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Beitragsrecht nach dem BSVG. Wer ist pflichtversichert? Betriebsführer - EHW EUR 1.500,-- erreicht oder übersteigt vollversichert, EHW ab EUR 150,- Pflichtversicherung.

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Präsentation zum Thema: "Beitragsrecht nach dem BSVG. Wer ist pflichtversichert? Betriebsführer - EHW EUR 1.500,-- erreicht oder übersteigt vollversichert, EHW ab EUR 150,- Pflichtversicherung."—  Präsentation transkript:

1 Beitragsrecht nach dem BSVG

2 Wer ist pflichtversichert? Betriebsführer - EHW EUR 1.500,-- erreicht oder übersteigt vollversichert, EHW ab EUR 150,- Pflichtversicherung UV ACHTUNG: überwiegender Lebensunterhalt Gesellschafter KG/OG: Gesellschafter KG/OG: Keine Versicherungsgrenze Beitragsgrundlage je Gesellschafter KV/PV: aus Steuerbescheid UV: nach Satzung Ehegatte Ehegatte- hauptberufliche Beschäftigung Ehepartner/eingetragene Partner: Ehepartner/eingetragene Partner: hauptberufliche Beschäftigung Kinder, Enkel-, Wahl-, Stief-, u. Schwiegerkinder und Eltern Kinder, Enkel-, Wahl-, Stief-, u. Schwiegerkinder und Eltern - hauptberufliche Beschäftigung Bauern-Pensionist Bauern-Pensionist (Teilversicherung KV) - ständig im Inland Ehegatte, eingetragene Partner, Eltern,Groß-, Wahl-, Stief-u. Schwiegereltern, Geschwister, Enkel, Wahl-, Stief- u. Schwiegerkinder, In der UV: Ehegatte, eingetragene Partner, Eltern,Groß-, Wahl-, Stief-u. Schwiegereltern, Geschwister, Enkel, Wahl-, Stief- u. Schwiegerkinder, wenn im Betrieb mittätig

3 Beitragsberechnung EINHEITSWERT der selbstbewirtschafteten Flächen (-Verpachtung, + Zupachtung) (Brache) x einem im Gesetz festgesetzten %-Satz (Einkommensfaktor) = Versicherungswert = BEITRAGSGRUNDLAGE 1/1 1/2 1/3 1/6 BFBFKinderKind + Schwiegerkind (solo) (Ehepaar, Übergeber) + Schwiegerkind x Beitragssätze = x Beitragssätze = BEITRAG

4 Pachtgrund von FREMDEN kein geradliniges Verwandtschaftsverhält nis von "NAHEN ANGEHÖRIGEN" gerade Linie Eltern, Groß-, Wahl-, Stief-, Schwiegereltern; Kinder, Enkel, Wahl-, Stief-, Schwiegerkinder 2/3 3/3

5 Berechnung (Hundertsätze 2014) Einheitswerte bis € 5.000,-- mit 17,80401 % Für je weitere € 100,-- Einheitswert bei Einheitswerten Von 5.100,-- bis € 8.700,--19,78225 % Von € 8.800,-- bis € ,--16,07305 % Von € ,-- bis € ,--11,12755 % Von € ,-- bis € ,--9,02567 % Von € ,-- bis € ,--6,67652 % Von € ,-- bis € ,--4,94557 % Von € ,-- bis € ,--3,70919 % Ab € ,--2,84370 %

6 Beispiel: EW € ,-- für EUR 5.000,--x 17,80401 % = EUR 890,20050 für EUR 3.700,--x 19,78225 % =EUR 731,94325 (von EUR 5.100,-- bis EUR 8.700,--) für EUR 2.200,--x 16,07305 % =EUR 353,60710 (von EUR 8.800,-- bis EUR ,--) für EUR 3.600,--x 11,12755 % =EUR 400,59180 (von EUR ,-- bis EUR ,--) für EUR 7.300,--x 9,02567 % =EUR 658,87391 (von EUR ,-- bis EUR ,--) für EUR 700,--x 6,67652 % = EUR 46,73564 (von EUR ,-- bis EUR ,--) BTG-Summe EUR 3.081,95220 gerundetEUR 3.081,95

7 Beispiel  Einheitswert: € ,--  Ehegatten, eingetragene Partner oder hauptberufliche Beschäftigung eines Ehepartners  Schritt 1: Versicherungswert aus EHW ergibt € 3081,95  Schritt 2: Teilung des Versicherungswertes in KV und PV: = je Ehegatte € 1.540,98  für UV: 1,9 %€ 58,6/Monat  für KV: 7,65 % € 117,88/Monat  für PV: 16,50 %€ 254,26/Monat Aber: bei gemeinsamer Betriebsführung durch Miteigentümer, wird der Beitragsgrundlage der anteilige Einheitswert zu Grunde gelegt

8 Mindest BTG 2014 bis EHW/KV/UVEUR EUR 729,47 bis EHW/PVEUR2.200 EUR 395,31 Höchst BTG 2014 EUR bei einem EHW vonEUR Bei EhepartnernEUR

9 Einkommensbetrieb Keine Versicherungsgrenze. Versicherungspflicht in KV/PV nur bei Bestreitung des überwiegenden Lebensunterhaltes aus dem Einkommensbetrieb. Wenn zur Tierzucht oder zur Tierhaltung nicht überwiegend Erzeugnisse verwendet werden, die im eigenen landwirtschaftlichen Betrieb gewonnen werden oder wenn ein bestimmtes Verhältnis zwischen landwirtschaftlicher Nutzfläche und Vieheinheiten überschritten wird, gelten Tierhaltung und Tierzucht nach § 30 Abs. 3 und 6 BewG nicht mehr als landwirtschaftlicher Betrieb, sondern als „gewerblicher Betrieb“.§ 30 Abs. 3 und 6 BewG Gleiches gilt für gewerbliche Pflanzenproduktion, wenn der Zukauf fremder Erzeugnisse mehr als 25 % des Umsatzes des Betriebes beträgt. Dennoch land(forst)wirtschaftlicher Betrieb nach § 5 LAG und hinsichtlich der Versicherungs- und Beitragspflicht nach dem BSVG zu berücksichtigen. Ermittlung der BTG aufgrund des Einkommens laut Einkommensteuerbescheid zuzüglich der vom Versicherungsträger im Beitragsjahr vorgeschriebenen Beiträge, zur Kranken- und Pensionsversicherung nach dem BSVG abzüglich Veräußerungsgewinne – mind. MBTG / höchstens HBTG ist heranzuziehen. Beachte: Bei Führung eines Einkommensbetriebes neben einem Gewerbebetrieb (z.B. gewerblicher Eierhandel) ist der Versicherte zu ersuchen, den auf den landw. Einkommensbetrieb entfallenden Teil der Einkünfte nachzuweisen.

10 Beitragsgrundlage aus Versicherungswert und Einkommensteuerbescheid (Mischbetrieb) Ein Mischbetrieb ist ein einheitlicher LAG-Betrieb, der Betriebsbestandteile umfasst, aus denen ein Versicherungswert zu bilden ist, und Betriebsbestandteile, aus denen kein Versicherungswert gebildet werden kann, aber anteilsmäßige Einkünfte gemäß § 23 Abs. 4 errechnet werden können. Beispiel Pflanzenproduktion auf Einheitswert - Fläche (Versicherungswert) und gewerbliche Nutztierhaltung (Einkünfte); Beide Betriebsarten bilden einen einheitlichen LAG-Betrieb, da sowohl die rechtliche Innehabung als auch der wirtschaftliche Zweck als auch die organisatorische Einheit gegeben sind. Die für die Sozialversicherung entsprechenden Einkünfte und der Versicherungswert werden zusammengezählt. Liegt der zusammengezählte Wert unter der Mindestbeitragsgrundlage, ist die Beitragsgrundlage die Mindestbeitragsgrundlage. Liegt der zusammengezählte Wert über der Höchstbeitragsgrundlage, so gilt die Höchstbeitragsgrundlage. Liegt der zusammengezählte Wert zwischen der Mindest- und Höchstbeitragsgrundlage, so ist dieser abgerundete Wert die Beitragsgrundlage.

11 SEIT PFLICHTVERSICHERUNG für GESELLSCHAFTER  persönlich haftende Gesellschafter einer KG  Gesellschafter einer OG wenn die Führung eines LAG-Betriebes zum Unternehmensgegenstand gehört Keine Versicherungsgrenze Beitragsgrundlage je Gesellschafter KV/PV: aus Steuerbescheid UV: nach Satzung Beiträge schuldet Gesellschafter Solidarhaftung Keine Doppelversicherung, Ausnahme UV, hier für jeden Betrieb UVpflicht (Zl. 2012/08/0064-5)

12 Mehrfachversicherung ab Landwirtin + Dienstnehmerin Landwirt + Gewerbetreibender Differenzvorschreibung, Erstattung (KV 4% der auf den Überschreitungsbeitrag entfallenden Beiträge, PV die auf Überschreitungsbeitrag entfallenden GSVG-/FSVG- /BSVG-Beiträge in voller Höhe, ASVG Beiträge in halber Höhe, jeweils mit Aufwertungsfaktor aufgewertet) KV nach dem GSVG und BSVG KV nach dem ASVG und BSVG

13 Optionsmodell ab

14 Option auf Einkommensteuerbescheid (Einnahmen-Ausgabenrechnung/pauschaler Ausgabenabzug, Bilanzbuchhaltung) Sozialversicherungsbeiträge werden angerechnet minus Veräußerungsgewinne (NICHT auch: Sanierungsgewinne und Investitionsfreibetrag) Optionsmodell

15  Antragsfrist: des Folgejahres  bis zur Vorlage des Einheitswert Einkommensteuerbescheides  bei Vorliegen eines rechtskräftigendie aus diesen Ein- Einkommensteuerbescheides künften ermittelte „alte“ BTG  zuviel bezahlte Beiträge werden zurückbezahlt  Option kann grundsätzlich nicht widerrufen werden Optionsmodell

16 Options-Mindest-BTG für Betriebsführer PV: € 729,47 entspricht EW € 4.000,-- KV/UV:€ 1.370,76 entspricht EW € 7.400,- Geringe Beitragsgrundlage ╚► niedrige Beiträge ╚► geringere Pensionsleistung !!!

17 Beispiel – Options-BTG Einkommen laut Steuerbescheid des/der BF € ,-- plus vorgeschriebene KV/PV-Beiträge für EW-Betrieb (*23,65 % der BTG bis 06/13 und 24,15 % der BTG ab 07/2012) € 3.632,80 ergibt Jahres-Beitragsgrundlage von € ,80 davon 1/12 als monatliche BTG € 1.569,40 ergibt Monatsbeitrag von 01-06/2013 € 400,98 zuzüglich Optionszuschlag (3 %) € 12,03 SUMME monatlich€ 413,01 Quartalsbeitrag I. und II. Quartal von je € 1.239,03 ergibt Monatsbeitrag von 07-12/2013 € 407,18 zuzüglich Optionszuschlag (3%) € 12,22 SUMME monatlich€ 419,40 Quartalsbeitrag III. und IV. Quartal von je € 1.258,20 *) Beitragssätze KV/PV für 2013

18 Betrieb mit EHW ,- BTG: 4.898,46 KV: 366,67 PV: 790,85 UV: 91,07 Gesamt: 1.248,59 Betrieb mit Einkünften ,- BTG: 4.645,37 KV: 408,16 PV: 880,34 UV: 101,37 Gesamt: 1.389,87

19 Betrieb mit Einkünften ,- BTG: 833,33 KV: 105,69 PV: 141,63 UV: 26,24 Gesamt:273,56 Betrieb mit Einkünften 0,- BTG:0,- KV:105,69 PV:121,30 UV: 26,24 Gesamt:253.23

20  Rechnung und Gefahr  Naheverhältnis zum Stammbetrieb  Unterordnung/ Naheverhältnis  Ausübung durch  Betriebsführer  Ehepartner  Kind Definition ldw. Nebentätigkeiten ACHTUNG „Neuer Selbständiger“ Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

21 bei Einsatz von Maschinen aus dem landwirt. Betrieb z.B. Winterdienst mit eigenem Traktor, Böschungen mähen mit eigenem Gerät bei überwiegender Ausübung der Tätigkeit auf dem Areal des Betriebes z.B. bäuerliche Tagesmutter, Heu-Erlebnisbäder bei Einsatz von in der Landwirtschaft erworbenen, bauernspezifischen Kenntnissen z.B. Seminarbäuerin, Produktbotschafterin Naheverhältnis zum Hauptbetrieb liegt vor: Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

22 Weinbuschenschank: Abgabe von Speisen keine Beitragspflicht aus der Be- und Verarbeitung! Bei Mostbuschenschankbetrieben (auch Almausschankbetrieben) zählt das Buffet zur Be- und Verarbeitung. Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten im Einheitswert enthalten

23 Fische und Fleisch von sämtlichen landwirtschaftlichen Nutztieren und von Wild (auch gerupft, abgezogen, geschuppt, im Ganzen, halbiert, bei Rindern auch gefünftelt); Den Schlachttierkörpern können auch die zum menschlichen Genuss nicht verwendbaren Teile entfernt werden. lt. österr. Lebensmittelbuch (auch Codex Alementarius Austriacus), Kapitel B 14 „Fleisch und Fleischereierzeugnisse“, Punkt A.1.1 sind folgende Teile zum menschlichen Genuss nicht verwendbar: Hufe, Klauen, Hörner, Haare, Borsten, Federn, die nicht genießbaren Teile der Haut, Augen, Ohrausschnitte, Afterausschnitte, Scham, Scheide, Gebärmutter, Föten, das männliche Glied, laktierende Euter, der Nabelbeutel des Schweines, Tonsillen vom Rind und Schwein, der Dickdarm der Einhufer und Stichfleisch (siehe sonstiger Schlachtabfall A : darunter sind die bei der Schlachtung anfallenden, als Lebensmittel nicht verwendbaren Tierkörper oder Tierkörperteile und der Organinhalt zu verstehen) und spezifiziertes Risikomaterial (SRM). Fleisch von sämtlichen landwirtschaftlichen Nutztieren und von Wild, wenn kleiner als halbiert bzw. bei Rindern kleiner als gefünftelt, Fleischwaren aller Art (z.B. Wurst, Faschiertes, Geselchtes) Fische, geräuchert, getrocknet, gebeizt Fischprodukte (z.B. Rogen geräuchert, Sulz, Laibchen, Pastete) Fischfilet (grätenfrei) Brathühner (gewürzt) 1. Fische, Fleisch und Fleischwaren URPRODUKTNEBENGEWERBE

24 2. Milch und Milchprodukte URPRODUKTNEBENGEWERBE Milch (roh und pasteurisiert), Sauerrahm, Schlagobers, Sauermilch, Buttermilch, Joghurt, Kefir, Topfen, Butter (Alm-, Landbutter), Molke, => alle diese ohne geschmacksverändernde Zusätze, sowie typische bäuerliche, althergebrachte Käsesorten, wie z.B. Almkäse/Bergkäse, Zieger/Schotten, Graukäse, Kochkäse, Rässkäse, Hobelkäse, Schaf- oder Ziegen(misch)frischkäse (auch eingelegt in Öl und/oder gewürzt), Bierkäse; Butteraufstriche Butterschmalz Fruchtjoghurt, Mischgetränke (z.B. Trinkjoghurt, Kakao, Eiscafe) Speiseeis, Quargel Topfenaufstriche (z.B. Liptauer) Topfen- und Käseknödel, Mozarella, Schnittkäse: (Käse, der sich gut in Scheiben schneiden lässt, z.B. Edamer, Gouda, Tilsiter, Geheimratskäse, Butterkäse) = Urprodukt, wenn althergebrachte Käsesorte (sind nur diese Käsesorten, die in der Urprodukteverordnung angeführt sind. Wenn in bestimmten Regionen Österreichs dafür andere Bezeichnungen vorliegen oder andere Käsesorten typisch bäuerlich und althergebracht sind, sind diese Sorten in diesen Regionen auch Urprodukte); z.B. Graukäse (Tirol)= Steirerkas (Steiermark), Hartkäse: (längste Reifezeit aller Käsesorten, z.B. Parmesan) = Urprodukt, wenn althergebrachte Käsesorte (sind nur diese Käsesorten, die in der Urprodukteverordnung angeführt sind. Wenn in bestimmten Regionen Österreichs dafür andere Bezeichnungen vorliegen oder andere Käsesorten typisch bäuerlich und althergebracht sind, sind diese Sorten in diesen Regionen auch Urprodukte) Milchkosmetika

25 Getreide; Stroh, Streu (roh, gehäckselt, gemahlen, gepresst) Silage Backwaren, allgemein (z.B. Brot, Gebäck, Mehlspeisen, Torten) Schrot, Mehl, Flocken, Müsli, Grieß, Dinkelreis (geschliffenes und poliertes Dinkelgetreide) Teigwaren, Brösel 3. Getreide und Backwaren URPRODUKTNEBENGEWERBE

26 4. Obst, Gemüse, Blumen und andere gärtnerische Erzeugnisse URPRODUKTNEBENGEWERBE Obst (Tafel- und Pressobst), Dörrobst, Beeren, Gemüse und Erdäpfel (auch gewaschen, geschält, zerteilt oder getrocknet), gekochte Rohnen (rote Rüben), Edelkastanien, Mohn, Nüsse, Kerne, Pilze einschließlich Zuchtpilze, Sauerkraut, Suppengrün, Tee und Gewürzkräuter (auch getrocknet), Schnittblumen und Blütenblätter (auch getrocknet), Jungpflanzen, Obst- und Ziersträucher, Topfpflanzen, Zierpflanzen, Gräser, Moose, Flechten, Reisig, Wurzeln, Zapfen Essiggemüse, Essiggurken eingelegt, Pfefferoni eingelegt, Knoblauch eingelegt, Russenkraut, roter Rübensalat, Senfgurken, Krautsalat, Karottensalat, Chutney, Ketchup, Senf, Kren im Glas, Tomatenmark, Suppengewürz („Suppenwürfel“) Knabberkerne, Sojabohnen (geröstet und gesalzen) Früchte eingelegt Gelees, Kompotte, Konfitüren, Marmeladen, Birnenmehl, Kränze, Buketts Kräuterduftkissen, Trockenblumengestecke

27 5. Getränke URPRODUKTNEBENGEWERBE Obstwein (insbesondere Most aus Äpfeln und/oder Birnen), Obststurm, Süßmost, direkt gepresster Gemüse-, Obst- und Beerensaft sowie Nektar und Sirup (frisch oder pasteurisiert), Wein, Traubenmost, Sturm, Beerenwein, Met, Holunderblütensirup Edelbrände, Weinbrand, Liköre, Essig, angesetzte Schnäpse (z.B. Lärcherl, Zirberl, Nuss) Schaumwein* Sekt* Holundersekt* *ab eigener Tatbestand: Obstschaumweinerzeugung

28 6. Forstwirtschaftliche Erzeugnisse Rundholz, Brennholz, Hackschnitzel, Rinde, Christbäume, Forstpflanzen, Forstgewächse, Reisig, Schmuckreisig Holzspäne, Schindeln, Holzkohle, Pech, Harz; weiters rohe Bretter und Balken sowie gefrästes Rundholz, sofern das Rohmaterial zumindest zu 65% aus der eigenen Produktion (dem eigenen Wald) stammt; Holzspielzeug, Schneestangen, Zaunpfähle, wenn lackiert, gebohrt, vorgefertigt; Zuspitzen ist noch Urproduktion weiterverarbeitete Bretter, Balken, Staffel (z.B. gehobelt), rohe Bretter und Balken sowie gefrästes Rundholz, wenn Eigenholzanteil weniger als 65% NEBENGEWERBE URPRODUKT

29 7. Sonstige Erzeugnisse NEBENGEWERBE URPRODUKT Eier, Federn, Haare, Hörner, Geweihe, Zähne, Klauen, Krallen, Talg, Honig, Cremehonig, Propolis, Gelee royal, Blütenpollen, Wachs Komposterde, Humus Naturdünger, Mist, Gülle, Rasenziegel, Heu (auch gepresst) Angora- oder Schafwolle (auch gesponnen), Speiseöle (insbesondere aus Sonnenblumen, Kürbis oder Raps), wenn diese bei befugten Gewerbetreibenden gepresst wurden, Samen (tierischen oder pflanzlichen Ursprungs) sowie im Rahmen der Land- und Forstwirtschaft anfallenden Ausgangsprodukte für Medizin, Kosmetik, Farben und dergleichen.* *gemeint sind lediglich Produkte aus der Urproduktion (z.B. Plazenta), nicht aber Produkte aus der „Be- und Verarbeitungstabelle“, Ätherische Öle, Technische Öle, Essenzen, Binderwaren (einfach) gefärbte Eier, bemalte Eier (nicht zum Verzehr) Felle Gewürzbilder, Gewürzsträuße Leinenstickereien Schnitzereien aus Holz Haut Speiseöle: wenn selbst oder von Nichtgewerbetreibenden (anderer Landwirt) gepresst

30 Verpacken gehört zur Urproduktion (auch Vakuumierung), Tieffrieren ist jedoch Be- und Verarbeitung. Diese Verordnung tritt mit 1. Jänner 2009 in Kraft. Für Beitragsjahre 2008 und vorher hat diese Verordnung keine Gültigkeit. Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

31 FREIBETRAG bedeutet, dass bis zur Höhe des Freibetrages keine Beiträge zur bäuerlichen Sozialversicherung zu entrichten sind bedeutet, dass bis zur Höhe des Freibetrages keine Beiträge zur bäuerlichen Sozialversicherung zu entrichten sind Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

32  Dienstleistungen mit oder ohne Betriebsmittel für andere land(forst)wirtschaftliche Betriebe, die Tätigkeit als Betriebshelfer (auch im Rahmen eines Maschinen oder Betriebshilferinges) sowie als Holzakkordant  Beitragspflicht ab dem 1. Cent  Wegfall der Freigrenze von EUR ,-- Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

33 Unbeachtlich und daher nicht zu melden, sind Einnahmen aus Tätigkeiten, die auf reiner Selbstkostenbasis (= ohne Verrechnung der eigenen Arbeitsleistung) durchgeführt werden. z.B. zwischenbetriebliche Zusammenarbeit mit Entlohnung gemäß ÖKL-Richtlinie - nur Maschineneinsatz. Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

34 Was ist ÖKL und bei welchen landw. Nebentätigkeiten ist ÖKL zu berücksichtigen? Ö(sterreichisches) K(uratorium) für L(andtechnik) Erstellen Richtwerte für landwirtschaftliche Maschinen: „wieviel kostet die Maschine in der Stunde“ Berücksichtigen bei: Persönliche Dienstleistungen Holzakkord Fuhrwerksdienste Vermietung land(forst)wirtschaftlicher Betriebsmittel

35 Beispiel 1: Miststreuen verrechneter ÖKL- Betrag Richtwerte 1 Stunde Traktor 70 PS€ 16,06€ 19,57 1 Stunde Miststreuer 5 to€ 18,39€ 25,38 Arbeitszeit wurde nicht verrechnet Gesamtsumme € 34,45 Gesamtsumme € 34,45 0 Beitrag

36 Beispiel 2: Miststreuen verrechneter ÖKL- Betrag Richtwerte verrechneter ÖKL- Betrag Richtwerte 1 Stunde Traktor 70 PS€ 16,06 € 19,57 1 Stunde Miststreuer 5 to€ 18,39 € 25,38 verrechnete Arbeitszeit€ 8,-- Gesamtsumme Gesamtsumme€ 42,45 Die Gesamtsumme von € 42,45 ist der SVB zu melden.

37 MR-Service Maschinenvermietung an MR Service Bei Pauschalabrechnung: Beitragfrei, wenn im Ergebnis der Pauschalbetrag dividiert durch die nachgewiesenen Einsatzstunden unter den ÖKL - Werten der eingesetzten Maschinen liegt. Beispiel: Maschinenmiete für 2010 ausbezahlt: € 5.000,- Angemeldete Einsatzstunden im Jahr 2010: 100 Stunden ÖKL – Werte der eingesetzten Maschinen: € 55,- Errechnete Maschinenmiete je Einsatzstunde: € 50,- Daher: gesamter Pauschalbetrag beitragsfrei!

38 MR-Service Maschinenvermietung an MR Service Bei Stundenabrechnung mit Pauschale: Beitragfrei, wenn im Ergebnis der Gesamtbetrag (Summe aus Pauschal- und Stundenentgelt) dividiert durch die nachgewiesenen Einsatzstunden unter den ÖKL - Werten der eingesetzten Maschinen liegt. Beispiel: Bereitstellungspauschale für 2012 ausbezahlt: € 500,- abgerechnete Einsatzstunden 2012: 100 Stunden á 40,- (€ 4.000,-) ÖKL – Werte der eingesetzten Maschinen: € 55,- Errechnete Maschinenmiete je Einsatzstunde: € 45,- (€ 4.500/100 Std.) Daher: gesamter Pauschalbetrag beitragsfrei!

39 Kulturpflege im ländlichen Raum (Mähen von Straßenrändern, öffentl. Grünflächen, Biotoppflege, Heckenschneiden, Sportanlagenpflege, Abtransport des Mähgutes) Verwertung von organischen Abfällen (Kompostieren, etc.) Winterdienst = Vermietung von Betriebsmitteln (Schneeräumung, Streuen ldw. Verkehrsflächen) Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

40 Vermietung land(forst)wirtschaftlicher Betriebsmittel Schweinetätowierer Waldhelfer Milchprobennehmer Besamungstechniker im Sinne eines Landes-Tierzuchtgesetzes Klauenpfleger Fleischklassifizierer Saatgut- und Sortenberater Biokontrollor Zuchtwart Hagelschätzer und Hagelberater Land- und forstwirtschaftlicher Sachverständiger Tätigkeiten in eingeschränktem Umfang (Holzschnitzen, Korbflechten, Adventkränze, Bauern- malerei, Holzhacken, Aushacken von Unterholz) Rübenschätzer, Mostwäger, Wildschadenschätzer Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

41  Privatzimmervermietung (Urlaub am Bauernhof – 10 Betten)  wirtschaftliche Einheit mit dem bäuerlichen Betrieb  Beitragspflicht, wenn Einnahmen den Freibetrag von EUR 3.700,-- übersteigen Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

42  über die Einnahmen aus bäuerlichen Neben- tätigkeiten sind Aufzeichnungen zu führen  die Einnahmen inkl. Umsatzsteuer sind spätestes bis 30.April des folgenden Jahres an die SVB zu melden (ausgenommen bei Option) Aufzeichnungspflicht Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

43 Anmeldung innerhalb eines Monats bei der SVB, also bis spätestens 30. Juni Meldung der Bruttoeinnahmen bis 30.April des Folgejahres Einnahmen durch „Urlaub am Bauernhof“ im Zeitraum vom 01. Juni bis 31. Oktober

44 Die Meldung der Bruttoeinnahmen muss bis spätestens 30.April des Folgejahres erfolgen. Beispiel 1: Jährl. Bruttoeinnahmen Einstellung von Pferden€7.500,00 Bruttoeinnahmen aus Winterdienst€2.400,00 Summe€9.900,00 minus 70 % Ausgabenpauschale€6.930,00 = jährliche Beitragsgrundlage (30 %)€2.970,00 monatliche Beitragsgrundlage: 1/12€247,50 Multiplikation mit 26,05%*€64,47 Jahressumme (jährl. Vorschreibung)€773,64 * bei Vollversicherung (KV/UV/PV) Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

45 Beispiel 2: Bruttoeinnahmen Be- und Verarbeitung€5.050,00 minus Freibetrag€3.700,00 =€1.350,00 minus 70 % Ausgabenpauschale€945,00 = jährliche Beitragsgrundlage (30 %)€405,00 Bruttoeinnahmen Urlaub am Bauernhof€10.500,00 minus Freibetrag€3.700,00 =€6.800,00 minus 70 % Ausgabenpauschale€4.760,00 = Beitragsgrundlage (30 %)€2.040,00 Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

46 Gesamtbeitragsgrundlage aus Be- und Verarbeitung und Privatzimmervermietung€2.445,00 monatliche Beitragsgrundlage: 1/12 der Gesamtbeitragsgrundlage€203,75 Multiplikation mit 26,05%*€53,08 Jahressumme (jährl. Vorschreibung)€636,96 * bei Vollversicherung (KV/UV/PV) Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

47 Beitragsberechnung =EUR6.300, , % AusgabenpauschaleEUR , ,-- mit ohne Freibetrag Freibetrag z.B. JahreseinnahmenEUR10.000, ,-- - FreibetragEUR ,--0,-- = Beitragsgrundlage (30 %)EUR1.890, ,-- Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten davon 26,05 % BeitragEUR 492,35 781,5

48 NEUNEU OPTION Einkommensteuerbescheid bisher nur Pauschalsystem möglich Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

49 Einkünfte aus allen Nebentätigkeiten (ohne Freibetrag) laut ESTB + KV/PV-Beiträge anstelle einer Pauschalanrechnung 70:30 (mit/ohne Freibetrag von € 3.700,-) Steuerliche Einkünfte sind maßgeblich (Frage: steuerlich mehr als 70% absetzbar?) Mtl. Mindestwert: € 729,47 (2014) entspricht Mindestumsatz 2014: - Von ca. € OHNE Freibetrag - Von ca. € MIT Freibetrag „Kleine Option“ (nur für Nebentätigkeiten) Beitragsbemessung nach Einkommensteuerbescheid Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

50 stellen bis spätestens gültig für mind. ein Beitragsjahr = 2013 Antrag 2013 möglicher Widerruf bis Option nur für 2013

51 Urlaub am Bauernhof Kleine Option Pauschalsystem Art der Nebentätigkeit alle ohne Abzüge für alle Nebentätigkeiten: Einkünfte laut Einkommen- steuerbescheid ohne Abzüge jeweils Einnahmen minus EUR 3.700,-- davon 30 % Betriebshelfer/ MBR Hagelschätzer, etc. jeweilige Einnahmen davon 30 % Beitragspflicht ab dem 1. Cent Be- und Verarbeitung Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

52 Vorläufige Beitragsgrundlage die aus diesen Einkünften ermittelte „alte“ BTG Bei Vorliegen eines rechtskräftigen ESTB für ein vorangegangenes Kalenderjahr Bei Vorliegen eines rechtskräftigen ESTB für ein vorangegangenes Kalenderjahr Mindestpauschale von EUR 729,47 Bis zur Vorlage des ESTB Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

53 KEIN Einkommensteuer- bescheid vorhanden Mindestpauschale von EUR 729,47 Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

54 O P T I O N für NT ANTRAGSFRIST: 30. APRIL des Folgejahres - POSTEINGANG! Jährliche Entscheidungsmöglichkeit! Kein Freibetrag mehr Auch bei Vollpauschalierung möglich

55 Erfolgt Meldung nicht fristgerecht   Beitragszuschlag im Ausmaß von 5 % des gesamten nachzuzahlenden Beitrages kein Verzicht kein Nachlass auf einmal fällig Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

56 Unternehmen und Körperschaften sind verpflichtet, der SVB auf Anfrage Auskunftspflicht der Auftraggeber  Name und Anschrift des Auftragnehmers,  Art der erbrachten Leistungen sowie  das Entgelt für die erbrachte Leistung binnen zwei Wochen mitzuteilen. Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

57 Betriebsprüfung  Kontrolle: - Aufzeichnungen - Einkommensteuererklärungen - AMA-Meldungen (Milchkontingent) - Vorortüberprüfungen - Schätzung der Einnahmen Land(forst)wirtschaftliche Nebentätigkeiten

58

59 Flächenbetrieb Pauschalsystem = Einheitswert Mindestbeitragsgrundlage: EUR 729,47 /KV/UV EUR 395,31 /PV Beitragsgrundlage ist der Versicherungswert * bei Vollversicherung KV/UV/PV Flächenbetrieb (auch lw. NT) Beitragsgrundlagenoption Einkommensteuerbescheid Mindest- BTG EUR 729,47 PV EUR 1.370,76 KV, UV Zusatzbeitrag: 3 % „große Option“ Beitragsgrundlage: sämtliche Einkünfte aus Land(Forst)wirtschaft samt Einkünften aus allen Nebentätigkeiten, die im Einkommensteuerbescheid ausgewiesen sind

60 Flächenbetrieb Pauschalsystem = Einheitswert Mindest-BTG: EUR 729,47 /KV/UV EUR 395,31 /PV Freibetrag von EUR 3.700,-- für Be- u. Verarbeitung u. Mostbuschenschank Nebentätigkeiten: pauschale Beitragsgrund- lagenermittlung 30 % der Bruttoeinnahmen als Beitragsgrundlage, davon 26,05 % * als Beitrag + Flächenbetrieb Pauschalsystem = Einheitswert Mindest-BTG: EUR 729,47/KV/UV EUR 395,31 /PV + Nebentätigkeiten: Einkommensteuerbescheid Mindestpauschale: EUR 729,47 * bei Vollversicherung KV/UV/PV „Kleine Option“ und für Zimmervermietung

61 NEU im Jahr 2013 AMA-Datenabgleich  Die AMA hat ab 2013 Daten aus Mantelantrag und Flächenbogen an die SVB zu übermitteln  ERHEBUNGEN, wenn Daten mit Angaben der SVB nicht übereinstimmen  z.B. es wurden für mehr Flächen Förderungen bezogen als bei der SVB als bewirtschaftet gemeldet waren, oder bei der AMA zwei Betriebsführer bei uns alleinige Betriebsführung  wird von der SVB beim Abzug von brachliegenden Flächen ein Förderbezug festgestellt  rückwirkende Nachverrechnung bis zu fünf Jahren möglich Auf Übereinstimmung der Meldungen bei den jeweiligen Behörden ist zu achten


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