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Kongokonflikt „It`s all about diamonds. Money rules the world. And Africa is no different!” -

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Präsentation zum Thema: "Kongokonflikt „It`s all about diamonds. Money rules the world. And Africa is no different!” -"—  Präsentation transkript:

1 Kongokonflikt „It`s all about diamonds. Money rules the world. And Africa is no different!” -

2 Kongo

3 Einführung Seit einiger Zeit herrscht in Zentralafrika Krieg. Es ist der erste afrikanische Kontinentalkrieg. Es ist ein Konflikt um die staatliche Neuordnung Mittelafrikas und gleichzeitig eine Verteilungsschlacht im Zeitalter der Globalisierung. Auf dem Territorium der Demokratischen Republik Kongo stehen sich Armeeeinheiten aus acht afrikanischen Staaten gegenüber.

4 Chronik des Konfliktes Im Jahre 1960 erlangte die D.K.R. (Demokratische Republik Kongo) die Unabhängigkeit. Der erste Präsident war Kasavubu setzte General Mobutu Kasavubu ab. Er errichtete 1967 ein autoritäres Regime. Das Land wurde in Zaire umbenannt. Ab 1971 war die MPR (Volksbewegung der Revolution) die Einheitspartei im Lande. Die Wirtschaftslage und die Stimmung im Land verschlechterte sich und Mobutu musste wieder das Mehrparteiensystem zulassen.

5 Chronik des Konfliktes Ausgelöst durch die Revolution der Bayamulenge im Osten des Landes, formierte sich eine von Kabila geführte Allianz zur Befreiung des Landes, welche es schaffte, Mobutu zu entmachten wurde die D.K.R. wieder eine einheitliche Republik und Kabila ernannte sich selbst zum Präsidenten begann die RCD (Sammlungsbewegung der Kongolesen für die Demokratie) vom Süden der Provinz Kivu aus eine zweite Rebellion, die von Uganda, Burundi und Rwanda militärisch unterstützt wurde.

6 Chronik des Konfliktes Kabila erhielt Unterstützung von Angola, Namibia und Simbabwe. Seit diesem Zeitpunkt herrscht Krieg, verschiedene Waffenstillstandsabkommen wurden nicht eingehalten. Die Regierung Kongos will mit Hilfe ihrer Verbündeten die Kontrolle über das eigene Staatsgebiet zurückerobern und die Einheit des nationalen Territoriums erhalten. Die Rebellen haben das Ziel, die Regierung in Kinshasa zu stürzen.

7 Chronik des Konfliktes Rwanda und Uganda wollen darüber hinaus in Teilen des Kongo ihren Einfluss sichern und diesen ausweiten. Hinter den politischen Zielen aller Beteiligten steht der Kampf um die unermesslichen Bodenschätze Kongos: Diamanten, Gold, Kupfer, Uran, Palladium, Kobalt, Coltan, etc.... Durch deren Ausbeutung und Verbreitung auf dem Welt- oder Schwarzmarkt wird der Krieg finanziert. Man schätzt die Anzahl der Opfer dieses Konfliktes auf ca. 3 bis 4.7 Millionen.

8 Ursachen Die reichen Bodenschätze auf Gebiet der demokratischen Republik Kongo sind einerseits Ursache des Konflikts, dienen andererseits aber vor allem dazu, diesen auch zu finanzieren. Seit der Industrialisierung sind grosse Teile des Kongos sehr dünn besiedelt, da ein Grossteil der Bevölkerung im Bergbau beschäftigt wurde  Schwierigkeiten, das grosse Land zu regieren. Die Grenzziehung durch die Kolonialmächte war völlig willkürlich, sie führte dazu, dass Volksgruppen durch Landesgrenzen geteilt wurden.

9 Ursachen Das Gebiet in Zentralafrika wurde zum Spielball von multinationalen Konzernen, anderen afrikanischen Staaten sowie lokalen Milizen, welche im Krieg eine Möglichkeit für die Durchsetzung ihrer eigenen Interessen sehen. Politisierung der Ethnizität: Von geschickten Politikern wurde das Bewusstsein der Menschen, einer bestimmten Volksgruppe anzugehören, bewusst gefördert. Viele lokale Milizen stützen sich auf dieses Bewusstsein der zivilen Bevölkerung. Durch die katastrophale wirtschaftliche Lage des Landes sehen viele Leute in den Milizen einen zuverlässigen Arbeitgeber. Die Zivilbevölkerung wird „militarisiert“.

10 Rwanda

11 Warum Rwanda? Rwanda-Konflikt als Vorgänger/Auslöser des Kongo- Konflikts Bisher trauriger Höhepunkt der Unruhen in Zentralafrika Das Problem kommt am besten zur Geltung Historisches Vorbild, wie man nicht handeln sollte

12 Geschichte -vorkoloniale Zeit- Drei Gruppen: Hutu, Tutsi, Twa Hutu: Bauern Tutsi: Viehzüchter Twa: Jäger und Sammler Gruppen untereinander geordnet in Clans, Lineages, Chiefdoms

13 Geschichte -Deutsche Kolonialherrschaft deutsche Fremdenherrschaft über Rwanda Geteiltes Land: Tutsi: Herrschende Königs-Klasse Hutu: unterdrückte Arbeiter-Masse Deutschland unterstützt die alte Hierarchie/System und verstärkt das ausgeprägte zwei Klassen System Katholische Missionare stellen sich auf dies Seite der Hutu

14 Geschichte -Belgische Kolonialherrschaft Versailler Friedensverträge; Rwanda steht unter belgischer Herrschaft Rassistische Unterdrückung der Hutu durch belgische Befehlshaber: nehmen Hutu jeden politischen Einfluss und andere Privilegien Eintrag der Stammesangehörigkeit in die Personalpapiere ==> Aus zwei Gruppen werden ethnisch definierte Gruppen Durchsetzung der Katholizismus in Rwanda  zahlreiche Tutsi konvertierten

15 Geschichte -Belgische Kolonialherrschaft- Aus unterschiedlichen sozialen Schichten zeichnen sich zwei de facto existierende Völker ab Eigene Geschichte, eigene Identität, andere Charakterzüge, anderer Körperbau etc Bemühungen der Belgier auf Druck von Europa, Rwanda in die Unabhängigkeit zu führen Erste Anzeichen, dass in Rwanda ein gewaltiges Konfliktpotential besteht völkerrechtlich anerkannte Unabhängigkeit Rwandas

16 Geschichte -Revolutionsjahre Ablösung der Tutsi-Herrschaft durch Wahlsieg der Hutu nach der Neuordnung des politischen Systems Rwandas Erste Gewalttaten der Hutu an Tutsis Hutu-Regime kann aber die geforderte Demokratie nicht durchsetzen und will seine politische Überlegenheit nicht mehr abgeben Innenpolitische Probleme werden geschickt der Aussenwelt vorenthalten ==> keine Intervention des Völkerbundes oder einzelner Staaten Gründung zahlreicher Parteien (z.B. Hutu-Power, RPF)

17 Geschichte -Hutu-Herrschaft- Radikalisierung beider Fronten Exil-Ruander dürfen nicht mehr zurückkehren RPF fordert ausdrücklich die Gleichstellung der Tutsi mit den Hutu im politischen System Rwandas Diverse Spannungsfelder 1. Okt Militärische Invasion der RPF in Rwanda Milizen können von der Hutu-Power-Miliz augehalten werden Guerilla-Krieg Angst-Schürerei durch rassistische Blätter, Fernsehsender... Vorbereitungen für den Massenmord an allen Tutsi

18 Geschichte -Tutsi-Herrschaft- RPF-Milizen gewinnen die Schlacht um Kigali Eskalation des Situation in Rwanda Offene Aufforderung, Tutsi und oppositionelle Hutu systematisch umzubringen April/Mai ‘000 Tote Tutsi in Rwanda Flüchtlingswellen nach Tansania, Burundi und Kongo Noch heute gibt es Untergrund-Kämpfe in und um Rwanda, die den langjährigen Konflikt nicht vergessen lassen Parralelen zum Kongo?

19 Burundi

20 Hutus und Tutsis sind die beiden rivalisierenden ethnischen Gruppen Burundis Die Tutsis übernahmen kurz nach der Unabhängigkeit Burundis (1961) mittels milit. Gewalt die Herrschaft über das Land Um die Macht zu sichern liessen die Tutsi immer wieder grosse Teile der Hutu-Bevölkerung umbringen, wenn eine Hutu-Elite und eine potentielle polit. Opposition entstand  schlimme Massaker

21 Burundi Zaire (heute Kongo) galt als Rückzugsgebiet für die burundischen Hutu-Rebellen, die von Mobutu unterstützt wurden Interesse an der Aufrechterhaltung des Einfluss auf die (instabile) Grenz zu Zaire  Allianz mit Kabila Nach der Machtübernahme Kabilas verfeindete er sich mit Burundi, da dieser sich mit Hutu-Rebellen zusammenschloss  seit damals führt Burundi seinen Bürgerkrieg (Hutu gegen Tutsi) auf kongolesischem Territorium Koalitionen seit damals unverändert

22 Uganda

23 Nach der Kolonialzeit Ugandas (1962) übernahm der Diktator Obote durch einen Putsch die Herrschaft Nach der Absetzung Obotes entstand fälschlicherweise neue Hoffnung durch den General Idi Amin, welcher jedoch mit einer noch schlimmere Diktatur regierte In den folgenden Jahren wurde das Land von inneren Unruhen und Bürgerkriegen erschüttert, bis schliesslich Yoweri Museveni 1986 als neuer Herrscher vereidigt wurde Unter Musevenis Herrschaft wurden jegliche Parteien verboten um Konflikte zu verhindern und dem Volk kam erstmals ein richtiges Mitbestimmungsrecht zu

24 Uganda 1990 versuchte Museveni mit der Bildung der Rwandischen Patriotischen Front in Rwanda einen Machtwechsel und eine Rückführung der Flüchtlinge zu erreichen 1996 unterstützte Museveni Laurent Kabila in Zaire bei der Eroberung der Ostprovinzen und sicherte dadurch die eigene Westgrenze Nach dem Sieg Kabilas entstand ein milit. Konflikt, da Uganda seine Truppen nicht wieder abziehen wollte um zu verhindern, dass die besetzten Gebiete nicht als Aufmarschbasis für Rebellen dienen kann

25 Museveni beschuldigte die Regierung Kongos Rebellenbewegungen gegen Uganda zu unterstützen und unterstützte darauf selbst Rebellenbewegungen mit ugandischen Truppen gegen die kongolesische Regierung Museveni verfolgt jedoch noch weitere Ziele, wie z. B. die Herstellung alter Handelsströme, die vom Osten Kongos über Uganda zum Indischen Ozean laufen und die Ausbeutung der grossen Bodenschätze im Kongo Uganda

26 Angola

27 Bis zur Ankunft der Portugiesen und dem Beginn der Kolonialzeit (Ende 15 Jh.), herrschte im Norden die Kongo-Monarchie und im Süden die Völkergruppen Mbundu und Ovimbundu (heute am meisten vertreten) Formierung diverser Rebellengruppen um 1960  Guerillakrieg und Erreichen der Unabhängigkeit (1975) Kurz darauf wurde Angola in den Ost-West-Konflikt verwickelt (Stellvertreterkriege) Nach Ende der Stellvertreterkriege (um 1990) herrschte für kurze Zeit Waffenstillstand bevor ein Bürgerkrieg und die Kämpfe um die Kontrolle des Staates ausbrachen (Präsident Eduardo dos Santos und die Rebellen der UNITA)

28 Angola Die Regierung unter dos Santos unterstützt das Kabila- Regime seit 1998 mit Waffen und milit. Hilfe Die UNITA, die mit dem Mobutu-Regime gut verbündet war, verhandelt jetzt mit Rebellen im Kongo um weiterhin illegal geschürfte Diamanten (Blutdiamanten) über Nachbarstaaten absetzen zu können Beziehungen zu Uganda und Zambia sind gespannt, da diese verdächtigt werden, die UNITA im Handel mit Diamanten zu unterstützen

29 Zimbabwe

30 Präsident Robert Mugabe, einer der Führer der Bewegung, die 1980 zur Unabhängigkeit führte, wurde als autoritär agierender Herrscher mit starker Persönlichkeit bekannt 1998 verkündete Mugabe die Southern African Development Community (SADC) würde Kabila im Kongo mit aller Macht unterstützen, was zur Verfeindung mit Südafrika führte Zwischen Kabilas Regierung im Kongo und Nutzniessern Zimbabwes (Regierungsmitglieder, das Militär und Geschäftsleute) bestehen verschiedenste Abkommen 1998 vereinbarte Mugabe mit Kabila, dass Zimbabwe Truppen in den Kongo senden wird und als Gegenleistung Erlöse der kongolesischen Minengesellschaften erhält

31 Zimbabwe Die zimbabwischen Truppen erzielten einige Erfolge im Kongo, jedoch machte Zimbabwe grosse sowie finanzielle als auch menschliche Verluste, im Gegensatz zu einer eher kleineren Entlohnung  Verträge zwischen Mugabe und Kabila gingen zu nichte Zur Zeit ist der grösste Teil des Militärs Zimbabwes noch im Kongo stationiert und ein Truppenzurückzug in absehbarer Zeit ist eher unwahrscheinlich

32 Namibia

33 Präsident Samuel Nujoma, Führer der Bewegung South West African People`s Organisation (SWAPO), regiert Namibia seit der Unabhängigkeit von Südafrika Seit einigen Jahren hat Namibia einige innenpolitische Probleme Nujoma pflegt gute Beziehungen zu Mugabe und Kabila (verbindende Opposition gegen Südafrika) Namibia hat 1999 mit Zimbabwe zusammen die Unterstützung der Regierung Kabilas aufgenommen 2001 hat Namibia seine Truppen wieder vom Kongo abgezogen

34 Südafrika

35 Südafrika pflegte in der Vergangenheit gute Beziehungen mit dem Mobutu-Regime Seit der Machtübernahme Kabilas gelten südafrikanische Konzerne als verdächtig, wegen alten Verbindungen zu Mobutu  Konkurs einiger südafrikanischer Unternehmen Südafrikanische Sicherheits- und Rüstungsunternehmen spielten im Kongokrieg auf beiden Seiten eine wichtige Rolle Ex-Mobutistenhaben haben in Südafrika Umsturzpläne gegen das Kabilaregime entwickelt und sich in Südafrika nach Unterstützung umgesehen Starke Zurückhaltung gegenüber milit. Einsätze im Kongo

36 Zambia

37 Zambia versuchte möglichst seine Neutralität beizubehalten Dennoch werden zambische Güter in den Kongo und Güter aus den rohstoffreichen kongolesischen Provinzen über Zambia nach Südafrika geschmuggelt  finanzieller Nutzen Zambias Zambia lässt zudem zimbabwische Waffentransporte auf zambischem Boden durchführen und dient Flüchtlingen und zimbabwischen Truppen als Rückzugsgebiet Überdies behauptet die rwandische Regierung Zambia beherberge Hutu-Milizen Anfangs vermittelte Zambia zwischen der Konfliktparteien im Kongo  Friedensabkommen von Lusaka

38 Opfer des Kongokonflikts Durch den langanhaltenden Bürgerkrieg leidet vor allem die Zivilbevölkerung, insbesondere die Flüchtlinge in den Lagern der Grenzzonen. Sie sind durch den Krieg zwischen die Fronten geraten. Die humanitäre Situation in diesen Gebieten ist verheerend. Humanitäre Hilfe wird meist durch die Rebellen abgefangen und das Geld in Waffen investiert.

39 Opfer des Kongokonflikts

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43 Kindersoldaten: Laut Schätzungen bestehen gewisse Milizen aus über 50 Prozent Kindersoldaten. Sie werden, im Alter von 5-14 Jahren, meist aus armen, ländlichen Familien rekrutiert. Obschon die Kinder zu den „besten“ Kämpfern gehören (sie gelten als besonders unerschrocken) sind sie doch als Opfer und nicht als Täter zu sehen. Eine Reintegration der Kinder ist sehr schwierig, da sie oft stark traumatisiert sind und sich mit ihrer Familie nicht mehr identifizieren können  das Militär wird zur „Familie“

44 Opfer des Kongokonflikts

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