Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Biodiversität unnötiger Luxus? Quelle: EHB; Maja Dal Cero_&_Martin_Vonlanthen.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Biodiversität unnötiger Luxus? Quelle: EHB; Maja Dal Cero_&_Martin_Vonlanthen."—  Präsentation transkript:

1 Biodiversität unnötiger Luxus? Quelle: EHB; Maja Dal Cero_&_Martin_Vonlanthen

2 Was ist Biodiversität? Biodiversität lässt sich mit „Vielfalt des Lebens“ oder „biologischer Vielfalt“ übersetzen. Darunter versteht man die Gesamtheit und Vielfalt sowie die zeitliche Dynamik von lebenden Organismen, von Ökosystemen und der in diesem System wirkenden Prozesse. Biodiversität umfasst alle Arten von Lebewesen, auch den Menschen. Biodiversität kann auf unterschiedlichen Organisationsstufen betrachtet werden: auf Stufe der Biome auf der Ebene der Art auf genetischer Ebene

3 Welchen Wert hat Biodiversität? Soviel kostet die globale Finanzkriese: Milliarden $ Wert aller Ökosystemdienstleistungen: Milliarden $ / Jahr Regulation des Gashaushaltes Steuerung des Klimas Versorgung mit Wasser Bodenbildung Erosionsschutz Aufrechterhalten von Nährstoffzyklen Abfallentsorgung

4 Kann man Biodiversität ersetzen? Das vom amerikanischen Milliardär Ed Bass finanzierte Projekt „Biosphäre 2“ sollte den Beweis liefern, dass der Mensch in der Lage ist, natürliche Ökosysteme zu imitieren (besser zu ersetzen).

5 Was leisten Ökosysteme? Der Boden mit seinen zahlreichen Bewohnern spielt eine zentrale Rolle bei der: Mineralisation von totem Pflanzen- oder Tiermaterial (durch Zersetzer) Bereitstellung von Nährstoffen (Stickstoff, Phosphor, usw.) für Pflanzen Stoffspeicherung (Kohlenstoff, Stickstoff) Wasserspeicherung und Aufbereitung

6 Was leisten Ökosysteme? Hochwasserschutz: das Beispiel Aare

7 Was leisten Ökosysteme? Bestäubung von Nutzpflanzen durch Insekten

8 Wem gehören die biologischen Ressourcen? Grundlagen für eine Regelung für den Zugriff auf biogenetische Ressourcen Vorschläge für ein gerechtes Teilen der Nutzen(Access and Benefit Sharing) Fragen der Intellectuale Property rhights Fragen zum Schutz von traditionellem Wissen Biodiversitätskonvention (CBD) 1992

9 Ausgangslage Natur als Apotheke Weltmarkt für Pharmazeutika, die von Pflanzen abstammen oder aus Pflanzen gewonnen werden: 200 Milliarden US-Dollar 40% der weltweit verkauften Pharmazeutika sind pflanzlichen Ursprungs Chloramphenicol 1947 isoliert aus dem endemischen Pilz Streptomyces venezuelae. Gesammelt in Caracas (Venezuela) und entwickelt bei Parke Davis (USA) gegen Typhus und als «Breitspektrum-Antibiotiukum» – ein Blockbuster (Gewinn: 1Milliarde USD/Jahr)

10 Kautschuk aus Hevea brasiliensis (seit dem 19. Jahrhundert im Amazonasgebiet), später in Südostasien. Höhepunkt der Produktion im 2. Weltkrieg Chinin aus Cinchona ssp. stammt aus Peru, Ecuador und Bolivien und wurde im 19. Jahrhundert in Indonesien angebaut – Monopolstellung der Plantagen – Höhepunkt des Bedarfs im 2. Weltkrieg Ausgangslage Natur als Apotheke

11 Hoodia-Kaktus (daraus Substanz p57) Hoodia goordonii ist eine Sukkulente aus Namibia und Südafrika (Kalahari). Die aus Hoodia isolierte Substanz p57 (ein Saponin) wurde von Phytopharm patentiert und an Pfizer lizenziert, Hoodia soll das Hungergefühl unterdrücken, basierend auf ethnobotanischen Studien bei den San Buschleuten. Weltweiter illegaler Handel mit Hoodia seit 2004 Ausgangslage Natur als Apotheke

12 In Afrika gibt es 1 traditionellen Heiler auf 100 bis 1000 Personen 1 nach westlichem Modell ausgebildeten Arzt pro 10‘000 bis 100‘000 Einwohner Traditionelle Heilmittel

13 Shaman Pharamceuticals, Inc. Motivation: Ende der 80er Jahre sind über 120 Arzneimittel aus ursprünglich pflanzlichen Leitsubstanzen auf dem Markt: 75% davon stammen aus der traditionellen Medizin Strategie: Ethnobotanischer Ansatz der Wirkstofffindung durch das Wissen indigener Völker in den tropischen Regenwäldern Umsetzung: Ethisch korrekte Zusammenarbeit, gegenseitiges Vertrauen und gegenseitiger Profit

14 Shaman Pharamceuticals, Inc. Entwicklung 1989 Firmengründung 1991 Provir, Virend in klinischer Phase 1994 Eli Lilly keine Vertragsverlängerung, Screening nach Antimykotika eingestellt, Fokus auf Diabetes 1995 Ono zeigt Interesse 1996 Lipha Lyonnaise Industrielle Pharamceutique 1998 «Provir or bust» Rückzug von Pharma-Riesen aus Geschäften

15 Biodiversität: Zustand in der Schweiz Umwelt Schweiz 2007; Bundesamt für Landschaft, Bundesamt für Statistik Kapitel 12. Landschaft und Biodiversität Infolge Zersiedelung und intensiver Bodennutzung werden Ökosysteme und Landschaften zerschnitten. Dies führt zu einer Banalisierung des Landschaftsbildes. Mit rund Pflanzen- und Tierarten weist die Schweiz eine grosse biologische Vielfalt auf. Der Rückgang der Artenvielfalt hält an. Zudem sind 30 bis 50% der einheimischen Tier- und Pflanzenarten mehr oder weniger akut gefährdet. Das Problem der mit oder ohne Absicht eingeführten exotischen Organismen könnte sich verschärfen und die Biodiversität negativ beeinflussen.

16 Biodiversität: Zustand in der Schweiz Das Diegtertal (BL) 1955 und 1995

17 Magerwiese Biodiversitäts Hotspots Auenwald Stadt Hochmoor Brachland

18 Ursachen für die Verluste Veränderte landwirtschaftliche Nutzung Zerstückelung der Lebensräume Überbauung und Zersiedlung der Landschaft Tourismus und Freizeitaktivitäten Überstrapazierte Gewässer Intensive Waldnutzung Überdüngung der Ökosysteme Klimaerwärmung Invasive Arten (Neobiota)

19 Schutzmassnahmen in der Schweiz Bundesgesetze und Verordnungen Rote Listen (Pflanzen und Tiere) Artenförderungsprogramme z.B. Tagfalter, Amphibien Inventare der Landschaften Waldprogramm Schweiz Biodiversitäts-Monitoring Schweiz

20 Schutzgebiete von nationaler Bedeutung

21 Vernetzung ist wichtig!


Herunterladen ppt "Biodiversität unnötiger Luxus? Quelle: EHB; Maja Dal Cero_&_Martin_Vonlanthen."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen