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BIO - Mein Essen – Unsere Zukunft

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Präsentation zum Thema: "BIO - Mein Essen – Unsere Zukunft"—  Präsentation transkript:

1 BIO - Mein Essen – Unsere Zukunft
Modul 1 Health-Care Nachhaltige Ernährung

2 NACHHALTIGE ERNÄHRUNG - GUT FÜR DIE
Mein Essen wirkt NACHHALTIGE ERNÄHRUNG - GUT FÜR DIE GE SUNDHE I T UMWE L WI R S CHA F E C H A G EN AT O N Folie 2: Nachhaltige Ernährung soll den Ansprüchen „gesundheitlicher, ökologischer, ökonomischer und sozialer Verträglichkeit“ genügen (ERNO 1 (1) 2000). Zudem soll eine Nachhaltige Entwicklung die „ die Bedürfnisse unserer Generation befriedigen, ohne die Bedürfnisbefriedigung kommender Generationen zu gefährden“ (vgl. BUND & Misereor (1997). Die 4 Säulen „Gesundheit, Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft“ umfassen folgende Inhalte: Exzerpt: Koerber K. und Kretschmer J. (2000) Zukunftsfähige Ernährung, Gesundheits- Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialverträglichkeit im Lebensmittelbereich. ERNO 1 (1) 39 – 46. Mit unserer Ernährung lösen wir bewusst oder unbewusst gesundheitliche, ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Wirkungen für unsere und zukünftige Generationen aus. Gesundheit: Frage: Welche typischen Ernährungskrankheiten fallen euch ein? Typische ernährungsbedingte Erkrankungen sind: Karies, Übergewicht, Bluthochdruck, Gallensteine, Gicht, Diabetes Mellitus Frage: Was sind die Ursachen für diese Krankheiten? „zu viel, zu fett, zu salzig und zu süß“ 2 Kardinalfehler gibt es beim Essen: Wir essen zu viele tierische Lebensmittel d.h. Fleisch, Fleischwaren und Eier Tierische Lebensmittel enthalten Fette und Proteine, aber keine Kohlehydrate. Kohlehydrate wären aber sehr wichtig für unseren Körper. Wir essen zu stark verarbeitete Lebensmittel (Süßigkeiten, Konserven, Fertigprodukte) Durch die Verarbeitung von Lebensmittel werden oft wichtige Inhaltsstoffe zerstört, z.B. beim Erhitzen oder bei weißen Auszugsmehlen usw. D.h. bei stark verarbeiteten Lebensmitteln ist die Nährstoffdichte gering, aber die Energie/Kalorien sind sehr hoch. Damit wir ernährungsbedingten Krankheiten vorbeugen können, brauchen wir nährstoffreiche Lebensmittel, die uns sättigen, ohne zu viele Kalorien aufzuweisen. Das sind in der Regel gering verarbeitete pflanzliche Lebensmittel!!! Umwelt: Durch unsere Ernährung tragen wir erheblich zum Ausstoß der Treibhausgase bei, die für eine Erwärmung der Erdatmosphäre verantwortlich gemacht werden. Hast du gewusst, dass 20 % aller CO2-Emissionen durch Lebensmittelerzeugung und Ernährung entstehen? Vorwiegend durch intensive Fleischproduktion in der Landwirtschaft und durch die Verarbeitung. Auch bei der Verpackung von Lebensmitteln können wir entscheidend die Umwelt beeinflussen. Du brauchst nur beim nächsten Einkauf darauf achten wie viele Lebensmittel in Plastik gepackt sind. Oder umgekehrt, welche Lebensmittel sind nicht in Plastik gepackt? Frage: Was können wir tun, um den Verpackungsmüll zu verringern? In vielen Gebieten gibt es bereits das sogenannte Bio-Kisterl. Biologisches Gemüse wird direkt vor die Haustüre in einer Schachtel oder einem Kisterl geliefert. Nicht jedes Produkt ist einzeln verpackt. Letzteres gilt auch für Hofläden, Bioläden, Bauernmärkte usw. Die Produkte sind meist dann weniger verpackt, wenn sie direkt beim Bauern gekauft werden können. Bei Trinkflaschen kann man darauf achten, dass sie wiederverwertbar sind. Statt immer ein neues Einkaufssackerl zu kaufen, gilt es den Einkaufskorb oder wiederverwendbare Taschen mitzunehmen. Wirtschaft: Aus ökonomischen Gesichtspunkten des Ernährungssystems sind Handelsverflechtungen und Verteilungsprozesse zwischen Industrie- und Entwicklungsländern von Bedeutung. Unsere Ernährung basiert zu einem wesentlichen Teil aus Agrarimporten (auch billige Futtermittel) aus der Dritten Welt. Diese billigen Futtermittel fördern den Ertrag der Intensivtierhaltung und unterstützen unseren erhöhten Fleischkonsum. Nahrungssicherheit: In der Dritten Welt entsteht „Flächenkonkurrenz“ gegenüber der Produktion von Lebensmitteln für die einheimische Bevölkerung. Das heißt die Menschen können nicht ausreichend Nahrung für sich selbst produzieren, sondern bauen zu viel für den Export an. Da sie aber auch für ihre Exporte wenig Geld erhalten (viel erhalten Zwischenhändler), können sie sich den Zukauf von Nahrungsmittel kaum leisten. Tierproduktion: 40% dir Weltgetreideernte dienen der Fütterung von Nutztieren (FAO, 2009). Aus Sicht des Energieverbrauchs ist die Umwandlung pflanzlicher Futtermittel in tierische Produkte höchst ineffektiv. Für die Erzeugung von 1 kcal Fleisch benötigt man durchschnittlich 7 kcal pflanzliche Futtermittel. Die EU als weltweit größter Nahrungsmittelproduzent sorgt durch Subventionen dafür, dass Nahrungsmittelüberschüsse verkauft, gelagert oder vernichtet werden können. Ein starkes Nold-Süd-Gefälle mit ungenügender Chancengleichheit besteht in dieser Welt. Eines der größten Probleme der Entwicklungsländer ist ihre hohe Verschuldung, verbunden mit Zahlungsschwierigkeiten. Solange die Schulden nicht erlassen werden, ist eine nachhaltige Entwicklung kaum möglich. Reales Austauschverhältnis: Entwicklungsländer sind im internationalen Handel mehrheitlich Exporteure von Rohstoffen und Importeure von Fertigprodukten. Der Preis für Rohstoffe ist viel geringer, als der Preis für Fertigprodukte. Das heißt, dass sie viel mehr exportieren müssen, um importieren zu können. Gesellschaft: Schuldendienst: Viele Entwicklungsländer können ihre Schulden nur abzahlen, indem sie Exportmittel anbauen. Bei der Ausweitung des Exportmittelanbaus zerstören sie oft Lebensräume (z.B. Abholzung von Regenwäldern, um Ackerflächen zu vergrößern). Industrieländer z.B. die EU setzen umfangreiche Exportsubventionen ein, um ihre landwirtschaftlichen Produkte billig auf dem Weltmarkt verkaufen zu können. Dadurch können die Leute aus Entwicklungsländern zwar billiger Lebensmittel einkaufen, verlieren aber oft den Preiskampf gegen die Billigimporte aus den Industrieländern. Das heißt die Bauern aus den Entwicklungsländern können ihre Produkte nicht so gut verkaufen und werden weiter in ihrer Existenz gefährdet. Landflucht: Als Folge dieser Entwicklung zieht es die Menschen in den Entwicklungsländern in die Städte. Die Städte wachsen rasant an und damit auch die Elendsviertel, wo schlechte Hygiene- und Ernährungsbedingungen vorherrschen. Armut vieler Menschen steht im Gegensatz zur Überflussgesellschaft, in der viele Lebensmittel weggeworfen werden. Generationen: Diese Säule meint, dass nachhaltige Ernährung positiv für unsere Gesundheit und die Gesundheit unserer Nachkommen ist. Diese Definition basiert auf der Idee „Gast auf dieser Welt“ zu sein. Das Motto lautet „Umwelt schützen, statt verschmutzen“. Auch künftige Gesellschaften sollen in der Lage sein, in wirtschaftlichem Wohlstand zu leben und unter fairen Bedingungen Lebensmittel zu produzieren. Literatur: Food and Agriculture Organisation of the United Nations (Hrsg.) The state of food and agriculture. Rome. ISBN Koerber K. und Kretschmer J. (2000) Zukunftsfähige Ernährung, Gesundheits- Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialverträglichkeit im Lebensmittelbereich. ERNO 1 (1).

3 Essen, aber richtig! Uwe Schlick pixelio.de Guenter Hamich /
Folie 3: Literatur: Von Koerber, K. und Kretschmer, J. (2000) Zukunftsfähige Ernährung. Zeitschrift für Ernährungsökologie (ERNO), 1 (1) Quelle Fotos: Gemüse, Käse, Kreislauf Grafik, Genussteller, Frühstücksbuffet: Bio Ernte Sommer Frühling: Uwe Schlick pixelio.de (redaktionelle Nutzung) Fairtrade Siegel: download am Mülleimer: Guenter Hamich  / pixelio.de (redaktionelle Nutzungsrechte) Guenter Hamich  / pixelio.de

4 1. Lakto-vegetabil essen
schützt die Umwelt  weniger CO 2 Ausstoß weniger Pestizide & Nitrate schützt die Gesundheit  weniger Fett weniger Krankheiten mehr Ballaststoffe schützt die Gesellschaft  weniger Futtermittel aus Entwicklungsländern führt zu einer gerechteren Verteilung von Nahrung in der Welt Folie 4: 1.) Lakto-vegetabile Ernährung Das ist eine vorwiegend vegetarische Ernährung, wo man auch Milch, Milcherzeugnisse, Honig usw. isst. Wirkung auf die Umwelt: Essen wir weniger Fleisch und Wurstwaren, dann reduzieren wir den CO2 Ausstoß wesentlich und tragen zum Schutz unseres Klimas bei. Geringerer Fleischkonsum bedeutet auch, dass wir weniger Futterpflanzen anbauen müssen. Futterpflanzen werden nur angebaut, um Tiere für die Fleischproduktion zu züchten. Diese Futterpflanzen werden häufig gespritzt und der Boden stark gedüngt. Essen wir weniger Fleisch, dann schützen wir die Umwelt, weil weniger Nitrate aus Mineraldüngern und Pestiziden die Umwelt verschmutzen. Wenn wir uns für Fleisch entscheiden, dann sollte dies aus biologischer Landwirtschaft sein. Wirkung auf die Gesundheit: Nicht nur für die Umwelt, sondern auch für unsere eigene Gesundheit ist geringerer Fleischverzehr gut. Wir sollten weniger Fett und mehr Kohlehydrate essen und Fleisch und Wurstwaren nur in geringen Mengen aufnehmen. Zuviel Fett führt zu Überernährung, Fettsucht, Bluthochdruck, Diabetes Mellitus usw. Gesundheitsfördernde Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe finden sich fast ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln. Wirkung auf die Gesellschaft: Weniger Fleisch essen, bedeutet dass weniger Futtermittel aus Entwicklungsländern für die Intensivproduktion von Fleisch importiert werden müssen. Damit tragen wir zu einer gerechteren Verteilung von Nahrung weltweit bei. Literatur: Von Koerber, K. und Kretschmer, J. (2000) Zukunftsfähige Ernährung. Zeitschrift für Ernährungsökologie (ERNO), 1 (1) Quelle Fotos: Gemüse, Käse, Honig, Milch: Bio Ernte

5 1.a Wie viel Fleisch isst ein Mensch in seinem Leben?
Ups Folie 5: Literatur: Grafik: Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt- und Naturschutz und Le Monde diplomatique (Hrsg.) Fleischatlas. Daten und Fakten über Tiere als Lebensmittel. Berlin. Url: gelesen am Quelle Fotos: Schwein, Huhn, Schaf, Kühe: Bio Ernte

6 2. BIO essen schützt die Umwelt  mehr Bodenfruchtbarkeit
- mehr Tier- und Pflanzenarten artgerechte Tierhaltung schützt die Gesundheit  weniger Rückstände durch Pestizide in der Nahrung besserer Geschmack schützt die Gesellschaft  mehr Arbeitskräfte werden beschäftigt mehr Zufriedenheit der Bauern und Bäuerinnen Folie 6: BIO essen bedeutet ökologisch erzeugte Nahrungsmittel essen. Dies ist ein wesentlicher Beitrag zur nachhaltigen Ernährung. Teil 1: Ökologisch erzeugte Lebensmittel – Erklärung der Kreislaufwirtschaft Das übergeordnete Prinzip der ökologischen Landwirtschaft ist das Denken und Handeln in Stoffkreisläufen. So liefert der Ackerbau neben Lebensmitteln auch das Futter für die Tiere. Mist und Gülle dienen als Pflanzendünger. Verzichtet wird auf chemisch-synthetische Pestizide, mineralische Stickstoffdünger und sonstige leicht lösliche Mineraldünger, chemisch-synthetische Wachstumsregulatoren, Futtermittel aus Übersee, Tierarzneimittel als Futterzusatzstoffe, gentechnisch veränderte Organismen. Die biologische Landwirtschaft arbeitet so weit wie möglich in geschlossenen Kreisläufen. Das heißt, was am Hof anfällt, wird wieder verwendet. So wird etwa Kompost erzeugt; Mist, Jauche und Gülle werden als Wirtschaftsdünger verwendet oder Leguminosen zur Stickstoffbindung im Boden angebaut. Der Einsatz von Kunstdünger, dessen Herstellung sehr energieintensiv ist, ist verboten. Es werden möglichst keine Betriebsmittel zugekauft. Der biologische Landbau folgt dem Organisationsprinzip eines weitgehend in sich geschlossenen Betriebsorganismus: Feldwirtschaft und Viehhaltung werden dem Standort individuell angepasst und organisatorisch innerhalb des Betriebes verbunden. Zyklische Prozesse und Kreislaufwirtschaft bestimmen die umweltverträgliche Erzeugung von Lebensmitteln hoher Qualität und die langfristige Sicherung der natürlichen Produktionsgrundlagen. Durch Vielgestaltigkeit bei angebauten Kulturen, Tierarten und Betriebsorganisation wird die Stabilität der Agrar-Ökosysteme erhalten. Zusätzlich werden dadurch weitere positive ökologische Leistungen für Naturschutz und Landschaftsbild, wie etwa der Erhalt der Biodiversität, erbracht. Teil 2: Erklärung der Wirkung von ökologischer Ernährung Wirkung auf die Umwelt: Die Belastung für die Umwelt ist deutlich geringer. Der Verbrauch von Primärenergie ist nur 30% im Vergleich zu dem in der konventionellen Landwirtschaft (BUND und Misereor, 1997 S. 317 f). Die Bio Landwirtschaft verbraucht weniger Rohstoffe, weil sie auf Mineraldünger und Pestizide verzichtet. Deshalb werden auch Böden und Wasser nicht durch Pestizid und Nitrat belastet. Bio-Landbau fördert auch die Fruchtbarkeit des Bodens, die Artenvielfalt und artgerechte Tierhaltung. Wirkung auf die Gesundheit: Geringere Rückstände von Nitraten und Pestiziden – also weniger wertmindernde Inhaltsstoffe. Wissenschaftlich nachgewiesen ist auch der höhere Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Diese beiden Faktoren machen Bio-Lebensmittel zu gesünderen Lebensmitteln. Zusätzlich bestechen sie auch durch besseren Geschmack. Biolandbau verzichtet auf Gentechnik. Es gibt noch keine Langzeitstudien bezüglich gesundheitlicher Auswirkungen auf den Menschen, was den Einsatz von Gentechnik in der Lebensmittelproduktion anlangt. Wirkung auf die Gesellschaft: In der Bio-Landwirtschaft benötigt man mehr Arbeitskräfte durch neue Produktions- und Verarbeitungszweige. Eine Befragung deutscher Landwirte hat gezeigt, dass ein Drittel den Hof aufgegeben hätte, hätten sie diesen nicht auf Bio-Landbau umgestellt und zwei Drittel mit ihrer Arbeit viel zufriedener waren. Die biologisch produzierten Lebensmittel sind in Wirklichkeit nicht teurer. Denn sie verursachen weniger Folgeschäden für Umwelt, Gesundheit und Gesellschaft. Literatur: Von Koerber, K. und Kretschmer, J. (2000) Zukunftsfähige Ernährung. Zeitschrift für Ernährungsökologie (ERNO), 1 (1) BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) & Misereor (Hrsg.) Zukunftsfähiges Deutschland – ein Beitrag zu einer global nachhaltigen Entwicklung. 4 Aufl., Berlin: Birkhäuser. Quelle Fotos: Menschen, Boden, Pflanze, Tiere, Lebensmittel: Bio Ernte

7 3. Regional & saisonal essen
schützt die Umwelt  spart Energie, weil keine Unterglaskulturen im Winter spart Transportkilometer schützt die Gesundheit  schmackhafter, weil reifer beinhaltet mehr gesundheitsfördernde Substanzen schützt die Wirtschaft  unsere heimischen Bauern & Bäuerinnen können ihre Ware verkaufen Folie 7: Regional & saisonal Essen: Das zu essen was die eigene Region in der jeweiligen Jahreszeit hergibt, spart viele Transportkilometer, Energie und Rohstoffe. Dadurch haben wir weniger Schadstoffemissionen und Kosten. Wenn wir im September und Oktober heimische Weintrauben essen und diese nicht im Jänner aus Afrika importieren, sparen wir tausende Transportkilometer. Dadurch schützen wir die Umwelt. Literatur: Von Koerber, K. und Kretschmer, J. (2000) Zukunftsfähige Ernährung. Zeitschrift für Ernährungsökologie (ERNO), 1 (1) Quelle Foto: Sommer Frühling: Uwe Schlick pixelio.de (redaktionelle Nutzung) Empfohlene Übungsspiele siehe Methoden: 4 Jahreszeitenspiel Saisonkalender Transportwegespiel Saisonrezepte Uwe Schlick pixelio.de

8 4. Gering verarbeitete Lebensmittel essen
schützt die Umwelt  reduziert Primär-energieverbrauch und Schadstoffemissionen schützt die Gesundheit  mehr gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe weniger Farb- Konservierungsstoffe, Emulgatoren oder Aromen Folie 8: Gering verarbeitete Lebensmittel: Wirkung auf die Umwelt: Werden Lebensmittel weniger intensiv verarbeitet, dann senkt sich der Primärenergieverbrauch und damit werden Schadstoffemissionen reduziert. Wirkung auf die Gesundheit: In den meisten Fällen werden bei der Lebensmittelverarbeitung gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe zerstört. Ausgenommen sind die mittels Milchsäuregärung erzeugten, fermentierten Lebensmittel wie Sauerkraut und Sauermilchprodukte, bei denen sich durch die Verarbeitung gesundheitsfördernde Substanzen bilden (z.B. Milchsäure). Insgesamt sollte man aber jeweils zur Hälfte verarbeitete und unverarbeitete rohe Lebensmittel (z.B. Obst, Gemüse) essen. Fragen: Hast du gewusst, dass in fast allen Fertiggerichten z.B. Eier aus Käfighaltung verwendet werden? Hast du gewusst, dass man je zur Hälfte rohe und verarbeitete Lebensmittel essen soll? Literatur: Von Koerber, K. und Kretschmer, J. (2000) Zukunftsfähige Ernährung. Zeitschrift für Ernährungsökologie (ERNO), 1 (1) Quelle Foto: Gemüseladen: Bio Ernte Fertiggerichte: Bio Ernte Empfohlene Übungsspiele siehe Methoden: Wenig verarbeitete Lebensmittel essen bedeutet, selber kochen und zur Hälfte rohe Lebensmittel essen. Die Zielgruppe soll gemeinsam kochen, spielerisch das Kochen leichter Gerichte vermittelt bekommen. Die selbstgemachte Jause, das selbstgemachte Frühstück usw. Siehe Methodenbeschreibung: Gesunde Jause selbst gemacht.

9 5. Umweltverträglich verpackte Erzeugnisse einkaufen
Tipps für dich  lieber im Glas, als in der Dose lieber öfter im Einsatz, als nur einmal lieber frisch zubereiten, statt stark verpackte Fertiggerichte kaufen lieber ganz ohne Verpackung im Bauernladen, am Bauernmarkt usw. Tim Reckmann pixelio.de Guenter Hamich  / pixelio.de Folie 9: Umweltverträglich verpackte Erzeugnisse: Teil 1.: Zahlen Daten Fakten: Das Lebensministerium veröffentlicht Daten vom Institut für Abfallwirtschaft, BOKU Wien, DI Felicitas Schneider et. al., “Sekundärstudie Lebensmittelabfälle in Österreich“, November 2012:  „Jährlich landen österreichweit rund  Tonnen Lebensmittel (verpackt und unverpackt) sowie Speisereste im Restmüll.  Das sind 15 % des Restmülls in Österreich Tonnen entsprechen einer Menge an Lebensmitteln (ohne Getränke und Milch), die etwa eine halbe Million Menschen in einem Jahr zu Hause konsumieren. Jeder Österreicher bzw. jede Österreicherin wirft jährlich 19 kg weg. 19 kg entsprechen rund 380 Semmeln pro Person/Jahr. Pro Haushalt und Jahr werden Lebensmittel im Wert von durchschnittlich rund 300 Euro weggeworfen. Am häufigsten entsorgt werden Brot, Süß- und Backwaren (28 Prozent). Auf Platz zwei der Lebensmittelabfälle kommen Obst und Gemüse (27 Prozent). Milchprodukte und Eier rangieren auf Platz drei (12 Prozent).  Fleisch, Wurstwaren und Fisch folgen auf Platz vier (11 Prozent)“. (Quelle: Lebensministerium, 2014) Kleine Übung: Brainstorming zur Frage „Was kann jeder von uns tun, um Verpackungsmüll zu reduzieren?“ Teil 2: Tipps für dich: Umweltverträglich verpackte Erzeugnisse reduzieren den Hausmüll. Durch Mehrwegsysteme kann man die Nutzungsdauer einer Verpackung erhöhen. Dabei ist darauf zu achten, dass es auch wirklich „Mehrweg“ Verpackungen sind. Oft gibt es im Handel den Begriff „Pfand“ und das heißt noch lange nicht, dass es sich um Mehrwegprodukte handelt. Mit Mehrweg Verpackung ist aber auch das sogenannte Einkaufssackerl gemeint, das entweder häufiger verwendet oder überhaupt aus Stoff oder Papier besteht. Noch besser, ist die Verwendung eines Einkaufskorbes, Rucksacks usw. Auf Aluminiumverpackungen sollte bestmöglich verzichtet werden, da für die Produktion von Aluminium sehr viel Energie verbraucht wird. Vielfach sind Lebensmittel unnötig stark verpackt. Kartoffeln, Gemüse, Obst könnte, ohne hygienische Probleme zu bekommen, völlig unverpackt verkauft werden. Ein Beispiel für Alternativen stellt die in Wien eröffnete „Lunzers Maß Greislerei“ (http://mass-greisslerei.at/) dar. Dort gibt es keine vorverpackten Lebensmittel. Kunden können selbst portionieren und entweder ihre Behälter mitbringen oder mehrfach verwendbare Behälter und Papiertüten in der Greislerei kaufen. Ziel ist Lebensmittel sowenig verpackt als möglich in der nötigen Menge zu verkaufen, damit Lebensmittel- und Verpackungsmüll reduziert werden können. Auf Bauernmärkten und in Hofläden funktioniert ein ähnliches Prinzip. Auch dort werden Lebensmittel kaum oder nur sehr wenig verpackt. Durch die Bestellung von z.B. Abo Kisten werden unnötige Transportkilometer (nicht jeder Kunde muss zum Bauernhof fahren) erspart und regionale und saisonale Lebensmittel werden in Kisten, Schachteln gering verpackt verkauft. Literatur: Von Koerber, K. und Kretschmer, J. (2000) Zukunftsfähige Ernährung. Zeitschrift für Ernährungsökologie (ERNO), 1 (1) Stadt Wien (Hrsg.) Weniger Mist. gelesen am Lebensministerium (Hrsg.), gelesen am Quelle Foto: Verpackungsmüll Fast Food: Tim Reckmann pixelio.de (redaktionelle Nutzungsrechte) Mülleimer: Guenter Hamich  / pixelio.de (redaktionelle Nutzungsrechte) Vogerlsalat: Bio Ernte

10 6. Sozial verträgliche Produkte kaufen
Wenn du Produkte mit diesem Zeichen kaufst, dann bedeutet das für die Bauern und Bäuerinnen… fairer Lohn Vorfinanzierung der Ernte Keine Zwangs- und Kinderarbeit Versammlungsfreiheit Gesundheits- & Sicherheitsvorschriften Bildung u.v.m. Folie 10: Ein Zeichen für sozial verträgliche Produkte ist das „Fair Trade“ Gütesiegel. Findet sich dieses Siegel auf Blumen, Kaffee, Schokolade (z.B. Zotter), Bananen usw. dann wird damit garantiert, dass die Bauern und Bäuerinnen für ihre Arbeit einen fairen Lohn erhalten und faire Arbeitsbedingungen vorfinden. Soziale, ökologische und ökonomische Kriterien werden berücksichtigt. Laut Fairtrade Österreich steht über den genannten Kriterien der Fairtrade Entwicklungsplan für umweltgerechte, soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Dazu zählt die Bezahlung eines fairen Preises und Bioaufschlages Bezahlung der Fairtrade Prämie für Soziales, Infrastruktur und Bildung Vorfinanzierung der Ernten Nachhaltige Handelspartnerschaften Stärkung der Eigenverantwortung der Produzentenorganisationen Förderung demokratischer und partizipativer Entwicklung Unter dem Kriterium „Soziales“ ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu verstehen: Diskriminierungsverbot Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit Versammlungsfreiheit Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften Unter dem Kriterium „Ökologisches“ sind Maßnahmen zum Umwelt und Klimaschutz zu verstehen Schutz des Menschen vor den negative Auswirkungen konventioneller Anbaumethoden Umwelt- Pestizidmanagement Gentechnikfreies Saatgut Liste verbotener Substanzen Abfallwirtschaft Schulungsmaßnahmen gegen Bodenerosion und Wasserverbrauch Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung Unter dem Kriterium „Ökonomisches“ ist die Regelung des Waren und Geldflusses zu verstehen Direkte und indirekte Rückverfolgbarkeit Vertragsgestaltung Allgemeine Anforderungen an die rechtliche Unternehmensform Korrekte Produktkennzeichnung uvm. Literatur: gelesen am ) Quelle Foto: Fairtrade Siegel: download am

11 7. Essen genießen Was gehört für dich zum Genuss von Essen? Folie 11:
Verschiedene Kriterien können Genuss von Essen beeinflussen: Aussehen Geruch Geschmack Konsistenz Temperatur usw. Welche Rolle spielt das Rundherum? Essen wir im Gehen, oder nehmen wir uns Zeit für die Mahlzeit? Essen wir am Sofa, oder an einem wunderbar gedeckten Tisch? Mit wem und wie viel essen wir? Viele Aspekte beeinflussen Genuss. Spaß und Lebensfreude gehören zweifellos zu einer zukunftsfähigen Ernährung. Neue Geschmack-Erlebnisse können durch neue Gemüse- und Getreidearten, Gewürze und Kräuter entdeckt werden. Es gibt eine Vielzahl an alten Paradeiser Sorten, wie z.B. das Ochsenherz, das grüne Zebra oder Resi, die Bio Cocktailtomate. Diese Sorten bieten sich besonders gut an, um bewusst zu genießen. Auftrag für SchülerInnen: Richte deine nächste Mahlzeit so her, dass sie dir maximalen Genuss bereitet und erzähle deinen Freunden was dir dabei wichtig war. Quelle Foto: Frühstücksbuffet: Bio Ernte Empfohlene Übungsspiele siehe Methoden: Genuss Modus Fruchtgenuss

12 Zusammenfassung – Richtig Essen
Vorwiegend lakto-vegetabile Ernährung Ökologisch erzeugte Lebensmittel Regionale & saisonale Lebensmittel Gering verarbeitete Lebensmittel Umweltverträglich verpackte Erzeugnisse Sozialverträgliche Produkte Genussvoll Essen Uwe Schlick pixelio. de Folie 12: Literatur: Von Koerber, K. und Kretschmer, J. (2000) Zukunftsfähige Ernährung. Zeitschrift für Ernährungsökologie (ERNO), 1 (1) Quelle Fotos: Gemüse, Käse, Kreislauf Grafik, Genussteller: Bio Ernte Sommer Frühling: Uwe Schlick pixelio.de (redaktionelle Nutzung) Fairtrade Siegel: download am

13 Nachhaltig essen - Fangen wir gleich heute an!
Dieter Schütz pixelio.de Folie 13: Quelle Foto: Verkehrsschild: Dieter Schütz pixelio.de (redaktionelle Nutzung)


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