem zeitbeschrifteten Automaten wird ein zustandsunendliches Transitionssystem zugeordnet Kontrollschritt: (l,v) –a–>(l´,v´) falls ein Übergang (l,a,g,r,l´) existiert mit v erfüllt g und v´=v[r:=0] Zeitschritt: (l,v) –d–>(l´,v´) falls l´=l und v´=v+d und sowohl v als auch v´ erfüllen Inv(l) Jeder Pfad durch das Transitionssystem ist ein Ablauf des Automaten In wie weit sind zeitbeschriftete Automaten analysierbar? Kann man entscheiden, ob ein bestimmter Zustand erreichbar ist?

6 Folie 6 H. Schlingloff, Software-Engineering II Idee: Äquivalenzklassenbildung Partitionierung des unendlichen Zustandsraumes in endlich viele Regionen alle Zustände einer Region weisen ähnliches Verhalten auf

7 Folie 7 H. Schlingloff, Software-Engineering II Quotienten Def. Quotientenautomat bezüglich einer Partitionierung der Zustandsmenge Abstraktion von gewissen Variablen (kleinerer Wertebereich oder ganz weglassen) Zustände im Quotientenautomat sind Äquivalenzklassen von Zuständen im ursprünglichen Vergröberung der Verhaltensbeschreibung: Menge aller möglichen Abläufe (akzeptierter Wortschatz) wird größer Gesucht: Abstraktion die die Sprache nicht vergrößert Bei Zeitautomaten Abstraktion der Uhrenvariablen? Reduktion des Wertebereichs der Uhren?

8 Folie 8 H. Schlingloff, Software-Engineering II Sprachschatz für Zeitautomaten Wdh.: Jeder Pfad durch das Transitionssystem ist ein Ablauf des Automaten Def.: Pfad = ((l 0, v 0 ) –c 0 –>(l 1, v 1 ) –c 1 –>(l 2, v 2 ) –c 2 –>…); l ist Ort, v ist Uhrenbelegung, c Ereignis oder Dauer Bei Zeitschritten v i+1 =v i +t, bei Kontrollschritten v i+1 =v i [r:=0] Ist diese Granularität erforderlich? z.B. (l 0 –c 0 –>l 1 –c 1 –>l 2 –c 2 –>l 3 …) ausreichend? oder (c 0 ––>c 1 ––>c 2 ––>c 3 ––>…) ? oder überhaupt nur (e 0 e 1 e 2 e 3 …) ?

9 Folie 9 H. Schlingloff, Software-Engineering II Sprachschatz für Zeitautomaten Def. Sprache eines Automaten zeitlos: Menge aller (endlichen oder unendlichen) Wörter (ohne Berücksichtigung Uhren) zeitabhängig: Menge von Folgen (e 0 –d 0 –>e 1 –d 1 –>e 2 –d 2 –>e 3 …) Sprache des uhrlosen Automaten enthält zeitlose Sprache Def. Äquivalenz von Automaten erzeugte Sprachen sind gleich zwei verschiedene Äquivalenzbegriffe zeitabhängig äquivalente Automaten sind auch zeitlos äquivalent Bsp. zeitlos äquivalent, aber nicht zeitabhängig äquivalent ab a x:=0 x>10 b

10 Folie 10 H. Schlingloff, Software-Engineering II Regionen und Zonen endliche Partitionierung des Zustandsraumes Definition Regionenäquivalenz: Sei c max die größte im Automaten vorkommende Konstante. v R u gdw der integrale Teil aller Uhrenbelegungen ist gleich bzw. beidesmal >c max. der fraktionale Teil ist beidesmal =0 oder beidesmal >0 falls x

11 Folie 11 H. Schlingloff, Software-Engineering II Zonen endliche Mengen von Ungleichungen alle möglichen Beziehungen zwischen allen Uhrenvariablen Es reicht, sich auf Linearkombinationen von Variablen (c=k 1 *c 1 +…+k n *c n ) zu beschränken Definition: w Z w gdw w und w erfüllen die selben Bedingungen der Form x i < c, x i = c, x i – x j < c, x i –x j =c wobei c c max

12 Folie 12 H. Schlingloff, Software-Engineering II Endlichkeit des Zustandsraumes Die Relationen haben einen endlichen Index d.h. es gibt nur endlich viele erreichbare Regionen / Zonen d.h. der Regionen/Zonengraph ist endlich Beweisidee (Regionen) folgt aus der Definition von R : endlich viele integrale Teile c max und endlich viele Vergleiche der fraktionalen Teile Beweisidee (Zonen) bei endlich vielen rationalen Zahlen gibt es nur endlich viele Linearkombinationen (Summierungsmöglichkeiten), die kleiner als eine vorgegebene Schranke sind im Automaten werden nur endlich viele Konstante erwähnt daher gibt es nur endlich viele unterschiedlich erfüllte Bedingungen der angegebenen Art

13 Folie 13 H. Schlingloff, Software-Engineering II Konstruktion des Regionengraphen Der Regionengraph als (endlicher) Automat ist zeitlos äquivalent zum ursprünglichen Zeitautomaten erfüllt die selben Sicherheitseigenschaften x y Successor regions, Succ(r) r Reset region r[y:=0] r[x:=0]

14 Folie 14 H. Schlingloff, Software-Engineering II Beispiel |Regionen| = |Orte| * |Konstante| * |Uhren|! i.A. exponentiell in der Anzahl der Uhren und Konstanten (PSPACE-vollständig)

15 Folie 15 H. Schlingloff, Software-Engineering II © Uli Stein

16 Folie 16 H. Schlingloff, Software-Engineering II UppAal, Kronos, Rabbit… Tools zur Konstruktion des Regionengraphen animierte Simulation temporale Verifikation unterschiedliche interne Repräsentation Mengen von Ungleichungen BDDs Differenzmatrizen, difference bound matrices --- Präsentation UPPAAL ---

17 Folie 17 H. Schlingloff, Software-Engineering II


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